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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 14.02.2010 21:50 
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Im Jahr 1795 schrieb der Marquis de Sade "Die Philosophie im Boudoir".

1970 entstand auf der Basis dieses Werks Jess Francos Film "Die Jungfrau und die Peitsche", der nach seinem Kinoeinsatz hierzulande quasi als verschollen galt, aber vor einigen Jahren bei EPIX mit einer 16er-Freigabe auf DVD erschien.

1980 befasste ich Franco erneut mit diesem Stoff. In den 10 Jahren dazwischen hatte Onkel Jesus sich einen Ruf als Erotomane schwer erarbeitet. Absehbar also, dass es hier mehr in die vollen gehen könnte.

Alberto de Rosa und seine nymphomanische Stiefschwester Alba bringen die minderjährige Eugenie (in der deutschen Fassung: Lolita!) in ihr Ferienhaus auf einer abgelegenen Insel, wo Drogen eingeworfen werden, wo vergewaltigt und ausgepeitscht wird. Und gemordet wird auch, denn Alberto hat einen ziemlichen Hau weg und neigt dazu, Frauen am Strand aus dem Sand nachzumodellieren und sie anschließend umzubringen...

In der spanischen Version 94 Minuten lang, wurde der Film für den deutschen Markt von Carl Spiehs für seinen Residenz-Verleih gekauft (nein, die Lisa-Film war an der Produktion nicht beteiligt) und bearbeitet. Die Kinofassung soll noch 77 Minuten gelaufen sein, die Videoversion bringt es auf 70, die RTL-TV-Ausstrahlung auf 64 Minuten. Die Musik, die im Original von Franco und Pablo Villa stammt, wurde komplett durch Mucke von Gerhard Heinz ersetzt (während des Vorspanns ist ganz kurz noch etwas Originalmusik zu hören), einige Szenen aus der 1977er Lisa-Produktion "Die Insel der 1000 Freuden" von Hubert Frank wurden als Traumsequenzen in den Film hereingeschnitten (dies betrifft die Lesben-Szenen mit Bea Fiedler als Traum von Lolita und die Szene, in der Otto Retzer Scarlett Gunden misshandelt, als Traumszene von Alba) und Lolita teilweise ein abmilderndes Voice-over verpasst. Und der Name der Titelfigur wurde natürlich von "Eugenie" in "Lolita" geändert, wofür wohl eher Nabokov herhalten musste als die gleichnamige Interpretin von Seemannsliedern...

In der RTL-Fassung ist die Retzer-Szene wiederum nicht mehr enthalten, bei Albas Tod hat sie keinem Schaum mehr vor dem Mund (zu trashig??) und die Figur Sultanas fehlt dort fast vollständig. Dies betrifft gleich die Anfangsszene, wo Sultana (Lina Romay, die hier schon etwas fülliger wurde) im Haus fiepend und angeleint auf die Ankunft von Alba und Alberto wartet und Alba anschließend ableckt, später weitere Szenen, die sie an der Leine zeigen und letztlich auch ihre Ermordung durch Alberto.

Dafür enthält die RTL-Ausstrahlung wiederum eine wichtige Szene, die in der Videofassung fehlt. Nach der Sexszene zwischen Alba und Eugenies Vater, die ja damit endet, dass Alba sagt, dass keine weiteren Treffen geben werde, kommt es eben doch zu einem solchen, wobei Alba Daddy auspeitscht, worauf er wieder sagt, dass er ohne sie nicht leben könne. Alba stellt daraufhin die Forderung, Alberto die Tochter zu überlassen, der Vater wehrt sich zwar zuerst, sie sei doch noch ein unschuldiges Kind, willigt dann aber doch ein. Dann setzt die Videofassung wieder mit der Szene ein, in der die Eltern Eugenie Alberto und Alba für den Ferienaufenthalt übergeben.


Die spanische Fassung, die ich vor langer Zeit in ziemlich schlechter Quali sah, ist insbesondere in den problematischen Sequenzen z.T. entschieden länger. Der Filmtitel lautet ja im Original "Eugenie - Historia de una perversion" und macht ja schon recht deutlich, dass wir uns hier auf adult terrain bewegen. Christian Keßler bezeichnet ihn als "one of Francos best works" und in der IMDB heisst es
Quote:
This film has some of the most erotic footage I have seen on film, particularly the seduction of Eugenie, shown entirely with closeups of the the lips, eyes, breast and pubic region
, womit der Autor nicht unrecht hat. Das führt zu dem großen Haken am Film. Eugenie/Lolita wurde gespielt von Katja Bienert, und die war damals just 14 Jahre alt. Schon hinsichtlich der "Schulmädchen vom Bahnhof Zoo" hatte ich mein Unverständnis über Katjas Mutter zum Ausdruck gebracht, und das gilt hier in weitaus stärkerem Maße. Eine 14-jährige (unabhängig davon, dass Katja älter aussah, als sie tatsächlich war und unabhängig davon, dass in de Sades Vorlage lt. der Wikipedia Eugenie erst 15 Jahre alt war) hat in einem Film mit dieser Thematik in dieser Umsetzung schlichtweg nichts zu suchen.

Und so bleibt letztlich ein sehr zwiespältiger Eindruck zurück. Katjas Alter scheint wohl auch ein (oder der) Grund zu sein, dass der Film anscheinend nicht mehr erhältlich ist.


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 Post subject: Re: Lolita am Scheideweg - Jess Franco
PostPosted: 15.02.2010 12:16 
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ugo-piazza wrote:

Und so bleibt letztlich ein sehr zwiespältiger Eindruck zurück. Katjas Alter scheint wohl auch ein (oder der) Grund zu sein, dass der Film anscheinend nicht mehr erhältlich ist.


Das einzige, was mir wiklich rätselhaft ist, dass Katjas Auftritt in "Schulmädchen-Report, 13. Teil - Vergiss beim Sex die Liebe nicht" 1980 (also im Gleichen Jahr laut OFDb) scheinbar kein Problem darstellt - Vieleicht liegt es mal wieder nicht nur am Inhalt, sonder am Ruf des Films...

Franco hat ja gerne recht junge Darstellerinen gehabt - Wenn mich nicht alles täuscht war Susan Hemingway auch erst 15 bei "Liebesbriefe einer portugiesischen Nonne" Und "Frauen für Zellenblock 9 (und wirkt auf mich - gerade in der Nonne - noch Kindlich Naiver als Bienert)

Peter

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 Post subject: Re: Lolita am Scheideweg - Jess Franco
PostPosted: 15.02.2010 22:24 
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kaeuflin wrote:
ugo-piazza wrote:

Und so bleibt letztlich ein sehr zwiespältiger Eindruck zurück. Katjas Alter scheint wohl auch ein (oder der) Grund zu sein, dass der Film anscheinend nicht mehr erhältlich ist.


Das einzige, was mir wiklich rätselhaft ist, dass Katjas Auftritt in "Schulmädchen-Report, 13. Teil - Vergiss beim Sex die Liebe nicht" 1980 (also im Gleichen Jahr laut OFDb) scheinbar kein Problem darstellt - Vieleicht liegt es mal wieder nicht nur am Inhalt, sonder am Ruf des Films...

Franco hat ja gerne recht junge Darstellerinen gehabt - Wenn mich nicht alles täuscht war Susan Hemingway auch erst 15 bei "Liebesbriefe einer portugiesischen Nonne" Und "Frauen für Zellenblock 9 (und wirkt auf mich - gerade in der Nonne - noch Kindlich Naiver als Bienert)

Peter


Es liegt sicherlich auch am Ruf, wobei ich SMR 13 nicht gesehen habe und daher über den Film nichts sagen kann.

Susan Hemingway war mir nun auch nicht so geläufig (wobei sie lt. wikipedia Deutsche ist, 1960 geboren wurde, und die beiden Filme 1977 entstanden), wobei ich die beiden genannten Filme eh nicht mag, da ist es einfach, zu sagen, dass der Film nur Müll ist. Dass ich "Eugenie" für durchaus gelungen halte, macht es erheblich schwieriger.
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 Post subject: Re: Lolita am Scheideweg - Jess Franco
PostPosted: 16.02.2010 09:51 
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ugo-piazza wrote:

Es liegt sicherlich auch am Ruf, wobei ich SMR 13 nicht gesehen habe und daher über den Film nichts sagen kann.

Susan Hemingway war mir nun auch nicht so geläufig (wobei sie lt. wikipedia Deutsche ist, 1960 geboren wurde, und die beiden Filme 1977 entstanden), wobei ich die beiden genannten Filme eh nicht mag, da ist es einfach, zu sagen, dass der Film nur Müll ist. Dass ich "Eugenie" für durchaus gelungen halte, macht es erheblich schwieriger.
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Bei Zellenblock 9 Kann ich dir da zustimmen, be Liebesbriefe nicht - helte den für einen der Besten Francos in der Dietrich Phase...

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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 31.10.2010 23:39 
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14 finde ich persönlich gerade noch so vertretbar, aber der Gesetzgeber sieht dies ja mittlerweile alles anders. Der SMR 13 ist allerdings sehr seltsam, mal vorsichtig formuliert.

Franco hat ja zahlreiche Filme dieser Art gedreht, aber bei den diversen unterschiedlichen Fassungen steige ich nicht mehr durch.
z.B. Jungfrauen Report, den habe ich 1996 noch im Kino gesehen, US Fassung mit niederländischen UT, der war aber wesentlich länger als die stark gekürzte US DVD Fassung. Vermutlich hab ich ihn in der Originalfassung gesehen, bin mir aber nicht sicher.


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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 26.11.2010 16:04 
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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 21.01.2011 12:08 
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Naja, da kann man drüber denken wie man will. Als Pier Giuseppe Murgia seinen Maladolescenza (Spielen wir Liebe) gedreht hat, waren Lara Wendel und Eva Ionesco gerade mal 12 Jahre alt....

Schaut mal in die USA, Traci Lords war 16 und Misty Regan 15 (manchen Quellen nach sogar erst 14) als sie ins Porno-Geschäft einstiegen.


