DER NACHTMAHR - Akiz

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DER NACHTMAHR - Akiz

Post#1by nyby » 30.05.2016 08:41

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Deutschland 2015, 92 Minuten.
Regie und Buch: Akiz; Kamera: Clemens Baumeister; Musik: Steffen Kahles und Christoph Blaser; Darsteller: Carolyn Genzkow, Alexander Scheer, Wilson Gonzales Ochsenknecht.


Was ist das? Ein filmischer Traum? Ein Albtraum? Eine Todesfantasie der Hauptfigur? „Der Nachtmahr“, das Langfilmdebüt des Regisseurs und bildenden Künstlers Akiz, gibt Rätsel auf, kann verstören – und ist eine Entdeckung. Im Wettbewerb des jüngsten Ophüls-Festivals in Saarbrücken war die Independent-Produktion einer der stärksten und eigenwilligsten Filme.

Mitten hinein in die Wirren der Pubertät führt der Film: mit jugendlichem Partyleben, Gruppendruck, Posieren, Unsicherheit, die man hinter einer Fassade cooler Arroganz zu verbergen sucht. So gesehen ist die 17-jährige Tina ein ganz normaler Teenager – mit toleranten und gutsituierten Eltern sogar etwas privilegierter als die meisten anderen. Nach einer rauschenden Partynacht hört sie immer wieder Geräusche im Haus. Die Eltern glauben ihr nicht, halten sie für seelisch angeschlagen und schalten einen Psychologen ein. Also alles Einbildung? Spätpubertäre Hysterie? Keineswegs – Tina entdeckt in ihrem Zimmer ein merkwürdiges, embryo-artiges, sprachloses Wesen, das Kontakt zu ihr sucht. Zwischen den beiden scheint eine Verbindung zu bestehen, die Tina weder zu ihren Freunden noch zu ihren überforderten Eltern hat.

Diese verschlungene, merkwürdige, drastische und dann wieder zarte Geschichte einer Selbstfindung erzählt Regisseur Akiz, der auch das Drehbuch geschrieben hat, gekonnt – mit viel Atmosphäre, einigen geschickt gesetzten Schock-Effekten, einer beklemmenden Traumszene, manchmal ungewöhnlichen Schnitten, einem bedrohlichen Sound-Design und einer herausragenden Darstellerin: Carolyn Genzkow spielt die junge Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs intensiv und glaubwürdig. Sie droht zu zerbrechen, gewinnt dann langsam eine enorme, unerwartete Stärke. Schließlich wächst sie über sich hinaus, wird von der lange nur Reagierenden zur Handelnden – das Ende des Films ist überraschend, wunderlich und lässt mehr als nur eine Deutung zu. „Der Nachtmahr“, sagt der Regisseur, ist der Auftakt zu einer Trilogie – eine gute Nachricht.
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#2by italo » 30.05.2016 13:01

Hab schon von dem Film gehört und steht auf meiner Watchlist.
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#3by TRAXX » 30.05.2016 19:58

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Hab den gestern im Kino gesehen und war absolut begeistert von dem Film!
Konnte wirklich keinerlei Defizite ausmachen: Der Film ist in herrliche, teilweise fast schon bavaeque, (Neon-)Farben eingetaucht, bietet schräge Kamera-Einstellungen und das Ganze ist mit einem herrlich hart wummernden Elektro-Soundtrack unterlegt.
Aber auch inhaltlich durchaus interessant, zwar nicht wirklich neu und daher eventuell auch etwas leicht decryptierbar, aber das Wie entzückt einen sehrwohl. Selbst auf schauspielerischer Ebene gibt's von mir bis in die hinterste Nebenrolle nur Lob - und das ist bei Independent Produktionen oftmals nicht der Fall!

Apropos. Da kann man mal wieder sehen, was hierzulande alles möglich ist, wenn Filmförder-Spongos nicht dazwischenquatschen dürfen!
Von daher... legt die paar Euros auf den Tresen eures lokalen Programmkinos und schaut euch den unabhängig finanzierten DER NACHTMAHR an, denn das ist dann auch ein Stinkefinger an den engstirnigen Filmförder-Klerus!
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#4by Michael » 30.05.2016 21:40

TRAXX wrote:legt die paar Euros auf den Tresen eures lokalen Programmkinos und schaut euch den unabhängig finanzierten DER NACHTMAHR an, denn das ist dann auch ein Stinkefinger an den engstirnigen Filmförder-Klerus!


I approve this message ;)
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#5by McKenzie » 31.05.2016 04:02

Hier noch ein Text des Regisseurs, in dem er beschreibt, wie lang, hart und steinig der Weg zur Entstehung des Films war - was unbedingt mit einem Kinobesuch honoriert gehört. Leider wird dem in der Tat großartigen NACHTMAHR gerade wieder das gleiche ungerechte Schicksal zuteil, wie den meisten Vertretern seiner in Deutschland seltenen Art: Er geht, gefangen zwischen französischen Komödien und Öko-Dokumentarfilmen, in den Arthouse-Kinos unter, da diese einfach kaum von dem Publikum frequentiert werden, das sich dafür tatsächlich interessieren würde, wie etwa vor zwei Jahren auch Till Kleinerts großartiger DER SAMURAI oder im Jahr davor DER LETZTE ANGESTELLTE. So in Schubladen festgefahren, wie die deutsche Kinolandschaft inzwischen ist (die Multiplex-Ketten wiederum meiden deutsche Filme jenseits von Schweiger, Schweighöfer & Co. zumeist wie die Pest), kann man das allerdings weder dem Film selbst, noch dem Verleih so recht anlasten. Mich stimmt das jedes Mal aufs Neue traurig. Angesichts der Tatsache, dass die meisten der faden deutschen Komödchen und Schulkinofilme, die jahrjährlich in großer Anzahl in den Arthouse-Kinos wie Sauerbier angeboten werden, ohne dass sich Publikum wie Kritik nennenswert dafür interessieren würden, fragt man sich allerdings schon auch, warum die Filmförderungsgremien sich so stur allem entgegenstellen, was nicht ihrer bemerkenswert provinziellen Vorstellung von wirtschaftlicher Filmproduktion passt - wenn aus der umfangreichen deutschen Filmproduktion jedes Jahr nur eine Handvoll Titel auch tatsächlich Gewinne einfährt, könnte man es ja auch einfach mal darauf ankommen lassen und mit den Millionen und Abermillionen von Fördermitteln einen eklektischeren und auch auf internationalen Festivals (wo das deutsche Kino kaum eine Rolle spielt) halbwegs anschlussfähigen Filmausstoß forcieren. Der so sehnlich erhoffte Erfolg würde sich dann schon einstellen, wenn es sich erst einmal herumspricht (etwas Zeit müsste man der Sache schon geben), dass deutsche Filme nicht mehr so bieder sind, wie sie es in den letzten 30 Jahre größtenteils waren. Aber in den Förderanstalten sitzen eben in erster Linie Bürokraten und nicht - was das einzig Richtige wäre - Filmschaffende und -kritiker, die tatsächlich etwas von Kino verstehen. So kann das ja nichts werden.

Ach, und der Trailer gehört hier natürlich auch rein. Möge er den ein oder anderen mobilisieren:

www.youtube.com Video from : www.youtube.com
"Wir haben zulange Menschen, denen Film als Kunstform nichts bedeutet, das Geschäft bestimmen lassen, und jetzt pissen sie ihm das letzte Fleisch von den Knochen."
- Tim Lucas (im Zusammenhang mit diesem Artikel)

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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#6by Logan5514 » 31.05.2016 08:20

Leider läuft der hier gar nicht erst... Sehr schade. Ich hätte ihn mir gerne im Kino angesehen.

Noch trauriger machen mich aber die (leider) wahren Worte von McKenzie. Filme wie DER SAMURAI liefern hier so gut wie gar nicht. Und auch die Auswertung auf DVD (BD wäre wohl nicht tragbar...) lief unter jedem Radar. Es ist komisch, dass die guten deutschen Filme keine Beachtung finden. Scheinbar traut man einem deutschen Genre-Film immer noch nicht zu, was zu bewegen. Ich fand z.B. auch STEREO mit Jürgen Vogel und Moritz Bleibtreu ziemlich gut. Doch trotz der Stars und trotz der guten Story und trotz des hammer Soundtracks und trotz der tollen Kamera kennt so ziemlich niemand den Film. Selbst der "relativ" gute WHO AM I war nicht der große Hit. Trotz Publikumsmagnet M’Barek.

Trotzdem (oder gerade deswegen) muss man für solche "Aussenseiter" immer mal wieder die Fahne hochheben. Denn sollte es wirklich irgendwann nur noch Schweighöfer- und Schweiger-Filme in leichten Beige und Braun geben, dann ist die deutsche Filmlandschaft wirklich klinisch tot.

Zumindest die kommende BD von Amazon und Koch werde ich mir ordern!
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#7by Mac Gyver » 31.05.2016 11:31

Würde den Film auch gerne im Kino sehen, aber hier in der Provinz läuft er leider nicht.
Klasse aber, dass Koch "Der Nachtmahr" auch auf BD bringt. Ist ja Filmen wie z. B. "Der Samurai" (hier nur auf DVD, in den USA aber auch auf BD - leider wohl RC A) oder "Wild" (nur auf DVD angekündigt) nicht vergönnt.
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#8by chakunah_2072 » 31.05.2016 17:39

...die US BD von "Der Samurai" ist leider nur eine BD-R - nicht gepresst, daher auch eher suboptimal.

Wegen "Nachtmahr" kann ich ebenfalls einen Ansehbefehl aussprechen, TRAXX & Kenzie haben es wunderbar zusammengefasst, endlich mal wieder ein eigenwilliger Genre-Beitrag der sich wohltuend vom sonstigen Einheitsbrei abhebt! Ich hoffe die Kinobetreiber nehmen sich zu herzen, dass dieser Film laut abgespielt werden sollte ;)
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#9by Dr. Zombi » 31.05.2016 18:33

Logan5514 wrote:Selbst der "relativ" gute WHO AM I war nicht der große Hit.


WHO AM I war in Deutschland ein ziemlich großer Hit.
Also wenigstens etwas. ;-)
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#10by tomasmilian » 31.05.2016 18:52

Dr. Zombi wrote:WHO AM I war in Deutschland ein ziemlich großer Hit.
Also wenigstens etwas. ;-)
Knapp unter 750.000 Kinozuschauer waren es in Deutschland, das ist schon ziemlich gut – wenn man bedenkt, dass die Konkurrenz ja ebenfalls in den Kinos platziert werden will und zudem auch etliche ausländische Filme froh wären, auf eine solche Zuschauerzahl zu kommen.

Festival- und Kinoeinsätze hatte der Film unter anderem in Kanada, Frankreich, Polen, Irland, den USA, Japan, Großbritannien, Ungarn, Kolumbien, Brasilien, Russland, Türkei und Argentinien – wobei die Hauptvermarktung heutzutage über den Heimkinomarkt läuft (physische Medien, Streaming, TV-Rechte).

Ich meine, dass es Michael von Koch Media war, der hier im Forum schrieb, dass deutsche Filme im Ausland speziell seit LOLA RENNT durchaus erfolgreich sind. Sie erzielen natürlich keine Umsätze wie US-Blockbuster, aber das machen Filme aus Frankreich oder Skandinavien ja auch nicht. Die Legende, dass deutsche Filme "keiner sehen will", ist demnach keineswegs richtig.

Ein Regisseur wie Christian Alvart erzählte einmal, dass entgegen des allgemeinen Gejammers bei uns Genrekino sehr wohl gefördert wird und sein Film ANTIKÖRPER im Ausland unter den gegebenen Umständen (es war nun einmal kein "Star-Film" aus amerikanischer Produktion) sehr ordentlich lief, sprich einen zufriedenstellenden Gewinn erzielte.

