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 Betreff des Beitrags: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 30.03.2018 23:20 
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Produktionsland/Jahr: USA 1941
Darsteller: Humphrey Bogart, Mary Astor, Gladys George, Peter Lorre, Sidney Greenstreet, Lee Patrick, Barton MacLane, Ward Bond, Elisha Cook Jr.
Drehbuch: John Huston
Produziert von: Hal B. Wallis & Harry Blanke
Musik: Adolph Deutsch

Als sein Partner Miles Archer bei der Beschattung eines Mannes erschossen wird, macht sich sein Detektivkollege Sam Spade (Humphrey Bogart) daran, den Mord aufzuklären. Über Archers Klientin (Mary Astor), die nicht die ist, die sie zu sein vorgibt, gerät er in ein mörderisches Intrigenspiel einer Gruppe von Leuten, die alle an einer langverschollenen massiv-goldenen Falkenstatue interessiert sind, wie z.B. der schmierige Joel Cairo (Peter Lorre), der gewichtige Kasper Gutman (Sydney Greenstreet) und der junge, brutale Wilmer Cook (Elisha Cook jr.).
(Ofdb)

Der erste Film von John Huston, womit er auch gleich den Grundstein für den klassischen Film Noir legt.
Es ist die dritte Verfilmung des Dashiell-Hammett-Romans "Der Malteser Falke".
Über die Jahre zum Klassiker avanciert, hat mir DIE SPUR DES FALKEN jedoch wieder verdeutlicht, dass ein Klassiker nicht unbedingt gleichzeitig auch ein Meisterwerk sein muss.
Das ist er nämlich in meinen Augen nicht, denn weder ein paar vielseitige Figuren, noch ein hervorragender Humphrey Bogart, Peter Lorre oder Sidney Greenstreet können über eklatante Schwächen hinwegsehen lassen.
Fehlende Dynamik (zähe, nicht enden wollende Zwiegespräche) und Tempo und eine reizlose Femme Fatale ergeben völlige Spannungslosigkeit.
Folglich sinkt das Interesse am weiteren Verlauf stetig und irgendwann ist es nur mehr Bogart allein, der zum Durchhalten und Dranbleiben animiert.
Bis jetzt habe ich Huston eigentlich immer als einen der Großen wahrgenommen, aber das war eine ernüchternde Erfahrung.
Ich gebe zu, es liegt vermutlich z.T. auch daran, dass ich mich bis heute nie so richtig in die ganze Ästhetik des (klassischen amerikanischen) Film Noir einfühlen kann/konnte und der Film Noir als solcher mich auch nach wie vor nur selten reizt.
Aber wenn man schon einmal tiefer ins Œuvre eines Regisseurs eintauchen will, sich genauer damit auseinandersetzen will, gehört natürlich auch dazu, sich die Anfänge anzuschauen.
Bei John Huston ist es m.E. ein - gemessen an dem Ruf, den er genießt - ziemlich schwacher Anfang, aber da ist er ja bekanntermaßen nicht der einzige, dem es so ergangen ist.
Mir ist DIE SPUR DES FALKEN somit, ehrlich gesagt, momentan nicht mehr Wert als 6/10.

Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Zuletzt geändert von Sbirro Di Ferro am 31.03.2018 19:16, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 31.03.2018 01:16 
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Interessant.

Für mich ist es eher Hustons bester Film (der aber auch so einiges seiner Vorlage verdankt). Von seinen berühmten Filmen ist es dagegen Der Schatz der Sierra Madre den ich für weit überschätzt halte.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 31.03.2018 13:19 
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Sbirro, möglicherweise gefällt Dir ja "Asphalt-Dschungel" oder der Gangsterfilm "Gangster in Key Largo" aus Hustons Frühwerk besser; die kommen etwas "straffer" in ihrem Erzählen daher (wobei "Key Largo" an einem abgeschirmten Ort spielt, was Dir möglicherweise nicht gefallen könnte, da die topographische Dynamik fehlt)...

mir persönlich gefällt DIE SPUR DES FALKEN außerordentlich gut, ja, ich halte ihn für einen der größten Meisterwerke der Filmgeschichte und für einen der besten Filme, die später dann als "Film Noir" kategorisiert worden sind...
nur die Szene zum Schluss, als sich im Fahrstuhl die Gitterstäbe schließen und der Charakter von Mary Astor quasi "weggesperrt" wird, ist großartig inszeniert - so eine symbolische Bildsprache gefällt mir, wenn nur durch die Inszenierung "erzählt wird" (nicht durch unsägliches Dialogisieren etc.); unbezahlbar ist zudem die Darstellung von Peter Lorre ("der Frauenhasser") mit seiner unterschwelligen Beziehung zum Charakter Greenstreets und und und...

hat mir gefallen - der Film...


