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 Betreff des Beitrags: INFERNO USA - Dwight H. Little
BeitragVerfasst: 02.02.2018 20:27 
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Inferno USA


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Originaltitel: Getting Even
Herstellungsland: USA
Herstellungsjahr: 1986
Regie: Dwight H. Little
Drehbuch: Dwight H. Little (Story), M Phil Senini, Eddie Desmond
Kamera: Peter Lyons Collister
Musik: Christopher Young
Darsteller: Edward Albert, Joe Don Baker, Audrey Landers, Rod Pilloud, Billy Streater


Das Super-Genie Leslie "TAG" Tagger (Covertext) mopst mit einem Trüppchen Söldner ein hochgefährliches Kampfgas der Russen aus einem Geheimlabor in Afghanistan. Im Auftrag der US-Regierung soll er ein Gegenmittel entwickeln.

Da Tagger (Edward Albert) gerade einem Geschäftskonkurrenten - dem fiesen Rancher Kenderson (Joe Don Baker) -, einen Großauftrag weggeschnappt hat, kocht dieser vor Wut - und schickt eine Killertruppe los, um das Gas an sich zu bringen.
Beim Versuch selbst ein Gegenmittel herzustellen, stirbt seine geliebte Molly gar schrecklich. Und nun qualmt ihm richtig Kiepe!

Kenderson lässt Tagger - dem inzwischen die C.I.A. Agentin Paige Starson (Audrey Landers) an die Seite gestellt wurde -, anonym eine Blackmail zukommen, in der er 50 Mille $ fordert oder alternativ das Gas über Dallas freisetzen will. Natürlich ist das nur ein Ablenkungsmanöver, und das Gas längst mit einer Zeitschaltuhr an einem exponierten Punkt in der Millionenstadt platziert.

"Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, um die Mega-Katastrophe zu verhindern." (Covertext)


Dafür, dass dies erst der zweite Film von Dwight H. Little (ZUM TÖTEN FREIGEGEBEN) ist, macht er einen durchaus kompetenten Eindruck. Man bekommt z. B. eine rasante Autoverfolgungs- sowie eine ebensolche Pferdeverfolgungsjagd und recht harte, gut getimete, Schusswechsel geboten. Das Finale spielt sich in luftiger Höh' ab, wobei viel Heliaction zum Einsatz kommt. Was mich besonders gefreut hat, denn Helicopter fand ich schon immer cool.

Zusammengefasst: Ein unterhaltsamer 80er B-Actionthriller.


Die dtsch. VHS lässt leider ein/zwei kurze Horrorszenen vermissen, in denen die Auswirkung des Gases gezeigt werden. Ansonsten ist diese aber recht passabel - gute Synchro.


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 Betreff des Beitrags: Re: INFERNO USA - Dwight H. Little
BeitragVerfasst: 03.02.2018 21:47 
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Ja, INFERNO USA war eine durchaus ansehnliche Fingerübung für seine beiden Opus Magni ZUM TÖTEN FREIGEGEBEN und RAPID FIRE.
Danach erlosch leider die Flamme der neuen Actionfilm-Hoffnung Dwight H. Little. Wer nach zwei solchen Kalibern so'n Schmu wie FREE WILLY 2 raushaut, bei dem ist Hopfen und Malz endgültig verloren.

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 Betreff des Beitrags: Re: INFERNO USA - Dwight H. Little
BeitragVerfasst: 03.02.2018 22:51 
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Hey, nix gegen den freien Willi! Teil 2 war sogar am besten aus der Reihe.

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 Betreff des Beitrags: Re: INFERNO USA - Dwight H. Little
BeitragVerfasst: 03.02.2018 23:11 
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TRAXX hat geschrieben:
Ja, INFERNO USA war eine durchaus ansehnliche Fingerübung für seine beiden Opus Magni ZUM TÖTEN FREIGEGEBEN und RAPID FIRE.
Danach erlosch leider die Flamme der neuen Actionfilm-Hoffnung Dwight H. Little. Wer nach zwei solchen Kalibern so'n Schmu wie FREE WILLY 2 raushaut, bei dem ist Hopfen und Malz endgültig verloren.


Selbst wenn du mal nicht so unnachahmlich rüde beleidigst, schleicht sich ein Grinsen (bzw. Lächeln) bei deinen Beiträgen in mein Gesicht. I cun't help it! :)

Und ja, viele dieser aus der "US-B-Schmiede" stammenden Regisseure, die mal irgendwo zwischen A- und B-Kino unterwegs waren, haben im besten Falle noch ein Auskommen im US-TV, bei immerhin hochwertig produzierten Serien gefunden.

Ich schaue sowas wie z. B. LAW & ORDER:SVU ja ganz gerne. Und in den Vorspännen fallen mir immer wieder bekannte Namen auf, die in den 80er/90ern (nicht nur) gute Actioner abgeliefert haben - und dann irgendwie untergegangen sind.

What happened damals z. B. to der tollen Versprechung Mark L. Lester, oder dem Könner Andrew Davis? :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: INFERNO USA - Dwight H. Little
BeitragVerfasst: 04.02.2018 19:26 
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Jimmy Stewart hat geschrieben:

What happened damals z. B. to der tollen Versprechung Mark L. Lester, oder dem Könner Andrew Davis? :roll:

Nunja, ersterer hat ja ordentlich über 3 Jahrzehnte hinweg abgeliefert - da kann man nich meckern, finde ich! Selbst die DTV-Actioner aus 90ern waren solide Hausmannskost.
Und Davis war imho nie wirklich ein Action-Prolet. Der hatte immer die Bestrebung massenverträgliche A-Ware abzuliefern - immer!

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 Betreff des Beitrags: Re: INFERNO USA - Dwight H. Little
BeitragVerfasst: 04.02.2018 20:57 
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Naja,.. es gab so einige Regisseure, die früher gute Filme gemacht haben und dann irgendwie später nur
noch eher belanglose Streifen ablieferten. Renny Harlin ist, so finde ich, war leider noch ein schlimmeres
Beispiel. Gerade weil der mit großen aufwendig inszenierten Filmen (z.B. Tödliche Weihnachten,
Stirb Langsam 2, Die Piratenbraut) damals als neue Action-Hoffnung des US-Kinos galt. Wurde dann
ruhig um ihn, meldete sich später mit einem Tierhorrorfilm zurück und irgendwie war nix mehr so richtig los.
Auch so ein Beispiel ;)

Und was Dwight H. Little angeht:
Der hätte sogar das Zeug dazu gehabt, weitere gute Horrorfilme zu inzenieren.
HALLOWEEN IV könnte man als Fingerübung ansehen, den ich damals nicht schlecht gefunden habe,
da er sich soweit gut nach dem 2 Teil eingereiht hatte und man es soweit gelten lassen konnte.
(Halloween 3 zählt für mich aus bestimmten Gründen eh nicht, Anmerk. ;) )

Aber danach folgte für mich ein kleiner, aber guter B-Film Horrorknaller von ihm:
Phantom der Oper (1989) mit Robert Englund und der hübschen Jill Schoelen.
Das ganze war mit diversen Änderungen der klassischen Geschichte eine Art Neuinterpretation, die
soweit auch, für sich genommen gut funktionierte. Für mich immer noch das bessere Phantom
gegenüber das vom späteren Argento :) Dwight H. Littles Film wird bis heute anscheinend immer noch
ein wenig unterschätzt. Vielleicht hätte er damals (erstmal) mit diversen Horrorstoffen weitermachen sollen/können.

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 Betreff des Beitrags: Re: INFERNO USA - Dwight H. Little
BeitragVerfasst: 05.02.2018 00:57 
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TRAXX hat geschrieben:
Jimmy Stewart hat geschrieben:

What happened damals z. B. to der tollen Versprechung Mark L. Lester, oder dem Könner Andrew Davis? :roll:

Nunja, ersterer hat ja ordentlich über 3 Jahrzehnte hinweg abgeliefert - da kann man nich meckern, finde ich! Selbst die DTV-Actioner aus 90ern waren solide Hausmannskost.
Und Davis war imho nie wirklich ein Action-Prolet. Der hatte immer die Bestrebung massenverträgliche A-Ware abzuliefern - immer!


Ja okay, Lester hat später noch richtig gute Actioner abgeliefert; wobei ich nicht alle davon kenne. Ich habe nur nach dem Oberknaller COMMANDO damit gerechnet, dass er irgendwie hätte "aufsteigen" können. Der (Kino-) Flop ZWEI UNTER VOLLDAMPF hat ihn dann aber ziemlich ausgebremst - vier Jahre kein Film mehr von ihm.

Bei Davis sieht's etwas anders aus. Er hat ja nach dem Megaerfolg AUF DER FLUCHT noch große Hollywoodproduktionen an die Hand bekommen, aber irgendwann war dann einfach Schluß.

Ich meinte auch so Leute wie John Flynn oder Danny Cannon, die sehr gute Filme abgeliefert haben und dann plötzlich "weg waren".


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 Betreff des Beitrags: Re: INFERNO USA - Dwight H. Little
BeitragVerfasst: 05.02.2018 01:00 
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Graf von Karnstein hat geschrieben:
Naja,.. es gab so einige Regisseure, die früher gute Filme gemacht haben und dann irgendwie später nur
noch eher belanglose Streifen ablieferten. Renny Harlin ist, so finde ich, war leider noch ein schlimmeres
Beispiel. Gerade weil der mit großen aufwendig inszenierten Filmen (z.B. Tödliche Weihnachten,
Stirb Langsam 2, Die Piratenbraut) damals als neue Action-Hoffnung des US-Kinos galt. Wurde dann
ruhig um ihn, meldete sich später mit einem Tierhorrorfilm zurück und irgendwie war nix mehr so richtig los.
Auch so ein Beispiel ;)


Der DEEP BLUE SEA ist 'ne coole Sause. Sein ZWÖLF RUNDEN hatte 2009 immerhin noch einen Kinostart; seither scheint er auf DTV abboniert zu sein.

Zitat:
Und was Dwight H. Little angeht:
Der hätte sogar das Zeug dazu gehabt, weitere gute Horrorfilme zu inzenieren.
HALLOWEEN IV könnte man als Fingerübung ansehen, den ich damals nicht schlecht gefunden habe,
da er sich soweit gut nach dem 2 Teil eingereiht hatte und man es soweit gelten lassen konnte.
(Halloween 3 zählt für mich aus bestimmten Gründen eh nicht, Anmerk. ;) )


Ja, der vierte HALLOWEEN ist wirklich nicht übel; er ist sogar recht unterhaltsam.

Zitat:
Aber danach folgte für mich ein kleiner, aber guter B-Film Horrorknaller von ihm:
Phantom der Oper (1989) mit Robert Englund und der hübschen Jill Schoelen.
Das ganze war mit diversen Änderungen der klassischen Geschichte eine Art Neuinterpretation, die
soweit auch, für sich genommen gut funktionierte. Für mich immer noch das bessere Phantom
gegenüber das vom späteren Argento :) Dwight H. Littles Film wird bis heute anscheinend immer noch
ein wenig unterschätzt. Vielleicht hätte er damals (erstmal) mit diversen Horrorstoffen weitermachen sollen/können.


Den kenne ich gar nicht. :?


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