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 Betreff des Beitrags: DIE SCHWARZE WINDMÜHLE - Don Siegel
BeitragVerfasst: 05.06.2012 19:17 
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England 1974

Darsteller: Michael Caine, Donald Pleasence, Delphine Seyrig, Clive Revill, John Vernon

Major John Tarrant (Michael Caine) ist Agent beim MI6 und gerade dabei sich an eine Frau ran zu machen um eine gefährliche Verbrecherorganisation dingfest zu machen. Das MI6 hat auch eine menge Edelsteine gekauft um eine Falle zu stellen.
Das wird Johns Sohn entführt und die Entführer fordern ein Lösegeld in höhe der Diamanten, also wissen die Entführer bescheid. Im MI6 scheint es eine undichte Stelle zu geben...
Der Boss des MI6 (Donald Pleasence) ist in Sorge um die Sicherheit seines Landes, George dagegen Natürlich um seinen Sohn.
So gehen die ansichten etwas ausseinander...
Derweil fingieren die Verbrecher beweise um es so hinzustellen das Georg der Verräter ist.
Nachdem sein Boss nicht einwilligt, klaut John die Diamanten um den Deal alleine abzuwickeln.....
Wird er seinen Sohn lebend zurückbekommen???

Ein Agentenfilm, aber eigentlich ein reiner Entführungsfilm...
Sehr spannend ohne viel Action, erst am ende in der titelgebenden Windmühle geht es richtig rund!
Die Darsteller sind toll, passend besetzt!
Der Anfang ist genial, deswegen hab ich mir den Film auch gestern angesehen, denn vorher ist die Aufnahme eines anderen Filmes den ich nen Tag davor angesehen habe und gleich danach kam dieser Film.
Ein sehr Innovativer Vorspann, bestehend aus Spielewürfeln für Kinder, dazu ein Kinderchor der Singt unterlegt von Bildern zweier Jungen die Spielen. Das hält schonmal bei der Stange. Danach sieht man wieder diese beiden Jungen wie sie ein Militärisches Sperrgebiet durchbrechen um auf diesem Flughafenareal ihr Modellflugzeug fliegen zu lassen.
Da kommt auch schon die Armee an und nimmt beide fest. Sie sollen zu ihrer Schule gebracht werden und einen Tadel bekommen, plötzlich Zack! bekommen beide eines übergebraten und werden wie zwei volle Säcke in einen Kleinlaster geworfen! Den musste ich am nächsten Tag gleich ansehen.
Die genialität des Anfangs kann der Film nicht ganz halten, zu spät kommt die Aktion, aber er ist gut!
6,5/10

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SCHWARZE WINDMÜHLE - Don Siegel
BeitragVerfasst: 05.06.2012 23:02 
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Was für ein Zufall. Den habe ich mir die Tage auch angeschaut.

Kann dir da nur beipflichten: spannender Entführungsthriller mit Michael Caine. Allerdings wird die Entführungsgeschichte hier recht gekonnt mit dem Agenten-Film-Genre verwoben, was nochmal einen besonderen Reiz ausübt.

Von dem Film gibt es auch eine gut umgesetzte DVD.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SCHWARZE WINDMÜHLE - Don Siegel
BeitragVerfasst: 05.06.2012 23:50 
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Hab ich vor ein paar Wochen gesehen. Der Titel und der Regisseur haben mich gelockt. Typischer Siegel, perfekt inszeniert, sehr angenehm.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SCHWARZE WINDMÜHLE - Don Siegel
BeitragVerfasst: 08.03.2017 23:12 
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Michael Caine   in

DIE SCHWARZE WINDMÜHLE

● THE BLACK WINDMILL / DIE SCHWARZE WINDMÜHLE (GB|US|1974)
mit Delphine Seyrig, Donald Pleasence, Clive Revill, John Vernon, Joss Ackland, Catherine von Schell und Janet Suzman
eine Produktion der Universal Pictures | im Verleih der Cinema International Corporation
ein Film von Don Siegel


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»Es ist widerlich, was dieser Job aus dir gemacht hat!«

Der Sohn des britischen Geheimagenten Major John Tarrant (Michael Caine) wird von rücksichtslosen Waffenhändlern entführt und verschleppt. Wenig später geht eine beinahe unlösbare Forderung ein und die Entführer drohen, den Jungen zu töten, falls die strengen Bedingungen nicht eingehalten werden. Tarrants Frau Alex (Janet Suzman) steht kurz vor dem Nervenzusammenbruch, doch rauft sich zusammen, um ihrem Mann zu helfen, der einen gefährlichen Alleingang plant, zumal er feststellen musste, dass es Korruption und Verrat in den eigenen Reihen gibt. Die Zeit drängt und immer mehr Beteiligte werden liquidiert, doch es taucht ein entscheidender Hinweis auf, der John zu der sogenannten Schwarzen Windmühle führt...

