Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 15.12.2015 12:43 
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Ich unterstütze hiermit Sbirro Di Ferro.
Die Pre-Title Sequence fand ich klasse (hauptsächlich den Hubschrauber über der Menschenmasse). Vielleicht aber auch zum Teil weil ich dieses Jahr den DIA DE LOS MUERTOS aktiv mitgemacht habe :).

Eintrag auf der FB 007 Seite:
Habe ihn heute endlich auch gesehen. Leider viel schwächer als gehofft. Er ist zum Glück besser als QUANTUM, aber wesentlich schwächer als CASINO & SKYFALL. Positiv anzumerken ist die tolle pre-title sequence, ganz stark. Allgemein ist die Action großartig, auch klasse geschnitten. Der Look ist auch klasse. Sicher ist der Film besser als Action-Zeugs aus Ami-Land, aber 007 muß halt einfach viieel besser sein als Hollywood-Kost. Der Film hat leider viele Probleme. Scheint manche nicht zu stören, ist auch OK so. Der schlimme Titelsong wäre ja noch zu verkraften, aber ich bin danach noch öfter zusammengezuckt und hab auch an den falschen Stellen lachen müssen (wie einige andere im Saal auch). Ganz übel: da bemüht man sich die härteste Zugschlägerei zu inszenieren und die Jungens hauen sich (und das Mädel) zu Matsch, aber eine Sekunde später stehen sich die beiden Lovers unversehrt im Tipzustand gegenüber und huschen ins Bett. Ganz schwach. Ein bisserl innere Logik braucht auch Monsieur Bond. Apropos Lovers, die Liebesgeschichte funktioniert leider überhaupt nicht, da ist null Chemie und die innere Logik ist wieder mal null vorhanden (wo kommt da plötzlich die Liebe her? Das Drehbuch sagt "nu sind se ein Paar" und fertig.). Etwas sauer war ich da es 100 Minuten Laufzeit benötigte, bis Christoph Waltz endlich zum Einsatz kam. Das geht nicht. Man stelle sich die ersten 90 Minuten GOLDFINGER ohne Gert Fröbe vor! Da wurde viel verschenkt. Meine Hoffnung ist das es dramaturgisch nun etwas im Oldschool Stil weitergeht - 007 gegen Blofeld (Waltz). Es gibt im Drama eine Grundregel - je stärker der Antagonist umso besser das Drama. SPECTRE hat leider das Problem, das der Antagonist erst zum Ende des Films auftaucht. Da kann er nicht mehr viel reißen. Egal, 007 lives on, das ist das wichtigste. Und nächstes mal will ich den DB5 auch wieder von vorne sehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 15.12.2015 22:12 
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Verstehe ich richtig, dass du Quantum auch nicht magst?


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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 15.12.2015 22:30 
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Ich liebe Casino Quantum und SPECTRE.
SKYFALL finde ich recht gut.

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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 15.12.2015 22:35 
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Ich weiß ja nicht, ob ich das schon einmal gesagt habe, aber: Ich bin eigentlich gar kein Bond-Fan, habe mir SPECTRE nur und ausschließlich wegen Österreich, Christoph Waltz, Mexiko, Italien und Monica Bellucci angesehen.
Von daher dürfte meine Bewertung auch nicht verwunderlich sein.

Ich glaube außer SPECTRE habe ich überhaupt erst einen einzigen Bond am Stück gesehen und das war GOLDENEYE.
Von einigen anderen habe ich Ausschnitte gesehen, aber keinen ganzen mehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 16.12.2015 07:51 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Ich weiß ja nicht, ob ich das schon einmal gesagt habe, aber: Ich bin eigentlich gar kein Bond-Fan, habe mir SPECTRE nur und ausschließlich wegen Österreich, Christoph Waltz, Mexiko, Italien und Monica Bellucci angesehen.
Von daher dürfte meine Bewertung auch nicht verwunderlich sein.

