Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 24.11.2009 05:03 
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Originaltitel: Dirty Harry
Darsteller: Clint Eastwood, Harry Guardino, Reni Santoni, John Mitchum,...
Jahr: 1971

Inhalt:
Harry Calahan, Inspektor bei der Mordkommission San Francisco, wird wegen seiner rüden Methoden "Dirty Harry" genannt, auch weil er immer die Drecksarbeit macht. Von seinen Vorgesetzten wird er deswegen nicht gerade geliebt, doch der Erfolg gibt ihm meistens recht. Als ein geheimnisvoller Killer namens Scorpio anfängt, von den Dächern der Stadt Leute zu erschießen und anschließend die Stadt erpresst, setzt man Calahan auf den Fall an. Der erste Hinterhalt für den Killer schlägt fehl, daraufhin entführt der Killer einen Teenager. Harry tritt zur Geldübergabe an, doch wieder kann der Killer entkommen und verletzt zusätzlich noch Harrys Partner schwer. Doch diesmal hat der Killer eine Wunde davongetragen und Harry spürt ihn auf...

Quelle: ofdb.de

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 24.11.2009 20:10 
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Dirty ist für mich der Inbegriff des harten Cop-Films! Dirty Harry hatte sicher einen großen Einfluß auf die italienischen Poliziotto-Filme. So eine coole Sau wie den Eastwood sieht man selten im Film! :mrgreen:

Hat schon jemand Gran Torino gesehen? Ein ganz dicker Tipp meinerseits!

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 24.11.2009 21:04 
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Hab ihn im Kino gesehen. Spitzenfilm.

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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 25.11.2009 21:46 
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Einer meiner Lieblingsfilme mit Eastwood, obwohl er leider meistens auf diese Rolle reduziert wird.

Was haltet ihr denn von den vier Sequels?

Hab, als ich in San Francisco war, nicht direkt Location-Suche betrieben, aber mal wachsam Ausschau gehalten. 8-)

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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 25.11.2009 22:19 
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Ich mag eigentlich die gesamte Reihe. CALAHAN ist vor allem noch Klasse. TODESSPIEL war allerdings recht mau. Gut dass die Serie danach zuende war. Das hätte sich nur totgelaufen.

Hast du schon GRAN TORINO gesehen? Der gefällt mir auch ausserordentlich gut!

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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 25.11.2009 22:40 
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Stranger wrote:
1. Einer meiner Lieblingsfilme mit Eastwood, obwohl er leider meistens auf diese Rolle reduziert wird.
2. Was haltet ihr denn von den vier Sequels?


1. Über diese "Phase" ist der gute Herr Ostholz doch längst hinweg. Seit etlichen Jahren wird er als grosser Schauspieler und vor allem auch als grosser Regisseur verehrt. Dieses Umdenken setzte IMHO mit dem Erfolg von "Erbarmungslos" ein. Besser spät als nie, denn bereits viele Jahre zuvor hat er sein vielschichtiges Talent unter Beweis gestellt. Nur eben nicht mit diesem durchschlagenden Erfolg.

Aber was solls, es gibt sicher schlechteres als für "Dirty Harry" gehalten zu werden... 8-)

2. Ich mag sie alle sehr gern. Besonders der vierte Teil hat mich damals stark beeindruckt und gepackt. Fiese Verbrechen und fragwürdige Moral, sehr überzeugend auf die Leinwand gebracht!

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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 26.11.2009 00:46 
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Ich mag nur die drei ersten aus den 70ern. Mit dem vierten hab ich Probleme. Hier ist er nicht in seiner Stadt, keiner Partner, keine Vorgesetzten, dann dieses seltsame Rache-Gespenst Sondra Locke... fand ich alles ein bisschen unpassend, unglaubwürdig... Der fünfte kehrt wieder zu Bewährtem zurück, hat auch wirklich gute Momente, wie Eastwoods Kameraweitwurf, bleibt aber gesamt auch hinter 1-3 zurück.

