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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: MASKS - Andreas Marschall
PostPosted: 30.06.2011 22:26 
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Extremes Argento-Geklaus aus deutschen Landen :-D :


www.youtube.com Video from : www.youtube.com


"The story follows Stella, an ambitious acting student, who’s been accepted to the mysterious "Mateusz Gdula" school. The founder of the school committed suicide when his very special training method got forbidden because of the deaths of several of his students in the '70s.

But when strange things start to happen in the abandoned wing of the school, Stella suspects that Gdula's method is still practiced. And she wants to participate at all costs..."

Quelle: *** The link is only visible for members, go to login. ***

Kommt 2011. Bin mir nicht sicher, ob mich der Trailer an- oder abturnt :-D

Den Erstling "Tears of Kali" kenne ich auch noch nicht.


edit: Trailer hinzugefügt


Last edited by Marco on 30.06.2011 22:36, edited 4 times in total.

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 Post subject: Re: Masks - Andreas Marschall 2011
PostPosted: 30.06.2011 22:29 
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TEARS OF KALI hat mir hervorragend gefallen. Da werde ich mir den Neuen sicher nicht entgehen lassen!


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 Post subject: Re: Masks - Andreas Marschall 2011
PostPosted: 30.06.2011 22:36 
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habe mir den Trailer zu Tears jetzt auch angeguckt, macht neugierig :-)


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 Post subject: Re: Masks - Andreas Marschall 2011
PostPosted: 30.06.2011 23:06 
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Wow, auch wenn wirklich auffällig viel von unserem Dario ausgeliehen wurde, sieht der Teaser verdammt gut aus (nicht zu vergessen, es handelt sich ja um einen Independent Film).Wahrscheinlich wird dieser Film besser als die echten Argentos der letzten Jahre...

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 Post subject: Re: Masks - Andreas Marschall 2011
PostPosted: 01.07.2011 03:46 
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Nicht nur die Optik ist "geklaut", auch der Soundtrack:

www.youtube.com Video from : www.youtube.com


PS: TEARS OF KALI war ganz Ok, hat mir gut gefallen... denke, das der Regieseur recht fähig ist. Für ne Independentproduktion sieht der Film echt ganz edel aus.

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Post subject: Re: MASKS - Andreas Marschall
PostPosted: 01.07.2011 20:20 
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Ich muss sagen Tears of Kali war mir zu Amateur, damitt werde ich einfach nicht so recht warm....

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 Post subject: Re: MASKS - Andreas Marschall
PostPosted: 02.07.2011 03:08 
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Oh, a dschörmen dschallo! :mrgreen:

Aber das Ding macht neugierig muss ich zugeben und sieht echt verdammt gut aus, auch wenn die Vorbilder für MASKS offensichtlich sind. Bei deutschen Indie-Produktionen bin ich immer sehr sehr skeptisch, doch dem Marschall traue ich zu, dass der Film was wird. TEARS OF KALI fand ich persönlich auch schon ziemlich gut. Und wenn er doch keinen so großen Erfolg als Regisseur haben sollte, kann er ja wieder die Cover für Blind Guardian, Kreator und Co. zeichnen. Weil das kann er wirklich ausgezeichnet.


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 Post subject: Re: MASKS - Andreas Marschall
PostPosted: 03.07.2011 19:08 
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Ich würde hier mal gern eine Lanze für Herrn Marschall brechen!

Ich kenne ihn seit über 20 Jahren, lange bevor er eigene Filme oder auch nur Videoclips gedreht hat. Damals hat er noch in einer Berliner Bruchbude gehaust und Covermotive für billige Direct-to-Video Produktionen auf VHS gezeichnet.
Aber auch damals schon war Andreas ein glühender Verehrer von Argento (und überhaupt von italienischen Horrorfilmen), der den Meister bis zum Geht-nicht-mehr studiert hat. Es gab sogar damals ein paar Comics für MENSCHENBLUT, die komplett in der Argento-Optik gehalten waren.

Hier geht es also um echte, tiefe Leidenschaft. Obwohl ich TEARS OF KALI sehr mag, weiß ich, daß der Film nur ein Kompromiss war. MASKS sieht für mich eher wie der "typische" Marschall-Film aus, von dem er immer geträumt hat, ihn zu drehen.

