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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 14.11.2011 01:33 
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SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS
[THE MILLION EYES OF SUMURU][Großbritannien][1967]

Bild

Regie: Lindsay Shonteff
Darsteller: George Nader, Frankie Avalon, Shirley Eaton, Wilfrid Hyde-White, Klaus Kinski, Maria Rohm,...


"Ich, Sumuru, ich werde eine neue Welt schaffen. Eine Welt der Intelligenz, eine Welt der Schönheit. Sie soll von Frauen regiert werden."

So unheilvoll tönt die titelgebende Machtfrau bereits in den ersten Minuten. Natürlich wäre das für eine einzelne Person ein bisschen viel auf einmal, daher hat Sumuru [Shirley Eaton] ein paar Gleichgesinnte um sich geschaart, die ihr blind gehorchen. So hocken sie nun alle auf irgendeiner gottverlassenen Insel in ihrer Festung und brüten eine Gemeinheit nach der nächsten aus.
Sollte doch mal eine der Grazien querschießen oder sich gar absurderweise in einen Mann verlieben, rückt sofort das Tötungskommando aus, und dann ist Schicht im Schacht.
Die reichsten Männer der Welt gehorchen bereits - ohne es zu ahnen - einer der bildhübschen Frauen aus dem Sumuru-Clan, die im Hintergrund die Fäden ziehen. Und der nächste große Coup steht schon bevor: Der sidonesische Präsident Boong [Klaus Kinski] soll als Nächster das Essbesteck reichen.
So geht das nicht, beschließt der britische Geheimdienst, und schickt ihre vermutlich besten Agenten Nick West [George Nader] und Tommy Carter [Frankie Avalon] vor, damit mal Ruhe ist im Karton.
Diese begeben sich nach Hongkong, wo der Präsident zur Zeit verweilt. Doch Sumuru ist gar nicht so dumm, wie sie aussieht, und hat ihre ganz eigenen Pläne mit Agent West.


SUMURU bewegt sich als Gemisch aus Jerry Cotton, Edgar Wallace und weiblicher Version von Dr. Mabuse natürlich fern von jeder Realitätsnähe und bezieht gerade daraus seinen Reiz. In diesem märchenhaften Paralleluniversum scheint schlichtweg alles möglich zu sein – sogar, dass eine Handvoll juckiger Frauen zu einer ernsten Bedrohung für die Welt werden kann.
Freilich befällt einen zu keinem Zeitpunkt der Eindruck, dieser desorganisierte Haufen wildgewordener Weiber könnte jemals wirklich etwas erreichen – selbst unfallfrei mit Messer und Gabel zu essen traut man den meisten dieser Damen nur bedingt zu.
Die Jahre der Enthaltsamkeit scheinen zudem Spuren hinterlassen zu haben: Die meisten fangen schon an zu sabbern, sobald ein Mann auch nur ihre Nähe kommt, weswegen die Agenten Ihrer Majestät auch recht leichtes Spiel haben.

Was denn nun eigentlich genau die Taktik zur Erlangung der Weltherrschaft ist, bleibt auch eher schleierhaft. Daher hält sich das Zittern und Beben um das Wohl der Menschheit dann auch in Grenzen.

Die Stärke des Films ist nicht etwa ein enorm hohes Spannungspotential, sondern sein wundervolles 60er-Jahre-Flair, welches quasi überdosiert aus jeder einzelnen Einstellung strömt – Frisuren, Kostüme, Bauten und herrlich verschmitzte Dialoge verbinden sich zu einzigartiger Wohlfühlatmosphäre.

Die Musikuntermalung geriet im besten Sinne "Easy Listening" und passt zur entspannten Stimmung wie die Pomade ins Haupthaar.

Hongkong eignet sich als exotischer Schauplatz auch immer gut. Einige Szenen durften sogar in den Kulissen der Shaw-Brothers-Studios gedreht werden.

George Nader interpretiert seine Rolle wie erwartet im routinierten Jerry-Cotton-Modus, seiner bekannt-gekonnten Imitation des (über-)großen Vorbilds Sean Connery.
Dabei spielt er freilich nicht wirklich, als ginge es um das Schicksal der Welt, sondern vielmehr, als befände er sich auf Staatskosten im Urlaub – stets gut gelaunt und mit einem blöden Kalauer auf den Lippen, stattet er den Damen ein paar Besuche ab und wartet ansonsten eher ab, wie sich die Dinge so entwickeln. Richtig so, bloß nichts überstürzen!