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 31.03.2018 17:34 
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Stanton hat geschrieben:
Für mich ist es eher Hustons bester Film (der aber auch so einiges seiner Vorlage verdankt). Von seinen berühmten Filmen ist es dagegen Der Schatz der Sierra Madre den ich für weit überschätzt halte.

SCHATZ DER SIERRA MADRE kenne ich nicht, habe ich jetzt auch nicht vorliegen, ist aber sowieso einer der für mich weniger interessanten Huston-Titel.
Aber, dass nach dem Malteser Falken nichts besseres mehr nachgekommen sein soll, kann ich nicht glauben.
Alles, was ich bisher sonst gesehen habe von Huston war (oft sehr deutlich) besser.
Der schwächste davon war der erste, den ich gesehen habe (DIE NACHT DES LEGUAN), den ich damals mit 7/10 bedacht habe, der kommt im Laufe meiner Huston-Retro aber auch noch einmal.
Ansonsten habe ich noch gesehen: AFRICAN QUEEN, MISFITS und zuletzt DIE ROTE TAPFERKEITSMEDAILLE.
Das war alles deutlich besser.

In nächster Zeit kommen noch MOULIN ROUGE, MOBY DICK, FREUD und FAT CITY.
Die schauen alle alleine schon vom Trailer her besser, interessanter aus.


Zuletzt geändert von Sbirro Di Ferro am 31.03.2018 19:14, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 31.03.2018 17:50 
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Howard Vernon hat geschrieben:
Sbirro, möglicherweise gefällt Dir ja "Asphalt-Dschungel" oder der Gangsterfilm "Gangster in Key Largo" aus Hustons Frühwerk besser; die kommen etwas "straffer" in ihrem Erzählen daher (wobei "Key Largo" an einem abgeschirmten Ort spielt, was Dir möglicherweise nicht gefallen könnte, da die topographische Dynamik fehlt)...

Mir liegt momentan keiner der beiden Filme vor, aber ASPHALT-DSCHUNGEL wäre in der Tat nicht uninteressant.
Was GANGSTER IN KEY LARGO betrifft: Es ist von Fall zu Fall verschieden.
Fehlende topographische Dynamik sehe ich nicht unbedingt als Mangel, es gibt genug interessante, gute, spannende Kammerspiele oder zumindest innerhalb ein paar weniger Räumlichkeiten spielende Filme.
Würde ich das immer als Fehler sehen, würden mir Filme wie DIE 12 GESCHWORENEN, VENUS IM PELZ (Polanski), HATEFUL EIGHT oder auch RIO BRAVO schnell ziemlich langweilig werden - tun sie aber nicht.
Beim Malteser Falken habe ich es jetzt schlechter erwischt, aber wer weiß, was weitere Sichtungen bringen, vielleicht ist mir ja doch sogar die deutsche Fassung dann lieber.
Andere Musik, laut Wikipedia "Dialoge, die in die parodistische Richtung gehen", dem Film also, meiner Auffassung nach, eine andere Stimmung geben.
Vielleicht ist das dann besser, man wird sehen...


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 31.03.2018 21:21 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Beim Malteser Falken habe ich es jetzt schlechter erwischt, aber wer weiß, was weitere Sichtungen bringen, vielleicht ist mir ja doch sogar die deutsche Fassung dann lieber.
Andere Musik, laut Wikipedia "Dialoge, die in die parodistische Richtung gehen", dem Film also, meiner Auffassung nach, eine andere .


DIE SPUR DES FALKEN habe ich über die zahlreichen TV-Ausstrahlungen kennen und lieben gelernt; ich möchte nicht unbedingt sagen, dass gerade dieser Film meine Zuneigung zum "Film Noir" geweckt hat (vielleicht doch eher THE BIG SLEEP und besonders TOUCH OF EVIL - wobei mein Lieblingsfilm von den großen klassischen "Noirs" wohl sicherlich KISS ME DEADLY ist), aber dennoch hat sich DIE SPUR DES FALKEN schon früh bei mir fest im "filmischen Gedächtnis" eingebrannt...

was die Musik betrifft, da hat - glaube ich - die deutsche Fassung eine Musikuntermalung, die eher in Richtung (Bar-)Jazz (also: die typische Musik des Genres) geht, während die originale Fassung mehr orchestral ist - wenn ich das noch richtig im Gedächtnis habe... kann allerdings sein, dass ich das mit einem anderen "Noir" gerade verwechsle...


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 31.03.2018 21:24 
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Das verwechselt du nicht. Die deutsche Musikuntermalung passt aber wirklich null zu dem Film. Dieses Big-Band-Geschrammel passt so gar nicht in die Zeit, in welcher der Film spielt.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 31.03.2018 21:36 
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DJANGOdzilla hat geschrieben:
Das verwechselt du nicht. Die deutsche Musikuntermalung passt aber wirklich null zu dem Film. Dieses Big-Band-Geschrammel passt so gar nicht in die Zeit, in welcher der Film spielt.


danke für die Bestätigung,
ich denke, der Jazz- oder Big-Band-Soundtrack - oder wie immer man es nennen möchte - ist dann schon zu einer Zeit entstanden, als das Genre hauptsächlich mit derartiger Musik verbunden wurde... anders kann ich mir diese massive Veränderung bei der Musik nicht erklären...


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 31.03.2018 21:49 
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Ja, die 60er Jahre Musik ist der Hammer. Nicht der einzige Klassiker der auf deutsch verschandelt wurde. Derselbe Score findet sich auch noch kurz in der deutschen Eröffnungsszene von White Heat.

Witzigerweise mochte ich das anfangs, vielleicht weil es so ungewöhnlich für einen 40er Jahre Film war.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 31.03.2018 22:20 
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Howard Vernon hat geschrieben:
- wobei mein Lieblingsfilm von den großen klassischen "Noirs" wohl sicherlich KISS ME DEADLY ist . . .


Ha, da schreibst du was! Die alten Noirs waren mir in jungen Jahren immer etwas zu betulich - aber als ich das erste mal RATTENNEST sah, hat es mich ähnlich umgehauen wie den Bösewicht, den Meeker die Treppe 'runterschickt'. :shock:

Für einige 40er/50er Thriller muss man m. E. schon gut Interesse mitbringen, um sie genießen zu können, da sie teilweise doch recht statisch wirken mögen . . .

DIE SPUR DES FALKEN z. B. finde ich aber ziemlich cool.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 01.04.2018 11:57 
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Vielleicht gefällt dir ja The Cheap Detective aka Der Schmalspurschnüffler besser :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 01.04.2018 15:19 
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eatindust hat geschrieben:
Vielleicht gefällt dir ja The Cheap Detective aka Der Schmalspurschnüffler besser :mrgreen:

Die Fortsetzung von EINE LEICHE ZUM DESSERT?
Davon gehe ich doch aus, dass der besser ist... :)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 01.04.2018 17:55 
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Hier eine kleine Film Noir-Analyse, die anhand von RATTENNEST und MULHOLLAND DRIVE das 'Wesen' dieses Untergenres recht gut in Worte und Bilder fasst:

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** (noch bis zum 23.05. abrufbar)


P.S.: Sbirro, ich empfehle dir Aldrichs RATTENNEST aufs Wärmste - falls du ihn noch nicht kennst.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 01.04.2018 18:31 
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Jimmy Stewart hat geschrieben:
Howard Vernon hat geschrieben:
- wobei mein Lieblingsfilm von den großen klassischen "Noirs" wohl sicherlich KISS ME DEADLY ist . . .


Ha, da schreibst du was! Die alten Noirs waren mir in jungen Jahren immer etwas zu betulich - aber als ich das erste mal RATTENNEST sah, hat es mich ähnlich umgehauen wie den Bösewicht, den Meeker die Treppe 'runterschickt'. :shock:

RATTENNEST war für seine Zeit so wieso recht rau und ruppig, was zum Teil der ganzen Mentalität die
hier herrscht geschuldet ist und mit einem ziemlich finsteren unheimlichen fatalen Schluss. Denjenigen,
den er die Treppe hinunter befördert, gehörte zu den Gangstern, die ihn vorher drangsaliert haben. Ist
eine Mike Hammer Verfilmung mit Science Fiction Einschlag :)

Und SCHATZ DER SIERRA MADRE von J. Hoston ist klasse. In Mexico gedreht, halb Abenteuer, halb Western,
wenn man so will und immer noch einer der besten Filme, wo es um Goldsucher geht :)

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 01.04.2018 18:59 
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Graf von Karnstein hat geschrieben:
Jimmy Stewart hat geschrieben:
Howard Vernon hat geschrieben:
- wobei mein Lieblingsfilm von den großen klassischen "Noirs" wohl sicherlich KISS ME DEADLY ist . . .