Ich freue mich für ihn und bin gespannt. Ich denke, MASKS wird mir besser gefallen als der total gehypte und überbewertete AMER. Und wahrscheinlich besser, als so mancher von den neueren "echten" Argentos, wie AL NORTHON schon schrieb... ;)

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 Post subject: Re: MASKS - Andreas Marschall
PostPosted: 03.07.2011 19:31 
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Diabolik! wrote:
Ich würde hier mal gern eine Lanze für Herrn Marschall brechen!

Ich kenne ihn seit über 20 Jahren, lange bevor er eigene Filme oder auch nur Videoclips gedreht hat. Damals hat er noch in einer Berliner Bruchbude gehaust und Covermotive für billige Direct-to-Video Produktionen auf VHS gezeichnet.
Aber auch damals schon war Andreas ein glühender Verehrer von Argento (und überhaupt von italienischen Horrorfilmen), der den Meister bis zum Geht-nicht-mehr studiert hat. Es gab sogar damals ein paar Comics für MENSCHENBLUT, die komplett in der Argento-Optik gehalten waren.

Hier geht es also um echte, tiefe Leidenschaft. Obwohl ich TEARS OF KALI sehr mag, weiß ich, daß der Film nur ein Kompromiss war. MASKS sieht für mich eher wie der "typische" Marschall-Film aus, von dem er immer geträumt hat, ihn zu drehen.

Ich freue mich für ihn und bin gespannt. Ich denke, MASKS wird mir besser gefallen als der total gehypte und überbewertete AMER. Und wahrscheinlich besser, als so mancher von den neueren "echten" Argentos, wie AL NORTHON schon schrieb... ;)

Ich kenne den Andreas zwar nicht persönlich, aber aus künslerischer Sicht ist er ein echtes Talent.Man müsste es ihm ermöglichen, seine Filme auf 35mm zu drehen , denn ich bin der Meinung, dass er hunderttausendmal mehr
Talent hat als alle anderen dt. Independent-Regisseure (Ittenbach & co), die seltsamer Weise aber bekannter sind als er.Ich hoffe das wird sich endlich ändern.Auch hat (oder hatte?) er mal eine sehr schöne VHS Sammlung :mrgreen:.

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 Post subject: Re: MASKS - Andreas Marschall
PostPosted: 03.07.2011 19:43 
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AL NORTHON wrote:
Man müsste es ihm ermöglichen, seine Filme auf 35mm zu drehen , denn ich bin der Meinung, dass er hunderttausendmal mehr
Talent hat als alle anderen dt. Independent-Regisseure (Ittenbach & co), die seltsamer Weise aber bekannter sind als er.Ich hoffe das wird sich endlich ändern.


Das hoffe ich auch und es wäre Meister Marschall wirklich zu gönnen! Aber die Fans von Tittenbach & Co legen halt keinen Wert auf STIL...

AL NORTHON wrote:
Auch hat (oder hatte?) er mal eine sehr schöne VHS Sammlung :mrgreen:.


Allerdings!

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 Post subject: Re: MASKS - Andreas Marschall
PostPosted: 04.07.2011 11:23 
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- UPDATE -

Hier ein kurzer Auszug aus einem Interview mit Marschall aus der "Fangoria":

MARSCHALL: The soundtrack is composed by Sebastian Levermann, the head of the German metal band Orden Ogan. But it is more ’70s retro sound this time, using Hammond organs and acoustic guitars. We tried to be very faithful to the sounds of the giallo genre. For the same reason, we shot the film with vintage ’70s lenses to give it a warm analogue look. When the film’s sound mix is finished, the band Orden Ogan will compose a song based on the film’s main title, and I will shoot a heavy metal promo for them.

Man kann also davon ausgehen, dass die Musik von STIMME DES TODES im Film nicht vorkommt, sondern nur für den Promo-Trailer verwendet wurde.

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 Post subject: Re: MASKS - Andreas Marschall
PostPosted: 04.07.2011 16:31 
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Diabolik! wrote:
- UPDATE -

Hier ein kurzer Auszug aus einem Interview mit Marschall aus der "Fangoria":

MARSCHALL: The soundtrack is composed by Sebastian Levermann, the head of the German metal band Orden Ogan. But it is more ’70s retro sound this time, using Hammond organs and acoustic guitars. We tried to be very faithful to the sounds of the giallo genre. For the same reason, we shot the film with vintage ’70s lenses to give it a warm analogue look. When the film’s sound mix is finished, the band Orden Ogan will compose a song based on the film’s main title, and I will shoot a heavy metal promo for them.

Man kann also davon ausgehen, dass die Musik von STIMME DES TODES im Film nicht vorkommt, sondern nur für den Promo-Trailer verwendet wurde.


Genauso ist es. Wobei Sebastian teilweise geniale Kompositionen gemacht hat, welche die glorreichen 70er wieder aufleben lassen. Und die sich in meinen Augen nicht hinter Goblin & Co. verstecken müssen.


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 Post subject: Re: MASKS - Andreas Marschall
PostPosted: 04.07.2011 17:49 
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Diabolik! wrote:
Damals hat er noch Covermotive für billige Direct-to-Video Produktionen auf VHS gezeichnet.

Weisst du noch für welches Label bzw. welche Titel das waren?

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 Post subject: Re: MASKS - Andreas Marschall
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Oh Mann, da müsste ich echt mal stöbern...
Ich erinner mich noch an ein Motiv zu nem obskuren Abenteuerfilm mit Doppeldeckerflugzeugen und schnurrbärtigen Männern. Das war noch vor der Heavy Metal-Plattencover-Phase... keine Ahnung, muss mal schauen.

Ach ja, die beiden Nekromantik-Poster und das Hot Love-Motiv sind ja auch von ihm, aber das weiß ja eh jeder.

Zur Entschädigung hab ich hier aber schonmal das äußerst fiese Cover von MENSCHENBLUT # 27:

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 Post subject: Re: MASKS - Andreas Marschall
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Ich hab noch das ganze Comicheft!!!


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 Post subject: Re: MASKS - Andreas Marschall
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Auf der (vor allem angesichts des Preises!) sehr empfehlenswerten Horror-Kurzfilm-Anthologie DVD "Gänsehaut" von e-m-s befindet sich als 3. Film der Münchner Studenten-Abschlussfilm KRISTALLTOD zu dem Andreas Marschall das Drehbuch schrieb und rundum starken Einfluss auf den Regisseur Pascal Hoffman ausübte. Den Film kann man ebenfalls als sehr gelungene und blutige Hommage an Dario Argento bezeichnen. Das Cover (bzw. das damalige Filmplakat) stammt natürlich auch von Marschall.

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Es gibt ein Review: *** The link is only visible for members, go to login. ***


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Es gibt mittlerweile einen offiziellen Trailer, der bereits wesentlich wertiger erscheint:
www.youtube.com Video from : www.youtube.com


Mir gefallen auf jeden Fall die Kamerarbeit und die Licht- und Schattengestaltung, auch wenn gerade hier ausgiebig Onkel Argento bemüht wird.
Und der Herr Marschall scheint in der Lage zu sein, aus unbekannteren Schauspielern mehr herauszuholen als Argento aus an sich ja durchaus talentierten Schauspielern wie Adrien Brody. :mrgreen:


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Der Trailer sieht klasse aus (muss sogar ich als Deutschfilm-Hasser zugeben)... :P "Ich bin gespannt!"

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Meine Angst war ja, dass der Film billig bis amateurlastig aussehen könnte, was bei Low-Budget Produktionen neueren Datums ja immer zu befürchten ist. Scheint aber nicht der Fall zu sein, wenn man sich den Trailer so ansieht. Jetzt bin ich auch gespannt. :D


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 Post subject: Re: MASKS - Andreas Marschall
PostPosted: 30.01.2012 00:07 
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Das liest sich alles sehr gut. 8-)

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 Post subject: Re: MASKS - Andreas Marschall
PostPosted: 30.03.2012 00:53 
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MASKS-Regisseur Andreas Marschall mit Catriona McColl.

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 Post subject: MASKS - Andreas Marschall
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Masks



Deutschland, 2011
Regie: Andreas Marschall
VÖ: BD + DVD: 25.10.2012 Sony Pictures


Auf dem Cinestrange Festival in Dresden wurde unter Anderem auch "Masks" gezeigt, den ich unbedingt sehen wollte. Der Erstling von Andreas Marschall, Tears of Kali, gefiel mir nämlich schon sehr gut und ich war gespannt wie sich der Regisseur in den letzten 7 Jahren entwickelt hat. Zudem wurde "Masks" im Vorfeld mit Dario Argento in Verbindung gebracht, was man dem Film auch deutlich anmerkt. Der Regisseur brachte dies auch vor dem Film zur Sprache, das man ihn als Hommage an den italienischen Altmeister verstehen kann. Im Abspann wurde neben Argento auch Mario Bava und Sergio Martino genannt, weshalb die Italophilen ruhig reinschauen sollten. Es lohnt sich nämlich. Auch wenn es sich hier um eine deutsche Independent Produktion handelt, wirkt der Film in vielen Szenen deutlich höherwertiger. Man spürt zwar an allen Ecken und Enden "Suspiria" aber ein Remake ist es dann auch nicht. Das liegt an vielen tollen Einfällen, die ich hier allerdings nicht verraten möchte.
Der Spannungspegel bleibt über weite Strecken ziemlich hoch und auch wenn man vieles bereits im Vorfeld erahnt, wird man auch immer wieder mal überrascht. Besonders gegen Ende gelingen einige Highlights und in dieser Phase ist die Symbiose aus Musik und Bild wirklich fantastisch gelungen. Der Score ist insgesamt sehr stimmig und geht zuweilen deutlich ins Terrain des Giallo. Die Optik lässt sich auch eher in die 80er Jahre zurückfallen, weshalb man das Entstehungsjahr 2011 nicht immer vermuten kann, wenn nicht Dinge wie Handys daran erinnern würden.
Der Goregehalt ist relativ hoch, ohne das man von einer Splattergranate sprechen kann. Dafür sind die Szenen nicht reichlich genug, aber der Härtegrad ist doch recht weit oben. Ich bin mir aber sicher das der Film auch ohne die Gewalteinlagen funktioniert hätte. Dafür ist er einfach zu stimmungsvoll, weshalb man definitiv nicht mit der Erwartungshaltung "Blutorgie" rangehen sollte.
Dies liegt aber auch an den tollen Nachwuchsdarstellern, die den Film verdammt gut tragen. Besonders Susen Ermich, Lisa Blaschke und Franziska Breite müssen hier erwähnt werden. Die jungen Damen sind nicht nur attraktiv, sondern spielen hier wirklich überzeugend. Bei kleineren Produktionen ist oftmals mangelnde Darstellungskunst das große Manko, aber da kann man hier definitiv nicht von sprechen. Ich bin mir sogar sicher das man die Damen hier nicht das letzte Mal auf der Leinwand zu sehen bekommt.

Auch die Regie von Andreas Marschall ist überzeugend, da er ein gutes Händchen für Momente besitzt und viele richtige Entscheidungen getroffen hat. Der einzige Kritikpunkt wäre vielleicht die deutliche Nähe zu "Suspiria" weshalb dem Film an manchen Stellen etwas die Eigenständigkeit fehlt. Da dies aber so gewollt war, kommt es eher auf die Lage des Betrachters an, ob man das als Kritikpunkt ansehen kann.

Wer also für das Independent-Kino was übrig hat, Argento mag und für sich ein wenig Aufgeschlossenheit in Anspruch nimmt, wird bei "Masks" definitiv belohnt. Ich werde ihn in jedem Fall kaufen!


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 Post subject: Re: Masks - Andreas Marschall
PostPosted: 07.08.2012 17:12 
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...habe ich den da auch gesehen und Gefalllen gefunden.

Das einzige, was mich störte, waren die Aufösung im Stile von Saw (womit ich hier nicht spoilere, da ich nichts zum Ende selbst sage, sondern nur die Art, wie es geschieht) und, dass meiner Meinung nach mehr auf Schreck-Effekte als auf Stimmung gesetzt wurde. Das ist aber reine Geschmackssache und einfach nur nicht mein Ding, der Qualität des Films tut das keinen Abbruch. Handwerklich finde ich den Film sehr gut gemacht, besonders, wenn man das Budget bedenkt...


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 Post subject: Re: Masks - Andreas Marschall
PostPosted: 07.08.2012 17:25 
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da fällt mir ein, es gibt schon nen Thread: deutschtumelei-f30/masks-andreas-marschall-t2609.html?hilit=masks :-O


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 Post subject: Re: Masks - Andreas Marschall
PostPosted: 07.08.2012 17:47 
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Marco wrote:
da fällt mir ein, es gibt schon nen Thread: deutschtumelei-f30/masks-andreas-marschall-t2609.html?hilit=masks :-O

Yep, merci. 8-)

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 Post subject: Re: Masks - Andreas Marschall
PostPosted: 07.08.2012 17:57 
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TRAXX wrote:
Marco wrote:
da fällt mir ein, es gibt schon nen Thread: deutschtumelei-f30/masks-andreas-marschall-t2609.html?hilit=masks :-O

Yep, merci. 8-)


Und diesen hier gibt es ebenfalls:

anolis-entertainment-f41/masks-der-neue-film-von-andreas-marschall-t3105.html

da MASKS ja am 25. Oktober 2012 von uns erscheint.


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 Post subject: Re: MASKS - Andreas Marschall
PostPosted: 07.08.2012 21:03 
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Ich weise auch nochmals dezent drauf hin, das MASKS am 31.08. in unserem kleinen Kino in Hagen läuft und Regisseur Andreas Marschall, sowie Producer Heiner Thimm als Sondergäste anwesend sein werden. Es wird auch signiert und so. 8-)

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 Post subject: Re: MASKS - Andreas Marschall
PostPosted: 18.09.2012 09:07 
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Am Samstag im Nürnberger Kommkino gesehen. Das war leider nichts. 3/10. :(

