Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 21.06.2012 18:11 
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Produktion: D/Ö/I/F 1966
Regie: Rudolf Zehetgruber
Deutsche Erstaufführung: 17.5.1966 (Verleih: Gloria)
Darsteller:
Tony Kendall, Brad Harris, Ann Smyrner, Dan Vadis, Siegfried Rauch
Erno Crisa, Michele Mahaut, Philippe Lemaire

"Drei gelbe Katzen" ist der 2. Film der erfolgreichen KX-Reihe. Diesmal war auch Frankreich an der Produktion beteiligt
und durfte somit 2 Darsteller (Mahaut, Lemaire) beisteuern.
Regisseur Rudolf Zehetgruber, der auch das Drehbuch schrieb und selbst eine kleine Rolle übernahm, inszenierte einen
handfesten Abenteuer-Krimi in exotischen Kulissen (Ceylon).
Hauptdarsteller Tony Kendall präsentiert sich diesmal nicht mehr als Bond-Kopie und verzichtet auch gänzlich auf den Hut,
den er in einigen Szenen des Vorgängerfilms noch trug.

Die "Action-Choreografie" liegt in den bewährten Händen von Brad Harris, der dabei von Dan Vadis unterstützt wird.
Vadis, bekannt aus etlichen Schwert- und Sandalenfilmen, spielt die Rolle des Karate-Killers King und ließ sich speziell für diesen Film den Kopf kahl scheren.
Siegfried Rauch, der spätere ZDF-Traumschiff-Kapitän, ist hier in einer seiner ersten Leinwandrollen als Gangster "Nitro"
zu sehen (Sprengstoffspezialist).
Den Oberschurken verkörpert Erno Crisa, der anschließend auch im Italo-Western "Jonny Madoc rechnet ab" den
Bösewicht mimte.
Ann Smyrner bringt ihre körperlichen Reize mal im Bikini, mal in einer Corsage zur Geltung. Die interessantere
weibliche Rolle hat aber Michele Mahaut, die auch sehr attraktiv anzuschauen ist.
Die Pyrotechnik hat ausreichend zu tun, denn effektvolle Explosionen gibt es zuhauf und auch Flammenwerfer kommen zum Einsatz.
Besonders gelungen und sehr atmosphärisch sind die Szenen mit dem Katamaran auf dem "toten See", der durch die vielen abgestorbenen Bäume sehr gespenstisch wirkt, was durch die speziellen Soundeffekte noch verstärkt wird.

In Deutschland lockte der Film ein Millionenpublikum in die Kinos, aber auch in anderen Ländern wie Frankreich oder Spanien war er mit 649.213 bzw. 770.533 Zuschauern als kommerzieller Erfolg zu werten.


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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 21.06.2012 18:50 
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Ich fand den einen Tick besser als den ersten. Außerdem ist Drei gelbe Katzen wohl selbst in Konkurrenz zu allen Eastern der Film, in dem am häufigsten das Wort "Karate" Verwendung findet. Würde man ein Trinkspiel draus machen, wäre man nach den ersten 10 Minuten besoffen. Und als hätte man es mit eingeplant, geht die Frequenz dann auch etwas zurück. :boys_0275:

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Zuletzt geändert von Intergalactic Ape-Man am 22.06.2012 06:02, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 21.06.2012 20:43 
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Der Vergleich mit dem Trinkspiel gefällt mir. Da hätte man hier tatsächlich eine
Überdosis, bevor der Film überhaupt in die Gänge kommt.

Hierzu muß man aber sagen: Produktionsjahr war 1966. Damals war Karate
irgendeine fernöstliche Kampfsportart, über die man hier kaum etwas wußte.
Die Eastern kamen ja erst in den Siebzigern.
Die Filmemacher waren also schon in der Situation, ein bißchen was erklären zu müssen.


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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 21.06.2012 23:53 
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Ich will die Box! JETZT ENDLICH!!!! :kez_13_menno:

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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 23.06.2012 11:50 
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den film find ich einfach geil! jajajaja ich will auch endlich die box por favor :laie_60a:

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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 23.06.2012 12:07 
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Bongo hat geschrieben:
den film find ich einfach geil! jajajaja ich will auch endlich die box por favor :laie_60a:


Schließe mich den Wünschen an.

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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 07.02.2013 09:43 
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2.KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN
Nach Sichtung von DREI GELBE KATZEN kann man schon eine Steigerung erkennen.
Die Actionszenen sind besser, der Film härter und die Drehorte exotischer.
Schade, dass die Story wieder recht wirr ist und einiges keinen Sinn macht.
Der Film gefällt mir aber wirklich gut, weil die exotische Optik einfach ein Hammer ist.
Die Kamera fängt fast durchgängig traumhaft schöne Bilder ein,
die das ganze zu einem Fest für die Augen machen.
Hier kann man echt froh sein, wie verdammt gut der Film auf der Anolis DVD aussieht.
Alles in allem macht DREI GELBE KATZEN einfach Spaß zum "Ansehen".
Dieses mal sticht auch ein Bösewicht besonders hervor und zwar Dan Vadis als Kampfmaschine.
Endlich mal ein Gegner von Kommisar X der nachhaltig im Gedächtnis hängen bleibt.
Der Zweikampf zwischen Joe Walker und King hat es wirklich in sich, denn sowas hat man in den 60er Jahren höchstens in einem James Bond Film gesehen. Toll!