Zwei Jungen spielen ausgelassen mit ihrem Modellflugzeug und um die Situation bestmöglich zu simulieren, findet dies alles auf einem alten Militärstützpunkt statt. Schnell eskaliert die Situation, als sie aufgegriffen und entführt werden. Don Siegels Entführungs-Thriller "Die schwarze Windmühle" schlägt somit einen schnellen Weg in Richtung Spannung ein, der wenige Augenblicke später seinen vorläufigen Höhepunkt in der Kunst der Pyrotechnik findet. Mitwisser dieser perfiden Aktion werden einfach ausrangiert, die Drahtzieher besitzen noch perfidere, beziehungsweise Engelsgesichter, um Kontraste innerhalb der Besetzung anzudeuten, die absolut traumhaft ist. Das Thema Kindesentführung wirkt stets so, als ob man einen Finger in eine Wunde legt, da es sich um eines der Verbrechen handelt, die am abscheulichsten und dementsprechend wenigsten nachvollziehbar sind. Das Ausspielen von völlig ungleichen Machtverhältnissen wirkt auch hier wie ein sich immer weiter zuziehender Strick, der die Betroffenen und Opfer im Würgegriff hält. Auffällig ist dennoch die manchmal gespenstische Ruhe des Szenarios und gewisser Personen, obwohl die Situation eigentlich laut aufschreien möchte. Kühle Köpfe und sachliche Überlegungen sind somit von den Charakteren, aber auch von der Regie gefragt, die hier überaus linear vorzugehen pflegt. Eine frühe Wendung sorgt für einen verwirrenden Paukenschlag und die Karten werden begrüßenswerterweise neu gemischt, sodass sich die Stärken des Films alleine schon aus der Strategie ergeben, Verdächtige zu liefern, die in wirklich allen Himmelsrichtungen und Gesellschaftsschichten zu finden sein könnten. Nach fortlaufender Zeit kommt einem der mysteriös klingende Titel des Films wieder ins Gedächtnis und wirft Fragen auf, ob es sich nur um ein Codewort handelt, oder möglicherweise tatsächlich um einen Ort des Grauens.

Um das Finden wichtiger Antworten zu gewährleisten, wird die Geschichte von einem im Genre sehr erfahrenen Michael Caine getragen. Von seinen Agenten-Figuren geht stets ein besonderer Reiz aus, da er dem weltmännisch und in besonderem Maße aristokratisch wirkenden Briten ein überaus dichtes Profil zu geben weiß. Auch hier fallen schließlich seine pragmatische Art und sein kühler Kopf auf, die als wichtige Eigenschaften trotz tödlicher Gefahr im Vordergrund stehen. Janet Suzman bietet das Kontrastprogramm der verzweifelten Mutter an, deren Angst und Hysterie sehr greifbare Momente erfahren. Im Umfeld der Tarrants finden sich weitere namhafte Interpreten wie beispielsweise Donald Pleasence oder John Vernon, die beide durch präzise, beziehungsweise bestimmende Charakterzeichnungen auffallen. Ein nettes, kurzes, aber ebenso pikantes Wiedersehen gibt es mit der schönen Catherine von Schell und selbstverständlich der großartigen Delphine Seyrig, die die ganze Palette der Wandlungsfähigkeit erneut zu bestimmen versucht. Regisseur Don Siegel nimmt sich den Luxus von Zeit, die ironischerweise in seinem Film davonzulaufen droht. Im Rahmen eines Zeitdiktats entstehen sehr gute Momente, doch letztlich hätte der Verlauf hier und da forciert werden müssen. Action ist verhältnismäßig wenig zu sehen, zugunsten der Konzentrierung auf ausladende Dialoge und breit angelegte Vorstellungen der Charaktere. Ein satter Showdown und etliche gute Ideen, die man auf dem Weg dorthin vermittelt bekommt, sorgen für einen guten Gesamteindruck, ohne allerdings den ganz großen Wurf zu präsentieren. Die Stärken entstehen letztlich aus der Besonnenheit der Inszenierung, die Eleganz, Flair und genügend britisches Zeitkolorit zu vermitteln weiß. Abgerundet durch hervorragende Schauspieler, wirkt "Die schwarze Windmühle" ebenso frisch wie bestimmend, vor allem aber sehenswert aufgrund seiner hohen Qualitätsansprüche.


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