Seinen ziemlich nervigen und für die Handlung eigentlich unwichtigen Kompagnon Tommy Carter spielt Frankie Avalon ebenfalls recht arglos als kessen Hallodri, der sich eher daran interessiert zeigt, den Damen an die Wäsche zu gehen, statt die Welt zu retten. Die Machosprüche, die er und sein Kollege dabei ablassen, dürfte man heutzutage definitiv nicht mehr in den Mund nehmen, sofern man den nächsten Tag noch gesund erleben möchte.

Obwohl Klaus Kinski im Grunde immer eine Bereicherung ist, geriet seine Rolle etwas bizarr, spielt er den Präsidenten doch reichlich tuffig, was irgendwie gar nicht zu seinem angeblichen Ruf als Weiberheld passen will. Seine Figur verschwindet dann auch irgendwann einfach aus der Handlung, ohne noch eine Rolle zu spielen.

Shirley Eaton in der Titelrolle kommt leider nicht verrucht genug rüber. Ihr Versuch, Sumuru die nötige Bosheit zu verleihen, wirkt reichlich angestrengt und vermag auch aufgrund mangelnder Ausstrahlung nicht zu überzeugen. Kaum notwenig allerdings für ein Werk diesen Kalibers, ihr Name liest sich gut auf dem Plakat und baut eine weitere Brücke zum Kollegen James Bond, von daher hat sie ihren Zweck erfüllt.

Dass die Macher ihren Film auch nicht allzu Ernst nahmen, zeigen vor allem die drolligen Scharmützel zwischen Nick West und seinem Vorgesetzten Sir Anthony, herrlich süffisant dargestellt von Wilfrid Hyde-White [--->DER DRITTE MANN]. Ersterer gibt ständig zu verstehen, kein gesteigertes Interesse an einem lebensgefährlichen Auftrag zu haben, während letzterer alle Einwände konsequent höflich ignoriert. Sehr amüsant.

SUMURU ist ein vergnügliche Reise in unerforschtes Gefilde, die niemandem wehtut. Nach 75 Minuten ist der ganze Spuk vorbei, und der Zuschauer wird wieder entlassen in den grauen Alltag – in eine Welt, in der man sich auf die Straße trauen kann, ohne dass einem eine wildgewordene Furie eine Portion Cubra Mortis verabreicht.

PS: Der Kameramann des Films heißt John von Kotze. Hahaha... Kotze!

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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 14.11.2011 17:41 
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Zum Film kann ich noch nichts sagen, da noch nicht geguckt. Aber gibt es einen speziellen Grund, warum die Nummerierung einfach mit einem simplen Sticker über das dafür vorgesehene Nummerierungsfeld geklebt wurde?


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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 14.11.2011 17:55 
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megadeth1 hat geschrieben:
Zum Film kann ich noch nichts sagen, da noch nicht geguckt. Aber gibt es einen speziellen Grund, warum die Nummerierung einfach mit einem simplen Sticker über das dafür vorgesehene Nummerierungsfeld geklebt wurde?


Was war nicht so gedacht. Das war einfach eine gewisse Unfähigkeit des Herstellers. Geplant war es das dafür vorgesehene Nummerierungsfeld zu nutzen. Aber... :roll:
Ich versichere aber, dass wird beim nächsten Film der Reihe noch mal darauf hinweisen werden, wie das gehandhabt werden soll. Sorry!


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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 15.11.2011 14:21 
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Yep, das sieht in der Tat mit Kleber etwas bescheiden aus... Naja, man kann den Kleber einfach abziehen und sich dann die Nr. seiner Wahl eintragen... :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 15.11.2011 14:52 
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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 16.11.2011 00:28 
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Logan5514 hat geschrieben:
megadeth1 hat geschrieben:
Zum Film kann ich noch nichts sagen, da noch nicht geguckt. Aber gibt es einen speziellen Grund, warum die Nummerierung einfach mit einem simplen Sticker über das dafür vorgesehene Nummerierungsfeld geklebt wurde?


Was war nicht so gedacht. Das war einfach eine gewisse Unfähigkeit des Herstellers. Geplant war es das dafür vorgesehene Nummerierungsfeld zu nutzen. Aber... :roll:
Ich versichere aber, dass wird beim nächsten Film der Reihe noch mal darauf hinweisen werden, wie das gehandhabt werden soll. Sorry!

Ok. Danke für die Antwort :)


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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 11.12.2011 17:07 
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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 11.12.2011 17:14 
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Er lässt sich gut entfernen, ähnlich wie die 'Koch'-Alterskennzeichnung... aber mit Gefühl ran gehen... ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 11.12.2011 18:38 
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Dann probiere ich das mal mit Gefühl, denn die unspektakuläre Nummer 334 brauche ich nicht wirklich.


