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 Betreff des Beitrags: STIRB AN EINEM ANDEREN TAG - Lee Tamahori
BeitragVerfasst: 16.02.2016 14:32 
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STIRB AN EINEM ANDEREN TAG

Produktionsland: Großbritannien, USA
Produktion: Anthony Waye, Michael G. Wilson, Barbara Broccoli
Erscheinungsjahr: 2002
Regie: Lee Tamahori
Drehbuch: Neal Purvis, Robert Wade
Kamera: David Tattersall
Schnitt: Andrew MacRitchie, Christian Wagner
Spezialeffekte: Cinesite Europe, Double Negative
Budget: ca. 142.000.000$
Musik: David Arnold
Länge: ca. 134 Minuten
Freigabe: FSK 12
Darsteller: Pierce Brosnan, Halle Berry, Toby Stephens, Rosamund Pike, Rick Yune, Judi Dench, John Cleese, Michael Madsen, Will Yun Lee, Kenneth Tsang, Emilio Echevarría, Mikhail Gorevoy


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Bond kehrt, nach langer Zeit in nordkoreanischer Gefangenschaft, zurück. M nimmt der Doppelnull die Rückkehr übel. Angeblich hätte Bond – unter Drogeneinfluss – wichtige Informationen preisgegeben. Bond will seine Ehre wiederherstellen und macht sich an die Arbeit. Es geht darum, den anstehenden Terror aus Nordkorea zu verhindern.

„You´re no use to anyone now!“

Tja, so die Worte der MI6 Chefin M. Bond scheint ziemlichen Murks fabriziert zu haben und M ist der Meinung, dass ihm die notwendige Loyalität fehlt. Man könnte auch behaupten dass der Charakter Brosnan nicht mehr benötigt wird, denn dieser zeigt einen bestenfalls durchwachsenden Auftritt. Doch damit steht Brosnan nicht allein auf weiter Flur. Halle Berry ist als Jacintha Johnson absolut fehlbesetzt. Arrogant und unsympathisch. Eine sehr üble Darbietung der jegliches Charisma abgeht. Rosamund Pike kann als „zweites Bond-Girl“ ebenfalls kein positives Feedback entlocken. Der Charakter Miranda Frost ist langweilig und das obwohl ihm/ihr die Chance gegeben wird – böse zu sein. Michael Madsen kann – hingegen - als Zyniker Damian Falco für gute Momente sorgen. Allerdings ist das nur ein Tropfen auf dem (bereits) glühenden Stein, denn Madsen hat dermaßen wenig Spielzeit.

Im Prinzip fängt SIRB AN EINEM ANDEREN TAG richtig gut an. Bond bekommt es auf einem Militärstützpunkt in Nordkorea mit Colonel Tan-Sun Moon und dem Terroristen Zao zu tun. Es resultiert – gute Action und eine lange Gefangenschaft der Doppel Null. Hätte man den Top-Mann des MI6 doch bloß nicht ausgetauscht… äh ich sage mal freigekauft! Ausgetauscht wird er ja (zum Glück) nach diesem Film.

Im Anschluss an die Gefangenschaft, folgt ein äußerst langatmiges Agenten-Abenteuer. Der Funke mag nicht überspringen. Die Bond-Figur verzichtet zwar überwiegend darauf, dumme Scherze im Moore-Stil zu geben - aber wenn sie praktiziert werden - dann ist es einfach nur schlecht. Der Bond-Gegenspieler Gustav Graves kann die langweilige Art eines antiken Agenten-Snob bestens umschreiben:

„I chose to model the disgusting Gustav Graves on you. I paid attention to details - that unjustifiable swagger, the crass quips, the self-defence mechanism concealing such inadequacy...”

Im Prinzip kann die Ansage als sarkastische Grabrede gesehen werden. Der Bond-Figur fehlt es am Entscheidenden und das was sie zu bieten hat - ist nur noch zum Gähnen.

