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 Betreff des Beitrags: Magisterarbeit Slasher vs. Giallo
BeitragVerfasst: 21.01.2010 11:47 
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Ulrike Kreger - Genrespezifische Untersuchung des US-Slasher-Films im Vergleich zum italienischen "Giallo"

Zitat:
Broschiert: 84 Seiten
Verlag: Grin Verlag (August 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 364040078X
ISBN-13: 978-3640400782


Zitat:
Magisterarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Filmwissenschaft, Note: 1,0, Universität zu Köln, Sprache: Deutsch, Abstract: Splatterfilm und Slasherfilm diese Bezeichnungen klingen vertraut und gehören zu einem großen Korpus an Filmen, die in den 70er und 80er Jahren in den USA auf den Markt drängen. Es sind blutige und sehr gewaltlastige Horrorfilme, die das Publikum spalten und die Kritiker einen: Bis auf wenige Ausnahmen wird das Genre mit überwältigend schlechten Kritiken überhäuft. Trotz seines enormen kommerziellen Erfolgs und der stilistischen Variationen wird der Slasherfilm von Filmkennern generell verspottet. Oft richtet sich dieser Hohn auch gegen das vornehmlich jugendliche Zielpublikum des Genres, das von manchen Kritikern folgendermaßen bezeichnet wird: a legion of brain-dead pubescent zombies docilely filing into the nation's multiplexes for each new "teenie-kill" release. Von den Feministinnen werden die Filme als frauenverachtend geschmäht und von aufgebrachten Eltern, kirchlichen Vereinigungen sowie vom Gesetzgeber wegen Gewaltverherrlichung als gefährlich eingestuft und der Zensur unterworfen. Auch im akademischen Diskurs gelten Slasherfilme wohl aufgrund ihres Status als Low Culture-Kino lange Zeit als unwürdig und werden kaum kritisch untersucht. Spätestens seit den 90er Jahren findet jedoch ein Umschwung statt und der Slasherfilm erfährt eine zunehmende akademische Beachtung und Diskussion. Dies macht sich in zahlreichen Veröffentlichungen bemerkbar, die zunächst vor allem der psychoanalytischen Filmtheorie zugeordnet werden können, später und gerade in der neuesten Zeit aber auch andere Ansätze verwenden und so neue Perspektiven aufzeigen.
[...]
Das zentrale Anliegen dieser Arbeit ist es daher, den Giallo und den Slasherfilm bezüglich ihrer genrespezifischen Merkmale zu untersuchen und zu vergleichen. Einen solchen Vergleich hat es bislang noch nicht gegeben. Dieser Ansatz ist deshalb interessant, weil er zwei auf den ersten Blick sehr ähnliche Genres untersucht, die etwa zur selben Zeit aufkommen, aber aus zwei verschiedenen Ländern bzw. Kontinenten stammen.
[...]
Der Vergleich des Slasherfilms und des Giallos erfolgt nicht wie etwa in Genre Guides oder sogenannten Fanzines auf horizontaler Ebene [...] In dieser Arbeit soll vielmehr in die Tiefe gegangen und das Genre als Ganzes erfasst werden.



Das Buch kann hier bestellt werden, ist mit einem Preis von 39,90 Euro aber nicht gerade billig. Hatte jemand zufällig schonmal die Gelegenheit, einen Blick in die Arbeit zu werfen? Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema klingt sehr interessant, doch schreckt mich der enorme Preis vor einem Blindkauf ab.

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 Betreff des Beitrags: Re: Magisterarbeit Slasher vs. Giallo
BeitragVerfasst: 21.01.2010 13:21 
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Ich glaube nicht , daß sich das "Werk" lohnt , es sei denn Ulrike Kreger wäre eine Top-Notch Genre-Expertin a la Gialloboy ... :D

Davon abgesehen dürfte sich der Inhalt , wie auch immer geartet , ohnehin auf lächerlich niedrigem Niveau bewegen ...allein im Quote liest man von " Low Culture-Kino ,teenie-kill , psychoanalytischer Filmtheorie" ... Ach Gottchen , wie geistreich 8-)