Ich habe den Film gerade gesichtet und wurde bestens unterhalten.
Schöner 60er Jahre Agententrash und zugebenermaßen habe ich eine Schwäche für Sumuru, Fu Manchu und Co.

Die Bildqualität ist ok aber auch nicht mehr.
Ich würde das Bild so zwischen Note 3 und 4 ansiedeln.
Nichts, worüber man sich auslassen müsste.

Die Hauptdarsteller haben übrigens ein paar echt coole Sprüche drauf! :lol:

Kann es sein, das Sumuru von Eva Bartok synchronisiert wird? Sie klingt genauso wie in Blutige Seide.
George Naders Stimme kommt mir echt bekannt vor aber ich komm nicht drauf wer ihn spricht?

Das Bonusmaterial ist Top, alle deutschen Aushangfotos und ein wirklich kultiger deutscher Original Kinotrailer! :)
Ganz besonders klasse finde ich die 10 minütige Wochenschau aus dem Erscheinungsjahr des Films!
BITTE BITTE BITTE mehr davon!!!

Die Wochenschau zeigt wirklich gut, welcher Zeit dieser Film entsprungen ist. So etwas finde ich höllisch interessant.
Ich hoffe dass alle Filme der Reihe mit einer Wochenschau ausgestattet werden.


Vielleicht kommen UNSER MANN IN RIO und DER MANN MIT DEN 1000 MASKEN ja auch noch? :)


Mein Tipp.
Man kann die Fu Manchu und Sumuru Filme in einem Zug ansehen:
1.ICH DR. FU MAN CHU
2.DIE SKLAVINNEN DES DR. FU MANCHU
3.DIE RACHE DES DR. FU MAN CHU
4.SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS
5.SUMURU - THE GIRL FROM RIO
Nach THE GIRL FROM RIO entwischt Sumuru mal wieder.
Drei mal dürft ihr raten für wen sie von nun an tätig ist.
6.DER TODESKUSS DES DR. FU MANCHU
7.DIE FOLTERKAMMER DES DR. FU MAN CHU

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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 11.12.2011 19:51 
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italo hat geschrieben:
Kann es sein, das Sumuru von Eva Bartok synchronisiert wird? Sie klingt genauso wie in Blutige Seide.


Laut dem Goldmann-Buch über Curd Jürgens (der in den 50igern einige Zeit mit der Dame liiert war) hat Eva Bartok nie richtig Deutsch gelernt und musste aufgrund ihres starken ungarischen Akzents stets synchronisiert werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 11.12.2011 21:06 
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italo hat geschrieben:
Ich habe auf der Coverrückseite, so einen weißen Nummernkleber aufgeklebt. Kriegt man den leicht ab?


SAKRILEG!!! :o

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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 13.12.2011 14:29 
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@italo: Schönes Fazit - dem schließe ich mich an!

italo hat geschrieben:
Kann es sein, das Sumuru von Eva Bartok synchronisiert wird? Sie klingt genauso wie in Blutige Seide.
George Naders Stimme kommt mir echt bekannt vor aber ich komm nicht drauf wer ihn spricht?


Beide Damen (Bartok und "Sumuru") wurden von Maria Landrock synchronisiert. George Nader wird hier von Helmut Lange gesprochen.


Zuletzt geändert von percyparker am 13.12.2011 15:24, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 13.12.2011 15:12 
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percyparker hat geschrieben:
Helmut Lange gesprochen.



Ich kannte die Stimme, bin aber echt nicht drauf gekommen.

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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 18.12.2011 22:27 
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Ich habe mir den Film gerade nochmal angesehen. Schöner 60er Trash! Ich liebe Superbösewichter wie Fu Manchu, Fantomas, Mabuse und Co. Man merkt sehr, dass die meisten dieser Filme im Bond Fahrwasser schwimmen und genau deswegen liebe ich sie!
Außerdem braucht die Welt eine weibliche Superverbrecherin wie Sumuru! :mrgreen:

Kann jemand sagen, wann bzw. was als nächstes in der Kollektion kommt? Auf dem Cover steht Nr.1?

Bitte mehr davon und wieder mit einer solch tollen 10 Minütigen Wochenschau!






Meine sehnlichen Wünsche:

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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 18.12.2011 22:49 
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italo hat geschrieben:
Ich habe mir den Film gerade nochmal angesehen. Schöner 60er Trash! Ich liebe Superbösewichter wie Fu Manchu, Fantomas, Mabuse und Co. Man merkt sehr, dass die meisten dieser Filme im Bond Fahrwasser schwimmen und genau deswegen liebe ich sie!
Außerdem braucht die Welt eine weibliche Superverbrecherin wie Sumuru! :mrgreen:

Kann jemand sagen, wann bzw. was als nächstes in der Kollektion kommt? Auf dem Cover steht Nr.1?

