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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 15.12.2017 19:16 
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Originaltitel: The Killing
Produktionsland/Jahr: USA 1956
Darsteller: Sterling Hayden, Coleen Gray, Vince Edwards, Jay C. Filippen, Elisha Cook, Marie Windsor, Ted de Corsia, Joe Sawyer, Timothy Carey, Joe Turkel
Drehbuch: Stanley Kubrick & Jim Thompson
Produziert von: James B. Harris
Musik: Gerald Fried

Der Ex-Häftling Johnny Clay (Sterling Hayden) entwickelt nach seiner Entlassung einen ausgetüftelten Plan, das Büro der Rennbahn auszurauben. Er stellt eine Gruppe von verschiedenen Helfern zusammen, die jedoch nicht ganz so recht zu dem perfekt durchdachten Plan passen wollen. Doch die größte Gefahr droht ausgerechnet von der gierigen Ehefrau eines Bandenmitglieds, die eine Affäre mit einem anderen Mann hat und die Beute an sich bringen will...
(Ofdb)

DIE RECHNUNG GING NICHT AUF ist der erste Film auf den Kubrick selbst mit gutem Gewissen zurückblicken konnte.
Von der Subversivität und Radikalität, dem Perfektionismus und der Innovation späterer Werke ist zwar noch nichts zu merken, er geht also (noch) einen gewöhnlicheren Weg.
Aber eine künstlerische Weiterentwicklung ist bereits sehr deutlich zu erkennen.
Es ist alles deutlich ausgereifter, besser durchdacht und vielschichtiger.
Und trotzdem die verschiedenen Zeitebenen gerne durchgewürfelt werden, macht es Kubrick dem Zuschauer durch einen Off-Kommentar nie allzu schwer, folgen zu können und das momentane Geschehen in den restlichen Verlauf einzuordnen.
Insofern bleibt es ein relativ einfacher, aber im Vergleich zum Vorgängerwerk ungleich spannenderer, intensiverer, Film.
Wer jetzt aber aufgrund des Originaltitels denkt, er würde hier einen actionreichen Film bekommen, liegt ganz falsch.
THE KILLING trifft eigentlich nur auf eine Szene des Films in der letzten Viertelstunde wirklich zu (abgesehen von einem Mord vorher bzw. kurz darauf).
Im Prinzip ist der Film also genau des Gegenteil, legt viel mehr Gewicht auf Planung, Vorbereitung und Durchführung des eigentlichen Raubes und das hat Kubrick wirklich gut gemacht.
Oft ist ja auch zu lesen, Tarantino hätte sich für seine RESERVOIR DOGS von diesem Film inspirieren lassen.
Tatsächlich ist es genau die angesprochene Szene in der letzten Viertelstunde, die dem Originaltitel gerecht wird, wo die Ähnlichkeiten unübersehbar sind.
Tarantino hat eigentlich nichts anderes gemacht, als das Prinzip dieser einen Szene von vielleicht 2 Minuten zu nehmen und auf einen 90-Minuten-Film auszuweiten.
Im Kubrick-"Original" stellt die Szene eine Art Klimax dar, die letzte unumgängliche Konsequenz, sozusagen.
Doch damit ist das Ende des Chefs Johnny Clay noch nicht besiegelt, noch ist die Spannung aufrecht.
Erst in der richtigen Schlusssequenz am Flughafen wird allmählich klar, was ihn erwartet und doch kommt das Ende unerwartet...
Mir hat's gefallen und so soll's sein!
7/10

Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 16.12.2017 14:35 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
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Tarantino hat eigentlich nichts anderes gemacht, als das Prinzip dieser einen Szene von vielleicht 2 Minuten zu nehmen und auf einen 90-Minuten-Film auszuweiten.


Ach nein, komm schon, QT hat da doch mit Reservoir Dogs ganz andere Sachen gemacht.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 16.12.2017 15:19 
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Sbirro hat da wohl was verwechselt. Tarantino bediente sich bei THE KILLING für JACKIE BROWN (Erzählstruktur). Für RESERVOIR DOGS nahm er Ringo Lams CITY ON FIRE als Vorlage.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 16.12.2017 15:29 
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Vielleicht verwechsle ich es auch, aber spricht sich die Bande in THE KILLING nicht auch mit anderem Namen an - so wie in RESERVOIR DOGS "Mr. Black" etc.? Das wäre ja schon eine Referenz...


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 16.12.2017 17:50 
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Howard Vernon hat geschrieben:
Vielleicht verwechsle ich es auch, aber spricht sich die Bande in THE KILLING nicht auch mit anderem Namen an - so wie in RESERVOIR DOGS "Mr. Black" etc.? Das wäre ja schon eine Referenz...

Ja, da verwechselt du garantiert was.
Die Farben als Tarnnamen für die Reservoir Dogs hat sich Tarantino bei STOPPT DIE TODESFAHRT DER U-BAHN 123 abgeschaut (auch ein sehr guter Film, übrigens).


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 16.12.2017 17:52 
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Stanton hat geschrieben:
Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
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Tarantino hat eigentlich nichts anderes gemacht, als das Prinzip dieser einen Szene von vielleicht 2 Minuten zu nehmen und auf einen 90-Minuten-Film auszuweiten.


Ach nein, komm schon, QT hat da doch mit Reservoir Dogs ganz andere Sachen gemacht.

Aber, auf der anderen Seite, Kubrick seine Sache auch nicht schlecht, das wirst du doch wohl zugeben, oder?


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 16.12.2017 18:12 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Stanton hat geschrieben:
Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
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Tarantino hat eigentlich nichts anderes gemacht, als das Prinzip dieser einen Szene von vielleicht 2 Minuten zu nehmen und auf einen 90-Minuten-Film auszuweiten.


Ach nein, komm schon, QT hat da doch mit Reservoir Dogs ganz andere Sachen gemacht.

Aber, auf der anderen Seite, Kubrick seine Sache auch nicht schlecht, das wirst du doch wohl zugeben, oder?


Sicher, aber Reservoir Dogs ist da doch noch viel aufregender. QTs beste Filme und Kubricks beste Filme stehen auf einer Stufe, sehr, sehr weit oben ... ganz oben ...


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 16.12.2017 18:17 
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Stanton hat geschrieben:
Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Stanton hat geschrieben:
Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
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Tarantino hat eigentlich nichts anderes gemacht, als das Prinzip dieser einen Szene von vielleicht 2 Minuten zu nehmen und auf einen 90-Minuten-Film auszuweiten.


Ach nein, komm schon, QT hat da doch mit Reservoir Dogs ganz andere Sachen gemacht.

Aber, auf der anderen Seite, Kubrick seine Sache auch nicht schlecht, das wirst du doch wohl zugeben, oder?


Sicher, aber Reservoir Dogs ist da doch noch viel aufregender. QTs beste Filme und Kubricks beste Filme stehen auf einer Stufe, sehr, sehr weit oben ... ganz oben ...

Das habe ich auch gar nicht in Frage gestellt, der Meinung bin ich ja auch (was deinen ersten Satz betrifft).
Mal schauen, was da bei Kubrick noch auf mich zukommt.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 16.12.2017 18:48 
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Auch wenn es nur eine kleine Rolle ist: ich finde ja Timothy Carey - der den Pferdeanschlag macht - klasse, der hat so einen Kinski-Wahnsinn an sich - kennt jemand "The World's Greatest Sinner"? Da hat er auch Regie geführt... den Film würde ich gerne einmal sehen...

@Sbirro

da hatte ich mich dann doch getäuscht mit den Namen...

was den Einfluss betrifft: diesen würde ich nicht so wortwörtlich interpretieren; Tarantino "formt" / "re-figuriert" ja seine Vorbild zumeist gekonnt um (auch wenn da natürlich oftmals auch direkte Zitate und Namen usw. auftauchen) - da THE KILLING zum Genres des "heist-movie" gehört, kann man ja schon sagen, dass Tarantino die Tradition durchaus durch das "Wissen von THE KILLING" fortsetzt,
ist jetzt die Frage, wie wichtig THE KILLING für das Genre ist (ich denke: sehr - neben RIFIFI etc.)...


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 16.12.2017 19:03 
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Stanton hat geschrieben:
QTs beste Filme und Kubricks beste Filme stehen auf einer Stufe, sehr, sehr weit oben ... ganz oben ...


Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Das habe ich auch gar nicht in Frage gestellt, der Meinung bin ich ja auch (was deinen ersten Satz betrifft).

Im Gegensatz zu euch beiden, sehe ich das nicht. Ich bezweifle sehr, das Tarantinos beste Filme widerum mit bestimmten Meisterwerken von Kubrick auf einer gleiche Stufe stehen sollen :scratch_one-s_head:



Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Mal schauen, was da bei Kubrick noch auf mich zukommt.

Wahrscheinlich nicht mehr sehr viel, denn wenn Du von Hause aus, aus Desintresse Filme wie SPARTACUS
weglassen willst, dann,.......tja dann :boys_0137: Aber mußt Du ja selbst wissen ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 16.12.2017 23:52 
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Graf von Karnstein hat geschrieben:
Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Mal schauen, was da bei Kubrick noch auf mich zukommt.

Wahrscheinlich nicht mehr sehr viel, denn wenn Du von Hause aus, aus Desintresse Filme wie SPARTACUS
weglassen willst, dann,.......tja dann :boys_0137: Aber mußt Du ja selbst wissen ;)

Was ist denn das für eine verdrehte Logik? :roll: ;)
Nur weil mich ein (!) Film eines Regisseurs nicht interessiert, soll ich gleich alles andere, was ich noch nicht kenne, auch weglassen?
Da kommt noch so einiges, was mich sehr wohl interessiert.
Ich werde die Kubrick-Filmografie bis inkl. EYES WIDE SHUT durchschauen und nur, weil mich ein Film daraus so überhaupt nicht anspricht, soll ich es gleich ganz lassen?
Soll ich mich also durch einen Film durchzwingen, nur damit ich das Werk eines Regisseurs komplett kenne?
Das ist aber mal eine sehr eigenartige Sichtweise.

Das ist genau das gleiche (und mir genauso unverständlich) wie die Leute, die sich bestimmte Filme kaufen, die sie gar nicht interessieren, nur damit in einer Reihe keine Nummer fehlt.
Da denke ich mir einfach nur: :roll: :gute_20nacht:


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 17.12.2017 15:00 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Graf von Karnstein hat geschrieben:
Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Mal schauen, was da bei Kubrick noch auf mich zukommt.

Wahrscheinlich nicht mehr sehr viel, denn wenn Du von Hause aus, aus Desintresse Filme wie SPARTACUS
weglassen willst, dann,.......tja dann :boys_0137: Aber mußt Du ja selbst wissen ;)

Was ist denn das für eine verdrehte Logik? :roll: ;)
Nur weil mich ein (!) Film eines Regisseurs nicht interessiert, soll ich gleich alles andere, was ich noch nicht kenne, auch weglassen?
Da kommt noch so einiges, was mich sehr wohl interessiert.
Ich werde die Kubrick-Filmografie bis inkl. EYES WIDE SHUT durchschauen und nur, weil mich ein Film daraus so überhaupt nicht anspricht, soll ich es gleich ganz lassen?

Keine verdrehte Logik, ist einfach nur meinerseits ein wenig weiter gedacht, aufgrund Deiner Äußerung ;)
Denn wenn Du Spartacus ausläßt, so denke ich mir zumindest, das dann BARRY LYNDON erst recht nichts für
Dich wäre, da Du Dich vermutlich noch mehr "durchquälen" müßtest, als bei Spartacus ;) ,..... und ob
2001 was für Dich ist, bleibt für mich erstmal offen :boys_0137:


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 17.12.2017 17:56 
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Graf von Karnstein hat geschrieben:
Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Graf von Karnstein hat geschrieben:
Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Mal schauen, was da bei Kubrick noch auf mich zukommt.

Wahrscheinlich nicht mehr sehr viel, denn wenn Du von Hause aus, aus Desintresse Filme wie SPARTACUS
weglassen willst, dann,.......tja dann :boys_0137: Aber mußt Du ja selbst wissen ;)

Was ist denn das für eine verdrehte Logik? :roll: ;)
Nur weil mich ein (!) Film eines Regisseurs nicht interessiert, soll ich gleich alles andere, was ich noch nicht kenne, auch weglassen?
Da kommt noch so einiges, was mich sehr wohl interessiert.
Ich werde die Kubrick-Filmografie bis inkl. EYES WIDE SHUT durchschauen und nur, weil mich ein Film daraus so überhaupt nicht anspricht, soll ich es gleich ganz lassen?

Keine verdrehte Logik, ist einfach nur meinerseits ein wenig weiter gedacht, aufgrund Deiner Äußerung ;)
Denn wenn Du Spartacus ausläßt, so denke ich mir zumindest, das dann BARRY LYNDON erst recht nichts für
Dich wäre, da Du Dich vermutlich noch mehr "durchquälen" müßtest, als bei Spartacus ;) ,..... und ob
2001 was für Dich ist, bleibt für mich erstmal offen :boys_0137:

2001 kommt heute dran, soll ja ein SEHR "langsamer" Film sein, aber genau deshalb freue ich mich drauf.
Mal schauen, ob ein Film noch langsamer sein kann, etwas noch mehr zelebrieren kann, als SMDLVT.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 17.12.2017 18:52 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
2001 kommt heute dran, soll ja ein SEHR "langsamer" Film sein, aber genau deshalb freue ich mich drauf.
Mal schauen, ob ein Film noch langsamer sein kann, etwas noch mehr zelebrieren kann, als SMDLVT.

Kubrick zelebrierte bei 2001 sehr viel, aufgrund seiner Detailverliebtheit, um es mal so auszudrücken,
aber im positiven Sinne :) Aber 2001 habe ich selbst entsprechend gewürdigt :)

Falls die Suchfunktion nichts finden sollte:
Der 2001-Thread befindet sich in der Rubrik -ART OF CINEMA- Rubrikseite 4.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 18.12.2017 11:57 
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Graf von Karnstein hat geschrieben:
Denn wenn Du Spartacus ausläßt, so denke ich mir zumindest, das dann BARRY LYNDON erst recht nichts für
Dich wäre, da Du Dich vermutlich noch mehr "durchquälen" müßtest, als bei Spartacus ;) ,..... und ob
2001 was für Dich ist, bleibt für mich erstmal offen :boys_0137:


Na ja, da liegen aber große Unterschiede zwischen den Filmen. BL ist ein 100%iger Kubrick Film, während Spartacus eher ein Kirk Douglas Film war. Denn anscheinend hatte dieser das Sagen beim Drehen und z.B. den ursprünglichen Regisseur Anthony Mann nach wenigen Drehtagen gefeuert. Kubrick kam also nur als "Feuerwehrmann" zu der Regie, und hat auch selber den Film nur bedingt als ihm zuortbar empfunden.
Für mich ist Spartacus in seiner Filmographie vor allem interessant weil ohne dessen kommerziellen Erfolg Kubricks Karriere eventuell ganz anders verlaufen wäre. Denn der Effekt des Kritiker Erfolgs Wege zum Ruhm war daß niemand mit diesem "schwierigen" Regisseur arbeiten wollte. Aus dieser Not hat Spartacus Kubrick dann gleich doppelt gerettet.

Und 2001 ist für mich Kubricks unterhaltsamster Film. Und interessanterweise auch sein berührendster. Das ist genau wie BL Kubrick pur. Aber wenn ich schon so viel Kubrick schaue, dann muß Spartacus schon dazu. Von den Monumentalfilmen der 50er und frühen 60er gehört er trotzdem noch zu den Besten. Was jetzt natürliich auch keine große Kunst ist in so einem langweiligen Genre, und Spartcus ist z. B. viel interessanter als so ein monumentaler Schrott wie der öde Ben Hur.
Und es ist ja schon das ein oder andere in Spartacus drin was zum Regisseur gehört.


Zuletzt geändert von Stanton am 18.12.2017 19:10, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 18.12.2017 14:40 
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@Stanton,
Ich sehe das mit Kubrick und Spartacus ähnlich. Klar hatte Kirk Douglas beim Film das Sagen, war ja auch der Produzent. War und muß wohl eine Herzensangelegenheit damals für ihn gewesen sein. Übrigens ist der letzte alte Haudegen einer vergangenen Filmepoche vorletzte Woche 101 Jahre alt geworden :dh: Ich habe ihn immer gerne gesehen und tue es noch. Hat ja schließlich in so einigen Filmkrachern mitgewirkt. "Ich bin Spartacus", hat er in einem letzten Interview gesagt, das sich auf der Bluray, der 55th Anniversary Edition zu Spartacus befindet. Hatte zwar ein klein wenig Schwierigkeiten beim sprechen, aber er wußte noch was er sagte. Und langweilig ist das Genre keineswegs und Ben Hur als Langweiler zu bezeichnen, grenzt schon fast an Beleidigung :mrgreen: Ist einer der besten Historienfilme aller Zeiten und wird es auch bleiben :!: :)

Auch Spartacus gehört dazu und stimmt, das noch genug Kubrick drin ist. Allerdings ist der Film zusätzlich eh ein darstellerisches meisterhaftes Kabinettstückchen, denn die Schauspieler sind klasse. Spielt ja nicht irgendwer mit :) Übrigens ist der Film nun so auf Bluray, wie man ihn schon immer gerne restauriert gesehen haben wollte. Alles andere vorher taugte nie richtig was,... jetzt schon!

