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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 24.03.2012 20:05 
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DRIVE
[USA][2011]

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Regie: Nicolas Winding Refn
Darsteller: Ryan Gosling, Carey Mulligan, Bryan Cranston, Albert Brooks, Oscar Isaac, Christina Hendricks, Ron Perlman, Kaden Leos, Jeff Wolfe, James Biberi, Russ Tamblyn, Joe Bucaro III


"Es gibt hunderttausend Straßen in dieser Stadt. Sie müssen die Strecke nicht kennen. Sie geben mir Zeit und Ort, ich gebe Ihnen ein Fenster von fünf Minuten. Falls in diesen fünf Minuten irgendetwas passiert, gehöre ich Ihnen. Passiert jedoch irgendetwas nur eine Minute später, sind Sie auf sich allein gestellt. Verstanden?"

Ein geheimnisvoller Stuntfahrer [Ryan Gosling] bessert seine bescheidene Gage dadurch auf, dass er sich gelegentlich von finsterem Gesocks als Fluchtwagenfahrer anheuern lässt. Dank seiner außergewöhnlichen Fahrkünste schafft er es dabei regelmäßig, der Polizei zu entkommen.
Privat führt er ein unauffälliges Leben in einer schäbigen Mietswohnung.
Im Laufe der Zeit verliebt er sich in seine Nachbarin Irine [Carey Mulligan]. Doch als beide gerade dabei sind, sich näherzukommen, wird ihr Ehemann Standard [Oscar Isaac] aus dem Gefängnis entlassen.
Dieser schuldet dem gewissenlosen Gangster Cook [James Biberi] noch Geld. Um Irine zu schützen, bietet der Fahrer an, Standard bei einem Überfall als Fluchtwagenfahrer zur Seite zu stehen.
Doch der Plan misslingt: Standard wurde auf's Kreuz gelegt und bezahlt mit seinem Leben. Zwar kann der Fahrer mitsamt der Beute entkommen, doch ist er nun seines Lebens nicht mehr sicher: Cook ist hinter ihm und dem Geld her.
Eine Spirale der Gewalt setzt sich in Gang...


DRIVE gelingt das Kunststück, eine sattsam bekannte (und streggenommen noch nie sonderlich originell gewesene) Geschichte mithilfe gekonnt und mit Bedacht eingesetzter Mittel der Filmkunst derartig frisch zu präsentieren, dass man den Eindruck bekommt, etwas Ähnliches hätte es bis dahin noch nicht gegeben.

Vor Spannung im Sitz vibrieren wird der Betrachter aufgrund ausgetretener Handlungspfade zwar kaum, doch Leuten mit Sinn für Stil und Ästhetik dürften sich die Augen weiten.

Nicolas Winding Refn inszeniert von erster bis letzter Sekunde in formvollendet lässiger Eleganz – bereits die eröffnende Autojagd unterlegt er nicht etwa mit hektisch peitschendem Score, wie es ein weniger vorsichtiger Regisseur getan hätte, sondern mit einem aus dem Radio tönenden Kommentar eines Baseball-Spiels.

Anstatt á la THE FAST AND THE FURIOS einfach wie bekloppt auf's Gaspedal zu treten, um den Verfolgern zu entkommen, geht Ryan Goslings 'Fahrer' (sein Name wird tatsächlich nie genannt) dabei mit Taktik, Klugheit und Besonnenheit zu Werke – eine passendere Metapher für den Erfolg DRIVEs ließe sich nur schwerlich finden.

Die Story erinnert in ihren Grundzügen natürlich sehr an Actionknaller wie TRANSPORTER und nicht nur der Titel lässt Erinnerungen an den Walter-Hill-Klassiker DRIVER wach werden.
Sicherlich sind diese Vergleiche auch nicht völlig aus der Luft gegriffen, lediglich das 'Wie' macht hier den Unterschied.

Für einen Actionfilm gibt sich DRIVE nämlich ungewohnt entspannt und gelassen, nimmt sich ausreichend Zeit für die Figuren und beschreibt deren Gefühle, ohne sich auf Seifenopern-Niveau hinabbegeben zu müssen – mehr als einmal ersetzt Mimik dabei das gesprochene Wort.

Die zum Finale hin immer häufiger, quasi aus dem Nichts auftretenden Gewaltausbrüche sind zwar kurz, wirken im Kontrast zu der ansonsten fast schon 'sanften' Inszenierung jedoch umso knalliger.