Bitte mehr davon und wieder mit einer solch tollen 10 Minütigen Wochenschau!






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Der hier wird nummero 2:

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Glaub subkultur hat hier schon nen thread aufgemacht...

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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 18.12.2011 22:53 
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Klingt nicht uninteressant. Den werde ich auch mal antesten.

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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 18.12.2011 23:51 
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reggie hat geschrieben:
Glaub subkultur hat hier schon nen thread aufgemacht...


Nicht ganz, aber das Topic findet sich hier.

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Ivo Scheloske hat geschrieben:
DVD am Aussterben, AM!!!!! ARSCH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 07.02.2012 21:55 
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Sumuru die Tochter des Satans (Großbritannien 1967, Originaltitel: The Million Eyes of Su-Muru)

Die kleine Schwester des Dr. Fu Man Chu

Sumuru (Shirley Eaton) will die Weltherrschaft, Frauen sollen über den Planeten regieren. Ihre freundlichen Mitarbeiterinnen haben bereits viele mächtige Herren unter Kontrolle, doch Sumuru hat ihr endgültiges Ziel noch nicht erreicht. Auf der Speisekarte der nach Macht gierenden Dame steht Präsident Boong (Klaus Kinski), Staatschef einer asiatischen Republik namens Sidonesien und dem weiblichen Geschlecht hemmungslos verfallen. Nun wird dringend ein Experte oberster Güteklasse benötigt, um die gefährlichen Pläne Sumurus nachhaltig zu unterbinden. Nick West (George Nader) wird auf den Fall angesetzt, in Hongkong soll er für Sicherheit des gefährdeten Regierungschefs sorgen. Doch Sumuru sollte man(n) keinesfalls unterschätzen, jeder Fehler kann tödlich sein...

Wie der legendäre Dr. Fu Man Chu, stammt auch die wilde Sumuru aus der Feder des englischen Schriftstellers Sax Rohmer. Beide Figuren eint das Streben nach Weltherrschaft, der unbedingte Wille zum Erfolg wird mit Vorliebe durch Mord und Totschlag untermauert. Fu Man Chu schaffte es bereits vor dem zweiten Weltkrieg auf die Leinwand (ab 1929), in den sechziger Jahren (1965-69) verwöhnten fünf Fu Man Chu Streifen den geneigten Filmfreund, in allen fünf Werken verkörpert der einzigartige Christopher Lee den skrupellosen Superschurken. Sumuru brachte es in den flotten Sixties immerhin auf zwei Filme. Auf den hier kurz vorgestellen "Sumuru die Tochter des Satans", folgte 1969 der von Jess Franco inszenierte Flick "Die sieben Männer der Sumuru" (The Girl from Rio). Lindsay Shonteff nahm beim ersten Höllenritt der lüsternen Amazone auf dem Regiestuhl Platz, der 2006 verstorbene Regisseur drehte immerhin mehr als zwanzig Filme, ist aber leider nur noch einem kleinen Publikum bekannt. Den Zuschauer erwartet eine kurzweilige Agentensause, coole Helden, schrullige Typen und eine stattliche Anzahl schöner und bööööser Frauen. Wer nach Logik, Sinn und Verstand schreit, der macht vermutlich besser einen weiten Bogen um diesen Film. Mit Sumuru taucht der Fan in ein herrlich prickelndes Abenteuer ein, kann mit Genuss in der Welt der sechziger Jahre versinken. Freunde dieser Epoche bekommen die Vollbedienung auf dem Tablett serviert, inklusive stimmungsvoller Kulissen, Klamotten und Knarren.