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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 26.11.2009 01:10 
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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 26.11.2009 23:08 
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Canisius wrote:
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Exakt. Obschon Randolph Kronberg ganz gut drauf ist im 5. Teil.

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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 26.11.2009 23:54 
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teil 5 mit liam neeson ist doch spitze.

obwohl ich sie sehr lange nicht mehr gesehen habe
hier meine aufstellung:

1
2
3
5
4

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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 27.11.2009 01:04 
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5 ist kein schlechter Film, kann aber mit den ersten 4 nicht mithalten...ich muss allerdings gestehen, dass ich die Reihe schon Jahre nicht mehr gesehen habe. Wird mal wieder Zeit! 8-)

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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 16.08.2011 16:31 
Meine Dirty Harry Top 5:
Platz 1 DIRTY HARRY
Platz 2 DIRTY HARRY KOMMT ZURÜCK
Platz 3 CALLAHAN
Platz 4 TODESSPIEL
Platz 5 DER UNERBITTLICHE

DER UNERBITTLICHE ist der DIRTY HARRY Film, der mir am wenigsten gefallen hat.
Er ist zwar nicht schlecht, ist aber streckenweise langatmig und die Musik ist nicht gut.
Die Musik von Lalo Schifrin ist einfach wichtig für die Atmosphäre und dabei ist es für mich egal ob 70er oder 80er Jahre.


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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 16.08.2011 17:13 
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komisch, dass der dritte oft nicht gut wegkommt. Nach dieser Charme-Offensive in Teil 2 ist Harry hier wieder die Axt im Walde, legt sich mit den Vorgesetzten und Feministinnen an, schiesst einem flüchtigen Gangster von hinten in die Eier, hält Pfarrern seine 44er unter die Nase :lol: außerdem wird konsequent der Partnertod beibehalten.

Nur das Finale auf Alcatraz war ein bisschen einfallslos.


Außerdem die letzten Auftritte von Bressler und diGiorgo, für mich ist dieser Film der letzte "echte" Dirty Harry.


8/10

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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 16.08.2011 18:31 
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Das Teil 5 hier so schlecht wegkommt. Er hat einen ziemlich guten Fall und ein paar wunderbare Zitate.
"You forgot to read your fortune cookie... It says... you're shit out of luck." oder "He's hanging out back there."
Teil 3 mit Lacey als Partnerin hat mit der Telefonsexbude etc. ein paar schöne 70s Momente, schafft aber keinen wirklichen Spannungsaufbau und Teil 4 fand selbst ich moralisch sehr fragwürdig. Teil 2 mag ich noch sehr gerne, großartige Besetzung und auch recht spannend.


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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 16.08.2011 18:43 
Michael wrote:
Das Teil 5 hier so schlecht wegkommt. Er hat einen ziemlich guten Fall und ein paar wunderbare Zitate.
"You forgot to read your fortune cookie... It says... you're shit out of luck." oder "He's hanging out back there."
Teil 3 mit Lacey als Partnerin hat mit der Telefonsexbude etc. ein paar schöne 70s Momente, schafft aber keinen wirklichen Spannungsaufbau und Teil 4 fand selbst ich moralisch sehr fragwürdig. Teil 2 mag ich noch sehr gerne, großartige Besetzung und auch recht spannend.



Natürlich gefällt mir das 70er Jahre Ambiente der ersten drei Filme aber mir macht es auch Spaß einen gereiften Callahan in den 80 Jahren zu sehen.
Teil 4 finde ich top, egal ob der Film politisch korrekt oder moralisch fragwürdig ist. Das hat schon einen fiesen Biss. :)

In Teil 5, Jim Carrey als drogensüchtiger Rockstar gefällt mir besonders gut.
Er kommt doch nur "heute" nicht mehr so gut weg, weil man ihn später ganz anders kennengelernt hat und sich dieses Bild festgefressen hat in den Köpfen.
Was ich aber am 5 Teil schade finde, ist das der Film nicht mehr 2.35 gedreht wurde. Das wirkt nicht mehr so wertig.
Genauso wirkt die Anfangstitelsequenz billig im Verhältnis zum Vorgänger.
Es scheint so, als hätte man dieselben San Fransisco Bilder aus der SUDDEN IMPACT Titelsequenz schlecht wiederverbraten. Ansonsten gefällt mir der 5. Teil aber wirklich gut.

