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 Betreff des Beitrags: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 06.03.2010 01:00 
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Ich hab's ja schonmal erwähnt, das Forum braucht einen Enz-Thread. Und Einzel-Threads zu seinen Filmen wäre vielleicht doch etwas zu viel des Guten bzw. Schlechten. :mrgreen: Man könnte ihn vielleicht auch als den Fidani des dt. Erotikklamauks bezeichnen, wobei das fast schon ungerecht gegenüber Fidani ist.

Ich kenne von ihm bisher das, was von e-m-s erschienen ist:

- Gaudi in der Lederhose
- Wo der Wildbach durchs Höschen rauscht - Witwenreport (Liebesgrüße aus dem Lederhöschen)
- Nackt und kess am Königssee

Was all diese Film gemeinsam haben, ist die unglaublich dröge Erzählweise, die völlige Witzfreiheit und der triste Look. Meine Erwartungen, wenn ich mir solchen Lederhosen-Klamauk ansehe, sind ja nun wirklich nicht hoch, aber Enz unterbietet selbst das locker. Während andere Regisseure es zumindest einigermaßen schaffen, eine zwar alberne, aber doch manchmal unterhaltsame Stimmung zu kreieren, wirken Enz' Filme wirklich nur trist, teilweise fast schon düster. Wer seine Fantasie spielen lassen will, könnte vielleicht sogar eine surreale Atmosphäre reininterpretieren. Besagte Stimmung wird dann immer mal durch völlig misslungene "Humor-Einlagen" unterbrochen. Um mal ein Bsp. zu geben: Ich glaube es war in "Witwenreport". Da gibt es so eine total nichtssagende Szene, in der ein Typ in einem Dorf rumläuft, dann auf einmal stolpert und mit dem Gesicht in einem Scheißhaufen landet. :o

Was den Erotikanteil betrifft, so könnte man vielleicht meinen, dass Enz das mehr lag, zumindest wenn er gerade ein paar attraktive Darstellerinnen bekommen hat, dann sind diese Szenen sicher noch das Beste in seinen Filmen. "Gaudi" ist für einen Softcore-Streifen auch recht deftig, was in so fern nicht verwundet, da Enz parallel auch öfters noch Hardcore-Fassungen gedreht hat.

Nun werdet ihr euch sicher fragen, warum ich hier soviel schreibe, wenn seine Filme so schrecklich sind. Tja, das Motto "So schlecht, dass es schon wieder gut ist" passt hier zwar eigentlich auch nicht. Aber wenn man, wie ich, auch gerne mal Trash schaut, dann entwickelt sich halt doch so eine gewisse, unerklärliche Faszination.

Aller Vernunft zum Trotz hab ich mir jetzt also doch mal wieder einen Enz-Streifen gekauft und der trägt den klangvollen Titel DER SEXBARON VON ST. PAULI.

Nun bin ich mal gespannt, wie schlecht der wieder ist.

Demnächst mehr... :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 06.03.2010 23:18 
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Der Sexbaron von St. Pauli (1980)

Story:
Kaum aus dem Knast entlassen versucht sich ein Gauner schon wieder in verschiedenen Verkleidungen an diversen Betrügereien, allerdings fällt er dabei selbst immer wieder auf eine Trickbetrügerin rein.

Ja, bei manchen Filmen kann man die Handlung problemlos in einem Satz zusammenfassen. Ansonsten ist der Streifen für Enz-Verhältnisse aber gar nicht mal so übel. Der Humor ist zwar nie so wirklich lustig, aber trotzdem macht das hier alles einen etwas vergnüglicheren Eindruck, ist nicht ganz so lahm und die Darsteller zeigen zumindest etwas Spielfreude. Ganz nett fand ich auch die Aufnahmen, in denen man ein bisschen von der Stadt und vom Nachtleben sieht, teilweise auch mit cooler Musik unterlegt. Leider gibt's von diesen Szenen nur sehr wenig.
Und das Lied "Lass knacken, mein Schätzchen" kriegt man auch nicht so schnell wieder aus dem Ohr. Aus unerfindlichen Gründen spielen auch Knacker immer wieder eine Rolle im Film, so hat zum Bsp. ein Typ immer eine Knacker in der Hemdtasche und verwechselt die dann auch schonmal mit seinen Zigarren. :lol:


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Zuletzt geändert von Chet am 14.03.2011 00:16, insgesamt 4-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 07.03.2010 00:23 
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Also die von dir angesprochene Faszination hat sich bei mir irgendwie nicht eingestellt ;) Ich kenne auch nur die bei der e-m-s veröffentlichten Filme, aber deinen Text

Chet hat geschrieben:
Was all diese Film gemeinsam haben, ist die unglaublich dröge Erzählweise, die völlige Witzfreiheit und der triste Look. Meine Erwartungen, wenn ich mir solchen Lederhosen-Klamauk ansehe, sind ja nun wirklich nicht hoch, aber Enz unterbietet selbst das locker. Während andere Regisseure es zumindest einigermaßen schaffen, eine zwar alberne, aber doch manchmal unterhaltsame Stimmung zu kreieren, wirken Enz' Filme wirklich nur trist, teilweise fast schon düster.


kann ich nur voll und ganz unterschreiben. Auch der "Soundtrack" seiner Filme, der scheinbar an der heimischen Hammondorgel eingespielt wurde, sammelt nicht unbedingt Plus Punkte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 07.03.2010 01:23 
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Tja, der gute alte Jürgen Enz. Meiner Meinung nach nur in der Hardcore Version zu ertragen. Habe bisher auch nur höchstens eine Hand voll seiner Filme gesehen. Dröge und trist beschreibt es schon sehr gut. Auch die Art des Humors ist, wenn man denn so will, etwas eigenartig. Trotzdem hat das Ganze manchmal einen skurrilen Touch.

Auf der Humorebene spricht er schon mehr das Proletariat an. Das Ganze hat was von Altherrenwitzen. Und als Bonus gibt's obendrauf noch ein wenig dem Genre typischen frauenfeindlichen Aspekt. Das alles zusammen gemischt ergibt ein recht seltsames Etwas. das allerdings durchaus Spaß machen kann. Wenn einem der Sinn danach steht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 08.03.2010 22:23 
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Enz steht auf meiner Liste von Regisseuren, deren Filme ich schon länger mal antesten möchte...

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"Ihr Name ist Luzifer. Ihr vertraue ich mehr als meinem besten Freund. Sie spricht nicht, sie hört nicht, betrügt nicht. Sie ist taub, ist blind, ist stumm. Sie tötet nur!"


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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 20.04.2010 09:45 
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Also besonders begabt fand ich den Enz als Regisseur auch nicht. Seinen ersten Film "Sex hinter geschlossenen Türen" halte ich noch für seinen besten. Wenigstens einen Hauch von Tiefgang. Aber gerade dieser Film ist außer im Kino nirgendwo mehr aufgetaucht.

Sein meiner Meinung nach schlechtester Film war "Herbstromanze". Der einzige Ausflug ins Heimatfilmgenre (ab 6). Hölzerner kann man einen solchen Streifen nicht inszenieren.

Auch sein letzter Film "Josefine Mutzenbacher" war nix. Ein Mutzenbacher-Film ohne jegliche Sexszenen. Mit im großen und ganzen nur drei Kameraeinstellungen. Im Gasthaus, in einem Fremdenzimmer und im Hausflur. Moderne Heizkörper wurden notdürftig mit Brokatdeckchen überdeckt. Billig. Billig.

Am witzigsten fand ich noch "Gaudi in der Lederhose" wegen der absolut depperten Dialoge:
"Weißt was ist? - Naa! - I scho". Eine Glanzleistung von Dietz Werner Steck (Kommissar Bienzle). Den habe ich damals im Kino als Hardcorefilm unter dem Titel "Die geile Lederhose" gesehen. Weiß jemand, ob diese Fassung irgend wann mal auf Video erschienen ist. Mir sind nur die Softsexfassungen von ABC, Aktuell, E-M-S und TV bekannt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 20.04.2010 16:42 
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Ragory hat geschrieben:

Am witzigsten fand ich noch "Gaudi in der Lederhose" wegen der absolut depperten Dialoge:
"Weißt was ist? - Naa! - I scho". Eine Glanzleistung von Dietz Werner Steck (Kommissar Bienzle). Den habe ich damals im Kino als Hardcorefilm unter dem Titel "Die geile Lederhose" gesehen. Weiß jemand, ob diese Fassung irgend wann mal auf Video erschienen ist. Mir sind nur die Softsexfassungen von ABC, Aktuell, E-M-S und TV bekannt.

