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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: EINER SPIELT FALSCH - Menahem Golan
BeitragVerfasst: 31.12.2014 11:51 
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EINER SPIELT FALSCH

● EINER SPIELT FALSCH / TRUNK TO CAIRO (D|ISR|1966)
mit Audie Murphy, Marianne Koch, George Sanders, Hans von Borsody, Gila Almagor, Yoseph Yadin, Zeev Berlinsky, u.a.
ein Produktion der CCC Filmkunst | Noah Films |im Constantin Filmverleih
ein Film von Menahem Golan


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»Wir hassen auch die Amerikaner!«


Der US-Agent Mike Merrick (Audie Murphy) erhält einen neuen Auftrag. In Nordafrika wird er unter einem falschen Namen in ein Forschungszentrum eingeschleust, das einem Hochsicherheitstrakt gleicht. Dieses Institut wird von einem Mann namens Professor Schlieben (George Sanders) geleitet, doch offensichtlich arbeitet man dort an gefährlichen Atomsprengköpfen für die ägyptische Armee, die einen blutigen Umsturz plant. Mike gerät in äußerst gefährliche Situationen und die Zahl seiner Gegenspieler scheint immer größer zu werden, aber er hat auch zahlreiche Tricks auf Lager. Ungeahnte Schützenhilfe bekommt er schließlich von Helga (Marianne Koch), der attraktiven Tochter des Professors und gemeinsam versuchen sie die perfiden Pläne zu durchkreuzen. Die Zeit wird allerdings denkbar knapp, da eine der beteiligten Personen falsch spielt...

Dieser deutsch-israelische Eurospy-Beitrag der CCC Filmkunst gehört zu den seltenen Exemplaren von Filmen, die ihren Titel (in diesem Falle den deutschen) präzise auf den Punkt bringen. "Einer spielt falsch", und es wird sich nach kürzester Zeit heraus stellen, dass es diese Aufgabe von der Regie selbst übernommen wurde. Leider läuft dieses Spielchen um Geheimdienstaktivitäten in eine vollkommen ungünstige Richtung und kann den Zuschauer schwerlich beeindrucken, da helfen auch die von der Kamera zugegebenermaßen spektakulär eingefangenen Drehorte und Bilder, oder die augenscheinlich hochkarätige Besetzung wenig weiter. Die Rahmenbedingungen werden leider nur notdürftig erklärt, die Charaktere nur unzulänglich dargestellt, die Geschichte wirkt aufgrund des unmotivierten Drehbuches unspektakulär und letztlich langweilig. Menahem Golan kann man zu Gute halten, dass er ein gewisses Gespür für die Bebilderung des Stoffes zeigte, viele Ortswechsel und kleine Action-Einlagen bringen zwar nicht das erwünschte Tempo zu Stande, transportieren allerdings ein ordentliches Flair, das sich vergleichbare Produktionen vielleicht gewünscht hätten. Auch in den Bereichen Musik und Dialoge gibt es hin und wieder brauchbare Momente. Dennoch bleiben diese wenigen schmackhaften Zutaten lediglich Augenwischerei, da hier nahezu alles verschenkt wurde was sich angeboten hat. Selbst die Besetzung von teils internationalem Format erzeugt ein Wechselbad der Gefühle. Es kommt der eigenartige Eindruck von Unterforderung und Lustlosigkeit auf, allerdings wurde auch kein besonderer Wert auf stichhaltige Zeichnungen der Charaktere gelegt.



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Western-Ikone Audie Murpy, der wenige Jahre später bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, ist ein Ausbrechen aus seinem Genre auch hier nicht gelungen und noch weniger folgendes, nämlich eine Art James-Bond-Konkurrenz zu kreieren. Vermutlich war das Projekt auch gar nicht erst ernsthaft darauf angelegt, und man wollte lediglich auf einer Erfolgswelle mitschwimmen. Murphys Leistung wirkt bemüht, aber unterm Strich zeigt er sich tatsächlich zu abgemüht, denn er kann der Figur des US-Agenten keine richtigen Konturen geben. Das gleiche gilt für Gegenspieler George Sanders, den man zwar wahrnimmt, ihn aber leider nicht als Bedrohung anerkennen kann. Bekannte Akteure wurden also als Zugpferde eingespannt, allerdings gleichzeitig völlig verschenkt. Marianne Koch, die zu dieser Zeit längst zahlreiche Einsätze auf internationalem Parkett zu Buche stehen hatte, spielt solide wie meistens, allerdings kommt es erneut zu nicht mehr und nicht weniger. Für eine derartige Rolle fehlen ihr die Möglichkeiten (oder der Wille), sie mit doppeltem Boden, auffordernder Manier, zwielichtiger Aura oder lediglich Oberflächlichkeit auszustatten und es wirkt tatsächlich beinahe wie wissenschaftliches Arbeiten. Aber ihre beachtlichen Rollen sollten ja erst noch kommen. Die restlichen Darsteller sehen nur noch wie Staffage aus. Gut, ein Film ohne darstellerische Schmeicheleien fällt nach persönlichem Ermessen leider schnell durch und wenn der müde Rest auch keine Ausrufezeichen setzen kann, wird es tatsächlich schwer, das Gute im Film zu erkennen. "Einer spielt falsch" ist Abklatsch und Aufguss in einem geworden und die Geschichte zieht ganz neue Register in Sachen Langeweile und Desinteresse. Der Film ist nicht lange aus und man hat eigentlich schon beinahe wieder vergessen, worum es eigentlich gegangen ist. Unmotiviert - und darin zuverlässig!