George Nader ist vor allem durch seine Darstellung des Romanhelden Jerry Cotton in Erinnerung geblieben, dem er in acht Filmen (1965-69) ein Gesicht gab. Mir kommt Nader oft wie ein Verwandter von Norman Bates vor, obschon er uns gern als kleiner Bruder von James Bond verkauft wird. Was solls, irgendwie eiert Nader auf liebenswerte Art durch den Film. Spätestens wenn Frankie Avalon ihm Blumen ans Krankenbett bringt und Nader diese Geste mit dem selbstironischen Spruch "Bin ich eine Diva?" quittiert, hat der gute George sich auch meine Zuneigung erarbeitet. Ein hagerer Homosexueller rettet die Welt und alle Frauen liegen ihm zu Füßen. Das nenne ich subversiv, mutig und herrlich erfrischend, sehr schön, ein Faustschlag in die Fratzen reaktionäner Betonköpfe. Frankie Avalon fungiert als Co-Held, in erster Linie hangelt er sich auch "irgendwie" durch das Szenario, taumelt nahezu ohne Atempause auf dem schmalen Grat zwischen Spassvogel und Nervensäge umher. Nicht minder grotesk Wilfrid Hyde-White in der Rolle des britischen Geheimdienstoffiziers, der seine Schäflein mit schelmischer Cleverness vor sich hertreibt. Der Mann bekommt was er erwartet, notfalls hat der Gentleman ein geeignetes Druckmittel in der Hinterhand, welches er bei Bedarf mit diebischer Freude genüsslich ausspielt. Klaus Kinski taucht zwar lediglich in einer kleinen Neben(doppel)rolle auf, zieht aber richtig fett vom Leder. Nein, er keift nicht hysterisch herum, diesmal gibt er einen dauerspitzen Bock, der sich als erstaunlich tuntiger Weiberheld präsentiert. Schaut euch ganz genau die Szene an, in der er der vor dem Gesicht holden Blondine Maria Rohm seine Zunge aus dem Maul springen lässt, ich bin vor Freude auf dem Sofa rumgehüpft! Kinski total irre, aber doch völlig anders als vermutet, grandios! Zeit für die Damen! Shirley Eaton gefällt mir als Sumuru sehr gut, macht bitte nicht den Fehler sie mit Chris Lee zu vergleichen, dessen Dominanz Eaton selbstverständlich zu keiner Zeit erreichen kann. Ehrlich, wer könnte sich mit Herrn Lee messen, also übt Nachsicht mit Frau Eaton! Sumuru ist böse, sexy und scharf, wer will ihr da den Griff in Richtung Weltherrschaft verübeln. Von mir aus, ich stelle mich gern als Lustsklave zur Verfügung. Maria Rohm gerät ins das nähere Umfeld der angehenden Weltherrscherin, ihr Schauspiel wirkt noch sehr hölzern, in den folgenden Jahren machte sie in dieser Hinsicht deutliche Fortschritte. Ansonten ist mir vor allem Patti Chandler aufgefallen, die als Helferlein Sumurus nicht viel mehr leistet als ständig ohne erkennbaren Sinn zu lächeln. Aber wie sie lächelt, mhhhm, da möchte ich sofort in den Bildschirm hüpfen. Damit genug zur vor der Kamera agierenden Riege, es wäre ermüdend die Namen der weiteren Schönheiten und Gesichtsruinen aufzulisten, dazu bleiben die Randfiguren zu beliebig.

"Sumuru die Tochter des Satans" pendelt "irgendwo" (schon wieder eines dieser "irgend..." Wörter) zwischen Fu Man Chu, James Bond und Irrsinn umher, manchmal eine Spur zu brav, hier und da eine Prise zu blöd (was eventuell auf das Konto der deutschen Synchronisation gehen mag), bekommt aber immer "irgendwie" die Kurve, ist zu keiner Sekunde langweilig. Ernsthaftigkeit kann man der deutschen Synchro nicht vorwerfen. Teils haut sie uns plumpe Kalauer um die Ohren, jedoch ist auch angenehme Ironie auszumachen, die Synchro ist durch und durch ein Kind ihrer Zeit, Tarnung zwecklos. Für mein persönliches Phrasenschwein: Sumurus erster Auftritt ist ein putziges Knuffelchen mit jeder Menge Wohlfühlatmosphäre! Sicher nicht die Speerspitze bester Unterhaltung aus den Sechzigern, aber für Fans und Süchtlinge eine wahre Wonne! Ich verzichte auf eine Bewertung per Punkteskala, warum Liebe und Leidenschaft immer in ein Korsett pressen?

