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 Betreff des Beitrags: TSCHANG FU – DER TODESHAMMER - Jimmy Shaw Feng, Lee Tso-Nam
BeitragVerfasst: 15.07.2016 12:32 
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TSCHANG FU – DER TODESHAMMER

Produktionsland: Hongkong
Produktion: Jimmy Shaw Feng
Erscheinungsjahr: 1978
Regie: Jimmy Shaw Feng, Lee Tso-Nam
Drehbuch: Cheung San-Yee
Kamera: Yeh Ching-Piao
Schnitt: Vincent Leung Wing-Chan
Musik: Stanley Chow Fook-Leung
Länge: ca. 95 Min.
Freigabe: FSK 18
Darsteller: Bruce Li Shao-Lung, Lo Lieh, Chan Wai-Lau, Tien Feng, Sit Hon, James Nam Gung-Fan, Lung Fong, Phillip Ko Fei, Suen Lam, Shih Ting-Ken, Ma Kei, Luk Chuen, Lee Kwan, Sham Chin-Bo, Lee Keung, Hau Pak-Wai, Ho Wai-Hung, Cho Kin, Yu Chung-Chiu, To Wai-Wo, Lee Fat-Yuen, Sun Yueh, Lau Yau-Bun, Sit Cheung-Man, Robert Tai Chi-Hsien, Wong Chi-Sang, Wong Fei, Lam Chung, Tsang Ming-Cheong


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Chen Shen (Tschang Fu) kommt nach Shanghai um das Grab seines Bruders Chen Zhen zu besuchen. Damit ist der Ärger auch schon im vollen Gange. Die Japaner haben sich in Shanghai breit gemacht, und wollen alle chinesischen Kampfschulen vernichten. Doch Miyamoto und seine Leute haben die Rechnung ohne Chen Shen gemacht. Es beginnt ein Kampf auf Leben und Tod.

TSCHANG FU – DER TODESHAMMER ist der erste Titel aus der „Asia Line Reihe“ und – im wahrsten Sinne des Wortes - ein „Hammerauftakt. Die DVD bietet die Möglichkeit, wie man es aus der „Eastern Limited Collection“ von Savoy kennt, den Film mit einer mit einer Trailershow zu starten. Dabei werden die Kinotrailer zu BRUCE LEE SUPERSTAR und 18 KÄMPFER AUS BRONZE geboten. Anschließend öffnet sich der Vorhang für ein reinrassiges Bahnhofskino. It´s Bruceploitation-Time.

Jimmy Shaw Feng und Lee Tso-Nam drehten 1977 für die „Hong Kong Alpha Motion Picture Co.“ mit CHINESE CONNECTION 2, die Fortsetzung zu Lo Weis FIST OF FURY (TODESGRÜßE AUS SHANGHAI). Der Film startet mit der Beisetzung von Chen Zhen (Bruce Lee). Diese Momente erinnern an der Auftakt von TODESGRÜßE AUS SHANGHAI und machen schlagartig klar, dass hier die Fortsetzung zum genannten Bruce Lee-Kracher in die Startlöcher geht. Die beiden Filme ähneln sich inhaltlich und TSCHANG FU – DER TODESHAMMER muss sich nicht (unbedingt) hinter seinen phänomenalen Vorgänger verstecken. Mit Bruce Li Shao-Lung schicken die Regisseure und Produzenten auch gleich den besten aller Bruce-Klone ins Rennen. Bruce Li Shao-Lung kopiert den „echten Bruce“ zwar in Mimik und Gestik, wirkt allerdings nicht wie eine – zum Lachen animierende - Kopie. Für solche Zwecke ist eher (der grandiose) Huang Kin-Lung (Bruce Le) zuständig.

Bruce Li Shao-Lung macht als Chen Shen (Tschang Fu) keine Gefangenen. Er taktiert und teilt (wenn es nötig ist) gewaltig aus. Der Mann ist einfach klasse. Ein Handkanten-Killer den ich besonders schätze. Das der Film eine fast identische Story – wie die von TODESGRÜßE AUS SHANGHAI aufweist - ist mir scheissegal.

Die Besetzungsliste bietet, neben Bruce Li Shao-Lung, Lo Lieh als dessen Gegenspieler. Gewohnt souverän und fies. Unterstützt wird Lo Lieh von Hausnummern wie Phillip Ko Fei, Luk Chuen und Lee Keung. Typen die jeden Eastern - allein durch ihre Präsenz - aufwerten.