Trotzdem ist der heimliche Star des Films Ceylon / Sri Lanka.
Fast jede Einstellung im Film ist von atemberaubender Schönheit und unterlegt von einer besonders gelungenen Filmmusik einfach ein Genuß.

8/10

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Zuletzt geändert von italo am 26.02.2013 07:22, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 07.02.2013 09:52 
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-Easter Egg auf der DREI GELBE KATZEN DVD:
Man braucht die DVD nur einlegen und der ganze Soundtrack (ca. 15 Stücke) spielt sich von selbst ab, in dem die DVD nach dem jeweiligen Musikstück ins nächste Menü wechselt.
Besonders schön, weil der Soundtrack zu DREI GELBE KATZEN besonders gelungen ist.





-Welche Version von von DREI GELBE KATZEN???

Ich habe die deutsche Kinoversion und die österreichische Kinofassung sehr genau verglichen.
Damit wollte ich für mich einfach die definitive Version finden.

Nachteile der deutschen Version:
-Bei der deutschen Kinofassung erkennt man zwei Schnitte, die etwas aufälliger sind, bzw. cut aussehen.
-Der aufmerksamere Zuschauer wird sich auch fragen, was das für Gefangene in dem vergitterten Verließ sind.
-Der aufmerksame Zuschauer wird sich fragen, warum der Helfer des Bösewichts plötzlich "verletzt" ist, nachdem er das Haus in die Luft sprengt und sich ins Freie rettet.



Vorteile der österreichischen Fassung:
-Keine Cut Szenen sichtbar.
-Die Machenschaften des Bösewichts werden klarer, in dem man die Opfer sieht.
-Die Verwundung Sings wird nun klar.
-Kommissar X entkommt nicht so leicht aus dem unterirdischen Labor.
-Der Karate Endkampf wirkt nicht mehr geschnitten und ist härter.
-Insgesamt gibt es 4 weitere Szenen in der österreichischen Fassung und
bei 3 dieser Szenen merkt man eigentlich gar nichts von der Neuvertonung, wenn man es nicht weiß.

Nachteile der österreichischen Kinofassung:
-Lediglich in einer Szene ist der Sprecherwechsel auffällig
Das ist auch schon alles.

Wenn ich bedenke, wie schlecht fehlende Stellen in manchen Filmen (z.B. bei XT) nachsynchronisiert wurden oder wie wir Euro Kult Fans gewohnt sind mit Untertitelung solcher Szenen zu leben, ist die Lösung von Anolis wirklich hervorragend geworden. Eine wirklich Mühe.

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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 07.02.2013 19:06 
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Kann Italo nur zustimmen! 8-)
Hatte schon befürchtet diese Eurospyer könnten meinen Geschmack verfehlen, aber die Dinger machen echt Spass. Gerade mitten im scheisskalten Winter kommt solch sonnig bunter Agentenmurks echt gut.
Und dank Italos Tip ist mir nach ein paar Minuten der dt. Fassung eingefallen... da war doch noch was mit Ösi-Fassung und uncut... schwupps in die Extras und angewählt... man merkt's wirklich höchstens an einer Stelle - ein echt hervorragend gelöstes Problem seitens Anolis, Hut ab!

(Ich hab damals auf VHS auch mal Filme gedubbed for fun. Da gab es bei PREDATOR einen einzigen englischen Satz bei ner zensierten Szene, wo Arnie nem Goon ne Machete in den Bauch schleudert: "Stick around!" - daraus hab ich dann mit der selben Methode wie Anolis ein: "Verdammter Penner!" gezaubert. :P )

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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 07.02.2013 22:40 
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Bisher habe ich die ersten 3 Kommissar X Filme angesehen und mein Favourit ist DREI GELBE KATZEN. Das ist echt Sommer im Winter, in einer fantastischen Bildqualität und tollem Soundtrack.

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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 10.02.2013 00:57 
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Ich hab jetzt die ersten vier Filme gesehen und davon gefällt mir der hier am besten. Einfach ein wunderbar exotischer Film, dem es außerdem gelingt, nicht in wüsten Action-Imitaten zu versacken.

Der 1. KX-Film ist ja ein relativ offensichtlicher und schwelgender Bond-Abklatsch, während sich der 3. vor allem über die Action definiert und auf die mögliche Exotik des Schauplatzes quasi scheißt.
Aber dieser hier macht sein eigenes Ding und ist gerade in der Uncut-Fassung auch wirklich wunderbar rund. Ein wirklich starker Eurospy, der zwar genügend klassischen Trash des Genres zu bieten hat, aber doch sehr souverän auftrumpft.

Den anderen Zehetgruber-Film empfand ich allerdings als enttäuschend. Das neue Bildformat und die billigeren bzw. etwas einfallslosen Locations führen dazu, dass "Drei grüne Hunde" wie ein TV-Nachklapp wirkt. Und die Tatsache, dass Walker und Rowland etwa ein Drittel des Films in irgendwelche Tücher eingemummt sind, tut ihr übriges.

