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 Betreff des Beitrags: DAS WILDE AUGE - Christian Keßler
BeitragVerfasst: 25.01.2010 17:25 
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DAS WILDE AUGE von Christian Keßler

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Corian Verlag, 360 Seiten, ISBN 3-89048-311-9, Preis: Bei amazon.de z.Zt. nur noch 190,-- Euro!



Mit einiger Verwunderung habe ich bemerkt, daß es zu Christian Keßlers unverzichtbarem Standardwerk zum Italo-Horrorkino bislang noch keinen Thread gibt – dies sei hiermit nachgeholt!

„Ein Streifzug durch den italienischen Horrorfilm“ lautet der Untertitel des 1997 beim Corian-Verlag erschienenen Buches und beschreibt damit zutreffend, um was es sich handelt. Keßler hat sein 360 Seiten dickes Werk nicht lexikalisch geordnet, sondern folgt spielerisch flanierend einer locker chronologischen Ordnung – er beginnt mit den Anfängen des Genres in Italien, mit der Epoche von 1957-1966, die durch Riccardo Fredas I VAMPIRI und Mario Bavas IL MASCHERA DEL DEMONIO geprägt wurde.
Im folgenden Kapitel „Zu Staub sollst du werden“ beleuchtet er die verschiedenen Vertreter des Gothic-Horrors in Bella Italia und versäumt auch nicht, den Begriff der Gotik als solchen zu erläutern und in soziokulturellen Kontext zu fügen.
Am Ende des Kapitels – wie am Ende eines jeden folgenden des Buches – stehen 1-3 ausführliche Filmrezensionen, in diesem Fall zu L´ORRIBILE SEGRETO DEL DR. HICHCOCK, LA DANZA MACABRA und OPERAZIONE PAURA.

Im folgenden Abschnitt widmet er sich dem Giallo-Film und beleuchtet das Oevre der prägenden Regisseure des Genres. Es folgen Besprechungen zu TORSO, IL PROFUMO DELLA SIGNORA IN NERO und DELIRIA/STAGE FRIGHT.

Kapitel 3 beschäftigt sich mit einem eher außergewöhnlichen Thema, nämlich “Politik, soziale Relevanz und Kunst”. Hier bespricht Keßler schwer einzuordnende und weitgehend unbekanntere Grenzgänger des Genres, wie LA DONNA DEL LAGO, IL DELITTO DEL DIAVOLO, HANNO COMBIATO FACCIA, MALASTRANA, L´ULTIMO TRENO DELLA NOTTE, LA CASA DALLE FINESTRE CHE RIDONO, den zu Unrecht völlig unterschlagenen ANIMA PERSA, OMBRE und den tollen DOVE COMINCIA LA NOTTE.

Der nächste Abschnitt lässt die schleimspuckenden Furien der Apokalypse zu Worte kommen: “Der Teufel und der Beelzebub” bespricht Exorzisten-Rip Offs made in Italy. Ausführlich rezensiert werden hier Alberto de Martinos L´ANTICHRISTO und der weniger bekannte UN SUSSURRO NEL BUIO (US-Titel: „A Whisper in the Dark“).

Auf den folgenden Seiten dringt der Autor in die Zwinger der Hundewelt ein: über Jacopettis Filme wie MONDO CANE nähert er sich den Abgründen des Kannibalenfilms und taucht tief in den Schlamm des Amazonas. Ausführlich besprochen wird lediglich CANNIBAL HOLOCAUST, aber der reicht ja auch dicke.

„Die geschundene Kreatur“ (gute Überleitung vom Kannibalenfilm!) setzt dem Tierhorror ein Denkmal. Verschiedene Hai- und Krokodil-Variationen tummeln sich hier, näher besprochen wird hier nix, denn es gibt nicht allzu viel Bedeutsames.

Das nächste Kapitel ist da schon umfangreicher und beleuchtet eine der wichtigsten Phasen des italienischen Horrorgenres: „Aufstand der Leiber“ verschreibt sich gänzlich dem allseits beliebten Zombiefilm. Natürlich werden sämtliche Vertreter seiner Gattung sattsam abgearbeitet, detaillierte Reviews erhalten GEISTERSTADT DER ZOMBIES und HÖLLE DER LEBENDEN TOTEN, von dem Kessler offenbar auch ein Fan ist. :D

„Coole Neonkrise“ wirft blasses Licht auf die blutarme Phase der frühen 80er Jahre und lässt Machwerke wie Lamberto Bavas DEMONI oder QUELLA VILLA IN FONDO AL PARCO („Rat Man“) Revue passieren. Kritiken werden dargereicht zu IL NIDO DEL RAGNO und MAYA.

