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 Betreff des Beitrags: GAMERA GEGEN GAOS - Noriaki Yuasa
BeitragVerfasst: 30.11.2012 17:30 
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GAMERA GEGEN GAOS – FRANKENSTEINS KAMPF DER UNGEHEUER
[GAMERA TAI GYAOSU][JAP][1967]

Bild

Regie: Noriaki Yuasa
Darsteller: Kojiro Hongo, Naoyuki Abe, Kichijiri Ueda, Reiko Kasahara, Taro Marui, Yukitaro Hotaru, Yoshio Kitahara, Akira Natsuki


Von der Menschheit bislang unentdeckt, lebt ein gigantisches fledermausähnliches Wesen im Inneren eines Vulkans nahe eines japanischen Dorfes. Als plötzlich ein geheimnisvolles grünes Licht aus dem Berg dringt, wittert ein neugieriger Sensationsreporter eine verheißungsvolle Story. Mühsam krakselt er den Berg hinauf und begegnet dabei dem kleinen Eiichi [Naoyuki Abe], welcher sich hier bestens auskennt und sich daher als Führer anbietet. Kaum angekommen, beginnt das nun entdeckte Monster zu randalieren und verspeist zunächst den sichtlich verblüfften Reporter, mit dessen Story es nun freilich Essig ist. Bevor das monströse Untier auch den pausbäckigen Dreikäsehoch verspachteln kann, bekommt es jedoch von der plötzlich ebenfalls sich vor Ort befindenden fliegenden Riesenschildkröte Gamera eins gescheuert. Auf Gameras Rücken reitet Eiichi zurück ins rettende Dorf und muss dort im Anschluss allerhand Fragen betreffend des Monsters beantworten. Er nennt das Ungetüm kurzerhand Gyaos - nach eigener Aussage wegen des Schreis, den es ausgestoßen hat (vermutlich hat der Kleine etwas an den Ohren, denn der Schrei klang nicht im Entferntesten wie 'Gyaos' - aber 'Uäääääääääääääääääh' wäre zugegebenermaßen auch ein ziemlich blöder Name für so ein Vieh) – und hat schon bald ergründet, dass selbiges eine Art Vampir zu sein scheint, nachtaktiv und nach Menschenblut dürstend. Nun ist guter Rat teuer, denn selbst Gamera scheint gegen Gyaos nichts aussetzen zu können, trollt sich die menschenfreundliche Flugkröte doch nach unterlegener Schlacht von dannen. Aber die Experten haben, von Eiichi tatkräftig unterstützt, noch so einige tolle Ideen...

1954 entstand im japanischen Toho-Studio GODZILLA, ein offensichtlich vom amerikanischen Klassiker PANIK IN NEW YORK beeinflusster, düster gehaltener Monsterfilm, in welchem Tokio von einer mutierten Riesenechse erst heimgesucht, dann plattgemacht wird.

Der Erfolg war dermaßen gewaltig, dass eine wahre Schwemme an Fortsetzungen und Plagiaten über das Publikum hereinbrach und ein neues Genre schuf: 'Kaijū Eiga' – den japanischen Monsterfilm.

Im Gegensatz zu westlichen Produktionen wurden die Riesenmonster dabei nicht etwa von (damals) modernen Stop-Motion-Effekten zum Leben erweckt, sondern - da weitaus kostensparender - von Schauspielern im Gummikostümen verkörpert, die sich durch Miniaturlandschaften bewegten. Im Westen aufgrund der Durchschaubarkeit der Effekte oft belächelt, entwickelte das Verfahren jedoch seinen ganz eigenen unverkennbaren Charme, der den eher seelenlosen Tricks diverser US-Produktionen nicht selten deutlich überlegen war.

