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 Betreff des Beitrags: BLUTGERICHT DER REITENDEN LEICHEN - Amando de Ossorio
BeitragVerfasst: 14.02.2014 22:50 
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Produktionsland: Spanien
Produktion: Jose Angel Santos
Erscheinungsjahr: 1975
Regie: Amando de Ossorio
Drehbuch: Amando de Ossorio
Kamera: Franzisco Sanchez
Schnitt: Pedro del Rey
Spezialeffekte: Cristobal Criado
Musik: Anton Garcia Abril
Länge: 85:20
Freigabe: Ungeprüft
Darsteller: Víctor Petit, María Kosty, Sandra Mozarowsky, José Antonio Calvo, Julia Saly, Javier de Rivera, Pilar Vela, Fernando Villena, María Vidal, Oscar Phens
Susana Estrada, Luis Ciges



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Dr. Henry Sowa und seine Frau Juana ziehen in ein kleines Fischerdorf um dort den Einheimischen als Medizinerehepaar zur Verfügung zu stehen. Die Einheimischen sind davon jedoch ganz und gar nicht begeistert und begegnen den beiden mit Ablehnung. Wenn es Nacht wird werden die Dorfbewohner jedoch aktiv und es scheint so als würden sie Menschenopfer bringen, aber für wen?

Amando de Ossorios vierter und letzter Part der „Reitenden Leichen-Reihe“ zeigt sich als ein ebenso schwacher Vertreter wie dessen Vorgänger. Hierbei ist weniger die Story und eine Spannungsarmut ausschlaggebend, als die eher untypische Inszenierung im Vergleich zu seinen Vorgängern. Die Bilder entwickeln nicht mehr die Intensität die gerade die ersten beiden Filme auszeichneten. Die morbide Schönheit spanischer Landschaften bleibt im Verborgenen und man muss sich mir einem schäbigen Fischerdorf zufrieden geben. Auch die gern gesehen Templer verlieren beim „Blutgericht“ ihren einstigen Mythos.

Der Auftakt und die Reise in die Vergangenheit zeigt die blutgierige Rittercombo lang nicht so genial wie es in den ersten beiden Filmen der Fall war. Die Darbietung ist um Weites vom atmosphärischen Glanz des Templer-Erstlings entfernt. Wie schön waren doch Pablo Ripolls, Miguel Fernández Milas und gar Raúl Artigots Bilder, gerade gemessen an den Bildern die Francisco Sánchez zu bieten hat.

Die Story in ein abergläubisches Fischerdorf zu verlegen ist im Prinzip ein gutes Verfahren, da die Templer ja zuletzt wieder das Wasser verlassen haben und in der letzten Einstellung vom „Geisterschiff“ am Strand aktiv waren. Demnach kann ein Thema mit den ungewollten Gästen in eben jenem Fischerdorf für viel Optimismus sorgen. Denn ähnliche Themen ließen sich immer gut in die Tat umsetzen. Mir fällt in diesem Fall umgehend Roy Bakers 65er Avengers Episode „Stadt ohne Rückkehr“ ein oder natürlich Shermans 81er „Tod und begraben“. Misstrauische Dorfbewohner die nichts Gutes im Schilde führen und jedem Neuankömmling derbe Probleme bereiten. Dieser Stil wird auch im Ansatz von Ossorio angewendet, allerdings spielt der gute Amando die Karten nicht ganz aus, so dass es bei einem gut gemeinten Versuch bleibt.

Was dem Film ebenfalls negativ anzukreiden ist, ist dass er die Templer bei Tageslicht aktiv werden lässt, diese Vorgangsweise ist absolut unpassend. Ebenso unpassend sind auch die Bewegungen der Templer die nicht mehr diesen langwierigen Ablauf präsentieren um eine einfache Handlung zu vollziehen. Alles wirkt unpassend für den Blut- und Herz-Fan Club, der diesmal auch seinen „Gott“ im Gepäck hat.

Die Besetzung des Films ist okay, aber es kann sich Niemand sonderlich in den Vordergrund spielen. Eine kleine Ausnahme ist Sandra Mozarowsky als Lucy, der es gelingt mit Natürlichkeit und Hilflosigkeit für Sympathien zu sorgen. Leider ist Sandra Mozarowsky bereits in ganz frühen Jahren durch Suizid von uns gegangen.

Fazit: Ein durchschnittlicher Abschluss der Templer-Reihe, der auf Grund seiner schwachen Bilder und dem Mangel an Atmosphäre seine Chance verspielt als ein würdiger Abschluss von der Bühne zu gehen. Die reitenden Leichen haben somit ihren letzten Angriff durchgeführt und wer jetzt meint, Francos „Mansion of the Living Dead“ würde auch noch dazu gehören, der möge bitte, bitte, bitte die Fresse halten…

6/10

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