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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: BRENNENDER TOD - Terence Fisher
BeitragVerfasst: 19.02.2016 00:21 
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Hallo zusammen, da ich neu bin hier und mit der Suchfunktion in diesem Forum noch nicht so gut klarkomme könnte es sein, dass schon ein Thread zu diesem Film existiert und ich ihn nicht gefunden habe. In diesem Fall bitte einfach verschieben. Für mich war dieser Film eine der grössten Katastrophen, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Nachfolgend meine Vorstellung:

Brennender Tod
Originaltitel: Night of the Big Heat
Produktionsland: England
Erscheinungsjahr: 1967
Regie: Terence Fisher

Bild

Inhalt:

Es ist mitten im Winter, in England herrschen eisige Temperaturen. Aber nicht auf der kleinen Kanal-Insel Fara, welche von einer Hitzewelle mit tropischen Temperaturen heimgesucht wird. Dies ist jedoch nicht das einzig Ungewöhnliche, denn immer wieder sind komische, sirrende Geräusche zu hören und ein alter Tramp wird in einer Höhle von etwas angegriffen und getötet. Schriftsteller Jeff Callum (Patrick Allen) ist mit seiner Frau Frankie (Sarah Lewson) auf das abgelegene Eiland gezogen um einen Schlussstrich unter seine Affäre mit der attraktiven Angela Roberts (Jane Merrow) zu ziehen. Diese jedoch folgt ihm auf die Insel und gibt sich bei seiner Frau als dessen neue Sekretärin aus. Jeff und Frankie betreiben die lokale Gaststätte „The Swan“. Dort hat sich der undurchsichtige und unfreundliche Godfrey Hanson (Christopher Lee) einquartiert, der irgend welchen obskuren Forschungstätigkeiten nachzugehen scheint. Es kommt zu weiteren Todesfällen, und schliesslich erfährt Jeff von Hanson, dass die Insel von einer Vorhut ausserirdischer Invasoren als Basis auserkoren wurde. Diese sollen testen ob sich die Erde als ihr neues Habitat eignet. Hanson ist ein Wissenschaftler, der auf der Insel verzweifelt nach Beweisen für seine Theorie sucht. In der Zwischenzeit steigt die Temperatur immer höher, die Telefonverbindung fällt aus. Als Dr. Stone (Peter Cushing) zur Wetterstation fahren will um von dort einen Hilferuf ans Festland zu senden wird er von den Ausserirdischen geröstet. Diese töten ihre Opfer mittels Hochfrequenz-Strahlung und äschern sie dabei regelrecht ein. Sie ernähren sich von Energie, welche sie überall abzapfen. Die Situation ist aussichtlos, denn nichts scheint die Invasoren aufhalten zu können……

Meine Meinung:

Dieser Science-Fiction/Horror-Trash wurde von der kleinen englischen Firma Planet Film Production produziert, welche ein Jahr zuvor den nicht minder abstrusen „Island of Terror“ auf den Markt geschmissen hatten. Regie führte der grossartige Terence Fisher, der in unzähligen, denkwürdigen Hammerfilmen sein Genie bewiesen hatte. Wie er sich herablassen konnte ein derart unausgegorenes, hanebüchenes Script zu verfilmen ist mir schleierhaft. Genauso wie die Tatsache, dass sich die beiden Hammer-Ikonen Christopher Lee und Peter Cushing überreden liessen, hier ihren guten Ruf aufs Spiel zu setzen. Beide glänzen wie üblich in ihren Rollen, wobei der Part von Peter Cushing nicht über eine kleine Nebenrolle hinauskommt. Der Hauptdarsteller ist Patrick Allen, der auch schon für Hammer vor der Kamera gestanden hatte, in „Die Bande des Captain Clegg“, wo er sich ein formidables Psycho-Duell mit Peter Cushing geliefert hatte. Hier bleibt er blass und kann ausser seiner markigen Gesichtszüge nicht viel von seiner Kunst zeigen. Ueberhaupt hat dieses Machwerk nur entfernt mit Kunst zu tun: eine arg konstruierte Geschichte, in welche man sogar noch eine dröge Beziehungskiste einbauen musste um das Ganze überhaupt auf Spielfilmlänge zu bringen, billigste Requisiten und Effekte, welche diesen Namen nicht verdienen. So sieht man denn auch nicht wie die Leute zu Tode kommen, diese Szenen enden mit einem grellen Lichtblitz. Und die Ausserirdischen, die man erst ganz zum Schluss zu Gesicht bekommt, sind zum Schreien kitschig und billig gemacht. Hinzu kommt noch etwas pseudo-wissenschaftliches Geschwafel über die Herkunft der Invasoren und ein apruptes, an Einfallslosikgeit nicht zu überbietendes Ende. Weshalb Hanson und Stone auch bei Temperaturen von 50 Grad ihre Krawatten und Kittel anbehalten, ist eine kleine Randnotiz und unterstreicht die Lächerlichkeit dieses Schundes. Auch die Musik von Malcolm Lockyer kann hier nichts mehr retten, sie ist genauso banal wie der Rest.

