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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: DER SCHNORCHEL - Guy Green
BeitragVerfasst: 14.01.2011 14:40 
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Originaltitel: The Snorkel (1958)
Regie: Guy Green
Darsteller: Peter van Eyck, Betta St. John, Mandy Miller,Grégoire Aslan
Inhalt: Das kleine Mädchen Candy verliert erst ihren Vater und dann die Mutter auf rätselhafte Weise. Die Polizei geht von Selbstmord aus. Candy weiß jedoch, dass ihr Stiefvater, Paul, ihre Eltern auf dem Gewissen hat. Die Polizei und auch sonst niemand scheint ihr zu glauben, also stellt sie eigene Überlegungen an und gerät ins Fadenkreuz des Killers.


Ein Hammerkrimi in s/w und zudem ziemlich obskur! Bin beim Blättern im "Art of Hammer" Buch darüber gestolpert.
Leider hab ich ihn noch nicht gesehen, aber vielleicht kann ja jemand etwas dazu sagen und eventuell sogar eine Empfehlung aussprechen?
Er hört sich auf jeden Fall ziemlich interessant und es wäre toll mal einen Hammer abseits des Gothichorrors in s/w zu sehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: DER SCHNORCHEL - Guy Green
BeitragVerfasst: 14.01.2011 14:56 
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Oh ja, der würde mich auch sehr interessieren.
Der Film ist aber wohl nur schwer zu bekommen.
Die einzige VÖ, die ich gefunden habe, ist eine US-DVD-Box von Sony von 2006. Nennt sich: "The Icon´s of Suspense Collection: Hammer Films". Da sind 6 eher unbekanntere Hammer-Filme drin (incl. Der Schnorchel).
Hat den schon jemand gesehen?


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 Betreff des Beitrags: Re: DER SCHNORCHEL - Guy Green
BeitragVerfasst: 14.01.2011 15:48 
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Ja, ein wirklich gut gemachter Krimi. Es lohnt sich, wegen der Handlungswendungen. Gute Dahrsteller - feiner Plot ---


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 Betreff des Beitrags: Re: DER SCHNORCHEL - Guy Green
BeitragVerfasst: 14.01.2011 16:47 
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Fand ich auch richtig gut. Peter van Eyck spielt hier sehr gut.

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 Betreff des Beitrags: Re: DER SCHNORCHEL - Guy Green
BeitragVerfasst: 14.01.2011 17:10 
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Die DVD kam im Juni 2010 raus, als kleine Ergänzung. Ganz nett, trifft es schon, finde aber andere Filme in dem Set besser.

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 Betreff des Beitrags: Re: DER SCHNORCHEL - Guy Green
BeitragVerfasst: 14.01.2011 17:22 
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Kurzkommentar aus dem Filmtagebuch:


The Snorkel (Großbritannien 1958, deutscher Titel: Der Schnorchel)

Paul Decker (Peter van Eyck) bringt seine wohlhabende Ehegattin um die Ecke. Die Dame wird per Gas aus dem Leben geleitet, Paul hält sich während der Tat entspannt im Zimmer auf. Um nicht selbst dem Erstickungstod anheim zu fallen, trägt er eine Taucherbrille mit Schnorchel, per Schlauch von ausserhalb des Hauses mit Atemluft versorgt. Selbst als man schliesslich die Leiche seiner Frau findet, ist der kaltblütige Bursche noch immer zugegen. Er hat sich unter dem Holzfussboden versteckt, der genug Raum für einen erwachsenen Mann bietet. Die Tochter der Ermordeten, das clevere Teeniemädchen Candy (Mandy Miller), trifft wenig später mit ihrem Kindermädchen Jean (Betta St. John) in der Villa ein. Candy verdächtigt sofort ihren Stiefvater Paul, schliesslich habe dieser bereits ihren leiblichen Vater umgebracht. Schon den Tod des Vaters von Candy konnte man Paul nicht nachweisen, und auch der Tod seiner Ehefrau ist ihm offensichtlich nicht anzulasten. Die Spuren weisen eindeutig auf einen Selbstmord hin, darüber hinaus hat der Killer sich ein überzeugendes Alibi verschafft. Das Mädchen behaart auf ihrem Verdacht, doch selbst die Polizei hält ihre Vorwürfe für nicht nachvollziehbar. Sogar die fürsorgliche Jean vermutet eine psychische Erkrankung ihres Schützlings. Der eiskalte Paul zeigt sich zunächst unbeeindruckt von den Anfeindungen seiner Stieftochter. Aber bei allen Beteiligten nagt die Situation am Nervenkostüm, was sich als grosse Gefahr für die unnachgiebige Candy erweisen könnte...

