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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: DAS GEHEIMNIS DER DREI DSCHUNKEN - Ernst Hofbauer
BeitragVerfasst: 03.12.2009 08:38 
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Originaltitel: Geheimnis der drei Dschunken, Das
Herstellungsland: Deutschland, Italien
Erscheinungsjahr: 1965
Regie: Ernst Hofbauer
Darsteller: Stewart Granger, Horst Frank, Rosanna Schiafino, Harald Juhnke u.a.

Der Fernschreiber im Büro des FBI von San Francisco läuft heiß. – Die letzte Meldung: Wieder wurde ein Agent in Hongkong tot aufgefunden. Zwei Tage später nehmen der Spezial-Agent Jack Scott (Stewart Granger) und seine Partnerin vom CIA, Carol Eden (Rossana Schiaffio), bereits Verbindung mit ihrem V-Mann Norman in der euro-asiatischen Millionenstadt auf. Am Zielort trennen sich die Wege von Carol und Jack, über Miniatur Transistoren bleiben die Beiden jedoch ständig in Verbindung – Während Carol Eden es schafft, bei dem Sägewerk-Besitzer Milot als Funkerin angestellt zu werden, arbeitet Scott im Hintergrund. Schnell findet Scott heraus, dass Milot mit Hilfe der Dschunken elektronische Fernsteuerungsgeräte für Atomraketen schmuggelt. Die Ereignisse überstürzen sich, als Carols Tarnung durch einen dummen Zufall auffliegt...
In letzter Sekunde kann Scott Carol am Ladeplatz der Boote ausfindig machen. – Doch da blickt er auch schon in eine Revolvermündung. Vor ihm steht der Boss der gesamten Organisation...

Quelle: aktuell Video Cover


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Geheimnis der drei Dschunken
BeitragVerfasst: 03.12.2009 09:52 
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Auf den hatte ich mich gefreut, als die DVD angekündigt wurde....

Leider eine leichte Enttäuschung - schöne Bilder , gute Darsteller , spannungsarme Inszenierung...

Kann man ansehen, aber mann verpasst nichts wenn man es sein lässt ....

Peter

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Geheimnis der drei Dschunken
BeitragVerfasst: 03.12.2009 13:34 
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kaeuflin hat geschrieben:
Auf den hatte ich mich gefreut, als die DVD angekündigt wurde....

Leider eine leichte Enttäuschung - schöne Bilder , gute Darsteller , spannungsarme Inszenierung...

Kann man ansehen, aber mann verpasst nichts wenn man es sein lässt ....

Peter



Der Film plätschert spannungslos vor sich hin. Trotzdem mag ich einfach die Art von Film.
Die Zeit, die Drehorte, die Machart. Nostalgie eben.

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Suche "Maigret und sein gößter Fall" Regie: Alfred Wiedenmann. DVD von 3L


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Geheimnis der drei Dschunken
BeitragVerfasst: 10.12.2009 18:24 
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Fand ich einfach nur schrecklich langweilig und beinah komplett misslungen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Geheimnis der drei Dschunken
BeitragVerfasst: 10.12.2009 19:03 
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kaeuflin hat geschrieben:
Auf den hatte ich mich gefreut, als die DVD angekündigt wurde....

Leider eine leichte Enttäuschung - schöne Bilder , gute Darsteller , spannungsarme Inszenierung...

Kann man ansehen, aber mann verpasst nichts wenn man es sein lässt ....