Ha, da schreibst du was! Die alten Noirs waren mir in jungen Jahren immer etwas zu betulich - aber als ich das erste mal RATTENNEST sah, hat es mich ähnlich umgehauen wie den Bösewicht, den Meeker die Treppe 'runterschickt'. :shock:

RATTENNEST war für seine Zeit so wieso recht rau und ruppig, was zum Teil der ganzen Mentalität die
hier herrscht geschuldet ist und mit einem ziemlich finsteren unheimlichen fatalen Schluss. Denjenigen,
den er die Treppe hinunter befördert, gehörte zu den Gangstern, die ihn vorher drangsaliert haben. Ist
eine Mike Hammer Verfilmung mit Science Fiction Einschlag :)


Ja, ich fand das unglaublich hart, wie Meeker dem eine schmiert! Ich dachte nur, hoffentlich hat der Mann eine gute Versicherung abgeschlossen. :D
Der "geheimnisvolle Koffer" wurde ja auch von Lynch zitiert . . . passt also wieder! ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 01.04.2018 20:41 
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Jimmy Stewart hat geschrieben:
Der "geheimnisvolle Koffer" wurde ja auch von Lynch zitiert . . . passt also wieder! ;)


Tarantino wars natürlich. Köstliches Zitat nebenbei bemerkt.



Und Aldrichs Kiss Me Deadly ist allerdings ein toller Film. Aldrichs bester.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 01.04.2018 20:52 
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Ich mag Der Schatz der Sierra Madre auch sehr. Aber ich bin allgemein Filmen dieser Thematik sehr zugetan. Wie auch Garten des Bösen, Gold von Sam Cooper, Ringo - such dir einen Platz zum sterben etc.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 01.04.2018 21:01 
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ephedrino hat geschrieben:
Ich mag Der Schatz der Sierra Madre auch sehr. Aber ich bin allgemein Filmen dieser Thematik sehr zugetan. Wie auch Garten des Bösen, Gold von Sam Cooper, Ringo - such dir einen Platz zum sterben etc.


Da möchte ich Dir gerne TREIBSAND von Sturges empfehlen, wenn Du ihn noch nicht kennst; ich dachte erst, es sei ein Western, was wohl nicht zuletzt an der Besetzung mit Randolph Scott lag - aber ich denke, dass da SIERRA MADRE beim Drehbuchautor im Hinterkopf war...


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 01.04.2018 21:06 
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Stanton hat geschrieben:
Jimmy Stewart hat geschrieben:
Der "geheimnisvolle Koffer" wurde ja auch von Lynch zitiert . . . passt also wieder! ;)


Tarantino wars natürlich. Köstliches Zitat nebenbei bemerkt.



Und Aldrichs Kiss Me Deadly ist allerdings ein toller Film. Aldrichs bester.


Verdammte Hacke! Ich habe noch mal editiert - wobei ich "original" dem Sbirro RATTENNEST, aufgrund seiner Tarantino-Liebe, nahegebringen wollte . . . Osterschnapps is to blame! ;) :)




Edit: Das Abbrennen der 'Stelzenhäuser' (in KMD und LH) hat meiner Erinnerung wohl gestern einen Streich gespielt . . .

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Zuletzt geändert von Jimmy Stewart am 02.04.2018 15:34, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 01.04.2018 21:06 
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Danke, den kenne ich bereits, wenngleich ich ihn nur in einer sehr schlechten Fassung gesehen habe. Stimmt, der hatte auch was.


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BeitragVerfasst: 01.04.2018 22:21 
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Würde 11/10 verteilen wenn das ginge. Von den Hunderten von Noirs die ich gesehen habe vielleicht mein liebster.
Als junger Cinephiler fand ich den lahm. Aber irgendwann, Jahre später, beim vierten oder fünften gucken hat's gezündet.
Kann mir auch nicht vorstellen, dass Huston je einen besseren Film gedreht haben könnte. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 02.04.2018 13:01 
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Howard Vernon hat geschrieben:

Da möchte ich Dir gerne TREIBSAND von Sturges empfehlen, wenn Du ihn noch nicht kennst; ich dachte erst, es sei ein Western, was wohl nicht zuletzt an der Besetzung mit Randolph Scott lag - aber ich denke, dass da SIERRA MADRE beim Drehbuchautor im Hinterkopf war...


Klar ist das ein richtiger Western, auch wenn er in der damaligen Gegenwart spielt. Gefällt mir etwas besser als Sierra Madre, und sehr viel besser als die öde Neuverfilmung mit dem Duke.

Sierra Madre betrachte ich übrigens nicht als Western, obwohl er leicht einer sein könnte, und eindeutig einer wäre, wenn er Ende das 19 Jahrhunderts spielen würde. Nicht logisch? Stimmt ...


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 02.04.2018 14:46 
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Stanton hat geschrieben:
Howard Vernon hat geschrieben:

Da möchte ich Dir gerne TREIBSAND von Sturges empfehlen, wenn Du ihn noch nicht kennst; ich dachte erst, es sei ein Western.


Klar ist das ein richtiger Western, auch wenn er in der damaligen Gegenwart spielt. Gefällt mir etwas besser als Sierra Madre, und sehr viel besser als die öde Neuverfilmung mit dem Duke.

.


Hast recht, war natürlich missverständlich ausgedrückt - aber dadurch, dass der Film nicht im typisch historischen Zeitkontext (klassisch bei Western: zwischen ca. 1865-1880 - die Epoche des "old West") angelegt ist, nehme ich den Film nicht so sehr als genretypischen Western wahr, sondern eher als Genre-Synthese, die sich aus den unterschiedlichsten Filmarten zusammensetzt
- hier sehe ich den Western, den Abenteuerfilm (mit dem Motiv der Schatzsuche) und besonders auch den "Film Noir" (was alleine schon durch die düster expressionistische Inszenierung der Schauplätze oder der Charaktere gestaltet ist)
...insofern grenzt sich TREIBSAND mit seiner "Western-Substanz" weniger von anderen Genres ab, als dass er sich als Western mit ihnen verbindet... deshalb "kein richtiger Western"... für mich...


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 02.04.2018 17:22 
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Dr. Zombi hat geschrieben:
Würde 11/10 verteilen wenn das ginge.

Kannst du ja auch, aber dann müsstest du, wenn es fair bleiben soll, IM ZEICHEN DES BÖSEN (der ja den offiziellen Endpunkt der Ära des klassischen Noir markiert) 111/10 geben. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 02.04.2018 18:01 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
... IM ZEICHEN DES BÖSEN (der ja den offiziellen Endpunkt der Ära des klassischen Noir markiert) 111/10 geben.



Kann es sein, dass Dir der Film hauptsächlich wegen Mary Astor nicht zusagt ? O.K., rückblickend wären Rita Hayworth oder Veronica Lake echt der Hammer gewesen.
Aber schau Dir doch die ganzen anderen Nebenfiguren an, Sydney Greenstreet, Peter Lorre, Elisha Cook jr. usw. - alles ausgespochen denkwürdige Darstellungen, Schicksale und Dialoge.
Der Erstlingsfilm von John Huston war aufgrund seiner stilbildenden Qualitäten maßgeblich an der folgenden Film-Noir-Welle beteiligt und funktioniert auch heute noch - einfach der Stoff, aus dem die Träume sind.

Wenn ich mich recht erinnere, hat TOUCH OF EVIL bei Dir aber auch zunächst nicht den Ausnahmestatus eingenommen. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 02.04.2018 18:29 
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Nein, das verhält sich ganz anders.
Die paar genannten Nebenfiguren - und deren Darsteller - sind für mich so ziemlich das einzig gute an dem Film.
Natürlich auch Humphrey Gokart ;) nicht zu vergessen.
Die machen den größten Teil des (für mich jetzt beim ersten Mal eher geringen) Unterhaltungswerts aus.
Eröffnungsposting nicht gelesen?
Huston hat ja damit erst die Standards gesetzt und Standard-Noir ist für mich meist doch eher unspannend bis uninteressant.
Inszenierung, Dialoge - alles ziemlich unspannend.
Wie gesagt, die ganze Ästhetik liegt mir irgendwie nicht besonders.
Welles bricht in allen Belangen aus diesen Standards aus, deshalb liegen da in jeder Hinsicht Welten dazwischen.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 02.04.2018 22:15 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Dr. Zombi hat geschrieben:
Würde 11/10 verteilen wenn das ginge.

