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 Betreff des Beitrags: LEOPARDEN KÜSST MAN NICHT - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 20.08.2016 23:20 
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USA 1938

D: Cary Grant, Katherine Hepburn


Der junge, reichlich weltfremde Paläontologe David Huxley steht kurz vor dem Abschluß seines Lebenswerkes: der Rekonstruktion eines riesigen Brontosaurier-Skeletts. Nur ein Knochen fehlt noch zur Vollendung des Gerippes. Da trifft er zufällig auf die ebenso hübsche wie kapriziöse Millionenerbin Susan Vance, die sein bislang so geruhsames, der Wissenschaft geweihtes Leben völlig aus dem Lot bringt. Die exzentrische Susan hat sich blitzschnell David als künftigen Gatten in ihren Dickkopf gesetzt und heftet sich fortan hartnäckig an seine Fersen. Sie läßt nichts unversucht, ihn von einer absurden Situation in die nächste zu treiben. Susans Tante Elizabeth gewinnt dadurch einen ziemlich zweifelhaften Eindruck von David, wodurch ihre beabsichtigte Millionenspende an sein Museum zu platzen droht. Als dann auch noch Elizabeths Terrier Davids kostbaren Knochen verschleppt und ihr Leopard "Baby" aus seinem Käfig entkommt, ist die Verwirrung komplett ... (Arthaus)

Verwirrrung gibt es zum Glück nur im Film, aber nicht für den Zuschauer. Der darf sich vielmehr an einer herrlich überdrehten Screwball-Komödie erfreuen, in der praktisch niemand keinen Hau weg hat. Hawks brennt ein Feuerwerk an Gags ab, und kreiert mit Susan Vance einen Charakter, die einerseits überdreht ist und sich aufgrund des Familienvermögens nicht mit Alltagsproblemen wie Arbeit herumplagen muss, aber eben auch darauf pfeift, wie sich eine Frau allgemein und eine Frau ihres Standes im besonderen verhalten sollte, und sich als emanzipiert darstellt, lange bevor man diesen Begriff kannte.

In die deutschen Kinos kam der Film erst 1966 und wurde dabei leider um einige Szenen erleichtert, die in der DVD als OmU wieder enthalten sind.

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: LEOPARDEN KÜSST MAN NICHT - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 21.08.2016 09:45 
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Ha ha, witzige Geschichte. Daß in einem US-Film von 1938 das Wort "schwul" auftaucht ist natürlich unmöglich.

Wobei "gay" natürlich immer noch zuerst die eigentliche Bedeutung hat, die es immer hatte. Nur aus dem Zusammenhang heraus ergibt sich dann die Schwul-Bedeutung. Bei diesem Beispiel wäre sogar an sich der Zusammenhang gegeben, jedenfalls wenn es ein moderner Film wäre. Aber vielleicht hatte es ja auch damals schon diese Bedeutung, und der Film spielt bewußt mit der Doppeldeutigkeit um der Zensur ein Schnippchen zu schlagen.


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