Mehr als ein paar Fallbeispiele wirds da wohl eh net geben , dafür garantiert X-Seiten Einleitung , Lieraturverzeichnis , etc... ! Und dazwischen soll "das Genre als Ganzes erfasst werden" ... auf 84 Seiten , ja sicher :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Magisterarbeit Slasher vs. Giallo
BeitragVerfasst: 21.01.2010 14:02 
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Da muss ich Signore Bianchi rundum zustimmen, so sah auch meine erste Reaktion aus. Davon ab, ein Traktat von 84 Seiten für 40 Steine auf den Markt zu schmeißen, halte ich schon für etwas unverschämt.
Eine lesenswerte Auseinandersetzung zum Thema "Giallo vs. Slasher" befindet sich in Kovens LA DOLCE MORTE, falls Frau Kreger sich nicht sowieso daraus bedient hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Magisterarbeit Slasher vs. Giallo
BeitragVerfasst: 21.01.2010 14:11 
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Leider kann man bei Amazon auch nicht wirklich einen näheren Blick auf den Inhalt werfen.

Aber wer in einer Großstadt wohnt, kann ja mal recherchieren, ob die Uni-Bibliothek das Werk schon hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Magisterarbeit Slasher vs. Giallo
BeitragVerfasst: 21.01.2010 14:23 
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Dank Ugo's Beitrag kam mir die Idee, mal auf Google Books zu schauen:

Dort können ein paar Seiten gelesen werden, immerhin mehr als bei Amazon.

Eine Anschaffung kommt aber wohl nicht in Frage!

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 Betreff des Beitrags: Re: Magisterarbeit Slasher vs. Giallo
BeitragVerfasst: 21.01.2010 14:27 
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klingt halt durch und durch nach einer typischen uniarbeit - nichts, was ich ausserhalb des studiums freiwillig lesen möchte. so ein kurzer einblick bei books.google offenbart einiges an geradezu sensationell schlechtem sprachlichem und rhetorischem geholpere :shock:


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 Betreff des Beitrags: Re: Magisterarbeit Slasher vs. Giallo
BeitragVerfasst: 21.01.2010 14:29 
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das ist wahr. aber wenn das ding irgendwie nur nen 10er kosten würde, würde ich mir das anschaffen und mal querlesen. vielleicht gibt es ja noch den ein oder anderen link, auf den man selbst nicht gekommen wäre.
für DAS geld macht es allerdings echt keinen sinn!

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 Betreff des Beitrags: Re: Magisterarbeit Slasher vs. Giallo
BeitragVerfasst: 21.01.2010 19:16 
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Hier gibt es eine andere Masterarbeit oder etwas in der Art, im Volltext und umsonst:
Wallman, Bengt (Stockholm University, Department of Cinema Studies)
Il thrilling Italiano:: Opening up the giallo
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Der hohe Preis für Magister-/Diplomarbeiten ist leider üblich; so etwas sollten die Universitäten generell kostenlos anbieten. Zumal natürlich jeder weiß, dass die Hälfte für lauter einleitendes Zeug draufgeht.
Andererseits ist es immer wohltuend, wenn sich jemand mehr oder weniger distanziert mit einem Thema analytisch auseinander setzt, als die immer gleich gearteten Fan-Inhaltsangaben im Schülerzeitungsstil lesen zu müssen (Kessler & Co.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Magisterarbeit Slasher vs. Giallo
BeitragVerfasst: 21.01.2010 19:26 
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daunia 07 hat geschrieben:

Der hohe Preis für Magister-/Diplomarbeiten ist leider üblich


Das stimmt leider ...

daunia 07 hat geschrieben:
Andererseits ist es immer wohltuend, wenn sich jemand mehr oder weniger distanziert mit einem Thema analytisch auseinander setzt, als die immer gleich gearteten Fan-Inhaltsangaben im Schülerzeitungsstil lesen zu müssen (Kessler & Co.)


Ich denke das bereits erwähnte Buch "La dolce morte" geht wohl in diese Richtung . Hat das übrigens mal jemand mittlerweile bestellt bzw. gelesen ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Magisterarbeit Slasher vs. Giallo
BeitragVerfasst: 21.01.2010 19:35 
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daunia 07 hat geschrieben:
Der hohe Preis für Magister-/Diplomarbeiten ist leider üblich; so etwas sollten die Universitäten generell kostenlos anbieten. Zumal natürlich jeder weiß, dass die Hälfte für lauter einleitendes Zeug draufgeht.