Peter


Ging mir da ähnlich. Aber trotzdem hat mir die Veröffentlichung von e-m-s sehr gefallen. Schon alleine Wegen dem Nachdruck des Werbehefts und dem guten Bild. Vom Film her ist das gerade nicht eine Wucht, aber trotzdem hatte der Film sehr viel Charme. Und Harald Juhnke ist hier ja auch in einer tollen Rolle zu bewundern. Es geht... 6/10 Punkten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Geheimnis der drei Dschunken
BeitragVerfasst: 10.12.2009 19:26 
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Die DVD ist allein schon wegen dem Horst Frank Interview toll.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Geheimnis der drei Dschunken
BeitragVerfasst: 25.02.2010 00:07 
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Das Geheimnis der drei Dschunken (Deutschland, Italien 1965, Originaltitel: Das Geheimnis der drei Dschunken)

In Hongkong erwischt es Mitarbeiter des FBI und des amerikanischen Geheimdienstes. Diese Schweinerei kann natürlich nicht ungesühnt bleiben, ergo holt man Michael Scott (Stewart Granger) kurzerhand aus dem verdienten Urlaub, er soll die Morde und sonstigen Umtriebe vor Ort aufklären. Die hübsche Carol (Rosanna Schiaffino) wird unter einer falschen Identität in die verdächtige Organisation eingeschleust. Dank modernster Übertragungstechnik kann sie per Armband Kontakt mit Scott halten, dessen Armbanduhr ebenfalls ein entsprechendes Funkgerät enthält. Norman (Paul Klinger) ist in Hongkong der Ansprechpartner für Michael, er stellt ihm seinen Mitarbeiter Smoky (Harald Juhnke) zur Seite, da dieser über Orts- und Sprachkenntnisse verfügt. Drei Dschunken stehen im Mittelpunkt des Ermittlerinteresses, doch bisher konnte bei keiner Kontrolle verdächtiges Ladegut gefunden werden. Derweil nimmt Carol ihre Arbeit bei Pierre Milot (Sieghardt Rupp) auf, der mit der Koordination der drei Schiffe bedacht ist. Auch wenn sich der gute Pierre gern als grosser Boss präsentiert, scheint er trotzdem nur der Handlager eines grossen Unbekannten zu sein, den wahren Drahtzieher kennt niemand persönlich. Scott ist unerklärbarerweise längst enttarnt worden, man verübt umgehend Anschläge auf sein Leben. Der fiese, sadistische Killer Pereira (Horst Frank) erledigt solche Aufgaben mit grosser Passion, doch an Scott beisst er sich die Zähne aus. Je dünner die Luft für die Gauner wird, desto grösser wird die Lebensgefahr für die Ermittler. Wird Michael Scott die Oberhand gewinnnen können...???

Die grossen Erfolge der James Bond Filme, weckten selbstverständlich diverse Begehrlichkeiten anderer Produzenten. So entstand ein unter "Eurospy" geläufiges Genre, welches auch ein wenig vom Rahm abschöpfen wollte. Dieser Trend förderte einige interessante Beiträge zu Tage, so erlebte die "OSS 117" Reihe vor kurzem gar eine Neubelebung. "Das Geheimnis der drei Dschunken" ist ein weniger bekannter Film, der vor allem mit seiner prächtigen Besetzungsliste beindrucken kann. Stewart Granger war damals ein Topstar in Deutschland, Paul Klinger auch alles andere als ein Unbekannter. Der Name Sieghardt Rupp mag nicht mehr sehr geläufig sein, doch ich bin mir sicher, dass fast jeder Filmfreund sein Gesicht kennt und schon mehrfach gesehen hat. Harald Juhnke und Horst Frank sahen damals noch einigermaßen frisch aus. Die beiden Herren sorgen in ihren Nebenrollen für einige herrliche Momente. Juhnke kommt als Knallschote daher, scheint sich selbst auf die Schippe zu nehmen. Horst Frank darf mal wieder richtig böse und abgründig sein, wundervoll! Es wäre ermüdend nun alle Mitwirkenden aufzulisten, aber auf die sehr attraktive Rosanna Schiaffino sei noch hingewiesen. Die Dame erfreut das Auge des Betrachters, ihr böses Gegenstück wird von Margit Saad dargestellt, die auch recht ansehnlich ist.