Und Barry Lyndon ist Kubrick und Kino pur und eines seiner Meisterwerke :)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 18.12.2017 19:14 
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Graf von Karnstein hat geschrieben:
Und langweilig ist das Genre keineswegs und Ben Hur als Langweiler zu bezeichnen, grenzt schon fast an Beleidigung :mrgreen:


Ich habe das mal in "öde" abgeändert ;), aber wieauchimmer, Ben Hur ist für mich, bis auf das Wagenrennen natürlich, ein richtig furchtbarer Film. Der schmerzt beim Zuschauen ...

Hast du schon den SC von Ben Hur gesehen? Nach Kürzung einiger überflüssiger Szenen läuft der eine genau so geschmeidige wie knackige halbe Stunde.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 18.12.2017 22:45 
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Also Ben Hur (1959) nur auf das Wagenrennen zu reduzieren, wird dem Film nicht gerecht. Dieses Rennen ist
toll inszeniert, aber Ben Hur hat schon mehr zu bieten, als nur das. Obwohl mich schon interessieren würde,
was Du am Film auszusetzen hast, aber das bringt jetzt irgendwie nix, sich hier darüber zu äußern. Außerdem
bist Du, Stanton dem Historienfilm gegenüber ansich eh irgendwie negativ eingestellt und desinteressiert, wie
ich vorher schon anhand einiger Meinungen von Dir lesen konnte. Macht ja nix, wenn jemand für ein Genre
kein Interesse aufbringt oder es einem nicht liegt, was auch bei mir der Fall ist.

Was ist denn ein SC von Ben Hur :scratch_one-s_head:


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 18.12.2017 22:52 
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Graf von Karnstein hat geschrieben:

Was ist denn ein SC von Ben Hur :scratch_one-s_head:


Der Stanton Cut latürnich ... ;)

Dem Historienfilm bin ich an sich nicht negativ gegenüber eingestellt, aber in der Form von bombastischen und schwerfälligen Monumentalfilmen habe ich da meist keinen Spaß dran. Der DC von Königreich der Himmel ist z.b. richtig gut, und De Mille hat da auch einige starke Filme gemacht (jedoch sein 10 Gebote Remake eher nicht so sehr).

Und, aber hallo, sind nicht alle Western Historienfilme?


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 19.12.2017 18:02 
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Stanton hat geschrieben:
Der Stanton Cut latürnich ... ;)

Achso,..... muß einem ja gesagt werden, das daß eine ganz spezielle Fassung sein muß ;) . :lol:
Na die muß ja aussehen :mrgreen:

Stanton hat geschrieben:
Dem Historienfilm bin ich an sich nicht negativ gegenüber eingestellt, aber in der Form von bombastischen und schwerfälligen Monumentalfilmen habe ich da meist keinen Spaß dran. Der DC von Königreich der Himmel ist z.b. richtig gut, und De Mille hat da auch einige starke Filme gemacht (jedoch sein 10 Gebote Remake eher nicht so sehr).

Dann besteht ja noch ein wenig Hoffnung bei Dir :D
Bombastisch ja,... da u.a. reich an Schauwerten,.... aber als schwerfällig habe ich die nie empfunden :boys_0137:
Und KÖNIGREICH DER HIMMEL ist ein Spitzenfilm von Ridley Scott, der erst so richtig in der längeren Fassung/Directors Cut
Sinn macht, da vieles dadurch verständlicher wird, was in der reinen Kinoversion überhaupt nicht der Fall war.

Stanton hat geschrieben:
Und, aber hallo, sind nicht alle Western Historienfilme?

Das kenne ich in dem Zusammenhang auch und wenn man es ganz genau betrachten will, so könnte man es tatsächlich so sehen. Manche sahen den Western sogar als eine Art amerikanischen historischen Heimatfilm, was mir auch schon unterkam. Nur kämen die wenigsten auf die Idee hauptsächlich den US-Western als Historienfilm oder Heimatfilm zu bezeichnen (Italo- und Euro Western mal ausgenommen). Der Western hat sich eh als so ziemlich eigenständiges Genre entwickelt und nennt sich nun mal Western und dürfte auch das ureigenste Genre Amerikas sein, denn von da kommt der her.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 19.12.2017 22:52 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Howard Vernon hat geschrieben:
Vielleicht verwechsle ich es auch, aber spricht sich die Bande in THE KILLING nicht auch mit anderem Namen an - so wie in RESERVOIR DOGS "Mr. Black" etc.? Das wäre ja schon eine Referenz...