Ich glaube außer SPECTRE habe ich überhaupt erst einen einzigen Bond am Stück gesehen und das war GOLDENEYE.
Von einigen anderen habe ich Ausschnitte gesehen, aber keinen ganzen mehr.



Mein Tipp: Vollkommen geil, wenn Du alles noch vor Dir hast. Ehrlich!
Schaue sie Dir in chronologischer Reihenfolge an, das macht total Laune.

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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 16.12.2015 08:34 
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Und "Casino Royale" und "Moonraker" haben Szenen in Venedig, "In tödlicher Mission" in Cortina d'Ampezzo und "Ein Quantum Trost" in Siena - das wäre für Dich, Sbirro, doch schon mal ein Anreiz.

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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 16.12.2015 14:51 
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nyby hat geschrieben:
Und "Casino Royale" und "Moonraker" haben Szenen in Venedig, "In tödlicher Mission" in Cortina d'Ampezzo und "Ein Quantum Trost" in Siena - das wäre für Dich, Sbirro, doch schon mal ein Anreiz.

Danke für die Tipps und Hinweise!
Werde mir die Filme irgendwann sicher anschauen, wenn ich die Gelegenheit habe und nichts Wichtigeres dazwischenkommt...


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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 16.12.2015 14:51 
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nyby hat geschrieben:
Und "Casino Royale" und "Moonraker" haben Szenen in Venedig, "In tödlicher Mission" in Cortina d'Ampezzo und "Ein Quantum Trost" in Siena - das wäre für Dich, Sbirro, doch schon mal ein Anreiz.


und in CASINO und QUANTUM spielt der hochgeschätzte Giancarlo Giannini mit.
In FEUERBALL Adolfo Celi.

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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 16.12.2015 15:08 
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Verstehe ich richtig, dass du Quantum auch nicht magst?


QUANTUM gehört für mich zu den 5 schwächsten. Ich bin ein großer Bond Fan und sehe auch
die schwächeren (wie GOLDEN GUN oder VIEW TO A KILL) immer wieder mal gerne an,
aber QUANTUM ist neben TOMORROW der einzige, bei welchem ich geistig schon vor Ende des
Filmes vor der Kinotüre war. Besonders die letzte halbe Stunde war schlimm. Für mich
absolut faszinierend, dass der sich bei manchen Fans auf Platz 1 (!) oder irgendwo ganz vorne
wieder findet. Und OHMSS, RUSSIA oder GOLDFINGER im unteren Drittel. Ich muss es
auf mein fortgeschrittenes Alter zurück führen. Nur mit ordentlichen Großproduktionen
kann man mein Herz nicht gewinnen. Ich brauche das "gewisse Etwas" und davon
war in QUANTUM nix und in SPECTRE wenig (aber immerhin etwas) zu finden.

Dabei war's für mich ein netter Jahrestag: Genau vor 20 Jahren habe ich mich zum
Filmemachen entschlossen und mein allererstes Übungsfilmchen war die GOLDENEYE Premiere
bei uns im Mathäser Kino im Dezember 1995:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 16.12.2015 15:18 
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Für ein "allererstes Übungsfilmchen" wirklich gut! :231:


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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 16.12.2015 15:23 
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Danke Dir Sbirro!
Seiner Zeit weit voraus das Filmchen, besonders beim Thema "Wackelkamera" :).

EY, wenn Du dich durch SPECTRE & GOLDENEYE gequält hast, tu dir
doch den Gefallen und schau die richtig guten an. Schön groß auf Blu-ray :).
Hab' noch nie meine Top 10 gelistet, this is the moment :).

ON HER MAJESTY'S SECRET SERVICE
GOLDFINGER
LIVE AND LET DIE
FROM RUSSIA WITH LOVE
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SPY WHO LOVED ME
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DIAMONDS ARE FOREVER (mein erster 1975)
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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 16.12.2015 15:31 
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Ob ich mich durch GOLDENEYE gar so gequält habe, weiß ich gar nicht mehr, wird wohl doch ein bisschen besser als SPECTRE gewesen sein...


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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 16.12.2015 15:39 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Ob ich mich durch GOLDENEYE gar so gequält habe, weiß ich gar nicht mehr, wird wohl doch ein bisschen besser als SPECTRE gewesen sein...


Du mußt die Serie von Anbeginn in chronologischer Reihenfolge sehen: Das ist ein Fest im Bezug auf den Zeitgeist. Du verpasst echt hammer viel.

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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 16.12.2015 15:46 
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mike siegel hat geschrieben:
Danke Dir Sbirro!
Seiner Zeit weit voraus das Filmchen, besonders beim Thema "Wackelkamera" :).

EY, wenn Du dich durch SPECTRE & GOLDENEYE gequält hast, tu dir
doch den Gefallen und schau die richtig guten an. Schön groß auf Blu-ray :).
Hab' noch nie meine Top 10 gelistet, this is the moment :).

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Meine 10 Favouriten:
Goldfinger
Im Geheimdienst ihrer Majestät
Der Spion der mich liebte
Moonraker
In tödlicher Mission
Man lebt nur zweimal
Feuerball
Liebesgrüße aus Moskau
Quantum
Casino Royale




Spectre finde ich klasse ist aber noch nicht in der Top Ten enthalten, weil ich mir den erst noch ein weiteres mal ansehen will.
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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 16.12.2015 19:20 
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mike siegel hat geschrieben:
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Verstehe ich richtig, dass du Quantum auch nicht magst?


QUANTUM gehört für mich zu den 5 schwächsten.


Für mich ja auch. Und warum, wenn ich fragen darf?


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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 16.12.2015 22:05 
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Kann ich nicht mal im Detail sagen. Da müssten wir ne Live-Sichtung machen :).
Bei mir ist's halt so, dass sich mein Hirn durch meine intensiven Tätigkeiten der letzten 25 Jahre im Filmbereich
einige spezielle Antennen und Filter entwickelt hat. Ich sehe Filme seit einiger Zeit völlig (oder fast) unvoreingenommen. Ich will keine Story wissen, keine Twists, keine Reviews etc. Dann schau ich zu und mein Hirn und Bauch reagieren auf die Show. Nach 20 - 30 Minuten ist dann das innere Barometer recht zuverlässig in Betrieb und ich beginne zu registrieren, ob ich den Film mag oder nicht. Ob das Drehbuch funktioniert. Und wenn nicht, wenigstens durch besondere Darstellungen, originale Dialoge oder sonst etwas gerettet wird. Ob ein Filmemacher versucht, seinem eigenen Geschmack zu vertrauen, oder dem Publikum alles recht machen will. Ich bin als Cutter nicht der schlechteste und konnte schon andere Arbeiten etwas auf Vordermann bringen, meine innere Uhr für's Timing funktioniert ganz gut. Wenn also Szenen zu lang (oder gar unnötig) sind, klingelt immer der "Schnitt" Alarm in meinem Kopf. Innere Logik ist für mich sehr wichtig, nicht mit Realismus zu verwechseln.
Wie auch immer, ich bin mit Sicherheit Oldschool und bestehe auf gute Charaktere. Und vor allem auf gute Character Actors. Ist ja allgemein bekannt, dass diesbezüglich die goldenen Zeiten leider lang vorbei sind. LIVE AND LET DIE mag für einige nicht zu den Highlights gehören, aber wer ihn mal gesehen hat, kann sich sicher noch an mind. 5-10 Charaktere erinnern. Wie Mrs Bleecher im kaputten Flugzeug, den dauergrinsenden Taxi-Fahrer, Baron Samedi etc. Das fehlt mir z.B. im modernen Action-Kino und leider auch meist bei den neuen 007.
Ich schau mir in den nächsten Tagen QUANTUM auf BD an und mach mir Notizen. Jetzt will ich's auch wissen. Ich weiß nur noch, dass es für mich kein 007, sondern ein US Actionfilm war, die Tante zwar hübsch aber öde und die Schlußaction schlecht geschnitten und eher ein Anti-Climax war. Der Film hat mich im Kino von Anfang an nicht gepackt. SPECTRE war 20-30 Minuten recht fein, dann hätteer gut etwas gestrafft werden können. Ein paar schwächere Szenen ausbessern, dann wäre er recht ordentlich finde. Wobei Waltz halt immer nur noch 50% seiner Wirkung entfalten könnte.