Aber das lässt sich hierzulande halt nicht so gut verkaufen. Deshalb immer behaupten, dass die doofen Autorenfilmer die Millionen bergeweise in den Allerwertesten geschoben kriegen und für die "echten" Filme nix übrigbleibt. Kommt immer gut an. ;)

(Und nein, das heißt nicht, dass alles toll wäre – aber dieses seit Jahren anhaltende Dauergewinsel von "Genrefans" nervt bisweilen)
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#11by Dr. Zombi » 31.05.2016 19:19

tomasmilian wrote:
Dr. Zombi wrote:WHO AM I war in Deutschland ein ziemlich großer Hit.
Also wenigstens etwas. ;-)
Knapp unter 750.000 Kinozuschauer waren es in Deutschland


Es waren sogar ca. 815.000 Besucher.
Ne ziemliche Wahnsinnszahl für nen deutschen Thriller/Krimi.
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#12by TRAXX » 31.05.2016 19:21

tomasmilian wrote:Ein Regisseur wie Christian Alvart erzählte einmal, dass entgegen des allgemeinen Gejammers bei uns Genrekino sehr wohl gefördert wird und sein Film ANTIKÖRPER im Ausland unter den gegebenen Umständen (es war nun einmal kein "Star-Film" aus amerikanischer Produktion) sehr ordentlich lief, sprich einen zufriedenstellenden Gewinn erzielte.

Aber das lässt sich hierzulande halt nicht so gut verkaufen. Deshalb immer behaupten, dass die doofen Autorenfilmer die Millionen bergeweise in den Allerwertesten geschoben kriegen und für die "echten" Filme nix übrigbleibt. Kommt immer gut an. ;)

(Und nein, das heißt nicht, dass alles toll wäre – aber dieses seit Jahren anhaltende Dauergewinsel von "Genrefans" nervt bisweilen)

Ja nee, is klar, wenn Alvart das sagt, dann wird's schon stimmen... 1 Film, von 1 Regisseur, vor über 10 Jahren... Killer-Argument für die Progressivität deutscher Filmförderung in Bezug auf Genre-Filme!
Also ich bin nun überzeugt! ;)
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#13by tomasmilian » 31.05.2016 19:40

Hier einfach mal was zum Anschauen bzw. Nachlesen:

*** The link is only visible for members, go to login. ***

Eine Podiumsdiskussion zum Thema "Hindernisse und Chancen des deutschen Genrefilms". Es gibt bzw. gab auch mal eine Abschrift der Diskussion als PDF, daraus zwei Zitate von Christian Alvart (es ist eine reine Wiedergabe der Diskussion, also mit eventuellen Grammatikfehlern etc.):

"#01:40:00-4# Christian Alvart: Ich wollte ein Mal zu dieser Legende, dass Genrefilm
nicht gefördert wird sagen, dass alle meine Filme gefördert wurden. Und das sind alles
Genrefilme. Also ich hab Science-Fiction Horror gemacht, reinen Horror, "Antikörper" ist
ein Serienkiller Thriller, der ist gefördert worden hier vom Medienboard. "Captain Future"
hat Förderung bekommen, das ist eine Science-Fiction Space Opera. Also das hat
auch damit zu tun natürlich, wie man das Paket präsentiert. Und Herr Keil hat recht,
man muss sehr viel dafür tun, man muss mit seinem Förderreferenten zusammenarbeiten.
Man muss eine Vision pitchen, die die Leute begeistert, das ist genauso wie bei jedem
anderen Investor auch. Ich behandele die Förderer eigentlich wie Investoren, also
ich muss die einfach mitreißen mit meinem Projekt. Auch mit einem Genreprojekt."


Speziell zu ANTIKÖRPER meinte er:

"#00:58:08-4# Christian Alvart: Aber wenn du aus der Welt kommst, dann weißt du ja
auch: Zu meinem Namen hat jeder Weltvertrieb inzwischen seine Estimates und weiß in
welchem Land welche Filme von mir wie liefen.
Und darauf baue ich jetzt ja auch komplett auf. Dieses Genre-Förderprogramm funktioniert
nicht, weil ich in Deutschland der bin, der ich bin. Sondern weil 4 Filme von mir in
Spanien auf Platz 2 waren, in Russland war einer auf Platz 1, einer auf Platz 2, usw. Es
gibt sehr viele Verkäufe. Selbst "Antikörper" hat sehr viel Geld verdient, weil er auf der
ganzen Welt verkauft wurde. Der lief ja sogar in Amerika im Kino. Also das war kein Videoverkauf.
Der lief weltweit im Kino. Und deswegen, wenn du sagst - ja klar hatte ich
nur 200.000 Zuschauer mit dem Film. Aber der Film hat 1,7 Millionen Euro gekostet und
war in die ganze Welt verkauft. Also da haben alle Beteiligten gut Geld verdient. Man
muss einfach seinen Markt kennen und für diesen Markt zuschneiden. Dann ist es auch
ein Erfolg. Und dieser Film, der reicht mir der Erfolg, den ich mit dem Film hatte. Also
ich war jetzt überhaupt nicht traurig, das war für mich ganz toll."


Was Genrefilm wie Action, SF oder Thriller betrifft, hat Alvart fürs Kino und fürs Fernsehen unter anderem gedreht: ANTIKÖRPER, FALL 39, PANDORUM, BANKLADY, sechs TATORT-Krimis, TSCHILLER: OFF DUTY. Ob man diese Filme gut findet oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Tatsache ist, dass es sie gibt und dass man sie sehr wohl im Rahmen ihrer Möglichkeiten (es sind ja keine Blockbuster mit Tom Cruise und Konsorten) als mehr oder weniger erfolgreich bezeichnen darf (siehe dazu das ausführliche Zitat zu den Verkäufen von ANTIKÖRPER).

Aber wahrscheinlich ist das ja eh alles gelogen, nicht wahr? ;)
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#14by McKenzie » 31.05.2016 19:44

chakunah_2072 wrote:Ich hoffe die Kinobetreiber nehmen sich zu herzen, dass dieser Film laut abgespielt werden sollte ;)

Ich durfte ihn gestern auf Arbeit vorführen und habe es mir selbstverständlich zu Herzen genommen. Die Beats waren zwar noch im Foyer zu hören, aber es hat sich keiner der leider nur 5 Zuschauer beklagt. :mrgreen:


tomasmilian wrote:Ich meine, dass es Michael von Koch Media war, der hier im Forum schrieb, dass deutsche Filme im Ausland speziell seit LOLA RENNT durchaus erfolgreich sind. Sie erzielen natürlich keine Umsätze wie US-Blockbuster, aber das machen Filme aus Frankreich oder Skandinavien ja auch nicht. Die Legende, dass deutsche Filme "keiner sehen will", ist demnach keineswegs richtig.