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 Betreff des Beitrags: Re: EINER SPIELT FALSCH - Menahem Golan
BeitragVerfasst: 31.05.2015 02:00 
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Ich habe den leisen Verdacht, dass Du das Eurospy Genre nicht besonders kennst. So liest sich Deine Bewertung.

Ich hab mir den Film gerade bestellt und bin gespannt.

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 Betreff des Beitrags: Re: EINER SPIELT FALSCH - Menahem Golan
BeitragVerfasst: 31.05.2015 21:18 
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italo hat geschrieben:
Ich habe den leisen Verdacht, dass Du das Eurospy Genre nicht besonders kennst. So liest sich Deine Bewertung.

Boom! :lol:

Das Genre habe ich ja auch nicht bewertet, sondern nur einen langweiligen Film.
Und ich habe den leisen Verdacht, dass dir "Einer spielt falsch" sicherlich gefallen wird, weil er dir nach diesem Kommentar einfach gefallen muss.
Bin daher durchaus gespannt auf deine Expertise.


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 Betreff des Beitrags: Re: EINER SPIELT FALSCH - Menahem Golan
BeitragVerfasst: 31.05.2015 21:22 
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ich glaube wir haben alle mehr gesehen als Italo. Nur weil er die bekannten, Kommissar X, Jerry und Bond kennt. Über diesen Tellerand hat er sicher nie geschaut, sonst würde er wissen das es in diesem Genre ganz viele langweilige Filme gibt.

Und ja nach dieser Aussage kann er gar nicht anders als ihn gut zu finden :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: EINER SPIELT FALSCH - Menahem Golan
BeitragVerfasst: 31.05.2015 21:33 
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Im Eurospy gibt es einige Schnarcher.

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 Betreff des Beitrags: Re: EINER SPIELT FALSCH - Menahem Golan
BeitragVerfasst: 31.05.2015 21:35 
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sid.vicious hat geschrieben:
Im Eurospy gibt es einige Schnarcher.


In anderen Genres auch.


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 Betreff des Beitrags: Re: EINER SPIELT FALSCH - Menahem Golan
BeitragVerfasst: 31.05.2015 21:36 
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Geht ja auch nicht darum, wer mehr gesehen hat, oder nicht.
Ich habe immer das Gefühl, dass ich noch viel mehr Lücken schließen müsste, egal in welchem Genre.
Nur der eigenartige Kommentar von italo suggeriert ja förmlich, dass man einen Eurospy nicht kritisch bewerten darf.
Darüber hinaus sogar ganz allgemein, dass man einen Film aus einem Genre, in dem man vielleicht nicht bewandert ist, keine Bewertung abgeben kann.
Und reggie und sid haben vollkommen recht, dass es gerade in diesem Bereich sehr viele langweilige und uninteressante Beiträge gibt!


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 Betreff des Beitrags: Re: EINER SPIELT FALSCH - Menahem Golan
BeitragVerfasst: 01.06.2015 00:10 
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Prisma hat geschrieben:
Geht ja auch nicht darum, wer mehr gesehen hat, oder nicht.
Ich habe immer das Gefühl, dass ich noch viel mehr Lücken schließen müsste, egal in welchem Genre.
Nur der eigenartige Kommentar von italo suggeriert ja förmlich, dass man einen Eurospy nicht kritisch bewerten darf.
Darüber hinaus sogar ganz allgemein, dass man einen Film aus einem Genre, in dem man vielleicht nicht bewandert ist, keine Bewertung abgeben kann.
Und reggie und sid haben vollkommen recht, dass es gerade in diesem Bereich sehr viele langweilige und uninteressante Beiträge gibt!



Natürlich kannst Du eine Bewertung abgeben. Wenn Du aber das Eurospy Genre besser kennen würdest, würde sich diese aber anders lesen.
Das ist wie wenn Du einen Gastrotest für ein französisches Restaurant schreibst und keine Ahnung von dieser Küche hast. Natürlich kannst Du trotzdem sagen ob es Dir geschmeckt hat. Ich habe keinen Grund den Film zu verteidigen, weil ich ihn noch gar nicht kenne
aber Deine Bewertung liest sich halt wie ich oben geschrieben habe.

Was ich aber langsam etwas befremdlich finde, ist Deine zunehmende Art, zu glauben dass Du das Maas aller Dinge bist.
Das war mal anders, sonst hätte ich Dich nicht zu diesem Forum überredet. Sei einfach mal wieder weniger arrogant.
Das kommt vollkommen unsymphatisch rüber.