Es folgt das Kapitel „Ein neuer Anfang?“ – Nomen est Omen: Die Versuche, das Genre in den 90ern wiederzubeleben werden angerissen. Rezensionen folgen zu Soavis LA SETTA, Lenzis LE PORTE DELL ´INFERNO und dem großartigen DARK WATERS von Mariano Baino, der es tatsächlich schaffte, dem dahinsiechenden Italohorror frische Luft zuzufächern.

Im anschließenden Abschnitt „Lichtjahre entfernt“ hüpft Keßler auf fremde Welten und andere Planeten – der Italo-SF wird unter die Lupe genommen. Auch hier hagelt´s Besprechungen, auf die ich jetzt nicht alle eingehen möchte. Klassiker wie PLANET DER VAMPIRE, ALIEN – DIE SAAT DES GRAUENS KEHRT ZURÜCK und ASTARON sind natürlich vertreten. Weil´s so schön passt, wird auch gleich noch das Endzeit-Subgenre mit abgefrühstückt.

Das darauf folgende Kapitel handelt von Sandalen und alten Knochen, sprich: MACISTE, HERKULES und URSUS geben sich die Ehre.

Und wo Keßler gerade lustig damit beschäftigt ist, in andere Genres abzuschweifen, darf natürlich auch ein Exkurs in den Italowestern nicht fehlen: „Gruseliges aus Dodge City“ beackert grenzgängerische Wildwestwerke wie SATAN DER RACHE, MATALO, TÖTE, DJANGO! Oder MANNAJA.

Die anschließenden Seiten widmen sich „Fleisch und Sünde im Horrorfilm“, es wird geferkelt oder geschlitzt oder beides. ORGASMO NERO, MALABIMBA und LA LUPA MANNARA werden auf Bahnhofskino-Tauglichkeit untersucht.

Natürlich darf auch das Nunploitation-Genre nicht außen vorgelassen werden, daher geht es „Hinter Klostermauern“ weiter. Mignozzis Standardreißer FLAVIA LA MONACA MUSLMANA wird besprochen, ebenso Matteis L´ALTRO INFERNO.

„Der Tod ist ein Meister aus Deutschland“ wühlt natürlich zünftig im Dreck des Naziploitation-Films und widmet sich Perlen wie L´ULTIMO ORGIA DEL TERZO REICH und anderen SS Kaput Lagern.

Im Anschluss wirft „Tube-Horror“ einen finalen Blick auf italienische Fernsehgruselfilme, womit das Buch dann auch beschlossen wird.

Jetzt ist diese Rezi doch wieder endlos lang geworden, das wollte ich doch gar nicht…
Kurzum: Ein Buch, das man besitzen sollte, es lohnt sich auch, dafür seinen Körper zu verkaufen oder es dem besten Freund aus der Nachttischschublade zu klauen.
Wer es hat, kann sich glücklich schätzen und sollte es nimmermehr hergeben!

Das Buch ist reichlich mit SW-Fotos illustriert. Leider ist die Papierqualität allenfalls auf Standard-Drucker-Niveau, aber es ist halt auch nur in einem Kleinstverlag erschienen. In editorialer Hinsicht ist es leider eine mindere Katastrophe, da Keßler lediglich die Originaltitel der Filme angibt und im Anhang heilloses Chaos herrscht. Viele der Filme, die er erwähnt, werden nicht weiter aufgeführt.
Aber das sind marginale Wermutströpfchen, die man ohne Murren schluckt.

Eine Neuauflage wäre wünschens- und lohnenswert!