Fazit: Unterirdische, unfreiwillig komische Trash-Gurke mit Staraufgebot. Nur wegen des Wiedersehens mit Lee und Cushing gibt’s von mir denn auch nicht die Höchststrafe. 2/10


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 Betreff des Beitrags: Re: Brennender Tod - Terence Fisher
BeitragVerfasst: 19.02.2016 00:37 
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doobee hat geschrieben:
Hallo zusammen, da ich neu bin hier und mit der Suchfunktion in diesem Forum noch nicht so gut klarkomme könnte es sein, dass schon ein Thread zu diesem Film existiert und ich ihn nicht gefunden habe. In diesem Fall bitte einfach verschieben. Für mich war dieser Film eine der grössten Katastrophen, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Nachfolgend meine Vorstellung:

Brennender Tod
Originaltitel: Night of the Big Heat
Produktionsland: England
Erscheinungsjahr: 1967
Regie: Terence Fisher

Bild

Inhalt:

Es ist mitten im Winter, in England herrschen eisige Temperaturen. Aber nicht auf der kleinen Kanal-Insel Fara, welche von einer Hitzewelle mit tropischen Temperaturen heimgesucht wird. Dies ist jedoch nicht das einzig Ungewöhnliche, denn immer wieder sind komische, sirrende Geräusche zu hören und ein alter Tramp wird in einer Höhle von etwas angegriffen und getötet. Schriftsteller Jeff Callum (Patrick Allen) ist mit seiner Frau Frankie (Sarah Lewson) auf das abgelegene Eiland gezogen um einen Schlussstrich unter seine Affäre mit der attraktiven Angela Roberts (Jane Merrow) zu ziehen. Diese jedoch folgt ihm auf die Insel und gibt sich bei seiner Frau als dessen neue Sekretärin aus. Jeff und Frankie betreiben die lokale Gaststätte „The Swan“. Dort hat sich der undurchsichtige und unfreundliche Godfrey Hanson (Christopher Lee) einquartiert, der irgend welchen obskuren Forschungstätigkeiten nachzugehen scheint. Es kommt zu weiteren Todesfällen, und schliesslich erfährt Jeff von Hanson, dass die Insel von einer Vorhut ausserirdischer Invasoren als Basis auserkoren wurde. Diese sollen testen ob sich die Erde als ihr neues Habitat eignet. Hanson ist ein Wissenschaftler, der auf der Insel verzweifelt nach Beweisen für seine Theorie sucht. In der Zwischenzeit steigt die Temperatur immer höher, die Telefonverbindung fällt aus. Als Dr. Stone (Peter Cushing) zur Wetterstation fahren will um von dort einen Hilferuf ans Festland zu senden wird er von den Ausserirdischen geröstet. Diese töten ihre Opfer mittels Hochfrequenz-Strahlung und äschern sie dabei regelrecht ein. Sie ernähren sich von Energie, welche sie überall abzapfen. Die Situation ist aussichtlos, denn nichts scheint die Invasoren aufhalten zu können……

Meine Meinung:

Dieser Science-Fiction/Horror-Trash wurde von der kleinen englischen Firma Planet Film Production produziert, welche ein Jahr zuvor den nicht minder abstrusen „Island of Terror“ auf den Markt geschmissen hatten. Regie führte der grossartige Terence Fisher, der in unzähligen, denkwürdigen Hammerfilmen sein Genie bewiesen hatte. Wie er sich herablassen konnte ein derart unausgegorenes, hanebüchenes Script zu verfilmen ist mir schleierhaft. Genauso wie die Tatsache, dass sich die beiden Hammer-Ikonen Christopher Lee und Peter Cushing überreden liessen, hier ihren guten Ruf aufs Spiel zu setzen. Beide glänzen wie üblich in ihren Rollen, wobei der Part von Peter Cushing nicht über eine kleine Nebenrolle hinauskommt. Der Hauptdarsteller ist Patrick Allen, der auch schon für Hammer vor der Kamera gestanden hatte, in „Die Bande des Captain Clegg“, wo er sich ein formidables Psycho-Duell mit Peter Cushing geliefert hatte. Hier bleibt er blass und kann ausser seiner markigen Gesichtszüge nicht viel von seiner Kunst zeigen. Ueberhaupt hat dieses Machwerk nur entfernt mit Kunst zu tun: eine arg konstruierte Geschichte, in welche man sogar noch eine dröge Beziehungskiste einbauen musste um das Ganze überhaupt auf Spielfilmlänge zu bringen, billigste Requisiten und Effekte, welche diesen Namen nicht verdienen. So sieht man denn auch nicht wie die Leute zu Tode kommen, diese Szenen enden mit einem grellen Lichtblitz. Und die Ausserirdischen, die man erst ganz zum Schluss zu Gesicht bekommt, sind zum Schreien kitschig und billig gemacht. Hinzu kommt noch etwas pseudo-wissenschaftliches Geschwafel über die Herkunft der Invasoren und ein apruptes, an Einfallslosikgeit nicht zu überbietendes Ende. Weshalb Hanson und Stone auch bei Temperaturen von 50 Grad ihre Krawatten und Kittel anbehalten, ist eine kleine Randnotiz und unterstreicht die Lächerlichkeit dieses Schundes. Auch die Musik von Malcolm Lockyer kann hier nichts mehr retten, sie ist genauso banal wie der Rest.

Fazit: Unterirdische, unfreiwillig komische Trash-Gurke mit Staraufgebot. Nur wegen des Wiedersehens mit Lee und Cushing gibt’s von mir denn auch nicht die Höchststrafe. 2/10


Den hier mußt du nach "Eurohorror" verschieben ...

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 Betreff des Beitrags: Re: BRENNENDER TOD - Terence Fisher
BeitragVerfasst: 19.02.2016 04:40 
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@doobee

Danke für deinen Beitrag!
Bei Film-Threads den Titel bitte immer in GROSSBUCHSTABEN schreiben, danke! 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: BRENNENDER TOD - Terence Fisher
BeitragVerfasst: 19.02.2016 16:58 
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doobee hat geschrieben:

Fazit: Unterirdische, unfreiwillig komische Trash-Gurke mit Staraufgebot. Nur wegen des Wiedersehens mit Lee und Cushing gibt’s von mir denn auch nicht die Höchststrafe. 2/10


Ich fand den ganz vergnüglich.


doobee hat geschrieben:
Weshalb Hanson und Stone auch bei Temperaturen von 50 Grad ihre Krawatten und Kittel anbehalten, ist eine kleine Randnotiz und unterstreicht die Lächerlichkeit dieses Schundes.


Ein britischer Gentleman ist ein britischer Gentleman.


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 Betreff des Beitrags: Re: BRENNENDER TOD - Terence Fisher
BeitragVerfasst: 19.02.2016 20:29 
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Beiträge: 855
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An den Schwächen von NIGHT OF THE BIG HEAT und ISLAND OF TERROR kann man sehr schön die Qualitäten der vergleichbaren Hammer-Filme messen - zumal ja auch diese Werke von Terence Fisher inszeniert wurden.

Aber das Christopher Lee einfach aus dem Bild kippt und nicht mehr gesehen wurde hätte wirklich nicht sein müssen !


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