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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 21.01.2011 20:21 
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film70 wrote:
Schaut mal in die USA, Traci Lords war 16 und Misty Regan 15 (manchen Quellen nach sogar erst 14) als sie ins Porno-Geschäft einstiegen.

Wobei, abgesehen von TL, bei der Thematik viel (fehl)spekuliert wurde. Kristara Barrington zb war nachgewiesen nie under age.

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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 22.01.2011 11:18 
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Bin ich pervers, weil mir Katja Bienerts Alter ob ihres Äußeren total egal war und ich einfach schlicht eines von Francos absoluten Meisterwerken in diesem Film gesehen habe?

Finde es jedenfalls irgendwie doch etwas schade, dass hier nur über dieses Thema und kaum über den Film an sich diskutiert wird. Und natürlich finde ich es auch schade, dass der Film wahrscheinlich nie in Deutschland auf DVD erscheinen wird aufgrund der Alterproblematik, die für mich in diesem Fall keine Problematik darstellt (und übrigens auch für meine fünf Mitgucker kein Problem darstellte) - und die deutsche Fassung aufgrund der obskuren Bastelei mit Fremdmaterial, der tollen Gerhard Heinz-Musik und der hervorragenden Synchro ja doch vollkommen einzigartig (toll) ist und ein echter Schatz wäre. Ehrlich gesagt besteht bei mir persönlich gar kein Bedarf, Francos Originalfassung zu sehen, wenn ich die deutsche Fassung haben kann, die mit ihren Eingriffen das "Franco-Feeling" eher transzendiert als abmindert. :mrgreen:

Nebenbei bemerkt finde ich Carolines Haltung zum Thema sehr interessant und an und für sich auch begrüßenswert.
Letztlich meine auch ich, dass sich ab 12, 13 aufwärts nicht pauschal festlegen lässt, in welchem Alter man in einem derartigen Film (und LOLITA AM SCHEIDEWEG ist schließlich kein Hardcore-Film, auch in der span. Fassung meinen Informationen nach nicht) mitspielen "darf" oder "kann". Wenn stichhaltige Informationen vorlägen, denen zufolge Katja Bienert als Folge ihrer Sexploitation-Karriere jahrelang von schweren persönlichen Problemen geplagt wurde, sähe die Sache vielleicht anders aus - aber nach jetzigem Stand scheint mir diese Kontroverse doch eher eine theoretische aus dem Reagenzglas zu sein. Ich möchte hier nicht bestehende Gesetze in Frage stellen, sondern lediglich von meiner Seite aus anmerken, dass mir nicht eingehen will, warum es per se verdammungswürdig sein soll, wenn eine 13- oder 14jährige in einem solchen Film mitspielt - oder viel eher, warum einem Mädchen (bei einem minderjährigen Jungen regt sich über sowas ja beinahe grundsätzlich keiner auf, was ich übrigens für durchaus bezeichnend und durchaus fragwürdig halte) in diesem Alter grundsätzlich diese Entscheidung abgenommen werden muss. Die Unterschiede in der geistigen und sexuellen Reife können in diesem Alter enorm sein, und es empfiehlt sich meiner ganz persönlichen Ansicht nach in solchen Fällen ganz besonders, sich ausschließlich auf den Einzelfall zu konzentrieren und auf Schlüssigeres als nur blanke Zahlen. Jedenfalls fühle ich mich heute als Publikum von LOLITA AM SCHEIDEWEG nicht verantwortlich und das Wissen um Katja Bienerts Minderjährigkeit schmälert meine Freude an dem großartigen Film nicht im Mindesten (steigert sie aber auch nicht...).

Übrigens meinte ich das oben auch ernst. M. E. wird diese ganze ängstliche Debatte alleine schon dadurch wirkungslos, dass Katja Bienert in ihren Filmen (bzw. LOLITA und SCHULMÄDCHEN VOM TREFFPUNKT ZOO, mehr kenne ich nicht) nun einmal wie ein Teenager aussieht und in Situationen verwickelt ist, in denen sich alles um den Verlust der Unschuld dreht (in LOLITA AM SCHEIDEWEGS sogar in einem durchaus düsteren, sadomasochistisch gefärbten Kontext), erwiesenermaßen ein Motiv, mit dem Pädophile in der Regel nichts anfangen können, da sie ja eben die "kindliche Unschuld" suchen. Dieses wenig appetitliche Detail wird in derartigen Debatten ja gerne vergessen.

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- Tim Lucas (im Zusammenhang mit diesem Artikel)

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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 22.01.2011 13:42 
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Komisch daß es keine vergleichbare Kontroverse um "Die Liebeshexen vom Rio Amore" gibt (vor 3 Tagen gesichtet) , immerhin stammt dieser Film aus dem selben Jahr und Bienert hat eine mindestens so explizite Sexzene wie bei "Lolita" ! Naja , wird wohl einfach nur am Titel liegen , oder an dem was man da hineininterpretieren kann oder will ! In beiden Filmen finde ich das dargestellte Menscheits-Bild wesentlich fragwürdiger als die Minderjährigkeit von Fräulein Bienert !


