Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
Aktuelle Zeit: 23.05.2017 07:07

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 11 Beiträge ] 
AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: DIE LEBENDEN LEICHEN DES DR. MABUSE - Gordon Hessler
BeitragVerfasst: 02.05.2013 13:21 
Offline
Moderator
Benutzeravatar

Registriert: 06.2010
Beiträge: 12012
Wohnort: Bochum
Geschlecht: männlich
Bild Bild


Alternativer Titel: Scream and Scream Again
Produktionsland: Großbritannien
Produktion: Peter Rosenberg, Milton Subotsky
Erscheinungsjahr: 1970
Regie: Gordon Hessler
Drehbuch: Peter Saxon
Kamera: John Coquillon
Schnitt: Peter S. Elliot
Musik: Shel Talmy
Länge: ca. 95 Minuten
Freigabe: FSK 16
Darsteller:

Vincent Price: Dr. Mabuse/ Dr. Browning
Christopher Lee: Fremont
Peter Cushing: Maj. Benedict Heinrich
Alfred Marks: Superintendent Bellaver
Marshall Jones: Konratz
Christopher Matthews: David Sorel
Judy Huxtable: Sylvia
Yutte Stensgaard: Erika
Anthony Newlands: Ludwig
Julian Holloway: Griffin



Bild


London wird von einem Frauenmörder heimgesucht. Das der Unbekannte seine Opfer tötet reicht ihm allerdings nicht, also saugt er ihnen auch noch das Blut aus. Als der Mörder ertappt wird flüchtet er auf das Anwesen von Dr. Mabuse, wo er sich in einem Salzsäurebad das Leben nimmt. Die Lösung für den seltsamen Frauenmörder scheint auf dem Anwesen zu finden.

Der Film legt erwartet typisch englisch los. Der erste Besuch bei Dr. Mabuse, der im Original Dr. Browning heißt, zeigt gemütliche Räumlichkeiten in denen man sich sehr wohl fühlt. „Die lebenden Leichen des Dr. Mabuse“ legen innerhalb ihres Verlaufs einige Fährten für den Zuschauer aus, damit dieser zur Lösung finden kann. Hierbei ist die Verbindung dieser Sachverhalte nicht sofort durchschaubar. Auch sei angemerkt, dass Gordon Hesslers Film einige Logiklücken aufweist, die die Geschichte nicht gerade überzeugend erscheinen lassen. Eine gewisse Spannung kann man dem Film allerdings nicht absprechen.

Auch wenn die Besetzung Vincent Price, Christopher Lee und Peter Cushing, Großes vermuten lässt, so wird diese den Vorstellungen nicht gerecht. Cushing hat einen extrem kurzen und belanglosen Auftritt und Christopher Lee hat auch nicht gerade viel Spielzeit erhalten. Bei Vincent Price hält sich die Spielzeit im grünen Bereich, auch wenn Vincent nicht das praktiziert, was man von anderen sehr guten Präsentationen seinerseits kennt.

Im Punkto Härte hat Hesslers Film zumindest ein paar kleine Highlights zu bieten. Salzsäure und Amputation lassen zumindest etwas erahnen, was dem Auge verborgen bleibt.

_________________
Bild


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DIE LEBENDEN LEICHEN DES DR. MABUSE - Gordon Hessler
BeitragVerfasst: 23.11.2013 12:44 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 7778
Wohnort: Zwischen Rübenbergen und dem schönen Nordharz
Geschlecht: männlich
Was für eine herrliche Sause! Gordon Hessler prügelt uns durch einen irren Mix aus Dr. Frankenstein, Vampirismus, Serienkiller, Polizeiarbeit, Spionage, Terrorregime, Übermensch, alles taumelt und pulsiert in einem prächtigen Spät-Sechziger-/Früh-Siebziger-Szenario umher. Da stört es kaum, dass gigantische Namen wie Price, Lee und Cushing lediglich den Zuckerguss auf der schmackhaft überfrachteten Torte darstellen, während begabte Darsteller aus der zweiten Reihe mehr Screentime verbuchen dürfen.

Meine Import-DVD freut sich über Gesellschaft aus Deutschland, die Scheibe aus der Reihe "KSM Klassiker" verdient eine Empfehlung.