Doch, weil wir hier nur von vereinzelten Ausnahmen reden, nicht vom deutschen Kino auf einer größeren Scale, welches schon in Deutschland selbst kein richtiges Profil hat. In Deutschland werden jährlich etwa 300 Filme produziert - nur eine Handvoll Titel aus diesem enormen Output erzielt wirklich Festival- oder gar Kinoerfolge im Ausland, und das sind dann oft gerade die Filme der "Autorenfilmer" wie Christian Petzold oder Christoph Hochhäusler. (Warum du mir jetzt "doofe Autorenfilmer" in den Mund gelegt hast, erschließt sich mir übrigens nicht - ich halte den deutschen Autorenfilm sogar für das Beste und Interessanteste, was das deutsche Kino derzeit zu bieten hat.)


tomasmilian wrote:Ein Regisseur wie Christian Alvart erzählte einmal, dass entgegen des allgemeinen Gejammers bei uns Genrekino sehr wohl gefördert wird und sein Film ANTIKÖRPER im Ausland unter den gegebenen Umständen (es war nun einmal kein "Star-Film" aus amerikanischer Produktion) sehr ordentlich lief, sprich einen zufriedenstellenden Gewinn erzielte.

Auch hier: Eine Ausnahme (und keine, die besonders reizvolle Genrefilme macht, meiner persönlichen Meinung nach). Dem gegenüber steht eine lange Kette von Regisseuren, die partout keinen Fuß in die Tür der Förderungen und Sender bekommen (oder längst kapituliert haben), obwohl ihre bisherigen Arbeiten und deren Reputation einen Vertrauensbonus gewährleisten sollten. Ich bin auch persönlich mit einigen Filmemachern bekannt, die einem ernüchternde Anekdoten davon erzählen, mit welchen Begründungen ihre Genre- oder genreaffinen Projekte abgelehnt wurden. Das, was Akiz in dem Text, den ich oben verlinkt habe, beschreibt, ist mir auch schon von anderen fast deckungsgleich berichtet worden.


Dr. Zombi wrote:Es waren sogar ca. 815.000 Besucher.
Ne ziemliche Wahnsinnszahl für nen deutschen Thriller/Krimi.

Absolut. In Deutschland spricht man ja oft schon ab 200.000 Besuchern von einem Erfolg.


Christian Alvart wrote:Man muss einfach seinen Markt kennen und für diesen Markt zuschneiden. Dann ist es auch ein Erfolg.

Kommerzieller Erfolg um den Preis des künstlerischen Erfolgs ist doch nicht wirklich das, was wir möchten, oder? Dass es deutsche Genrefilm gibt, hat hier ja auch niemand ernstlich bestritten. Aber es gibt viel, viel, viel zuwenige. Und es darf ganz stark bezweifelt werden, dass dies auf einen Mangel an Drehbuchautoren und Regisseuren zurückzuführen ist, die darauf Lust hätten.
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#15by TRAXX » 31.05.2016 20:11

tomasmilian wrote:Was Genrefilm wie Action, SF oder Thriller betrifft, hat Alvart fürs Kino und fürs Fernsehen unter anderem gedreht: ANTIKÖRPER, FALL 39, PANDORUM, BANKLADY, sechs TATORT-Krimis, TSCHILLER: OFF DUTY. Ob man diese Filme gut findet oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Tatsache ist, dass es sie gibt und dass man sie sehr wohl im Rahmen ihrer Möglichkeiten (es sind ja keine Blockbuster mit Tom Cruise und Konsorten) als mehr oder weniger erfolgreich bezeichnen darf (siehe dazu das ausführliche Zitat zu den Verkäufen von ANTIKÖRPER).

Aber wahrscheinlich ist das ja eh alles gelogen, nicht wahr? ;)

Ist natürlich nicht gelogen, kommt jedoch von 1 Regisseur, der es mit 1 Film mal vor 10 Jahren geschafft hat. Ist klar, dass er behauptet was er behauptet.
CASE 39 ist ne reine US-Produktion = zählt nicht! PANDORUM eine deutsch-britische Co-Produktion (mit US-Starpower-Zugpferden wie Dennis Quaid) = zählt auch nicht wirklich (oder höchstens nur halb)! BANKLADY, zugegeben: nie gesehen, aber sieht voll nach Komödie aus. Die TATORTs... naja, TV = zählt in Bezug auf deutsches Genre-Kino eigentlich gar nicht! (OFF DUTY ist da höchstens eine TV-Extension ins Kino).
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#16by tomasmilian » 31.05.2016 20:16

McKenzie wrote:(Warum du mir jetzt "doofe Autorenfilmer" in den Mund gelegt hast, erschließt sich mir übrigens nicht - ich halte den deutschen Autorenfilm sogar für das Beste und Interessanteste, was das deutsche Kino derzeit zu bieten hat.)
Das habe ich nicht dir in den Mund gelegt, das war eine (natürlich zugespitzte) Polemik in Bezug auf die Darstellung deutscher Film in Genreforen: Demzufolge gibt es hierzulande scheinbar nur Komödien oder staubtrockenes Kunstkino bzw. Filme übers Dritte Reich. Und genau das stimmt eben nicht. Man kann nicht ernsthaft über Filme diskutieren, wenn man Komödien oder Dramen per se als beinahe überflüssig einstuft, als wären das keine Genres und keine unter Umständen höchst sehenswerte Filme. Genau so verläuft die Debatte aber relativ häufig, leider.

