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 Betreff des Beitrags: UP! - DRÜBER, DRUNTER UND DRAUF - Russ Meyer
BeitragVerfasst: 06.12.2012 20:02 
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Alternativer Titel: Drüber, drunter und drauf
Produktionsland: USA
Produktion: George K. Carll, Uschi Digard, Russ Meyer, Fred Owens
Erscheinungsjahr: 1976
Regie: Russ Meyer
Drehbuch: Russ Meyer, Roger Ebert, Anthony-James Ryan
Kamera: Russ Meyer
Schnitt: Russ Meyer
Musik: William Loose, Paul Ruhland
Länge: ca. 80 Min. (deutsche DVD ist geschnitten)
Freigabe: FSK 18
Darsteller:
Raven de la Croix: Margo Winchester
Janet Wood: Süße kleine Alice
Su Ling: Limehouse
Elaine Collins: Äthiopischer Koch
Candy Samples: Die Hauptperson
Edward Schaaf: Adolf Schwarz
Robert McLane: Paul
Monty Bane: Homer Johnson
Linda Sue Ragsdale: Gwendolyn
Marianne Marks: Das vollbusige junge Ding
Larry Dean: Leonard Box
Bob Schott: Rafe
Foxy Lae: Pocohontas
Ray Reinhardt: Der Polizeichef
Kitten Natividad: Der griechische Chor





Adolph Schwartz wird ermordet in der Badewanne seines Schlosses aufgefunden. Als Margo Winchester in den Ort kommt, geschieht ein weiterer Mord, den auch der Sheriff beobachten konnte. Hängen die Morde miteinander zusammen oder ist alles nur Zufall?

Mit einem Peitschehiebempfänglichen und Männerliebenden Adolf Hitler Imitat geht es in dessen SM Folterkeller mächtig zur Sache. Zur Entspannung legt sich der Führer anschließend in die Badewanne und wird von einem Piranha gefressen. Die Frage die sich schnell stellt lautet: Was geht hier überhaupt ab? Nun, das ist nicht so einfach zu definieren und wer dem Trash- oder Exploitationkino abgeneigt ist, der sollte jetzt auch schnell die Ansicht des Films beenden…

…wer jedoch weiter am Ball bleibt, der wird von Kitten Natividad über den Sachverhalt informiert und lernt die näheren Verdächtigen etwas besser kennen. Hierbei handelt es sich um allesamt Sexbesessene Individuen die die Suche nach dem Mörder auch schnell ins Leere laufen lassen. Es wird sich vielmehr auf einige, sagen wir mal- Kuriositäten, konzentriert.

Die Kamera macht hierbei genau wie der Schnitt einen guten Eindruck. Alles läuft ähnlich wie man es auch Meyers Werken (Ausnahme die der düsteren Phase) kennt. Die deutsche Synchronisation ist ebenfalls gelungen und man hört nicht ungern hin.

Wer dem Film lang genug treu bleibt, der wird es nicht bereuen, denn Sheriff Homer Johnson greift zur Kettensäge und lässt das Blut spritzen, des weiteren tun sich noch ungeahnte Wahrheiten über Adolf Hitler und Eva Braun auf.

Fazit: Wer diesen Film für voll nimmt, der kann meiner Ansicht nach selber nicht für voll genommen werden. Ein für diese Art von Filmen offenes Publikum wird jedenfalls einiges an Freude bei der Ansicht von Meyers „Up“ haben.

6,5/10

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 Betreff des Beitrags: Re: UP! - DRÜBER, DRUNTER UND DRAUF - Russ Meyer
BeitragVerfasst: 07.12.2012 01:40 
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Toller Russ Meyer Film! 8-)
Sehr schräg, sehr wild, sehr abgefahren! Und neben jeder Menge hüpfender Riesenmöpse von einschlägig bekannten Ladies gibt's noch ordentlich mit ner Kettensäge aufs Mettgut. Leider ist sowohl die VHS als auch die dt. DVD geschnitten.

Some impressions...


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"Ein Tittchen hier, ein Fötzchen da, und die Welt sähe wieder rosiger aus." anti
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 Betreff des Beitrags: Re: UP! - DRÜBER, DRUNTER UND DRAUF - Russ Meyer
BeitragVerfasst: 07.12.2012 18:26 
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Hitler vs. Piranha... wäre eigentlich was für Asylum, oder? Up! ist meiner Meinung nach der wohl abgefahrenste Russ Meyer-Film, und mit Raven de la Croix läßt er eine seiner heißesten Babes vor der Kamera agieren. Ein blutig-geiler Trash-Trip der Extraklasse, den ich das erste mal auf RTL gesehen habe (lief damals uncut, wenn ich nicht irre; die Wiederholungen waren dann leider schon zensiert). Prädikat: geil.