„Zu Beginn des Projektes beabsichtigte ich, ein wissenschaftliches Buch zu schreiben.
Ich wünsche dem geneigten Leser viel Vergnügen bei meinem Mißerfolg.“

-- Aus dem Vorwort des Autors

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS WILDE AUGE - Christian Keßler
BeitragVerfasst: 25.01.2010 17:41 
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Tja, ich hätte es wohl gerne... aber nicht für den Preis. Eine Neuauflage (wie bei "Der Terror führt Regie" durch MPW) wäre wünschenswert. Aber ich werde einfach weitersuchen. Vielleicht finde ich das gute Stück ja noch mal für einen Appel und ein Ei. Hat bei "Die Angst sitzt neben dir" (Gesamtausgabe) auch geklappt. Augen auf im Auktionshaus-Dschungel :D


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS WILDE AUGE - Christian Keßler
BeitragVerfasst: 25.01.2010 18:30 
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Klar ist das Buch die Suche wert (wohl dem, der es seinerzeit einfach im lokalen Buchhandel bestellt hat :mrgreen: ), da gibt es überhaupt nichts zu deuteln.

Aber seine Italo-Reviews in der SI kamen noch besser rüber.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS WILDE AUGE - Christian Keßler
BeitragVerfasst: 26.01.2010 04:58 
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 Betreff des Beitrags: Re: DAS WILDE AUGE - Christian Keßler
BeitragVerfasst: 26.01.2010 15:29 
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Christian Kessler´s Schreibstil und Witz wie auch Fachwissen ist im deutschsprachigen Raum einfach einmalig. Keiner kann mich besser unterhalten als er! Noch dazu stimmt jede Filmkritik ABSOLUT mit dem überein was ich mir nach Sichtung dieses Films darüber denke! Egal ob ich das davor oder danach lese, er trifft immer dan Nagel auf den Kopf!
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 Betreff des Beitrags: Re: DAS WILDE AUGE - Christian Keßler
BeitragVerfasst: 26.01.2010 16:06 
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Nello Pazzafini hat geschrieben:
Christian Kessler´s Schreibstil und Witz wie auch Fachwissen ist im deutschsprachigen Raum einfach einmalig. Keiner kann mich besser unterhalten als er! Noch dazu stimmt jede Filmkritik ABSOLUT mit dem überein was ich mir nach Sichtung dieses Films darüber denke! Egal ob ich das davor oder danach lese, er trifft immer dan Nagel auf den Kopf!
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Ich mag seinen Stil auch sehr. Die ersten Koch DVDs habe ich mir auch nur gekauft, weil er was im Booklet dazu geschrieben hat ;)
Ein ganz ein tufter Schreiberling, der Herr Keßler.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS WILDE AUGE - Christian Keßler
BeitragVerfasst: 26.01.2010 20:16 
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Nello Pazzafini hat geschrieben:
Noch dazu stimmt jede Filmkritik ABSOLUT mit dem überein was ich mir nach Sichtung dieses Films darüber denke!

Ich mag Kessler auch, aber das fände ich dann doch bedenklich.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS WILDE AUGE - Christian Keßler
BeitragVerfasst: 27.01.2010 00:07 
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ephedrino hat geschrieben:
Nello Pazzafini hat geschrieben:
Noch dazu stimmt jede Filmkritik ABSOLUT mit dem überein was ich mir nach Sichtung dieses Films darüber denke!

Ich mag Kessler auch, aber das fände ich dann doch bedenklich.

tja, mir gehts halt immer so das ich dinge genauso sehe oder genauso beschrieben hätte, manchmal fast schon gespenstisch, aber ich denke der gute Kessler ist halt ähnlich sarkastisch oder zynisch wie ich.....aber ich hab da schon mit ein paar leuten darüber gesprochen und die sehen das ähnlich! Wie auch immer, Hr. Kessler ist DER Mann im deutschsprachigen Raum für den italienischen bzw. europäischen Film!

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS WILDE AUGE - Christian Keßler
BeitragVerfasst: 27.01.2010 00:10 
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Logan5514 hat geschrieben:
Nello Pazzafini hat geschrieben:
Christian Kessler´s Schreibstil und Witz wie auch Fachwissen ist im deutschsprachigen Raum einfach einmalig. Keiner kann mich besser unterhalten als er! Noch dazu stimmt jede Filmkritik ABSOLUT mit dem überein was ich mir nach Sichtung dieses Films darüber denke! Egal ob ich das davor oder danach lese, er trifft immer dan Nagel auf den Kopf!
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Ich mag seinen Stil auch sehr. Die ersten Koch DVDs habe ich mir auch nur gekauft, weil er was im Booklet dazu geschrieben hat ;)
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Echt? Also das finde ich bedenklich das du die nur gekauft hast weil Kessler was geschrieben haätte....siehst du Ephedrino, da gibts noch ganz krassere als mich, haha, aber im Ernst, ich kann jede Kritik aus "Willkommen in der Hölle" unterschreiben. Allein wenn ich darin ein Review lese bekomme ich Lust auf den Film!