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Zuletzt geändert von italo am 01.06.2015 13:38, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: EINER SPIELT FALSCH - Menahem Golan
BeitragVerfasst: 01.06.2015 01:12 
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Prismas Art hat doch nun gar nichts Arrogantes an sich. Welche Laus ist dir denn nun wieder über die Leber gelaufen? :?

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 Betreff des Beitrags: Re: EINER SPIELT FALSCH - Menahem Golan
BeitragVerfasst: 01.06.2015 06:23 
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DJANGOdzilla hat geschrieben:
Prismas Art hat doch nun gar nichts Arrogantes an sich.


Italos Vorwurf kann ich auch nicht nachvollziehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: EINER SPIELT FALSCH - Menahem Golan
BeitragVerfasst: 01.06.2015 06:33 
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Es ärgert mich einfach, wie hier im Forum Prisma auf mich reagiert.
Ich muß aber auch zugeben, dass ich Prismas Antworten schon länger auf dem Kiecker habe und mir gestern vielleicht wirklich eine Laus über die Leber gelaufen war.

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Zuletzt geändert von italo am 01.06.2015 13:35, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: EINER SPIELT FALSCH - Menahem Golan
BeitragVerfasst: 01.06.2015 09:32 
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italo hat geschrieben:
Es ärgert mich einfach, wie hier seitens Prisma reagiert wird.
Ich muß aber auch zugegen, dass ich Prismas Antworten schon länger auf dem Kiecker habe und mir gestern vielleicht wirklich eine Laus über die Leber gelaufen ist.


Dann entspann dich mal! Am besten im Kino bei FURY ROAD - das ist Entspannung pur und Balsam für jede geschundene Seele. :jagenauso:

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 Betreff des Beitrags: Re: EINER SPIELT FALSCH - Menahem Golan
BeitragVerfasst: 03.06.2015 17:04 
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reggie hat geschrieben:
ich glaube wir haben alle mehr gesehen als Italo. Nur weil er die bekannten, Kommissar X, Jerry und Bond kennt. Über diesen Tellerand hat er sicher nie geschaut, sonst würde er wissen das es in diesem Genre ganz viele langweilige Filme gibt.

Und ja nach dieser Aussage kann er gar nicht anders als ihn gut zu finden :lol:



@Reggie
In all den Jahren müsstest Du wissen dass ich mich im Eurospy Genre bestens auskenne.
Es ist mir aber auch ziemlich wurscht ob Ihr alle mehr gesehen habt, doch ehrlich gesagt, glaube ich das eher nicht. ;)

Die DVD kam heute an und da ich einen solchen Film in seinem Rahmen bewerte, bin ich gespannt ob Prisma, wie ich schwer vermute einfach aufgrund Unkenntnis des Genres daneben liegt aber keine Sorge, ich kann auch zugeben, wenn ich nicht Recht gehabt habe.

Nachher schaue ich mir den Film an und werde dann dazu schreiben.

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 Betreff des Beitrags: Re: EINER SPIELT FALSCH - Menahem Golan
BeitragVerfasst: 06.06.2015 10:27 
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italo hat geschrieben:
reggie hat geschrieben:
ich glaube wir haben alle mehr gesehen als Italo. Nur weil er die bekannten, Kommissar X, Jerry und Bond kennt. Über diesen Tellerand hat er sicher nie geschaut, sonst würde er wissen das es in diesem Genre ganz viele langweilige Filme gibt.

Und ja nach dieser Aussage kann er gar nicht anders als ihn gut zu finden :lol:



@Reggie
In all den Jahren müsstest Du wissen dass ich mich im Eurospy Genre bestens auskenne.
Es ist mir aber auch ziemlich wurscht ob Ihr alle mehr gesehen habt, doch ehrlich gesagt, glaube ich das eher nicht. ;)

Die DVD kam heute an und da ich einen solchen Film in seinem Rahmen bewerte, bin ich gespannt ob Prisma, wie ich schwer vermute einfach aufgrund Unkenntnis des Genres daneben liegt aber keine Sorge, ich kann auch zugeben, wenn ich nicht Recht gehabt habe.

Nachher schaue ich mir den Film an und werde dann dazu schreiben.


Und ? Gesehen ? :mrgreen:

Ähm und hast du Filme wie "Ballermann 6" oder die ganzen Barraka oder Coplan filme gesehen ? Hab da auch schon ettliche der billigen in der versenkung verschwundenen gesehen. Glaub nicht das du die alle gesehen hast. Vorallem da es die meisten nur auf VHS oder als TV Aufnahme gibt. Aber ja das ist egal.

Zum Thema Eurospy kann ich nur anmerken das die von einem Land Produzierten die besten sind. Vorallem die aus GB, aber auch rein Italienische sind meist gut. Die Co Produktionen wo mehrere länder beteiligt waren haben mir selten gefallen.

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