Einsteiger greifen zunächst zu Dr. Fu Man Chu, die entsprechende DVD-Box mit allen fünf Filmen aus den sechziger Jahren ist zum kleinen Preis erhältlich. Ihr wollt mehr? Dann holt euch "Sumuru die Tochter des Satans" ins Haus! Die DVD ist der Startschuss zur Reihe "Special Screenings", bald folgt mit "Teufelskreis Y" (Twisted Nerve, Großbritannien 1968) die #2 der Kollektion (eine längst überfällige Veröffentlichung, die ich gern der bereits vorhandenen UK-DVD zur Seite stelle). "Sumuru die Tochter des Satans" wird auf der Scheibe in der ungekürzten Kinofassung angeboten, die längere Originalversion ist leider nicht enthalten. Kürzungen sind generell skeptisch zu betrachten, in diesem Fall kann aber mit gutem Gewissen von einer alternativen Version gesprochen werden. Die enthaltene Fassung funktioniert, trotzdem wäre ich sehr gern zusätzlich in den Genuss der längeren Version gekommen (bei dem für die DVD aufgerufenen Kurs kein unverschämter Wunsch). Dennoch will ich nicht nörgeln, der Dank überwiegt, ich habe mich sehr über die Verfügbarkeit des Streifens gefreut! Qualitativ wird dem Zuschauer ein schönes "Kinobild" geboten, die Schärfe ist solide, die Farben frisch. Kratzer und kleine Jump Cuts werden "Sterilglotzern" sauer aufstossen, aus meiner Sicht verstärken sie die das "wohlige Nostalgiefeeling". Der Bonusbereich gibt eine Wochenschau aus der Premierenwoche (28/1967) her, den deutschen Kinotrailer und eine hübsche Bildergalerie. Weiterhin liegt ein Booklet bei, die DVD kommt in einem Amaray-Clone daher (warum kein Original-Amaray, dieser Titel ist keine Wühltischware!), das Case steckt in einem Schuber. Besagter Schuber wurde ansprechend gestaltet, transportiert die Stimmung alter Motive mit gutem Gespür in die heutige Zeit.

Fazit zum Film: Für Fortgeschrittene, Fans und sonstiges Gezücht! Fazit zur DVD: Macht nicht wunschlos glücklich, stellt allerdings einen guten Auftakt der Reihe dar, die ich zukünftig sehr wohlwollend und interessiert im Auge behalten werde. Die eingeschlagene Marschrichtung passt, mit ein wenig Feinarbeit könnten folgende Veröffentlichungen echte Überflieger werden!

Lieblingszitat:

"Was soll das? Ich habe meine Krankenversichrung immer pünktlich bezahlt!"

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Zuletzt geändert von Blap am 08.02.2012 00:49, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 07.02.2012 22:10 
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Blap hat geschrieben:
Anmerkung: Dieser Thread gehört IMHO nicht in das Unterforum Eurohorror, sondern in den Bereich Crime & Eurospy. [/i]

Ja, seh ich genauso.

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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 08.02.2012 11:29 
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Ok wird verschoben!
Subkultur kannten als einzige den Film und sie haben ihn hier eröffnet, horror hört sich halt doch besser an als Eurospy :lol:

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BeitragVerfasst: 08.02.2012 11:53 
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reggie hat geschrieben:
hört sich halt doch besser an als Eurospy :lol:



Sag nichts gegen das Eurospy Genre! :twisted:

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italo hat geschrieben:
reggie hat geschrieben:
hört sich halt doch besser an als Eurospy :lol:



Sag nichts gegen das Eurospy Genre! :twisted:


Bei allen Genren aus Italy mag ich das Eurospy Genre am wenigsten! ;)

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italo hat geschrieben:
StefanK hat geschrieben:
Liest sich schon mal sehr gut. Jetzt müssen die Händler das gute Stück "nur noch" listen, dann geht die Bestellung raus. Das "Girl from Rio" wäre auch ziemlich gut, wobei sich die dt. Fassung dort schon sehr von der US bzw. internationalen Fassung unterscheidet.



Ich liebe die Atmosphäre und die Musik von GIRL FROM RIO. Da wird mir die internationale Version immer besonders am Herzen liegen. Gegen ein deutsches Release mit anderem Schnitt usw. hätte ich aber bestimmt nichts einzuwenden.



Girl form Rio aka "Die Sieben Männer der Sumuru" ist ja der offizielle Nachfolger von "Sumuru, die Tochter des Satans"

Die DVD hier hab ich mir auch zugelegt, ich muss gestehen, dass Klaus Kinski dort seinen besten Auftritt überhaupt hat. Selten habe ich eine so gut und intensiv gespielte Szene in einem Film gesehen, der Film selbst plätschert ja stellenweise etwas dahin & versucht prinzipiell nur vom geheimnisvollen Reiz der Sumuru & Co. zu leben,

diese eine Filmszene zählt für mich aber IMHO mit zu den besten (weil irgendwie doch ziemlich intensiv gespielten) Szenen, die ich in Filmen gesehen hab :!: :
:arrow:
Kinski beobachtet erst misstrauisch den Gemeimagenten, der sein neuer Beschützer sein soll, kommt dann aber wie ein schwuler Prinz total erleichtert in den Raum gerannt und bietet ihm einen Drink - Champagner - an. In einer folgenden Szene (die ich mir immer wieder reingezogen habe, weil ich sie so unfassbar großartig finde) sieht man Kinski von hinten, unser Geheimagent faselt etwas davon, dass sein Vorgänger in Rom umgekommen ist, Kinski ist dabei immer noch von hinten zu sehen.. dreht sich in diesem Moment plötzlich ganz freudestrahlend um und ruft mit glänzenden Augen aus: "KENNEN SIE ROM ?!?" wobei er den gesamten Champagner verschwenderisch auf dem Teppich verschüttet, weil er so erregt ist. Und dann (leiser und etwas abwesend): "...ich habe mich nirgends in der Welt so glücklich gefühlt. "