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 Betreff des Beitrags: Re: UP! - DRÜBER, DRUNTER UND DRAUF - Russ Meyer
BeitragVerfasst: 19.08.2013 20:05 
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Lacht nicht, aber den hab ich im Kino gesehen, irgendwann Mitte der 80er bei einem kurzen Russ Meyer-Revival ...
Egal ob geschnitten oder nicht, der Film ist nur noch irrwitzig und abgefahren, und Raven de la Croix ist eine Göttin ... :P :P :P

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Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Betreff des Beitrags: Re: UP! - DRÜBER, DRUNTER UND DRAUF - Russ Meyer
BeitragVerfasst: 19.01.2014 09:34 
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Tja, so kanns gehen ... :roll:

Adolf wird auf Schloss Neuschwanstein durch einen Piranha in der Badewanne ermordet. FBI-Agentin Margo Winchester (Raven de la Croix) ermittelt, während der griechische Chor (Kitten Natividad) verzweifelt versucht die Laufzeit über eine Stunde zu heben.
Wie ich den vor Jahren im Kino gesehen habe war er sehr abgedreht und lustig. Aber einer von uns beiden scheint schlecht gealtert zu sein ... Vielleicht schaue ich ja zu viele Pornos, aber irgendwie konnte ich nicht so richtig mitfiebern. Raven de la Croix ist nach wie vor eine tolle Frau, aber die Bildqualität der WVG-DVD schmälert auch diesen Genuss zum Teil erheblich. Magere 6 von 10 Stellungen, mehr gebe ich nicht her.
Und jetzt auf zu Alexis Texas :D

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Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Betreff des Beitrags: Re: UP! - DRÜBER, DRUNTER UND DRAUF - Russ Meyer
BeitragVerfasst: 19.01.2014 12:20 
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Alexis Texas? Russ Meyer? Der Zusammenhang erschließt sich mir nicht. Unterschiedlicher können die Prioritäten doch nicht sein. Der Eine mags obenrum, die Andere untenrum. Anyway, gibt es eigentlich ein Booty-Pendant zu den Russ Meyer Filmen? Wäre mal interessant.

Up! hat mich sehr amüsiert. Wie fast alle Meyers.

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 Betreff des Beitrags: Re: UP! - DRÜBER, DRUNTER UND DRAUF - Russ Meyer
BeitragVerfasst: 19.01.2014 18:08 
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DerZusammenhang ist, dass mein Filmgeschmack glaube ich tatsächlich etwas ... ähm ... erwachsener geworden ist ... Ich sag ja, einer von uns beiden ist schlecht gealtert, und ich befürchte dass ich es bin :|

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Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Betreff des Beitrags: Re: UP! - DRÜBER, DRUNTER UND DRAUF - Russ Meyer
BeitragVerfasst: 19.01.2014 22:46 
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Schmutziger_Maulwurf hat geschrieben:
Tja, so kanns gehen ... :roll:

Adolf wird auf Schloss Neuschwanstein durch einen Piranha in der Badewanne ermordet. FBI-Agentin Margo Winchester (Raven de la Croix) ermittelt, während der griechische Chor (Kitten Natividad) verzweifelt versucht die Laufzeit über eine Stunde zu heben.
Wie ich den vor Jahren im Kino gesehen habe war er sehr abgedreht und lustig. Aber einer von uns beiden scheint schlecht gealtert zu sein ... Vielleicht schaue ich ja zu viele Pornos, aber irgendwie konnte ich nicht so richtig mitfiebern. Raven de la Croix ist nach wie vor eine tolle Frau, aber die Bildqualität der WVG-DVD schmälert auch diesen Genuss zum Teil erheblich. Magere 6 von 10 Stellungen, mehr gebe ich nicht her.
Und jetzt auf zu Alexis Texas :D


Ich hab den kürzlich auf Tele5 wiedergesehen, und konnte mit dem Film nun auch nicht wirklich viel anfangen.


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 Betreff des Beitrags: Re: UP! - DRÜBER, DRUNTER UND DRAUF - Russ Meyer
BeitragVerfasst: 19.01.2014 23:20 
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Na der zählt halt, genau wie IM TIEFEN TAL DER SUPERHEXEN, zu seinen total irrsinnig überdrehten und nicht immer geschmackssicheren Spätwerken. Aber ich hoffe doch, dass ich den Streifen auch jetzt trotzdem noch was abgewinnen könnte. :? :lol:

Ansonsten würde ich euch raten, es nochmal mit den früheren Meyer-Filmen zu probieren. Insbesondere FINDERS KEEPERS, LOVERS WEEPERS! (1968) ist ein echter Geheimtipp mit ganz viel Pulp- und Noir-Flair oder wie auch immer man das nennen will. :) 8-)

Extrem cooler Song aus dem Film:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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 Betreff des Beitrags: Re: UP! - DRÜBER, DRUNTER UND DRAUF - Russ Meyer
BeitragVerfasst: 27.07.2015 22:35 
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So, das war der erste Meyer, den ich nicht erst jetzt zum ersten Mal gesehen habe.
Damals auf englisch fand ich ihn aber auch schon sehr cool, obwohl ich von der englischen Synchro nicht viel verstanden habe.
Jetzt mit der deutschen Synchro war er noch ein bisschen besser, auch wenn ich die Musik immer noch nicht so besonders gut finde, wie das in früheren Filmen der Fall ist.
Abgesehen von der (trotzdem guten) Musik war das wieder eine helle Freude und wie gesagt, durch die deutsche Synchro noch besser.
Was soll man sonst noch viel schreiben?
Es ist einfach ein typischer Russ Meyer Film mit allem was dazugehört und nicht weniger.
Ach ja, nach wie vor ein klarer 10er.


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 Betreff des Beitrags: Re: UP! - DRÜBER, DRUNTER UND DRAUF - Russ Meyer
BeitragVerfasst: 15.11.2017 17:07 
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Up! – Drüber, drunter und drauf – Russ Meyer

(USA 1976)


März 2003, VHS (Warner Vision, 1,33:1, DF, leicht geschnitten)
2009, DVD (Arrow, 1,33:1, OV)
Dezember 2016, Kino (Kommkino Nürnberg, 1,33:1, DF, 35mm, stark geschnitten)
18.10.2017, Kino (Kommkino Nürnberg, 1,33:1, DF, 35mm, stark geschnitten)
12.11.2017, DVD (Arrow, 1,33:1, OV)



Inhalt:

Adolf Hitler, der sich in ein kalifornisches Schloss Neuschwanstein unter dem Pseudonym Adolph Schwartz zurückgezogen hat, gibt sich mit Begeisterung S/M-Praktiken hin, während er den verlorenen Krieg rekapituliert. Die beglückenden Qualen fügen ihm dabei Männer wie Frauen zu, und letztere auch jedweder Hautfarbe, auch wenn er manchmal kritisch aufmerkt: „Mein Arsch ist keine Trommel, Schwarze! Setz dich auf mein Gesicht!“ Mit den folgenden Prozeduren zufriedener und nahe am Höhepunkt freut er sich: „Mein Schwanz ist ganz groß. Heil Schwein! (…) Tiefer! Tiefer! (…) Ich komme! (…) Mir gehört die ganze Welt!“

Durch seine plüschigen Schlossräume marschierend legt Hitler eine Schallplatte mit dem Lied „Deutschland, du Land der Treue“ auf, um in der Badewanne „Die Zeit“ zu lesen, deren Titelseite gerade über „Heil und Unheil aus Amerika?“ berichtet. Doch plötzlich betritt ein schwarz behandschuhter Mörder seine Räumlichkeiten und ein hitchcockgesichtiger Piranha, Harry der Nimrod, wird ihm ins Badewasser geworfen, der ihn auffrisst. Doch wer ist verantwortlich für diesen „Murder, most foul!“?

Margo Winchester ist auf dem Weg nach Miranda und nutzt die Gelegenheit, um zu joggen. Der Sheriff Homer Johnson bietet ihr an, sie in seinem Wagen mitzunehmen, was sie ablehnt, zum etwas hartnäckigeren Waldarbeiter Leonard steigt sie ein. Als er sie zum Bleiben überreden will, blickt sie auf seine Hose und meint „I don´t think so.“ Daraufhin will er sie vergewaltigen, sie flüchtet, er holt sie ein und malträtiert sie mit Tritten und Faustschlägen, bis sie ohnmächtig ist und er über sie herfällt. Doch in einem günstigen Augenblick gewinnt Margo die Oberhand und tötet ihn – der Sheriff Homer, der alles gesehen hat, nimmt sie fest und lässt ihr nun die Wahl, wegen Mordes ins Gefängnis zu gehen oder sich von ihm sexuell benutzen zu lassen für ein wasserdichtes Alibi. Margo, noch immer nackt im Polizeiauto sitzend, entscheidet sich für Letzteres und gibt sich Homer mit Begeisterung in allen erdenklichen Stellungen hin.

Alice und Paul, die beide bereits Adolf Hitler sexuelle Qualen bereiteten, betreiben in Miranda eine „Alice´s Cafe“ und sind ein Paar. Als Homer das Cafe besucht, spricht Paul ihn auf die Morde an Hitler und Leonard an, sowie auf Margo, den Neuankömmling. Homer lobt Margo in höchsten Tönen: „ihre Titten sind mindestens genauso super. Mit Nippeln so groß wie andere Weiber sich ihre Titten wünschen. Aber das Schärfste ist ihr Arsch!“ und vermittelt sie als Bedienung. Das muntere Treiben in Miranda, einer Kleinstadt, in der jeder des Mordes an Hitler verdächtig ist, lässt die Hoffnung wachsen, dass der „Irrsinn der Leidenschaft“ den Täter verrät, und Leidenschaft gibt es in Miranda sehr viel: Alice und Paul lieben es, sich in freier Wildbahn zu lieben, Margo und Homer meist zu Hause oder im Garten, doch bald genießt auch Paul Margo und Homer die Indianerin Pocohontas. Als Margo vorzeitig nach Hause kommt und Homer beinahe mit Pocohontas erwischt, begutachtet Margo dessen geröteten Schwanz: „It´s all red. Looks like you´ve been fucking an Indian“.

Wenig später tritt Margo als Tänzerin in Alice´s Cafe auf, was den ständig nach „Beer!“ rufenden riesenhaften Holzfäller Rafe nach mehr als nur Bier verlangen lässt: Er vergewaltigt Margo unter dem Jubel der anwesenden Gäste und den Zurufen Hitchcocks; Paul und Homer, die Margo zur Hilfe eilen, schlägt er nieder. Alice hat bereits längst die Bar via eines Geheimgangs verlassen, um in einer Telefonzelle, verlassen in der Prärie stehend, nach Hilfe zu rufen. Zurück ist sie entsetzt, was Rafe Paul angetan hat und versucht, Rafe mit einem Stuhl zu erschlagen; Rafe packt sich daraufhin Alice und hebt sie auf Margo, um beide gleichzeitig zu vergewaltigen. Als Homer Rafe eine Axt in den Rücken jagt, zieht sie sich Rafe wieder heraus, um sie in Homers Bauch zu versenken, auch Homer überlebt und verfolgt Rafe, der das Cafe verlässt, unter jedem Arm eine Frau im Schlepptau. Bewaffnet mit einer Kettensäge stellt Homer Rafe, beide laufen wie in einem Duell aufeinander zu, Homer ruft: „Es ist etwas weit weit besseres, was ich tu“, und beide sterben an den Verletzungen, die ihnen die Kettensäge zufügt; Alice und Margo fallen einander schluchzend in die Arme, trösten sich und berühren sich erotisch.

Als Margo nach all den Strapazen eine Dusche nimmt, schleicht sich ein schwarzgewandeter Mörder mit einem Messer in des Sheriffs Haus, um sie zu meucheln: Es ist Alice, der unwahrscheinlichste Verdächtige. Margo kann erfolgreich entwischen und es gelingt ihr, Alice in ein Gespräch zu verwickeln; Alice ist empört, weil Paul mit Margo fremdgegangen ist und letzte Nacht Margos statt ihren Namen rief. Doch nun stellt sich heraus, dass Alice auch Adolph Schwartz umgebracht hat, es sich bei Schwartz tatsächlich um Hitler handelte – Hitler konnte nach dem Krieg nach Amerika fliehen, nur Eva Braun ist verbrannt. Und Alice enthüllt ihre wahre Identität: „Schwartz my ass! My real name is Eva Braun jr., bastard daughter of Adolf Hitler, boxom haired Mistress! (…) Aber genug von der historischen Scheiße, ich habe Adolf Hitler umgebracht, um meine Ehe zu retten. (…) Außerdem bin ich nie wirklich mit Dad zurechtgekommen!“ Alice erklärt sich weiter, während sie Margo mit einem Wehrmachtsdolch verfolgt, Margo lauert Alice von hinten auf und fasst ihr an die Brüste, was Alice gefällt. Sie sinkt vor Margo auf die Knie und erblickt ein Rosentatoo an Margos Venushügel: „Hmm. Rosebud“.

Nun will Alice Margo ihren großen Gummidildo zeigen und führt sie an einen einsamen Ort im Wald, wo ein Bettgestell steht – doch da schießt Paul auf sie, sein Grund: Alice hat „den armen Adolf, so missverstanden!“ getötet; zudem entpuppt er sich als Frauenfeind: „Du bist wie alle anderen, selbstsüchtig und egozentrisch!“ Margo kann Paul entwaffnen, der jammert, weil er sich bei der Abgabe eines Schusses wegen des Rückstoßes an der Hand verletzt hat. Als Margo drohend den Gummidildo schwingt, schreit Alice: „You´ve hurt my Paul, cunt!“, während Paul sein Leid in die Welt schreit: „I love you and I hate you and your big tits and your fat ass!“

Margo stellt sich nun als Agentin heraus, die den Mord an Adolf Hitler aufklären sollte und wird belobigt. Und „Irgendwo in Bayern“, wo ein Wegweiser zur Hanns Seidel Stiftung Wildbad Kreuth weist, verbittet sich Martin Bormann, dass je wieder das Horst-Wessel-Lied gespielt wird. „Jawohl, Martin“.



Review:

Nach dem großen Erfolg von „Supervixens“ – sowohl künstlerisch als auch an der Kasse – drehte Russ Meyer mit „Up!“ einen Film, der mit 290000 Dollar etwas teurer war und zwar erfolgreich an der Kasse lief, jedoch nicht an die Einspielergebnisse seines Vorgängers heranreichte. Uschi Digard gibt es diesmal nur hinter der Kamera, sie war fürs Make-up zuständig und Coproduzierte den Film, und bis auf Kitten Natividad und Candy Samples, die beide in „Up!“ und in „Im tiefen Tal der Superhexen“ (1979) mitspielen, gibt es vom weiblichen Teil des Casts keine Wiederbesetzungen. Dafür wurde der Film am gleichen Ort, an dem auch „Vixen“ (1968) gedreht wurde, inszeniert, unter anderem erkennt man die Flusslandschaft wieder.

„Up!“ besitzt nicht die Bedeutungstiefe seines Vorgängers, übersteigert aber die grotesken Elemente früherer Russ-Meyer-Filme in eine Comic-Strip-artige Parodie auf Kriminalfilme. Bereits in „Wilde Mädchen des nackten Westens“ (1962) übte sich Meyer in einer überaus comichaften Inszenierung, die er zwar in den schnellen Bildfolgen, die all seine Filme ausmachen, beibehielt, die in „Up!“ jedoch ihren Gipfel finden. Dass Meyer grundsätzlich die farbenfrohe Welt der Comics filmisch umsetzt, legt auch „Supervixens“ nahe, nicht nur, weil nahezu alle Frauen in dem Film ein „Super“ vor ihrem Namen tragen und damit an die Superhelden der Comics erinnern, sondern auch wegen seines Themas um einen schwachen Helden, der Stärke erlangt (vgl. „Dark Knight Rises“, 2012). Grell-farbenfroh inszeniert Meyer immer, und das gelingt ihm, trotzdem er weitgehend auf Beleuchtung während des Drehens verzichtet. Margo Winchester, deren Namen ebenfalls gut zu einer Comicheldin passt, darf sich in „Up!“ passenderweise an Lianen schwingend und sich ihrer Gegner mit Karatetritten erwehrend gegen Ende als weiblicher Dick Tracy entpuppen.

„No fairytale… this“ – mit diesem Schriftzug beginnt der Film und führt Kitten Natividad als griechischen Chorus ein. In der griechischen Tragödie, um 500 v.Chr. aus religiösen Wechselgespächen zwischen einem Priester und der „Gemeinde“ entstanden, stand der Chor stellvertretend für den Zuschauer, der nun nicht mehr aktiv in ein Wechselgespräch eingebunden wurde, sondern nur noch passiv zusah. Der Chor reflektierte die Handlung, die dargeboten wurde und die im Laufe des 5. Jahrhunderts v.Chr. immer mehr in den Vordergrund trat, emotional, psychologisch und moralisch und lieferte dem Zuschauer die Interpretation des Gesehenen gleich mit. Während im römischen Reich der Chor in der Auftrittsdauer weiter reduziert wurde, gab es im Mittelalter und in der Neuzeit allenfalls noch einen Erzähler, der einzelne Akte einführt – bei Betonung der moralischen Deutungsebene. In „Geliebte Aphrodite“ (1995) geht Woody Allen davon aus, dass ein griechischer Chor heute nicht mehr ernst genommen werden kann und erzählt eine an sich tragische Geschichte humorvoll unter Einbeziehung eines den Film regelmäßig unterbrechenden griechischen Chores – jedoch ist es auch möglich, das epische Theater Brechts und das moderne Theater, in dem der Zuschauer teils von im Hintergrund zu sehenden Dokumentarfilmen oder Projektionen von echten Dokumenten und Fakten die Handlung wissenschaftlich-moralisch reflektiert, als ernsthafte Fortsetzung der Funktionen, die früher der Chor in der Tragödie ausgeführt hat, zu sehen. Im Film hingegen geschieht das in epischer Form dann, wenn in Seefahrts- oder Science-Fiction-Filmen Tagebuch- und Logbucheinträge zu hören sind und die emotionale Verfassung der Helden reflektieren, und auf lyrisch-emotionaler Ebene, wenn das Fortschreiten der Narrative verlangsamt wird oder gar stoppt, indem die Schönheit der Bilder inszeniert wird – dazu gehören auch Sexszenen; „Megavixens“ (1970) ist hier ein ideales Beispiel.

Der griechische Chorus in „Up!“ ist ein „Einpersonenchor“, sich selbst zu Beginn als „Missklang der Fleischeslust, Verkörperung des Körpers und des Suspense“ bezeichnend. Nachdem Adolf Hitler im ersten Akt des Films ermordet wird, stellt er dem Zuschauer in poetischer Sprache die Verdächtigen vor: Die äthiopische Köchin, Alice, „Maiden, Lesbian and Princess, Hüterin des Allerheiligsten, die ursprüngliche Mutter“, Paul, „ein Mann von mannigfacher Stoßkraft, dessen Hammer einen unermüdlichen Zapfenstreich gegen die weichen Unterleiber seiner weiblichen Beutetiere schlägt“, Margo, „die rehäugige Fickmaschine (…) eine makellose Konfiguration von Nietzsches Überweib“, Homer, der „Bulle in der Arena der Minne“, und Gwendolyne, die nicht „zwischen Paul und Alice kommt, sondern mit ihnen“. Während des Films führt der Chor immer wieder den Zuschauer zum eigentlichen Krimiplot zurück, den der Mittelteil „narrativ“ gar nicht erzählt, und fasst abschließend moralisierend das Scheitern und Triumphieren der Charaktere zusammen: „Rafe, der reizlose Riese, Opfer seines Mutterkomplexes und der Alkohollobby (…) Eva Braun jr. – ein Stutenfohlen in doppelter Kreuzung, hart zugeritten und beiseite geschoben (…) Paul, ein Fuchs, der seinen eigenen Schwanz jagt, Selbstfellatio ist seine Belohnung (…) Margo, kein Berg ist zu hoch, um erklommen zu werden – Winchester über Alles!“

Der Beginn des Films, in dem der masochistische Adolf Hitler sich seinen sexuellen Vergnügungen hingibt und schließlich ermordet wird, gefiel dem damaligen Publikum wenig – dabei steht er tief verankert in der Tradition der Geschichten in Russ Meyers Werk, besonders seines späteren. In Meyers Verständnis von Sexualität muss ein Mann ein heterosexuell aktiver Mann sein. Seine Filme zeigen nun Helden, die sexuell wenig selbstbewusst sind und entweder von einer Frau erlöst werden („Eve and the Handyman“, 1961), durch Magie befreit werden („Good Morning… and Goodbye“, 1967), oder sich ihre Sexualität erkämpfen müssen („Supervixens“, 1975). Die Gegenspieler sind Männer, die „gesunden Sex“ niemals kennengelernt haben und ihn nie kennenlernen werden und sich daher in tierische Brutalität, Alkoholismus und Frauenverachtung fliehen (besonders Sidney Breshaw in „Mudhoney“, 1964, aber in fast allen Filmen Russ Meyers vorzufinden). Nach seinen schlimmen Erlebnissen mit der US-Zensur koppelt Meyer die Frauenverachtung seiner „Tiermenschen“ mit der Sexverachtung der Zensoren, woraus dann der Charakter des Harry Sledge in „Supervixens“ entstanden ist – und in „Up!“ Adolf Hitler als mörderischster Verbrecher der Menschheit, der sich, in die USA geflohen, nun Sadomasochismus und Homosexualität hingibt – beides für Meyer weder gesund, noch ein Weg für sexuelle Heilung durch eine Frau. Auf persönlicher Ebene entspricht Hitler in „Up!“ Meyers Ehefrau Edy Williams, von der er sich zwischen „Supervixens“ und dem Drehbeginn von „Up!“ scheiden ließ. In „Supervixens“ wird SuperAngel, die Ehefrau des Helden Clint, der die gleichen Worte in den Mund gelegt werden, die Meyer sich von Edy Williams immer wieder bieten lassen musste, von einem Polizisten Harry grausam in einer Badewanne ermordet; ebenso grausam wird Hitler von einem Piranha, der ebenfalls auf den Namen Harry hört und den ein Killer, der die gleichen schwarzen Handschuhe trägt wie der Polizist Harry, in eine Badewanne wirft und Hitler damit ermordet. Da es im Verlauf der Trennung zwischen den beiden Eheleuten naive Hitlervergleiche gab, erscheint eine weitere emotionale Verarbeitung von Meyers Hassliebe und Trennungsschmerz offensichtlich.

„Up!“ wurde in Deutschland erst 1986 im Kino uraufgeführt und ist um Sex und Gewalt stark geschnitten, gerade das „Kettensägenmassaker“ fehlt gänzlich und lässt den Zuschauer völlig um Ungewissen. Die VHS- und DVD-Fassung ist nur sehr behutsam in Gewaltszenen geschnitten: Die Gewalt fehlt nicht, wird nur in der Dauer etwas verkürzt. Inhaltlich gab es kaum Änderungen, nur das einer oft der amerikanischen Satzstellung folgende Deutsch Hitlers wurde in der deutschen Fassung angepasst. Ein Manko ist die fehlende, Mae West imitierende Originalstimme Raven De La Croix´, deren laszive Coolness Quentin Tarantino in fast all seinen Filmen würdigt - - eine Hommage an De La Croix´ Tanz findet sich auch in Rodriguez´ „From Dusk Till Dawn“ (1996), den Tarantino mitinszenierte.


Fazit:

Äußerst unterhaltsame Cartoon-Grotske und Krimiparodie mit einer verdient kultverdächtigen Raven De La Croix. „Winchester über Alles!“


Wertung:

10 / 10


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 Betreff des Beitrags: Re: UP! - DRÜBER, DRUNTER UND DRAUF - Russ Meyer
BeitragVerfasst: 15.11.2017 17:13 
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Pacific Nil hat geschrieben:
eine Hommage an De La Croix´ Tanz findet sich auch in Rodriguez´ „From Dusk Till Dawn“ (1996), den Tarantino mitinszenierte.

Bist du da sicher?
Tarantino hat ihn geschrieben, aber mit der Inszenierung, sprich Regie, hatte er ja nichts zu tun.
Das lese ich zum ersten Mal, dass er auch daran beteiligt gewesen sein soll.
(Man verzeihe mir die das OT)

Zu UP!: Da stimme ich dir zu, der gehört eindeutig zu den besten Werken von Meyer.


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 Betreff des Beitrags: Re: UP! - DRÜBER, DRUNTER UND DRAUF - Russ Meyer
BeitragVerfasst: 15.11.2017 17:59 
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Das ist natürlich davon abhängig, wie man "mitinszenieren" auffasst. Filmemacher, besonders wenn 2 Regisseure - nur einer davon freilich offiziell Regisseur - beteiligt sind, tauschen sich selbstverständlich untereinander aus, teilen Fachwissen, bringen Ideen ein. Rodriguez und Tarantino sind befreundet, Tarantino hat in dem Film eine Hauptrolle gespielt, das Drehbuch geschrieben und ihn mitproduziert. Da wird Rodriguez seinen Freund und Kollegen nicht damit vor den Kopf gestoßen haben, indem er nur das gemacht hat, was er wollte. Zudem ein Produzent auch immer darauf achten muss, dass die Gewinnaussichten seines Films nicht geschmälert werden, indem der Regisseur den Film zu sperrig und zu wenig kommerziell inszeniert, weil er sich als "Künstler" verwirklichen will. Produzenten kontrollieren einen Film, wenn er kommerziell erfolgreich sein soll. Es gibt natürlich auch Gegenbeispiele, manchmal wird Regisseuren völlig freie Hand gelassen - besonders im Low-Budget-Bereich.


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 Betreff des Beitrags: Re: UP! - DRÜBER, DRUNTER UND DRAUF - Russ Meyer
BeitragVerfasst: 15.11.2017 18:17 
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Pacific Nil hat geschrieben:
Das ist natürlich davon abhängig, wie man "mitinszenieren" auffasst. Filmemacher, besonders wenn 2 Regisseure - nur einer davon freilich offiziell Regisseur - beteiligt sind, tauschen sich selbstverständlich untereinander aus, teilen Fachwissen, bringen Ideen ein. Rodriguez und Tarantino sind befreundet, Tarantino hat in dem Film eine Hauptrolle gespielt, das Drehbuch geschrieben und ihn mitproduziert. Da wird Rodriguez seinen Freund und Kollegen nicht damit vor den Kopf gestoßen haben, indem er nur das gemacht hat, was er wollte.

Ja, schon klar, das machen ja viele, das ist ja bei vielen Produktionen so, dass mehrere Beteiligte Ideen einbringen, aber das sind eben nur Ideen.
Das heißt noch lange nicht, dass das auch wirklich so umgesetzt wird.
Was wie inszeniert werden soll, darüber hat letztendlich eigentlich der Regisseur zu entscheiden.
Und der Regisseur ist eben Rodriguez und nicht Tarantino, so gesehen hat Tarantino mit der Inszenierung nichts zu tun.
So sehe ich das zumindest.


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 Betreff des Beitrags: Re: UP! - DRÜBER, DRUNTER UND DRAUF - Russ Meyer
BeitragVerfasst: 15.11.2017 20:37 
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Ja, ich kenne da sehr gut die "2 Lager" :mrgreen:
Mein Standpunkt dazu ist, dass immer genau betrachtet werden muss, wer, wann, wo, wen und was führt. Wenn der Regisseur dem Kameramann freie Hand lässt, führt der Kameramann (Bei Francis Ford Coppolas "Bram Stokers Dracula" sagte Coppola seinem Kameramann Michael Ballhaus: "Mach was du willst" - Hat nun Ballhaus "inszeniert", oder Coppola?) Wenn der Produzent die Zügel fest in der Hand hält, der Produzent. Idealerweise ist es natürlich der Regisseur. Für mich gibt es da nicht nur 0 und 1.


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 Betreff des Beitrags: Re: UP! - DRÜBER, DRUNTER UND DRAUF - Russ Meyer
BeitragVerfasst: 17.11.2017 16:19 
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Danke für diese - wieder Mal - sehr gute Besprechung...

Nochmal hierzu:

Pacific Nil hat geschrieben:
[align=center]Up! – Drüber, drunter und drauf – Russ Meyer
- eine Hommage an De La Croix´ Tanz findet sich auch in Rodriguez´ „From Dusk Till Dawn“ (1996), den Tarantino mitinszenierte.




Tarantino hatte ja seinem Drehbuch ein Motto aus Jess Francos LA COMTESSE NOIRE vorangestellt: "I earnestly wish an end would come to this bloody race I forced to run".

Aufgrund der Franco-Referenz hatte ich gedacht, dass der Schlangentanz von Salma Hayek eigentlich ein Bezug zu Francos VAMPYROS LESBOS und dem dortigen "Vampir-Tanz" von Soledad Miranda habe - zumal in JACKIE BROWN dann sogar auch ein Musikstück aus VAMPYROS LESBOS zu hören ist (Tarantino hatte also den Film gekannt)...

wegen der Vampir-Thematik würde der Franco-Bezug in FROM DUSK TILL DAWN dann natürlich "Sinn" machen, wobei es - klar- denn auch sicher möglich sein kann, dass von Rodriguez / Tarantino - ist ja eine enge Zusammenarbeit gewesen - Meyer als Hommage zitiert ist...


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 Betreff des Beitrags: Re: UP! - DRÜBER, DRUNTER UND DRAUF - Russ Meyer
BeitragVerfasst: 17.11.2017 16:42 
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Howard Vernon hat geschrieben:
Danke für diese - wieder Mal - sehr gute Besprechung...

Nochmal hierzu:

Pacific Nil hat geschrieben:
[align=center]Up! – Drüber, drunter und drauf – Russ Meyer
- eine Hommage an De La Croix´ Tanz findet sich auch in Rodriguez´ „From Dusk Till Dawn“ (1996), den Tarantino mitinszenierte.




Tarantino hatte ja seinem Drehbuch ein Motto aus Jess Francos LA COMTESSE NOIRE vorangestellt: "I earnestly wish an end would come to this bloody race I forced to run".

Aufgrund der Franco-Referenz hatte ich gedacht, dass der Schlangentanz von Salma Hayek eigentlich ein Bezug zu Francos VAMPYROS LESBOS und dem dortigen "Vampir-Tanz" von Soledad Miranda habe - zumal in JACKIE BROWN dann sogar auch ein Musikstück aus VAMPYROS LESBOS zu hören ist (Tarantino hatte also den Film gekannt)...

wegen der Vampir-Thematik würde der Franco-Bezug in FROM DUSK TILL DAWN dann natürlich "Sinn" machen, wobei es - klar- denn auch sicher möglich sein kann, dass von Rodriguez / Tarantino - ist ja eine enge Zusammenarbeit gewesen - Meyer als Hommage zitiert ist...



Danke für das Lob :)

Jimmy McDonough nennt in "Big Bosoms and Square Jaws" "Up!" als Quelle für den Tanz Salma Hayeks. Bei einem Vergleich der beiden Tänze für mich ein jeweils ähnlicher Tanzstil, der aber auch zusätzlich eine Hommage an "Vampyros Lesbos" sein kann, habe den Film aber gerade nicht parat, da ich gerade nicht zu Hause bin. Es ist für mich immer interessant, wenn es auf mehr als ein Kunstwerk/Film gleichzeitig Anspielungen gibt.


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 Betreff des Beitrags: Re: UP! - DRÜBER, DRUNTER UND DRAUF - Russ Meyer
BeitragVerfasst: 17.11.2017 16:53 
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Pacific Nil hat geschrieben:



Danke für das Lob :)

Jimmy McDonough nennt in "Big Bosoms and Square Jaws" "Up!" als Quelle für den Tanz Salma Hayeks. Bei einem Vergleich der beiden Tänze für mich ein jeweils ähnlicher Tanzstil, der aber auch zusätzlich eine Hommage an "Vampyros Lesbos" sein kann, habe den Film aber gerade nicht parat, da ich gerade nicht zu Hause bin. Es ist für mich immer interessant, wenn es auf mehr als ein Kunstwerk/Film gleichzeitig Anspielungen gibt.
[/quote]

Dass zumindest Tarantino von Meyer beeinflusst ist, müsste - spätestens - seit der Schlussszene in DEATH PROOF ja klar sein...

Das Jimmy-McDonough-Buch habe ich noch nicht gelesen, steht aber schon bei mir herum... ist wohl besser als das Rolf-Thissen-Buch, oder?

Mach weiter mit Deinen tollen Besprechungen...freue mich schon auf den nächsten"Meyer"...


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 Betreff des Beitrags: Re: UP! - DRÜBER, DRUNTER UND DRAUF - Russ Meyer
BeitragVerfasst: 17.11.2017 17:12 
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Howard Vernon hat geschrieben:
Dass zumindest Tarantino von Meyer beeinflusst ist, müsste - spätestens - seit der Schlussszene in DEATH PROOF ja klar sein...

Das Jimmy-McDonough-Buch habe ich noch nicht gelesen, steht aber schon bei mir herum... ist wohl besser als das Rolf-Thissen-Buch, oder?


Ja, "Death Proof" ist ein Paradebeispiel, damals gab es in der Vorproduktionsphase des Films auch Gerüchte, dass Tarantino ein Remake von "Die Satansweiber von Tittfield" drehen wolle.

Das McDonough-Buch ist tatsächlich besser und manchmal auch angenehm kritisch. Meyers Autobiographie dagegen lohnt sich kaum, es ist eine überteuerte Sammlung von Bildern und alten Filmkritiken und bietet nur wenig "Autobiographisches".


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