Nein, der ist, so weit mir bekannt, noch nie in der Hardcore Fassung aufgetaucht, leider. In der SC-Fassung merkte man die Schnitte deutlich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 17.05.2010 22:10 
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Das Gasthaus zum scharfen Bock (VHS: Die Porno-Kneipe)


Dieser Enz-Film hat es ja immerhin zu einer DVD-VÖ gebracht, was schon ein bißchen verwundert. Immerhin ist man bei Herzog wieder von dem Trip abgekommen, eine Nichtveröffentlichung damit zu begründen, dass die Hauptdarstellerin (Sigrun Theil) zu hässlich sei! :evil:

Peter (Sepp Gneissl, der vom Porno-Star zum Volkstheaterdarsteller "aufstieg") betreibt mit sehr dürftigem Erfolg ein Wirtshaus. Eines Abends, als er gerade die letzten besoffenen Gäste rausgeschmissen hat, erscheint eine attraktive Blondine, bestellt etwas zu essen, verputzt ein Schnitzel, um ihm dann zu sagen, dass sie absolut kein Geld dabei hat. Immerhin bietet sie ihm zunächst an, ihre Schulden in Naturalien zu bezahlen, was so gut ankommt, dass sie ihm anbietet, mit ein paar Mädels den Laden auf Vordermann zu bringen und die Einnahmen halbe-halbe zu teilen (Klar, eine Kneipe, die nicht mal den Wirt allein ernährt, reicht auf einmal locker aus, um den Lebensunterhalt von 5 Personen zu sichern...)

Da nun 4 Frauen in der Kneipe rumwuseln, kommen natürlich jede Männer in die Wirtschaft, es poppt wie im Kaninchenstall, Ende der Inhaltsangabe.

So richtig ein Hit ist das ganze wahrlich nicht, wenn nicht die gute Sigrun mit dabei wäre, wäre der Film völlig uninteressant. Aber im Vergleich zu den Filmen, die Frau Theil mit Alan Vydra oder Charlie Bundt gedreht hat, stinkt das Gasthaus doch ganz gewaltig ab. Ginny Noack (of "Munich Madness" Fame) ist auch wieder dabei, die lt. einem Playboy-Artikel von 1978 Pornos drehte, um sich eine Wohnung im Münchner Arabellahaus leisten zu können. Der Rest des weiblichen Casts fällt schon attraktivitätsmäßig gewaltig gegenüber Siggi und Ginny ab. Enz halt...


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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 18.05.2010 02:27 
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Oh aua, von dem hatte ich die Herzog DVD auch vor geraumer Zeit im DVD-Player. Da kann man in der Tat nicht viel zu sagen... und die Siegrun finde ich auch ziemlich hässlich.... um mal Sick Boy zu zitieren: "Die würde ich noch nicht mal mit deinen Schwanz fick'n" :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 18.05.2010 11:55 
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TRAXX hat geschrieben:
und die Siegrun finde ich auch ziemlich hässlich...


:o OK, der Überbiß ruft natürlich nach einer Kieferkorrektur und führt schon dazu, dass manches Bild unvorteilhaft aussieht, aber ansonsten gibt es an der Frau nichts zu meckern, und an ihrem Einsatz für die deutsche Filmwirtschaft ja schon mal gar nicht.

Bundesverdienstkreuz für Sigrun! 8-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 18.05.2010 12:45 
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ugo-piazza hat geschrieben:
TRAXX hat geschrieben:
und die Siegrun finde ich auch ziemlich hässlich...


Bundesverdienstkreuz für Sigrun! 8-)



Die Petition unterschreibe ich sofort!! :D

Die gute Sigrun ist doch wirklich sehr sexy!
Jedenfalls macht sie in Charlie Bundts "Palmen, Meer und nasse Grotten" eine gute Figur!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 13.03.2011 17:02 
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Puh, ich habe vor einigen Tagen auch mal in das Enzsetzliche Oeuvre hineingestochen und bin ziemlich schockiert. Bei uns gab's AUS DEM TAGEBUCH EINER SIEBZEHNJÄHRIGEN (Gottseidank nur in der soften Fassung, nicht auszudenken, die harte... :( ), den bislang deprimierendsten, tristesten und ekligsten deutschen Sexfilm meiner cineastischen Laufbahn. Die meiste Zeit starrt man fasziniert ob der von Chet oben so herrlich beschriebenen Düsternis, aber wenn die Faszination in einigen Momenten abzuebben droht, spürt man eine ungeheure Übelkeit und Abgestoßenheit die Speiseröhre hinaufsteigen. Unfassbar. Ich hätte selbst im Kontext des deutschen Sexploitation-Films nicht daran geglaubt, dass es so tief geht. 6 von 10 masochistischen Sondermüll-Fuhren. Schlimmer ist nur noch DREI BAYERN IN BANGKOK von Siggi Schlötz.

Ich zitiere mich außerdem anschaulich :twisted: aus meinem STB:

"Jürgen Enz (...) hat sich fürchterlicherweise als noch weit fataler und kastratorischer erwiesen als befürchtet und erhofft. Von seinem TAGEBUCH EINER SIEBZEHNJÄHRIGEM (Ein belgischer IMDB-User meint: “It appears to have been an earnest and heartfelt attempt by its spectacularly untalented director to make a movie that mattered.”) geht ein intensiver Ungeruch aus, wie von fauligem Obst oder einer seit einigen Wochen hinterm Heizkörper versteckten, toten Maus.
In schwülstigen Monologen wie aus einem letztklassigen “erotischen” Kitsch-Roman beschwört Enz in quälend statischen, abstoßend lustlosen, unappetitlich schäbigen, grenzenlos tristen, sterilen und häßlichen Bildern wie aus einem billigen Einrichtungskatalog, eine selbst an ihrem pornographischen Vorsatz völlig scheiternde, biedere Altherrenfantasie der besonders miefigen, deutschen Art:
Von dem sexuellen Erwachen der jungen Elke, die, voll von “scheuer Sehnsucht” durch diese filmgewordene Fantasie betagter BILD-Leser taumelt – eine noch nicht einmal lüstern inszenierte Mär von “taufrischen, erwachenden Körpern, die in Liebe erbeben”. Zitiert aus dem mittlerweile in ET-Kreisen bereits berüchtigen und begehrten – leider nicht im Netz zu betrachtenden – Original-Kinotrailer dieser braungelben Schaumkrone auf dem Abwasser der Kino-Gosse. Jener wundersame Trailer versprach Großväterchen viele Dinge, die dieser beispiellos lebens- und sexualfeindliche Kellertreppen-Film selbst hilflos und gänzlich unfreiwillig ins komplette Gegenteil verkehrt: “Noch nie wurde die Liebe zwischen jungen Menschen so hinreißend verfilmt! Zauberhafte junge Mädchen, deren Gefühle entbrennen! Ein gewagter Film, aber auch ein Film voll Poesie und Romantik!”
Wer auch immer tatsächlich Poesie und Romantik in diesem graugrünen Brei deprimierend-ekelerregender Tristesse inmitten muffiger Wohnzimmer-Sofapolster und Einbauküchen finden sollte, ist bereit für den letzten Aderlass, den Schierlingsbecher, den goldenen Schuss, für den Strick.
So groß war mein Enzetzen ob dieses magenwendenden Anblicks eines abgetriebenen, in Urin eingelegten Filmfötus, dass die beunruhigende Faszination, die von diesem Frevel an der deutschen Sexfilmkunst, dieser Materialisierung der schlimmsten Ängste vor den schlimmstmöglichen Auswüchsen derselbigen und Überhöhung reaktionärer deutscher Schreckensbilder, dass also diese beunruhigende Faszination dafür bisweilen der blanken Angst wich. Gegen Jürgen Enz nimmt sich Ernst Hofbauer wie der sprichwörtliche Waisenknabe aus. So bleibt mir nurmehr erstaunt und zutiefst traumatisiert festzustellen, dass das Erlebnis, AUS DEM TAGEBUCH EINER SIEBZEHNJÄHRIGEN zu sehen, meiner Vorstellung davon, einen echten Snuff-Film zu sehen oder mit Laserstrahlen entmannt zu werden, sehr nahe kommt. Eines meiner deutschesten und singulär schmerzhaftesten Filmerlebnisse seit sehr, sehr langer Zeit. Bei dem bloßen Gedanken daran, dass uns “lediglich” die barmherzigerweise existente, gekürzte Softcore-Fassung des ursprünglich als Hardcore-Porno gedrehten Films vorlag, wurde mir kurzweilig schwarz vor Augen und ein kalter Schauer der Furcht durchzuckte meinen nicht mehr taufrischen Körper."