Die Szene birgt so viel Intensität, Sehnsucht und ein bisschen melancholische Traurigkeit mit sich, dass sie es IMHO mit Klassikern der Filmgeschichte und ihren "besonders eindrucks(!)voll gespielten Szenen", durchaus aufnehmen kann, (also zumindest wenn man sie aus dem Rahmen der sonstigen Sonntagnachmittag-Schokokeks-Kino-Geschichte von Sumuru rausnimmt und für sich betrachtet)... ^^

Kommentar der ebenfalls lustigen "Mystery Science Theatre" Verballhornung zu dem Film an dieser Stelle:
"Rome!" & "wow, he really reacted to ´Rome´ !!" ;)


:ugeek:

Kaufempfehlung der DVD alleine wegen Kinskis Auftritt in einer grandios gespielten Nebenrolle, die den Film nochmal total aufwertet. :-)


ähnlich intensiv sieht man Kinski nur in dem ein oder anderen Wallace (z.B. das Geheimnis der gelben Narzissen) und natürlich in Aguirre der Zorn Gottes spielen:
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Zuletzt geändert von Stevo.88 am 15.08.2013 10:00, insgesamt 8-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 11.02.2012 14:36 
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Der Klaus halt... Der hat eben nicht unterschieden zwischen guten und schlechten Rollen und immer sein Bestes gegeben. Sogar in so nem Stinker wie ICH WILL DEINEN KOPF war er super.

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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 27.06.2012 19:56 
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Alternativer Titel: The Million Eyes of Su-Muru
Produktionsland: Großbritannien
Produktion: Harry Alan Towers
Erscheinungsjahr: 1967
Regie: Lindsay Shonteff
Drehbuch: Kevin Kavanagh
Kamera: John von Kotze
Schnitt: Allan Morrison
Musik: John Scott, Daniel White
Länge: ca. 77 Min.
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Frankie Avalon, George Nader, Shirley Eaton, Wilfrid Hyde-White, Klaus Kinski, Pattie Chandler, Salli Sachse, Ursula Rank, Krista Nell, Maria Rohm



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Sumuru hat eine Organisation geschaffen die ausschließlich aus Frauen besteht. Sumuru beabsichtigt die Weltherrschaft an sich zu reißen. Allerdings hat sie mit Tommy Carter und Nick West zwei Gegenspieler die das verhindern wollen.

„Das Geschlecht des reichsten Mannes der Welt existiert nicht mehr. Ich habe es im Auftrag meiner Herrin vernichtet. Im Auftrag von Sumuru!“

Welch wohltuende Worte zum Start, die durch die Anfangsmusik beendet werden. Eine Musik die mich persönlich schon an die Klänge eines Martin Hermann Böttcher erinnert. Sumuru und ihre Gefolgschaft geben zu Beginn richtig Vollgas, bis sie von Nick West erst einmal für kurze Zeit ausgebremst werden.

Nichts gegen Shirley Eaton als Sumuru, aber optisch gesehen stiehlt ihr Patti Chandler in der Rolle der Louise schon ein wenig die Show. Leider ist Patti zu selten im Bild, da sie sich anfänglich als unerbittlich, kaltblütig und extrem charismatisch zeigt.

Neben Sumuru und ihren Damen birgt der Film, wie oben bereits angesprochen, auch deren Gegenspieler, nämlich George Nader in der Rolle des Agenten Nick West und der aus meiner Sicht sehr nervende Tommy Carter gespielt von Frankie Avalon. Frankie Avalon hätte sich lieber um seine Karriere als Sänger kümmern sollen, als Schauspieler ist er nicht gerade der Aspekt der einen Film aufwerten kann. Der G-Man sprich George Nader spielt den von ihm erwarteten Part routiniert runter ohne großartig dabei zu glänzen. Inmitten von Sumuru und ihren Damen ist dieses auch nicht einfach.

Die Story die der Film präsentiert ist eher minimal, man erwartet allerdings auch nicht mehr, da diese ordentlich umgesetzt wurde. Der Charakter von Sumuru ist natürlich wesentlich fieser und gemeiner als der von Fu Man Chu und im Keller der Satanstochter geht es dann auch schon mal zur Sache. Da schwingt Sumuru die Peitsche und verwandelt einen Gefangenen mit Hilfe einer Injektion zu Stein. Shirley Eaton fühlt sich als Sumuru sichtlich wohl.

