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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: IN DEN KRALLEN DES UNSICHTBAREN - Pierre Chevalier
BeitragVerfasst: 14.09.2010 19:25 
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OT: La vie amoureuse de l'homme invisible (1971)

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Ein Arzt wird zum Schloss von Professor Orloff (Howard Vernon) gerufen, da ihm die abergläubischen Dorfbewohner aber keine große Hilfe sind, muss er sich alleine auf den Weg machen. Dort angekommen wird er von verwirrten, verängstigten Bewohnern empfangen und wenig später weiht ihn der verrückte Wissenschaftler auch noch in sein derzeitiges Experiment - die Erschaffung einer unsichtbaren Kreatur - ein. Doch in der darauffolgenden Nacht geht einiges schief...

Ich kann mich noch erinnern: vor einigen Jahren, als ich gerade begonnen habe, mich richtig für's Eurokult-Kino zu interessieren, habe ich mir diesen Film zusammen mit Francos DAS GRAUEN VON SCHLOSS MONTSERRAT bestellt. Damals habe ich etwas in Richtung der HAMMER-Grusler erwartet und war dann natürlich total enttäuscht. Nachdem mir der Franco-Streifen jedoch inzwischen schon besser gefällt, sollte auch IN DEN KRALLEN DES UNSICHTBAREN nun mit deutlich mehr Trash-Erfahrung meinerseits seine zweite Chance bekommen.
Der Anfang macht ja erstmal gar keinen so schlechten Eindruck. Die Drehorte und Kulissen (hauptsächlich ein Wäldchen und ein heruntergekommenes Schloss) sorgen mit ihrem rustikalen Charme sofort für eine wohlige Gruselstimmung. Wenn Chevalier nur nicht so unglaublich einschläfernd inszenieren würde, so dass man sich ständig fragt, wie lang 76 Minuten eigentlich sein können! Da werden belanglose Szenen ewig in die Länge gezogen, die Darsteller schlafwandeln durch den Film und sondern ihre meist wenig interessanten Sätze wie in Trance ab und dazu ertönt ein nervtötender Score, der fast ausschließlich aus dissonanten Geräuschen besteht. Eine schöne Szene gibt es, als den Filmemachern scheinbar eingefallen ist, dass man noch etwas Nudity braucht - da legt eine der Darstellerinnen so richtig demonstrativ ihre Klamotten ab, schlüpft in ein Nachthemd, nur um sich kurz darauf wieder umzuziehen. Auch die Auftritte des unsichtbaren Monsters, insbesondere die Attacke auf das Dienstmädchen, sind an Dilettantismus kaum zu überbieten und als er dann auch noch mit Mehl sichtbar gemacht wird... ach, schaut's euch am besten selber an!
Im Grunde hat man das Gefühl, man befindet sich in einem Franco-Film, aus einer seiner ganz uninspirierten Phasen, und dafür war Pierre Chevalier scheinbar der richtige Mann. Zumindest passt es daher gut ins Gesamtbild, dass Howard Vernon hier auch mit von der Partie ist, neben Fernando Sancho und einigen meist recht ansehnlichen Damen.

Trash-Fans, denen es gar nicht schundig und "geil langweilig" genug sein kann, brauchen die Kritikpunkte selbstverständlich nicht allzu ernst zu nehmen, genauso wie Leute mit Schlafproblemen hier an der richtigen Adresse sind.

Ich rate zur US-DVD von Image Entertainment, diese bietet abgesehen von den typischen, altersbedingten Defekten eine Bildqualität, die sich wirklich sehen lassen kann, und zudem hat sie sogar eine deutsche Tonspur (!). Gibt es einzeln oder in der "Orloff Collection", die außerdem noch DER SCHRECKLICHE DR. ORLOFF, DR. ORLOFFS MONSTER und DIE RACHE DES HAUSES USHER enthält, und sehr preiswert zu haben ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: IN DEN KRALLEN DES UNSICHTBAREN - Pierre Chevalier
BeitragVerfasst: 19.09.2010 19:01 
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Wenn der Chet schon mal den Chevalier auspackt, dann ist es meine verdammte Pflicht 3 weitere Streifen aus der Schmiede Peter Knights zu hypen.

"Rape (Viol, la grande peur)"
"Convoy der Frauen"
"Kommando Panther"

Genau diese französischen Filetstücke gilt es sich zu besorgen, anzugucken und exzessiv auszufeiern...vorausgesetzt, man möchte die Faszination Chevalier nachvollziehen können! :D

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"Ihr Name ist Luzifer. Ihr vertraue ich mehr als meinem besten Freund. Sie spricht nicht, sie hört nicht, betrügt nicht. Sie ist taub, ist blind, ist stumm. Sie tötet nur!"


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 Betreff des Beitrags: Re: IN DEN KRALLEN DES UNSICHTBAREN - Pierre Chevalier
BeitragVerfasst: 19.09.2010 22:27 
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Sehr schlecht bewertet dieser Streifen in der Ofdb...
.... aber bildchen nummero vier, dieser knuffige kerl ich mag ihn....
wusste gar nich das er hier dabei ist, wegen ihm wäre es mir nen versuch wert! :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: IN DEN KRALLEN DES UNSICHTBAREN - Pierre Chevalier
BeitragVerfasst: 19.09.2010 22:38 
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reggie hat geschrieben:
.... aber bildchen nummero vier, dieser knuffige kerl ich mag ihn....


Fernado Sancho ... der kann den Film aber auch nicht retten ! Selbst für Eurociné / Chevallier Verhältnisse eine ziemliche Schnarchnummer und schwer durchzuhalten !


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 Betreff des Beitrags: Re: IN DEN KRALLEN DES UNSICHTBAREN - Pierre Chevalier
BeitragVerfasst: 19.09.2010 23:29 
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Na ich finde, Charme hat der Film schon, dieser Charme ist allerdings wirklich sehr langweilig verpackt. Wer allerdings an klassischer Grusel-Atmo, nichtssagenden Dialogen und viel, ähm, inspirierendem Leerlauf ( :lol: ) seine Freude hat, ist hier richtig.

Fernando Sancho hat sogar noch eine der besten Szenen: Eine überlange Rückblende, in der er angestiftet durch seine Angebetete (die auf dem Bild) das Grab der Tochter des Wissenschaftlers ausraubt, um ihr den Schmuck zu schenken und sich damit erhofft, endlich bei ihr landen zu können...

Hin und wieder versucht sich Chevalier auch an atmosphärischen Kniffen, was aber meistens in die Hose geht. :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: IN DEN KRALLEN DES UNSICHTBAREN - Pierre Chevalier
BeitragVerfasst: 19.03.2011 18:07 
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Das war ja mal wieder was für mich. Das X-Rated Hartböxle lachte mich gestern mal wieder so freundlich aus meinem Regal an - "Schau mich an, schau mich an" - rief's in schrillem Stakkato. Und so geschah es...
Der Film ist ne ziemliche Gurke, okay. Ich kann ja bekanntlich mit Gurken gut leben, erst recht, wenn sie einen gewissen Charme versprühen, also sei's drum.
Was ich dagegen jedoch diesmal beim Anschauen ganz prächtig fand, ist die Tatsache, dass ich aus dem Lachen über Teilstrecken des Streifens nicht mehr rauskam.
Damals war ich wohl zutiefst enttäuscht über den hohen Obulus, den man für die Hartbox in Relation zum Gebotenen latzen musste, gestern jedoch wirkte der UNSICHTBARE auf mich wie ein Kabinettstückchen schlechten Euro-Kinos, das mit albernden Freunden zusammen sehr wohl "Amusement" verbreiten könnte.

Gruß, G.


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 Betreff des Beitrags: DAS SCHRECKENSHAUS DES DR. ORLOFF - Pierre Chevalier
BeitragVerfasst: 06.08.2011 12:37 
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Alternativtitel:
In den Krallen des Unsichtbaren
Schloß der grausamen Leichen
Der Unsichtbare Tod

Produktionsland: Frankreich, Spanien
Produktion: Marius Lesoeur
Erscheinungsjahr: 1971
Regie: Pierre Chevalier
Drehbuch: Pierre Chevalier
Kamera: Juan Fortuny, Raymond Heil
Schnitt: Albert Gasset Nicolau, Fernande Pineau
Spezialeffekte: Juan Fortuny
Musik: Camille Sauvage, Claude Sauvage
Länge: ca. 77 Min.
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Howard Vernon, Francis Valladares, Brigitte Carva, Fernando Sancho, Evane Hanska, Isabel del Rio, Eugène Berthier, Arlette Balkis, May Cartrette, Christian Forges