"Die lebenden Leichen des Dr. Mabuse" setzt sich zwischen alle Stühle, landet mit dem Arsch in meinem Herz. Wundervoller Stoff für Liebhaber! Mindestens dicke 8/10!

_________________
Blap V 3.0 regaining paradise

***
Vom Ursprung her verdorben


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DIE LEBENDEN LEICHEN DES DR. MABUSE - Gordon Hessler
BeitragVerfasst: 06.12.2013 02:45 
Offline

Registriert: 12.2009
Beiträge: 922
Geschlecht: männlich
Ich find den auch extrem unterhaltsam. Überhaupt mag ich diese früh-70er Horrorkost von der Insel wo (wie natürlich in anderen Ländern auch) Bewährtes und "Neues" oft krude gemischt wurde.

Klar - ein Klassiker schaut anders aus, aber wer mit Seventies-Inselhorror was anfangen kann dürfte bestens bedient werden.

_________________
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DIE LEBENDEN LEICHEN DES DR. MABUSE - Gordon Hessler
BeitragVerfasst: 06.12.2013 04:00 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 05.2011
Beiträge: 1227
Geschlecht: männlich
Abschnittweise ist der Film sehr interessant, vor allem erinnere ich mich an die Geschichte mit dem Jogger, der mehrmals im Krankenhaus aufwacht und jedes Mal ... [selber gucken!]. Später kam dann ein Price, der mit Dr. Mabuse angeredet wurde, was ja wohl nur in der deutschen Fassung vorkommen dürfte. Diese Benennung kam ziemlich trashig rüber.

Was "Logiklöcher" angeht, gibt es solche und solche Fälle. Manchmal geht es um völlig unwichtige Details, mancher Film sabotiert sich aber auch geradezu selbst durch Unbedachtheiten im Handlungsaufbau. Wenn ohne weitere Erläuterungen auf "Logiklöcher" hingewiesen wird, bringt mir das als Leser aber in keinem Fall was.

_________________
Bild
Higurashi no Naku Koro ni


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DIE LEBENDEN LEICHEN DES DR. MABUSE - Gordon Hessler
BeitragVerfasst: 16.11.2014 20:27 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 07.2013
Beiträge: 3162
Geschlecht: männlich


DIE LEBENDEN LEICHEN DES DR. MABUSE / SCREAM AND SCREAM AGAIN (1970)

mit Vincent Price, Christopher Lee und Peter Cushing
Christopher Matthews, Alfred Marks, Judy Huxtable, Anthony Newlands und Marshall Jones sowie Uta Levka
eine Produktion der American International Pictures | Tigon | im Verleih der Nobis
ein Film von Gordon Hessler


Bild Bild


»Ja, ich bin auch ein Kompositum!«


In London herrscht Angst und Schrecken, denn ein unheimlicher Mörder lässt eine Reihe von Leichen zurück, denen das gesamte Blut bis auf den letzten Tropfen ausgesaugt wurde. Als dieses Phantom, das von den Medien nur Vampir-Mörder genannt wird, von der verdeckten Ermittlerin Sylvia (Judy Huxtable) aufgespürt und enttarnt wird, merkt die Polizei, dass sie es mit einem Gegner von unmenschlichen Kräften zu tun hat. Der Mörder kann fliehen und versteckt sich auf dem Anwesen des Wissenschaftlers Dr. Mabuse (Vincent Price), der in seinem Laboratorium fragwürdige Experimente im Auftrag der britischen Regierung durchführt. Aus diesem Grunde werden die Ermittlungen auch wieder schnell eingestellt, womit sich der junge Pathologe Dr. Sorel (Christopher Matthews) allerdings nicht zufrieden gibt. Er will den ungeheuerlichen Geschehnissen auf den Grund gehen und deckt Unglaubliches auf. Was hat die Regierung mit Hilfe des Genies Dr. Mabuse tatsächlich vor..?

