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 Betreff des Beitrags: KOMMISSAR X - JAGD AUF UNBEKANNT - Gianfranco Parolini
BeitragVerfasst: 13.06.2012 19:27 
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Deutschland/Italien 1965
Regie: Frank Kramer (Gianfranco Parolini)
Deutsche Erstaufführung: 11.3.1966 (Verleih: Gloria)
Darsteller: Tony Kendall, Brad Harris, Maria Perschy, Christa Linder
Pino Mattei, Nikola Popovic

Der Eröffnungsfilm der KX-Serie basiert auf der erfolgreichen Groschenheft-Reihe. Weil es Jerry Cotton auf die Leinwand schaffte, wollte Kommissar X natürlich nicht zurückstehen.
Zum Auftakt lehnte man sich noch sehr an die James-Bond-Abenteuer an. In diesem Fall lässt "Goldfinger" schön grüßen.

Tony Kendall in der Titelrolle hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen, geht keiner Gefahr aus dem Weg und kaum eine Dame kann seinem Charme widerstehen.
Brad Harris als Captain Rowland ist zusätzlich zu seiner Rolle auch der Spezialist für Action und gelungene Stunts.
Einen der spektakulärsten führt er gleich selber aus, indem er an einem gespannten Seil im Sturzflug quer über das Hafenbecken an Bord eines auslaufenden Motorboots gelangt.
Als Bösewicht präsentiert sich der aus Serbien stammende Nikola Popovic, der sich in seinem unterirdischen Imperium eine Armee blonder Frauen hält, die er mittels einer Droge zu willenlosen "Robotern" macht, die völlig unbeteiligt seine Befehle ausführen.

Die Handlung ist natürlich oft ein bisschen abstrus, aber so eng sollte man das auch nicht sehen.
Ein bisschen Bond-Abklatsch, eine Prise Fu Man Chu - aus heutiger Sicht genau der richtige Trash-Faktor.
Gedreht wurde übrigens im damaligen Jugoslawien in und um Dubrovnik.


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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - JAGT AUF UNBEKANNT - Gianfranco Parolini
BeitragVerfasst: 14.06.2012 10:30 
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Ich fand den Film ok, aber aus dem allgemeinen Genregewusel dieser Zeit wenig herausragend. Von Sprecherseite ist es natürlich ein mauscheliges Gefühl von Zuhause. Insgeheim hoffe ich darauf, daß die anderen Teile etwas verrückter werden. Die kenne ich bisher noch nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - JAGT AUF UNBEKANNT - Gianfranco Parolini
BeitragVerfasst: 14.06.2012 11:48 
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Intergalactic Ape-Man hat geschrieben:
Insgeheim hoffe ich darauf, daß die anderen Teile etwas verrückter werden. Die kenne ich bisher noch nicht.


Ob sie "verrückter" sind, lässt sich schlecht sagen. Jedenfalls sind sie nicht mehr
ganz so Bond-orientiert.
Macher und Akteure entwickelten einen eigenen Stil und man setzte vor allem auf exotische Schauplätze.

Meine Favoriten aus der Serie:

In den Klauen des Goldenen Drachen
Drei grüne Hunde
Drei gelbe Katzen


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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - JAGT AUF UNBEKANNT - Gianfranco Parolini
BeitragVerfasst: 21.01.2013 21:31 
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1. KOMMISSAR X - JAGD AUF UNBEKANNT
hat eine ziemlich verwirrende Story, so daß man als Zuschauer geneigt ist das Gehirn auf Durchzug zu stellen und sich eine gewisse Langeweile breit macht.
Übrigens kann man die 3 Darstellerinnen mit den Lila Haaren nur schwer auseinanderhalten.
Bei Maria Perschy geht es noch aber die zwei anderen habe ich erstmal verwechselt.
Übrigens habe ich selten eine Schauspielerin in einem 60er Jahre Film so schlecht angezogen gesehen wie Maria Perschy. Das Outfit als sie Tony Kendall auf der Straße abpasst geht nicht mal für diese Zeit.
Die erste Hälfte ist aber trotzdem ganz nett anzuschauen und Gottseidank legt JAGT AUF UNBEKANNT dann im letzten Drittel richtig zu.
Der Film wurde recht aufwändig produziert was in der zweiten Hälfte besonders auffällt, wenn man die Sets betrachtet.
Gerade in der zweiten Hälfte macht der erste Kommissar X dann doch noch richtig Spaß.
Die blonde Mädchen Armee ist schon zum Brüllen, speziell wenn die Damen sich dann auch noch handgreiflich betätigen.