McKenzie wrote:Kommerzieller Erfolg um den Preis des künstlerischen Erfolgs ist doch nicht wirklich das, was wir möchten, oder?
Was "wir" möchten, kann ich nicht beurteilen. Mir ist es mit zunehmendem Lebensalter jedenfalls (Achtung, Polemik) geradezu scheißegal, ob "wir" in Deutschland mehr Genrefilme haben oder nicht. Wenn es gute sind, gerne. Wenn es nur um des Genres willen gemacht wird, muss es aber nicht sein. Wenn ein Film wie MASKS (der nicht schlecht war) in Fan-Reviews 10 von 10 Punkten bekommt und als "Meisterwerk" bezeichnet wird, als habe es seit DAS BOOT nichts ansatzweise Sehenswertes aus deutschen Landen gegeben, muss ich an der Ernsthaftigkeit solcher Kritiker leider meine Zweifel anmelden.

Zum Thema "Kommerzieller Erfolg und wie man mit Blick darauf Filme dreht" möchte ich Wolfgang Büld erwähnen: "Film ist eine verderbliche Ware, zum schnellen Gebrauch bestimmt." (sinngemäß aus dem Gedächtnis bzw. aus einem Text von Dominik Graf zitiert). Wenn Alvart im In- und Ausland damit Erfolg hat, was er als Genrefilm dreht, dann hat er offensichtlich den Markt richtig bedient und Filme gedreht, die das Publikum angenommen hat. Also prinzipiell alles richtig gemacht? Warum nicht, denn ob einem die Filme jeweils gefallen, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Fördergelder für weltfremdes Zeugs (so ein gängiger Vorwurf) scheint er jedenfalls nicht verplempert zu haben.
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#17by tomasmilian » 31.05.2016 20:29

TRAXX wrote:Ist natürlich nicht gelogen, kommt jedoch von 1 Regisseur, der es mit 1 Film mal vor 10 Jahren geschafft hat. Ist klar, dass er behauptet was er behauptet. CASE 39 ist ne reine US-Produktion = zählt nicht! PANDORUM eine deutsch-britische Co-Produktion (mit US-Starpower-Zugpferden wie Dennis Quaid) = zählt auch nicht wirklich (oder höchstens nur halb)! BANKLADY, zugegeben: nie gesehen, aber sieht voll nach Komödie aus. Die TATORTs... naja, TV = zählt in Bezug auf deutsches Genre-Kino eigentlich gar nicht! (OFF DUTY ist da höchstens eine TV-Extension ins Kino).
Ein Film wie DER NAME DER ROSE hatte auch internationale "Starpower-Zugpferde" und trotzdem ist er ganz entscheidend aus Deutschland heraus aufs Gleis gesetzt worden. Auch damals gab es übrigens schon die Diskussion, ob das nun überhaupt ein deutscher Film sei (Eichinger sprach das beim Bayerischen Filmpreis seinerzeit an und bejahte es auch).

Tatsache ist, dass Alvart nach ANTIKÖRPER eben in der Lage war, ein Angebot zu FALL 39 überhaupt bekommen zu können (deshalb habe ich den Film auch genannt). Ebenso wie Wim Wenders damals in den USA arbeiten konnte, weil DER AMERIKANISCHE FREUND ein Erfolg war. Hätte man ANTIKÖRPER im Ausland als Bullshit empfunden, wäre so ein Angebot wohl nicht ausgesprochen worden. Also was soll's?

Wenn das Fernsehen in Bezug auf Genrefilm nicht zählt, dann muss man wohl jemandem wie Dominik Graf widersprechen, der genau das Gegenteil sagt. Nämlich dass sein Lieblingsgenre (Polizeifilm) mit Blick auf die eigenen Arbeiten fast ausschließlich im TV stattfindet und dort auch funktioniert. Und Genrefilme sind solche "Krimis" wie DER SKORPION, CASSANDRAS WARNUNG oder EINE STADT WIRD ERPRESST ja nun offensichtlich schon, oder nicht? ;)

PS: Eigentlich schweifen wir gerade mächtig ab ...
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#18by TRAXX » 31.05.2016 20:46

tomasmilian wrote:Ein Film wie DER NAME DER ROSE hatte auch internationale "Starpower-Zugpferde" und trotzdem ist er ganz entscheidend aus Deutschland heraus aufs Gleis gesetzt worden. Auch damals gab es übrigens schon die Diskussion, ob das nun überhaupt ein deutscher Film sei (Eichinger sprach das beim Bayerischen Filmpreis seinerzeit an und bejahte es auch).

Das ist auch eine (deutsch-französisch-italienische) Co-Produktion.
Das mit den Starpower-Zugpferden aus Übersee brachte ich ja nur an, weil das ne recht sichere (Filmförder-)Bank ist, wenn Stars statt deutscher No-Names mitspielen.

Tatsache ist, dass Alvart nach ANTIKÖRPER eben in der Lage war, ein Angebot zu FALL 39 überhaupt bekommen zu können (deshalb habe ich den Film auch genannt). Ebenso wie Wim Wenders damals in den USA arbeiten konnte, weil DER AMERIKANISCHE FREUND ein Erfolg war. Hätte man ANTIKÖRPER im Ausland als Bullshit empfunden, wäre so ein Angebot wohl nicht ausgesprochen worden. Also was soll's?

Na toll, da gibt's ja einige! Und warum haben die sich wohl schnellstmöglich hier verpisst? Petersen, Emmerich & Co.?

Wenn das Fernsehen in Bezug auf Genrefilm nicht zählt, dann muss man wohl jemandem wie Dominik Graf widersprechen, der genau das Gegenteil sagt. Nämlich dass sein Lieblingsgenre (Polizeifilm) mit Blick auf die eigenen Arbeiten fast ausschließlich im TV stattfindet und dort auch funktioniert.

Ja, als TV-Format. TV funktioniert als TV, aber oftmals sieht deutsches (Filmförder-)Kino wie TV aus - und das funktioniert nicht!

Und Genrefilme sind solche "Krimis" wie DER SKORPION, CASSANDRAS WARNUNG oder EINE STADT WIRD ERPRESST ja nun offensichtlich schon, oder nicht? ;)

Sorry, immer noch nicht gesehen...... :oops: :oops: :oops:

PS: Eigentlich schweifen wir gerade mächtig ab ...

I don't give a fuck! :P
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#19by Graf von Karnstein » 31.05.2016 21:07

Was sind denn das alles für Leute, die da in den Filmförderungsgremien (von McKenzie erwähnt) drinsitzen und offenbar darüber Entscheidungen treffen bzw. bestimmen was gefördert wird und was nicht :roll:

Ferner bestimmen seit Jahrzehnten irgendwelche kritischen Dritte Reichs-Filme, Problemfilme, Komödien und Filme mit politischen Aussagen die deutsche Kino-Filmlandschaft. Der Mehrteiler DAS BOOT fand ich z.B. richtig gut und auch einige Dramen (auch Problemfilme). Aber müßen es unbedingt in der Mehrzahl solche Filme sein. Vieles wirkte mir häufig zu aufgesetzt und außerdem einfach zu langweilig, da ich zumindest diesen ganzen Scheiss nicht mehr sehen und hören kann. Wenn ich schon manchen Inhalt von Film im Vorfeld lese, winke ich meistens eh nur noch ab.

Kann man hierzulande nicht einfach mal vermehrt reine Unterhaltende Genrefilme machen, ohne das diese irgendeine aufgesetzte Aussage enthalten. Ich streite keineswegs ab, das es solche Filme im Kino gab. ABWÄRTS und DIE KATZE waren z.B. sehr gute Genrefilme. Aber sowas sind leider nur Ausnahmen. Den angesprochenen ANTIKÖRPER habe ich auch gesehen und der gefiel mir auch richtig gut. Oder die beiden Filme ANATONIE I & II,.... die waren doch auch klasse. Warum sind solche Genrebeiträge innerhalb Deutschlands in der Minderheit. Sowas in der Art sollte mehr die Regel werden. Oder der deutsche Western (Titel momentan entfallen), wo Deutsche nach Amerika gehen und dort auf Indianer treffen etc. Der war/ist auch gut. Hatte mich zudem positiv überrascht. Also es geht schon was, wenn man die Leute einfach mal machen läßt. Leider ist ja sowas eher in der Minderheit.

Schmeißt diese alten verknöcherten Gremienleute dort raus und ersetzt diese durch mehr kreatives Personal. Ich komme dann mit dem großen Kehrbesen und fege den ganzen Müll da raus, der sich seit Jahrzehnten dort eingenistet hat :P
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#20by tomasmilian » 31.05.2016 21:33

Weil Bilder ja oftmals mehr sagen als Worte (heute ist Monatsende – da müssen noch ein paar Floskeln raus, bevor sie schlecht werden), spamme ich das Forum mal mit ein paar Trailern deutscher Produktionen voll. ;)

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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#21by tomasmilian » 31.05.2016 22:40

Und hier gibt's noch einen kleinen Nachschlag ...

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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#22by TRAXX » 31.05.2016 23:36

LETZTE SCHWEIGEN (2010)
VIERTE MACHT (2012)
STEREO (2014)
WIR WAREN KÖNIGE (2014)
DUNKLE SEITE DES MONDES (2015)
WILD (2016)
UNFRIEND (2016)

Macht im Zeitraum von 2010 - 2016 pro Jahr exakt 1 Genrefilm aus Deutschland. ;) Eine wirklich immens beeindruckende Zahl bei ca. 300 einheimischen Produktionen pro Jahr. 8-)
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#23by tomasmilian » 01.06.2016 01:48

Die verlinkten Trailer waren nur eine Auswahl, es hätten sich auch andere Beispiele finden lassen: DER SAMURAI, TRUE LOVE WAYS, der erwähnte WHO AM I, TERROR CREEK (jawoll, der vom Bethmann), DIE LÜGEN DER SIEGER, BOY 7, ZUM STERBEN ZU FRÜH, DIE FRAU HINTER DER WAND, SCHUTZENGEL, HARMS, HELL, MASKS, DIE STUNDE DES WOLFES, URBAN EXPLORER, DER LETZTE ANGESTELLTE, RAMMBOCK, WIR SIND DIE NACHT, 205 - ZIMMER DER ANGST, DER BUNKER, PICCO ... dazu noch beispielsweise familientaugliche Fantasy (aber die entfällt, da den meisten wohl zu seicht).

Genrefilme müssen aber nicht zwangsläufig aus den Bereichen Horror, SF, Thriller oder Action stammen. Aber es scheint halt bei dieser Diskussion recht häufig um Filme zu gehen, die "irgendwie hart" sind (mir persönlich genügt "interessant und gut" – Genre ist zweitrangig). Wobei auch in anderen Ländern nicht (auch nicht gefühlt) 40 bis 50 Prozent der Filmproduktion in die Bereiche Horror / SF / Thriller fallen.
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#24by McKenzie » 01.06.2016 02:51

tomasmilian wrote:Genrefilme müssen aber nicht zwangsläufig aus den Bereichen Horror, SF, Thriller oder Action stammen. Aber es scheint halt bei dieser Diskussion recht häufig um Filme zu gehen, die "irgendwie hart" sind (mir persönlich genügt "interessant und gut" – Genre ist zweitrangig). Wobei auch in anderen Ländern nicht (auch nicht gefühlt) 40 bis 50 Prozent der Filmproduktion in die Bereiche Horror / SF / Thriller fallen.


Ich verstehe immer noch nicht, worauf du eigentlich hinauswillst und warum du dauernd Positionen unterstellst, die gar nicht vertreten wurden. Was du in dem zitierten Absatz schreibst, wissen TRAXX und ich (Filme wie JERICHOW oder DER RÄUBER sind für mich auch Genrefilme - die sind zwar auch "irgendwie hart", aber anders, als du das vermutlich meintest), und von der Existenz all der von dir gelisteten Filme weiß ich, habe auch selbst viele davon gesehen. Proportional zur gesamten deutschen Filmproduktion gesehen bilden diese Filme aber dennoch einen hauchdünnen Faden in der Statistik, und um nichts anderes ging es doch.
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#25by tomasmilian » 01.06.2016 07:46

Nun zieht euch mal nicht jeden Schuh gleich persönlich an, das bringt doch nichts. Meine Erfahrungen aus vielen Jahren des Schauens und Diskutierens deutscher Film- und TV-Geschichten sind halt nun einmal von bestimmten (häufig sehr pauschalen) Aussagen geprägt, die gerade auch von Genrefans kommen. Da hat man schon bisweilen das Gefühl, dass alles außer Action-Thriller-Horror eigentlich als eher "unnütz" gilt.

Was mir außerdem etwas bedenklich anmutet, sind so Positionen wie "Wir brauchen mehr Genrefilme in Deutschland!". Ist das wirklich so? Brauchen "wir" das unbedingt? Mir erscheint der Blick mancher Genrefreunde auf den deutschen "Gesamtfilm" wie ein Diagnoseblick auf ein Krankheitsbild, so als hätte man mit den eigenen Vorlieben gleich die richtige Heilungsmethode im Gepäck.

Wenn von der Musikszene Deutschlands die Rede wäre, würde das analog etwa heißen "Wir brauchen mehr international konkurrenzfähige Metal-Acts!". Und was ist mit den Leuten, die gar keinen Metal hören bzw. eben keine deftigeren Thriller oder Horrorfilme gucken? Ist das dann "falsches" Publikum? Nee, die haben einfach einen mitunter völlig anderen Zugang. Die können sich vielleicht gar nicht vorstellen, warum es bitteschön mehr deutsche Horrorfilme im Kino geben sollte.

Ich würde sagen: Man schafft nicht mehr Interesse an den eigenen Vorlieben, wenn man die des "Mainstream"-Publikums disst. Und da kann mir keiner erzählen, dass so etwas gerade in Genrefan-Kreisen nicht gerne gemacht wird. Das Lästern über Til Schweiger ist ja in Ordnung, aber nach dem x-ten Aufguss halt auch etwas ermüdend, wie so ein abgestandenes pflichtschuldiges Ritual. Vielleicht sollte man einfach mal in den Foren und Fanzirkeln mehr über die deutschen Genrefilme diskutieren, die es bereits gibt.

So, schon wieder viel zu viel geschrieben. Kleiner TV-Tipp für heute Nacht im MDR (kurz nach Mitternacht): unicato, das Magazin für den deutschen Filmemacher-Nachwuchs. Moderiert von Markus Kavka, der junge Filmemacher interviewt und ihre Produktionen zeigt. Man hat übrigens in diversen Kurzfilmen dort auch schon Blut und Titten sichten können. ;)

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Link zu einem Video einer Hochschulproduktion mit reichlich SFX: *** The link is only visible for members, go to login. ***
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#26by MMeXX » 01.06.2016 08:27

Gestern Abend war der Patenonkel von einem der Produzenten mit Begleitung in der Vorstellung. Die Dame meinte hinterher "gut, dass man zwei Finger hat, um sich die Ohren zuzuhalten." :lol: Habe erwidert, dass es doch ein Film ist, der im Gedächtnis bliebe. Musste sie grinsend bejahen.

Tonregler war natürlich auf Anschlag. Die Bässe gehen aber auch tief rein (ins Mark, die Wände, den Boden und die Sitze). :D
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#27by Logan5514 » 01.06.2016 08:47

Tatsächlich hatte ich die Zahlen von WHO AM I nicht nachgeschaut und bin da rein von meinem Empfinden von einem "nicht so großem Hit" ausgegangen. Ich habe z.B. nicht großartig Berichterstattungen oder Interviews gesehen und auch die Bewerbung der Blu-Ray fand ich eher mau. Aber dann ist es um so schöner zu sehen, dass der Film doch ein Erfolg war.

Und auch sonst habe ich eher aus dem Bauch und Gedächtnis heraus meine Sätze formuliert - Denn ich sehe es da doch eher wie TRAXX. In Relation zum deutschen "Denker-Drama-Kriegsfilm-Kino" (plus Schweiger und Schweighöfer-Filme) finde ich den Output an "Genre"-Kost doch eher verschwindend gering.
Und mit "Genre" meine ich nicht nur Horror und Action. Sondern einfach mal was anderes. Z.B. auch Filme wie Peter Torwarts NICHT MEIN TAG.
Einfach Filme, die etwas aus dem oben umschriebenen Korsett das im Kopf verankerten Bildes des "deutschen Films" ausbrechen.

Aktuell im Kino sehe ich neben NACHTMAHR allenfalls noch SCHROTTEN von Max Zähle als einen solchen Film an.
Die Trailer oben habe mich schon etwas milder gestimmt (kannte ich fast alle nicht), aber wie gesagt, finde ich weiterhin, dass eben Filme, die nicht in den "klassischen Rahmen" passen unter dem Radar laufen und keinerlei Beachtung finden.

Wenn ich schon die Titel neuer, deutscher Filme lese (z.B. DER GESCHMACK VON APFELKERNEN) schalte ich ab. Und mir kommt es auch so vor, als wenn jeder zweite Film nicht nur Drama sein möchte, sondern es das erklärte Ziel ist, den Zuschauer so tief zu deprimieren, dass er Rotz und Wasser heult. Ich meine, wer z.B. schaut sich einen Film wie HERBERT von Thomas Sauber an? Da war mir schon der Trailer zu viel. Sowas geht besser, als einer der oben genannten "Genre"-Filme?

Ich meine, was ist mit VICTORIA? Von allen Seiten gelobt und mit Preisen überhäuft. Ein klasse Film mit einem sensationellen Soundtrack.
Und trotzdem (so empfinde ich es wieder), war das Echo des Publikums doch eher verhalten. Im Kino lief der hier z.B. auch nicht.

Selbst OFF DUTY zeigt es doch: Schweiger in einem Action-Film bringt es nicht. Das kommt nicht an. Aber warum?
Kein Wunder, dass er dann lieber wieder einen Film in Hellbraun-Tönen dreht über Liebe und so...

Ich verstehe es nicht... Aber scheinbar deckt sich auch einfach nur nicht mein Geschmack mit dem Großteil der Deutschen :shock:
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#28by MMeXX » 01.06.2016 09:58

Logan5514 wrote:Tatsächlich hatte ich die Zahlen von WHO AM I nicht nachgeschaut und bin da rein von meinem Empfinden von einem "nicht so großem Hit" ausgegangen. Ich habe z.B. nicht großartig Berichterstattungen oder Interviews gesehen und auch die Bewerbung der Blu-Ray fand ich eher mau. Aber dann ist es um so schöner zu sehen, dass der Film doch ein Erfolg war.

Und auch sonst habe ich eher aus dem Bauch und Gedächtnis heraus meine Sätze formuliert - Denn ich sehe es da doch eher wie TRAXX. In Relation zum deutschen "Denker-Drama-Kriegsfilm-Kino" (plus Schweiger und Schweighöfer-Filme) finde ich den Output an "Genre"-Kost doch eher verschwindend gering.
Und mit "Genre" meine ich nicht nur Horror und Action. Sondern einfach mal was anderes. Z.B. auch Filme wie Peter Torwarts NICHT MEIN TAG.
Einfach Filme, die etwas aus dem oben umschriebenen Korsett das im Kopf verankerten Bildes des "deutschen Films" ausbrechen.

Aktuell im Kino sehe ich neben NACHTMAHR allenfalls noch SCHROTTEN von Max Zähle als einen solchen Film an.
Die Trailer oben habe mich schon etwas milder gestimmt (kannte ich fast alle nicht), aber wie gesagt, finde ich weiterhin, dass eben Filme, die nicht in den "klassischen Rahmen" passen unter dem Radar laufen und keinerlei Beachtung finden.

Wenn ich schon die Titel neuer, deutscher Filme lese (z.B. DER GESCHMACK VON APFELKERNEN) schalte ich ab. Und mir kommt es auch so vor, als wenn jeder zweite Film nicht nur Drama sein möchte, sondern es das erklärte Ziel ist, den Zuschauer so tief zu deprimieren, dass er Rotz und Wasser heult. Ich meine, wer z.B. schaut sich einen Film wie HERBERT von Thomas Sauber an? Da war mir schon der Trailer zu viel. Sowas geht besser, als einer der oben genannten "Genre"-Filme?

Ich meine, was ist mit VICTORIA? Von allen Seiten gelobt und mit Preisen überhäuft. Ein klasse Film mit einem sensationellen Soundtrack.
Und trotzdem (so empfinde ich es wieder), war das Echo des Publikums doch eher verhalten. Im Kino lief der hier z.B. auch nicht.

Selbst OFF DUTY zeigt es doch: Schweiger in einem Action-Film bringt es nicht. Das kommt nicht an. Aber warum?
Kein Wunder, dass er dann lieber wieder einen Film in Hellbraun-Tönen dreht über Liebe und so...

Ich verstehe es nicht... Aber scheinbar deckt sich auch einfach nur nicht mein Geschmack mit dem Großteil der Deutschen :shock:


HERBERT: Der hat mich durchaus interessiert, speziell wegen der Verortung und des Lobes für den Hauptdarsteller Peter Kurth.

OFF DUTY: Da hatte ich den Eindruck, dass er nur als Flop beschrieben werden sollte, obwohl die Zahlen nicht so schlecht waren. Da wurde ständig mit TV-Quoten und Zahlen vergangener Kino-Tatorte hantiert.

FILME IM KINO: Ich weiß zwar nicht, wo du wohnst, aber es ist nie verkehrt, dem nächsten Kino Filmwünsche mitzuteilen.
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#29by Dr. Zombi » 02.06.2016 18:25

tomasmilian wrote:Vielleicht sollte man einfach mal in den Foren und Fanzirkeln mehr über die deutschen Genrefilme diskutieren, die es bereits gibt.


Das ist auch etwas, was mir über die Jahre immer wieder auffällt. Genau so, wie ich den Eindruck habe, dass die meisten Leute, die sich über die Qualität des deutschen (Kino)Films beschweren, diesen in der Breite gar nicht kennen (mit 10 bis 20 gesehenen deutschen Kinofilmen im Jahr hat man eben noch lange keine Ahnung) - ebenso bekomme ich regelmäßig den Eindruck, dass die 'Genre-Fans und Forderer' oft gar nicht wissen, welche Genrefilme in Deutschland jährlich erscheinen. Und so viele sind es ja nicht. Aber eben auch mehr als die Meisten vermuten, und scheinbar genügend, dass nicht alle gesehen werden, bzw. überhaupt bekannt sind.

Das gibt mir bei solchen Diskussionen um den deutschen (Genre)Film auch immer sehr zu denken...
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Re: DER NACHTMAHR - Akiz

Post#30by Stanton » 02.06.2016 22:08

Zumal, wo außer den USA werden denn noch Genrefilme im großen Maße hergestellt? Die Vielfalt die es früher in Europa als Gegengewicht zu Hollywood gab ist doch weitgehend verschwunden. Es gibt sicher noch einige in Frankreich und in England, aber kommerziell sind das alles Randerscheinungen, bis auf die Komödien.

Was Genrefilme brauchen ist eigentlich keine Förderung sondern kommerzieller Erfolg, denn der erst ermöglicht eine breit angelegte Produktion von Genrefilmen. Aber momentan ist kein Publikumsinteresse an europäischen Genrefilmen da, außer hier und da an Horrorfilmen. Nach meiner Meinung liegt das Problem weniger an den hergestellten Filmen, als am Desinteresse des breiten Publikums, das fast nur Filme akzeptiert dies aus Hollywood kommen.

Das einzige was national wirklich noch läuft sind ja die Komödien, und das ist auch das einzige Genre was in Deutschland kommerziell funktioniert. Und deswegen auch keine Förderung braucht.
Die Förderung ist dafür da schwierige, unkommerzielle Filme zu ermöglichen, das kann natürlich auch ungewöhnliche Genrefilme einschließen. Daß beim Fördern auch viel Mist gefördert wird ist eine andere Geschichte, und liegt leider auch in der Natur der Sache.
Sich darüber aufzuregen lohnt kaum, und dem Genrefilm hilft das sowieso nicht.
Last edited by Stanton on 02.06.2016 22:34, edited 1 time in total.
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