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"Wir haben zulange Menschen, denen Film als Kunstform nichts bedeutet, das Geschäft bestimmen lassen, und jetzt pissen sie ihm das letzte Fleisch von den Knochen."
- Tim Lucas (im Zusammenhang mit diesem Artikel)

ESKALIERENDE TRÄUME
Exzessraum des Cinelebens



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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 13.03.2011 19:15 
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Okay, McKenzie ! Hast mich überzeugt ! :mrgreen: :P ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 13.03.2011 20:25 
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TRAXX hat geschrieben:
Okay, McKenzie ! Hast mich überzeugt ! :mrgreen: :P ;)

Haha! :mrgreen: Das Schlimmste ist: nach diesen Zeilen verspüre ich tatsächlich sowas wie eine morbide Faszination, auch mal wieder einen Griff ins enzsche, filmgewordene Klosett zu wagen. :o
Vielleicht mal diese beiden SEXABITUR-Teile antesten, die klingen jetzt gar nicht mal so unendlich ranzig - bei Kenneth Howard (sein cooles Pseudonym 8-) ) muss man jedoch immer auf die tiefsten Abgründe gefasst sein. :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 14.03.2011 12:46 
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Chet hat geschrieben:
TRAXX hat geschrieben:
Okay, McKenzie ! Hast mich überzeugt ! :mrgreen: :P ;)

Haha! :mrgreen: Das Schlimmste ist: nach diesen Zeilen verspüre ich tatsächlich sowas wie eine morbide Faszination, auch mal wieder einen Griff ins enzsche, filmgewordene Klosett zu wagen. :o


Me not! Aber den guten Siggi Götz hier noch mit ins Spiel zu bringen, ist nun wirklich nicht OK. Auf nach Bang-cock! :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 27.10.2011 21:51 
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TRAXX hat geschrieben:
Ragory hat geschrieben:

Am witzigsten fand ich noch "Gaudi in der Lederhose" wegen der absolut depperten Dialoge:
"Weißt was ist? - Naa! - I scho". Eine Glanzleistung von Dietz Werner Steck (Kommissar Bienzle). Den habe ich damals im Kino als Hardcorefilm unter dem Titel "Die geile Lederhose" gesehen. Weiß jemand, ob diese Fassung irgend wann mal auf Video erschienen ist. Mir sind nur die Softsexfassungen von ABC, Aktuell, E-M-S und TV bekannt.

Nein, der ist, so weit mir bekannt, noch nie in der Hardcore Fassung aufgetaucht, leider. In der SC-Fassung merkte man die Schnitte deutlich.

Aufgepasst, liebe Enz-Freunde! ;)

Bezüglich GAUDI IN DER LEDERHOSE:

Diese rund 69-minütige Fassung, die von e-m-s veröffentlicht wurde, dürfte ja der ein oder andere hier sicher kennen. Nun gibt es ja allerdings noch eine Neuauflage von UIG, von der ich angenommen habe, sie sei inhaltsgleich - bis ich auf folgende Rezension bei Amazon gestoßen bin, die mich doch etwas stutzig gemacht hat:

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Die Version von UIG soll also ungekürzt sein! Ich frage mich nur, was das genau heißt... Läuft sie tatsächlich die angegebenen 85 Minuten? Und was ist in dieser zusätzlichen Viertelstunde zu sehen? Existiert da also wirklich noch eine so viel längere SC-Fassung (denn HC wird's ja wohl kaum sein)?