Mein Ranking bisher:

1. Drei gelbe Katzen - sehr individuell und trotzdem vermisst man nichts, was einen guten Spy-Film ausmacht plus großartige Location und schöne Musik sowie motivierte Schauspieler

2. In den Klauen des goldenen Drachen - ein gut gemachtes Actionfeuerwerk vor netter Kulisse

3. Jagd auf Unbekannt - der reinste Abklatsch, trashig bis zum get-no, aber mit Hingabe gemacht

4. Drei grüne Hunde - geiler Titelsong, Herbert Fux reißt es ein bisschen raus, aber ansonsten sowohl von den Locations als auch den Bildern her enttäuschend und die Story ebbt im letzten Drittel sehr ab... TV-Optik


Etwas störend finde ich bei der Reihe allerdings generell, dass du schon nach vier Filmen den Eindruck hast, dass fast jeder Schauspieler mindestens zweimal dabei gewesen ist. Es wirkt als wenn da irgendwelche Doppelverträge abgeschlossen worden wären, um Geld zu sparen.
Selbst von den Oberschurken treten zwei Leute wiederholt auf - das ist schon ein bisschen grenzwertig...
Unter dem Gesichtspunkt ist gerade die Qualität des 2. Films aber umso beachtlicher. Da hat Zehetgruber wirklich mal einen rausgehauen.

Jack Clifton, Bob Fleming oder Agent 3S3 haben aber auf jeden Fall auch hochwertige VÖs verdient. Die meisten dieser Filme sind besser als "Jagd auf Unbekannt" oder gar "Drei grüne Hunde".

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"Wenn du mit mir sprechen willst, ruf die Nummer 6-6-6 an."
Luc Merenda in "A Man Called Magnum" zu einer minderjährigen weiblichen Zeugin von vielleicht 13 Jahren, nachdem diese ihm vorher einen Kuss auf die Wange gedrückt hat, nur weil er ihre Bilder lobte... :D


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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 10.02.2013 10:20 
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Detective Lloyd hat geschrieben:
Ich hab jetzt die ersten vier Filme gesehen und davon gefällt mir der hier am besten. Einfach ein wunderbar exotischer Film, dem es außerdem gelingt, nicht in wüsten Action-Imitaten zu versacken.

Der 1. KX-Film ist ja ein relativ offensichtlicher und schwelgender Bond-Abklatsch, während sich der 3. vor allem über die Action definiert und auf die mögliche Exotik des Schauplatzes quasi scheißt.
Aber dieser hier macht sein eigenes Ding und ist gerade in der Uncut-Fassung auch wirklich wunderbar rund. Ein wirklich starker Eurospy, der zwar genügend klassischen Trash des Genres zu bieten hat, aber doch sehr souverän auftrumpft.

Den anderen Zehetgruber-Film empfand ich allerdings als enttäuschend. Das neue Bildformat und die billigeren bzw. etwas einfallslosen Locations führen dazu, dass "Drei grüne Hunde" wie ein TV-Nachklapp wirkt. Und die Tatsache, dass Walker und Rowland etwa ein Drittel des Films in irgendwelche Tücher eingemummt sind, tut ihr übriges.

Mein Ranking bisher:

1. Drei gelbe Katzen - sehr individuell und trotzdem vermisst man nichts, was einen guten Spy-Film ausmacht plus großartige Location und schöne Musik sowie motivierte Schauspieler

2. In den Klauen des goldenen Drachen - ein gut gemachtes Actionfeuerwerk vor netter Kulisse

3. Jagd auf Unbekannt - der reinste Abklatsch, trashig bis zum get-no, aber mit Hingabe gemacht

4. Drei grüne Hunde - geiler Titelsong, Herbert Fux reißt es ein bisschen raus, aber ansonsten sowohl von den Locations als auch den Bildern her enttäuschend und die Story ebbt im letzten Drittel sehr ab... TV-Optik


Etwas störend finde ich bei der Reihe allerdings generell, dass du schon nach vier Filmen den Eindruck hast, dass fast jeder Schauspieler mindestens zweimal dabei gewesen ist. Es wirkt als wenn da irgendwelche Doppelverträge abgeschlossen worden wären, um Geld zu sparen.
Selbst von den Oberschurken treten zwei Leute wiederholt auf - das ist schon ein bisschen grenzwertig...
Unter dem Gesichtspunkt ist gerade die Qualität des 2. Films aber umso beachtlicher. Da hat Zehetgruber wirklich mal einen rausgehauen.

Jack Clifton, Bob Fleming oder Agent 3S3 haben aber auf jeden Fall auch hochwertige VÖs verdient. Die meisten dieser Filme sind besser als "Jagd auf Unbekannt" oder gar "Drei grüne Hunde".




Ich habe die Sichtung des 4. Films noch vor mir. Nach deiner Meinung zum 4. Film werde ich meine Erwartungshaltung mal etwas runterschrauben. In den ersten 3 Filmen stimmen wir Meinungstechnisch nämlich exakt überein.

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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 10.02.2013 12:13 
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Ich finde die Teile 2-4 sehr gut. Interessanterweise besonders 2 und 4, obwohl ich Herrn Zehetgruber ansonsten nicht gerade für einen Meister halte.

Der mehrfache Einsatz derselben Schauspieler ist für mich ebenfalls einer der Trümpfe der Reihe. Das zeigt einfach, was für eine tolle Filmfamilie das waren. Da war es egal, ob ein Darsteller in unterschiedlichen Rollen wieder auftauchte. Ich mag das und es hat mir die Filme erst richtig ans Herz wachsen lassen, so wie die drei X-Buben Tony, Brad und Gianfranco.