Eine weitere Mabuse-Adaption, die unabhängig von der Mutter-Reihe ihr Glück beim Zuschauer versucht, ruft ganz bestimmt und zu Recht erst einmal Skepsis hervor. Der deutsche Titel verrät ausnahmsweise mal nicht zu viel und trifft den Nagel sogar irgendwie auf den Kopf, wobei diese Produktion sich mit vielen anderen Plots beschäftigt, die schließlich eine gelungene Verstrickung mit der Hauptgeschichte erfahren und für Abwechslung sorgen. Der Film überzeugt durch seine, über weite Strecken dichte Atmosphäre, wobei die Einteilung in ein bestimmtes Genre gar nicht so einfach erscheint. Die Geschichte wirkt teilweise überraschend und unkonventionell, kommt dabei auch immer wieder zu ihrem eigentlichen Anliegen zurück, ein kleiner Schocker sein zu wollen. Dabei wird gerne ausgiebig mit spekulativer Brutalität gespielt, Urängste werden eindringlich angerissen und was im Endeffekt für die wirkliche Spannung sorgt ist, dass der Zuschauer ziemlich derb strapaziert wird, da es dem Film komplett egal ist, wie viele Protagonisten über die Klinge springen müssen. Das vorgelegte Tempo, die subtilen Schock-Momente und die angenehme weniger-ist-mehr-Strategie, machen diesen Beitrag schon sehr interessant. Ansonsten wirkt alles rund um diese Produktion recht aufwendig, die Schauplätze und die Bildgestaltung sind hervorragend, die Musik führt gedanklich sogar querbeet durch etliche Edgar Wallace-Verfilmungen und die Besetzung ist exzellent. Dass sich die Geschichte unter der Regie von Gordon Hessler immer wieder einmal auch verworrenen Passagen hingibt, wirkt nicht besonders störend, sondern unterstreicht die Perfidie der Titel gebenden Figur noch zusätzlich.

Vincent Price, Christopher Lee und Peter Cushing sieht man hier in einem Film. Im Rahmen der Besetzung kann ein Genre-Beitrag kaum besser aussehen. Vincent Price als Dr. Mabuse für die deutsche, und Dr. Browning für die internationale Version, erweist sich schnell, wenn auch anfangs leider nur sporadisch, als richtiger Mann für die Rolle des Titel-Schurken. Wenn ich die Auftrittsdauer anmerke, so zieht es sich hier tatsächlich wie ein roter Faden durch den Film, denn fast alle Darsteller sieht man hauptsächlich in (beinahe isolierten) Etappen oder eben nur besonders kurz. Ein erfahrener Mann wie Price füllt seinen Part, egal unter welchen Umständen, jedenfalls immer sehr gut aus und auf die Titel-Figur bezogen, gelang es ihm recht eindringlich, diese individuell zu prägen. Dieses Gemisch aus Größenwahn, aber dennoch glasklarem Verstand sowie einer Mischung aus Zerrissenheit und Zerbrechlichkeit, bringt der in seinen Zügen immer markanter gewordenen Darsteller sehr gut in Einklang mit seinen Szenen und der Geschichte. Das faszinierende an Christopher Lee ist, dass er stets die Fähigkeit hatte, sofern seine guten Züge und Charakter-Eigenschaften nicht auf dem Silbertablett serviert wurden, eine unheimlich hohe Distanz aufbauen zu können, unergründlich zu erscheinen und schließlich Skepsis hervorzurufen. Seine finstere Miene und sein erhabenes Wesen funktionieren hier wieder einmal erstaunlich gut. Peter Cushing hat einen leider nur recht kurzen aber ebenso überzeugenden Auftritt und das Dreier-Gestirn kann sich schließlich sehen lassen, ja gibt dieser Produktion Verve und ein besonderes Aushängeschlid. Ansonsten bekommt man von den übrigen Darstellern, die teils sogar größere Rollen als die groß angekündigten Hauptrollen hatten, angenehme, nachhaltige und sogar ausgekochte Darbietungen offeriert.