Wer ist Gustav Graves überhaupt? Der Nordkoreaner, Colonel Tan-Sun Moon, hat sich einer Gentransplantation unterzogen und ist nun ein (optischer) Europäer. Als Gustav Graves - will er die Weltherrschaft in Richtung Nordkorea bewegen. Die cineastischen Breitseiten, in Richtung Nordkorea, haben was für sich. Auch wenn diese eher beiläufig eingebracht werden. Gespielt wird der Charakter Graves von Toby Stephens der dabei einen recht ordentlichen Eindruck macht. Seine rechte Hand ist der Terrorist Zao (gespielt von Rick Yune). Rick Yune und Will Yun Lee sind auch diejenigen die STIRB AN EINEM ANDEREN TAG einen guten Auftakt gönnen. In Nordkorea geht gut die Post ab und der hilflose Bond als Hippie (oder Grunge-Freak) hat ebenfalls was. Danach geht es aber ganz steil bergab.

Fazit: Dieses war meine zweite Sichtung von STIRB AN EINEM ANDEREN TAG. Die Erstsichtung erfolgte vor ca. 13 Jahren. Der Eindruck hat sich in keiner Weise verbessert. Der Film ist ein (ziemlicher) Schnarcher. Das liegt nicht allein an Drehbuch und Inszenierung. Auch Brosnans träges -, sowie Halle Maria Berrys arrogantes und uncharismatisches Spiel - tragen eine Menge zum negativen Gesamteindruck bei.

Aber Bond wird zurückkehren… und wie er das wird! Denn er heißt dann (Odin und Satan sei Dank): Daniel Craig.

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 Betreff des Beitrags: Re: STIRB AN EINEM ANDEREN TAG - Lee Tamahori
BeitragVerfasst: 16.02.2016 15:39 
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Der Tiefpunkt der Serie. Ab der zweiten Hälften nehmendie CGI überhand und machen den Film fast nicht mehr genießbar. Für einen Bondfilm geht das gar nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: STIRB AN EINEM ANDEREN TAG - Lee Tamahori
BeitragVerfasst: 16.02.2016 16:03 
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Ich fand die Einführung von John Cleese sehr interessant. Leider passte der nicht mehr in die neuen Bonds...


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 Betreff des Beitrags: Re: STIRB AN EINEM ANDEREN TAG - Lee Tamahori
BeitragVerfasst: 16.02.2016 16:09 
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Ein frustrierender Bond - nicht, weil er durchgängig schlecht wäre, sondern weil er durchaus gut beginnt. Ein gefolterter Bond, scheinbar am Ende - doch spätestens ab dem unsichtbaren Auto geht der Film rasant den Bach runter. Immerhin ist der Film so schwach, dass die Produzenten trotz des finanziellen Erfolgs auf die Idee kamen, grundsätzlich umzudenken.

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 Betreff des Beitrags: Re: STIRB AN EINEM ANDEREN TAG - Lee Tamahori
BeitragVerfasst: 16.02.2016 16:14 
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Ich finde ihn eigentlich nicht schlecht. Er unterhält ganz gut, hat ein paar ganz interessante Ideen, unterwirft sich aber zum Schluss hin zu sehr den Gesetzmäßigkeiten der Reihe und begeht den Fehler, seine Vorgänger einfach nur dadurch übertrumpfen zu wollen, dass er spektakulärer wirkt.


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 Betreff des Beitrags: Re: STIRB AN EINEM ANDEREN TAG - Lee Tamahori
BeitragVerfasst: 16.02.2016 18:32 
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nyby hat geschrieben:
Ein frustrierender Bond - nicht, weil er durchgängig schlecht wäre, sondern weil er durchaus gut beginnt. Ein gefolterter Bond, scheinbar am Ende


Ich finde den Auftakt total klasse.

nyby hat geschrieben:
doch spätestens ab dem unsichtbaren Auto geht der Film rasant den Bach runter. Immerhin ist der Film so schwach, dass die Produzenten trotz des finanziellen Erfolgs auf die Idee kamen, grundsätzlich umzudenken.


Spätestens ab diesem (Auto) Moment, wird es sehr übel. Dazu kommt die extrem unpassende CGI Orgie.

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 Betreff des Beitrags: Re: STIRB AN EINEM ANDEREN TAG - Lee Tamahori
BeitragVerfasst: 16.02.2016 20:31 
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Der Auftakt war gut, und die Idee, die Folterszenen im Vorspann grafisch zu verfremden, gefällt mir ganz ausgezeichnet. Die Fechtszene zwischen Graves und Bond rockt ordentlich, und Toby Stephens ist ganz allgemein nicht der schlechteste Bond-Gegenspieler.
Aber der Rest? Puh, da war die Serie wirklich an ihrem Tiefpunkt angelangt. Allein das gesamte Showdown ist eine Ansammlung schlecht inszenierter Peinlichkeiten. Wer immer über Daniel Craig schimpft sollte sich diesen hier anschauen um zu wissen was er an Craig hat.