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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 10.02.2013 21:55 
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Da hast du schon Recht. Man kann das mit den Darstellerwiederholungen natürlich auch positiv sehen.

Habe die 7 guten Stücke jetzt jedenfalls mal in einem Marathon durchgezogen und hier mal kurz meine Wertung:

1. Drei gelbe Katzen - sehr individuell und trotzdem vermisst man nichts, was einen guten Spy-Film ausmacht plus großartige Locations und schöne Musik sowie motivierte Schauspieler

2. In den Klauen des goldenen Drachen - gut gemachtes Actionfeuerwerk vor netter Kulisse

3. Drei goldene Schlangen - bis auf das lächerlich-belanglose Ende ein sehr guter Eurospy-Film: exotisch, hart, durchaus um Anspruch bemüht sowie auch im 6. Anlauf noch mit reichlich KX-Charme gesegnet

4. Jagd auf Unbekannt - der reinste Abklatsch, trashig bis zum get-no, aber mit Hingabe gemacht

5. Drei blaue Panther - der einzige der Filme 4 bis 6, der das Tempo bis zum Schluss hält, allerdings ist mir die Story von den Darstellern und den Locations her zu minimalistisch... das ist ein guter Krimi, aber kein Eurospy-Film... da hilft auch die EXPO als Alibi-Location nix

6. Drei grüne Hunde - geiler Titelsong, Herbert Fux reißt es ein bisschen raus, aber ansonsten sowohl von den Locations als auch den Bildern her enttäuschend und die Story ebbt im letzten Drittel sehr ab... TV-Optik

7. KX jagt die roten Tiger - eigentlich ein guter Film, der auch bis zum Schluss überzeugt... düster, hart, um viel Realismus bemüht, irgendwie auffallend unangenehm und Fürbringer ist großartig... allerdings hat das Ganze mit den anderen 6 Filmen so GAR nichts zu tun... dazu der Wechsel des Synchronstandortes von Berlin nach München plus Wechsel der Stimme von KX..... auch basiert das Ding laut Vorspann erstmals nicht auf einem Buch von Bert F. Island......
Irgendwie kommt es einem so vor, dass Reinl einen Film in Pakistan machen wollte und KX da nur als Vorwand herhielt. Zudem nerven die deplatziert pseudo-lustigen Rainer-Brandt-Synchronsprüche hier ungemein, gerade WEIL der Film eben so ungewöhnlich düster ist. Ehrlich gesagt kommen KX und Rowland hier total unsympathisch rüber und man ist fast froh, wenn sie endlich mal weg sind oder Brandt zumindest mal seine Fresse hält.
Brad Harris wirkt hier auch anders als in den Filmen davor, viel gesetzter und bierernster. Dazu passt Brandts Gelaber nicht die Bohne.
Dass selbst ein gelernter Bodybuilder wesentlich mehr Gespür für das Flair des Films aufbringt, sollte Brandt wirklich zu denken geben, aber der hatte leider gerade Anfang der 70er so eine Phase, wo er sich offenbar für den allergrößten hielt (was der in der Erstsynchro von "Lasst uns töten, Companeros" zusammen labert, ist echt jenseits von Gut und Böse und führte ja auch dazu, dass der Film nochmal synchronisiert wurde...dass Brandt immer nur die andere ausbügelte, ist eh ein Mythos... war - siehe Companeros - auch umgekehrt so).
Man merkt schon im 6. Film, dass Brandt auf einmal am Rad dreht, aber da passte es recht gut und war auch nicht so krass wie hier, doch im 7. passt es null zum Film und wird gleichzeitig wesentlich extremer. Das geht überhaupt nicht.
Der Film hat jedenfalls, so sehr Tony Kendall auch kämpft, quasi null KX-Charme, sondern kratzt vielmehr übel am Denkmal, weil die beiden - vor allem dank Brandt - eigentlich fast nur nerven.
Der Wechsel der Synchronstimme von Gert Günther Hoffmann zu Harald Leipnitz ist da noch das geringste Problem.

Das Ende von Teil 7 bestätigt zwar meine Vermutung, dass man weiter machen wollte und vermutlich auch weiter in dem eher düsteren Stil, sprich: die Reihe rebooten wollte, aber das hat man dann wohl schnell gelassen. Dass der Film nicht sonderlich erfolgreich gewesen ist, kann ich gut verstehen, denn im Prinzip hat Brandt Reinls neuen Ansatz zunichte gemacht und damit aus einem Neuanfang mit viel unpassendem, kindisch-hibbeligem Humor einen billigen Abklatsch des bisherigen gemacht. So kann ein Reboot nicht funktionieren. Der Ton führt das Bild hier praktisch ad absurdum. Das ist einfach nur grottig.

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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 11.02.2013 11:11 
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@Detective Lloyd
Ich habe nun den 4. Teil angesehen und finde ihn sogar noch besser als DREI GELBE KATZEN.
Deine Meinung zu DREI GRÜNE HUNDE akzeptiere ich aber im Bezug auf die wunderbaren Drehorte und wie genial sie wieder eingefangen wurden bin ich doch etwas verwundert.
Wer wunderbare Drehorte und exotische Locations liebt, wird bei GRÜNE HUNDE bestens bedient.
Ich schreibe demnächst mehr zum Film und werde dann auch einen eigenen Thread eröffnen.

