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 Betreff des Beitrags: DER KUSS DES VAMPIRS - Don Sharp
BeitragVerfasst: 26.11.2009 20:05 
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Für die Vampier Fans und Hammer Freunde - ein kleines Highleigth abseits der Dracula und Karnstein Reihen

Regie : Don Sharp

OT: The Kiss of the Vampire

Cast : Clifford Evans, Edward de Souza, Noel Willman, Jennifer Daniel
Barry Warren, Brian Oulton, Noel Howlett, Jacquie Wallis, Peter Madden
Isobel Black, Vera Cook, John Harvey

Eine Beerdigung - düsteres Wetter trauernde Menschen .
Während die Dorfgemeinschaft vor dem Sarg steht wird sie von einem kleinen Abhang von einem düster blickenden , bärtigen Mann beobachtet.
Nach einer weile geht er zum Pfarrer , greift sich das Weihwasser und den Spaten - man könnte meinen er wolle etwas erde auf den Sarg schütten - plötzlich rammt den Spaten auf Herzhöhe durch den geschlossenen Sarg . Es ertönt ein Schrei und jede menge Blut quillt aus dem Sarg .

Die frisch verheirateten Gerald und Marianne Harcourt fahren mit ihrem geliehnen Auto ( Typ Kutsche mit Motor ) durch den sonnendurchfluteten Wald . Unweit des Schlossen von Dr. Ravna geht ihnen das Benzin aus . Dr. Ravna beobachtet alles durch sein Fernrohr, doch bevor er eingreifen kann hat unser düster blickender Mann aus dem Prolog die beiden schon entdeckt und dirigiert sie in das Hotel im nächsten Ort.

Bei dem Mann handelt es sich um Professor Zimmer - der seit dem Tod seiner Tochter gegen die Vampire kämpft und nun fürchtet die Neuankömmlinge könnten seine Pläne gefährden .
Am Abend werden Gerald und Marianne auf das Schloß Dr. Ravnas eingeladen und Marianne erliegt dem Bann von Ravnas Sohn Charles .


Fazit:

Dieser wunderbar gefilmte Vampierfilm hält sich nicht an die üblichen Klischees - Vampire können bei Tag umgehen - nur mit direktem Sonnenlicht haben sie Probleme , keiner versucht hier sich mit Knoblauch zu schützen oder jemandem einen HolzPflock in Herz zu schlagen nur Kreuz Symbole haben die übliche Wirkung .

Auch ist der Vampirismus hier eher einen Mischung aus Fluch und Glaube - Ravna hat wie eine Sekte um sich gescharrt , welche in weißen Gewändern messen abhält .
Jeder kann sich für oder gegen den Vampirismus entscheiden - Entweder er wendet sich der Kirche zu oder er verfällt dem Bösen ....
Auch die Vernichtung der Vampire erfolgt hier nicht mit Hilfe von Kreuz oder Pflock , sondern in dem man das böse mit dem bösen bekämpft - man beschwört mit Hilfe des Teufels! einen Schwarm von Federmäusen herauf , welche die Vampire schlußendlich aussaugen .

Während unser Heldenpaar eher Naiv Sympathisch ist (aber selten Heldenhaft) - zudem läßt sich Marianne recht leicht verführen .....- ist auch unser Vampirkiller kein edler Van Helsing sondern ein , seit dem Tod seiner Tochter , gebrochener Mann , der gerne etwas zu viel Trinkt und der nur das Ziel hat die Vampire zu vernichten .
Die anderen sind ihm egal - und würden sie seinen Plan zu sehr in Gefahr bringen würde er wohl nicht zögern sie aus dem Weg zu räumen .
Folgerichtig beschwört er auch das Böse herauf um anderes Böses zu vernichten .....

Don Sharp , dessen erster Horrorfilm Der Kuss des Vampirs war , hat ein wirklich gutes Gefühl für langsamen Spannungsaufbau und atmosphärische Szenen.
Unterstützt wird er durch die Gelungene Musik von James Bernard und die schöne Ausstattung des Films - hier wirkt es mal nicht so "plüschig" wie oft bei Hammer sonder wirklich zur Epoche passend . Auch die Kameraarbeit und der Schnitt ist gelungen besonders in der Finalen Szenen in der die Fledermäuse über die Vampire herfallen - nicht zu vergleichen mit den lächerlichen Fledermausattacken die Hammer im Vorgänger "Dracula und Seine Bräute" noch präsentierten ..

Die Darsteller sind alle gut in ihren Rollen , da fällt keiner ab und es paßt auch gut zusammen .
Auch wenn Noel Willman (Dr. Ravna) Lee ähnlich sieht spielt er die Rolle ganz anders ( und auf seine Weise richtig gut ). Clifford Evans (Professor Zimmer) erinnert schon ein wenig an den Vampirjäger aus "Blut für Dracula" wirkt allerdings bedeutend Glaubhafter .

Die DVD von Koch Media überzeugt ebenfalls auf ganzer Linie und liefert den Film in perfekter Bild und Tonqualität .


Fazit : einer der Besten Hammerfilme überhaupt und deutlich besser aus viele Filme aus der Dracula Reihe .
Wunderbar atmosphärischer Vampirgrusel ohne größere Gewaltausbrüche - nur das Ende wirkt wie oft bei Hammer etwas abrupt ...

10 von 10 Punkten von mir

Ach ja , die Ballszene inspirierte Polanski zu seinem Tanz der Vampire

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kuss des Vampir 1963
BeitragVerfasst: 27.11.2009 05:01 
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Ein sehr schöner, stimmungsvoller Film. Die DVD von Koch ist erstklassig. Auch hier grabe ich meinen alten Kurzkommentar aus:


Der Kuss des Vampirs

Gerald Harcourt (Edward de Souza) und seine liebliche Gattin Marianne (Jennifer Daniel) sind auf Hochzeitsreise. Dafür hat Papi dem Sohnemann sogar seine Droschke mit Hilfsmotor überlassen. Als das Pärchen auf einer Nebenstrecke unterwegs ist geht natürlich der Sprit aus. Da so leicht ken Nachschub zu beschaffen ist, kehren die Eheleute in ein nahegelegenes Hotel ein. Dort scheinen sie die einzigen Gäste zu sein, überhaupt herrscht in der gesamten Gegend eine sehr merkwürdige, unwirkliche Stimmung.

Am Abend erhalten Gerald und Marianne eine freundliche Einladung. Dr. Ravna (Noel Willman) ist der Besitzer einen herrschaftlichen Schlosses, das junge Paar wird dort freundlich empfangen. Sie lernen die Kinder Ravnas kennen, die schöne Sabena und Carl, der offensichtlich ein sehr talentierter Pianist ist. Bald soll ein rauschendes Fest stattfinden, auch zu diesem lädt Ravna die jungen Turteltäubchen ein. Während des Festes verschwindet Marianne jedoch, Gerald wird als Randalierer des Schlosses verwiesen. Nun kann ihm nur noch der verschrobene Professor Zimmer (Clifford Evans) helfen, der den entsetzten Gerald endlich darüber aufklärt mit wem oder was er es hier zu tun bekommen hat...

"The Kiss of the Vampire" ist ein wundervoller Vampirfilm aus dem Hause Hammer, der sich in vielen Details jedoch deutlich von den anderen Hammer Filmen zu diesem Thema unterscheidet. Während Christopher Lee als Dracula gern mit roher Gewalt den Weg zum Erfolg sucht, kommen die hiesigen Blutsauger sehr kultiviert daher. Gerade im späteren Verlauf des Filmes erinnert das Verhalten der Vampire an einen sektenartigen Zusammenhalt, ich will jedoch nicht zu viel verraten. Der Film ist in mancher Hinsicht seiner Zeit voraus, so können sich die Blutsauger auch am Tage bewegen, nur direktes Sonnenlicht bekommt ihnen nicht gut. Auch der Fingerzeig Richtung Sekte scheint aus den Siebzigern zu stammen, tatsächlich entstand dieser Film aber bereits in den frühen sechziger Jahren.

Don Sharp fällt dem Hammer Fan sicher nicht zuerst ein, wenn er Namen bewährter Hammer Regisseure nennen soll. Doch gerade diesem Don Sharp ist mit "Der Kuss des Vampirs" eine echte Perle gelungen. Die Dichte der Atmosphäre hat er mit anderen Hammer Produktionen gemein, doch ansonsten schlägt dieser feine Film recht leise, nahezu zarte Töne an. Auch das Ende ist durchaus ungewöhnlich, passt aber wunderbar zu diesem kleinen Geheimtipp!

Koch Media hat sich dieses Schatzes angenommen, wie gewohnt ist das Ergebnis vom allerfeinsten. Der Film liegt in schöner Qualität vor, ein interessantes Booklet liegt bei, die Hülle steckt in einem sehr hübschen Schuber. Danke dafür!

Ein leiser, aber nicht minder faszinierender Vampirfilm. Wundervoll! Sehr gut, sehr schön = 8/10 Pflicht für Freunde gepflegten Grusels!


***

Tjo, was bleibt noch zu sagen? DVD sofort kaufen, sonst geht später wieder das Geheule los, wenn die Teile für 300.000€ in der Bucht unter den Hammer (lol?) kommen.