War GODZILLA noch ein sehr humorloses Unterfangen, trieb die folgende Monsterwelle teilweise wahrlich sonderbarste Blüten, schien doch kaum eine Idee zu abstrus zu sein, um sie nicht in einem Kaijū Eiga verbraten zu können.
Als eifrigster GODZILLA-Nachahmer erwies sich bald das mit Toho konkurrierende Daiei-Studio, welches sich bestimmt eine beträchtliche Zeit lang den Kopf darüber zerbrach, welche Art Monster man einer riesigen mutierten Echse als Rivale gegenüberstellen könnte. Schließlich entschied man sich für die naheliegenste Lösung: eine gigantische, fliegende Schildkröte mit Düsenantrieb, welche um die eigene Achse rotieren und Feuerbälle spucken kann – 'Gamera' war geboren.

1965 fand Gameras erster Leinwandauftritt statt, und obwohl Dramaturgie, Handlung und Machart auf geradezu sträflich einfallslose Weise nahezu sämtliche GODZILLA-Elemente sklavisch wiederkäuten, war GAMERA das einzige Konkurrenzprodukt, das ebenfalls in Serie ging.

GAMERA GEGEN GAOS ist der dritte Leinwandauftritt des Riesenreptils und gleichzeitig der erste, der in Deutschland auch unter diesem Namen erschien (nachdem der erste hierzulande zunächst ignoriert und der unmittelbare Vorgänger zum GODZILLA-Film umsynchronisiert wurde).

Kopierte man anfangs noch brav das GODZILLA-Konzept (erster Auftritt in schwarz/weiß, später Wandlung des Monsters zum Menschenfreund), war Teil 3 der erste Beitrag der Reihe, in welchem sich deren spätere Richtung bereits abzeichnete: So entwickelte sich GAMERA im Laufe der Zeit zur Kinderserie und schöpfte damit vor allem die Zuschauer ab, denen die GODZILLA-Reihe (trotz auch dort zunehmender Infantilität) immer noch zu düster und brutal erschienen.

So rückten dann auch immer mehr die jugendlichen Darsteller in den Mittelpunkt des Geschehens, während die Erwachsenen sich nicht gerade mit Ruhm bekleckerten und sich von ihrem Nachwuchs mehr als einmal belehren lassen mussten.

Sägten die vorlauten Gören freilich überwiegend an den Nerven des volljährigen Publikums, geriet GAMERA GEGEN GAOS in der Beziehung durchaus noch erträglich. Eiichi, gespielt von Naoyuki Abe, erscheint sogar vergleichsweise recht putzig, wenn er den stupiden Erwachsenen immer wieder die Welt erklären muss oder dem tölpeligen Sensationsreporter zu Beginn verbal vor's Schienbein tritt.

Gyaos (wer im deutschen Titel das 'y' geklaut hat, wurde übrigens niemals aufgeklärt) ist zwar allzu offensichtlich nur eine Kopie RODANs (ebenso wie GODZILLA ein erfolgreiches Monster der Toho), aber im Vergleich zum Rest tatsächlich noch die originellste Idee der Macher: Das sich etwas ungelenk bewegende, aber recht knuffig gestaltete Ungeheuer erscheint als Mischung aus Flugsaurier, Urzeitvogel und Riesenfledermaus und erlebte 1995 mit GAMERA – GUARDIAN OF THE UNIVERSE sogar eine deutlich höher budgetierte Wiedergeburt. Nicht ohne Grund geriet Gyaos zu einem der beliebtesten Monster des GAMERA-Universums, das sich, im Gegensatz zu manch anderem Ungeheuer, sogar als verblüffend brutal erweist, wenn es sich, wie es blutgierige Riesenfledermäuse nun mal so tun, auf nächtlichem Beutezug seine bedauernswerten Opfer schnappt und lustvoll auf ihnen herumkaut, um sich an deren Blut gütlich zu tun.

Die Handlung geriet fraglos sehr dünn und ideenlos. Zwei Mal muss Gamera gegen Gyaos unterliegen, um schließlich beim letzten Kampf als Sieger hervorgehen zu dürfen (warum nicht gleich so?). Dazwischen vergeht jede Menge Zeit für ausgewalzte Beratungsszenen der menschlichen Protagonisten, deren infantile Dialoge einem häufiger mal die Schuhe ausziehen.
Die eigentümlichen Maßnahmen der Militärs erweisen sich dann auch hineinanderweg als völlig wirkungslos, was dem Spaßfaktor doch sehr zuträglich ist. Allein die glorreiche Idee, Gyaos auf eine riesige rotierende Scheibe zu locken, um ihn auf diese Weise so trieselig zu machen, dass er vor Morgengrauen nicht mehr rechtzeitig in seine Höhle zurückfindet, darf gut und gern mit schallendem Gelächter quittiert werden.

