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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: HANA-BI: FEUERBLUME - Takeshi Kitano
BeitragVerfasst: 21.01.2010 14:54 
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Der Ex-Cop Nishi (Takeshi) überfällt eine Bank. Er begleicht mit dem erbeuteten Geld seine Schulden bei der Yakuza, beschenkt seinen ehemaligen Kollegen Horibe, der, seit er im Einsatz angeschossen wurde, im Rollstuhl sitzt, und finanziert eine letzte große Reise für seine todkranke Frau. Die Reise führt zum Fujisan, doch ist sie nicht von langer Dauer, da der Frieden ein Ende findet, als Yakuza und Polizei eintreffen. (Quelle: OFDB.DE)

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Für mich nicht nur Takeshi Kitanos Meisterwerk (obwohl er viele echt geniale Filme gemacht hat), sondern überhaupt einer der besten Filme aller Zeiten. 10/10
Was sagt Ihr?

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 Betreff des Beitrags: Re: HANA-BI: FEUERBLUME - TAKESHI KITANO
BeitragVerfasst: 21.01.2010 15:08 
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Großartiger Film! Mein persönlicher Favorit von Kitano ist zwar SONATINE, HANA-BI kommt aber ganz knapp dahinter.

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 Betreff des Beitrags: Re: HANA-BI: FEUERBLUME - TAKESHI KITANO
BeitragVerfasst: 21.01.2010 15:48 
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Starker Film. Mit aller Konsequenz durchgezogen. Takeshi Kitano, der Meister des schauspielerischen Minimalismus. Manchmal frage ich mich jedoch, ob der Mann nicht einfach nur ein cleverer Scharlatan ist! (Nicht in Bezug auf seine Fähigkeiten als Regisseur!)

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 Betreff des Beitrags: Re: HANA-BI: FEUERBLUME - Takeshi Kitano
BeitragVerfasst: 21.01.2010 16:06 
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Uff, als ich den damals im Kino konnte ich garnix mit dem anfangen...

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 Betreff des Beitrags: Re: HANA-BI: FEUERBLUME - Takeshi Kitano
BeitragVerfasst: 21.01.2010 16:13 
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Zitat:
Manchmal frage ich mich jedoch, ob der Mann nicht einfach nur ein cleverer Scharlatan ist!


Das habe ich mich auch schon öfters gefragt. Aber schau dir mal BLOOD & BONES an, dann hast du kaum noch Fragen. (Kitano erlitt ja vor einigen Jahren einen schweren Motorradunfall, seitdem hat er das charakteristische Zucken im Gesicht - was seinem Minimalismus eine, wenn auch unfreiwillige, Würze zukommen lässt.)

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 Betreff des Beitrags: Re: HANA-BI: FEUERBLUME - Takeshi Kitano
BeitragVerfasst: 21.01.2010 18:09 
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TRAXX hat geschrieben:
Uff, als ich den damals im Kino konnte ich garnix mit dem anfangen...


Ich schon. Hab den (wie auch "Violent Cop", "Sonatine" und "Brother") im Kieler Trauma-Kino damals gesehen und die genannten 4 haben mir allesamt gefallen. Zu Hause habe ich allerdings keinen der Filme.


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 Betreff des Beitrags: Re: HANA-BI: FEUERBLUME - Takeshi Kitano
BeitragVerfasst: 21.01.2010 18:13 
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Ich mach es jetzt mal kurz und kann mich den Vorpostern nur anschließen: wirklich sehr guter - ach was! - überragender Film. Gefällt mir von den Kitano-Filmen die ich bisher kenne am besten.

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 Betreff des Beitrags: Re: HANA-BI: FEUERBLUME - Takeshi Kitano
BeitragVerfasst: 21.01.2010 18:19 
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Mit Kitanos Filmen wurd ich leider nie warm, ausser mit BROTHER, den fand ich wirklich gelungen.

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 Betreff des Beitrags: Re: HANA-BI: FEUERBLUME - Takeshi Kitano
BeitragVerfasst: 22.01.2010 11:56 
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TRAXX hat geschrieben:
Mit Kitanos Filmen wurd ich leider nie warm, ausser mit BROTHER, den fand ich wirklich gelungen.