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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 22.01.2011 15:24 
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McKenzie wrote:
Bin ich pervers, weil mir Katja Bienerts Alter ob ihres Äußeren total egal war und ich einfach schlicht eines von Francos absoluten Meisterwerken in diesem Film gesehen habe?

Finde es jedenfalls irgendwie doch etwas schade, dass hier nur über dieses Thema und kaum über den Film an sich diskutiert wird. Und natürlich finde ich es auch schade, dass der Film wahrscheinlich nie in Deutschland auf DVD erscheinen wird aufgrund der Alterproblematik, die für mich in diesem Fall keine Problematik darstellt (und übrigens auch für meine fünf Mitgucker kein Problem darstellte) - und die deutsche Fassung aufgrund der obskuren Bastelei mit Fremdmaterial, der tollen Gerhard Heinz-Musik und der hervorragenden Synchro ja doch vollkommen einzigartig (toll) ist und ein echter Schatz wäre. Ehrlich gesagt besteht bei mir persönlich gar kein Bedarf, Francos Originalfassung zu sehen, wenn ich die deutsche Fassung haben kann, die mit ihren Eingriffen das "Franco-Feeling" eher transzendiert als abmindert. :mrgreen:



Keine Frage, der Film IST Franco gelungen, wobei die DF schon so manches abmildert (Nö, auch die spanische enthält kein HC), aber aufgrund der Fremdverwertung von Hubert Franks "Insel der 1000 Freuden" und der Heinz-Musik ja eigentlich schon wieder ein eigenes Werk darstellt.


@OB: Was ist denn nun wieder "Die Liebeshexen vom Rio Amore"??? Ich kenn nur "Die Liebeshexen vom Rio Cannibale" von Mulargia mit Anthony Steffen und Ajita Wilson oder "Die nackten Superhexen vom Rio Amore" von Onkel Jess mit dr Katja und Uschi Buchfellner, der stets wirkt, als sei er aus zwei verschiedenen Filmen (der eine mit Uschi, der andere mit Katja) zusammenmontiert worden.


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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 22.01.2011 21:13 
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McKenzie wrote:
Bin ich pervers, weil mir Katja Bienerts Alter ob ihres Äußeren total egal war und ich einfach schlicht eines von Francos absoluten Meisterwerken in diesem Film gesehen habe?

Finde es jedenfalls irgendwie doch etwas schade, dass hier nur über dieses Thema und kaum über den Film an sich diskutiert wird. Und natürlich finde ich es auch schade, dass der Film wahrscheinlich nie in Deutschland auf DVD erscheinen wird aufgrund der Alterproblematik, die für mich in diesem Fall keine Problematik darstellt (und übrigens auch für meine fünf Mitgucker kein Problem darstellte) - und die deutsche Fassung aufgrund der obskuren Bastelei mit Fremdmaterial, der tollen Gerhard Heinz-Musik und der hervorragenden Synchro ja doch vollkommen einzigartig (toll) ist und ein echter Schatz wäre. Ehrlich gesagt besteht bei mir persönlich gar kein Bedarf, Francos Originalfassung zu sehen, wenn ich die deutsche Fassung haben kann, die mit ihren Eingriffen das "Franco-Feeling" eher transzendiert als abmindert. :mrgreen:

Nebenbei bemerkt finde ich Carolines Haltung zum Thema sehr interessant und an und für sich auch begrüßenswert.
Letztlich meine auch ich, dass sich ab 12, 13 aufwärts nicht pauschal festlegen lässt, in welchem Alter man in einem derartigen Film (und LOLITA AM SCHEIDEWEG ist schließlich kein Hardcore-Film, auch in der span. Fassung meinen Informationen nach nicht) mitspielen "darf" oder "kann". Wenn stichhaltige Informationen vorlägen, denen zufolge Katja Bienert als Folge ihrer Sexploitation-Karriere jahrelang von schweren persönlichen Problemen geplagt wurde, sähe die Sache vielleicht anders aus - aber nach jetzigem Stand scheint mir diese Kontroverse doch eher eine theoretische aus dem Reagenzglas zu sein. Ich möchte hier nicht bestehende Gesetze in Frage stellen, sondern lediglich von meiner Seite aus anmerken, dass mir nicht eingehen will, warum es per se verdammungswürdig sein soll, wenn eine 13- oder 14jährige in einem solchen Film mitspielt - oder viel eher, warum einem Mädchen (bei einem minderjährigen Jungen regt sich über sowas ja beinahe grundsätzlich keiner auf, was ich übrigens für durchaus bezeichnend und durchaus fragwürdig halte) in diesem Alter grundsätzlich diese Entscheidung abgenommen werden muss. Die Unterschiede in der geistigen und sexuellen Reife können in diesem Alter enorm sein, und es empfiehlt sich meiner ganz persönlichen Ansicht nach in solchen Fällen ganz besonders, sich ausschließlich auf den Einzelfall zu konzentrieren und auf Schlüssigeres als nur blanke Zahlen. Jedenfalls fühle ich mich heute als Publikum von LOLITA AM SCHEIDEWEG nicht verantwortlich und das Wissen um Katja Bienerts Minderjährigkeit schmälert meine Freude an dem großartigen Film nicht im Mindesten (steigert sie aber auch nicht...).

Übrigens meinte ich das oben auch ernst. M. E. wird diese ganze ängstliche Debatte alleine schon dadurch wirkungslos, dass Katja Bienert in ihren Filmen (bzw. LOLITA und SCHULMÄDCHEN VOM TREFFPUNKT ZOO, mehr kenne ich nicht) nun einmal wie ein Teenager aussieht und in Situationen verwickelt ist, in denen sich alles um den Verlust der Unschuld dreht (in LOLITA AM SCHEIDEWEGS sogar in einem durchaus düsteren, sadomasochistisch gefärbten Kontext), erwiesenermaßen ein Motiv, mit dem Pädophile in der Regel nichts anfangen können, da sie ja eben die "kindliche Unschuld" suchen. Dieses wenig appetitliche Detail wird in derartigen Debatten ja gerne vergessen.

Volle Zustimmung, McK.
Wir leben seit den 00er-Jahren in einem konservativ geprägtem Roll-Back, welches fast schon so radikal und prüde anmutet wie die 50er-Jahre.
Da geht man in einen "abgefahrenen psychosexuellen Thriller" (mit erwachsenen Darstellern) und sieht nicht eine nackte Brust!! Da verwundert es kaum, dass jugendliche Nacktheit zur 8. Todsünde erhoben wird.

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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 22.01.2011 22:56 
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Katja Bienert hat sich ja in späteren Interviews positiv zu ihren Frühwerken geäußert, übrigens wie die meisten jungen Schauspielerinnen. Die meisten, nicht alle.

Aber wer hätte vor 10 Jahren gedacht, daß die Neuauflage der Schulmädchen Filme schon auf wackeligen Beinen stehen würde. Immerhin ist sie vor der Neufassung des Gesetzes herausgekommen.

Oder das Oswald Kolle Filme - bei der Ausstrahlung auf Pro Sieben vor etwa 2 Jahren - Beschwerdemails und Protestanrufe nach sich ziehen würden ?

Hatte das Vergnügen Oswald Kolle ein paar Monate vor seinem Tod in Amsterdam in einem Kiosk zu treffen.

Er war auch ziemlich verbittert darüber, wie sich sein freigewähltes einstmals liberales Exil gewandelt hat.

Ja, in Teilen sind wir schon wieder in den 50ern.

Wer seinen Frust darüber zum Ausdruck bringen kann, der kann dies ja hier bei uns tun:
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Aber ich will nicht wieder den Threadtitel aus den Augen verlieren.

Ich kann mir in D auch keine Neuauflage des Films vorstellen. Zumal jetzt auch die CH bei den EU § nachzieht. Dies ist paradox, weil die Schweizer sich ja jahrelang quergelegt haben, damit sie ihr Recht nicht anpassen müssen.


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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 23.01.2011 02:14 
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ugo-piazza wrote:
...aber aufgrund der Fremdverwertung von Hubert Franks "Insel der 1000 Freuden" und der Heinz-Musik ja eigentlich schon wieder ein eigenes Werk darstellt.


Eben das macht die "Unveröffentlichbarkeit" des Films zu einer noch größeren Tragödie. Natürlich würde ich die spanische Fassung gerne mal sehen, zum Vergleich und auch, um deine Ausführungen für mich zu überprüfen, doch ich glaube kaum, dass sie mir so gut gefallen würde wie die Deutsche. Wo Gerhard Heinz aufspielt, hat Franco zu schweigen (da der Score des Originals m. W. zu allem Überfluss ja auch noch von ihm selbst stammt).

TRAXX wrote:
Wir leben seit den 00er-Jahren in einem konservativ geprägtem Roll-Back, welches fast schon so radikal und prüde anmutet wie die 50er-Jahre.


Diese Empfindung teile ich absolut. Und man muss gar nicht bis zur LOLITA AM SCHEIDEWEG gehen, um das im Kino festzustellen: Vor kurzem sah ich DER LETZTE SCHÖNE HERBSTTAG im Kino, eine (fürchterliche) deutsche Beziehungs"komödie" - was da an Verklemmtheit und freimütig zelebriertem Jungspießertum präsentiert wurde, reicht schon aus. Hatte in der Tat etwas vom 50iger-Mief an sich. Das Schlimme dabei ist auch, dass die political correctness - deren ursprüngliche Motivation schließlich ihre Richtigkeit hat - inzwischen zur Manie geworden ist und für diesen konservativen Trend arbeitet. Und an diesem Punkt kommen dann auch die allmächtigen Medien ins Spiel.

TRAXX wrote:
Da geht man in einen "abgefahrenen psychosexuellen Thriller" (mit erwachsenen Darstellern) und sieht nicht eine nackte Brust!! Da verwundert es kaum, dass jugendliche Nacktheit zur 8. Todsünde erhoben wird.


