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 Betreff des Beitrags: HELLS ANGELS 69 - Lee Madden
BeitragVerfasst: 03.12.2012 22:09 
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Alternativer Titel: Hells Angels '70
Alternativer Titel: Hells Angels - Horrortrip mit 100 PS
Alternativer Titel: Hells Angels 70 - Motorradrocker schlagen zu
Alternativer Titel: Hells Angels
Produktionsland: USA
Produktion: Tom Stern
Erscheinungsjahr: 1969
Regie: Lee Madden
Drehbuch: Don Tait, Tom Stern, Jeremy Slate
Kamera: Paul Lohmann
Schnitt: Gene Ruggiero
Musik: Tony Bruno
Länge: ca. 93 Min.
Freigabe: FSK 16
Darsteller: : Conny Van Dyke, Jeremy Slate, John Tracy, Sonny Barger, Steve Sandor, The Oakland Hells Angels, Tom Stern


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Der reiche Schnösel Chuck ist vom Alltag genervt und plant etwas mehr Abwechslung einzubringen. Zusammen mit seinem Stiefbruder Wes verkleidet es sich als Biker um die Hells Angels aufzustöbern und sich ihnen anzuschließen. Dieses funktioniert, aber Chuck pokert zu hoch und aus einem Scherz, der aus der Langeweile entstand entpuppt sich ein Spiel auf Leben und Tod.

Der durchaus ernst gemeinte Film wurde durch die deutsche Synchronisation von Rainer Brandt umgemodelt. Die Stimmen von Rainer Brandt und Arne Elsholtz sind allerdings in diesem Film (im Vergleich zu anderen Filmen in denen Brandt Synchronaktiv war, sprich einigen Italo Western, die er vernichtete) recht gut eingesetzt. Auch wenn das dämliche „Klarofutzki“ die Nerven etwas überstrapazieren kann, so ist die Dialogführung recht witzig und passend für die beiden Silberlocken Chuck und Wes.

Die Story bzw. dessen Ablauf steht einige Zeit im Raum und man weiß nicht genau was die beiden Scherzkekse vorhaben. Nachdem die Linie allerdings den klaren Zugang liefert stellt sich der weitere Ablauf als absehbar heraus.

Rein Kameratechnisch liegt der Film im grünen Bereich, gerade die Bilder in der Wüste wissen zu gefallen und vermitteln wie in einigen anderen Bikerfilmen ebenfalls ein leichtes Westernflair.

Die Hells Angels kommen in diesem Film gut rüber, dieses mag auch in erster Linie daran liegen, dass einige „echte“ Mitglieder des Charters Oakland mitwirken. Hier muss man natürlich besonders auf Sonny Barger hinweisen.

Fazit: Ein unterhaltsamer Bikerfilm der in seinem Finale sogar noch einiges an Dramatik zu bieten hat.

7/10



www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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 Betreff des Beitrags: HELLS ANGELS '70 – Lee Madden, Conny Van Dyke
BeitragVerfasst: 31.01.2018 18:19 
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USA 1969
OT: Hell’s Angels ’69
Starttermin Deutschland: 27.11.1970

Darsteller:
Tom Stern, Jeremy Slate, Conny Van Dyke, The Oakland Hells Angels, u.a.

Handlung:
Die zwei reichen Brüder Chuck und Wes aus Los Angeles wollen das Kasino „Caesars Palace“ in Las Vegas ausräumen. Dabei wollen sie die Hells Angels aus Oakland für ihre Zwecke einspannen. Getarnt als Rocker aus Boston gelingt es ihnen, sich den Hells Angels anzuschließen und sie zu einer Tour nach Las Vegas zu überreden. Dort führen sie ihren Coup durch und benutzen die ahnungslosen Rocker als Alibi. Als die dann aber Wind von der Sache bekommen, wird es gefährlich für die beiden Brüder…


Eigentlich hatte es 1969 mit „Easy Rider“ schon einen Abgesang auf die „Freiheit“ des Bikerlebens gegeben, als Lee Madden mit diesem Film das damals nach wie vor populäre Genre des Biker-Films zu bereichern versuchte.

Die Hells Angels im Film waren größtenteils die echten Hells Angels von Oakland, deren damaliger Anführer Sonny Barger sich selbst spielte. Ein paar Monate nach den Dreharbeiten gehörte Barger übrigens zu der üblen Ordnertruppe der Angels bei dem berüchtigten Rolling Stones-Konzert in Altamont, hatte aber mit dem Mord an dem jungen Schwarzen nichts zu tun.

Obwohl die Angels im Film munter prügeln, saufen und ihre Mädchen wie Ware behandeln, die man auch mal für eine Packung Zigaretten an einen anderen „verkauft“, erscheinen sie insgesamt als zwar wilde, aber doch sympathische Kumpeltruppe, die nur am Schluss mal richtig böse wird. Die kriminelle Lebensweise der Angels (Waffen- und Drogenhandel, Gewalt) kommt nicht vor.

Sauer aufstoßen mag allerdings (zumindest dem deutschen Zuschauer) die Nazisymbolik. So hängt in einem der Rockerschuppen eine riesige Hakenkreuzfahne an der Decke, man lässt ein “Sieg Heil!“ hören, als ein Angel aus dem Knast kommt, und einer der Rocker trägt ständig eine Hakenkreuzbinde am Arm wie ein S.A.-Mann. Ob die Hells Angels wohl wussten, dass man ihnen im Dritten Reich sofort die langen Haare und Bärte abgeschnitten und sie in ein Lager gesteckt hätte? ;-)

Im Gegensatz zu manch anderem Bikerstreifen der Spätsechziger/Frühsiebziger wird aber eine recht stringente (und mitunter auch spannende) Story erzählt, und auch die Machart ist keineswegs amateurhaft, sondern erscheint wie ein typischer Hollywoodstreifen der damaligen Zeit. Damals erhielt er in den USA allerdings eher gemischte bis schlechte Kritiken.

Was den Film in der deutschen Version zu etwas Besonderem macht, ist die Schnoddersynchro von Rainer Brandt (der selbst einen der beiden Brüder spricht, als der andere Bruder ist ein noch sehr junger, und sehr rotzig klingender Arne Elsholtz zu hören).
Hier werden wirklich über den gesamten Film hinweg fast allen Personen Worte in den Mund gelegt, die einem die Zwiebel aus der Ferse hauen. Eine so große Sprüchedichte findet man nicht mal in einem Bud Spencer-Film. Natürlich wirkt vieles davon heute nicht mehr, denn erstens ist die Synchro fast 50 Jahre alt, zweitens kennt man die meisten Dinger halt schon aus diversen anderen Brandt-Synchros. Damals in den Kinos dürften sich die Zuschauer aber weggeschmissen haben. An manchen Stellen musste ich sogar heute noch grinsen, weil man eben doch nicht alles kennt, wie etwa „Das kannst du einem Pferd erzählen, dass ne Tomate am Schwanz hat!“ Alles klar. Auf so was muss man erstmal kommen.

Fazit: Recht unterhaltsamer Biker-Film mit extremer deutscher Sprüchesynchro.

P.S. Falls es zu diesem Film schon einen Thread geben sollte (habe keinen gefunden), dann gerne zusammenfügen, danke!


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