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Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Betreff des Beitrags: Re: STIRB AN EINEM ANDEREN TAG - Lee Tamahori
BeitragVerfasst: 16.02.2016 22:56 
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Empfinde das eher umgekehrt: die erste halbe Stunde ist schon ziemlich zäher (wenn auch teilweise unfassbarer) Quark, ehe der Film dann so richtig abdreht, und es ziemlich spaßig wird. Sicher der mit Abstand bizarrste Bond, und von den eher mäßigen Brosnans der Einzige, der zu Wiederholungssichtungen einlädt.

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To please the majority is the requirement of the Planet Cinema. As far as I'm concerned, I don't make a concession to viewers, these victims of life, who think that a film is made only for their enjoyment, and who know nothing about their own existence.


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 Betreff des Beitrags: Re: STIRB AN EINEM ANDEREN TAG - Lee Tamahori
BeitragVerfasst: 17.02.2016 17:41 
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Dr. Zombi hat geschrieben:
Sicher der mit Abstand bizarrste Bond, und von den eher mäßigen Brosnans der Einzige, der zu Wiederholungssichtungen einlädt.

DIE WELT IST NICHT GENUG hab ich mittlerweile glaube ich dreimal gesehen, und finde den immer noch nicht langweilig. Robert Carlisle und vor allem natürlich Sophie Marceau sind einfach umwerfend. Für mich der beste Brosnan, irgendwie wirkt er spritzig.
Aber STIRB empfinde ich als technokratischen Overkill mit desinteressierten Darstellern und noch desinteressierterem Stab. Von Lee Tamahori habe ich kürzlich DIE LETZTE KRIEGERIN gesehen, und der hat mich wiederum völlig weggeblasen. Ein exakt auf den Punkt inszeniertes White Trash-Drama mit hohem Kehle-zudrück-und Tränen-zurückhalt-Faktor. Schau an, dachte ich mir, Tamahori ist ja tatsächlich ein Regisseur. Vielleicht war Bond einfach nicht seine Welt ...

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 Betreff des Beitrags: Re: STIRB AN EINEM ANDEREN TAG - Lee Tamahori
BeitragVerfasst: 17.02.2016 17:46 
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Ich denke Bond war definitiv nicht seine Welt, aber was er aus ihr gemacht hat ist einzigartig. :mrgreen:

DIE WELT IST NICHT GENUG müsste ich mal wieder gucken.

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 Betreff des Beitrags: Re: STIRB AN EINEM ANDEREN TAG - Lee Tamahori
BeitragVerfasst: 17.02.2016 18:03 
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Schmutziger_Maulwurf hat geschrieben:
Für mich der beste Brosnan


Ja, so schauts für mich auch aus. Gutes Bösewichtspaar, wobei Renard eine ziemlich tragische Note hat. Interessante Figuren, wobei sie die Psychologie nicht so überziehen wie in den beiden jüngsten Carigs.

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 Betreff des Beitrags: Re: STIRB AN EINEM ANDEREN TAG - Lee Tamahori
BeitragVerfasst: 17.02.2016 21:00 
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Schmutziger_Maulwurf hat geschrieben:
Dr. Zombi hat geschrieben:
Sicher der mit Abstand bizarrste Bond, und von den eher mäßigen Brosnans der Einzige, der zu Wiederholungssichtungen einlädt.

DIE WELT IST NICHT GENUG hab ich mittlerweile glaube ich dreimal gesehen, und finde den immer noch nicht langweilig. Robert Carlisle und vor allem natürlich Sophie Marceau sind einfach umwerfend. Für mich der beste Brosnan, irgendwie wirkt er spritzig.
Aber STIRB empfinde ich als technokratischen Overkill mit desinteressierten Darstellern und noch desinteressierterem Stab. Von Lee Tamahori habe ich kürzlich DIE LETZTE KRIEGERIN gesehen, und der hat mich wiederum völlig weggeblasen. Ein exakt auf den Punkt inszeniertes White Trash-Drama mit hohem Kehle-zudrück-und Tränen-zurückhalt-Faktor. Schau an, dachte ich mir, Tamahori ist ja tatsächlich ein Regisseur. Vielleicht war Bond einfach nicht seine Welt ...