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS WILDE AUGE - Christian Keßler
BeitragVerfasst: 27.01.2010 10:36 
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Nello Pazzafini hat geschrieben:
Logan5514 hat geschrieben:
Nello Pazzafini hat geschrieben:
Christian Kessler´s Schreibstil und Witz wie auch Fachwissen ist im deutschsprachigen Raum einfach einmalig. Keiner kann mich besser unterhalten als er! Noch dazu stimmt jede Filmkritik ABSOLUT mit dem überein was ich mir nach Sichtung dieses Films darüber denke! Egal ob ich das davor oder danach lese, er trifft immer dan Nagel auf den Kopf!
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Ich mag seinen Stil auch sehr. Die ersten Koch DVDs habe ich mir auch nur gekauft, weil er was im Booklet dazu geschrieben hat ;)
Ein ganz ein tufter Schreiberling, der Herr Keßler.


Echt? Also das finde ich bedenklich das du die nur gekauft hast weil Kessler was geschrieben haätte....siehst du Ephedrino, da gibts noch ganz krassere als mich, haha, aber im Ernst, ich kann jede Kritik aus "Willkommen in der Hölle" unterschreiben. Allein wenn ich darin ein Review lese bekomme ich Lust auf den Film!


Tja ja, so ist das ;)

Zum Beispiel hätte ich mir "Romulus und Remus" von Koch nie gekauft. Das Keßler-Booklet war dann aber ausschlaggebend für den Kauf. Ich bin stark dafür, dass das Buch ähnlich wie "Der Terror führt Regie" neu aufgelegt wird. Würde mich sogar für's Layout anbieten :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS WILDE AUGE - Christian Keßler
BeitragVerfasst: 27.01.2010 18:07 
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hab' ich nie so empfunden - denke da täuscht auch der allgemein euphorische schreibstil, den kessler nun mal pflegt ein wenig. wenn er einen film andauern in den himmel lobt (sowohl im westernbuch als auch im wilden auge), dann ist das eher matalo ;) und dafür wird ihm wohl keiner böse sein...

an kessler liebe ich diese mischung aus durchaus fundierten abhandlungen, verbunden mit humoristischen, persönlichen kommentaren. das wilde auge schlägt im vergleich zu seinen SI-Texten oder auch zum westernbuch dennoch einen etwas ernsteren grundton an, was aber kein nachteil ist. allein der wunderbare text zu ultima orgia del III reich ist gold wert...

Zitat:
Würde mich sogar für's Layout anbieten

na, das wäre doch mal was :)


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BeitragVerfasst: 27.01.2010 18:17 
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Mein Lieblingszitat von Keßler zu (ich glaube) Henry Silva ist: [...] und er kniff die Augen zu Fäusten zusammen [...]

Ich weiß nicht mehr genau, ob's so komplett O-Ton war, aber ich glaube niemand hat mit zwei Wörter die nicht zusammen passen etwas so passendes geschrieben ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS WILDE AUGE - Christian Keßler
BeitragVerfasst: 28.01.2010 05:41 
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Der Grund, warum ich Keßler liebe, wird mir immer wieder erneut bewusst, wenn ich eine Rezension von Ivo Ritzer lese.

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BeitragVerfasst: 28.01.2010 11:10 
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Diabolik! hat geschrieben:
Der Grund, warum ich Keßler liebe, wird mir immer wieder erneut bewusst, wenn ich eine Rezension von Ivo Ritzer lese.


Das sind zwei ganz andere Welten! Keßler schreibt quasi "schnodderig" aber fundiert. Ritzer schreibt dafür nur fundiert und etwas hochgestochen. Gut, seine ewigen Ausschweifungen, wo sich welcher Film bedient hat steigern manchmal die Verwirrung, aber ich muss sagen wenn man sich konzentriert, sind seine Rezensionen auch sehr hilfreich. Allerdings habe ich auch schon einige Rezensionen gelesen von ihm, wo ich nur dachte "What the fuck?!" - Ein gutes Beispiel für eine Schlechte Rezension von Rizer ist die Rezension zu "Street Fighter - The Legend of Chun Li" (Splatting Image, Nr.79, S.66).