Um die Handlung abermals weiter zu strecken, wird GAMERA GEGEN GAOS zwischen Monsterkarussells und vorlauten Kinderkommentaren auch noch sozialkritisch, als einige Dorfbewohner gegen den geplanten Straßenbau protestieren, um ihr Dorf zu retten. Mit ihrem ernsthaften Hintergrund in ziemlichem Gegensatz zum ansonsten eher kindgerecht aufbereiteten Geschehen stehend, entpuppt sich die sympathisch-naiv dargegebotene Sozialkomponente am Ende jedoch als astreine Nullnummer, wenn sich das Problem quasi sang- und klanglos in Luft auflöst.

Die Effekte waren bei GAMERA (zumindest bis zur 1995er Neuauflage von Shûsuke Kaneko) immer ein paar Klassen unter der GODZILLA-Konkurrenz angesiedelt - GAMERA GEGEN GAOS bildet da keine Ausnahme. Die Kostüme sind deutlich fantasieloser, die Miniaturbauten auffallend billiger. Dennoch gelingen zumindest ein paar schöne Trickaufnahmen, wenn der kleine Eiichi auf Gameras Rücken reitet oder sich die beiden Ungetüme über dem Meer fliegend das Fell gerben.

Regisseur Noriaki Yuasa inszenierte bereits den ersten GAMERA und war auch für die Nachfolger verantwortlich. Obwohl er später immer wieder betont haben soll, wie viel Herzblut er in die Regie der GAMERA-Filme gesteckt habe, wirkt diese doch ein wenig hüftsteif und frei von übertriebener Raffinesse. Tatsächlich erscheint GAMERA GEGEN GAOS etwas schwächer als der (nicht von Yuasa inszenierte) Vorgänger, obwohl die tapsige Unbeholfenheit der Macher fraglos etwas entwaffend Liebenswürdiges hat.

Die erwachsenen Darsteller erledigen ihre Arbeit angesichts der stussigen Handlung erstaunlich souverän, während die deutsche Synchronisation die Angelegenheit mal wieder etwas weniger ernst nahm und das Geschehen mit einigen lockeren Floskeln aufpeppte.

GAMERA GEGEN GAOS ist, was es ist: eine Veranstaltung für Fans von sich kloppenden Männern in Gummikostümen. Genrefremde wird man hier kaum rekrutieren können, dafür fehlt es an Leidenschaft, Gewitztheit, Einfallsreichtum. Monsterfreunden hingegen bietet der dritte GAMERA immer noch ausreichend launiges Entertainment mit angenehm prickelndem Kuriositätsfaktor.

Wie wird in den deutschen Kaijū-Eiga-Synchronfassungen doch immer so treffend gebellt?

„Ungeheuerlich!“


s. auch: GAMERA GEGEN GAOS - FRANKENSTEINS KAMPF DER UNGEHEUER

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Zuletzt geändert von DJANGOdzilla am 02.12.2012 00:08, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: GAMERA GEGEN GAOS - Noriyaki Yuasa
BeitragVerfasst: 30.11.2012 21:22 
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Hi,
die Firma Toei hat aber garnix mit Gamera zu tun.... :mrgreen:

Gruß, Ingojira


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 Betreff des Beitrags: Re: GAMERA GEGEN GAOS - Noriyaki Yuasa
BeitragVerfasst: 30.11.2012 22:07 
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...und der böse Vogel heißt im Original auch nicht Gayos, sondern Gyaos! :mrgreen:

Gruß
Remington


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 Betreff des Beitrags: Re: GAMERA GEGEN GAOS - Noriyaki Yuasa
BeitragVerfasst: 01.12.2012 06:07 
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OK OK OK, alles falsch, ich verstehe. :lol:

Stimmt natürlich. Fehler ausgemerzt und Text noch an anderer Stelle angeglichen. Danke für die Hinweise. :girlups: :ugeek:

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 Betreff des Beitrags: Re: GAMERA GEGEN GAOS - Noriaki Yuasa
BeitragVerfasst: 02.08.2013 01:46 
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Besitzt einer von euch eigentlich ein paar der DVD's, die von "Cult Movie Entertainment" veröffentlicht wurden?

Mich würde interessieren, ob die Veröffentlichungen generell lohnenswert sind, was die Qualität angeht.

Besten Dank im Voraus :D

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FASSBINDER COLLECTION (Limited Edition/Arrow), EIN LEBEN FÜR DEN TOD, DIE SUPERSCHNÜFFLER,

BATTLES WITHOUT HONOR AND HUMANITY (The Complete Collection/Arrow), HOOVER-ICH BIN DER BOSS,

DEEP SPACE (Fred Olen Ray), DIE HÖLLENHUNDE (1970), EIN DRECKIGER HAUFEN,

KILLER CROCODILE (Der Mörder-Alligator), IRON ANGELS, UNTERNEHMEN STAATSGEWALT,

DER LETZTE DINOSAURIER, IN DIE ENGE GETRIEBEN (1955), OUT OF THE BLUE (D. Hopper).


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 Betreff des Beitrags: Re: GAMERA GEGEN GAOS - Noriaki Yuasa
BeitragVerfasst: 02.08.2013 08:28 
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Bevor hier ein Shitstorm losbricht vorweg mal das ich kein Technikfreak bin und nur die deutschen Veröffentlichungen kenne.
Ich nenne alle 6 bisher veröffentlichten Classic Gameras mein eigen wovon ich bis dato aber nur 3 gesichtet habe. Die Bildqualität ist grundsätzlich sehr gut und ich denke bei der Umsetzung hat man sich wirklich die Mühe gemacht ein gutes Master aufzutreiben(die bisher ununterirdische Umsetzung von "Godzilla - der Drache aus dem Dschungel" mal als Beispiel genommen). Die Neusynchronisation ist durchaus passend, hat aber meiner Meinung nach leider irgendwie so einen " '80er VHS Touch " (?!). Mono halt. Hab bis jetzt aber noch nie eine Neusynchro gehört an der ich nichts auszusetzen hatte...
Das Bonusmaterial, na ja - wer Kärtchen sammelt....... . Ein paar Trailer die sich bei jeder Veröffentlichung wiederholen und ein nettes Intro von Buttgereit / Traber zu jedem Film. Nicht gerade eine Schlachtplatte!
Aufreger war natürlich der sehr hohe Einstandspreis von knapp 60 Mark...., öhhh 30 € der aber seit Ausgabe 4 bei 20€ liegt. Ich finde bei so einem Nischenprodukt kann man da nicht meckern.
Mein Fazit als Fanboy älterer phantastischer Filme - Daumen hoch!!

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 Betreff des Beitrags: Re: GAMERA GEGEN GAOS - Noriaki Yuasa
BeitragVerfasst: 04.08.2013 20:08 
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astronomo hat geschrieben:
Die Neusynchronisation ist durchaus passend, hat aber meiner Meinung nach leider irgendwie so einen " '80er VHS Touch " (?!). Mono halt. Hab bis jetzt aber noch nie eine Neusynchro gehört an der ich nichts auszusetzen hatte...


Harte Worte dafür, dass es gar keine Neusynchro ist, sondern die original Kinosynchro aus den 60ern. ;)


Generell kann man zu den Gameras von Cult sagen:

-Gutes Bild
-Ungeschnitten
-Kinosynchro + O-Ton. Wenn der Film bei uns nicht lief (inkl. Jiggar), gibt's eine gute Neusynchro
-Kein Bonus
-Viel zu teuer

Wenn man die Scheiben irgendwo billig kriegt - und das dürfte bei dem Preisverfall nicht schwer sein - sollte man auf jeden Fall zugreifen.

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Ivo Scheloske hat geschrieben:
DVD am Aussterben, AM!!!!! ARSCH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: GAMERA GEGEN GAOS - Noriaki Yuasa
BeitragVerfasst: 04.08.2013 21:14 
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Plasmo hat geschrieben:
Harte Worte dafür, dass es gar keine Neusynchro ist, sondern die original Kinosynchro aus den 60ern. ;)

Ich glaube, die Aussage war eher generell auf die GAMERA-Vös bezogen - die meisten hatten ja Spätsynchros.

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 Betreff des Beitrags: Re: GAMERA GEGEN GAOS - Noriaki Yuasa
BeitragVerfasst: 05.08.2013 23:30 
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So isses! - Bin ziemlich sicher das nur der zweite den Weg nach Deutschland gefunden hat (und dann auch noch prompt als Godzilla verwurstet wurde), und das nur für den eine Kinosynchro existiert.
Zu meiner Einschätzung der Neusynchro habe ich vielleicht auch noch meine Erinnerung an die Neusynchros von "Varan" und "Ghidra" hinzugezogen. Würd dafür nicht meine Hand ins Feuer legen, ist halt schon eine Weile her. :roll: Kanns aber auch nicht checken weil ich seit 2 Monaten auf einer Reha bin und nur das bewerten kann was ich mir hierhin hab liefern lassen. Wie schon gesagt, Nr. 4 - 6 stehen hier. Konnt ich mir aber noch nicht anschauen. :(

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 Betreff des Beitrags: Re: GAMERA GEGEN GAOS - Noriaki Yuasa
BeitragVerfasst: 06.08.2013 10:47 
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DJANGOdzilla hat geschrieben:
Ich glaube, die Aussage war eher generell auf die GAMERA-Vös bezogen - die meisten hatten ja Spätsynchros.


Anscheinend nicht. ;)


astronomo hat geschrieben:
So isses! - Bin ziemlich sicher das nur der zweite den Weg nach Deutschland gefunden hat (und dann auch noch prompt als Godzilla verwurstet wurde), und das nur für den eine Kinosynchro existiert.


Falsch, es liefen seinerzeit ganze drei Gamerafilme in den deutschen Kinos:

Godzilla - Der Drache aus dem Dschungel (1966)
Gamera gegen Gaos - Frankensteins Kampf der Ungeheuer (1967)
Gamera gegen Jiggar - Frankensteins Dämon bedroht die Welt (1970)

Die DVDs zu dem '66er und dem '67er besitzen beide die alte deutsche Kinosynchro (einige wenige Szenen, die vorher geschnitten waren, besitzen Fetzen von Neusynchro). Die Synchro zu Jiggar ist leider verschollen, da der Film nie auf VHS rauskam und keine deutsche Kinorolle zu dem Film mehr existiert.

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Ivo Scheloske hat geschrieben:
DVD am Aussterben, AM!!!!! ARSCH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: GAMERA GEGEN GAOS - Noriaki Yuasa
BeitragVerfasst: 06.08.2013 19:48 
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Hast ja Recht...... :yes4: Respekt!
Hab's grad noch mal in "Japan-Die Monsterinsel " nachgeschlagen. :geek:

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 Betreff des Beitrags: Re: GAMERA GEGEN GAOS - Noriaki Yuasa
BeitragVerfasst: 01.06.2014 02:38 
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Hier ein paar Shots der Mill Creek US BD Blu-ray:

Bild Bild Bild Bild
Bild Bild Bild Bild

Weiter Infos und mehr Screenshots: post169261.html#p169261

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 Betreff des Beitrags: Re: GAMERA GEGEN GAOS - Noriaki Yuasa
BeitragVerfasst: 20.07.2014 21:54 
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Gamera - Frankensteins Monster aus dem Eis
Gamera gegen Barugon

bekommt man mittlerweile als kostengünstige Amaray Neuauflage in den Handelsketten. Habe 7,99 und 8,99 Euro dafür hingelegt. Man muss halt auf die vier Filmkarten verzichten. Beide Titel sind nun auch geprüft worden und mit FSK6 (Gamera - Frankensteins Monster aus dem Eis) und FSK12 (Gamera gegen Barugon) versehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: GAMERA GEGEN GAOS - Noriaki Yuasa
BeitragVerfasst: 05.03.2015 13:22 
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Alternativer Titel: Gamera gegen Gaos
Produktionsland: Japan
Produktion: Hidemasa Nagata, Masaichi Nagata
Erscheinungsjahr: 1967
Regie: Noriaki Yuasa
Drehbuch: Nisan Takahashi
Kamera: Akira Uehara
Schnitt: Tatsuji Nakashizu
Spezialeffekte: Kazufumi Fujii, Yuzo Kaneko
Musik: Tadashi Yamauchi
Länge: ca. 89 Min.
Freigabe: FSK 12
Darsteller:

Naoyuki Abe: Eichii Kanamura
Kojio Hongo: Shiro Tsutsumi
Kichiro Ueda: Tatsuemon Kanamura
Reiko Kasahara: Sumiko Kanamura
Taro Marui: Mite no Kuma
Yukitaro Hotaru: Hachiko
Yoshio Katahari: Dr. Aoki
Shin Minatsu: Okabe






Bei der Errichtung einer neuen Straße wird eine Riesenfledermaus erweckt. Diese richtet fortan Chaos in Osaka an. Die Wissenschaftler nennen das Monster (auf Grund einer Anweisung eines kleinen, fetten Jungen): Gaos. Als jeglicher Widerstand hoffnungslos scheint, kommt Gamera den Menschen zur Hilfe.

Noriaki Yuasa inszenierte 1967, für das Daiei-Studio: GAMERA GEGEN GAOS. Im Original heißt GAOS übrigens G(Y)AOS. Keine Ahnung wo das „Y“ geblieben sein soll, vielleicht hat Gamera es ja aufgefressen.

Den Namen G(Y)AOS, erhielt das Fledermausmonster von dem kleinen, dicken Bengel: Eiichi Kanamura. Angeblich klang der Schrei, den die Riesen-Microchiroptera ausstieß, nach GYAOS. Aber wer weiß schon, was der kleine Fettsack sich eingepfiffen hat, um solche Töne registrieren zu können? Jedenfalls zeigt sich das Blag als Allwissend und ist den Studierten jederzeit überlegen. Denn immer wenn es Stress und Ärger gibt, hat Eiichi die Lösung parat.


„G(y)aos hasst Licht!“ (Eiichi)


Eine Tatsache, die bei 90% der Filmfans verankert - und somit vollkommen normal ist - wird somit zum Manko des Monsters und zum Hoffnungsschimmer der bedrohten Menschheit.

Die DVD von Cult Movie Entertainment wurde mittlerweile von der FSK mit dem Siegel FSK 12 versehen und kann somit (für kleines Geld) im Kaufhaus ergattert werden. Bildtechnisch hat mir das dritte Gamera-Abenteuer gut gefallen. Auch hinsichtlich des Tons hat sich das Label (lobenswerter Weise) bei der guten alten deutschen Kinosynchro bedient. Diese wurde von der Berliner Synchron AG erstellt und bietet mit Jürgen Thormann, Wolfgang Draeger und Christian Rode das, was man von einer guten Synchro erwartet. Die defekten Stellen der Originalbänder wurden nachsynchronisiert.

Die Story des Films ist natürlich nichts Weltbewegendes und man bekommt das geboten, was man von einem solchen Film erwartet. Das Gesamtwerk ist kurzweilig angelegt und G(y)aos kann einige Bonuspunkte einfahren.

Fazit: Freunde von japanischen Monsterfilmen werden mit GAMERA GEGEN GAOS sehr gut unterhalten. Wer (innerhalb dieser Gruppierung) diesen Film noch nicht kennt, der sollte den auf jeden Fall Sachverhalt ändern. Denn Spaß macht das Teil ungemein.

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