Der eingesetzte 80er-Jahre-Retro-Look (man beachte Art und Form des Vorspanns) wirkt dabei zwar ein wenig unnötig anbiedernd, richtet jedoch keinen Schaden an.

Ein Werk wie DRIVE, das in erster Linie über das Schauspiel funktioniert, steht und fällt natürlich vor allem mit der Besetzung der Hauptrolle.
Ryan Goslings minimalistisches und dennoch (oder gerade deswegen) sagenhaft intensives Schauspiel ist dann auch tatsächlich ein Hochgenuss:
Jede Geste, jede Mimik sitzt auf den Punkt genau.
Kein überflüssiges Wort kommt über seine Lippen, die geringste Regung seines Gesichts hingegen spricht ganze Bände.
Kein Wunder also, dass Refn die Verpflichtung Goslings zur Voraussetzung für seine Mitarbeit an dem Projekt machte - ohne ihn würde DRIVE in dieser Form schlichtweg nicht funktionieren.

Auch die Nebenrollen zeichnen sich durch überzeugend besetzte und gespielte Figuren aus, besonders Bryan Cranston als gutmütiger Werkstattbesitzer und Albert Brooks als unberechenbarer, zu überraschenden Gewalttaten neigender Gangster wissen zu gefallen.

Stereotypen werden dabei erfreulich stilsicher umschifft – so entpuppt sich der aus der Haft entlassene Ex-Freund Irines nicht etwa als klischeehafte Schlägertype, sondern ebenfalls als glaubwürdig gezeichnete Figur voller menschlicher Stärken und Schwächen.

Die Handlung selbst ist freilich (bis auf wenige Ausnahmen, die weniger das 'was', vielmehr das 'wie' betreffen) vorrausschaubar - das Handeln der Figuren gehorcht brav den Regeln des Mediums, nicht der Realität.

So muss man sich z. B. fragen, warum die Gangster – selbst nach den ersten Toten - die Rache des Fahrers geduldig abwarten, anstatt, wie es sinnvoll wäre, schnellstens unterzutauchen.

Ebenso merkwürdig mutet es an, dass Charaktere, die wissen, dass sie auf der Abschussliste stehen, dennoch allein und schutzlos in dunkler Nacht das Haus verlassen – mag deren Schicksal auch beschlossene Sache sein, allzu einfach sollte man es der Vorsehung dann auch nicht machen.

Somit bietet DRIVE zwar ein glaubwürdiges Szenario, jedoch ohne dabei wirklich den Realismus zu pachten.

Dass es Refn darauf ankam, darf bezweifelt werden, denn DRIVE funktioniert hervorragend als das, was es sein sollte: Als exzellente Fingerübung, die die Möglichkeiten intelligenter Inszenierung bis zum Exzess auslotet.

Angereichert mit ein paar optischen Spielereien (so werden zwei Protagonisten lediglich als Schatten visualisiert) und einem exzellenten Einsatz sorgfältig ausgewählter Songs, welche die Intensität mancher Augenblicke ins Unermessliche steigen lassen, ist DRIVE zwar kein Meilenstein (das wäre sicherlich übertrieben), aber genial durchkomponiertes Augenfutter für Sinn und Geist. Abgefahren!

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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 25.03.2012 17:06 
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DJANGOdzilla hat geschrieben:
Der eingesetzte 80er-Jahre-Retro-Look (man beachte Art und Form des Vorspanns) wirkt dabei zwar ein wenig unnötig anbiedernd, richtet jedoch keinen Schaden an.

Für mich einer DER Hauptpfeiler, die DRIVE stützen und funktionieren lassen.
Ohne den 80er-Jahre-Retro-Look/Soundtrack wäre der Film völlig verloren, da könnte Gosling noch so gut spielen und auch Refns fantastische Bilder würden gnadenlos ins Leere laufen.

DRIVE bekommt von mir die volle Punktzahl...

12 / 12

Das mit Abstand beste, was dieses Jahr im Kino lief - meiner Meinung nach sehr wohl ein Meilenstein, der sicher mehrmals im Jahr das Laufwerk meines BD-Players verschleißen werden darf.