Quote:
Es gäbe wohl wenig Betrüblicheres, äußerte ich nach der Vorstellung zwei Freunden gegenüber, als einen fantasielosen Regisseur, der versucht, einen fantasievollen Regisseur zu imitieren. Als eine Hommage an Dario Argento kann dieser zweite Film von Andreas Marschall, dessen TEARS OF KALI ich seinerzeit eigentlich recht gern mochte, wahrlich nicht mehr gelten. Es will sich mir nicht erschließen, aus welcher persönlichen, treibenden Motivation heraus man soviel Herzblut, Geld und undankbar versickernde Zeit opfert für einen Film, wenn man damit doch nichts anderes im Sinn hat, als ein Remake seines Lieblingsfilms (SUSPIRIA) zu drehen, ohne auch nur das geringste Experiment, den geringsten Ausreißer damit zu wagen. Die Verlagerung vom Ballett auf eine transgressive “Method acting”-Schule verpsychologisiert das Sujet sogar noch soweit (entgegen des großen Vorbildes, dessen Zauber sich zu nicht unwesentlichen Teilen aus dem Verzicht auf jede Figurenpsychologie speiste; überhaupt gefällt Marschalls Film selbst noch am Ehesten in dem rustikalen Umgang mit den Figuren, insbesondere der unbedarft-trampeligen Hauptdarstellerin Susen Ermich, Typ “girl next door”, die eher “cheerleader in distress” als, wie einst Jessica Harper, “fairy in a cage” ist), dass dem Film gar nichts anderes übrig bleibt, als Argento auf die gleiche, langweilige Art und Weise zu begreifen, wie es selbst die hinterletzten Horrornerds tun: als Genrefilmer, der halt heftige Morde mit coolem Licht, stylischen Kamerafahrten und geiler Musik filmt und so. Oder auch einfach: als Genrefilmer, der er eigentlich nie wirklich war. Dem Film bleibt daher nicht viel übrig, als sich genießerisch von artig rekonstruiertem Argento-Setpiece zu Argento-Setpiece zu thrillen, nebst Giallo-immanent stereotypem Musikeinsatz, ohne große Reibungen, persönliche Impulse, Risiken jenseits des vorgegebenen Kosmos bzw. ohne eine Vorstellungskraft, die ihn auch in Situationen, für die er in den Vorbildern keine Schablonen gefunden hat, retten könnte. Es ist tatsächlich das Vernichtendste, was man über den rein handwerklich und schauspielerisch sehr sauberen (zu sauberen) Film sagen kann: es ist unmöglich, über ihn zu sprechen, ohne von Argento zu sprechen, dem er in jeder Einstellung, jeder Regung der Tonspur, jedem Plotpoint (diese sind eine trübe Zugabe von Seiten des Fanboys) und jeder filmischen Geste hinterherinszeniert, mit großem Einsatz, aber minimalem Effekt. Zugegeben, vereinzelten Sequenzen gelang es, mich dennoch ein wenig zu umgarnen. Viele waren es nicht. Indes, der Film ist in jeder Hinsicht zu transparent. Fanboy-Kino kann schlimmer sein, besonders wenn es selbstreferenziell kokettiert (wie etwa Robert Rodriguez’ PLANET TERROR) – was sich MASKS immerhin verkneift – aber echtes Fanboy-Kino ist an sich schon trist, uninteressant und überflüssig genug, um solcherlei Differenzierungen zum Luxus zu erheben. Eine gewisse Sympathie und einen gewissen Respekt vermag ich Marschall und seinem schlichten Filmträumchen entgegenzubringen – sehr viel mehr aber auch nicht. Thomas Schweer, dessen hemdsärmeligen Zugang zum italienischen Genrekino (warum, zum Teufel, hätte MASKS eigentlich nicht etwas deutscher sein dürfen? Die Dialogzeile “Ich steh’ total auf den Geruch von Prüflingsangstschweiß!” ist ein heimlicher Höhepunkt des Films. So etwas findet man in den Vorbildern nicht.) mit dem meinigen kaum etwas eint, schreibt in der aktuellen Ausgabe der Splatting Image, Marschall liefere “genau das ab, was Verehrer des Giallofilms erwarten. Nicht mehr und nicht weniger. Pures, ehrliches Spannungskino, das keinen Hehl daraus macht, die großen Vorbilder zu reanimieren (sic!). Das Genre wird nicht neu definiert, sondern Erwartungen werden schlichtweg erfüllt.”
Was knapp und unmissverständlich beschreibt, warum man auf MASKS verzichten kann. Oder, dass ich schlicht kein Verehrer des “Giallofilms” mehr bin. Denn als solcher würde ich Schweer vermutlich auch zustimmen, wenn er Dario Argentos NON HO SONNO, im gleichen Text als den Film bezeichnet, mit dem Argento “zuletzt noch einen Hauch der Eleganz früher Vorzeigewerke erahnen ließ und sich dabei selbst ausgiebig zitierte (…)”
NON HO SONNO war, in meinen Augen, die nicht auf wenige, überschaubar gestreute Regiegötter angewiesen sind, eine lasche, uninspiriert und trüb als aufgeblasener Fernsehkrimi ausgeschüttete Flut von verwirrten (soll heißen: den Anspruch der Fans nicht nachvollziehen könnenden) Konzessionen an jene selbsternannten Fans, die sich selbst großzügig gestatten, beengend von “Vorzeigewerken” zu sprechen und stur wie die Spatzenküken nach den Würmen, nach stylischen Kamerafahrten, Goblin-Musik und beeindruckenden, blutigen Mordsequenzen zu verlangen. Dieser Boomerang der Einfalt kommt heute in Form von Filmen wie MASKS zurück. Die meisten, selbsternannten Argento-Fans werden schreiben, der Film sei ja doch sehr viel besser als die jüngsten Filme des “Meisters”. Mir schlich irgendwann, MASKS hatte wohl ungefähr eine seiner zwei Stunden hinter sich gebastelt und geschwelgt, die Erinnerung an Argentos LA TERZA MADRE in den Kopf, diesem Fiasko – dessen kruder, abgeklärter Irrsinn dennoch soviel interessanter, naiver und aufregender war. Aber die Fans, sie wollen das immergleiche, denn früher war ja alles besser. Dario Argento hat seine Fans nicht verdient (und nach MASKS weiß man einmal mehr, was man an einem AMER hat.)
(Nachtrag: Mit Julia Witt hat Marschall allerdings eine ätherische Grazie gefunden, von der eine gewisse Strahlkraft ausgeht. Das männliche Pendant zur “Hexe hinter den Wänden” wird gespielt von Norbert Losch, dem Hofbauer-Kommando als Schmierlippe par excellence aus DIE DRESSIERTE FRAU bekannt – auch das ist schön. Marschall hat es sich offenbar zur Aufgabe gemacht, solch obskure Gestalten zurück vor die Kamera zu holen, etwa auch Pietro Martellanza – Darsteller in diversen Italowestern und deutschen Sexkomödien der 70iger – als Sektenführer in TEARS OF KALI.)

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"Wir haben zulange Menschen, denen Film als Kunstform nichts bedeutet, das Geschäft bestimmen lassen, und jetzt pissen sie ihm das letzte Fleisch von den Knochen."
- Tim Lucas (im Zusammenhang mit diesem Artikel)

ESKALIERENDE TRÄUME
Exzessraum des Cinelebens



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