Fazit: Brutal, kompromiss- und humorlos. Einer der Gründe warum ich Bruceploitation so liebe. Geiler Film.

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 Betreff des Beitrags: Re: TSCHANG FU – DER TODESHAMMER - Jimmy Shaw Feng, Lee Tso-Nam
BeitragVerfasst: 15.07.2016 17:55 
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Hab die VÖ ebenfalls vor Kurzem goutiert und kann Sids Ausführungen nur beipflichten: TSCHANG FU – DER TODESHAMMER ist nicht nur eine direkte, sondern eine äußerst gelungene Fortsetzung von TODESGRÜSSE AUS SHANGHAI.

Die DVD präsentiert den Film erstmals komplett uncut und im korrekten Widescreen-Format. Dazu hat man eine völlig ledierte spanische Kinorolle abgetastet und deren (wenige) Fehlstellen wurden mit dem deutschen Widescreen-Tape bzw. mit einer US-Vollbild-Fassung aufgefüllt, was wirklich gut gelungenen ist, wie ich finde.
Der Film kommt durch die gegebenen Umstände in einem imho völlig angebrachtem Grindhouse-Look daher - es wimmelt nur so von Verschmutzungen und Rissen im Material. Ich liebe das ja!
Schade dass man nicht trotzdem auf Blu-ray ausgewertet hat, aber wahrscheinlich hatte man Angst vor den Mecker-Heinis, die nicht kapieren dass auch solche eine Qualität HD-würdig rausgebracht werden kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: TSCHANG FU – DER TODESHAMMER - Jimmy Shaw Feng, Lee Tso-Nam
BeitragVerfasst: 15.07.2016 18:13 
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Da gebe ich dir recht, es mäckern ja so schon leute über die verschmutzungen usw.
Manche kapieren es halt nie,genauso das es kein besseres material gibt, ich für meinen teil
bin unheimlich froh das er uncut draussen ist und hoffe auf weitere
easternperlen!


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 Betreff des Beitrags: Re: TSCHANG FU – DER TODESHAMMER - Jimmy Shaw Feng, Lee Tso-Nam
BeitragVerfasst: 15.07.2016 22:02 
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Ich kann mich nur anschließen. Ich finde die Verschmutzungen sehr angenehm. Es wird ein authentisches Kinoerlebnis vermittelt.

Es ist klar, dass Viele das nicht schnallen und ggf. nach Filterorgien schreinen.
Die würden wohl auch für den Brexit stimmen.

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 Betreff des Beitrags: Re: TSCHANG FU – DER TODESHAMMER - Jimmy Shaw Feng, Lee Tso-Nam
BeitragVerfasst: 16.07.2016 16:51 
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Ich finde es allerdings sehr störend, wenn die Verantwortlichen sich ihre alten Kopien vor der
Abtastung noch nicht einmal genau ansehen und es eher nach dem Motto geht "für einmal
Durchlaufen wird es schon reichen".

Z.B. werden alte Klebestellen nicht erneuert, so dass unnötige grosse Bildwackler entstehen,
was bei grosser Anzahl über den Film verteilt ziemlich nervt. Bei einer korrekt ausgeführten
Klebestelle, Bildstrich an Bildstrich geklebt, wäre nämlich kaum etwas davon zu sehen.
Bild- und Tonsprünge, die entstehen, wenn zig Filmbilder fehlen, können allerdings nicht repariert werden.
Auch unschön ist, wenn bei jedem Szenenwechsel der einkopierte weisse Bildstrich zu sehen
ist, den man im Kino durch Drehen des Bildstrichreglers einfach in den schwarzen Leinwandkasch
projieziert hat.
So geschehen z.B. bei "Chen Sing der Superhammer", da gibt es ja sogar zwei Bildversionen.

Laufstreifen, wie sie nach sehr vielen Kinovorstellungen auftreten, sind auf die billige Art nicht
zu entfernen ohne dass die Bildschärfe leidet. Verschmutzungen können jedoch mit etwas
Mühe wenigstens abgemildert werden.

Ein Beispiel für eine sehr grenzwertige VÖ bzgl. alter Kinokopien war für mich lange Zeit
"Harushi" von Retrofilm. Als ich dann allerdings den inhaltlich sehr guten "Showdown at the Cotton Mill" von Rarescope sah, wurde ich eines besseren belehrt.

Ich vermute mal, dass "Tschangfu" von all dem weit entfernt ist!?


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