Für mich ist "Die Welt . . ." auch der beste Brosnan - Bond. Wobei aber auch die Vorgänger einiges zu bieten haben. Ich finde z. B. die Verfolgungsaction mit Brosnan/Yeoh auf der BMW in "Der Morgen stirbt nie" richtig klasse.
Deine "Überraschung", dass Tamahori "tatsächlich ein Regisseur" ist, kann ich aber nicht nachvollziehen. Der Mann hat großartige Filme, wie z. B. "Nach eigenen Regeln" oder "Auf Messers Schneide" gemacht. Der Bond ist ihm allerdings wirklich absolut mißlungen, was, wie ich annehme, vorrangig an den Produzenten lag. :roll:
BTW: Ich finde Halle Berry in dem Film weder sexy noch irgendwas. Da war die 'schaumgeborene Ursel' in "Dr. No" ein ganz anderer 'Schnack'.


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 Betreff des Beitrags: Re: STIRB AN EINEM ANDEREN TAG - Lee Tamahori
BeitragVerfasst: 17.02.2016 21:11 
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Jimmy Stewart hat geschrieben:
Deine "Überraschung", dass Tamahori "tatsächlich ein Regisseur" ist, kann ich aber nicht nachvollziehen. Der Mann hat großartige Filme, wie z. B. "Nach eigenen Regeln" oder "Auf Messers Schneide" gemacht. Der Bond ist ihm allerdings wirklich absolut mißlungen, was, wie ich annehme, vorrangig an den Produzenten lag. :roll:

Die beiden erwähnten Filme kenne ich nicht. NACH EIGENEN REGELN klingt interessant, den werde ich mal antesten. Grade hab ich noch festgestellt dass ich vor langer Zeit mal NEXT gesehen habe. Und der war auch sehr stark, mir war aber nicht bewusst dass der von Tamahori ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: STIRB AN EINEM ANDEREN TAG - Lee Tamahori
BeitragVerfasst: 17.02.2016 21:26 
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Schmutziger_Maulwurf hat geschrieben:
Dr. Zombi hat geschrieben:
Von Lee Tamahori habe ich kürzlich DIE LETZTE KRIEGERIN gesehen, und der hat mich wiederum völlig weggeblasen. Ein exakt auf den Punkt inszeniertes White Trash-Drama mit hohem Kehle-zudrück-und Tränen-zurückhalt-Faktor. Schau an, dachte ich mir, Tamahori ist ja tatsächlich ein Regisseur. Vielleicht war Bond einfach nicht seine Welt ...


ONCE WERE WARRIORS sprich DIE LETZTE KRIEGERIN habe ich Ende der 90er mehrmals auf VHS geschaut. Das war eines meiner heftigsten und besten Filmerlebnisse. Die Darsteller gingen über jede Grenze (der Schauspielkunst) hinaus. Ein solch intensives Schauspiel habe ich niemals danach erleben können. Also habe ich den Namen des Regisseurs im Kopf behalten und später den enttäuschenden NACH EIGENEN REGELN gesichet. DIE LETZTE KRIEGERIN ist ein Ausnahmefilm im Schaffen des Lee Tamahori. Aber das liegt in erster Linie an den brillanten Schauspielern. Was Rena Owen, Temuera Morrison, Julian Arahanga und einige andere da abziehen ist - schon fast beängstigend - genial.

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 Betreff des Beitrags: Re: STIRB AN EINEM ANDEREN TAG - Lee Tamahori
BeitragVerfasst: 17.02.2016 21:36 
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sid.vicious hat geschrieben:
Schmutziger_Maulwurf hat geschrieben:
Dr. Zombi hat geschrieben:
Von Lee Tamahori habe ich kürzlich DIE LETZTE KRIEGERIN gesehen, und der hat mich wiederum völlig weggeblasen. Ein exakt auf den Punkt inszeniertes White Trash-Drama mit hohem Kehle-zudrück-und Tränen-zurückhalt-Faktor. Schau an, dachte ich mir, Tamahori ist ja tatsächlich ein Regisseur. Vielleicht war Bond einfach nicht seine Welt ...