Wegen dem letzten Drittel bekommt der Film noch einen zusätzlichen Punkt.
6/10

Gepflegte Langeweile im positiven Sinne und herrlich überholt.

Ich bin gespannt auf die weiteren Folgen.

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Suche "Maigret und sein gößter Fall" Regie: Alfred Wiedenmann. DVD von 3L


Zuletzt geändert von italo am 22.01.2013 00:10, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - JAGT AUF UNBEKANNT - Gianfranco Parolini
BeitragVerfasst: 21.01.2013 23:58 
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Leute, es heißt Jagd, mit d am Ende, nicht Jagt. Bitte nicht alle falsch voneinander abschreiben! :mist:

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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - JAGD AUF UNBEKANNT - Gianfranco Parolini
BeitragVerfasst: 02.02.2013 10:55 
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Jo Walker, besser bekannt als Kommissar X, ist der beste Privatdetektiv, den man für Geld bekommen kann. Neben seiner Schlagfertigkeit ist sein unfehlbarer Charme seine stärkste Waffe bei Frauen. Sein Freund und ewiger Rivale ist Captain Tom Rowland, Leiter der Mordkommission in Manhattan. Der Waffenhändler O’Brian bittet Kommissar X um Hilfe, da er angeblich von seinem Kompagnon Henry Mail bedroht wird. Dieser hat angeblich bereits die beiden anderen Partner Al Costello und Manuel Prado ermordet, doch dies wurde nur von O’Brian inszeniert, um Henry auszuschrecken. Der Plan geht auf und Henry landet als Betonblock im Staudamm. Nun gehört ihm die Firma alleine und er hat freie Bahn. Der Gewinn des lukrativen Waffengeschäfts wurde jahrelang in Gold angelegt, das Gold-Depot, welches in einer unterirdischen Anlage auf einer abgelegenen Insel sicher angelegt wurde, ist fast größer als Fort Knox. Hiermit will er an die Macht kommen, doch er hat seine Rechnung ohne Kommissar X und Captain Rowland gemacht, die ... (*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***)







Ich kannte die KX-Filme bisher nicht, und muss sagen, dass mir Teil 1 doch gut gefallen hat. Klar ist ein gewisser Herr Bond das große Vorbild, und aus heutiger Sicht dürfte Jo Walker höchstens noch Rainer Brüderle auf einen Drink einladen können, aber hey, wir schreiben das Jahr 1966, da galt noch, hier bin ich Macho, hier darf ich es sein. Immerhin kommt man nicht umhin, dass Tony Kendall ja ein attraktiver Mann war.

Und während alle anderen Frauen ja offenbar nichts anderes im Sinn haben als mit Jo Walker rumzumachen, gibt es ja doch noch eine, die es schafft, ihn im wahrsten Sinne aufs Kreuz zu legen.

Typisch bondisch ist natürlich auch die schurkische Unsitte, dem Gegner seinen Plan zur Ergreifung der Weltherrschaft (unterhalb der Weltherrschaft geht ja nie was) zu verraten, anstatt ihn einfach zu erschießen, erstechen, vergiften, Piranhas vorwerfen etc. pp, es gibt doch so viele kreative Tötungsvarianten, aber nö, wahrscheinlich leider Größenwahnsinnige nicht nur unter Größenwahn, sondern auch unter erhöhtem Mitteilungsbedürfnis. Und wem kann man schon von seiner Welteroberungsplänen erzählen? Wahrscheinlich sind auch die MitarbeiterInnen der Telefonseelsorge dafür nicht ausgebildet.

Schön war natürlich auch die weibliche Robotrix-Armee, die am Ende Brad Harris becircen darf, hat sich Kommissar Rowland wahrlich verdient. Optisch ist ferner positiv zu erwähnen, dass bei den Frauen 1966 bauchfreie Mode schon sehr beliebt war, ebenso wie lila gefärbte Haare (na ja, waren wohl doch eher Perücken).

Christa Linder sorgt für zusätzliche Optikpunkte, wenngleich es über den Bikini nicht hinausgeht. Signor Parolini, da wäre mehr drin gewesen (wenn auch wohl nicht 1966). Take a look at this picture, although not taken in China:

Bild

Parolini war auch für den Titelsong textlich verantwortlich "I love you, Jo Walker, just like every woman loves you", der ein massives Ohrwurmpotenzial besitzt. Angesichts seiner "behind the scenes"-Auftritte in Gelsenkirchen wundert mich das jetzt nicht so wirklich...

Wunderbare Nostalgiereise back to da 6Ts, zum Glück hat sich die Gesellschaft doch wenigstens etwas gleichberechtigungsmäßig weiter entwickelt, was man auch Herrn Parolini ruhig erzählen dürfte.


Ach ja: Jo Walker ist ja Privatdetektiv, warum also wird er Kommissar X genannt?

Und hat jemand die Autokennzeichen (abseits der teilweise verwendten deutschen Zoll-Kennzeichen) erkannt? Die Handlung soll ja angeblich in den USA stattfinden, aber einige Indizien sprechen dagegen... :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - JAGT AUF UNBEKANNT - Gianfranco Parolini
BeitragVerfasst: 02.02.2013 10:56 
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DJANGOdzilla hat geschrieben:
Leute, es heißt Jagd, mit d am Ende, nicht Jagt. Bitte nicht alle falsch voneinander abschreiben! :mist:


Blödsinn, das heisst natürlich YACHT! :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - JAGD AUF UNBEKANNT - Gianfranco Parolini
BeitragVerfasst: 07.02.2013 09:58 
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Auf der ersten Kommisar X DVD ist mir kein Easter Egg aufgefallen aber ich habe auch nicht so sehr danach gesucht. Habe ich da etwas übersehen?

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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - JAGD AUF UNBEKANNT - Gianfranco Parolini
BeitragVerfasst: 22.02.2013 09:10 
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Ich wiederholde noch mal meine Frage?


Auf der ersten Kommisar X DVD ist mir kein Easter Egg aufgefallen aber ich habe auch nicht so sehr danach gesucht. Habe ich da etwas übersehen?

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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - JAGD AUF UNBEKANNT - Gianfranco Parolini
BeitragVerfasst: 17.12.2013 12:40 
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So ich habe den Film jetzt gesichtet und mir gefällt er gut.

Gerade im letzten Drittel wird klar, dass hier auf eine sehr obskure Art von "Goldfinger" abgekupfert wurde aber das ist nicht weiter schlimm. Wie auch bei den blauen Panthern fehlt dem Drehbch etwas der Spannungsbogen. Trotzdem sind die einzelnen Szenen sehr unterhaltsam. Gott sei dank wird hier auch noch auf die parodistischen Elemente verzichtet. Handwerklich ist der ganze Film schön inszeniert und vor allem die Actionszenen heben sich doch durch ihre gute Choreografie vom eher lahmen Einheitsbrei der Zeit ab.

Der Film ist vielleicht nicht immer spannend, aber es macht Spaß diesem kreativen Sixtie Movie zuzusehen, daher gibts
8/10.


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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - JAGD AUF UNBEKANNT - Gianfranco Parolini
BeitragVerfasst: 11.10.2014 14:02 
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Mein erster Kontakt mit der Kommissar X Reihe,
und ein sehr unterhaltsamer dazu.

Logikfehler am laufenden Band, kaum zu unterscheidende
blonde Darstellerinnen, knallbuntes Ambiente, zwei sich
selber nicht allzu ernst nehmende Hauptdarsteller und ein
Bond`scher Bösewicht auf Speed.
Aus heutiger Sicht kaum zu glauben, das dies seinerzeit soviel Menschen in die Kinos lockte.
Bin gespannt auf die weiteren Teile


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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - JAGD AUF UNBEKANNT - Gianfranco Parolini
BeitragVerfasst: 04.11.2014 19:21 
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Hatte mich jetzt vorgestern erstmals "bewußt" der Kommissar X Box gewidmet, da ich in der Vergangenheit irgendwann mal 2 oder 3 Teile gesehen hatte, mich aber nur noch wage an die entsprechenden Filminhalte erinnern konnte (weiß nur noch, das mir das Gesehene recht gut gefallen hatte)

Somit wurde am Sonntag zunächst einmal die unglaubliche und einfach nur grandiose Doku "Die X-Männer schlagen zurück" betrachtet und was soll ich sagen.... nichts... war hinsichtlich des von Brad Harris, Tony Kendall und Gianfranco Parolini dargebotenen einfach nur sprachlos :o :D

Gianfranco Parolini (Frank Kramer) wirkte wie ein unkontrollierbares, narzistisches ADHS-Kind, dass im Körper eines Mannes im fortgeschrittenen Seniorenalters gefangen ist (einfach unglaublich, wie fit Parolini für seine mittlerweile 89 Jahre wirkt, einfach nur unkaputtbar).
Der hat die Buios (und natürlich die Restaurantmitarbeiterin und die Bürgermeisterin) dann aber auch ganz schön auf Trapp gehalten und dem im Vorfeld ausgefeilten Ablaufplan einen ganz schön dicken Strich durch die Rechnung gemacht :)

Aber am großartigsten war zu sehen, wie die Drei von ihrem gemeinsamen Wiedersehen nach mehr als 20 Jahren und dem ganzen Einsatz der Buios authentisch berührt und bewegt waren. Wirkte stellenweise sehr rührend und hat sogar mich an vielen Stellen sehr berührt.

Angesichts der traurigen Tatsache, dass Tony Kendall kurze Zeit später seinem Krebsleiden erlag, ist es eine Freude ihn bei dem Wiedersehen mit seinen 2 Freunden zu zuschauen und mitzuerleben, wie stark ihn dieses Wochenende emotional berührt hatte. Buio Omega hatte ihm mit dieser Zusammenführung und der ganzen Organisation des Events eine mehr als große (und leider auch letzte) Freude bereitet. :good:

Eine sehr bewegende Doku, bei der man die Echtheit der Emotionen spüren kann; großartig und unglaublich zugleich.


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Gestern wurde dann mit "Jagd auf Unbekannt" die richtige Filmreihe eröffnet und der Opener hatte dann auch schon recht gut unterhalten. Story und Inszenierung sind stellenweise schon etwas dröge, aber trotzdem versprüht der Film einen sehr netten 60s Charme und verbreitete bei mir eine sehr schöne Wohlfühlatmosphäre.
Recht gut hatten mir die Einfälle mit den lila-perrücken-tragenden bzw blondierten Killer-Babes und das Kofferradio-Gimmick gefallen und die Theaterszene war schon recht giallo-like :D
Mal gespannt wie sich die Fortsetzungen dieser Reihe so entwickeln werden...

ps: Hatte mir im Anschluss noch die Super-8 Fassung angeschaut und war wieder sehr erstaunt, was man in diesen 20 min mal wieder so alles zusammen geschnitten hatte (Super-8 Fassung beginnt erst mit der 52. Minute der eigentlichen Hauptfassung) :)


dt. Trailer:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


www.youtube.com Video From : www.youtube.com



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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - JAGD AUF UNBEKANNT - Gianfranco Parolini
BeitragVerfasst: 08.03.2015 18:59 
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Ich gucke mir in nächster Zeit alle KX Filme nochmal an und habe heute mt JAGD AUF UNBEKANNT angefangen.
Mittlerweile ist das Filmchen bei mir, hauptsächlich wegen dem obergeilen letzten Drittel, was meine Punktbewertung betrifft gestiegen.

7,5/10

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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - JAGD AUF UNBEKANNT - Gianfranco Parolini
BeitragVerfasst: 09.03.2015 22:18 
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Es ist ein Wohlfühlfilm. Kein James Bond Niveau, aber es gehört zum besten, was das deutsche Genrekino zu dieser Zeit hervor gebracht hat. Übertrift meines Erachtens auch die Jerry Cotton Filme.


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 Betreff des Beitrags: Re: KOMMISSAR X - JAGD AUF UNBEKANNT - Gianfranco Parolini
BeitragVerfasst: 10.08.2015 08:49 
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● MARIA PERSCHY als JOAN SMITH in
KOMMISSAR X - JAGD AUF UNBEKANNT (D|I|1965)




Die langjährige "Kommissar X"- Reihe präsentierte den Zuschauern einige attraktive Damen der ersten, oder auch aus der zweiten Reihe, und mit Maria Perschy hatte man nicht nur eine verlässliche Darstellerin für die weibliche Hauptrolle der ersten Stunde gefunden, sondern auch gleichzeitig eines der interessantesten "Kommissar X"- Girls. Maria Perschy überrascht in "Jagd auf Unbekannt" zunächst mit einer auffälligen optischen Wandlungsfähigkeit. So sieht man die aparte Österreicherin sowohl in eleganten, als auch in sexy Outfits, mit verschiedenfarbigen Perücken und dem Empfinden nach vollkommen verschiedenen Verhaltensweisen, die man immer wieder in Etappen angeboten bekommt und die in dieser hohen Konzentration eher unüblich für sie waren. Joan Smith personifiziert hier die buchstäbliche Verführung, gleichzeitig gefällt sie sich aber auch darin, Zweifel aufkommen zu lassen. Ist sie ein Ganovenliebchen, das nur auf die Hüter des Gesetzes angesetzt wurde, um sie unschädlich zu machen, verfolgt sie persönliche Absichten und sucht dabei Opfer für ihr doppeltes Spiel, wird sie die eigens provozierten Gefahren unbeschadet überstehen können, oder verbirgt sie doch einen guten Kern? Dies sind die üblichen Fragen, die man sich bei vielen KX-Mädchen stellen durfte, und es bleibt abzuwarten, welche Launen des Schicksals den Film durchziehen werden. Trotz des zu dieser Zeit bereits vorhandenen Star-Bonus, wirkt Perschys Rolle mit eigentlich eher unauffälligem Umfang komplett untergeordnet. Die weibliche Hauptrolle dient schließlich als offizieller Hingucker, was im Sinne der Geschichte auch vollkommen beabsichtigt ist, und damit ausreicht. Naturgemäß fehlen dabei die Möglichkeiten eine solche Rolle großartig auszubauen oder bedeutsam zu prägen, allerdings betrachtet man diese Strategie mit voller Nachsicht, da die Hauptpersonen andere Namen tragen und das uneingeschränkte Identifikationspotential mitbringen.

Maria Perschy sieht man deutlich an, dass sie ein Vollprofi war, denn sie geht in der Rolle sehr gut auf und passt sich den vorhandenen Rahmenbedingungen sehr flexibel und glaubhaft an. Die Kamera bietet zunächst immer wieder genügend Raum, um Maria Perschy als die außergewöhnlich schöne Erscheinung hervorzuheben und dabei kommt es zu einem angenehmen zur Schau stellen ihrer offensichtlichen Vorzüge. Maria Perschy wirkt hier dem Empfinden nach gelöster als sonst, was teilweise auch an der bestehenden Oberflächlichkeit des Verlaufs liegen mag, jedoch wirkt es hier wirklich originell, wie sie sich von nahezu allen Beteiligten dienstbar machen lässt. Auch Joan Smith wird also Teil eines sehr hohen Unterhaltungswertes und der Zuschauer bekommt die Möglichkeit geboten, sie zu bewundern, an ihr zu zweifeln, mit ihr zu zittern und sie mit voller Begeisterung zu begleiten. Maria Perschy gibt ihrer Rolle in "Jagd auf Unbekannt" im Grunde genommen eine vielleicht nicht gerade unbekannte, aber seltene Färbung mit. Es scheint, als sehe man hin und wieder etwas mehr Temperament als sonst, doch dies geschieht alles im Rahmen der sehr beeindruckenden Strukturierung ihrer Rollen. Auffällig dabei ist wieder einmal ihre übliche Gestik und Mimik, bei der man Gesichtszüge sieht, die eine Frau aufzeigen, die sich stets im Griff zu haben scheint. Leichtere Kostproben von Impulsivität und Angriffslust lassen ein rundes Gesamtbild entstehen und es bleibt bei dem Eindruck, dass Maria Perschy für weitere weibliche Rollen der Reihe eine Stilrichtung mitgeben konnte und daher als eines der überzeugendsten "Kommissar X"- Mädchen in die Historie dieser Serie eingehen konnte. In diesem ersten Film gab es allerdings auch weit und breit keine wirkliche weibliche Konkurrenz für sie, was eigentlich schade ist, denn ein paar Reibungsflächen in diese Richtung wären sicherlich gut angekommen.


➥ JOAN SMITH


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