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Zuletzt geändert von mike siegel am 17.12.2015 10:05, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 16.12.2015 22:09 
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mike siegel hat geschrieben:
Nobody hat geschrieben:
Verstehe ich richtig, dass du Quantum auch nicht magst?


QUANTUM gehört für mich zu den 5 schwächsten. Ich bin ein großer Bond Fan und sehe auch
die schwächeren (wie GOLDEN GUN oder VIEW TO A KILL) immer wieder mal gerne an,
aber QUANTUM ist neben TOMORROW der einzige, bei welchem ich geistig schon vor Ende des
Filmes vor der Kinotüre war. Besonders die letzte halbe Stunde war schlimm. Für mich
absolut faszinierend, dass der sich bei manchen Fans auf Platz 1 (!) oder irgendwo ganz vorne
wieder findet. Und OHMSS, RUSSIA oder GOLDFINGER im unteren Drittel. Ich muss es
auf mein fortgeschrittenes Alter zurück führen. Nur mit ordentlichen Großproduktionen
kann man mein Herz nicht gewinnen. Ich brauche das "gewisse Etwas" und davon
war in QUANTUM nix und in SPECTRE wenig (aber immerhin etwas) zu finden.



Gerade Quantum hat dieses gewisse Etwas doch im Überfluß. Kein anderer Bond ist auch nur annähernd so virtuos und so filmisch wie dieser. Das ist für mich mit einem riesigen Abstand der beste Bond, und ich mag die Serie. Das ist pures physisches und emotionales Kino, und noch dazu relativ komplex und intelligent (ohne daß man das bemerken muß beim Anschauen).

Mendes gelingen in seinen beiden Bonds auch viele gute Szenen, manchmal sogar richtig gute, aber die Anstrengung bleibt für mich immer sichtbar, und die Filme funktionieren nicht durchgehend, auch weil er sich nicht entscheiden mag, ob er einen intelligenten Bond oder doch lieber einen klassisch Naiven drehen will. Und zum Ende hin fällt ihm dann nichts mehr ein, dann kommt auch viel Murks.
Aber insgesamt, auch wenn Spectre ebenfalls an vielen der Fehler krankt die SF doch etwas enttäuschend machen, ist es doch ein gelungener Bond der bis kurz vorm Ende viel Spaß macht. Das liegt auch daran daß Mendes hier wesentlich bessere Actionszenen gelungen sind als im in der Hinsicht blassen Vorgänger. 7/10

Die ersten Minuten von Quante:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Einer der schönsten Anfänge der Filmgeschichte und eine der besten Actionszenen der letzten 100 Jahre.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 16.12.2015 23:07 
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Ich finde, "Quantum" gewinnt beim mehrmaligen Sehen -vielleicht auch, weil man (zumindest ich) die erste Enttäuschung dann hinter sich hat und nochmal etwas gelassener hinschaut. Beim ersten Mal sah ich ihn in Französisch (bei den Nachbarn lief er eine Woche früher) und habe den Plot nicht ganz mitbekommen, beim zweiten Mal, diesmal in Deutsch, fand ich ihn etwas kurzatmig, aber er wird besser. Die Bregenz-Szene mit den Überblendungen und dem verfrendeten Ton halte ich für eine der schönsten Bond-Szenen, weil sie formal etwas aus dem Rahmen fällt - die Bondfilme sind filmsprachlich sonst ja eher konservativ. Die Eröffnungsszene finde ich bis zum Einsatz der Musik ebenfalls grandios.