Bild Bild

Diese Produktion stand damals primär nicht wegen des deutschen Mabuse-Themas, sondern wegen Uta Levka auf meiner Liste, deren filmisches Schaffen sich ja leider nur über ein halbes Dutzend Jahre erstreckte, bis sie sich bereits 1971, etwa erst dreißigjährig, aus der aktiven Film-Branche zurückzog. Uta Levka spielt hier Jane, eine aus Leichenteilen zusammen gebastelte Krankenschwester. Bei ihren Auftritten überzeugt sie ausschließlich durch ihre beängstigende Präsenz im Rahmen ihrer Körpersprache, Gestik und Mimik, denn sie durfte in diesem Geschehen sage und schreibe nur einen einzigen kurzen Satz sprechen. Horror-Erfahrung konnte die Deutsche bereits in dem 1969 entstandenen Film "Im Todesgriff der roten Maske" (ebenfalls mit Vincent Price und Christopher Lee, entstanden unter der Regie von Gordon Hessler) sammeln. Ich bin mir sicher, dass sie ein beeindruckender supporting star im Horror-Genre hätte werden können, da alle Voraussetzungen vorhanden waren. Als Krankenschwester Jane, was sich ja unscheinbarer und hilfsbereiter nicht anhören kann, bedient sie eine latente Horror-Vision des Zuschauers, nämlich einer rücksichts- und willenlosen Maschine ausgeliefert zu sein. Jedes Mal, wenn sich die Türe zum Krankenzimmer öffnet weiß man, was die Stunde geschlagen hat. Katzenhaft schleicht sie herein, um den offensichtlich sedierten Patienten zu versorgen, dem nach ihrem Erscheinen allerdings immer eine neue Extremität fehlt. Dabei geht die Kamera ein sich in Großaufnahmen gefallendes Spiel ein, das die Emotionslosigkeit und Brutalität dieser Person dokumentiert. Eine tolle Performance der aparten Schauspielerin, die immer wieder gerne gesehen ist.

Dieser Film kann schließlich einigen Genres direkt oder weitgehend zugeordnet werden, was letztlich auch seine Abwechslung ausmacht. Nicht immer gerade glaubhaft, aber auch nicht vom anderen Stern, unterschwellig brutal doch nicht geschmacklos, vollkommen unwahrscheinlich, aber im gefühlten Bereich des Möglichen, eine ziemlich positive Überraschung diese "Lebenden Leichen des Dr. Mabuse"! Die Angelegenheit ist fast durchgehend rasant und zeigt sich nicht minder effektiv, eigenartigerweise setzt das Finale in dieser Beziehung nicht noch einen drauf, sondern gipfelt in einem Konzentrations-Showdown. Zwar fühlt man sich nicht immer angemessen zeitlich und örtlich orientiert und einige der Personen hätten eine stichhaltigere Durchleuchtung verdient gehabt, aber trotz vieler, nicht immer direkt schlüssiger Phasen, schließt sich der Kreis dennoch überzeugend. Es ist ganz interessant, Horror auch einmal außerhalb der zumindest angestaubten Mottenkiste oder der Haudrauf-Ecke serviert zu bekommen, der sich zwar wohlwollend an Basis-Grundvoraussetzungen hält, aber seinen eigenen Weg im Rahmen des Zeitgeistes einschlägt. Diese Adaption macht buchstäblich Laune, nimmt sich letztlich nicht so todernst wie ihr wohlklingender Titel und vermittelt einen hohen Unterhaltungswert. "Die lebenden Leichen des Dr. Mabuse" ist ein wirklich freudiges Spektakel geworden, bei dem Gordon Hessler wieder einmal unter Beweis stellt, dass er sich innerhalb seines Beschäftigungsgebietes neu erfinden konnte und insbesondere seine Horror-Beiträge dieser Zeitspanne sind gewiss nicht zu verachten.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DIE LEBENDEN LEICHEN DES DR. MABUSE - Gordon Hessler
BeitragVerfasst: 24.11.2014 20:45 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 7778
Wohnort: Zwischen Rübenbergen und dem schönen Nordharz
Geschlecht: männlich
Prisma hat geschrieben:
"Die lebenden Leichen des Dr. Mabuse"[/i] ist ein wirklich freudiges Spektakel geworden, bei dem Gordon Hessler wieder einmal unter Beweis stellt, dass er sich innerhalb seines Beschäftigungsgebietes neu erfinden konnte und insbesondere seine Horror-Beiträge dieser Zeitspanne sind gewiss nicht zu verachten.


So sieht es aus! Leider wird Gordon Hessler noch immer gern unterschätzt. Man denke z. B. an den großartigen "Cry of the Banshee", für mich -neben Witchfinder General- der Hexenjägerfilm überhaupt.

