Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
Aktuelle Zeit: 20.01.2017 17:07

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 15 Beiträge ] 
AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: BLAUBART - Edward Dmytryk
BeitragVerfasst: 18.09.2011 18:54 
Offline
Moderator
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 10841
Wohnort: Bayern/Franken
Geschlecht: männlich
Bild
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Italien/Deutschland/Ungarn/Frankreich 1972

Darsteller: siehe Plakat oben
Score: Ennio Morricone

Blaubart, im Krieg ein Tollkühner Pilot der bei einem Absturz beinahe ums leben kam und seither einen bläulich verfärbten Bart hat. Eine legende, so ist es für ihn leicht hübsche Frauen um den Finger zu wickeln. Blond ist seine bevorzugte wahl. Auf seinem Schloss geht es aber nicht so mit rechten dingen zu, sterben auch seine Ehefrauen unter Mysteriösen unfällen. Ein nicht astreiner Jagdunfall zb. es wird nicht lange ein Hel daraus gemacht wer der Mörder ist.
Seine neue Frau eine Engländerin die er wirklich zu lieben scheint kommt hinter sein geheimniss, nun muss auch sie aus dem Weg geschaft werden. Vorher schüttet er ihr sein Herz aus und erzählt seine Beweggründe.

Der Film scheint in einem Fiktiven Staat zu spielen, in denen eine Diktatur herscht wie damals in deutschland. So tragen die Soldaten auch rote Armbinden nur ohne Hackenkreuz, sondern mit X, ähnlich dem "grossen Diktator" mit Chaplin. Juden werden verfolgt, ein J an die Türen gemald, Feuer gelegt ect. Eigentlich denkt man das der Regieseur das ganze sogar etwas auf die Schippe nimmt???
Jedenfalls seine Frauengeschichten bringen ihn nicht um den Kopf, sondern seiner gesinnung wegen und dem Leid den er einem jungen kerl angetan hat..

Da ja wie geschrieben der Blaubart kein Frauenverachter war, sind in diesem Film einige der schönsten Eurofrauen versammelt. Oben auf dem Plakat kann man sie ja bewundern. Neben vieler erotischer Szene, besitzt der Film seine ganz eigene Eurohorror Athmosphäre. Untermalt mit einem sehr guten Morricone Score, bestehend aus Orgelklängen oder einer Mischung aus klassischer Gruselmukke und moderneren Spannungsgebilden.
Im weiteren verlauf weicht die Gruselstimmung etwas und etwas Krimiflair zieht ein wenn er seine Taten schildert, wobei es aber immer auch sehr Erotisch zu geht!
Hätte nicht erwartet das der Film doch so gut ist! Klasse bilder hat der Regieseur hier eingefangen. Was er ja auch schon in anderen Filmen getan hat und schon oft sein können bewiesen hat!
Teilweise war ein Farbspiel zu gange als hätte Bava hier die Hand angelegt! 7,5/10

Hier ein paar hübsche Bildchen, auf dem Beamer sah die Qualli noch besser aus. Hier am PC kommts irgendwie schlechter rüber, da waren auch die Balken nicht so grau?

BildBildBild
BildBildBild

_________________
Bild


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: BLAUBART - Edward Dmytryk
BeitragVerfasst: 18.09.2011 19:00 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 11268
Geschlecht: männlich
Der Film liegt schon Ewigkeiten im Schrank der ungesehenen DVDs. Mich würden mal ein paar Meinungen zum Film und zur EC DVD interessieren.

_________________
Suche "Maigret und sein gößter Fall" Regie: Alfred Wiedenmann. DVD von 3L


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: BLAUBART - Edward Dmytryk
BeitragVerfasst: 18.09.2011 20:04 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 8492
Wohnort: Liquid Eyes in Cologne
Geschlecht: männlich
Is nicht EC sondern PK ;)

Die Quali war okay, fand ich. Guter Durchschnitt.

_________________
"Ein Tittchen hier, ein Fötzchen da, und die Welt sähe wieder rosiger aus." anti
Bild


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: BLAUBART - Edward Dmytryk
BeitragVerfasst: 18.09.2011 20:31 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 11268
Geschlecht: männlich
TRAXX hat geschrieben:
Is nicht EC sondern PK ;)

Die Quali war okay, fand ich. Guter Durchschnitt.



Na da dürfte nicht viel Unterschied sein. ;)

_________________
Suche "Maigret und sein gößter Fall" Regie: Alfred Wiedenmann. DVD von 3L


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: BLAUBART - Edward Dmytryk
BeitragVerfasst: 18.09.2011 22:02 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 7767
Wohnort: Zwischen Rübenbergen und dem schönen Nordharz
Geschlecht: männlich
Aus dem Filmtagebuch des Schwarzbarts:



Blaubart (Deutschland, Frankreich, Italien, Ungarn 1972, englischer Titel: Bluebeard)

Baron Kurt von Sepper (Richard Burton) wird als Kriegsheld verehrt, doch der wohlhabende Adelige hat ständig Pech mit seinen Frauen. Greta (Karin Schubert) kommt bei einem Jagdunfall zu Tode, aber schon bald lernt der Baron die attraktive Tänzerin Anne (Joey Heatherton) kennen. Die Liebe entflammt im Eiltempo, kurze Zeit später wird geheiratet. Auf dem herrschaftlichen Anwesen fühlt sich die junge Frau zunehmend einsam, zu allem Überfluss hat der holde Gatte noch immer nicht die Ehe mit ihr vollzogen. Eines Tages drückt von Sepper seinem Weib sämtliche Schlüssel des Anwesens in die Hand. Da sie das Schloss gern umgestalten möchte, kann sie mit einem Einverständnis alle Räumlichkeiten in Augenschein nehmen. Nur ein einziger Schlüssel ist tabu, Anne soll diesen Schlüssel auf keinen Fall verwenden. Selbstverständlich nagt die Neugier an der jungen Frau. Schliesslich findet Anne das passende Schloss und benutzt den Schlüssel. Die Überraschung ist gross, mehr noch, die Überraschung ist befremdlich und erschreckend zugleich. In einem Geheimraum lagern (gut gekühlt) die Leichen der jungen Schönheiten, die zuvor mit dem Baron liiert waren. Es kommt wie es kommen muss, der böse Baron ertappt seine Frau und kündigt ihr an, dass er sie nun leider auch töten muss. Bis zum Morgengrauen will er ihr noch Zeit lassen, Zeit die Anne für sich zu nutzen versucht. Sie verwickelt ihren Mann in ein Gespräch, nach und nach gesteht er ihr, warum und wie er die Frauen ermordete. Kann sich die warmherzige und intelligente Anne aus dem Würgegriff des Unholds befreien, kann ihr ein Freund rechtzeitig zur Hilfe eilen... ...oder wird von Sepper vielleicht gar Gnade walten lassen...???

"Blaubart" zählt zum Spätwerk des Regisseurs Edward Dmytryk, der 1999 im Alter von 90 Jahren in Kalifornien verstarb. Ursprünglich ein französisches Märchen, wurde "Blaubart" mehrfach verfilmt, auch die Oper und das Theater namen sich der Erzählung an. Diese Verfilmung mit Richard Burton in der Hauptrolle ist eine wahre Wonne. Burton ist die Rolle des wahnsinnigen Adeligen wie auf den Leib geschrieben, er zieht hier alle Register seines Könnens. Der Film ist klar als Kind der siebziger Jahre erkennbar, hier wird weder vor Gewalt noch Möpsen haltgemacht, doch er entzieht sich nachhaltig der klaren Zuordnung in eine Genreschublade. "Blaubart" ist ein Thriller, der einen psychotischen Serienmörder in den Mittelpunkt stellt. "Blaubart" ist ein Beziehungsdrama, "Blaubart" ist eine zynische Komödie mit herrlich überzeichneten Figuren. Gleichzeitig verbreitet "Blaubart" immer wieder Gothic-Horror Schauer der feinsten Sorte. Schliesslich verbreitet "Blaubart" auch noch eine Dosis Gesellschaftskritik, ohne dabei mit dem erhobenen Zeigefinger zu wedeln. Um die Boshaftigkeit des Baron von Sepper noch greifbarer zu machen, hat man ihn zum ranghohen Offizier einer faschistischen Schlägertruppe gemacht. Dabei lehnt man sich auch an die Originalgeschichte an, denn für diese diente ein gewisser Gilles de Rais als Vorbild, der im 15. Jahrhundert ein berüchtigter französischer Heerführer war. Der Baron mit dem blauen Bart -dessen Färbung auf eine Kriegsverletzung zurückzuführen ist- schlägt mit sadistischer Freude einen Aufstand der Arbeiterschaft nieder. Zunächst stellt sich die Frage, warum man diese Szenen in den Film eingebaut hat. Doch der Kreis schliesst sich letztlich sehr clever, und lässt den damals noch sehr jungen Mathieu Carrière in einer kleinen Nebenrolle glänzen. Auf Burton ging ich bereits kurz ein, der Mann macht einen ganz fantastischen Job. Die Damenmannschaft ist dabei kaum weniger beeindruckend. Allen voran die wirklich sehr süße Joey Heatherton, die sich ein packendes Duell mit Burton liefert. Damit aber nicht genug! Karin Schubert präsentierte sich zu dieser Zeit noch in bester Verfassung, in den achtziger Jahren reichte es leider nur noch für Gerödel in HC-Produktionen. Es wäre müßig nun alle Mitwirkenden Schönheiten abzufeiern, daher nur ein paar Worte zu den sinnlichen Höhepunkten. Raquel Welch drangsaliert den Baron als Nonne mit verdorbener Vergangenheit, Agostina Belli glänzt wie ein eiskalter Edelstein. Sybil Danning wird als Hure nebenbei zum Opfer, denn eigentlich wollte sie der damaligen Gefährtin des Barons nur ein wenig Nachhilfe in Sachen Sex geben. Wenn Blaubart schliesslich aus dem Nähkästchen plaudert, seiner Anne von den zahlreichen Morden berichtet, sind die Damen in der Tat so fürchterlich gezeichnet, dass man glatt Sympathie für den Massenmörder empfinden mag. Die notgeile Nonne, die vom Sadomasochismus zerfressene Emanze aus Sachsen, die grausige Trällertussi, oder die debile Kindfrau und viele Nervensägen mehr, alle fallen dem Zorn des Barons anheim. Wer aber nun glaubt, dass der Film ein Manifest der Frauenfeindlichkeit wäre, dem sei geraten das Ende mit breitem Grinsen zu geniessen.

So herrlich das Ensemble aufspielt, so prachtvoll sind auch die Kulissen, die gesamte Ausstattung geraten. Das alte Gemäuer bringt wohlige Gruselatmosphäre rüber. Die verzweifelte Gattin stolpert durch den Weinkeller, die Spinnweben wogen im Pulsschlag des Schreckens, der nackten Angst. Nicht zu vergessen die äussert morbide Szene, in der Anne die alte Hausdame beim frisieren der toten Mutter des Barons vorfindet. Was den Film ganz besonders faszinierend macht, ist die erstaunliche Tatsache, dass Dmytryk immer genau den richtigen Ton trifft. "Blaubart" wirkt nie an den unpassenden Stellen komisch, Gewalt bricht nur aus wenn es der Atmosphäre förderlich ist, Sex kommt in genau der richtigen Dosierung zum Zuge. Es mag sich abgedroschen anhören, doch dieses Werk ist perfekt auf den Punkt genau inszeniert. Hier fehlt nichts, hier ist nichts zu ausufernd, der Film ist schlicht und ergreifend ein wundervoller Schmaus für Leib und Seele. "Blaubart" verwöhnt nicht nur das Auge, der wunderschöne Score von Meister Ennio Morricone verleiht dem bunten Treiben zusätzlich Stimmung. Besser kann Filmmusik nicht klingen, das ist ganz grosses Ohrenkino, danke Ennio! An dieser Stelle muss ich einfach erneut auf Richard Burton zurückkommen. Ähnlich packend ist seine Darstellung des schwulen Verbrechers Vic Dakin, den er im ähnlich treffsicheren "Villian" (Die alles zur Sau machen, 1971) zum Besten gibt. Leider verstarb dieser wunderbare Schauspieler bereits 1984 im zarten Alter von nur 58 Jahren. Ein herber Verlust! Am liebsten würde ich noch etliche Zeilen über Burtons Auftritt in "Blaubart" schreiben, doch die daraus resultierende Spoilergefahr ist leider zu gross.

Diesen wilden, wüsten und ausufernden Genremix unter einen Hut zu bringen, zu jeder Sekunde als ein die Sinne betörendes Spektakel erstrahlen zu lassen, das verdient allergrössten Respekt und höchste Anerkennung! Ich verneige mich vor den Mitwirkenden vor und hinter der Kamera, die diesen Film zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben! Solche Werke führen mir vor Augen, warum ich mir ein Leben ohne Filme schon lange nicht mehr vorstellen kann! Schöner und intensiver kann ein Freak seine Zeit nicht verbringen!

Die DVD von PK-Movies bietet den Film in recht ordentlicher Qualität an. Doch weder diese Scheibe aus Deutschland, noch die amerikanische DVD werden dem Film wirklich gerecht. "Blaubart" hätte eine prächtige Ausgabe mit Boni verdient. Vielleicht ein schickes Digi mit dickem Booklet. Dieser optische Leckerbissen würde sich sicher sehr gut auf einer Blu-ray machen, um in seiner ganzen Pracht erstrahlen zu können. Doch ich will nicht nörgeln. Seien wir froh, dass diese Prachtperle zumindest als brauchbare DVD vorliegt, warten wir ab was die Zeit uns bringen wird. Bis dahin gilt: Kaufbefehl für die DVD!!!

Für diesen liebenswerten und verehrungswürdigen Film ziehe ich ganz dicke 8,5/10 (sehr gut bis überragend)!

Lieblingszitat:

"Warum wollen Sie mich abbringen, vom Wege des Herrn?"
"Ich bin auch ein Herr."

_________________
Blap V 3.0 regaining paradise

***
Vom Ursprung her verdorben


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: BLAUBART - Edward Dmytryk
BeitragVerfasst: 18.09.2011 23:02 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 05.2011
Beiträge: 1215
Geschlecht: männlich
Die Blaubart-Geschichte hat unter den klassischen Erzählstoffen ja so viel Gothic-Horror-Giallo-Potenzial wie kaum irgendwas, allerdings ist hier eine überzeugende Umsetzung m. E. nicht gelungen. Die historischen Anspielungen darauf, dass Blaubart so eine Art Faschist sein soll (wenn auch nicht so schlimm umgesetzt wie die Klassenkampf in "Andy Warhol's" Dracula und Frankenstein), nerven und z. B. die Figur von Marilù Tolo ist einfach albern. Vor längerer Zeit habe ich folgenden Kurzkommentar geschrieben:

Ein inhaltlich seichter Streifen mit Richard Burton als Frauenmörder Blaubart (mit einem tatsächlich blauen Bart, was durch eine Kriegsverletzung erklärt wird), der offenbar in Rumänien zur Zeit der "Eisernen Garde" spielt, in der Blaubart offensichtlich eine leitende Funktion hat. Daraus wird dann noch eine Art Naziverbrecher-Rachehandlung gebastelt, die am Ende notdürftig mit der Haupthandlung zusammengeführt wird. Seinen Reiz erhält der Film vor allem durch die hervorragende Fotografie, die in vielen Szenen eine Farbgebung und Lichtstimmungen auf Bava-Niveau erreicht (Kamera: Gábor Pogány), sowie durch eine ganze Reihe attraktiver Darstellerinnen wie etwa Karin Schubert, Agostina Belli, Sibyl Danning, Raquel Welch u.a. Deren Schicksale werden eines nach dem anderen in Form von Rückblenden verhandelt, die Rahmenhandlung wird bestritten von Joey Heatherton als Amerikanerin, die offenbar als einzige Frau dem Baron geistig überlegen ist. Der Schluss kommt sehr unglaubwürdig und konstruiert daher. Man sollte sich hüten, die Inhaltsangabe auf der deutschen DVD zu lesen. Hier wird fast die komplette Handlung verraten. Wegen der schönen Aufnahmen 5/10

Da muss noch ergänzt werden, dass das Aufgebot an schönen (und freizügig in Szenen gesetzten) Frauen schon beachtlich ist - neben Belli, Danning und Schubert sieht auch Joey Heatherton klasse aus.

_________________
Bild
Higurashi no Naku Koro ni


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: BLAUBART - Edward Dmytryk
BeitragVerfasst: 20.09.2011 21:02 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 07.2010
Beiträge: 637
Wohnort: Norimberga
Geschlecht: männlich
Inhaltlich seicht? Der Film ist doch eine der besten satirischen Interpretationen von Misogynie EVER! Teilweise stößt er dabei ja schon in surrealistische Regionen vor.
Ich finde ihn groß und die Vermischung amerikanischer und euroäischer Kino-Sensibilitäten darin total faszinierend. Und neben der unglaublichen Besetzung, der unglaublichen Kameraarbeit und dem unglaublichen Morricone-Score ist das schon einiges. Toller Film, ich war total hin- und weg, absolut überrascht. 9/10.

_________________
"Wir haben zulange Menschen, denen Film als Kunstform nichts bedeutet, das Geschäft bestimmen lassen, und jetzt pissen sie ihm das letzte Fleisch von den Knochen."
- Tim Lucas (im Zusammenhang mit diesem Artikel)

Bild
Exzessraum des Cinelebens



Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: BLAUBART - Edward Dmytryk
BeitragVerfasst: 21.09.2011 16:04 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 534
Geschlecht: nicht angegeben
Highscores: 4
McKenzie hat geschrieben:
Inhaltlich seicht? Der Film ist doch eine der besten satirischen Interpretationen von Misogynie EVER! Teilweise stößt er dabei ja schon in surrealistische Regionen vor.
Ich finde ihn groß und die Vermischung amerikanischer und europäischer Kino-Sensibilitäten darin total faszinierend. Und neben der unglaublichen Besetzung, der unglaublichen Kameraarbeit und dem unglaublichen Morricone-Score ist das schon einiges. Toller Film, ich war total hin- und weg, absolut überrascht. 9/10.


Komplette Zustimmung meinerseits. Der Film ist ein klug erdachtes, formvollendetes Meisterwerk, dass wohl nur deswegen weithin völlig unterschätzt ist, weil mit Satire nur sehr wenige Leute was anfangen können. (Wobei der Film ja sogar dann noch erstklassig unterhält, wenn man die Satire ausblendet.)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: BLAUBART - Edward Dmytryk
BeitragVerfasst: 21.09.2011 16:08 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 11268
Geschlecht: männlich
Vielleicht sollte ich den Film echt mal aus dem Schrank ungesehener DVDs holen.

_________________
Suche "Maigret und sein gößter Fall" Regie: Alfred Wiedenmann. DVD von 3L


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: BLAUBART - Edward Dmytryk
BeitragVerfasst: 21.09.2011 16:40 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 8492
Wohnort: Liquid Eyes in Cologne
Geschlecht: männlich
italo hat geschrieben:
Vielleicht sollte ich den Film echt mal aus dem Schrank ungesehener DVDs holen.

Tu das! 8-)
Kann McKenzie und Parker nur zustimmen!

_________________
"Ein Tittchen hier, ein Fötzchen da, und die Welt sähe wieder rosiger aus." anti
Bild


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: BLAUBART - Edward Dmytryk
BeitragVerfasst: 29.01.2012 20:28 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 03.2011
Beiträge: 247
Wohnort: Nürnberg
Geschlecht: männlich
Habe mir den Film heute angesehen. Storytechnisch solider Film. So richtig Spannung wurde leider nicht aufgebaut. Liegt vermutlich an der Erzählweise der Geschichte.
Wodurch der Film aber wirklich punkten kann sind die tollen Bilder über die gesamte Laufzeit hinweg. Die farbenfrohen und gut ausgeleuchteten Zimmer des Schlosses sind eine Augenweide. Ich hoffe hier kommt irgendwann mal ne anständige Bluray Veröffentlichung!
Ein weiterer Punkt ist der tolle Cast. Neben Richard Burton eine ganze Menge bekannter ansehnlicher Damen (Raquel Welch, Karin Schubert, Sybil Danning, ...), die hier auch gerne ihre Hüllen fallen lassen.
Daher absolut sehenswert und nur zu empfehlen!

7/10

_________________


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: BLAUBART - Edward Dmytryk
BeitragVerfasst: 23.06.2012 18:42 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 11268
Geschlecht: männlich
Mittlerweile kostet die DVD über Amazon Marketplace 39,99.
Wer sie zum erschwinglichen Preis haben will, einfach PM an mich.

_________________
Suche "Maigret und sein gößter Fall" Regie: Alfred Wiedenmann. DVD von 3L


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: BLAUBART - Edward Dmytryk
BeitragVerfasst: 01.08.2012 14:41 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 07.2012
Beiträge: 76
Geschlecht: nicht angegeben
BLAUBART - DIE BESTIE hat mir sehr gut gefallen. Die Farben sowie die Optik allgemein sind auch fabelhaft. Langweilig fand ich den Film eigentlich zu keiner Zeit. Schöner früher 70er Streifen!

8/10


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: BLAUBART - Edward Dmytryk
BeitragVerfasst: 21.09.2015 13:09 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 12.2013
Beiträge: 2821
Wohnort: Provinzmetropole an Rhein und Mosel
Geschlecht: männlich
Bild



Bild Bild Bild Bild Bild

Bild Bild Bild Bild Bild



"Sie waren durchwegs Ungeheuer! Sie sahen erst menschlich aus, als sie tot waren!


Wow, habe mir gestern zum ersten Mal diesen fantastischen und undefinierbaren Genre-Mix zu Gemüte geführt und bin von diesem satirischen Meisterwerk vollends begeistert. Diese außerordentliche Inszenierung bietet eine feinlichst abgestimmte Kameraarbeit und dementsprechend tolle Bilder am laufenden Band. Zudem gibt es hier einen Cast zu bewundern, der es in sich hat:

Richard Burton spielt die Rolle des Barons Kurt "Blaubart" Sepper (in der dt. Synchronfassung auch liebevoll "Joshi" genannt :? ), dem zwar alle Frauen direkt zu Füßen liegen, ihn aber letztendlich aufgrund ihrer etwas sonderbaren Persönlichkeiten und Eigenarten in den Wahnsinn treiben. Somit muss er sich den lästigen Anhängseln wiederum schnellstmöglich entledigen, wobei sich das Ganze als eine endlose Tragödie herausstellt:

Joey Heatherton spielt die Rolle seiner aktuellsten Flamme "Anne", die während des Filmverlaufs dem schrecklichen Geheimnis des Barons auf die Schliche kommt und ab diesem Moment um ihr Leben bangen muss. In einer geschickt eingefädelten Psychoanalyse entlockt sie dabei dem blaubärtigen Baron die Gründe für sein grausames Handeln an den bereits verblichenen Vorgängerinnen:

Nathalie Delon spielt hier ein finanzschwaches Modell, das aufgrund ihrer infantilen Verhaltensweisen den blaubärtigen Baron in den Wahnsinn treibt. Raquel Welch darf eine dauerbereite Nonne verkörpern, die es mit ihrer Aufrichtigkeit bzgl. der unzählig verflossenen Sexualpartner etwas übertreibt und nach der ausgiebigen Beichte eines heißes Liebesspiels mit einem Kommunisten und einem Russen vom faschistischen Graf Blaubart ruck zuck das Lebenbslicht ausgeschaltet bekommt
Agostina Belli darf die minderjährige "Caroline" und Marilù Tolo eine sadomasochistisch-veranlagte Männerhasserin aus Sachsen spielen, denen Beiden bereits nach kurzer Zeit das einschlägige Schicksal ereilt.

Weiterhin dürfen auch noch Sybil Danning als Prostituierte, Virna Lisi als nervernzerreissende Sängerin und Karin Schubert als Aufklärerin des wahrhaften Tötungstriebs Blaubarts bestaunt werden.
Zu guter Letzt gesellt sich noch ein sehr junger Mathieu Carrière in der Rolle eines Violinisten unters Volk, der sich aber schließlich aufgrund einer grausamen Tragödie in einen gnadenlosen Rächer verwandelt und das wilde Treiben um ein Weiteres aufmischt.

Gekrönt wurde das Ganze mit einem erstklassigen Score von Maestro Morricone.


Fazit: Einfach nur fantastisch!


Bild Bild Bild Bild Bild

Bild Bild Bild Bild Bild

Bild Bild Bild Bild Bild


Trailer:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com



Vorspann:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com



Cast:


Bild Bild Bild Bild Bild

Bild Bild Bild Bild Bild


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: BLAUBART - Edward Dmytryk
BeitragVerfasst: 15.10.2015 10:51 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 01.2012
Beiträge: 198
Wohnort: Point Dune
Geschlecht: männlich
Blap hat geschrieben:

Für diesen liebenswerten und verehrungswürdigen Film ziehe ich ganz dicke 8,5/10 (sehr gut bis überragend)!


Das unterschreibe ich mal so! :)

_________________
Bild

PHOBOS (Trailer - deutsch)


THC statt TTIP!


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 15 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker