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 Betreff des Beitrags: MOULIN ROUGE - John Huston
BeitragVerfasst: 01.04.2018 00:10 
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Produktionsland/Jahr: USA, Großbritannien 1952
Darsteller: José Ferrer, Colette Marchand, Zsa Zsa Gabor, Suzanne Flon, Claude Nollier, Katherine Kath, Muriel Smith, Mary Clare, Walter Crisham
Drehbuch: John Huston & Anthony Veiller
Produziert von: John Huston, John Woolf, James Woolf
Musik: Georges Auric

1890, Paris: Henri de Toulouse-Lautrec (José Ferrer) ist ein Maler von kleiner Statur. Bei einem Treppensturz im elterlichen Schloss brach er sich beide Beine und muss fortan überwiegend sitzen. Seine Behinderung verdirbt ihm den Erfolg beim anderen Geschlecht - als er seiner Jugendfreundin einen Antrag macht, lehnt sie schroff ab. Die Zurückweisung prägt sich ihm tief ein. Er glaubt, nie eine Frau zu finden und geht nach Paris, um Maler zu werden. Später trifft er dort Marie (Colette Marchand), die aus ärmlichen Verhältnissen stammt. Er unterstützt sie, aber Marie dankt es ihm nicht wie erhofft. Sie täuscht die Zuneigung nur vor, um an Geld zu kommen. Es ist ein Auftrag vom Besitzer des Moulin Rouge, der Henri schließlich rettet. Er gestaltet ein Werbeplakat für den berühmten Amüsierbetrieb und verschafft sich damit große Anerkennung in der ganzen Stadt. Auch die Sängerin Jane Avril (Zsa Zsa Gabor) wird auf ihn aufmerksam...
(Filmstarts.de)

Die Huston-Version der Lebensgeschichte von Henri de Toulouse-Lautrec, nach dem Roman von Pierre La Mure.
Gleich zu Beginn sehen wir Lautrec im Moulin Rouge sitzen, wo er, wie jeden Abend, bei einer Flasche Cognac interessiert die Tänzerinnen beäugt und skizziert.
Das ist aber nur das Randgeschehen, das eigentlich wichtige ist die Show, die Tanzeinlagen und die Gesangsdarbietung der großen Jane Avril.
Zunächst deutet also alles auf einen schwungvollen, ausgelassenen, bunten Film hin.
Bunt, farbenfroh bleibt er wohl, schwungvoll und ausgelassen aber nicht lange.
Als sich Lautrec auf dem Heimweg befindet, steht ihm plötzlich tiefe Melancholie ins Gesicht geschrieben.
Wir sehen Rückblenden ins seine Jugend, den Treppensturz, die Ablehnung des Heiratsantrags und merken es steht seelisch gar nicht so gut um ihn, wie er sich im Moulin Rouge gegeben hat.
Der Anfang einer tragischen Geschichte eines Mannes, der im Leben anscheinend immer letzten Endes an die Falsche(n) gerät, dem wahres Glück immer verwehrt blieb und bleibt.
So sucht er sich sein kleines Glück im Alkohol...
Ich möchte das jetzt allerdings nicht weiter ausführen, alles weitere steht ja in der Inhaltsangabe und den Rest muss man sowieso selbst sehen.
Jedenfalls ist MOULIN ROUGE mitnichten ein leichtfüßiges Lustspiel, wie man am Anfang noch glauben könnte, sondern bei genauerer Betrachtung eigentlich ein tieftrauriges Drama.
Aber die Optik, das Set-Design und die sonstige farbliche Gestaltung, die sich sehr am Stil von Lautrec orientiert, setzt einen, im wahrsten Sinne des Wortes, erhellenden, auflockernden Kontrast.
Natürlich zählen dazu auch die Szenen im Moulin Rouge, die, wenn sie auch nicht sehr zahlreich sind, doch immer wieder schön sind und hervorragend choreografiert/inszeniert.
Das sind Szenen, an denen man sieht, dass die zwei Oscars, die MOULIN ROUGE für bestes Szenenbild und bestes Kostümdesign bekommen hat, vollkommen verdient waren.
Den für den besten Hauptdarsteller hätte José Ferrer m.E. auch noch verdient, dafür finde ich Colette Marchand (ihre erste Rolle) eher überbewertet.
Gar so überragend, dass es für den Golden Globe reichen würde, fand ich sie nicht, auch Zsa Zsa Gabor ist hier in ihren wenigen Szenen zugegebenermaßen eher nur ein optischer Aufputz, bekommt kaum Möglichkeiten, schauspielerisch etwas zu zeigen.
Aber wirklich schlecht sind sie alle nicht, dafür sorgt schon auch Mr. Huston, der bekanntermaßen auch immer nur das Beste wollte.
Und was er tatsächlich bekommen hat oder was wir, das Publikum, letztendlich bekommen ist mir persönlich 8,5/10 wert.

Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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