ONCE WERE WARRIORS sprich DIE LETZTE KRIEGERIN habe ich Ende der 90er mehrmals auf VHS geschaut. Das war eines meiner heftigsten und besten Filmerlebnisse. Die Darsteller gingen über jede Grenze (der Schauspielkunst) hinaus. Ein solch intensives Schauspiel habe ich niemals danach erleben können. Also habe ich den Namen des Regisseurs im Kopf behalten und später den enttäuschenden NACH EIGENEN REGELN gesichet. DIE LETZTE KRIEGERIN ist ein Ausnahmefilm im Schaffen des Lee Tamahori. Aber das liegt in erster Linie an den brillanten Schauspielern. Was Rena Owen, Temuera Morrison, Julian Arahanga und einige andere da abziehen ist - schon fast beängstigend - genial.


Fandest du den "Nach eigenen Regeln" wirklich so enttäuschend? . . . Nun gut, das ist ein Noirthriller im 90er - Stil, den ich aber recht 'Hardboilig' in Erinnerung habe. Die Schauspieler machen schon 'was her', finde ich.


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 Betreff des Beitrags: Re: STIRB AN EINEM ANDEREN TAG - Lee Tamahori
BeitragVerfasst: 17.02.2016 21:40 
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sid.vicious hat geschrieben:
ONCE WERE WARRIORS sprich DIE LETZTE KRIEGERIN habe ich Ende der 90er mehrmals auf VHS geschaut. Das war eines meiner heftigsten und besten Filmerlebnisse. Die Darsteller gingen über jede Grenze (der Schauspielkunst) hinaus. Ein solch intensives Schauspiel habe ich niemals danach erleben können. Also habe ich den Namen des Regisseurs im Kopf behalten und später den enttäuschenden NACH EIGENEN REGELN gesichet. DIE LETZTE KRIEGERIN ist ein Ausnahmefilm im Schaffen des Lee Tamahori. Aber das liegt in erster Linie an den brillanten Schauspielern. Was Rena Owen, Temuera Morrison, Julian Arahanga und einige andere da abziehen ist - schon fast beängstigend - genial.

100 %-ige Zustimmung!!!!!!!!!

Und NACH EIGENEN REGELN ist auf die Leihliste gewandert. Ich werde berichten ...

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 Betreff des Beitrags: Re: STIRB AN EINEM ANDEREN TAG - Lee Tamahori
BeitragVerfasst: 17.02.2016 21:41 
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Jimmy Stewart hat geschrieben:
sid.vicious hat geschrieben:
Schmutziger_Maulwurf hat geschrieben:
Dr. Zombi hat geschrieben:
Von Lee Tamahori habe ich kürzlich DIE LETZTE KRIEGERIN gesehen, und der hat mich wiederum völlig weggeblasen. Ein exakt auf den Punkt inszeniertes White Trash-Drama mit hohem Kehle-zudrück-und Tränen-zurückhalt-Faktor. Schau an, dachte ich mir, Tamahori ist ja tatsächlich ein Regisseur. Vielleicht war Bond einfach nicht seine Welt ...


ONCE WERE WARRIORS sprich DIE LETZTE KRIEGERIN habe ich Ende der 90er mehrmals auf VHS geschaut. Das war eines meiner heftigsten und besten Filmerlebnisse. Die Darsteller gingen über jede Grenze (der Schauspielkunst) hinaus. Ein solch intensives Schauspiel habe ich niemals danach erleben können. Also habe ich den Namen des Regisseurs im Kopf behalten und später den enttäuschenden NACH EIGENEN REGELN gesichet. DIE LETZTE KRIEGERIN ist ein Ausnahmefilm im Schaffen des Lee Tamahori. Aber das liegt in erster Linie an den brillanten Schauspielern. Was Rena Owen, Temuera Morrison, Julian Arahanga und einige andere da abziehen ist - schon fast beängstigend - genial.


Fandest du den "Nach eigenen Regeln" wirklich so enttäuschend? . . . Nun gut, das ist ein Noirthriller im 90er - Stil, den ich aber recht 'Hardboilig' in Erinnerung habe. Die Schauspieler machen schon 'was her', finde ich.


Ist zu lang her um das heute zu bestätigen. Damals fand ich den Film - gemessen an DIE LETZTE KRIEGERIN - enttäuschend.

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 Betreff des Beitrags: Re: STIRB AN EINEM ANDEREN TAG - Lee Tamahori
BeitragVerfasst: 17.02.2016 21:44 
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Schmutziger_Maulwurf hat geschrieben:
100 %-ige Zustimmung!!!!!!!!!


Unglaublich rohes Meisterwerk! Zum Heulen!


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