Die Dschunken schippern ohne grosse Höhepunkte vor sich hin. Für viele Zuschauer mit "aktuellen Sehgewohnheiten" mag der Film schlicht und ergreifend langweilig erscheinen, vor allem weil Regisseur Ernst Hofbauer recht behäbig inszeniert. Für den üblichen "Bond Bombast" war das Budget ganz sicher nicht ausgelegt, viel Kabumm und wilde Verfolgungsjagden sollte man also eher nicht erwarten. Doch gerade diese vorgründige "Kleinheit" macht einen grossen Teil des Reizes aus, den dieser Film auf mich ausübt. Es macht einfach Freude Stewart Granger beim nichtschauspielen zu beobachten, die -heute politisch völlig inkorrekten- Verhaltensweisen der tragenden Figuren gegenüber den Einheimischen zu belächeln, den teils ein wenig debilen Dialogen zu folgen. Selbst für die Mehrheit der Eurospy-Fans mag der Streifen einfach zu wenig Tempo und Schauwerte bieten, ich fühlte mich allerdings rund 85 Minuten angenehm unterhalten. Sicher, ein "grosser" oder "wichtiger" Film ist "Das Geheimnis der drei Dschunken" keinesfalls. Ich finde das Teil jedoch sehr sympathisch und bin sehr erfreut darüber, dass auch kleine Filme dieser Art vor der Vergessenheit bewahrt werden.

E-M-S hat im Spätsommer 2008 eine sehr schöne DVD auf den Markt gebracht, die den Film in sehr ansprechender Verfassung präsentiert. Das Material wurde sorgfältig aufbereitet, im Bonusmenü findet man interessante Informationen zu diesem Thema. Das Amaray Case steckt in einem schicken Schuber, ein kleines Booklet ist vorhanden, ein Interview mit Horst Frank -kurz vor dessen Tod aufgezeichnet- rundet das schöne Paket ab! Ich bin sehr dankbar dafür, dass man diesen Film in derartig liebenswerter Form auf einer DVD veröffentlicht hat. Von Magic Picture (die hinter dieser Produktion stecken) erschien vor ein paar Tagen "OSS 117 - Heisse Hölle Bangkok" (1964), den ich mir auf jeden Fall demnächst zulegen werde!

Für die drei Dschunken ziehe ich sehr subjektive 7/10 Liebhaberpunkte! Die DVD an sich ist eigentlich unbezahlbar, ich möchte den Machern an dieser Stelle meinen Dank für diese tolle Veröffentlichung aussprechen!

Mord und Modelleisenbahn! Was könnte schöner sein?

Lieblingszitat:

"Das Ding sieht aber gefährlich aus. Ist das geladen?"

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER DREI DSCHUNKEN - Ernst Hofbauer
BeitragVerfasst: 18.01.2012 19:28 
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DAS GEHEIMNIS DER DREI DSCHUNKEN
[BRD/Italien][1965]

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Regie: Ernst Hofbauer
Darsteller: Stewart Granger, Rosanna Schiaffino, Sieghardt Rupp, Harald Juhnke, Horst Frank


„Das Ding sieht aber gefährlich aus. Ist die geladen?“
„Ich kann ja mal abdrücken.“

CIA-Agent Michael Scott [Stewart Granger] reagiert zunächst ein wenig unwirsch, als sein Chef in während seines wohlverdienten Urlaubs anruft. Doch das ändert sich, als er den Grund dafür erfährt: Sein Freund und Kollege ist bei einem Einsatz in Hongkong ermordet worden.
Sofort lässt er die Freizeit Freizeit sein, trennt sich von seiner Modelleisenbahn und schaltet sich in den Fall ein. Sein Kollege ermittelte vor Ort gegen den unnahbaren Verbrecher Pierre Mirot, welcher seine drei Dschunken als Tarnung nutzt, um Einzelteile für den Bau von Atomwaffen (!) zu schmuggeln.
FBI-Agentin Carol Eden [Rosanna Schiaffino] soll sich nun als Tippse bei Mirot einschleusen und Scott so mit nötigen Informationen versorgen.
Während sie sich das Vertrauen Mirots (wenn auch nicht das seiner Liebsten) erschleicht, sind Scott und sein neuer Partner, der Dolmetscher Smoky [Harald Juhnke], damit beschäftigt, diverse Mordanschlägen zu überleben, denn Mirot hat längst seinen brutalen Killer Pereira [Horst Frank] losgeschickt.

DAS GEHEIMNIS DER DREI DSCHUNKEN erzählt, deutlich beeinflusst vom Erfolg der JAMES BOND-Reihe, eine im realitätsfernen Szenario angesiedelte, reichlich abstruse Agentengeschichte und bietet dabei all jene Klischees, die später dankbar als Steilvorlage für Parodien des Genres aufgegriffen wurden.

So ist der Held Michael Scott quasi unverwundbar und überlebt jeden der zahlreichen Mordanschläge nicht durch List, Tücke oder gar Geschick, sondern durch pures Glück und springt zur Not aus einem den Steilhang hinunterfallenden Auto, ohne eine Schramme abzubekommen.

Stewart Granger spielt den recht tapsig wirkenden Agenten reichlich unbedarft und wirkt wie ein zu groß geratener Lausbube, der einfach nur Glück hat, dass seine Gegner noch ungeschickter agieren als er selbst (so gibt er sich gegenüber dem Bösewicht als Versicherungsvertreter aus, nennt dabei aber ungeschickterweise seinen richtigen Namen).

Carol Eden ist eine typische Frauenfigur aus dem Genre jener Zeit: Keck und adrett, aber gleichermaßen naiv und im Zweifelsfall immer auf die Rettung ihres großen Beschützers (in welchen sie natürlich nach fünf lausigen Minuten unsterblich verliebt ist) angewiesen.
Der Augenblick, in welchem sie ihrem Folterknecht einen saftigen Tritt verpasst, worauf dieser wie von der Kanonenkugel getroffen den Abflug macht und auf seiner Glatze durch das Zimmer kegelt, ist dennoch nicht von schlechten Eltern.

Rosanna Schiaffino ist in der Rolle schlichtweg zum Reinverlieben und als rehäugige Schönheit zwischen Schlagfertig- und Hilfebedürftigkeit perfekt besetzt.
Regisseur Ernst Hofbauer (→ SCHULMÄDCHEN-REPORT) war sich seiner Trumpfkarte wohl sehr bewusst und spendierte ihr (und dem Zuschauer) einige sehr schöne Aufnahmen.

Der Schurke ist einfach nur der Schurke, und er ist das, weil er schurkische Dinge tut. Mehr braucht man gar nicht zu wissen.
Allerdings wirkt Pierre Milot aufgrund seiner Profillosigkeit in keinem Moment wirklich angsteinflößend oder gar gefährlich. Die Frage ist eigentlich nur, auf welche Weise er den Löffel reichen wird. Auch Sieghardt Rupp kann mit seiner soliden Leistung nicht viel daran ändern.

Harald Juhnke als Smoky ist ganz putzig, allerdings völlig überflüssig. Er ist nicht ein einziges Mal eine Hilfe und ist auch als Dolmetscher untauglich, zudem auch nicht von Nöten, da (und hier klopft abermals das Klischee an die Tür) fast alle Chinesen Deutsch verstehen und sprechen können.

Zu erwähnen wäre noch Horst Frank, welcher Pereira, den Killer mit der steinharten Mine, verkörpert und als solcher ideal in die Rolle passt. Leider wird er abermals fremdsynchroniert, was bei seiner markanten Originalstimme jedes Mal ein echtes Ärgernis darstellt.

Wirklich spannend wird es nie, die Handlung ist auch nicht allzu kompliziert. Im Prinzip besteht sie fast nur daraus, dass Scott und Smoky eine Falle nach der nächsten gestellt wird. Da man weiß, dass die Beiden diese sowieso überleben werden, bleiben die Nägel ungekaut.