Aber wie gesagt: Das sind zwei ganz verschiedene Stile.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS WILDE AUGE - Christian Keßler
BeitragVerfasst: 28.01.2010 14:46 
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Scheiss auf alle, Kessler über alles! Hochgestochene Reviews braucht keine Sau, wenn ich was über Filme aus dieser Zeit lesen will dann im "schnoddrigen" Ton wie eben auch diese Film gemacht und gedacht wurden! Das deckt sich dann!
Ich wünsche mir seit Jahren ein Fortsetzungsbuch von Willkommen in der Hölle wo er alle restlichen, Co-produzierten Italo Western rezensiert, das wär was! Überhaupt sollte der Mann mehr Bücher rausbringen!

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BeitragVerfasst: 28.01.2010 15:41 
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Zitat:
- Ein gutes Beispiel für eine Schlechte Rezension von Rizer ist die Rezension zu "Street Fighter - The Legend of Chun Li" (Splatting Image, Nr.79, S.66).


An die musste ich auch wieder denken. :roll:
Hinzu kommt, daß Ritzer es nötig hat, seine Sätze mit Fremdworten zu spicken, selbst da, wo es völlig unnötig wäre. Nicht, daß ich dies nicht kapieren würde oder ständig jedes zweite Wort nachschlagen müsste. Ich finde es einfach nur einschläfernd und obendrein elitär!

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BeitragVerfasst: 28.01.2010 15:42 
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Zitat:
Überhaupt sollte der Mann mehr Bücher rausbringen!


Es ist ja seit Jahren die Rede von einem gewissen 70er-Pornobuch...

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BeitragVerfasst: 28.01.2010 17:37 
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Diabolik! hat geschrieben:
Zitat:
Überhaupt sollte der Mann mehr Bücher rausbringen!


Es ist ja seit Jahren die Rede von einem gewissen 70er-Pornobuch...


:lol: - Das wollte nur keiner haben.

Es sieht allgemein schlecht aus. Schwarzkopf und Schwarzkopf wollte "Willkommen in der Hölle" nicht mehr wegen dem Bruckner Buch und MPW hat wohl für die Texte eine so niedrige Summe geboten, dass aus dem Hause auch keine Neuauflage(n) geplant sind. Was also nun?

Bei Einer Auflage von 1000 Büchern muss man auch mindestens 12 EUR/Stk Produktionskosten ausgeben (macht schon mal eine stattliche Summe) dann müsste man sich mit Keßler einigen und auch noch Bildmaterial ranschaffen und das Layout machen. Wer soll so was auslegen bei solchen "Nieschenbüchern"?

Ist ja nicht so, als hätte ich mich nicht schon informiert ;)


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BeitragVerfasst: 28.01.2010 17:40 
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Diabolik! hat geschrieben:
Zitat:
- Ein gutes Beispiel für eine Schlechte Rezension von Rizer ist die Rezension zu "Street Fighter - The Legend of Chun Li" (Splatting Image, Nr.79, S.66).


An die musste ich auch wieder denken. :roll:


Boah war die scheiße, oder was? So einen ähnlichen Bock hat er sich in SI Nr.77, S.66 zu "Behind Enemy Lines" geschossen. Das will doch (so) keiner lesen. Kein Wunder, dass man ihm für solchen Dünnpfiff nur die letzte Seite gewährt ;)


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BeitragVerfasst: 28.01.2010 21:09 
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Nello Pazzafini hat geschrieben:
Logan5514 hat geschrieben:
Nello Pazzafini hat geschrieben:
Christian Kessler´s Schreibstil und Witz wie auch Fachwissen ist im deutschsprachigen Raum einfach einmalig. Keiner kann mich besser unterhalten als er! Noch dazu stimmt jede Filmkritik ABSOLUT mit dem überein was ich mir nach Sichtung dieses Films darüber denke! Egal ob ich das davor oder danach lese, er trifft immer dan Nagel auf den Kopf!
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Echt? Also das finde ich bedenklich das du die nur gekauft hast weil Kessler was geschrieben haätte....siehst du Ephedrino, da gibts noch ganz krassere als mich, haha, aber im Ernst, ich kann jede Kritik aus "Willkommen in der Hölle" unterschreiben. Allein wenn ich darin ein Review lese bekomme ich Lust auf den Film!


