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 Betreff des Beitrags: FEMME FATALE - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 21.03.2012 20:54 
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Femme Fatale


USA/Frankreich 2002
Originaltitel: Femme Fatale


Das Spätwerk von Brian De Palma hat mich nicht unbedingt zum Fan werden lassen. Natürlich waren da immer gute Filme dabei, aber die stärkste Zeit des Regisseurs liegt zwischen 1973 und 1985. Dachte ich zumindest und hatte deshalb "Femme Fatale" einige Zeit im Regal, ohne ihn mir anzusehen. Das war Fehler und Glück in Einem. Ein Fehler, weil der Film absolut überragend ist und Glück, weil ich mich heute durch eine Erstsichtung erfreuen konnte. Allerdings werde ich dadurch die letzten 2 Jahrzehnte des Regisseurs nochmal unter anderen Gesichtspunkten prüfen müssen. Möglicherweise habe ich manche Filme von ihm schwächer in Erinnerung als sie sind, oder aber "Mission Impossible" hatte meine Sicht auf das Gesamtwerk des Regisseur etwas beeinträchtigt.

"Femme Fatale" ist aber in jedem Fall ein absolutes Meisterwerk, dessen negative Kritiken mich vielleicht ebenfalls an einer früheren Sichtung behinderten. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht wo die herkommen, aber ich gehe mal von einer falschen Erwartungshaltung aus.

Der Film startet direkt im "Film noir", da sich die titelgebende Hauptakteurin im Fernsehen den Billy Wilder Klassiker "Frau ohne Gewissen" ansieht. Das ist mehr als passend, da man sie durchaus so bezeichnen kann. In einem fulminant gefilmten Coup, legt sie nämlich alle aufs Kreuz und beschäftigt sich weniger mit Gewissensbissen. Allerdings wird sie dieser Coup noch eine Weile verfolgen, aber das sollte man sich ansehen und nicht hier nachlesen. Damit das richtig Laune macht, liefert Brian De Palma ein Glanzstück ab. Denn nicht nur diese fantastische Raubsequenz bietet Bilder zum Zunge schnalzen. Der Film ist voll davon. Der Höhepunkt ist zweifellos das Unterwasserbild von Hauptdarstellerin Rebecca Romijn. Das ist dermaßen wahnsinnig genial, das man es sich ausschneiden und an die Wand hängen möchte. Filmkunst in Perfektion!

Natürlich ist der Plot nicht immer einfach zu verfolgen, aber mit der nötigen Konzentration gelingt das mühelos. Zum berieseln lassen und Popcorn mampfen taugt der Film natürlich nicht. Das ist eher wie sich bewegende Malerei in einer Kunstgallerie, mit einem unglaublich spannendem Plot, bei dem man nie weiß was als nächstes passieren wird.

Allerdings sollte man definitiv nicht vor dem Konsum allzu viel über die Handlung lesen, da dies den Genuß in jedem Fall schmälern wird. Dafür verarbeitet er zuviel Zufallsmöglichkeiten und beleuchtet den "Butterfly Effect", weshalb man einfach besser nichts im Vorfeld weiß. Wer spannende Thriller mit Anspruch und einen Hang zur gefilmten Kunst aufweist, kann hier aber eh keinen Fehlgriff tätigen. Wer einen Hang zum "film noir" hat, ebenfalls nicht, allerdings sollte man nicht zu stark danach suchen. Inhaltlich ist er zwar in dieser Ecke am Besten aufgehoben, aber filmisch eher bei De Palma.

Obwohl ich jetzt kein Fan von Antonio Banderas bin, gefiel er mir in seiner Rolle unglaublich gut. Da war wenig vom Latino-Lover zu sehen und er füllte seine Figur äußerst bemerkensert aus. Rebecca Romijn überzeugte dagegen als titelgebende Figur. Ihre Ausstrahlung war unglaublich und man nahm ihr die Rolle einfach ab, ohne nachzufragen. Den hervorragenden Eindruck den der Film aufgrund seiner Bilder hinterläßt, rundet der fantastische Score von Ryuichi Sakamoto ab. Der weltbekannte Japaner wechselte sich, wie bei seinem eigenen Schaffen, quer durch die Musikrichtungen ab und hinterließ in jeder Szenerie seine traumhaft schönen Klänge, die einen auch beim Abspann noch auf die Couch fesseln.

Trotzdem kann man den Film jetzt nicht jedem ans Herz legen. Die Popcorn-Klientel wird nicht viel verstehen, Fans von geradlinigen Filmen ebenso wenig. Hier kommt es eher auf die Wahrnehmung visueller Kunst an und natürlich auch auf Freude an spannenden Plots, die ohne Action in gemächlicherem Tempo präsentiert werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Femme Fatale - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 22.03.2012 00:39 
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Ein älterer Kurzkommentar:


Femme Fatale (Frankreich, USA 2002, Originaltitel: Femme Fatale)

Während der Filmfestspiele in Cannes, zieht eine kleine Verbrecherbande einen feisten Juwelenraub durch. Die begehrten Steinchen befinden sich am Körper einer jungen Dame. An dieser Stelle kommt Laure (Rebecca Romijn-Stamos) ins Spiel, die auf der Damentoilette eine heisse Nummer mit der Trägerin der Edelsteine auf den Marmor legt. In einer Kabine lauert der Obergauner (Eriq Ebouaney), der die Originale gegen Imitationen austauscht. Der Coup gerät jedoch ausser Kontrolle, es kommt zu einem Schusswechsel, Laure flüchtet mit der Beute. Sieben Jahre später ist die gerissene Dame mit einem reichen US-Amerikaner verheiratet, ihr altes Leben scheint vergessen. Zu ihrem Unglück tritt ihr Gatte jedoch den Posten des US-Botschafters in Frankreich an, wodurch Laure zur Rückkehr in ihre alte Heimat gezwungen wird. Da keine Fotos von der rätselhaften Gattin des Botschafters existieren, setzt ein Verleger einen abgebrannten Fotografen auf die reizvolle Fährte. Tatsächlich gelingt Nicolas Bardo (Antonio Banderas) der begehrte Schnappschuss. Dadurch löst der Papparazzo unfreiwillig eine Kettenreaktion aus, denn Laure wird von ihren alten Weggefährten auf einem Werbeplakat für die Zeitschrift erkannt. Ein mörderisches Intrigenspiel nimmt seinen Lauf. Nicolas gerät in die Fänge einer gefährlichen Frau, die auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit zu allem entschlossen ist, genau wie ihre Verfolger...

Dass Brian De Palma ein Händchen für packende Thriller hat, ist schon seit mehr als drei Jahrzehnten kein Geheimnis mehr. Filme wie "Dressed to Kill" und "Body Double" (Der Tod kommt zweimal) gehören zu den Highlights des Genres. Nach dem ruhigen SF-Werk "Mission to Mars", welches 2000 in die Kinos kam, befasste sich De Palma zwei Jahre später wieder mit seiner Lieblingsthematik. Auf den ersten Blick scheint "Femme Fatale" ein mäßig spannender Film zu sein, der durch einen massiven "Bruch" -der eigentlich keiner ist- mit Sicherheit einige Zuschauer vor den Kopf stossen wird. Bei genauer Betrachtung entpuppt sich der Streifen aber als echtes Kleinod für Geniesser, das geschickt mit der Erwartungshaltung seiner Zuschauer spielt. De Palma spielt auf inszenatorischer Ebene seine wohlbekannten Stärken und Spezialitäten aus, Split Screen und Zeitlupe kommen zum Einsatz, werden dabei aber nie zum hohlen Selbstzweck. Der Auftakt präsentiert uns ein lupenreines Heist-Movie, extrem ansprechend gefilmt und gespielt. Doch genau wie das Äussere der Hauptdarstellerin, befindet sich auch die Ausrichtung des Films im beständigen Wandel. Erstaunlicherweise fügt sich letztlich alles zu einem wundervollen Gesamtbild, daran liegt die eigentliche Stärke, die Faszination dieses feinen Films. Mit der unverbrauchten Rebecca Romijn-Stamos hat man die Hauptrolle sehr gut besetzt. Es ist sehr erstaunlich, wie souverän sie diese nicht einfach zu spielende Rolle meistert. Wer hätte ihr das zugetraut, ihr Auftritt in "X-Men" forderte nicht viel schauspielerisches Talent, über das fürchterliche "Rollerball" Remake breitet man besser gleich das Mäntelchen des Schweigens aus. Unter der Anleitung von De Palma zieht sie alle Register, überzeugt in jeder Einstellung des Films. Ich verneige mich vor diesem starken Auftritt. Die weiteren Mitwirkenden müssen sich allesamt mit Nebenrollen abfinden, spielen diese aber ebenso ansprechend. Antonio Banderas gewinnt in der zweiten Hälfte von "Femme Fatale" an Gewicht, er gerät in eine gnadenlose Knochenmühle aus Hinterlist, Gewalt und Lust. Peter Coyote gibt den freundlich-reservierten Saubermann, dessen Image nach und nach Kratzer erhält. Sind diese berechtigt, oder will man ihn lediglich in ein falsches Licht setzen? Gregg Henry kommt als Leibwächter selten zu Zuge. Die Gauner sind herrlich fies gespielt, allen voran gefällt Eriq Ebouaney, der mich an Delroy Lindo erinnert.

Meiner Ansicht nach ist "Femme Fatale" ein mutiger Film, denn er spielt nicht nur mit der Erwartungshaltung der Zuschauer, sondern verzichtet auch auf ausufernde Skandale und stumpfe Provokationen. De Palma inszeniert stilvoll und stilsicher, auch wenn "Femme Fatale" oft wie eine Zitatsammlung und recht selbstverliebt wirkt, punktet der Streifen trotzdem als eigenständiger Fels in der Brandung. Bei der Erstsichtung entfalten sich die Reize dieses cleveren Flicks noch nicht vollständig. Ich habe den Film nun zweimal gesehen, bei der zweiten Sichtung ist er deutlich gewachsen. Die nächste Session wird mit Freude erwartet, vielleicht als Double Feature mit einem anderen Werk von De Palma. Die DVD gibt es zum kleinen Preis, die Qualität geht in Ordnung, die Boni sind interessant. Für diesen feinen Thriller setzt es eine ganz klare Kaufempfehlung!

Momentaner Pegelstand: 7,5/10 (gut bis sehr gut). ...aber da geht noch mehr, dessen bin ich mir sicher.

Lieblingszitat:

"Bist du wütend auf mich?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Femme Fatale - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 22.03.2012 00:59 
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Der Film ist eines der Meisterwerke von Brian De Palma. 10/10 ist nicht genug.


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 Betreff des Beitrags: Re: FEMME FATALE - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 22.03.2012 01:32 
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Da kann ich nur zustimmen: Diese Lobeshymnen sind absolut berechtigt.

Auch bei mir zündete die Lunte erst bei der Zweitsichtung, ließ es dafür aber umso heftiger knallen.
Wahrscheinlich kam der Film zur falschen Zeit in die Kinos. Ich erinnere mich vage an eine Zeit des Thriller-Overkills, wo es vor Plottwists nur so hageln musste (sonst war's nicht clever :roll: ).

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 Betreff des Beitrags: Re: FEMME FATALE - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 22.03.2012 01:39 
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Ich möchte den Lobpreisungen anschließen. Ich hatte damals NICHTS erwartet und wurde EXTREM positiv überrascht. Der Film ist eine Wolke.

Blap hat geschrieben:
...über das fürchterliche "Rollerball" Remake breitet man besser gleich das Mäntelchen des Schweigens aus.


Da würde ich nochmal einen Blick riskieren! Ich fand' den Film bei der Ersichtung echt mies und dachte mir auch "Wie kann man nur". Aufgrund der flächendeckenden Publikums- und Kritiker-Meinung bzgl. der Schlechtigkeit des Film, hätte man damals eigentlich mal genauer hinschauen sollen... Der Film war vielleicht zu avantgardistisch. Die Welt war nicht bereit. Als ich das Teil kürzlich zufällig nochmal auf Blu-ray sehen konnten, sind mir fast die Augen rausgefallen! Absolut fantastisch! Ich ermutige Sie zu einer re-evaluation ihrer Sichtweise auf diesen Film.

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 Betreff des Beitrags: Re: FEMME FATALE - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 22.03.2012 13:43 
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Ich habe mir das Teil damals im Kino angeschaut, ging irgendwie gar nicht (die üblichen "schlechten Kritiken spielen dabei keine Rolle, solches Gesabbel macht ich eher geil auf entsprechende Flicks).

Naja, wenn mir die BD "zufällig" für höchstens 5€ in die Hände fallen sollte...

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 Betreff des Beitrags: Re: FEMME FATALE - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 22.03.2012 21:07 
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TRAXX hat geschrieben:

Auch bei mir zündete die Lunte erst bei der Zweitsichtung, ließ es dafür aber umso heftiger knallen.

Dann besteht ja vielleicht auch bei mir noch Hoffnung! ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: FEMME FATALE - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 23.03.2012 02:15 
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Chet hat geschrieben:
TRAXX hat geschrieben:

Auch bei mir zündete die Lunte erst bei der Zweitsichtung, ließ es dafür aber umso heftiger knallen.