"Spectre" hab ich ein zweites Mal im Kino gesehen, die Macken bleiben bestehen - Waltz zu wenig genutzt, zu langes Finale in London. Dennoch mochte ich den Film sehr, hatte aber, obwohl großer 007-Fan seit Urzeiten, ein Gefühl, das ich bei Bond bisher noch nie hatte: Dass es nicht zwingend einen nächsten Bondfilm geben muss (liegt vielleicht auch am Alter).

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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 16.12.2015 23:26 
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Meine Bond Top 10

001 Quantum of Solace

(großer Abstand ;) )

002 On Her Majesty's Secret Service
003 Casino Royale
004 The Spy Who Loved Me

005 Licence to Kill
006 Live and Let Die
007 GoldenEye
008 Thunderball

009 Spectre
010 Goldfinger

Die 4 Gurken, die auch schon öfters etwas langweilen:

Tomorrow Never Dies
You Only Live Twice
A View to a Kill
Moonraker


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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 16.12.2015 23:43 
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Stanton hat geschrieben:

Einer der schönsten Anfänge der Filmgeschichte und eine der besten Actionszenen der letzten 100 Jahre.



Ne also als Actionszene ist der Schnitt katastrophal.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 17.12.2015 08:33 
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Nobody hat geschrieben:
Ne also als Actionszene ist der Schnitt katastrophal.



Da würde ich bei der Bootsjagd sofort zustimmen, da weiß ich heute noch nicht, wer da wo herumfährt und warum das eine Boot plötzlich durch die Gegend fliegt.

Aber die Autojagd habe ich mir x-ml angeschaut und finde die immer besser und letztlich auch logisch, das passt schon richtig zusammen, ist aber fast schon abstrakt. Schaut man sich die Strandschlägerei bei "Im Geheimdienst ihrer Majestät" an, wechseln ständig Positionen und das Wetter, dennnoch hat sie Szene enorme Kraft, das ist fast schon 007-Avantgarde.

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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 17.12.2015 09:15 
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mike siegel hat geschrieben:
Und vor allem auf gute Character Actors. Ist ja allgemein bekannt, dass diesbezüglich die goldenen Zeiten leider lang vorbei sind. LIVE AND LET DIE mag für einige nicht zu den Highlights gehören, aber wer ihn mal gesehen hat, kann sich sicher noch an mind. 5-10 Charaktere erinnern. Wie Mrs Bleche im kaputten Flugzeug, den dauergrinsenden Taxi-Fahrer, Baron Samedi etc. Das fehlt mir z.B. im modernen Action-Kino und leider auch meist bei den neuen 007.


Das ist mir auch aufgefallen, diese surealen Figuren fehlen heute. Waltz ist von seiner Anlage zu spielen allerdings ein typ, der wunderbar solche kleinen Nebenfiguren ausfüllen könnte.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 17.12.2015 10:03 
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mike siegel hat geschrieben:
Und vor allem auf gute Character Actors. Ist ja allgemein bekannt, dass diesbezüglich die goldenen Zeiten leider lang vorbei sind. LIVE AND LET DIE mag für einige nicht zu den Highlights gehören, aber wer ihn mal gesehen hat, kann sich sicher noch an mind. 5-10 Charaktere erinnern. Wie Mrs Bleche im kaputten Flugzeug, den dauergrinsenden Taxi-Fahrer, Baron Samedi etc. Das fehlt mir z.B. im modernen Action-Kino und leider auch meist bei den neuen 007.


Das ist mir auch aufgefallen, diese surealen Figuren fehlen heute. Waltz ist von seiner Anlage zu spielen allerdings ein typ, der wunderbar solche kleinen Nebenfiguren ausfüllen könnte.