...und fussnoten :)

daunia 07 hat geschrieben:
Andererseits ist es immer wohltuend, wenn sich jemand mehr oder weniger distanziert mit einem Thema analytisch auseinander setzt, als die immer gleich gearteten Fan-Inhaltsangaben im Schülerzeitungsstil lesen zu müssen (Kessler & Co.)

im grunde magst du recht haben, aber die kessler-texte als schülerzeitungsstil zu verunglimpfen find' ich dann doch etwas unverschämt :cry: allein in der sprachlichen gewandtheit liegen zwischen einem kessler und der zitierten arbeit galaxien - und das nicht zugunsten der arbeit ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Magisterarbeit Slasher vs. Giallo
BeitragVerfasst: 21.01.2010 21:27 
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daunia 07 hat geschrieben:
Andererseits ist es immer wohltuend, wenn sich jemand mehr oder weniger distanziert mit einem Thema analytisch auseinander setzt, als die immer gleich gearteten Fan-Inhaltsangaben im Schülerzeitungsstil lesen zu müssen (Kessler & Co.)


Das ist natürlich Geschmacksache. Mir ist die analytische und distanzierte Auseinandersetzung mit einer Leidenschaft zutiefst suspekt, ich finde diesen Schreibstil sogar abstossend! Kessler schreibt locker und fundiert, ist mit dem Herzen bei der Sache! Zwar teile ich längst nicht immer seine Meinung, jedoch sind seine Ausführungen immer lesenwert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Magisterarbeit Slasher vs. Giallo
BeitragVerfasst: 21.01.2010 21:56 
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daunia 07 hat geschrieben:

Der hohe Preis für Magister-/Diplomarbeiten ist leider üblich;


Werden Magisterarbeiten etc. eigentlich üblicherweise überhaupt veröffentlicht?

Bei Dissertationen ist es ja m.W., dass die veröffentlicht werden müssen, sonst gibt es den Doktortitel nicht. Nur ist der Kundenkreis dafür in der Regel ja sehr klein, was entsprechende Buchpreise nach sich zieht.


Was Kessler angeht, lese ich den sehr gerne. Christian ist aber ja selbst M.A., er könnte also auch anders...

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 Betreff des Beitrags: Re: Magisterarbeit Slasher vs. Giallo
BeitragVerfasst: 22.01.2010 09:13 
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ugo-piazza hat geschrieben:
Werden Magisterarbeiten etc. eigentlich üblicherweise überhaupt veröffentlicht?


Es ist eigentlich nicht vorgesehen, diese Arbeiten auf die Menschheit loszulassen. Bei guten Noten veröffentlichen die Autoren ihre Arbeiten selber über beispielsweise den Grin Verlag, um auf sich aufmerksam zu machen und vll. noch ein paar Euro zu verdienen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Magisterarbeit Slasher vs. Giallo
BeitragVerfasst: 22.01.2010 12:50 
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Jenius hat geschrieben:
ugo-piazza hat geschrieben:
Werden Magisterarbeiten etc. eigentlich üblicherweise überhaupt veröffentlicht?


Es ist eigentlich nicht vorgesehen, diese Arbeiten auf die Menschheit loszulassen. Bei guten Noten veröffentlichen die Autoren ihre Arbeiten selber über beispielsweise den Grin Verlag, um auf sich aufmerksam zu machen und vll. noch ein paar Euro zu verdienen.


Aber Vorsicht: Wer seine Magisterarbeit veröffentlicht, kann auf dem gleichen Gebiet NICHT mehr promovieren! So ging es mir: ich stand kurz vor der VÖ (Literaturwissenschaft), bis mein Prof mir die Promotion anbot und daher dringend riet, die MA nicht rausbringen zu lassen...
Na, mit der Promotion hat's dann auch nicht geklappt, aber das ist ein anderes Thema :( :( :cry: :cry: ;)

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