Ja, da verwechselt du garantiert was.
Die Farben als Tarnnamen für die Reservoir Dogs hat sich Tarantino bei STOPPT DIE TODESFAHRT DER U-BAHN 123 abgeschaut (auch ein sehr guter Film, übrigens).


Da hier gerade die Referenz bzgl. TODESFAHRT/DOGS Thema ist, ergreife ich mal die Gelegenheit, den Titel eines Films, der mir partout nicht einfallen will anzufragen. Denn dieses Verschleiern der Identität, der beteiligten Gangster, ist in eben jenem schon viel früher als bei TODESFAHRT auszumachen.

Es handelt sich um einen Noir Krimi aus den 50ern, in dem ein Strippenzieher - der meiner Erinnerung nach ein pensionierter hochrangiger Cop ist - eine Bande Krimineller engagiert, die seinen ausgeklügelten Plan ausführen soll. Das klappt auch soweit perfekt - bis sich Verwicklungen ergeben, die zum genreimmanenten tragischen Schluß führen. Ich weiss noch, dass die Beteiligten bei Zusammentreffen Masken tragen mussten. Wie heißt der Film (verdammt) nochmal? :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 20.12.2017 00:11 
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Jimmy Stewart hat geschrieben:
Da hier gerade die Referenz bzgl. TODESFAHRT/DOGS Thema ist, ergreife ich mal die Gelegenheit, den Titel eines Films, der mir partout nicht einfallen will anzufragen. Denn dieses Verschleiern der Identität, der beteiligten Gangster, ist in eben jenem schon viel früher als bei TODESFAHRT auszumachen.

Es handelt sich um einen Noir Krimi aus den 50ern, in dem ein Strippenzieher - der meiner Erinnerung nach ein pensionierter hochrangiger Cop ist - eine Bande Krimineller engagiert, die seinen ausgeklügelten Plan ausführen soll. Das klappt auch soweit perfekt - bis sich Verwicklungen ergeben, die zum genreimmanenten tragischen Schluß führen. Ich weiss noch, dass die Beteiligten bei Zusammentreffen Masken tragen mussten. Wie heißt der Film (verdammt) nochmal? :roll:


"Der vierte Mann" (1952, Phil Karlson), verdammt nochmal! ;) mit den Maskentragenden Jack Elam, Lee Van Cleef und Neville Brand, was für eine (Alp-)traumhafte Bande....


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 20.12.2017 17:29 
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Loco Burro hat geschrieben:
Jimmy Stewart hat geschrieben:
Da hier gerade die Referenz bzgl. TODESFAHRT/DOGS Thema ist, ergreife ich mal die Gelegenheit, den Titel eines Films, der mir partout nicht einfallen will anzufragen. Denn dieses Verschleiern der Identität, der beteiligten Gangster, ist in eben jenem schon viel früher als bei TODESFAHRT auszumachen.

Es handelt sich um einen Noir Krimi aus den 50ern, in dem ein Strippenzieher - der meiner Erinnerung nach ein pensionierter hochrangiger Cop ist - eine Bande Krimineller engagiert, die seinen ausgeklügelten Plan ausführen soll. Das klappt auch soweit perfekt - bis sich Verwicklungen ergeben, die zum genreimmanenten tragischen Schluß führen. Ich weiss noch, dass die Beteiligten bei Zusammentreffen Masken tragen mussten. Wie heißt der Film (verdammt) nochmal? :roll:


"Der vierte Mann" (1952, Phil Karlson), verdammt nochmal! ;) mit den Maskentragenden Jack Elam, Lee Van Cleef und Neville Brand, was für eine (Alp-)traumhafte Bande....


Genau, das müsste KANSAS CITY CONFIDENTIAL sein...


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RECHNUNG GING NICHT AUF - Stanley Kubrick
BeitragVerfasst: 21.12.2017 00:07 
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Loco Burro hat geschrieben:
"Der vierte Mann" (1952, Phil Karlson), verdammt nochmal! ;) mit den Maskentragenden Jack Elam, Lee Van Cleef und Neville Brand, was für eine (Alp-)traumhafte Bande....


Ja Loco, vielen Dank, das ist der Film!

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Hatten die Gangster hier nicht auch "Namecodes"?


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