Die Räumlichkeiten die der Film präsentiert sind recht ansehnlich. Gerade in Sumurus Keller ist es sehr gemütlich. Die Kameraarbeit ist ebenfalls in Ordnung. Leider ist der Film unter dem Strich ein wenig zu brav ausgefallen, somit verschenkt dieser auch einiges an Potential. Shirley Eaton und Patti Chandler hätten hier bedeutend mehr rausholen können, hätte man sie sich doch mehr austoben lassen. Einen kleinen Sonderbonus gibt es noch für Maria Rohm und Klaus Kinski.

Fazit: Unter dem Strich bleib eine unterhaltsame Mischung aus Fu Man Chu, Bond und irgendetwas nicht so einfach zu Definierendes. Nett anzusehen.

6,5/10

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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 02.03.2013 23:12 
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sid.vicious hat geschrieben:
Nett anzusehen.


Ja. Aber Teil 2 ist besser, interessanter, Jessiger. :mrgreen:


Beim 1. Teil werde ich den Eindruck nicht los, dass man versucht hat, den Film mit angezogener Handbremse zu fertigen, und das funktioniert entsprechend nur eingeschränkt.

Schön aber

- die Szene, in der Klaus Kinski den Champagner sinnfrei im Raum verspritzt

- die Szene, in der George Nader entsetzt aus seinem Bett springt, nachdem er die nackte Frau neben sich entdeckt hat (und BEVOR er bemerkt, dass die Frau tot ist!)

- die Bauchfrei-Outfits der Sumuru-Armee :D


Die deutsche Synchro hätte m.E. etwas weniger brandtesisch vertragen können - und einen anderen Sprecher für Frankie Avalon.


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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 02.03.2013 23:26 
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Mir gefallen beide Filme gut aber die US Fassung von THE GIRL FROM RIO ist schon etwas Feines!

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Suche "Maigret und sein gößter Fall" Regie: Alfred Wiedenmann. DVD von 3L


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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 04.04.2013 00:26 
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Bin da etwas unschlüssig, egtl. fand ich die Tochter des Satans besser als die 7 Männer. Der war mir schon etwas zu trashig (wobei ich Trash mag, aber nur wenn es unfreiwillig komisch ist).

Insgesamt aber eher untypische Filme für das Genre, alleine schon durch die Frau als Bösewicht. Man könnte meinen, dass die ein oder andere Figur aus James Bond auch hier Pate stand. Sumuru hat schon so etwas von Octopussy aus dem gleichnamigen Bond bzw. wegen des bösen Charakters eher noch Electra aus "James Bond 007 – Die Welt ist nicht genug"..

Nur kamen die besagten Bondfilme ja erst Jahre danach raus... :?


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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 19.07.2013 18:36 
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Der Kalk-Man ist ja nicht so begeistert:
"Anders als bei "Sumuru, die Tochter des Satans", den ich gerade bearbeite. Da bin ich wirklich geschockt, wie grauenvoll schlecht der ist, es stimmt wirklich gar nichts und man hat keine Chance, der Handlung zu folgen."
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 Betreff des Beitrags: Re: SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS - Lindsay Shonteff
BeitragVerfasst: 10.11.2013 18:19 
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Ich finde es schon recht drollig, dass so vielen hier Patti Chandler ins Auge gestochen ist. Auch mir ist genau diese Dame sehr angenehm aufgefallen, leider gibt zumindest die ofdb sonst nur ein paar Beach-Party-Filme aus den 60ern her, die ich nicht mal für Geld anschauen würde. Ein Langfilm mit diesem wonnigen Lächeln wäre es mal gewesen ...

Ansonsten unterstütze ich Blaps Kritik voll und ganz. Ergänzen möchte ich nur noch, dass das Booklet in From eines Werberatschlags daherkommt und sichtlich mit Liebe gestaltet wurde. Somit sind die Höhepunkte ganz klar der Champagner-vergießende Klaus, die Wochenschau und das Booklet. Dass der Film mit angezogener Handbremse fährt ist tatsächlich recht schade, aber das Wohlfühlgefühl (was für ein Wort), das auf diese Art verströmt wird, passt einfach perfekt.

Bloss diese Musik. Ein gewisser John Doe Smith wird da angegeben. Aha, also ich für meinen Teil hätte einen guten Teil meines Monatsgehaltes auf Peter Thomas gewettet. Gibt es da vielleicht genauere Infos?

_________________
Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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