Dann besteht ja vielleicht auch bei mir noch Hoffnung! ;)

Bei dir bin ich da seeehr zuversichtlich, mein Freund! ;) 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: FEMME FATALE - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 23.03.2012 08:47 
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Gerade hier im Forum kann ich gar nicht verstehen, wenn einem der Film nicht gefällt. Den kann man in einem Atemzug mit DRESSED TO KILL, BLOW UP und BODY DOUBLE nennen.


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 Betreff des Beitrags: Re: FEMME FATALE - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 31.03.2012 11:22 
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Der Film war mal in einer SFT Zeitschrift dabei, sonnst hätt ich den warscheinlich gar nicht, kann mich euch nur anschliessen, ein toller Film!!!

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 Betreff des Beitrags: Re: FEMME FATALE - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 31.05.2015 14:29 
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Brian De Palma genießt bei mir mittlerweile schon länger den Ruf eines Tarantino-Verschnitts.
Dies wurde mir mit FEMME FATALE wieder bestätigt, denn obwohl ich schon mit sehr hohen Erwartungen an den Film herangegangen bin, war ich trotzdem noch überrascht, welch elegante, stellenweise sogar poetische Bilder dem Zuschauer hier geboten werden.
Genau diese Ruhe und das Gefühl für eine stimmige Atmosphäre vermisst man im Hollywood-Kino des 21. Jahrhunderts normalerweise schon.
Daher kann beim vorliegenden Film doch schon von einem Meisterwerk sprechen.
Ich wage sogar zu behaupten, dass De Palma hiermit seine Giallo-Hommage DRESSED TO KILL noch übertrifft.
Alleine schon die Eröffnungssequenz mit dem Überfall ist meisterhaft, denn wo fast alle anderen US-Regisseure beginnen, das ganze immer hektischer zu inszenieren, bleibt De Palma ruhig und erst dadurch kommt Spannung auf.
Wenn man jetzt zum Vergleich THE ITALIAN JOB nimmt, der nur 2 Jahre später entstanden ist, merkt man schon, dass De Palma eben ein Gespür für Atmosphäre hatte und dadurch Spannung aufbauen kann, während bei ITALIAN JOB alles nur routiniert heruntergekurbelt wurde.
Also da merkt man schon die Klasse des Herrn De Palma.
Oder auch gegen Ende, bei der Unterwasser-Einstellung, das ist einfach Kinokunst vom Allerfeinsten.
Weiters möchte ich noch die Zeitlupen-Szene auf der Straße hervorheben, die ebenfalls sehr schön gefilmt wurde.
Abgerundet wird das ganze von einem hervorragenden Score von Ryūichi Sakamoto und einer grandiosen Rebecca Romijn als Femme Fatale.
Somit bleibt mir nur eine Wahl, nämlich 10/10.


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 Betreff des Beitrags: Re: FEMME FATALE - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 31.05.2015 15:00 
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Nach erneuter Sichtung von DRESSED TO KILL, BODY DOUBLE und BLOW OUT ist FEMMES FATALE für mich mittlerweile DAS Thriller Meisterwerk von Brian De Palma und die wenigsten haben es erkannt.

10/10 ist nicht genug.


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 Betreff des Beitrags: Re: FEMME FATALE - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 31.05.2015 15:49 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Brian De Palma genießt bei mir mittlerweile schon länger den Ruf eines Tarantino-Verschnitts.


Den Satz verstehe ich nun wirklich nicht. Einmal ist "Verschnitt" ein eher negativer Begriff (und Du schätzt De Palma ja). Und was von Tarantino soll De Palma denn "verschnitten" haben?

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 Betreff des Beitrags: Re: FEMME FATALE - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 31.05.2015 16:08 
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nyby hat geschrieben:
Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Brian De Palma genießt bei mir mittlerweile schon länger den Ruf eines Tarantino-Verschnitts.


Den Satz verstehe ich nun wirklich nicht. Einmal ist "Verschnitt" ein eher negativer Begriff (und Du schätzt De Palma ja). Und was von Tarantino soll De Palma denn "verschnitten" haben?


Das würde mich auch mal interessieren


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 Betreff des Beitrags: Re: FEMME FATALE - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 31.05.2015 16:20 
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italo hat geschrieben:
Nach erneuter Sichtung von DRESSED TO KILL, BODY DOUBLE und BLOW OUT ist FEMMES FATALE für mich mittlerweile DAS Thriller Meisterwerk von Brian De Palma und die wenigsten haben es erkannt. 10/10 ist nicht genug.