_________________
Blap V 3.0 regaining paradise

***
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 Betreff des Beitrags: Re: DER KUSS DES VAMPIRS - Don Sharp
BeitragVerfasst: 01.12.2009 21:48 
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Ein wirklich wunderschöner Hammer Film, der auch sehr gut ohne Cushing und Lee funktioniert. Das Finale mit den Fledermäusen fand ich wirklich großartig. :)

Gruß
Bolo Yeung


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 Betreff des Beitrags: Re: DER KUSS DES VAMPIRS - Don Sharp
BeitragVerfasst: 01.12.2009 22:46 
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Muß mir den nochmal einlegen. Nach dem Super-Beginn fand ich den ziemlich schwach. Bin vielleicht mit zu großen Erwartungen rangegangen, da der Film ja nur gelobt wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER KUSS DES VAMPIRS - Don Sharp
BeitragVerfasst: 10.12.2009 12:05 
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der anfang hält natürlich schock - technisch nicht das was er verspricht. macht aber nichts, denn don sharp präsentiert uns hier einen toll gefilmten, fesselnden und überzeugenden vampir-film der für mich bisher zu den besten hammer filmen zählt die ich gesehen habe!
der spannungsaufbau funktioniert hier perfekt!
zwar sind weder lee als dracula/vampir noch cushing am start, aber die darsteller hier machen ihre sache auch recht ordentlich.

an der dvd von koch gibts wie immer nüscht zu meckern! KAUFEN!!

8,5 von 10

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KUSS DES VAMPIRS - Don Sharp
BeitragVerfasst: 11.12.2009 00:30 
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Cobra hat geschrieben:
an der dvd von koch gibts wie immer nüscht zu meckern! KAUFEN!!


Klar, fehlende Untertitel. Das fuchst mich jedesmal.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER KUSS DES VAMPIRS - Don Sharp
BeitragVerfasst: 11.12.2009 00:34 
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Mailman hat geschrieben:
Cobra hat geschrieben:
an der dvd von koch gibts wie immer nüscht zu meckern! KAUFEN!!


Klar, fehlende Untertitel. Das fuchst mich jedesmal.


pippifax.
ich hab noch nie untertitel bei ner deutschen dvd gebraucht. mir reicht auch die deutsche tonspur wenn sie 1. gut synchronisiert und 2. gut "restauriert" ist und das ist hier der fall.

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KUSS DES VAMPIRS - Don Sharp
BeitragVerfasst: 11.12.2009 00:46 
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Also ich nutze sie oft um zu sehen, wie weit die Synchro vom Original-Dialog abweicht. Richtig ärgerlich ist es, wenn ein Audio-Kommentar oder Interview nicht untertitelt ist, da ich kein Sprach-Genie bin.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER KUSS DES VAMPIRS - Don Sharp
BeitragVerfasst: 11.12.2009 00:48 
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Mailman hat geschrieben:
Richtig ärgerlich ist es, wenn ein Audio-Kommentar oder Interview nicht untertitelt ist


das kann ich noch nachvollziehen, sowas stört mich auch.

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KUSS DES VAMPIRS - Don Sharp
BeitragVerfasst: 26.03.2013 11:23 
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Produktionsland: Großbritannien
Produktion: Anthony Hinds
Erscheinungsjahr: 1963
Regie: Don Sharp
Drehbuch: Anthony Hinds
Kamera: Alan Hume
Schnitt: James Needs
Spezialeffekte: Les Bowie
Musik: James Bernanrd
Länge: ca. 84 Min.
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Clifford Evans, Edward de Souza, Noel Willman, Jennifer Daniel, Barry Warren, Brian Oulton, Noel Howlett, Jacquie Wallis, Peter Madden, Isobel Black, Vera Cook, John Harvey


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Marianne und Gerald Harcourt sind auf der Hochzeitsreise. Als ihnen das Benzin ausgeht müssen sie eine Zwangpause einlegen. In einem kleinen Gasthof machen die beiden Station und stellen fest, dass dieser ein trauriges Geheimnis birgt. Die Lösung des Übels scheint auf dem benachbarten Schloss von Dr. Ravna zu liegen.

Mit der Beisetzung auf einem kargen Friedhof an einem herbstlichen Tag startet „Der Kuss des Vampirs“ und lässt den ominösen Professor Thompson zu seinem ersten Einsatz kommen. Ein guter Auftakt der leider in eine gewisse Behäbigkeit mündet.

Der Film läuft bis zur 45 Minute vor sich hin ohne richtig in die Gänge zu kommen, erst dann wird die Spannung etwas mehr in den Vordergrund gestellt. Während des doch eher spannungsarmen Ablaufs wird der Zuschauer jedoch mit schönen Bildern von ansprechenden Räumlichkeiten verwöhnt. Auch die Außenaufnahmen mit ihren kräftigen Farben können dem Auge sehr gut gefallen. Auch die Hammer-typische Musik kommt seinen Verpflichtungen im positiven Sinne nach.

Im Vergleich zu anderen Hammer-Produktionen die sich mit dem Thema Vampirismus auseinandersetzen, ist die Anzahl der menschlichen Opfer beim „Kuss des Vampirs“ gleich Null. Zumindest können wir dem direkten Übergang vom Leben in die Welt der Untoten nicht beiwohnen.

Die Darstellerriege agiert im durchschnittlichen Rahmen. Einzig Isobel Black als Tanja und Clifford Evans als Professor Thompson bzw. Professor Zimmer erscheinen in einem besseren Bereich.

Fazit: Eine eher unspektakuläre Vampirgeschichte, die allerdings mit schönen Farben und herrlichen Räumlichkeiten Pluspunkte sammeln kann.

7/10

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