Ja. Wir nähern uns hier langsam amerikanischen Verhältnissen an - lange Zeit habe ich überhaupt nicht verstanden, warum IMDB-User in ihren Reviews von z. B. Eurokultfilmen immer so ausdrücklich und mehrmals auf "full frontal nudity" usw. hinweisen müssen - irgendwann kam mir dann die Erleuchtung: Die entsprechenden Reviews stammten fast immer von amerikanischen oder britischen Usern...
(Du spielst übrigens nicht zufällig auf den unfassbar verklemmten BLACK SWAN an, oder?)

Caroline Kaiser wrote:
Katja Bienert hat sich ja in späteren Interviews positiv zu ihren Frühwerken geäußert, übrigens wie die meisten jungen Schauspielerinnen. Die meisten, nicht alle.


Sehr interessant und für mich natürlich eine Bestätigung meiner obigen Ausführungen. Hätte mich, offen gesagt, auch gewundert, wenn dem nicht so gewesen wäre - auf mich wirkt Katja Bienert in diesen Filmen sehr selbstbewusst und "at ease".

Caroline Kaiser wrote:
Oder das Oswald Kolle Filme - bei der Ausstrahlung auf Pro Sieben vor etwa 2 Jahren - Beschwerdemails und Protestanrufe nach sich ziehen würden ?


Grotesk. Die Kolle-Filme sind nun wirklich das Harm- und Argloseste, was man sich vorstellen kann.

Caroline Kaiser wrote:
Er war auch ziemlich verbittert darüber, wie sich sein freigewähltes einstmals liberales Exil gewandelt hat.


Das war er ja bereits in den frühen 70igern - einer der Gründe, die ihn zur Emigration in die Niederlande bewogen haben, wenn ich mich recht erinnere.

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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 23.01.2011 03:12 
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Superhexen ,Liebeshexen ..völlig schnurz , wir wissen ja was gemeint ist .. oder sollte ich sagen "Linda , de stoeipoes" ???


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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 23.01.2011 10:36 
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Hätte mich auch stark gewundert wenn sich die KATJA BIENERT zu ihren Frühwerken negativ
geäußert hätte, wo sie doch erst vor ein paar jahren noch für einen BETHMANN vor der Kamera stand :|


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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 29.01.2011 17:34 
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Also ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen,
da ich schon seit geraumer Zeit nach diesem Film suche.
Alles was ich davon je zu sehen bekam war ein 3 Minuten clip
Mit kleineren schnipseln. Bin auch durch Kessler drauf
aufmerksam geworden.

Wie sicher ist jetzt eigentlich das Bienerts alter der Grund für
Das Schicksal des Films sein soll? Irgendwo hieß es nämlich
auch mal das die Lizenzrechte an dem Film recht teuer sein
sollen und XT Video Entertainment deshalb die Idee
einer Veröffentlichung verworfen hat.
Ich fände das zum heulen…
Bienert ist in dem Film (zumindest Körperlich)
ja nun auch kein Kind mehr. Und über derartiges hab ich bei
Jess Franco nie nachgedacht, da ich generell bei Erotischen
Filmen mehr die Stimmung als die nackte Haut an sich sinnlich finde.
Und Franco Filme haben da einfach einen unwiderstehlichen Charme,
so wie viele andere Filme des Genres aus dem 70ern.
Vor allem bei diesem Film ist die Kulisse ist ja auch magisch
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Ich wollte nun Fragen ob vielleicht jemand bereit wäre sich
mit mir privat zu verständigen und man eventuell auch was Tauschen könnte?
Die RTL Fassung wäre schon schön.


@ ugo-piazza:
Was störte dich denn an „Liebesbriefe einer Portugiesischen Nonne“?
Wie ist der Unterschied zw. den Soundtracks?
Bei Francos „Sadomania“ war der Unterschied ja ziemlich krass
gewesen. Die Us-Langfassung hatte einen eher anonymen Score,
der den Film seltsam ernst erschienen ließ.
Die deutsche Fassung, welche dann kürzer war, hatte dann typisch
frivole 70er Musik und war viel lebhafter als die dröge US-version.


@Caroline Kaiser
Also ich bin auf den Link gegangen und hab hier und da einiges überflogen
Hatte dann ein wenig Panik bekommen als davon die Rede
war das der Rechner von jemanden beschlagnahmt wurde, weil der deine Seite
verlinkt hat. Gabs bei andern Usern auch solche fälle?
Also mal abgesehen davon dass mich das verängstigt hat, fände ich es unglaublich
das es schon bei einem klingeln soll, wenn man lediglich einer Diskussion beiwohnt.
(auch auf die Gefahr endgültig Off-Topic zugehen:)
Meine allgemeine Haltung zu dem Thema ist das die geistige reife
ausschlaggebend sein sollte. Darin besteht für mich auch der hauptsächliche
Missbrauch. Hat man z.B. nicht die Pubertät erreicht, hat man noch kein Bewusstsein
über Sexualität. Deshalb hat mich das Buch „Zeig mal!“ z.B. schockiert.
Eltern wird es da direkt empfohlen auch auf so eine art mit ihren Kindern zu spielen und sie so heranzuführen. Ein paar Seiten später werden Homosexuelle Neigungen als Krank abgestempelt. Jedoch bin ich dann auch der Meinung das dieses Buch nicht
eingestampft werden sollte, da es vor allem auch ein Zeitdokument ist und zeigt wie
Schnell und massiv Moralvorstellungen umkippen. Erst wurde es Ausgezeichnet und
als die Jahre vergingen: sollte es verboten werden.


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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 29.01.2011 18:58 
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also ich hab ein wenig weiter gelesen im Forum und bin auf den Thread gestoßen wo gesagt wird das ihr "deppen" die nach alten TV Aufzeichnungen fragen nicht haben wollt...

Ich lass den Teil meines Eintrags trotzdem drin. Wenn nicht, dann nicht. Wenn doch, würde es mich halt freuen. Und so wie ich das Forum einschätze seit ihr doch sicherlich auch Sammler oder? Kennt ihr das denn nicht? Das man einen ganz bestimmten film sucht, aber nirgends findet? Man es eigentlich schon fast gar nicht mehr glaubt den überhaupt mal zu sehen? Aber dennoch ein paar fetzen die man mal gesehen hat, nicht in Vergessenheit geraten und man immer mal wieder schaut? Wenn sich dann doch eine Chance auftut probiert man’s halt. Alternativ wäre es vielleicht auch schön, wenn ihr mir sagen könnt wo ihr diesen Film her habt.


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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 29.01.2011 21:58 
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Wode wrote:
also ich hab ein wenig weiter gelesen im Forum und bin auf den Thread gestoßen wo gesagt wird das ihr "deppen" die nach alten TV Aufzeichnungen fragen nicht haben wollt...

Ich lass den Teil meines Eintrags trotzdem drin. Wenn nicht, dann nicht. Wenn doch, würde es mich halt freuen. Und so wie ich das Forum einschätze seit ihr doch sicherlich auch Sammler oder? Kennt ihr das denn nicht? Das man einen ganz bestimmten film sucht, aber nirgends findet? Man es eigentlich schon fast gar nicht mehr glaubt den überhaupt mal zu sehen? Aber dennoch ein paar fetzen die man mal gesehen hat, nicht in Vergessenheit geraten und man immer mal wieder schaut? Wenn sich dann doch eine Chance auftut probiert man’s halt. Alternativ wäre es vielleicht auch schön, wenn ihr mir sagen könnt wo ihr diesen Film her habt.

Och, für sowas haben wir sogar einen Extra-Thread: "Marktplatz-Alternative" im Off-Topic-Forum... ;)

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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 30.01.2011 12:04 
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Vielen Dank für den Hinweis^^


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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 30.01.2011 12:26 
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Wode wrote:


@ ugo-piazza:
Was störte dich denn an „Liebesbriefe einer Portugiesischen Nonne“?
Wie ist der Unterschied zw. den Soundtracks?
Bei Francos „Sadomania“ war der Unterschied ja ziemlich krass
gewesen. Die Us-Langfassung hatte einen eher anonymen Score,
der den Film seltsam ernst erschienen ließ.
Die deutsche Fassung, welche dann kürzer war, hatte dann typisch
frivole 70er Musik und war viel lebhafter als die dröge US-version.



Liebesbriefe: Hat mir schlicht nicht gefallen

Die US-Fassung von "Sadomania" kenne ich nicht, aber bei "Lolita" ist der Unterschied bei den Soundtracks schon enorm, die DF hat wie "Sadomania" wieder einen typischen Heinz-Score.


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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 07.10.2011 19:48 
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Soooo, gestern Nacht das Teil endlich mal reingeworfen (Videofassung) und als Franco-zwiegespaltener fand ich das Teil wirklich rundum gelungen.
Ein Schmierfest deluxe! Jedoch qualitativ hochwertig in Szene gesetzt. Tolle Kamera, klasse (Heinz-) Mukke und die Location war auch gut ausgesucht (die Wohnanlage erinnert stark an MC Escher).
Aber inhaltlich wird hier exploitativ rumgesaut als gäbe es kein Morgen: Sadomasochismus, Erniedrigung (Lina als Schoßhündchen an der Leine - super! :P ), Lesbeleien, Partnertausch, Sexualmorde etc. pp. und das alles noch vermischt mit der heiklen Lolita-Thematik.... Sleaze galore! Da suppt es ordentlich aus den Rändern der High-Class-Bebilderung.

Kann da Ugo schon etwas beipflichten: Man ist etwas irritiert ein so junges Mädchen in all dem, zugegeben gutgemachten und extrem unterhaltsamen, Sudel zu sehen. Wobei ich auch dachte die Bienert wäre hier ebenfalls 12 wie bei dem TREFFPUNKT ZOO. Aber 14 Jahre und hinzugenommen dass sie selbstbekundend keinen Schaden davongetragen hat, kann ich, in dubio pro reo, ein Auge zudrücken und das Ding auch Franco-phoben mal empfehlen, denn optisch ist das Alles hervorragend umgesetzt worden.
Auch Freunde deutscher Synchrokunst kommen voll auf ihre Kosten und wenn mal nicht gesprochen wird umschmeicheln feinste Heinz-Tunes die Ohren.

Wie McKenzie graust es auch mir ein wenig vor der 94-minütigen Fassung mit o.s.t. (die ich nichtsdestotrotz gerne mal sehen würde).


10 / 12

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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 10.10.2011 17:03 
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TRAXX wrote:
Kann da Ugo schon etwas beipflichten:
:shock: Du überraschst mich!


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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 10.10.2011 17:08 
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ugo-piazza wrote:
TRAXX wrote:
Kann da Ugo schon etwas beipflichten:
:shock: Du überraschst mich!

Wieso?

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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 10.10.2011 17:18 
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TRAXX wrote:
ugo-piazza wrote:
TRAXX wrote:
Kann da Ugo schon etwas beipflichten:
:shock: Du überraschst mich!

Wieso?


Ich hätte das anhand deiner bisherigen Postings nicht erwartet.


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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 10.10.2011 17:38 
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Die waren aber auch eher allgemeiner Natur. Kannte den Film ja bis vor Kurzem nicht. Und generell finde ich underage nudity sollte nie und nimmer als KO-Kriterium herhalten. Softcore-Darstellungen im Alter von 13-15 sind für mich persönlich so ne heikle Grauzone: wenn's nicht schmierig ist, ist's okay. Ab 16 aufwärts: anything goes.

Und wie schon geschrieben: Die Sex-Szenen beim SCHEIDEWEG stehen schon in einem echt sleazigen Kontext, imho, von daher... aber nichtsdestotrotz ist's n fantastisch unterhaltsamer Franco geworden und man muss nicht alles überbewerten.

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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 11.10.2011 15:42 
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Verdammt, die ganze Diskussion hat mich neugierig gemacht auf diesen Film! Will den sehen!! Bin zwar kein sooo großer Franco-Fan, aber in diesem Fall wird ich mich gerne eines besseren belehren lassen.
Und zur Thematik der Minderjährigkeit der Darsteller: als unübersehbarer Fan von Lara Wendel kommt die Diskussion mir sehr bekannt vor. Früher, in den 70ern, herrschte in der Hinsicht offensichtlich eine gewisse Liberalität, die heute oft genug einer Hysterie gewichen ist. Und Lara Wendel hat einmal in einem ihrer seltenen Interviews gesagt, dass sie ihre Teenager-Nacktheit von der Kamera nicht bereut hat bzw. die Aufruhr nie verstand.
In dem Zusammenhang ist dieser Film sicher sehr interessant, er ist schließlich von einer "Betroffenen": *** The link is only visible for members, go to login. ***.

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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 11.10.2011 20:46 
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Hä?
Aber der Film I'M NOT A F**KING PRINCESS soll doch scheinbar eine Anklage gegen Evas Mutter sein.

Quote:
Im not a F—king Princess ist im Paris der 1970er Jahre angesiedelt. Die zehnjährige Violetta (Anamaria Vartolomei) lebt gemeinsam mit ihrer Großmutter (Georgetta Leahu) in bescheidenen Verhältnissen. Ihre Mutter Hannah (Isabelle Huppert) bekommt sie nur selten zu Gesicht, da diese sich in der Pariser Künstlerszene zu profilieren versucht. Erst als Hannah ihre Tochte als potentielles Fotomotiv erkennt, scheint sich das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter zu bessern. Eva posiert in eleganten Kleidern und opulenten Decors für ihre Mutter, welche mit den Bildern erste Erfolge als Fotografin feiern kann. Doch die Fotos von ihrer Tochter werden immer freizüger und immer offensichtlicher inszeniert Hannah Violetta unter dem Vorwand der Kunst als sexualisierte Kindfrau. Violetta fühlt sich immer unwohler, doch sie ist der übermächtigen Mutter kaum gewachsen.
Im not a F—king Princess ist das Regiedebüt von Eva Ionesco und eine autobiographische Verarbeitung ihrer eigenen Kindheit. Wie in Im not a F—king Princess wurde auch sie von ihrer Mutter Irina Ionesco in teils extrem freizügigen Posen fotografiert, um damit in der Pariser Kunstszene für Aufsehen zu sorgen. Dieser Plan gelang ihr und ihr Erfolg zog bald Nachahmer nach sich. Doch Irina Ionesco ging noch weiter und ließ ihre damals elfjährige Tochter auch für den italienischen Playboy und Penthouse ablichten. Wie in Im not a F—king Princess fiel es Eva Ionesco schwer, sich gegen ihre Mutter zu wehren, bis dieser 1977 das Sorgerecht entzogen wurde und Eva bei einer befreundeten Familie unterkam. Später klagte sie mehrmals gegen ihre Mutter auf Herausgabe der Negative und gegen die weitere Veröffentlichung ihrer Fotos.

Quelle

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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 12.10.2011 10:44 
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Ja, absolut!
Ich weiß halt nur von Lara Wendel, dass sie sich nicht ausgenutzt gefühlt hat - bei Eva Ionescu scheint es ja definitiv anders gewesen zu sein!

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 Post subject: Re: LOLITA AM SCHEIDEWEG - Jess Franco
PostPosted: 13.10.2011 00:13 
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Aaaargh! :deppenalarm:
Wedel mit Ionescu gleichgesetzt. Sorry. :oops: So macht's ja auch Sinn...

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