Hmm, du hast wirklich JEDEN Film, der in WIDH besprochen wurde, gesehen...?

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BeitragVerfasst: 29.01.2010 19:31 
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Diabolik! hat geschrieben:
Zitat:
Überhaupt sollte der Mann mehr Bücher rausbringen!


Es ist ja seit Jahren die Rede von einem gewissen 70er-Pornobuch...


Richtig, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass mit mehr als 10 Jahren Verspätung nun doch noch kommt.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS WILDE AUGE - Christian Keßler
BeitragVerfasst: 29.01.2010 19:38 
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Richtig, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass mit mehr als 10 Jahren Verspätung nun doch noch kommt.


Sowas ist mir auch zu Ohren gekommen. Schön wär´s ja...

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS WILDE AUGE - Christian Keßler
BeitragVerfasst: 01.02.2010 16:26 
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Und Freaks, wer von euch hat die 55 EUR auf den Tisch gelegt und das Stück bei eBay gekauft? Mein Limit waren 50 EUR. Und da der gute Verkäufer auch noch 4,50 Porto haben wollte, bin ich abgesprungen. Aber es hat doch sicher einer von euch ergattert. Oder bin ich er Einzige, der es noch nicht hat? :?


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS WILDE AUGE - Christian Keßler
BeitragVerfasst: 01.02.2010 16:38 
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55 Euro und du hast nicht zugeschlagen? So billig kriegst dus nie mehr! :evil:

PS: ich habs nicht ersteigert, ich besitze es schon lange, musste aber mehr als 55 Euro bezahlen :(

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS WILDE AUGE - Christian Keßler
BeitragVerfasst: 01.02.2010 17:35 
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Malastrana hat geschrieben:
55 Euro und du hast nicht zugeschlagen? So billig kriegst dus nie mehr! :evil:

PS: ich habs nicht ersteigert, ich besitze es schon lange, musste aber mehr als 55 Euro bezahlen :(


Mmmm, vielleicht bin ich da zu wenig Freak. Ich meine, dass ist ein handelsübliches Softcover-Buch mit keinerleih Farbfotos. Und so was sollte nicht mehr als 30 EUR kosten. Nur Herrn Keßler zu Liebe hätte ich 50 EUR ausgegeben... Über Preise wie bei Amazon, von 180 EUR kann ich nur Lachen! Das ist doch wirklich unglaublich! Ich steh zu meinen Prinzipien :)


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS WILDE AUGE - Christian Keßler
BeitragVerfasst: 01.02.2010 19:00 
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um die 50 eur war auch meine obergrenze. mehr ist es mir auch nicht wert und schliesslich hat christian kessler eh nix davon.
daher keine Anhebung der Schmerzgrenze.

Zuletzt ist noch eins für 36 EUR (afair) weggegangen. das ist preislich im rahmen, zumal die ausgaben alle auch etwas
abgegriffen sind. die 100+ EUR Beträge sind mir auch zu freakig im Preis.


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BeitragVerfasst: 22.03.2010 20:31 
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BeitragVerfasst: 22.03.2010 21:13 
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ugo-piazza hat geschrieben:


....noch! Aber ich schätze da kommen noch mal min. 50 EUR drauf!


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Tut mir echt Leid Jungs hab das Buch damals als es rausgekommen ist gekauft, finde es nach wie vor eines der besten Bücher die bisher zum Thema Italo - Genrekino geschrieben wurden nicht nur im deutschsprachigen Raum !!!!! Wäre mal an der Zeit eine neue überarbeitete Fassung herraus zu bringen.

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Blu Ray und DVD Holzkistenverpackungen sind Sondermüll....
und echte Filmfans brauchen sowas nicht !!!


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS WILDE AUGE - Christian Keßler
BeitragVerfasst: 23.03.2010 01:12 
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Wenn ich diese Preise sehe, bin ich auch heidenfroh, dass ich es mir damals ganz regulär im buchladen bestellt hab :shock:

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