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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: AN EINEM FREITAG UM HALB ZWÖLF - Alvin Rakoff
BeitragVerfasst: 03.12.2009 08:57 
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Hier mal ein alter Eintrag aus dem Diary Of A Lobbykiller 2.0

Caper Movie Nuggets Pt. 1:

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An einem Freitag um halb zwölf (GER/FRA/ITA 1961) R: Alvin Rakoff

Mit Nadja Tiller, Rod Steiger, Peter van Eyck, Jean Servais, Ian Bannen, u.a.

Buch: James Hadley Chase, Frank Harvey
Kamera: Vaclav Vich
Schnitt: Edward B. Jarvis, Alice Ludwig
Musik: Claude Bolling

Hier haben wir die Verfilmung eines James Hadley Chase-Romans, einem der großen Pulp-Autoren. Ein Caper-Movie oder wie man noch sagt: Heist! Ein Überfallsfilm.

Covertext Toppic Video:

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"Marseille - Schmelztiegel und Hafen der verschiedensten Existenzen. Der bullige Frank Morgan bringt den kühnen Plan auf, einen bewaffneten Überfall auf den stahlgepanzerten Lieferwagen, der Freitag für Freitag eine runde Million Dollar an Soldgeldern in den amerikanischen Stützpunkt nach Lieux transportiert, zu wagen. Seine Kumpels sind zunächst skeptisch, erst das Mädchen Ginny bringt mit ihrer aparten Schönheit und eiskalten Sicherheit die letzten Einwände zum Verstummen. Der große Coup wird vorbereitet. Zum Zerreissen gespannt sind alle Nerven, als man am Tage X den Geldtransporter erwartet. Und zunächst verläuft alles nach Programm - doch plötzlich beginnen die Ereignisse sich zu überschlagen ..." (Provided by Blacklion)

Fazit: Hochspannende Angelegenheit mit diversen dopen Kameraeinstellungen und tollem Crime Jazz Score von Claude Bolling, den man auch als Early Crime Funk einstufen könnte, weil hier schon die dafür typische Grundmelodik zu hören ist. Claude Bolling ist der Rare Groove Gemeinde ja durch seinen Shot Full Speed vom QUI-Soundtrack bekannt, hier zeigt er bereits Jahre früher, dass er unter gewissen Bedingungen ganz gut drauf sein kann. Und die Bedingungen bei diesem Flick scheinen äußerst gut gewesen zu sein, denn auch nahezu alle Schauspielerleistungen sind on Top.

Einziges eventuelles Manko, das man dem Film ankreiden könnte, ist, dass er sich beim Schowdown ein bischen zu sehr in die Länge zieht. 15 Minuten weniger wären da mehr gewesen.

Dennoch bekommt dieser Streifen volle

5/5

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 Betreff des Beitrags: Re: AN EINEM FREITAG UM HALB ZWÖLF (1961)
BeitragVerfasst: 03.12.2009 19:21 
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Ach, den habe ich ja noch ungesehen hier rumliegen...


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 Betreff des Beitrags: Re: AN EINEM FREITAG UM HALB ZWÖLF - Alvin Rakoff
BeitragVerfasst: 18.12.2010 12:22 
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Jau, klasse Gangsterfilm mit größtenteils deutscher Beteiligung. Schön, das sich Hollywoodschwergewichte wie Rod Steiger für eine Europroduktion hergegeben haben. Das verdient ein :sd11:


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 Betreff des Beitrags: Re: AN EINEM FREITAG UM HALB ZWÖLF - Alvin Rakoff
BeitragVerfasst: 18.12.2010 12:45 
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Sehenswerter kleiner Krimiklassiker, muß ich mir ungedingt mal wieder anschauen.

Gruß, G.


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 Betreff des Beitrags: Re: AN EINEM FREITAG UM HALB ZWÖLF - Alvin Rakoff
BeitragVerfasst: 11.01.2012 08:15 
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Lief ja vor kurzem wieder im Fernsehen (BR), und da ich den noch nicht kannte, habe ich mal aufgezeichnet. Starker Gangsterfilm, der das Kunststück schafft, die Zuschauer mit den Verbrechern sympathisieren zu lassen. Obwohl es sich um gewissenlose Gauner & Mörder handelt, fiebert man irgendwie doch mit ihnen mit und wird ganz unrund, wenn etwas schief zu laufen droht. Wenn z. B. der kleine Carlo herumzuschnüffeln beginnt, sitzt man wie auf glühenden Kohlen. Die Schauspieler sind gut, das Ende ist gelungen. Toller Film.

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 Betreff des Beitrags: Re: AN EINEM FREITAG UM HALB ZWÖLF - Alvin Rakoff
BeitragVerfasst: 11.01.2012 09:54 
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Das wäre doch mal was für eine DVD Veröffentlichung.