Auch große! Daher war SPECTRE so ein (kleiner) Schlag in die Magengrube. Basierend auf seinen Leistungen in den Tarantino-Filmen (UNCHAINED mag ich nicht, aber er ist super freilich. Umso schlimmer sein liebloses Ende im Film, da hilft auch die WILD BUNCH Referenz mit dem Revolver nicht.) hatte ich auf GOLDFINGER II oder so gehofft. Großes Schauspielkino im Actiongewand. Stattdessen muss ich ewig der müden Blondine zuschauen.
Steve Buscemi ist so ein Typ, auch Armin Rohde. Aber die "müssen" Hauptrollen spielen, weil es an Topdarstellern mit etwas Charakter im Gesicht eh mangelt :):

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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 17.12.2015 10:06 
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mike siegel hat geschrieben:
Nobody hat geschrieben:
mike siegel hat geschrieben:
Und vor allem auf gute Character Actors. Ist ja allgemein bekannt, dass diesbezüglich die goldenen Zeiten leider lang vorbei sind. LIVE AND LET DIE mag für einige nicht zu den Highlights gehören, aber wer ihn mal gesehen hat, kann sich sicher noch an mind. 5-10 Charaktere erinnern. Wie Mrs Bleche im kaputten Flugzeug, den dauergrinsenden Taxi-Fahrer, Baron Samedi etc. Das fehlt mir z.B. im modernen Action-Kino und leider auch meist bei den neuen 007.


Das ist mir auch aufgefallen, diese surealen Figuren fehlen heute. Waltz ist von seiner Anlage zu spielen allerdings ein typ, der wunderbar solche kleinen Nebenfiguren ausfüllen könnte.


Auch große! Daher war SPECTRE so ein (kleiner) Schlag in die Magengrube. Basierend auf seinen Leistungen in den Tarantino-Filmen (UNCHAINED mag ich nicht, aber er ist super freilich. Umso schlimmer sein liebloses Ende im Film, da hilft auch die WILD BUNCH Referenz mit dem Revolver nicht.) hatte ich auf GOLDFINGER II oder so gehofft. Großes Schauspielkino im Actiongewand. Stattdessen muss ich ewig der müden Blondine zuschauen.
Steve Buscemi ist so ein Typ, auch Armin Rohde. Aber die "müssen" Hauptrollen spielen, weil es an Topdarstellern mit etwas Charakter im Gesicht eh mangelt :):


Desperado ist in der Hinsicht ein toller Film, da ist Buscemi genau so eine Type.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 17.12.2015 10:50 
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Stanton hat geschrieben:

Einer der schönsten Anfänge der Filmgeschichte und eine der besten Actionszenen der letzten 100 Jahre.



Ne also als Actionszene ist der Schnitt katastrophal.


Nein, der ist genial.

Nebenbei ist der äußerliche Stil des Film, wie auch die Wahl der Schauplätze, ein Spiegel des Innenleben Bonds, auch Handlung und Charaktere sind darauf abgestimmt. Je ruhiger Bond wird desto ruhiger wird der Film, und der Schnitt der letzten Actionszene ist deutlich langsamer als der am Anfang. Im dem Hotel fallen dann auch die metaphorische und die Handlungsebene zusammen, und Bond lässt von seiner Rache ab, um Camille zu helfen, seiner Schwester im Geiste, hilft Camille ihr Feuertrauma zu überwinden, und rettet dabei sie und sich. Und Bond findet dadurch sein kleines Quantum an Trost, was ihm der Filmtitel verspricht, kann dadurch seine innerliche Härte lösen, nachdem vorher sein innerer Panzer schon aufgebrochen wurde durch den Tod von Mathis und Fields, die er beide mit verschuldet hat, und in deren Begegnungen er seine ersten Momente der Ruhe in dem Film findet (vorehr ist er immer in Bewegung). Das Ende im Schnee suggeriert eine wiedergefundene Unschuld, aber es ist immer noch verdammt kalt.