Der gehört für mich zu seinen schlechtesten. Aber so verschieden sind die Geschmäcker!
Toll finde ich übrigens auch KIKUJIRO. Ist jetzt weder Krimi noch Thriller, sondern mehr oder weniger ein Buddy-Road-Movie zwischen einem erwachsenen Mann (Takeshi selbst) und einem kleinen Jungen, dennoch aber kein Kinderfilm, wie ich finde.
Der geht so richtig ans Herz und ist toll erzählt. Joe Hisaishis Soundtrack hierzu ist ebenfalls ein Wucht!

Auch richtig super sind: A SCENE AT THE SEA und TAKESHIS.

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 Betreff des Beitrags: Re: HANA-BI: FEUERBLUME - Takeshi Kitano
BeitragVerfasst: 22.01.2010 16:55 
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BROTHER finde ich auch am schwächsten.

Meine Kitano-Faves:

1. SONATINE
2. HANA-BI
3. ZATOICHI
4. KIKUJIRO
5. A SCENE AT THE SEA
6. KID´S RETURN
7. VIOLENT COP

BOILING POINT ist auch nicht übel, aber sehr speziell. DOLLS gefällt mir zwar gut, steht aber irgendwie außerhalb. Und natürlich BLOOD & BONES, aber da hat er ja nicht Regie geführt, sondern ist der Hauptdarsteller.

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 Betreff des Beitrags: Re: HANA-BI: FEUERBLUME - Takeshi Kitano
BeitragVerfasst: 22.01.2010 17:08 
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Von "Zatoichi" war ich ein wenig enttäuscht. Nun lehne ich auf modern getrimmte Filme nicht aus Prinzip ab, jedoch sind mir die alten Zatoichi Filme lieber (wobei ich leider nur zwei oder drei gesehen habe, was bereits ewig her ist). Naja, in einem Interview sagt Kitano eindeutig, dass er mit seiner Zatoichi Version ein junges Publikum erreichen wollte. Das ist ihm sicherlich gut gelungen. Wirklich "schlecht" ist der Streifen sowieso nicht, vermutlich war meine Erwartungshaltung einfach unpassend.

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 Betreff des Beitrags: Re: HANA-BI: FEUERBLUME - Takeshi Kitano
BeitragVerfasst: 24.01.2010 14:07 
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Die alten Zatoichi-Filme sind natürlich unerreicht. Kitanos Remake ist auch eher als Variation des Themas zu werten, so sieht er das auch selber. Innerhalb seines Filmographie mag ich den Fim aber trotzdem sehr gern, auch wenn er Schwächen hat.

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 Betreff des Beitrags: HANA-BI - Takeshi Kitano
BeitragVerfasst: 18.11.2013 13:22 
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Produktionsland: Japan
Produktion: Masayuki Mori, Yasushi Tsuge, Yoshito Yamazaki, Takio Yoshida
Erscheinungsjahr: 1997
Regie: Takeshi Kitano
Drehbuch: Takeshi Kitano
Kamera: Hideo Yamamoto
Schnitt: Takeshi Kitano, Yoshinori Ohta
Musik: Joe Hisaishi
Länge: ca. 98 Minuten
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Takeshi Kitano, Kayoko Kishimoto, Ren Ôsugi, Susumu Terajima, Tetsu Watanabe, Hakuryu, Yasuei Yakushiji, Taro Istumi, Kenichi Yajima, Makoto Ashikawa, Yuuko Daike, Edamame Tsumami


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Nishi Yoshitaka ist ein Zivilfahnder dessen Frau unheilbar krank und sein Partner im Dienst niedergeschossen und fortan querschnittsgelähmt ist. Zu allem Überfluss hat Yoshitaka auch noch Schulden…

Als ich vor vielen Jahren „Hana-Bi“ zum ersten male sichtete hinterließ der Film bei mir einen uninteressanten und langweiligen Eindruck. Erst viele Jahre später, sprich mit dem heutigen Tage habe ich die Klasse des Films erkannt und verstehe warum „Hana-Bi“ zu recht mit Filmpreisen und Nominierungen überhäuft wurde. „Hana-Bi“ bringt das- was viele andere Filme erfolglos versuchen- unmissverständlich und in einer einzigartigen Genialität auf den Punkt. Takeshi Kitano lässt Leben, Tod und Liebe zu einem Begriff werden in dem sich zusätzlich Verbitterung, Enttäuschung, Aussichts- und Ausweglosigkeit breit machen. Getragen von Melancholie, Sentimentalität auf der einen und einem abgrundtief Bösen auf der anderen Seite.

„Ich leg dich um, du Scheißkerl!“
„Versuch es, Yakuza-Knecht.“

Takeshi Kitano nutzt anstatt des Lärms (der innerhalb der Actionmomente zum gängigen Begleiter des Kinos wurde) die Kraft der Stille. Der Tod bzw. die Bilder vom Sterben erlangen auf diese Weise eine noch stärkere Intensität. Dieses lässt eine depressive und aussichtslose Situation vermitteln in der die Leidenden den Weg zum nicht mehr auffindbaren Glück suchen. Inmitten einer solchen Darbietung gelingt es nicht allein dem Regisseur Kitano zu brillieren. Auch der Schauspieler Kitano zeigt hier eine von Genialität gezeichnete Leistung. Dazu gesellen sich zwei weitere einzigartig gute Mimen namens Kayoko Kishimoto und Ren Osugi. Die Perfektion seiner Darsteller wird zusätzlich von den brillanten Bildern eines Hideo Yamamoto untermauert. Optisch ist der Film ein wahrer Genuss und die Leere des Menschen wird in jeder Situation überzeugend vermittelt

Takeshi Kitano präsentiert als Nishi Yoshitaka einen Charakter, der im wahrsten Sinne als lakonisch daher kommt. Yoshitaka redet so gut wie nie, er lässt Blicke für sich sprechen. Doch man sollte niemals den Gedanken daran verschwenden, dass der Charakter Yoshitaka der eines Menschen ist der Alles mit sich machen lässt. Yoshitaka handelt blitzartig und aus dem Bauch heraus. Erfordert es die Situation so wird aus dem schweigsamen und traurigen Menschen eine brutale Bestie. Bei genauem Betrachten fällt unweigerlich auf, dass ein Teil des Charakters Yoshitaka in vielen Menschen steckt. Menschen die in Traurigkeit vor sich hin vegetieren und einfach nur ihre Ruhe wollen. Sollte man dieses nicht beachten so wehrt sich die Person in einer nicht erwarteten und knallharten wie brutalen Weise zum Selbstschutz, welche die Person am Ende in Selbstzweifel und Schuldgefühle zurückwirft.

Die Handlung des Films lässt sich als ein menschliches Drama definieren, welches begleitend die Gesellschaft anklagt, die für den Zustand des Menschen verantwortlich ist. Ein Film der den Cineasten zu Begeisterungsstürmen- und das Mainstreamvolk zum Abschalten bewegen wird.

Fazit: Liebe, Leben, Tod und Trauer als Zeichen einer rüden Gesellschaft. Ein Film der zwischen Traurigkeit und Brutalität pendelt. Japanische Kinokultur für Fortgeschrittene oder besser gesagt: geballte Kunst und Genialität in Einem.

9/10

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 Betreff des Beitrags: Re: HANA-BI - Takeshi Kitano
BeitragVerfasst: 19.11.2013 05:27 
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sehr gut beschrieben! ich hab ihn zwar erst einmal gesehn, aber fand ihn gleich überragend :D

www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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 Betreff des Beitrags: Re: HANA-BI - Takeshi Kitano
BeitragVerfasst: 20.11.2013 12:38 
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Großartiger Film, eine meiner ganz wenigen "Zehnen von zehn"... Soundtrack von Hisaishi ebenfalls spitzenklasse!

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 Betreff des Beitrags: Re: HANA-BI - Takeshi Kitano
BeitragVerfasst: 23.11.2013 11:32 
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Muss die DVD mal wieder aus dem Regal ziehen. Fand den Film damals sehr kraftvoll und berührend.

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 Betreff des Beitrags: Re: HANA-BI - Takeshi Kitano
BeitragVerfasst: 22.01.2014 10:45 
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Blap hat geschrieben:
Muss die DVD mal wieder aus dem Regal ziehen. Fand den Film damals sehr kraftvoll und berührend.


Solltest du wirklich tun, es lohnt sich.

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