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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 27.10.2011 22:15 
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Von den Enz Filmen scheint es recht viele alternativ Fassungen zu geben, besser macht es die Filme allerdings nicht wirklich, aber auch nicht schlechter. Hier ein kleiner Einblick von den unterschiedlichen VHS Cover zu seinen Filmen
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"Berlin (EZ) | 10. Mai 2012 | Deutsche Fernsehzuschauer und Kinofans können aufatmen: Hamburger Studenten haben eine Software entwickelt, die Til Schweiger aus Filmen entfernt und damit eine erhebliche Qualitätssteigerung garantiert."


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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 27.10.2011 22:32 
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Nicht schlecht, AL! Sehe ich das richtig, dass die aus deiner Sammlung sind? Hast du die ganzen Filme auch schon "durchgestanden" (was jetzt keine zweideutige Anzüglichkeit sein soll :lol: )?

Interessiert mich aber trotzdem noch, was für eine Fassung von "Gaudi..." da nun ihren Weg auf DVD gefunden hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 27.10.2011 22:35 
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Hab bis jetzt nur die Liebesvögel angesehen und der war grottenschlecht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 29.10.2011 18:43 
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Chet hat geschrieben:
Die Version von UIG soll also ungekürzt sein! Ich frage mich nur, was das genau heißt... Läuft sie tatsächlich die angegebenen 85 Minuten? Und was ist in dieser zusätzlichen Viertelstunde zu sehen? Existiert da also wirklich noch eine so viel längere SC-Fassung (denn HC wird's ja wohl kaum sein)?


Ach was!
Das ist mal wieder eine falsche Angabe.
Laufzeit ist auch hier nur 69 Minuten.

anti

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BeitragVerfasst: 29.10.2011 19:47 
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Chet hat geschrieben:
Die Version von UIG soll also ungekürzt sein! Ich frage mich nur, was das genau heißt... Läuft sie tatsächlich die angegebenen 85 Minuten? Und was ist in dieser zusätzlichen Viertelstunde zu sehen? Existiert da also wirklich noch eine so viel längere SC-Fassung (denn HC wird's ja wohl kaum sein)?

Wo gibt's diese ominöse UIG denn?

Ich weiss zumindest das bei der e-m-s die Sexshop-Szene gekappt wurde, diese wiederum war in der Pay-TV-Fassung enthalten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 30.10.2011 18:13 
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Hm, jetzt bin ich doch neugierig geworden und habe mal meine e-m-s Scheibe rausgekramt.
Die geht knapp 69 Minuten. Habe mal kurz im Suchlauf reingeschaut und dabei bereits festgestellt, daß da eine Menge Erotik gegenüber der Pay-TV-Ausstrahlung fehlt.
Nicht nur die Sex-Shop Szene!
Aber das komische dabei ist, die Pay-TV-Fassung ist 10 Minuten kürzer!
Mal sehen, wenn ich Zeit habe, mache ich einen Schnittbericht.

Jetzt muß ich die UIG wohl doch mal antesten. :roll:

anti

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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 30.10.2011 19:19 
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@TRAXX: Na die gibts z.B. bei Amazon, wie weiter oben auch schon verlinkt. ;)

Finde es ja immer noch schwer vorstellbar, dass die sich für so ein vermeintliches Repack wirklich die Mühe gemacht haben, sich nach einer anderen Fasssung umzusehen. :? Aber ich hoffe ja mal, dass diese Rezension kein völliger, unerklärlicher Unsinn ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 30.10.2011 20:22 
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Chet hat geschrieben:
Finde es ja immer noch schwer vorstellbar, dass die sich für so ein vermeintliches Repack wirklich die Mühe gemacht haben, sich nach einer anderen Fasssung umzusehen.


Geht mir genauso.
Müßte dann ja auch noch eine Integralfassung sein, so wie es derzeit aussieht.
Habe gerade mal mit nem Vergleich angefangen, und siehe da, die ems ist gleich zu Beginn schon 57 Sekunden länger. Die Pay-TV beginnt erst dann, wo der Typ zur Haustür rauskommt und sich mit dem Fahrrad zum Bahnhof aufmacht.
Die Sex-Shop Szene wiederum, die bei der ems fehlt, geht fast 3 Minuten.

Wenn die UIG das wirklich alles mit an Bord hat, würde das den Film mächtig aufwerten.
Denn es kommen noch so einige Sexszenen.
Aber wie gesagt, traue ich dem Braten nicht. UIG hat sonst immer die ems Fassungen mit neuem irreführenden AT neu veröffentlicht.
Daß das jetzt anders sein soll...?!

anti

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BeitragVerfasst: 31.10.2011 17:52 
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Also für mich stellt sich das Ganze jetzt so dar.

1. Kinofassung (69 Min.)
2. Softsex-Fassung (69 Min.)
3. Pay-TV Fassung (ca. 60 Min.) könnte man als Erotik-Cut bezeichnen
4. HC-Fassung (angeblich 85 Min. ?)
5. Die große Unbekannte (? Min.) UIG DVD

anti

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BeitragVerfasst: 31.10.2011 19:29 
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Wenn man die Sex-Shop-Szene in die e-m-s integriert kommt man schon auf 71:43 Min. also knappe 72 Minuten. Wie viel mehr gibt's denn noch in der Pay-TV? Kommt man da auf ca. 12 min.? Denn dann hätten wir ja unsere 85 Minuten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 26.11.2011 21:28 
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TRAXX hat geschrieben:
Okay, McKenzie ! Hast mich überzeugt ! :mrgreen: :P ;)

Mich leider nicht. "Tagebuch" bzw. "Young Love - Hot Love" (HC-Version, Kora-Filmverleih) gehört für mich zu den ansehbaren und sorgfältig gemachten Enz-Werken. Auch Sylvia Engelmann zieht das Ganze etwas in die Höhe ;-)
Von einem Enz-Film psychologische Durchzeichnung und Tiefe zu erwarten ist halt schlichtweg Unfug.

"Gaudi in der Lederhose" ist für mich der absolute Bodensatz der 70er-Erotikkomödie: unlustig, unerotisch, langweilig, unattraktive Damen und Herren. Selbst bei einem Trashfestival würden die Zuschauer davonlaufen - der Film funktioniert auf keiner Ebene.

Mitte der 80er (?) sah ich im Kino (im Darmstädter Sex-Rex) die HC-Version (Apollo-Film) von "Schwabinger Girls", nicht etwa weil ich einenn Spitzenporno erwartete. Die Besetzung war interessant, eine frühere Schulkameradin war tatsächlich drinne. Michaela Sch.; an unserer Schule weiland eine der angesagtesten Teenies.
Leider musste sie die Schule vorzeitig verlassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 26.11.2011 21:35 
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TRAXX hat geschrieben:
Wenn man die Sex-Shop-Szene in die e-m-s integriert kommt man schon auf 71:43 Min. also knappe 72 Minuten. Wie viel mehr gibt's denn noch in der Pay-TV? Kommt man da auf ca. 12 min.? Denn dann hätten wir ja unsere 85 Minuten.

Die schwedische Fassg. läuft 82 (Kino)-Minuten; HC. Wenn ich mit den Filmlexikon-/FSK-Längen überhaupt nicht mehr weiter komme, schaue ich bei den Schweden nach. Da werden auch Schnitte aufgeführt und erläutert. Schöne Sache!


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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 26.11.2011 22:23 
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radiant-kinocenter hat geschrieben:
TRAXX hat geschrieben:
Okay, McKenzie ! Hast mich überzeugt ! :mrgreen: :P ;)

Mich leider nicht. "Tagebuch" bzw. "Young Love - Hot Love" (HC-Version, Kora-Filmverleih) gehört für mich zu den ansehbaren und sorgfältig gemachten Enz-Werken. Auch Sylvia Engelmann zieht das Ganze etwas in die Höhe ;-)
Von einem Enz-Film psychologische Durchzeichnung und Tiefe zu erwarten ist halt schlichtweg Unfug.