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 Betreff des Beitrags: Re: AN EINEM FREITAG UM HALB ZWÖLF - Alvin Rakoff
BeitragVerfasst: 14.09.2016 20:11 
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An einem Freitag um halb zwölf (D)
Il mondo nella mia tasca (IT)
Vendredi 13 heures (F)
El mundo en mi mano (ES)
The World in My Pocket

IT / D / F 1961

R: Alvin Rakoff
D: Nadja Tiller, Rod Steiger, Peter van Eyck, Jean Servais, Ian Bannen, Marisa Merlini, Memmo Carotenuto, Edoardo Nevola, Carlo Giustini u.a.


dt. Synchronsprecher

Score: Claude Bolling

OFDb



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"Wollen wir uns eine Million $ verdienen?"


So lautet dann auch sogleich die glorreiche Frage, die Gangsterboss Frank Morgan (Rod Steiger) seinen drei kriminellen Mitstreitern Bleck (Peter van Eyck), Gypo (Jean Servais) und Kitson (Ian Bannen) während einer ausgelassenen Runde Poker völlig unerwartet an den Latz knallt. Bevor es aber zur millionenschweren Gewinnausschüttung kommt, müsste zunächst noch ein als uneinnehmbar geltender Geldtransporter überfallen und die massive Panzerung samt des Hochsicherheitsschlosses geknackt werden. Nach kurzem Hin und Her entscheiden sich die vier schlussendlich doch dazu, den hochriskanten Coup durchzuführen und beginnen daraufhin gemeinsam mit der äußerst reizenden Ginny (Nadja Tiller) den Ablaufplan des beschlossenen Überfalls auf dem Papier auszuklügeln. Doch auf dem Papier sieht alles immer ein wenig anders aus, als es sich dann in der Wirklichkeit zeigt. Und somit liegen bei unserem semi-professionellen Überfallkommando bereits wenige Minuten nach dem eigentlichen Überfall sämtliche Nerven blank, da letztendlich alles anders kommt, als es ursprünglich geplant war...


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Bei der vorliegenden Inszenierung handelt es sich um einen grundsoliden Heist-Film, der zudem im Rahmen einer italienisch - französisch - deutschen Zusammenarbeit entstand und dabei eine recht spannende Kriminalgeschichte erzählt. Hinzu gesellen sich erstklassige Bildkompositionen des Kameramannurgesteins Václav Vích (1898–1966), die dann auch unentwegt den gesamten Filmverlauf bestimmen und somit durchwegs ein gepflegtes Sehvergnügen sicher stellen. Die finale Szene kann außerdem als sehr "konsequent" bezeichnet werden, obwohl dem Finale im Gesamten ein paar Minuten weniger Laufzeit zuträglicher gewesen wäre. Das einzig Sonderbare an diesem Film ist der designtechnisch etwas misslungen wirkende Hochsicherheitstransporter im Oma Duck Style, da dieser einerseits das sicherste Modell der damaligen Zeit darstellen soll, andererseits aber wie ein niedliches Plastikspielzeugauto aussieht, welches beim erstbesten Windstoß elchtestgemäß zur Seite umkippt und auch ansonsten im Großen und Ganzen alles andere als widerstandsfähig wirkt. :)

Aber auch darstellertechnisch wurde bei diesem wohlig schwarz-weißen Krimivergnügen rein gar nichts anbrennen gelassen, da die Hauptrollen allesamt mit international bekannten Schauspielstars besetzt wurden. An vorderster Front ballert sich Rod Steiger in der Rolle des knallharten Bandenchefs Frank Morgan mit seinem Maschinengewehr um Kopf und Kragen, da er nach einem 15 jährigen Knastaufenthalt in dem geplanten Millionencoup die allerletzte Chance für ein sorgloses Restleben sieht. Der nächste im Bunde hörte im wahren Leben auf den Namen Peter van Eyck, wohingegen er im Rahmen dieser Verfilmumg den Namen Bleck verliehen bekam. Die Rolle des draufgängerisch veranlagten Ganovenkumpels Bleck verkörpert er dabei recht überzeugend und gibt auch ansonsten eine recht gute Figur ab. In weiteren Rollen treten dann auch noch die beiden Schauspielveteranen Jean Servais und Ian Bannen in Erscheinung, wobei erstgenannter den routinierten und weit über die Landesgrenzen bekannten Safeknacker Gypo und letztgenannter den hitzköpfigen Junggauner Kitson darstellt.

Die weibliche Hauptrolle wurde dieses mal der entzückenden Nadja Tiller zugesprochen, die in der Rolle der selbstüberschätzenden Gaunerbraut Ginny eine ausgesprochen ansehnliche Darbietung abliefert, egal ob mit burschenhafter Kurzhaarfrisur oder als perückentragende Blondine. Selbstverständlich gelingt es Frau Tiller dabei auch auf der schauspielerischen Ebene zu überzeugen. Eine tadellose Darbietung.


Fazit: Ein sehenswerter Kriminalfilm, der nicht nur aufgrund seiner herrlichen schwarz-weiß Ästhetik in Verbindung mit den erstklassigen Bildkompositionen punkten kann, sondern auch noch mit einem ganzen Haufen an gut aufgelegten Schauspielstars auftrumpft


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