Kannst du ja auch, aber dann müsstest du, wenn es fair bleiben soll, IM ZEICHEN DES BÖSEN (der ja den offiziellen Endpunkt der Ära des klassischen Noir markiert) 111/10 geben. ;)


Das ginge aber ja nur, wenn Touch of Evil The Maltese Falcon das Wasser reichen könnte. Was er aber nicht ganz kann. Touch of Evil ist zwar sehr toll, aber Welles kein Huston, und Hustons Regie ist der von Welles in jeder Hinsicht überlegen.

Außerdem hat Touch of Evil keine so geniale Figur (und so überragende Schauspielerin) zu bieten, wie Mary Astor. Die für mich mit Abstand das Herausragendste an Hustons Version des Malteser Falken ist.

PS: Ich finde übrigens auch die Verfilmung von 1931 genial, und sehe sie als ein Meisterwerk an, auch wenn sie ganz anders angelegt ist als Hustons Variante. Ist auch kein film noir, und hat eine leichtere, fast komödiantische Note.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 02.04.2018 23:22 
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Dr. Zombi hat geschrieben:
Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Dr. Zombi hat geschrieben:
Würde 11/10 verteilen wenn das ginge.

Kannst du ja auch, aber dann müsstest du, wenn es fair bleiben soll, IM ZEICHEN DES BÖSEN (der ja den offiziellen Endpunkt der Ära des klassischen Noir markiert) 111/10 geben. ;)


Das ginge aber ja nur, wenn Touch of Evil The Maltese Falcon das Wasser reichen könnte. Was er aber nicht ganz kann. Touch of Evil ist zwar sehr toll, aber Welles kein Huston, und Hustons Regie ist der von Welles in jeder Hinsicht überlegen.

Außerdem hat Touch of Evil keine so geniale Figur (und so überragende Schauspielerin) zu bieten, wie Mary Astor. Die für mich mit Abstand das Herausragendste an Hustons Version des Malteser Falken ist.

Ah, interessant.
Ich würde sagen: Dreh alles noch einmal um, dann passt's. ;)
Huston kann doch Welles nie und nimmer das Wasser reichen, höchstens das Megaphon... :)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 03.04.2018 21:29 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Huston kann doch Welles nie und nimmer das Wasser reichen, höchstens das Megaphon... :)



Ha ha, gut gebrüllt, da stimme ich mal zu ...


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SPUR DES FALKEN - John Huston
BeitragVerfasst: 03.04.2018 21:36 
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Howard Vernon hat geschrieben:

Da möchte ich Dir gerne TREIBSAND von Sturges empfehlen, wenn Du ihn noch nicht kennst; ich dachte erst, es sei ein Western.


Klar ist das ein richtiger Western, auch wenn er in der damaligen Gegenwart spielt. Gefällt mir etwas besser als Sierra Madre, und sehr viel besser als die öde Neuverfilmung mit dem Duke.

.


Hast recht, war natürlich missverständlich ausgedrückt - aber dadurch, dass der Film nicht im typisch historischen Zeitkontext (klassisch bei Western: zwischen ca. 1865-1880 - die Epoche des "old West") angelegt ist, nehme ich den Film nicht so sehr als genretypischen Western wahr, sondern eher als Genre-Synthese, die sich aus den unterschiedlichsten Filmarten zusammensetzt
- hier sehe ich den Western, den Abenteuerfilm (mit dem Motiv der Schatzsuche) und besonders auch den "Film Noir" (was alleine schon durch die düster expressionistische Inszenierung der Schauplätze oder der Charaktere gestaltet ist)
...insofern grenzt sich TREIBSAND mit seiner "Western-Substanz" weniger von anderen Genres ab, als dass er sich als Western mit ihnen verbindet... deshalb "kein richtiger Western"... für mich...


Bei dem fand ich daß er zwar ca 1948 spielt, aber man das so gut wie gar nicht bemerkt, und die paar wenigen Dinge am Anfang die darauf hinweisen daß er nicht 70 Jahre früher spielt, halt auch keine Bedeutung für die Handlung haben. Er könnte fast komplett auch 70 Jahre früher spielen, ohne daß man viel ändern müsste.

Auch Comes a Horseman (1978), der ebenfalls kurz nach WW II spielt, und der etwas mehr Post-Western Elemente enthält, ist größtenteils so sehr ein normaler Western, daß ich ihn als fast 100%en Western ansehe. Während es bei Sierra Madre eine Reihe von Details sind die ihn für mich eher nicht zum Western machen. Angefangen bei den Hüten.


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