"Gaudi in der Lederhose" ist für mich der absolute Bodensatz der 70er-Erotikkomödie: unlustig, unerotisch, langweilig, unattraktive Damen und Herren. Selbst bei einem Trashfestival würden die Zuschauer davonlaufen - der Film funktioniert auf keiner Ebene.

Mitte der 80er (?) sah ich im Kino (im Darmstädter Sex-Rex) die HC-Version (Apollo-Film) von "Schwabinger Girls", nicht etwa weil ich einenn Spitzenporno erwartete. Die Besetzung war interessant, eine frühere Schulkameradin war tatsächlich drinne. Michaela Sch.; an unserer Schule weiland eine der angesagtesten Teenies.
Leider musste sie die Schule vorzeitig verlassen.



:mrgreen: Lol, hättest den Namen deiner Schulkammeradin ruhig ausschreiben können! Es ist auf jeden nicht die berühmte Michaela Sch. 8-) Warum musste sie die Schule verlassen, wenn die Frage erlaubt ist??

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 Betreff des Beitrags: Re: Jürgen Enz - Der Trash-König des deutschen Sexfilms
BeitragVerfasst: 26.11.2011 23:05 
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radiant-kinocenter hat geschrieben:
TRAXX hat geschrieben:
Okay, McKenzie ! Hast mich überzeugt ! :mrgreen: :P ;)

Mich leider nicht.

Also mich hat er überzeugt den Film anzusehen. So war's gemeint. :P
Was ich dann auch tat. Es gab HEISSE SCHNECKEN (HC) aufs Auge!


Zitat:
"Tagebuch" bzw. "Young Love - Hot Love" (HC-Version, Kora-Filmverleih) gehört für mich zu den ansehbaren und sorgfältig gemachten Enz-Werken. Auch Sylvia Engelmann zieht das Ganze etwas in die Höhe ;-)
Von einem Enz-Film psychologische Durchzeichnung und Tiefe zu erwarten ist halt schlichtweg Unfug.

Nunja, das ist wohl wahr, hat McKenzie auch sicherlich nicht ernsthaft getan.
Ich würde dir soweit Recht geben dass im hardcoren Enz-Universum TAGEBUCH sicher einer der besseren Elaborate ist. Aber dieses ekelhaft triste finstere Setting lässt sich schwerlich bei Seite schieben und wenn dann noch irgendwelche Wassersport-Spielchen in deutschen Sanitäranlagen sich dazu gesellen, ist das auch nicht gerade stimmungshebend. :shock:
Auf der anderen Seite denke ich jedoch das der HC hier einiges erleichtert. Denn ich bekomme eher das Grauen, wenn ich daran denke diese Tristesse und filmgewordene Altherrenfantasie ohne den Gegenwert des guten alten Fucking & Sucking durchstehen zu müssen.


Zitat:
"Gaudi in der Lederhose" ist für mich der absolute Bodensatz der 70er-Erotikkomödie: unlustig, unerotisch, langweilig, unattraktive Damen und Herren. Selbst bei einem Trashfestival würden die Zuschauer davonlaufen - der Film funktioniert auf keiner Ebene.

Dafür hat man da allerdings ein Setting das erträglich ist. Und trashig finde ich den schon irgendwie. Allein die Mundart ist da die halbe Miete.


Zitat:
Mitte der 80er (?) sah ich im Kino (im Darmstädter Sex-Rex) die HC-Version (Apollo-Film) von "Schwabinger Girls", nicht etwa weil ich einenn Spitzenporno erwartete. Die Besetzung war interessant, eine frühere Schulkameradin war tatsächlich drinne. Michaela Sch.; an unserer Schule weiland eine der angesagtesten Teenies.
Leider musste sie die Schule vorzeitig verlassen.

Coole Story. 8-)
War's die hier...

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:P :mrgreen:

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