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 Betreff des Beitrags: KILL - Kihachi Okamoto
BeitragVerfasst: 01.12.2013 13:46 
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Alternativer Titel: Kiru
Produktionsland: Japan
Produktion: Tomoyuki Tanaka
Erscheinungsjahr: 1968
Regie: Kihachi Okamoto
Drehbuch: Kihachi Okamoto, Akira Murao
Kamera: Rokuro Nishigaki
Schnitt: Yoshitami Kuroiwa
Musik: Masaru Satô
Länge: ca. 115 Min.
Freigabe: FSK 12
Darsteller: Tatsuya Nakadai, Etsushi Takahashi, Naoko Kubo, Shigeru Kôyama, Akira Kubo und Seishiro Kuno


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Genta und Hanjiro kommen nach langer Wanderschaft ausgehungert in einem Dorf an. Der eine der beiden war früher Bauer und will nun Samurai werden, der andere war Samurai und ist nun als Yakuza aktiv. Die beiden Männer sind zwar in ihrer Ansicht grundverschieden, trotzdem lassen sich auch Gemeinsamkeiten ausmachen. Allerdings geraten sie in einen Krieg zwischen zwei rivalisierenden Kumi und finden sich auf unterschiedlichen Seiten wieder.

Zwei Jahre nach „Sword of Doom“ drehte Kihachi Okamoto den Film „Kiru“ bzw. „Kill“. Was beide Filme verbindet ist, dass die Position des Samurai in Frage gestellt wird. Innerhalb „Sword of Doom“ zeigte Okamoto den Samurai als nutzlose Tötungsmaschine, bei „Kill“ stellt Okamoto die Werte des Samurai in Frage. Hierbei konzentriert sich der Ablauf darauf die Situation mit einem tiefsinnigen und schwarzen Humor zu untermauern. Anders als bei „Sword of Doom“ auf eine düstere und illusionslose Atmosphäre zu setzen. Dieses soll jedoch nicht bedeuten, dass „Kill“ gänzlich auf eben jene depressive Düsternis verzichtet, denn der Start vermittelt ein durchaus illusionsloses Bild, welches sich jedoch mit sarkastischen Untertönen kleidet und so in seiner Depressivität etwas entkräftet wird.


„Wo kein Unkraut gedeiht, können keine Yakuza leben.“


Die Ehrenhaftigkeit des Samurai, die Unehrenhaftigkeit des Yakuza… was nun letztendlich ehrenhaft oder unehrenhaft ist, liegt im Ermessen des Betrachters. Okamoto stellt jedenfalls einige Prinzipien in Frage und lässt diese offen zurück. Für den Zuschauer heißt es nun: das was er gesehen und gehört hat, zu seinem eigenen Bild zu konstruieren. Ob sich dieses mit Okamotos Bild deckt ist dessen freie Entscheidung. Aus meiner persönlichen Sicht gibt es nur eine Denkweise und diese kommt der von Okamoto sehr nah.

Handlungstechnisch bedient sich Okamoto am Kurosawa-Stoff und lässt sich innerhalb dessen „Yojimbo“ nieder. Auch wenn die Darstellerriege keinen Toshiro Mifune auffahren kann, so muss man den Darstellern aus „Kill“ trotzdem ein großes Lob aussprechen, denn Tatsuya Nakadai und Etsushi Takahashi machen innerhalb ihrer Parts einen sehr guten Eindruck.

Fazit: Ein sehr interessanter Beitrag aus Japan über die Themen Ehre und Menschlichkeit.

8,5/10

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 Betreff des Beitrags: Re: KILL - Kihachi Okamoto
BeitragVerfasst: 02.12.2013 20:21 
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Wie íst das mit deinen ganzen Yakuza/Samurai vorstellungen, die sind alle nur OMU oder ???

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 Betreff des Beitrags: Re: KILL - Kihachi Okamoto
BeitragVerfasst: 02.12.2013 20:37 
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reggie hat geschrieben:
Wie íst das mit deinen ganzen Yakuza/Samurai vorstellungen, die sind alle nur OMU oder ???


ich bin zwar nicht sid aber

ja der Großteil ist nur OmU
Viele dieser Filme wurden von Rapid Eye Movies rausgebracht die bei den meisten Asiatischen Filme nur die Orginaltonspur und Deutsche Subs haben.
Der Großteil solcher werke wird wohl auch nie eine deutsche Tonspur besitzen.


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 Betreff des Beitrags: Re: KILL - Kihachi Okamoto
BeitragVerfasst: 02.12.2013 21:48 
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Minos hat geschrieben:
Der Großteil solcher werke wird wohl auch nie eine deutsche Tonspur besitzen.


Was auch gut so ist. Diese Filme verlieren einiges an Atmosphäre, wenn sie (meistens schlecht!) synchronisiert werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: KILL - Kihachi Okamoto
BeitragVerfasst: 02.12.2013 22:22 
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reggie hat geschrieben:
Wie íst das mit deinen ganzen Yakuza/Samurai vorstellungen, die sind alle nur OMU oder ???


Hatte ich zuerst auch meine Bedenken. Mittlerweile bin ich froh dass ich die japanische Tonspur nutzen "muss". Die Japaner haben eine sehr emotionale Art zu reden, dass wirkt sich sehr positiv auf den Film aus.

Der Großteil der Rapid Eye Titel sind deutsch untertitelt. Ausnahmen sind Sasori 1 und 2 sowie Tokyo Drifter, diese Filme haben auch eine deutsche Tonspur.

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