Quantum of Solace ist ein Film der zwar viel Ablehnung gefunden hat, wegen seiner für Bond ungewohnten radikalen Machart, der dafür aber auch ein kleines, aber stetig steigendes Publikum findet daß ihn dafür bewundert. Also eigentlich der Sergio Leone der Bond Filme.
Und der bei näherer Betrachtung relativ komplexe Deutungen zulässt.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 17.12.2015 10:54 
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Ich weiß und ich habe ihn mir schon unter diesem Aspekt angesehen. Für mich beweist es nur, dass ein intelligenter Film kein guter Film sein muss. Für mich ist die Eingangsszene total überschnitten und ein Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 17.12.2015 10:56 
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Ne also als Actionszene ist der Schnitt katastrophal.



Da würde ich bei der Bootsjagd sofort zustimmen, da weiß ich heute noch nicht, wer da wo herumfährt und warum das eine Boot plötzlich durch die Gegend fliegt.



Ich habe das nie als wirklich wichtig empfunden genau zu wissen was da gerade passiert. Es ist doch für die Wirkung der Szene vollkommen egal ob es am Anfang 2 oder 3 Autos sind, die Bond verfolgen, und auch bei der Bootsjagd sehe ich alles was ich sehen muß um die Szene zu verstehen.

Das Boot das durch die Luft fliegt hat wirklich sehr viele beschäftigt, und ich habe mir das auch nicht erklären können. Aber bei sowas sage ich mir dann einfach, sie werden sich da schon was bei gedacht haben. Und tatsächlich ist auch so. Irgendwer hat das mal irgendwo genau erklärt was da wie und warum passiert, aber ich habe schon wieder vergessen wie es funktionierte. Ist halt auch unwichtig für mich, aber es ist so ein weiteres Detail wo viel drüber gemeckert wurde, aber tatsächlich funktioniert es so wie gezeigt (ok sicher nicht ganz so spektakulär wie im richtigen Leben)


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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 17.12.2015 11:01 
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Ich weiß und ich habe ihn mir schon unter diesem Aspekt angesehen. Für mich beweist es nur, dass ein intelligenter Film kein guter Film sein muss. Für mich ist die Eingangsszene total überschnitten und ein Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte.


Tja, und für mich ist es ein Beweis wie man Intelligenz und Unterhaltung miteinander verzahnen kann, ohne das eins unter dem anderen leidet.

Das mit den Schnitten ist dann halt Geschmackssache. Wenn man das nicht mag, dann funktioniert ein wichtiger Teil des Films halt nicht, das wars dann halt. Ist auch nicht weiter schlimm, solange es genügend andere Filme gibt die einem zusagen.


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BeitragVerfasst: 17.12.2015 20:18 
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Solche listen machen mir Spaß. :mrgreen:

1. A View To A Kill
2. Octopussy
3. Moonraker
4. Goldfinger
5. On Her Majesty's Secret Service
6. License To kill
7. Diamonds Are Forever
8. Dr. No
9. The Spy Who loved Me
10. For Your Eyes Only

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 Betreff des Beitrags: Re: SPECTRE - Sam Mendes
BeitragVerfasst: 18.12.2015 21:15 
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Quantum of Solace finde ich auch toll, wenn auch nicht ganz so schoen wie Spectre. Beide sind fuer mich aber weit ueber der eher mageren Kost von Casino Royale und Skyfall anzusiedeln.

Top 10 Bonds? Gerne. :mrgreen:

01. On Her Majesty's Secret Service
02. Moonraker
03. The Living Daylights
04. For Your Eyes Only
05. Live and Let Die
06. You Only Live Twice
07. Spectre
08. Licence to Kill
09. A View to a Kill
10. The Spy Who Loved Me

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To please the majority is the requirement of the Planet Cinema. As far as I'm concerned, I don't make a concession to viewers, these victims of life, who think that a film is made only for their enjoyment, and who know nothing about their own existence.


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