Das ist auch schon länger meine Meinung und bin ganz verzweifelt, weil a) fast jeder den Film runtermacht und b) noch immer keine Blu auf dem Markt ist... :evil:


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 Betreff des Beitrags: Re: FEMME FATALE - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 31.05.2015 16:46 
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rasalghul hat geschrieben:
Das ist auch schon länger meine Meinung und bin ganz verzweifelt, weil a) fast jeder den Film runtermacht und b) noch immer keine Blu auf dem Markt ist... :evil:



Die meisten Leute hier verbinden mit Body Double, Dressed to kill oder Blow Out frühe Jugenderinnerungen.
Damals hat das einen sehr bleibenden Eindruck hinterlassen, insofern die wenigsten, mich eingeschlossen, italienische Gialli kannten.

Wenn ich heute fair vergleiche ist Femmes Fatale ein Meisterwerk ohne irgendeinen Kritikpunkt und toppt alle frühen De Palma Thriller in jedem Sinne. Das hätte ich vor 10 Jahren noch nicht so empfunden obwohl ich FEMMES FATALE vom Start weg geliebt habe.

De Palma als Tarantino Verschnitt zu bezeichnen ist mal echt dämlich. Warum, muß ich wohl niemanden außer Sbirro erklären.


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 Betreff des Beitrags: Re: FEMME FATALE - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 31.05.2015 17:26 
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Um das mal zu klären, bezüglich Tarantino-Verschnitt:

De Palma gefällt mir sehr gut und auch Tarantino mag ich sehr, ABER:

Tarantino merkt man in jedem seiner Filme die Distanzierung vom Hollywood-Standard an und das in jeder Sekunde.
Die Filme von De Palma wirken eigentlich großteils auch distanziert vom durchschnittlichen Hollywood, allerdings hat er manchmal auch Dinge in seinen Filmen, die doch an den Hollywood-Standard erinnern bzw. dem sehr nahe kommen.

Nehmen wir mal THE UNTOUCHABLES her:
Der Film gefällt mir, es ist aber eine gewisse Nähe zum durchschnittlichen Hollywood-Actionfilm vorhanden.

Oder DIE SCHWARZE DAHILE:
Das war eine richtige Enttäuschung für mich.
Da ist bis auf das bisschen Neo-Noir und ein paar vereinzelte Szenen eigentlich kaum ein Unterschied zu üblichen Hollywood-Actionfilmen auszumachen.
Bei dem habe ich mich echt gelangweilt.

Bei Tarantino dagegen ist wirklich jeder Film (abgesehen von dem kleinen Ausrutscher Death Proof, der aber auch nicht sooo schlecht ist) ein Hochgenuss.


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 Betreff des Beitrags: Re: FEMME FATALE - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 31.05.2015 18:00 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Bei Tarantino dagegen ist wirklich jeder Film (abgesehen von dem kleinen Ausrutscher Death Proof, der aber auch nicht sooo schlecht ist) ein Hochgenuss.


Andere sagen, daß Death Proof Tarantinos bester oder zumindest direktester Film ist. Beiden eine Distanz zu Hollywood zu unterstellen halte ich jedenfalls auch für irregeleitet. Da ein Großteil der amerikanischen Filme aus Hollywood kommt und Hollywood auch schon mal eine größere Dichte hervorragender Filme ausgestoßen hat, die sowohl Tarantino und erst recht de Palma zu ihren Faves zählen, lässt sich über die Schiene schlecht argumentieren. Alles eine Frage der Perspektive.

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 Betreff des Beitrags: Re: FEMME FATALE - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 31.05.2015 18:07 
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Na ja, ich habe ja auch geschrieben, sie distanzieren sich vom Hollywood-Durchschnitt, nicht von Hollywood an sich.
Ich habe damit gemeint, sie distanzieren sich vom üblichen Hollywood-Stil wo eigentlich jeder Film gleich abläuft und niemand mehr einen eigenen Stil hat.
Sie haben ihren eigenen Stil, das meine ich damit.
Ich sage auch nicht, dass alles was aus Hollywood ist, schwach ist.
Auch einige meiner Faves kommen aus Amerika.
Im 20. Jahrhundert kamen aus Hollywood noch viele hervorragende Filme, nur heutzutage sind sie meistens vergessenswert.


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 Betreff des Beitrags: Re: FEMME FATALE - Brian De Palma
BeitragVerfasst: 31.05.2015 20:10 
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Tarantino ist eigentlich schon sehr weit von Blödywood entfernt, selbst dann wenn Hollywood versucht ihn zu imitieren.


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