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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: DER CHEF SCHICKT SEINEN BESTEN MANN - Sergio Sollima
BeitragVerfasst: 14.10.2013 14:30 
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Requiem per un agente segreto
Italien / Deutschland / Spanien (1966)
Deutsche Erstaufführung: 14.4.1967
Darsteller:
Stewart Granger, Peter van Eyck, Daniela Bianchi, Wolfgang Hillinger, Maria Granada,
Giulio Bosetti, Georgia Moll, Franco Andrei, Luis Induni, Gianni Rizzo

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Es geht um militärische Dokumente, die von der Verbrecher-Organisation "Grüner Stern von Marokko" gestohlen wurden.
Der Geheimdienst befürchtet, dass sie weiterverkauft und so in die falschen Hände geraten könnten.
Innerhalb von 2 Monaten werden 3 Agenten, die den Fall klären sollten, ins Jenseits befördert.
Jetzt kann nur noch Jimmy Merrill helfen, ein eiskalter Hund, mit allen Wassern gewaschen und mindestens
ebenso skrupellos wie seine Gegner. da man seine rüden Methoden und Alleingänge kennt, stellt man ihm
einen jungen Assistenten zur Seite, um ihn unter Kontrolle zu haben.
Schnell hat Merrill die Hintermänner ausfindig gemacht. Es handelt sich um den ehemaligen Nazi-Verbrecher Dubeck
und dessen Killer Alexej. Beide Seiten kämpfen mit harten Bandagen, um dann am Ende miteinander zu paktieren.
Merrill scheut nicht einmal davor zurück, seinem Assistenten, der ihm vertraut, brisantes Material zu entwenden.
Doch dann wird der Assistent von Alexej getötet ...

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Leg dich nicht mit Stewart Granger an.

"Der Chef schickt seinen besten Mann" ist eine der besseren Eurospy-Produktionen. Regisseur Sollima hatte
bereits zuvor mit seinen "Agent 3S3-Filmen" versucht, dem Genre neue Impulse zu geben.
Allerdings ist die deutsche Fassung gekürzt. Politische Hintergründe und Anspielungen, die Sollima in die
Handlung einfließen ließ, wurden größtenteils entfernt.
Übrig blieb dennoch ein ambitionierter Agenten-Thriller, der eine sehr gute Besetzung vorweisen kann.
Stewart Granger, der hier von Harald Leipnitz synchronisiert wird, war damals schon Mitte Fünfzig
und spielte Rollen wie den "Old Surehand" in den Karl-May-Filmen. Er hatte aber auch schon Erfahrungen
im Eurospy-Genre gesammelt. Seine sympathische Ausstrahlung steht eigentlich im Widerspruch zum
eher negativen Charakter des Jimmy Merrill, den er aber glaubhaft verkörpert.
Peter van Eyck überzeugt als Gangsterboss. Auch Wolfgang Hillinger als Karate-As und eiskalter Profikiller
mit unschuldigem Engelsgesicht spielt perfekt. Mit Georgia Moll, Maria Granada und EX-Bond-Blondine Daniela Bianchi
sind drei weibliche Schönheiten mit von der Partie, von denen allerdings nur eine mit dem Leben davon kommt.
Punkten kann der Film auch mit gut eingefangenen exotischen Kulissen (Tanger, Marrakesch) und einem
sehr schönen Score (an dem u.a. Piero Umiliani beteiligt war).
Das nicht so ganz überzeugende Happy-end wirkt dagegen etwas unpassend.

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Wolfgang Hillinger, Maria Granada

Regisseur Sergio Sollima leuchtet hinter die Kulissen des schmutzigsten Geschäfts der Welt: der Spionage
Er reißt den prächtigen Salon-Agenten die Maske des Edelmuts vom Gesicht. Was dann noch übrig bleibt,
das ist nicht mehr der edle Rächer, sondern ein Mann, der nur aus purer Gewinnsucht und Geldgier handelt.
Für harte Dollars macht er alles. Skrupellos wechselt er die Fronten, dreht sein Fähnlein stets in die Richtung,
aus der der größte Geldsegen kommt.
Zum ersten Mal wird hier gezeigt, dass der Gangsterboss und der Geheimagent im Grunde vom gleichen Holz sind.
Sie unterscheiden sich nur dadurch, dass sie auf verschiedenen Seiten stehen.
(IFK)


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 Betreff des Beitrags: Re: DER CHEF SCHICKT SEINEN BESTEN MANN - Sergio Sollima
BeitragVerfasst: 15.10.2013 16:04 
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Habe noch ein französisches Plakatmotiv gefunden, das mir auch gut gefällt:

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 Betreff des Beitrags: Re: DER CHEF SCHICKT SEINEN BESTEN MANN - Sergio Sollima
BeitragVerfasst: 01.04.2014 20:13 
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Hab ihn mir gestern gegeben.

Ist einer der Besseren Eurospyer aber leider auch nichts besonderes.
Komisch sonst sind doch die Italiener für ihre hervorglänzenden Scores bekannt, nur im Eurospy, da ist immer tote Hose.
Hier aber schon ein etwas besserer Score...

Beginnt Typisch auf eine Orientalischen Markt, wo einer in der Menschenmenge erledigt wird.
Da hab ich mir schon nicht viel erwartet...
Aber dann kurz darauf, eine geniale Strip Szene. Hübsches Mädel(Maria Granada) als Torero verkleidet, im hintergrund via Videoprojektion ein Stier in der Arena. Das Mädel entblättert sich, dann wandert das Video auf ihrem Bauch, schaut sau geil aus. Dabei tönt auch ein cooler Score. Schade nur das die Szene zu kurz geraten ist.
Danach tritt Louis Induni ins Bild, eine kleine Liebesgeschichte, Trennung?? Aber leider leben die beiden nicht lange und spielen keine rolle weiter im Film. Schade :( Aber schonmal ein Trauriger Beginn...
Danach wird der Film aber wieder Agententypisch, verfolgungen, paar Schlägereien. Ein Karateass verliert gegen einen Stock Steifen Stewart Granger, der Fäuste aus Beton zu haben scheint :lol:
Van Eyck als Bösewicht...
Solide ist der Film schon gemacht, aber echt nichts besonderes... 6/10

Was wurde denn bei uns eigentlich gekürzt?? Hoffe doch nicht die Coole Granada szene :?


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Die szene konnt ich leider nicht finden, aber den Score der dabei ertönt:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: DER CHEF SCHICKT SEINEN BESTEN MANN - Sergio Sollima
BeitragVerfasst: 01.04.2014 20:50 
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Die Strip-Szene war natürlich drin. Die hatte damals ja noch eine größere Wirkung als heute und dann auch noch auf der großen Leinwand. Gekürzt wurden eigentlich nur Dialoge, bei denen die politischen Hintergründe ausführlicher beleuchtet wurden.
Mir hat der sehr gut gefallen. Ich finde auch, dass er sich schon ein wenig vom üblichen Eurospy-Einerlei abhebt.


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