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 Betreff des Beitrags: SIEBEN FRAUEN - John Ford
BeitragVerfasst: 30.03.2018 18:32 
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Produktionsland/Jahr: USA 1966
Darsteller: Anne Bancroft, Margaret Leighton, Sue Lyon, Flora Robson, Mildred Dunnock, Betty Field, Anna Lee, Eddie Albert, Mike Mazurki, Jane Chang, Woody Strode
Drehbuch: Janet Green & John McCormick
Produziert von: John Ford & Bernard Smith
Musik: Elmer Bernstein

Im Jahre 1935 gerät eine amerikanische Missionsstation in Nordchina in die Gewalt des mongolischen Kriegsherrn Tunga Khan, der die Region mit Mord und Brand überzieht. Um die anderen Frauen der Station zu retten, opfert sich eine mutige junge Ärztin.
(Moviepilot)

Mit SIEBEN FRAUEN (nach der Kurzgeschichte "Chinese Finale" von Norah Lofts) beendet Ford seine Karriere.
Mit einem vergleichsweise kleinen, relativ erfolglosen Film, der leider nur allzu gerne als belanglos abgetan wird.
Dabei ist er aber gar nicht so schlecht, dass er es verdient hätte, einfach links liegengelassen und übergangen zu werden.
Denn wenn er auch sicher nicht zu den großen Glanztaten von Ford zählt, er hat schon auch seine Qualitäten, worin doch einiges an Unterhaltungswert liegt.
Zunächst wären die Charaktere: Die latent lesbische, aber ziemlich verklemmte Missionsleiterin Agatha Andrews (Margaret Leighton), die der Ärztin immer wieder gerne Moralpredigten hält.
Dann eben die besagte Ärztin Dr. Cartwright (Anne Bancroft), die sich von den anderen distanziert: sie ist zynisch, raucht, trinkt und als Atheistin kümmern sie die gottesdienstlichen Gepflogenheiten überhaupt nicht.
Emma (Sue Lyon), die jüngste im Bunde, die versucht, sich mit Dr. Cartwright anzufreunden.
Des Weiteren: Ms. Argent (Mildred Dunnock), die Sekretärin, Ms. Andrews' rechte Hand, die schwangere Mrs. Pether (Betty Field) und deren Mann (Eddie Albert) sowie Ms. Ling (Jane Chang) als Übersetzerin und Ms. Binns (Flora Robson) und Mrs. Russell (Anna Lee), die gemeinsam aus einer nahegelegenen britischen Mission geflüchtet sind, da dort Unruhen und bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen.
Tunga Khan, der die Mission mit seinen Leuten überfällt, hält sie alle gefangen.
Unsicherheit macht sich breit, Spannungen entstehen untereinander - bis die Ärztin sich dazu überwindet, sich Tunga Khan als Konkubine hinzugeben (natürlich nicht ohne Hintergedanken).
So ist immer eine gewisse Spannung gegeben, die auch bis zum Ende (nach kurzen 83 Minuten) aufrecht gehalten wird.
Von daher wüsste ich nicht, wo da die großen Schwächen liegen sollten.
Der Film unterhält gut, hat durchwegs interessante Charaktere und ist doch alleine schon deswegen sehenswert, weil es eben der letzte Film eines Meisters des Kinos ist.
Stellenweise merkt man oder spürt man auch, dass das, was man da sieht, das Werk eines todkranken Mannes ist, der bereits jeden Optimismus hinter sich gelassen hat.
SIEBEN FRAUEN ist, wie gesagt, zwar verhältnismäßig ein kleiner Film, aber doch in seiner letztendlichen Wirkungskraft, nicht viel schwächer, als so manch großer Film, den John Ford im Laufe seiner Karriere realisiert hat.
7,5/10

Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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