Auch Action macht sich rar - ein paar zahme Schlägereien, ein bisschen Geballer nebst Messergewerfe (von böser Seite aus natürlich meilenweit am Ziel vorbei), dazu ein paar über die Klippe fliegende Automobile.
Wenn es wirklich mal turbulent wird, ist es meistens auch schon wieder vorbei, bevor es richtig angefangen hat.

Wie viele ähnlich gelagerte Werke dieser Zeit und Gattung entspringt der Reiz daher vor allem aus der schönen Atmosphäre längst vergangener Kinotage.
Das exotische Flair Hongkongs geschickt nutzend, werden alle möglichen attraktiven Schauplätze abgegrast und jede Szene atmet den Geist verklärter Kinoromantik.

Freilich passiert das nicht ohne den damals üblichen, arroganten westlichen Blick auf den fernen Osten.
Granger und Juhnke poltern durch die Stadt wie die Elefanten im Porzellanladen und zeigen Respekt weder vor Kultur, noch vor Bevölkerung, klopfen Sprüche über's Essen mit Stäbchen („Kein Wunder, dass die Chinesen alle so dünn sind!“) und reden mit den Einheimischen wie mit zurückgebliebenen Kleinkindern.

Die von Riz Ortolani komponierte Musik ist so verkehrt nicht, erinnert paradoxerweise jedoch häufig an den Soundtrack zu einem GODZILLA-Film, was doch etwas irritierend wirkt.

Angereichert mit der für die Zeit üblichen locker-flockigen Dialogen, ist DAS GEHEIMNIS DER DREI DSCHUNKEN gekonnt inszenierter Kintopp ohne großartige formale Schwächen. Eine gewisse Affinität sollte man allerdings mitbringen.

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER DREI DSCHUNKEN - Ernst Hofbauer
BeitragVerfasst: 18.01.2012 22:20 
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The Big Coordinator hat geschrieben:
Wie viele ähnlich gelagerte Werke dieser Zeit und Gattung entspringt der Reiz daher vor allem aus der schönen Atmosphäre längst vergangener Kinotage.
Das exotische Flair Hongkongs geschickt nutzend, werden alle möglichen attraktiven Schauplätze abgegrast und jede Szene atmet den Geist verklärter Kinoromantik.




Genau das macht für mich den Reiz dieser Filme aus.

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER DREI DSCHUNKEN - Ernst Hofbauer
BeitragVerfasst: 13.06.2012 17:30 
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italo hat geschrieben:
The Big Coordinator hat geschrieben:
Wie viele ähnlich gelagerte Werke dieser Zeit und Gattung entspringt der Reiz daher vor allem aus der schönen Atmosphäre längst vergangener Kinotage.
Das exotische Flair Hongkongs geschickt nutzend, werden alle möglichen attraktiven Schauplätze abgegrast und jede Szene atmet den Geist verklärter Kinoromantik.



Genau das macht für mich den Reiz dieser Filme aus.


...und genau deshalb habe ich den Film gestern bestellt.

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER DREI DSCHUNKEN - Ernst Hofbauer
BeitragVerfasst: 13.06.2012 17:40 
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sid.vicious hat geschrieben:
italo hat geschrieben:
The Big Coordinator hat geschrieben:
Wie viele ähnlich gelagerte Werke dieser Zeit und Gattung entspringt der Reiz daher vor allem aus der schönen Atmosphäre längst vergangener Kinotage.
Das exotische Flair Hongkongs geschickt nutzend, werden alle möglichen attraktiven Schauplätze abgegrast und jede Szene atmet den Geist verklärter Kinoromantik.



Genau das macht für mich den Reiz dieser Filme aus.


...und genau deshalb habe ich den Film gestern bestellt.



Das ist so ein Film den man mit "gepflegter nostalgischer Langeweile" beschreiben kann. Das meine ich durchaus positiv und jeder der solche Filme mag, wird verstehen was ich meine.

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER DREI DSCHUNKEN - Ernst Hofbauer
BeitragVerfasst: 13.06.2012 18:51 
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Schön, dass der Film hier doch noch ein paar positive Stimmen bekommt.
Mir gefällt er auch.
Und der kommerzielle Erfolg, den er seinerzeit auch in Italien und Spanien
erzielen konnte, deutet zumindest darauf hin, dass das Publikum ihn
seinerzeit dann wohl gar nicht so "spannungsarm" und "langweilig" fand.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER DREI DSCHUNKEN - Ernst Hofbauer
BeitragVerfasst: 07.01.2013 21:18 
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Alternativer Titel: Der Mann im Dunkel
Produktionsland: Deutschland, Italien
Produktion: Gero Wecker
Erscheinungsjahr: 1965
Regie: Ernst Hofbauer
Drehbuch: Hannes-Karl Kubiak
Kamera: Werner M. Lenz
Schnitt: Eugenio Alabiso, Werner M. Lenz
Musik: Riz Ortolani
Länge: ca. 86 Min.
Freigabe: FSK 12
Darsteller: Stewart Granger, Rosanna Schiaffino, Sieghardt Rupp, Margit Saad, Harald Juhnke, Helga Sommerfeld


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Der Geheimagent Michael Scott und seine Kollegin Carol werden nach Hongkong geschickt. Ein Partner von Scott war hier einer Schmugglerbande auf der Spur und kam dabei ums Leben. Scott soll nun die Verantwortlichen zur Strecke bringen.

Eine feine Musik von Riz Ortolani, kräftige Farben und ein Horst Frank, der schon nach einigen Sekunden im Bild ist, was soll da noch schief gehen? Im Prinzip nicht viel, da Ernst Hofbauer mit dem „Geheimnis der drei Dschunken“ eine ordentliche Regiearbeit abgeliefert hat. Der Ablauf der Geschichte ist unterhaltsam aufgebaut und man sieht nicht zuletzt auf Grund der bereits positiv erwähnten Farben gern auf den Bildschirm/ den Screen/ die Leinwand.

Inmitten von gemütlichen Kulissen kommt es zu dem ein oder anderen herbeigeführten Todesfall und Steward Old Surehand Granger soll sich der Sache annehmen. Mit gewohnter Leichtigkeit macht sich Granger an den Fall und verzichtet auch zum größten Teil auf ein überflüssiges Grinsen, wie man es von einigen seiner Auftritte kennt. Grund zum Lächeln hat er allerdings, da er mit Rosanna Schiaffino in der Rolle von Carol, eine wirklich äußerst adrette Partnerin zur Seite gestellt bekommt.

Neben dem erwähnten Horst Frank in der Rolle von Pereira, hat Hofbauer noch ein weiteres Ass im Ärmel. Die Rede ist von Sieghardt Rupp in der Rolle von Pierre Milot, der wie Horst Frank ebenfalls die böse Fraktion vertritt. Dass Sieghardt sich bei den „Drei Dschunken“ selber synchronisiert hat, ist natürlich eine besondere Freude, denn seine Stimme ist nun mal einzigartig genial.

Zur Story kann man sagen, dass es gerade im Bereich „Eurospy“ wesentlich Schlechteres gibt und dass der Film zu unterhalten weiß. Zum Ende bekommt man auch noch ein paar gute Actionmomente geboten.

Fazit: Ein sympathischer Agentencocktail- serviert von zwei hervorragenden Oberkellnern namens Horst Frank und Sieghardt Rupp.

7/10

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER DREI DSCHUNKEN - Ernst Hofbauer
BeitragVerfasst: 07.01.2013 21:21 
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Pistolero hat geschrieben:
Schön, dass der Film hier doch noch ein paar positive Stimmen bekommt.
Mir gefällt er auch.
Und der kommerzielle Erfolg, den er seinerzeit auch in Italien und Spanien
erzielen konnte, deutet zumindest darauf hin, dass das Publikum ihn
seinerzeit dann wohl gar nicht so "spannungsarm" und "langweilig" fand.


Der Film ist auch nicht langweilig, ich bin angenehm überrascht.

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