Der Arzt Garondet wird auf das Schloss von Doktor Orloff gerufen, da dort angeblich Jemand krank sein soll. Niemand der Dorfbewohner will ihm allerdings den Weg zum Schloss zeigen. Als Garondet inmitten eines Walds von einem Kutscher, der sich doch überreden ließ, ihn zum Schloss zu fahren, ausgesetzt wird ist er auf sich allein gestellt, dass Schloss zu finden. Dort angekommen erwarten ihn seltsame Vorkommnisse, denn Doktor Orloff hat, ein nur von ihm kontrollierbares, unsichtbares Wesen geschaffen.

Pierre Chevaliers Film ist irgendwo zwischen ambitionierten Frankenstein-Denken und 70ies Exploitation anzusiedeln. Auch wenn der Film nicht gerade den besten Ruf hat, so weiß dieser durchaus auf seine eigene Art zu gefallen. Erwähnenswert sind hier, die gut gewählten Locations und dessen Beleuchtung. Das Schloss, in dem der Film spielt, weißt nämlich durchaus ein Atmosphäre vermittelndes Gesamtbild auf. Dazu kommen gut gewählte und vor allem im Blau- und Rotbereich, kräftige Farben.

In schauspielerischer Hinsicht ist einzig Howard Vernon erwähnenswert, der seinen Part durchaus überzeugend vermittelt. Vernon ist bekannter Weise in einigen Franco-Filmen zu Hause und in Chevaliers Film, von diesem Part, auch nicht allzu weit entfernt. Bedeutet, dass der Film durchaus an Jess Franco erinnert, auch wenn Chevalier in Bezug auf die Locations durchaus eine Prise Jean Rollin einfließen lässt.

Fazit:
Das Schreckenshaus des Doktor Orloff, ist zwar absehbar und sehr Spannungsarm, allerdings will trotzdem keine Langeweile aufkommen, da der Film einen gewissen Charme vermittelt. Einen Charme, der gerade Franco-Fans gefallen wird.

6,5/10

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 Betreff des Beitrags: Re: IN DEN KRALLEN DES UNSICHTBAREN - Pierre Chevalier
BeitragVerfasst: 04.10.2012 18:35 
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Also hatte mir ihn dann doch besorgt, wegen dem Sancholein :mrgreen:

Leider hatte der OB recht und auch Sancho als Wildhüter, kann hier nichts reissen. Wobei er der beste der Darstelleriege ist.
Wieder mal ne knuffige rolle für ihn, eigentlich ist er ein netter Kerl, aber aufgrund einer Frau die ihn nicht in ihr Bettchen lassen will, lässt er sich zur Grabschändung überreden. Kann ja nicht gut ausgehen.... :(

Die anderen Darsteller agieren Stocksteif, allen voran der herr Vernom und auch dieser DR.

Die Damen sind ok aber nichts besonderes, die waren halt bereit sich Nackig zu machen. Und die Blonde die hatt nen Urwald ich sage euch, die hat probleme diesen in ihrem Höschen unterzubringen :lol: ;)

Die eine wird vom Unsichtbaren vergewalltigt, da gibts recht viel zu sehen 8-)

Der Anfang beginnt verheisungsvoll und kann eine recht grusselige Athmo vorweisen, bis unser Dr. Dann mal das Schloss gefunden hat, sind schon 22min. vergangen!
Auf dem schloss angekommen wird es dann immer langweiliger.
Franco Freund Chevalier, sie haben ja auch schon gemeinsam einen Film gedreht, hat Francos muster verinnerlicht und inszeniert genauso dröge :(

Ich kenne noch "Das Schiff der Gefangenen Frauen" von ihm, der ist ganz ok, gibts von XT auf DVD.
Aber ein richtiger knaller ist "Convoy der Frauen", den solltet ihr mal schauen, der macht laune und bietet leckere Damen :)

Der Film hier mit viel wohlwollen und Sancho Bonus 5/10

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