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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 11.02.2013 14:40 
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Ich find, man hätte mehr rausholen können. Fast die Hälfte des Films spielt quasi im selben Setting.

Ich fand den Film nicht schlecht, aber er fällt gegenüber den "gelben Katzen" schon deutlich ab und die Optik fand ich von allen sieben Filmen am billigsten.

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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 11.02.2013 17:17 
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Detective Lloyd hat geschrieben:
Irgendwie kommt es einem so vor, dass Reinl einen Film in Pakistan machen wollte und KX da nur als Vorwand herhielt. Zudem nerven die deplatziert pseudo-lustigen Rainer-Brandt-Synchronsprüche hier ungemein, gerade WEIL der Film eben so ungewöhnlich düster ist. Ehrlich gesagt kommen KX und Rowland hier total unsympathisch rüber und man ist fast froh, wenn sie endlich mal weg sind oder Brandt zumindest mal seine Fresse hält.
Brad Harris wirkt hier auch anders als in den Filmen davor, viel gesetzter und bierernster. Dazu passt Brandts Gelaber nicht die Bohne.
Dass selbst ein gelernter Bodybuilder wesentlich mehr Gespür für das Flair des Films aufbringt, sollte Brandt wirklich zu denken geben, aber der hatte leider gerade Anfang der 70er so eine Phase, wo er sich offenbar für den allergrößten hielt (was der in der Erstsynchro von "Lasst uns töten, Companeros" zusammen labert, ist echt jenseits von Gut und Böse und führte ja auch dazu, dass der Film nochmal synchronisiert wurde...dass Brandt immer nur die andere ausbügelte, ist eh ein Mythos... war - siehe Companeros - auch umgekehrt so).
Man merkt schon im 6. Film, dass Brandt auf einmal am Rad dreht, aber da passte es recht gut und war auch nicht so krass wie hier, doch im 7. passt es null zum Film und wird gleichzeitig wesentlich extremer. Das geht überhaupt nicht.
Der Film hat jedenfalls, so sehr Tony Kendall auch kämpft, quasi null KX-Charme, sondern kratzt vielmehr übel am Denkmal, weil die beiden - vor allem dank Brandt - eigentlich fast nur nerven.


Fragt sich, ob das überhaupt eine echte Brandt-Synchro ist. Okay, er ist als Sprecher dabei und hat wohl in seiner Rolle das eine oder andere improvisiert, aber es wäre der einzige mir bekannte Fall, in dem Brandt in München Buch und Regie gemacht hätte.


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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 11.02.2013 17:34 
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Das ist ganz definitv KEINE reinrassige Brandt-Synchro, aber es ist überdeutlich zu merken, wann und wo genau Brandt sich hier trotz allem freie Hand erlauben durfte.
Das hat er auch in dem Film davor schon relativ auffallend getan, aber hier noch weit extremer.
Es war auch nicht nur Brandt selber, der hier von Brandt Improvisiertes zum besten gibt:
Harald Leipnitz seilt ebenfalls einen typischen Brandt-Spruch nach dem anderen ab. Und zum Teil auch der von Claus Biederstaedt gesprochene Polzei-Chefermittler.

Brandts Logik war ja immer, alles dauernd und überall aufpeppen zu müssen (auch wenn seine Handschrift dabei derart schnell redundant wird, dass es schon nach dem 10. Film eigentlich nicht mehr peppig ist, sondern gleichermaßen ausgeleiert wirkt wie ein lahmer Film an sich).....
.....und wahrscheinlich hat er sich aufgrund des neuen, düsteren Ansatzes des Films ganz besonders genötigt gesehen, da "einzugreifen".
Das ist zwar wahrlich bodenloser Schwachsinn, da so eine ernsthaftere Neuausrichtung ja gerade NICHT den Sinn hat, das durch die Synchro dann alles rückgängig zu machen und wieder in irgendwelche Lustigkeitsmuster zu verfallen, aber begriffen hat Brandt das offenbar nicht.

Das Ergebnis ist zum Kotzen, aufgrund der Versatzstücke, die unverkennbar Brandt geschuldet sind.
Um mehr ging es nicht. Egal ob Brandt nun offiziell Regie geführt hat oder nicht.

Die Synchro passt auf ner Skala von 1 bis 10 so etwa 0,5 zum Film. Ganz üble Entgleisung.
Ich hab mich eigentlich fast fremdgeschämt, wenn zwischen den Performances von E.F. Fürbringer dauernd dieses infantile Geschwafel aufkeimte. Als wenn zwei Irre irgendeinem Kindergeburtstag entlaufen wären und sich im 7. KX-Film verlaufen hätten....

Sollte der Film jemals auf DVD erscheinen, kann man nur beten, dass auch hier die englische Tonspur drauf sein wird. Oder wenigstens die italienische.

Ich möchte fast wetten, dass Reinl keinen Einfluss auf den finalen Cut hatte. Dass der diesen Schwachsinn abgenommen hätte, kann ich mir einfach nicht vorstellen.

Brad Harris hat den Film kapiert, hat verstanden, dass er anders als die vorher war - das merkst du seinem Schauspiel eindeutig an.
Nur Rainer Brandt hat's leider nicht verstanden (mal wieder).

In diesem Sinne:
Es ist nicht alles lustig oder passend, was seine Fresse nicht halten kann.

Ich halte Brandts Logik vom Ansatz her einfach für extrem anmaßend, so als ob er die Weisheit mit Löffeln gefressen hätte und JEDEN Film mit immer derselben Scheiße trotzdem noch besser machen könnte.... und er hat wirklich VIEL Scheiße abgeliefert, die seine großartigen Arbeiten mehr als nur aufwiegt.

Sowas wie "KX jagt die roten Tiger" zum Beispiel.

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 Betreff des Beitrags: Re: AW: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 11.02.2013 19:24 
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Brandt hat sicher nicht entschieden, wann er Gas geben durfte und wann nicht, sondern der jeweilige Auftraggeber. Der hat gesagt, wie er es wollte und konnte jederzeit das Vorgelegte ablehnen.


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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 11.02.2013 19:33 
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Sag das mal nicht so laut.

Brandt hat im aktuellen Interview auf retro-TV z.B. gesagt, dass die die Synchro zu "Die 2" auch erst als Witz aufgefasst haben und dann nur gesendet haben, weil es halt wirklich nur diese Version gab, obwohl sie erst dachten, Brandt will sie verarschen.

Brandt hat definitiv viel auf eigene Faust gemacht und wahrscheinlich sogar oftmals sehr gönnerhaft damit gespielt, dass man ihn am Ende eh nicht mehr zurückpfeifen konnte, sofern man nicht rechtzeitig Wind davon bekam.

Die haben diese Synchro halt so fertig gemacht und wenn du da nicht jeden Tag einen Supervisor vorbeischickst, stehst du dann halt vor vollendeten Tatsachen.

Brandt hat immer irgendwelche Lücken gesucht, um seinen Duktus unterzubringen. Das merkst du bei den allermeisten seiner Synchronrollen in den 60ern - es kommt immer irgendwo mal kurz das Schnodderdeutsch durch. Mal mehr, mal weniger.

Wahrscheinlich hat man das damals zum Teil obendrein noch für visionär gehalten und deswegen laufen gelassen.
Es war aus damaliger Sicht sicher auch einfacher jemandem diesen Müll aufzuschwatzen als heute.

Ich nehme an, dass man Brandt ein Mitspracherecht eingeräumt hat, weil er halt als einziger auch an den vorherigen Filmen beteiligt war, um zumindest einen gewissen Bogen zu haben. Nur musste er es dann eben gleich wieder maßlos übertreiben.
Wenn man Brandt den kleinen Finger reichte, kam dann halt sowas dabei raus. Vor allem ist es hauptsächlich Selbstdarstellung, denn KX tönt ähnlich wie in den anderen Filmen (den Übergang von einem Sprecher zum anderen hat Brandt mit den kuriosen Dialogen bei KX selber ganz gut kaschiert), nur Rowland labert auf einmal unsäglich viel mehr Müll zusammen, was so gar nicht zu den bisherigen Filmen passen will. Und wie er versuchte, die Rolle dann gleichzeitig auch noch auf auf miesepetrig zu bürsten, ist einfach nur lächerlich und zeugt von totalem Unverständnis für die Vorlage.
Im 7. Film bekommt man den nöligsten, langweiligsten und gleichzeitig labersüchtigsten Rowland der Reihe geboten, der wie jemand wirkt, der sich fälschlicherweise für verdammt cool und lustig hält. Das ist kein aufrichtiger, fitter Bulle mehr, sondern ein geschwätziger, alt gewordener Prolet.... und da bluten einem die Ohren als Zuschauer ziemlich schnell.

Und selbst wenn der Auftraggeber es wirklich 1:1 so gewollt hätte, ist es trotzdem Brandts Hirn entsprungen - und zwar vollumfänglich, so scheiße wie es ist.
Die Handschrift ist durch und durch Brandt... da ist nichts mit irgendwie an einen bestimmten Auftrag halten oder sowas. Brandt hat hier nicht anderer Leute Gedanken in die Tat umgesetzt, sondern einfach seinen typischen Stiefel gefahren und das in extremer und vor allem so unpassender Form, wie es sonst nur selten der Fall war.

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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 12.02.2013 01:54 
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Nicht jede Synchro in der lustige Sprüche vorkommen ist von Brandt. Andersrum kommen bei weitem nicht in jeder Brandt-Synchro lustige Sprüche vor.

Will sagen:
1. Dir gefällt diese Synchro hier nicht, aber ob das Brandt anzulasten ist, wissen wir nicht, weil wir nicht wissen wer für Buch und Regie zuständig war. Wenn es nicht Brandt war, dann gehen die Sprüche von Leipnitz und allen anderen zu 95% nicht auf Brandts Konto. Hab ich oft genug erlebt, dass sich Leute über eine vorgebliche "Brandt"-Synchro aufregen mit der Brandt null zu tun hatte.

2. Ob's eine Comdey-Synchro werden soll, oder nicht wurde bei Kinofilmen zu 100% vom Auftraggeber bestimmt. Da hat Brandt oder wer es nun gewesen ist, keinerlei Spielräume gehabt. Deswegen gab es ja in den 70ern häufig auf komisch getrimmte Neusynchros zu diversen Filmen. Beim Fernsehen mag das etwas anders ausgesehen haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 12.02.2013 10:48 
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Sorry, Kollege, aber ich bin lange genug im Geschäft, um selbst Brandt von Brunnemann, geschweige denn irgendwelchen Münchnern unterscheiden zu können.

Wenn die Sprüche nicht von Brandt sind, heißt du auch nich percyparker. So viel steht ganz, ganz sicher fest.

Gestern Abend hab ich den zweiten Bob-Fleming-Film geguckt. Schön sauber und dezent eingefügte Sprüche, die wie die Faust aufs Auge passen. Wusste sofort: Brunnemann! Und siehe da... später im Film taucht ein Playboy-lesender Schurke auf, der gesprochen wird von: Brunnemann!
(Brunnemann sprach immer nur unter eigener Regie bzw. im eigenen Hause... schon allein daran sind gut Unterscheidungen zu treffen.)

Zum einen kann man die Art der Sprüche bzw. ganz bestimmte Sprüche klar Brandt bzw. Brunnemann zuordnen, zum anderen hatte Brandt nie das Talent, die Sprüche in den Film "einzusetzen". Brunnemann konnte das, aber Brandt hat immer nur rabiat drüber gekachelt und das passte dann entweder zufällig supergeil oder halt superscheiße.
Da war Brunnemann wesentlich versierter.

Brandt wird überbewertet. Der König der Schnoddersynchro ist Karlheinz Brunnemann und bei dem hat Brandt schließlich auch sein Handwerk gelernt.
Es ist mittlerweile sogar nachgewiesen, dass selbst "Die 2" nicht unwesentlich auf Brunnemann zurückgeht und selbst viele bekannte Spencer/Hill-Synchros von Brunnemann sind.
Ich finde den ungerechtfertigten Brandt-Hype daher auch etwas schade. Brandt schmückt sich zum Teil auch selbst mit Lorbeeren, die ihm nicht gebühren, was er auch gut tun kann, da Brunnemann nie Interesse an der Öffentlichkeit hatte, weswegen die Schnoddersynchros heute fast exklusiv mit Brandt assoziiert werden, der für einen Synchro-Mann sogar unverhältnismäßig stark die Öffentlichkeit gesucht hat.

Ich gehöre eben genau NICHT zu den Leuten, die einen Abklatsch aus Düsseldorf für eine Brandt-Synchro halten, sondern zu denen, die sogar wirklich und genau wissen, wer Brandt, wer Brunnemann und wer aus Düsseldorf ist...
Und beschäftige mich damit auch mit Sicherheit schon einige Jährchen länger oder zumindest intensiver als du.
Dir muss man zwar immerhin zugute halten, dass du dir bewusst bist, dass Schnoddersynchro nicht gleich Schnoddersynchro ist, was du den meisten Fans definitiv voraus hast, aber trotz alledem muss ich dich hier leider in die Schranken verweisen.

Ich bin auch wahrlich eine von nur wenigen Ausnahmen, die da präzise unterscheiden können (im Synchron-Forum wirst du noch ein halbes Dutzend andere finden), denn 95% aller Brandt-Fans halten erfahrungsgemäß so gut wie jede Brunnemann-Synchro für eine Brandt-Arbeit oder wissen nichtmal um die Existenz Brunnemanns.
Es werden nämlich nicht nur miese Schnoddersynchros fälschlicherweise Brandt zugeschrieben, sondern vor allen Dingen auch gute Schnoddersynchros häufig fälschlicherweise Brandt zugeordnet (- die in dem Fall dann meistens von Brunnemann sind). Und genau das ist das Problem.

Brandt ist ein Mythos.

Und zu deinem Punkt "2.":

Es ist ja keine Comedy-Synchro, aber die Synchro ist massiv mit irgendwelchen unrealistischen Seitenhieben, die absolut definitiv auf Brandts Konto gehen, versehen, da Brandt sein Schnodderdeutsch nach eigener Aussage halt für die realistischste Form des Synchronisierens, sozusagen sprachlich direkt von der Straße gegriffen, hielt und das bei zwei Prügel-Freunden halt offenbar für authentische Sprache hiel.

Und daher geht's halt in die Hose...
Wenn man diesen Bullshit als Realismus verkauft, mag sich selbst der versierteste Regisseur beeinflussen lassen und zudem war die Order mit Sicherheit nur: "Rainer, wir haben dich jetzt als einzigen wieder hier, also sorg bitte dafür, dass das so wie bei den anderen Filmen wird!"

Das, was Brandt hier abliefert, ist aber VIEL extremer als die Filme vorher und passt zu anderen seiner Arbeiten aus den frühen 70ern. Nur haben sich die Auftraggeber halt offenkundig auf ihn verlassen und mussten das ja auch, da er der einzige gemeinsame Nenner zu den Filmen vorher war, denn wenn sie es selber besser gewusst hätten, hätten sie Brandt auch nicht holen müssen.
Zwar tragen so gut wie nur die beiden Hauptfiguren seine Handschrift, aber das halt auch mehr als zur Genüge.

Dein Argument hinkt leider quasimodo-mäßig.

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BeitragVerfasst: 12.02.2013 12:04 
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Haha,ich weiß ja nicht, was dem Lloyd vor ca. ner Woche widerfahren ist, aber seitdem kämpft er mit einer bemerkenswerten Bitternis einen Anti-Hype-Krieg an allen Fronten. Alles, was eine gewisse Anhängerschaft hat, ihm aber nicht gefällt oder zu sehr gehypt scheint, wird mit einem sagenhaft galligen Dauerfeuer niedergemetzelt und jede andere Meinung muss missionarisch ins Gegenteil umzudrehen versucht werden. :-)


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BeitragVerfasst: 12.02.2013 12:08 
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Hehe, ja stimmt, der Eindruck kann entsthen, wobei es andererseits sehr übertrieben ist, da ich mich nur gegen den Hype um bestimmte US-Western und den Hype um Brandt gewehrt habe.
Da jetzt gleich "von allen Fronten" zu reden, ist wohl etwas krass.

Hat aber auch nix mit meiner Meinung zu tun:
Es ist nicht OK, wenn man Leuten die Arbeit anderer Leute auf die Fahne schreibt und das passiert gerade bei Brandt einfach inflationär. Sobald irgendwo mal ein lustiger Spruch kommt, ist es immer Brandt gewesen.
Und wenn irgendwas von diesen Schnoddersynchros mal schlecht ist, war es nie Brandt.
Die meisten Leute, die den Namen Rainer Brandt in den Mund nehmen, haben so gut wie keine Ahnung von den Schnoddersynchros.

Wir müssten die Diskussion hier auch nicht führen. Es ist definitiv Brandts Handschrift.
Und ja - ich find sie in dem Fall so scheiße, dass es schon fast bizarr ist, aber das ist sekundär.
Die Sprüche in "KX 7" sind Brandt und werden immer Brandt bleiben, egal wie lange wir das jetzt weiter diskutieren.

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Zuletzt geändert von Detective Lloyd am 12.02.2013 12:10, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: AW: KOMMISSAR X - DREI GELBE KATZEN - Rudolf Zehetgruber
BeitragVerfasst: 12.02.2013 12:09 
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ephedrino hat geschrieben:
wird mit einem sagenhaft galligen Dauerfeuer niedergemetzelt



:lol:


Ach, solche Paradiesvögel braucht das Forum.Wäre doch langweilig ohne Leute wie ihn. Deswegen bin ich auch gar nicht böse, wenn er ab und an gegen mich schießt. :mrgreen:

Desweiteren hat er noch einen Stein bei mir im Brett, weil er auf Eurospy steht und sich seitenweise darüber auslassen kann.

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BeitragVerfasst: 12.02.2013 12:11 
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Ich hab auch nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich ein Paradiesvogel bin. 8-)
Ich verstehe die "Figur", die ich in Foren spiele, so und daran wird sich auch nix ändern. Ich provoziere Diskussionen, wo es mir passt.

Wie sagte Rainer Brandt so schön im retro-TV-Interview, auf die Frage ob er nicht oft mal anecke:

"Ich ecke nich an. Ich sage, was ich denke und wem's nicht passt, der kann mich'!" oder so ähnlich. :mrgreen:

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BeitragVerfasst: 12.02.2013 12:13 
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Detective Lloyd hat geschrieben:
Ich hab auch nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich ein Paradiesvogel bin. 8-)
Ich verstehe die "Figur", die ich in Foren spiele, so und daran wird sich auch nix ändern. Ich provozierede Diskussion, wo es mir passt.

Wie sagte Rainer Brandt so schön im retro-TV-Interview, auf die Frage ob er nicht oft mal anecke:

"Ich ecke nich an. Ich sage, was ich denke und wem's nicht passt, der kann mich'!" oder so ähnlich. :mrgreen:



und ich bin die offiziell anerkannte Foren Nervensäge! :!:
In einer Umfrage auf DP würde ich zu 100% den ersten Platz belegen.

Die Labels fürchten mich und die User hassen mich! :lol:

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Zuletzt geändert von italo am 12.02.2013 12:16, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 12.02.2013 12:16 
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...und genau deswgen ist es auch richtig, dass man gegeneinander nicht nachtragend ist.

Es gibt nichts Langweiligeres als Foren, wo jeder zweite Post als Off-Topic zurückgepfiffen wird und sämtliche vertiefte Diskussionen von überforderten Usern mit dem erhobenen Zeigefinger abgestraft werden, so als ob der der Nerd wäre, der sich Gedanken macht.

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BeitragVerfasst: 12.02.2013 12:17 
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Detective Lloyd hat geschrieben:
...und genau deswgen ist es auch richtig, dass man gegeneinander nicht nachtragend ist.



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BeitragVerfasst: 12.02.2013 12:33 
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Allerdings hätte es für mich mehr Nährwert, wenn du deine überbordende Energie und das profunde Wissen, das du dir selbst zuschreibst (und das ich nicht bestreiten will), dazu nutzt, den deiner Meinung nach sträflich unterbewerteten Personen und Filmen eine Bühne zu bieten und sie zu promoten statt auf (zu Unrecht?) Populäres eimerweise Kot zu verschütten. Eröffne Filmthreads zu vergessenen Perlen etc.! Darüber würde ich mich freuen.


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