Die britische Filmschmiede Hammer geniesst bei Freunden herrlicher Grusel-/Horrorfilme einen exquisiten Ruf. Man produzierte allerdings auch zahlreiche Beiträge zu anderen Genres, darunter einige Thriller/Kriminalfilme. "The Snorkel" ist ein Vertreter dieser Gattung, der in Schwarzweiss gedrehte Film erreichte 1958 die Kinoleinwände. Auf dem Regiestuhl nahm Guy Green Platz, dessen Namen einem sicher nicht in den Sinn käme, wenn nach den wichtigsten für Hammer tätigen Regisseuren gefragt würde. An seiner soliden Arbeit ändert diese Tatsache selbstverständlich nichts. Mit Peter van Eyck konnte man ein bekanntes Gesicht für die Hauptrolle gewinnen. Als abgebrühter Bösewicht spielt van Eyck sehr überzeugend, für mich ist er ganz klar der herausragende Darsteller in diesem Film. Mandy Miller liefert sicher keine schwache Leistung ab, doch leider ging mit die Göre ziemlich schnell auf den Geist. Betta St. John kommt weitaus angenehmer rüber, allerdings verlangt man ihr nicht besonders viel ab. Die Nebenrollen sind durch die Bank solide gespielt, hinterlassen aber keinen bleibenden Eindruck.

Da die "Heldin" des Films massiv an meinen Nerven nagte, entwickelte ich nachhaltige Sympathie für den Fiesling. Der Streifen gibt nicht Preis, ob die gemeuchelte Ehegattin ein ebenso schreckliche Nervensäge wie ihre Tochter war. Sollte dies der Fall gewesen sein, kann man die Taten des Schnorchlers fast nachvollziehen... ...*¿räusper?*... Ich ringe um Contenance, wo waren wir noch stehengeblieben...? Ach ja, bei geeigneten Sympathieträgen. Es ist ja nicht mit der grausigen Candy getan. Nein, dieses Terrorkind führt auch noch einen abstossenden Köter in Fusshupengrösse mit sich, der ständig treudoof aus dem Flohpelz glotzt. Bleibt noch Jean, die mir allerdings viel zu glatt und langweilig daherkam, wen wundert da meine Zuneigung zum Killer? Das Ende hätte übrigens die Chance geboten, den Film herrlich bösartig ausklingen zu lassen. Leider entschied man sich für eine weichgespülte Variante. Der Fainess halber sei auf den Zeitpunkt der Entstehung hingewiesen, zehn Jahre später hätte man vermutlich mehr Mut bewiesen.

"The Snorkel" ist ein handwerklich ansprechend inszenierter Thriller, gut gespielt und mit ein paar echten Spannungsmomenten gesegnet. Wer dann noch das Glück hat, die Darbietung von Mandy Miller als nicht anstrengend zu empfinden, wird vielleicht sogar noch ein wenig mehr Freude als ich an dem Flick haben. Wer Kriminalfilme der gediegenen Sorte zu schätzen weiss, sollte sich "The Snorkel" durchaus zu Gemüte führen. Der Film ist zwar kein Highlight seines Genres, bietet aber ohne Zweifel (überwiegend) ansprechende, recht kurzweilige Unterhaltung. Leider liegt in Deutschland keine DVD-Auswertung vor. Ich habe zu einem Set mit dem klangvollen Namen "The Icons of Suspense Collection" gegriffen. Dort findet man sechs Hammer Produktionen vor, die auf drei DVDs verteilt wurden. An der Bildqualität von "The Snorkel" gibt es nichts zu meckern. Die Zusammenstellung enthält ferner folgende Titel:

• Cash on demand
• Stop me before i kill (Der unsichtbare Schatten)
• Maniac (Die Ausgekochten)
• Never take candy from a stranger (Vertrau keinem Fremden)
• These are the damned (Sie sind verdammt)

Wer auf den deutschen Ton verzichten kann, dazu Lust auf eine andere Seite von Hammer hat, tätigt mit dem Set einen guten Kauf. Ich freue mich auf die noch zu sichtenden Filme.

"The Snorkel" verdient sich standfeste 6/10 (obere Mittelklasse)

Lieblingszitat:

"It was suicide? There's no doubt?"

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 Betreff des Beitrags: Re: DER SCHNORCHEL - Guy Green
BeitragVerfasst: 14.01.2011 18:51 
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Vielen Dank, Blap!
Erhellende Worte. Jetzt werde ich mich doch noch mit den Codegeschichten und Kreditkarten beschäftigen.
Ausgezeichnet.

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 Betreff des Beitrags: Re: DER SCHNORCHEL - Guy Green
BeitragVerfasst: 14.01.2011 21:26 
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 Betreff des Beitrags: Re: DER SCHNORCHEL - Guy Green
BeitragVerfasst: 14.01.2011 21:36 
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Bestimmt. Bei meinem Mac muss man aber das DVD Laufwerk flashen und wenn das schief geht, ist es irgendwie im eimer.
Neue Wohnung, neuer Fernseher, neuer Player. Das wird ein Fest :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: DER SCHNORCHEL - Guy Green
BeitragVerfasst: 09.07.2016 14:40 
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The Snorkel
Der Schnorchel (D)
Delitto in tuta nera (IT)
La máscara submarina (ES)
L'homme au masque de verre (F)
De masker van Satan (NL)

UK 1958

R: Guy Green
D: Peter van Eyck, Betta St. John, Mandy Miller, Grégoire Aslan, William Franklyn, Marie Burke, Irene Prador, Henri Vidon, Armand Guinle, Robert Rietty, David Ritch u.a.


dt. Synchronsprecher

OFDb



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"Wenn Sie mir erklären können, wie sich ein Mensch in einem Zimmer unsichtbar machen kann und am Leben bleibt, obwohl er der Gas einatmet, werde ich ihn festnehmen"


Diese Worte lässt sich die kleine Candy Brown (Mandy Miller) nicht zweimal sagen, denn der Sinn ihres Lebens besteht nur noch darin, endlich den Mörder ihrer beider Elternteile zu überführen und ihm seiner gerechten Strafe zuzuführen. Problem an der ganzen Sache: Niemand glaubt der Quengel-Liese auch nur ein Wort und halten sie sogar für schwer mental verwirrt, so dass ihre englische Nanny Jean Edwards (Betta St. John) bereits mit den Vorbereitungen zurstationären Aufnahme in eine psychiatrische Klinik beschäftigt ist. Doch das kleine Gör bleibt unbeirrt bei ihrer Meinung, da sie doch selbst den kaltblütigen Mord an ihrem Vater leibhaftig miterlebte und sich daher auch vollkommen sicher ist, dass ihr zwischenzeitlich nachgerückter Stiefvater Paul Decker (Peter van Eyck) der wahrhafte Täter beider Meuchelmorde ist. Gemeinsam mit ihrem nicht minder quengeligen Cocker Spaniel Toto (der nach dem Eintrag in der IMDB im wahren Hundeleben auf den Namen "Flush" hört) setzt Candy alles daran, den von ihr so verabscheuten Stiefvater seiner schrecklichen Taten zu überführen.


Insgesamt ein recht beschaulich inszenierter Thriller aus dem Hause Hammer, der zwar mit einem souverän aufspielenden "Peter van Eyck" auftrumpft, dafür aber auch eine quengelige "Mandy Miller" mit ihrem nicht minder quengeligen Cocker Spaniel "Flush Toto" als Belastungsprobe für die Nerven mit an Bord hat. Ok, ganz so schlimm ist die kleine Quengel-Liese nun auch wiederum nicht, aber ihre quäkende Art und Weise wirkt alles andere als überzeugend, was wiederum einem ungetrübten Sehvergnügen nicht gerade zuträglich ist. Ganz anders sieht die Sache bei Peter van Eyck aus, der seine unheimliche Rolle als mordender Stiefvater mit Bravour erfüllt und dabei eine in seinen Augen ausgeklügelte Tat vollzieht, indem er den Erstickungstod seiner Frau wie einen astreinen Selbstmord aussehen lässt. Dabei wird dem Betrachter seine Täterschaft von vorne herein bekannt gegeben, wobei ich es in diesem Fall viel spannender gefunden hätte, wenn die Ungewissheit darüber über den gesamten Filmverlauf aufrecht erhalten worden wäre.

Prädikat: Sehr nett.


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Trailer:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com



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