Grundsätzlich bin ich auch recht offen für Änderungen.
Ein Dirty Harry in den 80ern muss anders sein, als in den 70ern.
Genauso wie ein Argento heute kein Suspiria mehr macht oder ein Romero kein Dawn of the dead wiederholen sollte.


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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 16.08.2011 19:17 
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Die 80er waren für Clint (wie für viele andere) absolut kein gutes Filmjahrzehnt ... :|

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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 16.08.2011 19:30 
Anti-Hero wrote:
Die 80er waren für Clint (wie für viele andere) absolut kein gutes Filmjahrzehnt ... :|



Die 80er waren trashy ohne Ende. Es gibt auch im Verhältnis wenige Meisterwerke aus den 80ern. Ich nähere mich jetzt erst filmisch diesem Jahrzehnt wieder an. Aber da fällt viel an Filmen unten durch, wenn ich es mir heute antue.


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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 16.08.2011 20:12 
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Anti-Hero wrote:
Die 80er waren für Clint (wie für viele andere) absolut kein gutes Filmjahrzehnt ... :|


In kommerzieller Hinsicht sank Eastwoods Stern, dennoch gelangen ihm in den achtziger Jahren einige starke Filme.

• Firefox
Dirty Harry kommt zurück
• City Heat
• Der Wolf hetzt die Meute
• Pale Rider
• Heartbreak Ridge (IMHO einer DER Eastwood-Klassiker überhaupt)
• Das Todesspiel
• Honkytonk Man (Auch nicht übel. Eastwood stellt seine Qualität als Charakterdarsteller unter Beweis, gleichzeitig als Regisseur abseits von Krawall, Mord und Totschlag)

Selbst in den Achtzigern gelangen Eastwood schöne Filme, darunter auch ein paar Höhepunkte seines Schaffens. :)

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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 16.08.2011 20:34 
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Ich mag auch Firefox, wo sicher nicht viele mitgehen würden. Aber gerade Regie-Höhepunkte finde ich keine in den 80ern. Da kam das beste erst nach 1990 (mit Ausnahmen wie Ein Fremder ohne Namen oder vllt noch Texaner in den 70ern)


City Head hab ich noch nicht gesehen

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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 16.08.2011 21:49 
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Da bin ich nicht ganz deiner Meinung. Allerdings wurde Eastwood tatsächlich erst mit "Erbarmungslos" die Anerkennung als Regisseur und Schauspieler zuteil, die er schon viele Jahre zuvor verdient hatte. Bereits seine erste Regiearbeit von 1971 ("Sadistico" aka "Play Misty for me") finde ich großartig.

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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 24.08.2011 00:00 
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Ein Beitrag zum "Dirty-Harry-Gesamtpaket":



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Frontansicht der britischen Box


Zwar stehen diese fünf Eastwood-Klassiker schon lange als DVDs in meiner Sammlung, doch da die Blu-ray-Variante für weniger als 25€ zu bekommen war/ist, konnte ich der Versuchung nicht mehr widerstehen. Die UK-Ausgabe macht auch Englischmuffel glücklich, denn alle Filme haben eine deutsche Tonspur an Bord. Über die Streifen wurden im Laufe der Jahre unzählige Kommentare verfasst, daher beschränke ich mich auf wenige Zeilen, gewissermaßen "Dirty Harry in Ultrakurzform".


Dirty Harry (USA 1971, Originaltitel: Dirty Harry)

Clint Eastwood in einer seiner einprägsamsten und wichtigsten Rollen, der Startschuss hallt(e) wie ein mächtiger Donnerschlag durch die Filmwelt. Damals ein nicht unumstrittener Film, dem mancher selbsternannte "Experte" gar faschistoide Tendenzen unterstellte. "Dirty Harry" ist ein Meilenstein des Actionkinos, vernachlässigt dabei nicht seinen packend konstruierten Thrillerplot. Neben Eastwood kann vor allem der fantastisch aufgelegte Andy Robinson überzeugen, dessen Darbietung als völlig durchgeknallter Killer keine Wünsche offenlässt. Bereits hier taucht Albert Powell auf, der bis zum vierten Teil immer wieder zu sehen ist, allerdings stets in unterschiedlichen Nebenrollen. Clint Eastwood muss sich als Harry Callahan von Anfang an mit bornierten Vorgesetzten plagen, dieses Dilemma zieht sich durch die gesamte Reihe.

Don Siegel arbeitete mehrfach mit Clint Eastwood zusammen. Bereits 1968 kam mit dem von Siegel inszenierten "Coogans großer Bluff" (Coogan's Bluff) eine Art "Proto-Dirty-Harry" in die Kinos, der ein überdeutlicher Fingerzeig auf die folgende Großtat ist. Auf Blu-ray kommt der harte Cop noch besser zur Geltung, als es bereits auf der ordentlichen DVD aus der "Dirty Harry Edition" der Fall war. Seit meiner Kindheit liebe ich diesen Film, alles andere als die Höchstwertung wäre unerträglich!

10/10 = Gottstatus (aus meiner Sicht sollte ich eventuell "Satanstatus" schreiben, grins)

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• Callahan (USA 1973, Originaltitel: Magnum Force)

Nach den Vorwürfen in Richtung Faschismus gegen "Dirty Harry", ruderte man während der Fortsetzung ein wenig zurück. Diesmal muss sich der gute Harry mit "echten" Faschos plagen, die als wüste Selbstjustizler bei der Polizei ihren Dienst tun. Geschickt reicht man so die "Nazi-Arschkarte" an Motorrad-Cops in schwarzen Lederklamotten weiter, aus deren Kreis David Soul (der spätere "Hutch") als besonders fanatischer Wirrkopf hervorsticht. Harry Callahan wird deutlich zugänglicher dargestellt, erlaubt sich Ermittlungsfehler und vögelt die hübsche Nachbarin asiatischer Herkunft. Hal Holbrook gefällt als unsympathischer Chef, die jungen Wilden namens Tim Matheson, Robert Urich, Kip Niven und der bereits erwähnte David Soul überzeugen ebenfalls.

"Callahan" leistet sich ein angenehm entspanntes Erzähltempo, gönnt sich (die üblichen) "Nebenereignisse", bei denen Harry ein paar Bösewichte in Leichensäcke befördert. Auf dem Regiestuhl nahm Ted Post Platz, der 1968 den Western "Hängt ihn höher" (Hang 'em High) mit Eastwood in der Hauptrolle drehte. Auch der starke "Rückkehr zum Planet der Affen" (Beneath the Planet of the Apes, 1970) geht auf das Konto des Herrn Post. "Callahan" mag nicht ganz die Klasse seines Vorgängers halten, was allerdings nichts an der herausragenden Qualität des Streifens ändert.

9/10 = überragend

---

• Der Unerbittliche (USA 1976, Originaltitel: The Enforcer)

Fanatiker sorgen in San Francisco für Ärger. Ahnungslose Arbeitnehmer und tapfere Polizisten fallen den Ganoven zum Opfer, die sich aus einem Waffendepot ein erschreckendes Tötungsarsenal beschaffen. Harry stellt man eine junge Dame als Partnerin zur Seite, was dem knallharten Bullen zunächst nicht unbedingt Freudentränen in die Äuglein treibt. Die burschikose Tyne Daly macht ihren Job sehr gut, sie ist vielen Zuschauern durch diverse TV-Serien bekannt ("Cagney & Lacey" und "Für alle Fälle Amy" sollten gute Anhaltspunkte sein). Ein gewisser DeVeren Bookwalter gibt den Obermotz der Mordbuben. Bookwalter haut ordentlich auf die Pauke, nach dem von Andy Robinson verkörperten "Scorpio" (aus dem ersten Film der Reihe), sicher einer der auffälligsten Kotzbrocken des "Dirty-Harry-Universums".

"The Enforcer" ist im Vergleich zu "Magnum Force" etwas straffer inszeniert. Dies geschieht angenehmerweise nicht durch aufkommende Hektik, sondern durch die verstärkte Konzentration auf den Hauptplot. Glücklicherweise leidet die wundervolle "70er-Jahre-Atmosphäre" nicht darunter, der Showdown auf Alcatraz ist legendär. Regie führte James Fargo, dem mit "The Enforcer" ein sehr, sehr starker Erstling gelang. Ganz unbeleckt war Fargo freilich nicht, zuvor war er bei mehreren Eastwood-Flicks als Regieassistent am Start.

9/10 = überragend

---

Dirty Harry kommt zurück (USA 1983, Originaltitel: Sudden Impact)

Ermittlungen führen Harry raus aufs Land, wo er sich mit dem ignoranten Kleinstadt-Oberbullen Jannings plagen muss. Alles wie gehabt, Harry Callahan und Bullen aus der Chefetage, ein unendlicher Leidensweg für beide Seiten (an dessen jeweilgen Etappenzielen selbstverständlich Harry stets die Nase vorn hat). Pat Hingle gefällt als knurriger Chief Jannings, den die Nachforschungen des ungeliebten Großstädlers in eine extrem unangenehme Lage bringen. Sondra Locke geistert als blonder Racheengel durch die Kulissen. Eastwoods damalige Lebensgefährtin erweist sich als gute Wahl für die Rolle der rachsüchtigen Jennifer Spencer, da sie sowieso "irgendwie" immer wie ein Gespenst aus der Wäsche schaut.

"Sudden Impact" lässt Harry nur nebeibei gegen die üblichen Schwerverbrecher antreten, typische "Rape and revenge" Elemente hängen der Hauptstory das Fleisch auf die Knochen. Albert Popwell verabschiedet sich aus der Reihe, diesmal ist er als guter Kumpel unseres Helden zu sehen. Die Vergewaltiger wurden mit fiesen Fratzen besetzt, die von ihren Sünden auf blutige Weise eingeholt werden. Für die Regie zeichnet diesmal Clint Eastwood höchstpersönlich verantwortlich. Er erledigt den Job erwartungsgemäß routiniert, obschon er fraglos "künstlerisch wertvollere" Arbeiten abgeliefert hat (was nichts am hohen Unterhaltungwerts des Streifens ändert). Der Sprung in die achtziger Jahre gelingt, die Verlagerung der Handlung sorgt für frischen Wind. "Eigentlich" sollte ich "Sudden Impact" knapp hinter "Magnum Force" und "The Enforcer" einsortieren. Allerdings war der Film in den späten Achtzigern sehr häufig zu Gast in meinem Videokasten, daher lässt meine emotinale Bindung keine niedrigere Einschätzung zu!

9/10 = überragend

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• Das Todesspiel (USA 1988, Originaltitel: The Dead Pool)

Der Tod eines Rockmusiker ruft Harry auf den Plan. Er trifft auf den überheblichen Regisseur Peter Swan, der mit harten Horrorfilmen sein Geld verdient. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und "Mißverständnissen", kommen sich Harry und die Reporterin Samantha Walker näher. Derweil kommt es zu weiteren Todesfällen, offenbar arbeitet der Killer eine Liste ab, die Bestandteil eines bizarren Spiels ist, an dem auch Peter Swan beteiligt ist. Nebenbei trachtet ein inhaftierter Gangster Harry nach dem Leben, der darauf mit einer ganz speziellen Maßnahme reargiert. Liam Neeson darf als Horrorfilmer den Muffel geben, während Patricia Clarkson als rasende Reporterin die Rolle an Eastwood Seite zufällt. Jim Carrey stirbt früh, die damals aktuelle Besetzung von Guns N' Roses taucht als nette Randerscheinung auf.

Harrys letzter Auftritt kommt im Format 1,85:1 daher, was vielleicht sogar besser zur "80er-Jahre-Optik" passt, als das breitere 2,35/2,40:1-Format der Vorgänger. Herr Callahan verabschiedet sich auf hohem Niveau, schiesst bei Bedarf noch immer gern in den Rücken seiner Gegenspieler. Obendrauf gibt es eine Prise Kritik an der Sensationsgier der Massenmedien, dazu einen launigen Seitenhieb auf griesgrämige Filmkritiker (die bekanntlich dem ersten "Dirty Harry" zusetzen). Das Horrorgenre wird mit einer gewissen Ironie zärtlich abgewatscht, was bei mir für manchen Schmunzler sorgte. "Das Todesspiel" ist mir längst ans Herz gewachsen, hat inzwischen nahezu zu seinen Vorgängern aufgeschlossen.

8,5/10 (sehr gut bis überragend)

---

Fazit: Wen mich jemand fragen würde, wie oft ich die Filme der Reihe schon gesehen habe... Dann könnte ich diese Frage nicht seriös beantworten. "Dirty Harry" gehört zum Standard, ist ein unverzichtbarer Teil meiner Filmleidenschaft. Der erste Auftritt des unbeugsamen Harry Callahan ist ein sicherer Kandidat für meine ewigen "Top 100", doch ich möchte keinen einzigen Nachfolger vermissen. Nun aber genug des Geschwafels, kommen wir zu den Fakten. Bereits die DVD-Auswertungen waren ordentlich, auf BD kann die Qualität erneut zulegen. "Dirty Harry" und "Das Todesspiel" bieten das beste Bild. "Callahan" und "Der Unerbittliche" folgen knapp dahinter, "Dirty Harry kommt zurück" fällt leicht ab, kann aber trotzdem überzeugen. Ich habe keine 5€ pro BD bezahlt! Unfassbar, sind diese Filmschätze doch gewissermaßen unbezahlbar! Jede Disc führt Bonusmaterial im Gepack, genaue Angaben findet ihr auf den einschlägig bekannten Seiten.

KAUFEN! GENIESSEN!

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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 27.08.2011 10:30 
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Der Siegel Film ist ein Klassiker. 9/10

Den Rest finde ich eher peinlich. Überflüssige und oft langweilige Filme. Und meist schwach inszeniert. 5/10 und weniger


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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 27.08.2011 11:00 
Die Filme sind alle keine Meisterwerke aber trotzdem liebe ich sie. Tolle Atmosphäre und Clint Eastwood ist in jedem Film einfach cool.


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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 27.08.2011 19:14 
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Stanton wrote:
Der Siegel Film ist ein Klassiker. 9/10

Den Rest finde ich eher peinlich. Überflüssige und oft langweilige Filme. Und meist schwach inszeniert. 5/10 und weniger

Also das kapiere ich ja null!!
Der Erste unterscheidet sich von den anderen doch nie und nimmer so eklatant das ein Gefälle von "Klassiker" zu "peinlich, überflüssig, langweilig & schwach" entsteht. :o
Dass man generell nichts mit den Filmen anfangen kann - okay. Dass man alle klasse findet, mit feinen Nuancen von Teil zu Teil - auch okay. Aber Teil 1 = super, der Rest = peinlich, überflüssig, langweilig & schwach ... :?: Check ich nicht :!:

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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 27.08.2011 19:54 
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Ich schon ...
Ach doch, da liegen für mich Welten zwischen.

An den 2. hatte ich noch gewisse Erwartungen wegen der Drehbuchnamen Milius und Cimino, aber ich war dann auch ganz schnell enttäuscht.

Der Unterschied ist schon mal dass Siegel ein hervorragender Regisseur ist , während Post und Fargo Dutzendregisseure sind. Und Eastwood hat mich als Regissuer bislang auch nicht wirklich überzeugt. Er ist für mich seit den 90gern ein interessanter, aber kein großartiger Regisseur. Und von seinem 80ger Kram gefällt mir nur wenig. Tightrope ist der bessere Harry Film, auch weil er glücklicherweise keiner ist.

Ein anderer Punkt ist natürlich das die Nachfolgefilme Banalisierungen der Figur darstellen, die Originalität des Siegel Filmes in konventionelle Handlungsmuster zurückverwandeln . Vom Ende des Originals aus betrachtet sind die Nachfolger, die Harry immer noch als Polizisten zeigen, ohnehin ein Witz.
Es sind also für mich auch überflüssige Filme.
Das schlimmste aber ist das sie auch noch oftmals langweilig waren. (hmm, ich überlege gerade ob ich Harry 5 überhaupt jemals ganz gesehen habe ... sollte ich vielleicht mal nachholen)

Meine Empfehlung statt Lamy Harry 2 -5 lieber noch mal Coogan's Bluff und Tightrope.


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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 28.03.2012 21:30 
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Alternativer Titel: Dirty Harry
Produktionsland: USA
Produktion: Robert Daley, Carl Pingitore, Don Siegel für Warner Bros.
Erscheinungsjahr: 1971
Regie: Don Siegel
Drehbuch: Harry Julian Fink, Rita M. Fink, Dean Riesner, John Milius
Kamera: Bruce Surtees
Schnitt: Carl Pingitore
Musik: Lalo Schifrin
Länge: ca. 102 Minuten
Freigabe: FSK 16
Darsteller:
Clint Eastwood: Inspektor Harry Callahan
Harry Guardino: Lt. Al Bressler
Reni Santoni: Insp. Chico Gonzales
John Vernon: Bürgermeister
Andrew Robinson: Scorpio
John Larch: „Der Chef“
Josef Sommer: Rothko



Inspektor Harry Calahan wird wegen seiner sehr eigenwilligen Methoden innerhalb der Polizei von San Francisco, Dirty Harry genannt. Allerdings ist er auch der jenige der die Drecksarbeit verrichten muss. Als ein Killer wahllos Menschen erschießt und die Stadt erpresst setzt man Calahan auf den Fall an.

Die Figur Harry Calahan, der Inspektor mit den unkonventionellen Methoden, erlangte durch dessen Verkörperung von Clint Eastwood einen Ausnahmestatus. Brutalität, Coolness und Respektlosigkeit von dem Gesetz zeigten ein neues Bild des Kriminalbeamten. Ein Bild das gerade in Europa gern zum Vorbild anderer Produktionen avancierte. Natürlich ist hier besonders Italien gemeint und der dort überaus beliebte Poliziesco. Stenos „La Polizia Ringrazia“ entstand z.B. kurz nach Siegels Film und Steno orientierte sich zweifelsohne an der „Dirty Harry Vorgangsweise“. Des weiteren sollte man auch noch, wenn man schon beim Thema Don Siegel ist, auf dessen „Madigan“ hinweisen. Dieses sei nur als Randnotiz vermerkt, da der Sachverhalt eh allgemein bekannt ist. Demnach zurück zum eigentlichen Thema.


Die Figur Dirty Harry zeigt einen Menschen der seinen Hass auf das System und das Verbrechertum konzentriert. Harry Calahan schert sich nicht um Vorschriften, er geht seinen eigenen Weg und hat seine eigenen Methoden. Dass diese durchaus erfolgreich sind kann ihn Niemand absprechen. Allerdings ist diese Art des Polizeirebellen den Vorgesetzten ein Dorn im Auge. Calahan sieht seine Berufung darin, das Böse mit allen Mittel zu bekämpfen. Ein Mensch der mit seinem privaten Leben mehr oder weniger abgeschlossen hat und seinen Beruf zu der Überzeugung eines Ausgewählten macht. Eine Art zum Töten berechtigter Messias, der die Welt vom Abschaum befreit. Ob man diesem Menschen Ideale absprechen oder zusprechen kann, liegt im Blickwinkel des Betrachters.

Der Film an sich bietet eine hervorragende Story, welche durchdacht und ohne Leerlauf zum Ziel kommt. Dabei steht Clint Eastwood mit Andrew Robinson in der Rolle des Psychopathen Scorpio ein hervorragender Darsteller gegenüber. Robinson versteht es den Hass des Publikums zu schüren und Harry Calahans Methoden zu respektieren.

Siegel prangert das System, das Gesetz, wie auch die Selbstjustiz an. Siegel zeigt einen von Vorschriften und Paragraphen angewiderten Polizeibeamten, der sich am Ende von seinem Stern trennt. Dass es zwei Jahre später weitergehen sollte, konnte das damalige Publikum wohl weniger ahnen.

Fazit: Ein Meilenstein für den Polizeifilm, der intelligent wie auch kompromisslos daherkommt und zweifelsohne eine Art Gottstatus hat.

10/10

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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 29.03.2012 11:54 
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sid.vicious wrote:
Ein Meilenstein [...] und zweifelsohne eine Art Gottstatus hat.
10/10[/align][/b]


Jo. Obwohl ich Satanstatus bevorzuge. ;)

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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 30.03.2012 21:40 
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Blap wrote:
sid.vicious wrote:
Ein Meilenstein [...] und zweifelsohne eine Art Gottstatus hat.
10/10[/align][/b]


Jo. Obwohl ich Satanstatus bevorzuge. ;)


...hatte der olle Quorthon ja auch... :D

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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 03.12.2014 22:32 
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Hab mir den schmutzigen Harald heute wiedermal vorgenommen.
Lange nicht mehr gesehen und mir ist gleich wieder klar geworden: Der Film ist zurecht ein Klassiker!
Ganz offensichtlich diente dieser Film als Vorlage für die Poliziotteschi und ich wage zu behaupten: Hätte es Dirty Harry nicht gegeben, wäre der Poliziottesco (zumindest in der typischen Form mit einem einzelgängerischen Kommissar der sich über das Gesetz stellt) nie zustande gekommen.
Denken wir nur mal an die Szene im Stadion: Der Kommissar sieht in dem Killer keinen Menschen, sondern nur einen Haufen Scheiße, der einen Anwalt nicht verdient und tritt im auch noch auf das verletzte Bein.
Na wenn das mal nicht maßgeblich war, für den Poliziottesco...
Desweiteren gibt's einige offensichtliche Giallo-Anleihen, den Killer betreffend.
Außerdem kommt Eastwood mit einer selten dagewesenen Coolness rüber, die man als Filmfan (die wir ja alle sind, wie wir uns hier versammeln) doch nur abfeiern kann.
Auch Andrew Robinson gibt einen köstlich gestörten Killer, der sich gerne mal für 200 Dollar die Fresse einschlagen lässt um dann sagen zu können, es wäre Callahan gewesen.
Darüber hinaus ist der Film mit einer ebenso grandiosen Synchro gesegnet und ich denke, dass die den Coolness-Grad noch steigert.
Die Musik von Lalo Schifrin erinnert oft an Morricone, gefällt und rundet somit den Film zu einem großartigen Gesamtwerk ab.
Zurecht verdiente 10/10.


Last edited by Sbirro Di Ferro on 08.12.2014 21:42, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: DIRTY HARRY - Don Siegel
PostPosted: 04.12.2014 11:08 
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Wobei Dirty Harry ja selber schon eine Variation eines anderen Films ist. Nämlich von Siegels und Eastwoods erster Zusammenarbeit Coogan's Bluff (1968). Der im Prinzip bereits den gleichen Charakter enthält.
Und 1968 entstanden ja noch mit Madigan (auch von Siegel) und Bullitt weitere einflussreiche Polizeifilme.


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