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 Betreff des Beitrags: DER REBELL - NEONAZI, TERRORIST, AUSSTEIGER - Jan Peter
BeitragVerfasst: 12.10.2017 22:36 
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Registriert: 06.2010
Beiträge: 11336
Wohnort: Bochum
Geschlecht: männlich
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 2005
Regie: Jan Peter
Drehbuch: Yury Winterberg
Musik: Sebastian Krückel, Mark Zenker, Jan Schamberger
Länge: ca. 93 Min.
Freigabe: FSK 12
Darsteller: Odfried Hepp, Steffen Dupper, Eberhard Böttcher, Helge Blasche


Er war Deutschlands meistgesuchter Neonazi und zum selben Zeitpunkt Offizier der Palästinensischen Befreiungsfront sowie Informant der DDR Staatssicherheit. Er organisierte Terroranschläge auf amerikanische Soldaten in Deutschland. Er trug zahllose falsche Namen, und war unter dutzend Masken jahrelang auf der Flucht.

Dies ist eine der unheimlichsten Biografien der Bundesrepublikanischen Geschichte und zugleich eine der schnellstvergessenen. Die Geschichte des Odfried Hepp.

So suggeriert der Off-Kommentar den Film „Der Rebell“, dessen Hauptprotagonist, Odfried Hepp, dem Regisseur Rede und Antwort steht. Die Reise durch Odfrieds Lebensgeschichte beginnt mit der Gründung der Gruppe Schlageter, im Film als Kampfgruppe Schwarzwald bezeichnet. Seine Freundschaft zu Kai Uwe Bergmann und Steffen Dupper und deren gemeinsamer Hang zu Nationalsozialismus und den gemeinsamen Freitagen in Odfrieds Elternhaus, bei denen NS-Kampflieder gesungen wurden. Der Trip in den Libanon und die Erkenntnis, dass man sich das Ganze doch vollkommen anders vorgestellt hat. Bergmann wird zu Tode gefoltert…

Die Biografie des Odfried Hepp gestaltet sich sehr umfangreich, denn er ist nicht der Typ, der redet, sondern ein Mann der Tat. Somit bleibt die Verwunderung über dessen zahlreichen kritischen Lebenslagen aus. Wer das Buch „Der Rebell“ gelesen hat, der wird einige Informationen vermissen, denn wenn man Jan Peters Inszenierung einen Vorwurf machen kann, dann sind es die nicht berücksichtigten Informationen: in welcher Verbindung Odfried zu Mohamed Ghadban und Abu Abbas stand. Dieses wird im Buch umfangreich und spannend vermittelt. Als Zeitzeugen kommen neben Odfried seine Schwestern, Steffen Dupper, Helge Blasche und der ehemalige Stasi-Führungsoffizier Eberhard Böttcher zu Worte.

So möchte ich diese Kurzbesprechung mit der Schlusssequenz des Films schließen, in der Odfried vor dem Spiegel sitzt und mit brüchiger Stimme die Textzeile „Rebellen, Rebellen, haben Tod und den Teufel zum Gesellen“ aus dem Lied „Als Jungen wurden wir Soldaten“ singt / spricht.

Fazit: Deutsche Geschichte, die nur noch den wenigsten bekannt sein wird. Odfried wird es recht sein.



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