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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 25.03.2012 18:00 
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Sehr spannender und stylish gemachter Mix aus Drama und Action, der mir auch sehr gut gefallen hat.
Bild und Sound komposition ist herrvoragend und auch die Darsteller sind sehr solide, wobei mir besonders Albert Brooks positiv augefallen ist.
Ryan Gosling fand ich hingegen irgendwie etwas nichtssagend.Kann aber auch sein das dies so gewollt ist.
Den ganzen Hype um den Film kann ich auch nicht so ganz nachvollziehen da der Film wirklich nichts zeigt was ich nicht schonmal woanders gesehen habe.

Von mir wärens 8/10 Punkte


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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 25.03.2012 18:20 
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Auf den Film freue ich mich schon sehr!


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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 25.03.2012 19:39 
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TRAXX hat geschrieben:
DJANGOdzilla hat geschrieben:
Der eingesetzte 80er-Jahre-Retro-Look (man beachte Art und Form des Vorspanns) wirkt dabei zwar ein wenig unnötig anbiedernd, richtet jedoch keinen Schaden an.

Für mich einer DER Hauptpfeiler, die DRIVE stützen und funktionieren lassen.
Ohne den 80er-Jahre-Retro-Look/Soundtrack wäre der Film völlig verloren, da könnte Gosling noch so gut spielen und auch Refns fantastische Bilder würden gnadenlos ins Leere laufen.
Verstehe ich nicht. Ohne die Retro-Spirenzchen wäre der Film doch keinen Deut schlechter. Diesen bewusst piefig gehaltenen Vorspann fand ich doch etwas irritierend und stellt für mich keinen Mehrwert dar - und die Essenz des Films macht das für mich erst recht nicht aus.

Vielleicht meinen wir auch unterschiedliche Dinge - denn meines Erachtens erschöpfte sich der Retro-Charakter bereits in der Art der Credits und dem vorherrschenden Blauton. Eine ruhige Kamera hat für mich damit z. B. nichts zu tun.

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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 25.03.2012 19:45 
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ohne den retro-look & soundtrack wäre der film nicht so einzigartig wie er ist....so seh ich das ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 25.03.2012 22:07 
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...hat mich komplett kalt gelassen. Sicherlich schön gefilmt, aber irgendwie war es mir doch zu viel "Style" und zu wenig Story. Habe mit keiner der Figuren mitgefiebert und am Ende war es mir egal, wie die Geschichte ausgeht, wer gewinnt oder überlebt. Vielleicht war die Wirkung auch beabsichtigt, mir war aber alles zu glatt, zu kühl und zu "inszeniert"....


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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 25.03.2012 22:39 
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dr. feti hat geschrieben:
ohne den retro-look & soundtrack wäre der film nicht so einzigartig wie er ist....so seh ich das ;)



.....und 90% der Eurokult Filme ebenfalls. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 25.03.2012 23:56 
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DJANGOdzilla hat geschrieben:
Verstehe ich nicht. Ohne die Retro-Spirenzchen wäre der Film doch keinen Deut schlechter.

Für mich eben schon. ;)

Zitat:
Diesen bewusst piefig gehaltenen Vorspann fand ich doch etwas irritierend und stellt für mich keinen Mehrwert dar - und die Essenz des Films macht das für mich erst recht nicht aus.

Vielleicht meinen wir auch unterschiedliche Dinge - denn meines Erachtens erschöpfte sich der Retro-Charakter bereits in der Art der Credits und dem vorherrschenden Blauton.

Na, da sind aber noch ein paar...

Dieser herrliche 80s-Retro-Soundtrack, der perfekt die Bildebene unterstützt, ist meines Erachtens nach unverzichtbar um diese 08/15-Story zu etwas ganz Großem zu erheben.
DRIVE ist ganz sicher nicht story-driven, DRIVE ist stylishes Stimmungskino, d.h. er will eine bestimmte Atmosphäre rüberbringen. Und das tut er durch 3 Elemente:

1.) Soundtrack
2.) Bilder
3.) Schauspiel

Der OST ist ganz klar 80er. Innerhalb der Bildebene gibt's, wie schon von dir erwähnt, den Vorspann, klar, aber auch seine Skorpion-Jacke zb. und ganz elementar: sein Auto.

Wenn man all das aus DRIVE extrahieren und mit etwas anderem ersetzen würde, bliebe imho ein durchschnittlicher, kaum erwähnenswerter, Action-Thriller übrig.

Ich hab den Film übrigens im Original auf großer Leinwand gesehen und da griffen die 3 o.g. Elemente hervorragend ineinander und erzeugten bei mir eine Atmo und Stimmung zum dahinschmelzen.

Momentan bin ich ziemlich angepisst vom zeitgenössischen Kino, aber nach DRIVE kam ich nach langer Zeit mal wieder völlig zufrieden und entzückt aus dem Saal.

Mehr kann ich eigentlich auch nicht sagen... 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 26.03.2012 12:36 
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Ein 8/10 Film mit Potential für mehr beim Wiedersehen (das Freude macht)


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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 09.05.2012 23:42 
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Nach Monaten des bundesweiten Kinostarts habe ich jetzt, als Nachzögler den Film eben, frisch in einem Kino sehen können.
Auf großer Leinwand mit satten Sound – Das völlige Erlebnis.

Ich bediene mich da mal dem (glaube ich) von chakunah_2072 geprägtem Ausdruck - Der Film ist eine Wolke!
Mir riesigen Erwartungen bin ich ins Kino gegangen und war eigentlich als ich im Sessel saß schon auf einen tiefen Fall gefasst. So gut, wie die Kritiken sich lesen, kann ein Film doch gar nicht sein... Tja, weit gefehlt. Er war besser!

"Drive" war für mich das pure, reine Kinoerlebnis. Mittlerweile bin ich dazu verkommen, dass ich nur noch Filme im Kino sehe, um mich unterhalten zu lassen. Aber dieser Film hat mich nicht unterhalten, er hat mich mitgenommen, mitgerissen und verschlungen.
Ich muss da TRAXX ganz deutlich zustimmen - Was besseres habe ich 2012 noch nicht gesehen.

Die Charaktere sind fantastisch und die Schauspieler, die ihnen leben einhauchen wirklich grandios.
Hier funktioniert das Agieren noch per Blick, per Mundwinkelzucken einfach per Mimik. Keine Geste ist zu viel, kein Ton, kein Satz fehl am Platz.

Einfach nur der Blick des Fahrers, nach der Szene im Fahrstuhl, diese Verzweiflung - Und dann der Gegenschuss.
Man konnte jeglichen Gedankengang hören - Ohne das er gesagt wurde - It's magic! :)


Und die 80er-Ästhetik setzt dem ganzen die Sahnehaube auf.
Ich kann mir schwer vorstellen, wie der Film ohne diese "Retro-Maske" aussehen würde, aber ich finde so, wie sie hier ein-/ aufgesetzt wurde, schenkt sie dem Film einen wundervollen Ton, eine Fassette, etwas Besonderes.
Irgendwie passt damit alles perfekt zusammen. Es gibt keine störenden Elemente. Alles ist fließend und im Einklang. So wie Kino sein muss. Einfach hervorragend.

Superlativen hin oder her, der Film verdient jede sprachliche Verbeugung in den Kritiken auf's derbste!
Ich könnte noch länger schwafeln über diesen fantastischen Film... dieses Drama, Actionfilm, Thriller, Liebesfilm. Aber ich denke meine wenigen Worte machen klar, was für ein Film es ist! DER Film! DAS IST PRUES KINO!


Hier noch ein Bisschen was von der sensationellen Mucke aus dem Film:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 10.05.2012 08:44 
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Logan5514 hat geschrieben:
Nach Monaten des bundesweiten Kinostarts habe ich jetzt, als Nachzögler den Film eben, frisch in einem Kino sehen können.
Auf großer Leinwand mit satten Sound – Das völlige Erlebnis.

Ich bediene mich da mal dem (glaube ich) von chakunah_2072 geprägtem Ausdruck - Der Film ist eine Wolke!
Mir riesigen Erwartungen bin ich ins Kino gegangen und war eigentlich als ich im Sessel saß schon auf einen tiefen Fall gefasst. So gut, wie die Kritiken sich lesen, kann ein Film doch gar nicht sein... Tja, weit gefehlt. Er war besser!

"Drive" war für mich das pure, reine Kinoerlebnis. Mittlerweile bin ich dazu verkommen, dass ich nur noch Filme im Kino sehe, um mich unterhalten zu lassen. Aber dieser Film hat mich nicht unterhalten, er hat mich mitgenommen, mitgerissen und verschlungen.
Ich muss da TRAXX ganz deutlich zustimmen - Was besseres habe ich 2012 noch nicht gesehen.

Die Charaktere sind fantastisch und die Schauspieler, die ihnen leben einhauchen wirklich grandios.
Hier funktioniert das Agieren noch per Blick, per Mundwinkelzucken einfach per Mimik. Keine Geste ist zu viel, kein Ton, kein Satz fehl am Platz.

Einfach nur der Blick des Fahrers, nach der Szene im Fahrstuhl, diese Verzweiflung - Und dann der Gegenschuss.
Man konnte jeglichen Gedankengang hören - Ohne das er gesagt wurde - It's magic! :)


Und die 80er-Ästhetik setzt dem ganzen die Sahnehaube auf.
Ich kann mir schwer vorstellen, wie der Film ohne diese "Retro-Maske" aussehen würde, aber ich finde so, wie sie hier ein-/ aufgesetzt wurde, schenkt sie dem Film einen wundervollen Ton, eine Fassette, etwas Besonderes.
Irgendwie passt damit alles perfekt zusammen. Es gibt keine störenden Elemente. Alles ist fließend und im Einklang. So wie Kino sein muss. Einfach hervorragend.

Superlativen hin oder her, der Film verdient jede sprachliche Verbeugung in den Kritiken auf's derbste!
Ich könnte noch länger schwafeln über diesen fantastischen Film... dieses Drama, Actionfilm, Thriller, Liebesfilm. Aber ich denke meine wenigen Worte machen klar, was für ein Film es ist! DER Film! DAS IST PRUES KINO!


Hier noch ein Bisschen was von der sensationellen Mucke aus dem Film:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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Nein! Ich werde NICHT in die Clips reinhören! Ich kenne den Film noch nicht und will ihn ganz unvorbereitet anschauen.
Wahrscheinlich erst auf Blu-ray. Schluchz.


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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 10.05.2012 11:56 
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Die Blu-ray gibt es längst in USA und UK :D :mrgreen: ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 10.05.2012 12:10 
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chakunah_2072 hat geschrieben:
Die Blu-ray gibt es längst in USA und UK :D :mrgreen: ;)



Wenn was Deutsches kommt kaufe ich Deutsch, weil ich dann die Sprachwahl habe.


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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 06.06.2012 11:55 
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Logan5514 hat geschrieben:
Ich bediene mich da mal dem (glaube ich) von chakunah_2072 geprägtem Ausdruck - Der Film ist eine Wolke!


So nachdem ich den Film nun auch gesehen habe, würde ich da ganz klar zustimmen :mrgreen:

Ansonsten haben Trixxie und Klogan eigentlich schon einges abgefrühstückt und meine spezifischen Empfindung in Worte zu fassen, fällt mal wieder schwer.

Nur soviel: Ich ziehe die 10 :shock: :o

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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 06.06.2012 12:17 
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chakunah_2072 hat geschrieben:
Logan5514 hat geschrieben:
Ich bediene mich da mal dem (glaube ich) von chakunah_2072 geprägtem Ausdruck - Der Film ist eine Wolke!


So nachdem ich den Film nun auch gesehen habe, würde ich da ganz klar zustimmen :mrgreen:

Ansonsten haben Trixxie und Klogan eigentlich schon einges abgefrühstückt und meine spezifischen Empfindung in Worte zu fassen, fällt mal wieder schwer.

Nur soviel: Ich ziehe die 10 :shock: :o


Na endlich... Wurde auch Zeit, dass du den Film endlich mal siehst. Ganz großes Kino.

---

Passend dazu kam mir gestern wieder eine überformatige Sendung ins Haus 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 06.06.2012 13:49 
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Hm, ich werde wohl irgendwann zur BD greifen. Der Trailer gibt mir nicht viel, aber ihr verdammten Nigger macht mich durchaus neugierig.

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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 06.06.2012 17:28 
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Blap hat geschrieben:
Hm, ich werde wohl irgendwann zur BD greifen. Der Trailer gibt mir nicht viel, aber ihr verdammten Nigger macht mich durchaus neugierig.

Kann mir kaum vorstellen, dass dir Bligger (= blue nigger :P ) der Film nicht gefällt. :geek:

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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 06.06.2012 17:40 
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TRAXX hat geschrieben:
Bligger (= blue nigger

Was es nicht so alles gibt?! :)


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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 06.06.2012 18:41 
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Bligger gefällt mir. :D

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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 06.06.2012 19:57 
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Hier gibt es (teilweise) wunderschöne Poster-Artworks von (teilweise) bekannten Künstler zu bestaunen.
Allerdings sind einige Artworks auch echt grenzwertig... :?

30 ultimate Drive Movie-Posters


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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 06.06.2012 20:26 
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Hier mein 5 faves (die minimalistischen mal außen vor gelassen):

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BeitragVerfasst: 06.06.2012 21:57 
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Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie heiß ich auf diesen Film bin. Ryan Gosling finde ich seid dem genialen STAY von Marc Foster sowieso Top!


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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 06.06.2012 23:18 
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Ich finde es erstaunlich, wie sehr dieser "Independent Film" die Leute doch kreativ beflügelt. Ich finde auch, dass speziell der "80ziger Style" in vielen grafischen Dingen (Werbung, Design, Mode) gerade wieder aufblüht. Ob das jetzt von dem Film kommt, mag bezweifelt werden, aber ich denke schon alleine durch die Ästhetik hat der Film viele Leute erreicht. Das der Film neben dem Style aber auch noch Substanz bieten kann, macht ihn dann zum Ober-Hammer.
So eine "Beflügelung" habe ich das letzte mal bei "Donnie Darko" erlebt, der für mich ein ähnlich gelagerter Geheimtipp war/ ist.

Mein Favorit ist übrigens das Motiv von Ken Taylor, den ich sowieso sehr verehre. Um einen Print habe ich mich allerdings zu spät gekümmert, so das ich Keinen mehr abbekommen habe. Allerdings spare ich, um die 250 EUR zusammen zubekommen für ein Restexemplar... Ist so eine Marotte von mir (wird auch sicher noch dauern).


italo hat geschrieben:
Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie heiß ich auf diesen Film bin. Ryan Gosling finde ich seid dem genialen STAY von Marc Foster sowieso Top!

Ich hoffe wirklich, dass wir deine Erwartungen nicht so sehr geschürt haben und du hinterher enttäuscht bist.
"Amer" hätte ich dir z.B. auch empfohlen, aber der ist ja auch völlig bei dir abgeschmiert. Deswegen kann ich nicht einschätzen, ob der Film auf deiner Wellenlinie liegt. Ich hoffe es aber. Allerdings sei gesagt, dass "Drive" auch was ganz Anderes ist, als "Amer"... Ich wüsste jetzt auch auf anhieb keinen vergleichbaren Film.


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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 06.06.2012 23:25 
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TRAXX hat geschrieben:
Hier mein 5 faves (die minimalistischen mal außen vor gelassen):

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Wenn das war wäre, was.... :shock:
Klick


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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 07.06.2012 01:56 
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Ein Film für die VHS-Fraktion..... fäääääääääääääääätttttttttt......

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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 07.06.2012 14:39 
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Hier noch ein ganz nettes Video, dass viele Szenen aus dem Film grafisch/ animiert darstellt.

ACHTUNG, SPOILER!
vimeo.com Video From : vimeo.com


Die Musik von Glass Candy stammt zwar aus dem Soundtrack zu Refn's Film "Bronson", passt aber meiner Meinung nach auch ziemlich gut zum Film "Drive". Ich fragte mich auch die ganze Zeit, ob das Lied nicht auch im Film vorkam...?


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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 07.06.2012 15:04 
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Einer der geilsten Songs von Glass Candy! 8-)
Laut Soundtrack Listing kommt nichts von GC in DRIVE vor...


*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
(hier der direkte link - dein embeded hat nüscht jefunzt)

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BeitragVerfasst: 07.06.2012 15:34 
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http://vimeo.com/32905466#
(hier der direkte link - dein embeded hat nüscht jefunzt)


Merkwürdig - Bei mir geht es. Sprich ist sehe das Video direkt hier im Spoiler.
Ja, der Song ist schon geil - "Bronson" hat auch einen affengeilen Soundtrack... Ich glaube den muss ich mir noch mal geben (also den Film).


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 Betreff des Beitrags: Re: DRIVE - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 07.06.2012 16:05 
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Könnt ihr mal mit dem rum-gehype aufhören? Ist ja schlimm... das verdirbt doch allen nur die Laune auf den Film ;) :mrgreen:

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