_________________
Blap V 3.0 regaining paradise

***
Vom Ursprung her verdorben


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DIE LEBENDEN LEICHEN DES DR. MABUSE - Gordon Hessler
BeitragVerfasst: 24.11.2014 21:03 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 07.2013
Beiträge: 3162
Geschlecht: männlich
Zur Zeit bin ich dabei, mir einige von Hesslers Filmen anzuschauen und ich finde seine Beiträge wirklich besonders unterhaltsam.
Dieser, "Im Todesgriff der roten Maske" und "Mord in der Rue Morgue" haben mir wieder sehr gut gefallen.
Bemerkenswert innerhalb seines ja beinahe seriellen Stils finde ich, dass trotzdem keine Eintönigkeit aufkommt.

Jeder der bislang gesehenen Beiträge hat gelungene Einfälle zu bieten und ich werde mal schauen, welche Hessler-Filme ich noch herbeischaffen kann muss. ;)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DIE LEBENDEN LEICHEN DES DR. MABUSE - Gordon Hessler
BeitragVerfasst: 24.11.2014 21:12 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 7778
Wohnort: Zwischen Rübenbergen und dem schönen Nordharz
Geschlecht: männlich
Prisma hat geschrieben:
"Im Todesgriff der roten Maske"


Den fand ich lange Zeit eher "ganz nett", aber inzwischen ist mir der Streifen sehr ans Herz gewachsen.

Ein Leben ohne "Todesschrei der Hexen" ist nicht lebenswert, mein ganz spezieller Hessler-Höhepunkt.

_________________
Blap V 3.0 regaining paradise

***
Vom Ursprung her verdorben


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DIE LEBENDEN LEICHEN DES DR. MABUSE - Gordon Hessler
BeitragVerfasst: 24.11.2014 21:23 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 07.2013
Beiträge: 3162
Geschlecht: männlich
Geht mir ganz genau so, wobei ich "Im Todesgriff der roten Maske" anfangs sogar eher als enttäuschend empfunden hatte.
Als der die Tage nochmal lief, habe ich dann auch bemerkt, dass der Film bei jeder Sichtung wächst.
Als Bonus gabs ja auch noch ein sehr aufschlussreiches Interview mit Uta Levka. :lol:
Wegen ihr bin ich überhaupt erst zu diesem, und zu "Die lebenden Leichen des Dr. Mabuse" gekommen.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DIE LEBENDEN LEICHEN DES DR. MABUSE - Gordon Hessler
BeitragVerfasst: 15.04.2017 00:10 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4791
Geschlecht: männlich
WTF? England wird von Theresa May Militärs mit Faschistenarmbinden regiert. Ein Mann mit übermenschlichen Kräften ermordet junge Frauen und saugt ihnen das Blut aus, um nach seiner Festnahme durch die Polizei mit abbem Arm zu flüchten. Einem harmlosen Patienten wird im Krankenhaus ein Bein amputiert, und noch eines, und auch ein Arm, und noch einer... Und was hat Dr. Mabuse mit all dem zu tun? Eine wirkliche Antwort auf diese Frage wird der Zuschauer nicht bekommen, aber knuffige englische End60ger-Unterhaltung, die Trashologen entzücken dürfte. Swinging London trotzt jedem Militärregime. :mrgreen:

Schade, dass Peter Cushing nur einen besseren Cameo-Auftritt hier hat, auch Christopher Lee hat recht wenig Screentime bekommen. Von Uta Levka bekommen wir nur einen Satz zu hören, aber sie kümmert sich gewissenhaft als Krankenschwester um ihren Patienten, obwohl dessen körperlicher Zustand sich permanent reduziert.

Unfug, aber herrlich!

Gepriesen seien übrigens die Stadtväter von Gelsenkirchen, Home of the Buio-Omega-Club, die Herrn Hessler eine außergewöhnliche Ehre zuteil werden ließen und einen ganzen Stadtteil nach ihm benannten. 8-)


Bild


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DIE LEBENDEN LEICHEN DES DR. MABUSE - Gordon Hessler
BeitragVerfasst: 15.04.2017 18:12 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 08.2015
Beiträge: 100
Wohnort: Interzone
Geschlecht: männlich
Trotzdem sich das Triumvirat des Horrorgenres in diesem Film ein Stelldichein gibt, bin ich mit DIE LEBENDEN LEICHEN DES DR. MABUSE nie wirklich warm geworden.
Liegt vielleicht daran, dass man die drei Herren vornehmlich aus zurückhaltendem Gothic- Horror kennt und liebt, und es im vorliegendem Film eher trasig, laut und blutig zur Sache geht.
Not my cup of tea.


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 11 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker