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 Betreff des Beitrags: FRANKENSTEINS RACHE - Terence Fisher
BeitragVerfasst: 27.02.2016 06:30 
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Frankensteins Rache
Originaltitel: The Revenge of Frankenstein
Produktionsland: England
Erscheinungsjahr: 1958
Regie: Terence Fisher

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1860 wird Baron Victor Frankenstein (Peter Cushing) zum Tode verurteilt wegen der Morde, welche das von ihm geschaffene Monster begangen hatte. Doch mit Hilfe von Karl (Oscar Quitak) entgeht er dem Schaffott. Drei Jahre später praktiziert er als Dr. Stein in Carlsbrück. Er führt eine erfolgreiche Privatpraxis und auch ein Armenhospital. Die dortigen Patienten aber missbraucht er als lebendiges Ersatzteillager, denn er hat seinen Wahn, einen perfekten Menschen zu erschaffen, nicht aufgegeben und arbeitet weiterhin fieberhaft daran. Der junge Arzt Hans Cleve (Francis Matthews) erkennt ihn ihm den Baron Frankenstein und bittet ihn, sein Schüler und Assistent werden zu dürfen. Frankenstein hat bereits einen perfekten Körper zusammengebastelt, es fehlt noch das Hirn. Dieses kommt von Karl, welcher hochintelligent aber verkrüppelt ist und sich einen neuen Körper wünscht. Die Operation gelingt, der neue Karl (Michael Gwynn) erwacht zum Leben. Doch als Karl von Dr. Kleve erfährt, dass er und sein alter Körper in Zukunft als Anschauungsobjekt für Aerzte und Studenten dienen soll, macht er sich aus dem Staub. Als er seinen alten Körper im Laboratorium verbrennt, wird er vom Pförtner überrascht. Beim folgenden Kampf wird sein Gehirn verletzt und er verwandelt sich in ein mörderisches, unberechenbares Monster. Die Luft wird knapp für Frankenstein, denn Karl ruft dessen Namen, als er bei einer Abendgesellschaft eindringt und kurz darauf tot zusammenbricht. Jeder kennt jetzt die wahre Identität des Barons. Auch die Patienten des Armenhospitals, und diese prügeln ihn halbtot. Dr. Kleve hat nur eine Möglichkeit, das Genie seines Mentors zu erhalten. Er muss sein Hirn in einen neuen Körper einfplanzen….

Der Film beginnt da, wo „Frankensteins Fluch“ aufgehört hat. Frankenstein wird zur Guillotine geführt. Es handelt sich also um eine lupenreine, sehr gelungene Fortsetzung. Regie führte wiederum der grosse Terence Fisher. Die Geschichte entwickelt sich ohne Umschweife und hat ein gutes Tempo, die Kulissen sind wunderbar gestaltet. Da dieser Film unmittelbar nach „Dracula“ gedreht wurde, wurden auch einige Requisiten daraus verwendet. Bei der Treppe und der Türe zu Steins Labor handelt es sich um den Eingang zur Gruft von Schloss Dracula. Die Charaktere sind wiederum hervorragend herausgearbeitet. Die Motive von Frankenstein, der sich selber für unsterblich hält, bleiben dieses Mal jedoch etwas diffus. Es kann ihm nicht mehr darum gehen, die Menschheit von seinem Genie zu überzeugen, denn jeder weiss inzwischen von seinen damaligen Taten. Vermutlich will er es der bornierten Aerzteschaft einfach zeigen, dieses Mal den wirklich perfekten Menschen erschaffen und gleichzeitig Rache nehmen an all denjenigen, welche seine erste Schöpfung vernichtet hatten. Während sein Assistent im Vorgänger nach und nach Skrupel entwickelte und sich schliesslich sogar von seinem Mentor abwandte, ist Dr. Kleve nicht minder ruchlos und fanatisch wie Frankenstein selbst. Der alte und der neue Karl sind überaus tragische Figuren. Vor allem die Szenen, als sich der neue Karl nach seiner Gehirnverletzung in ein sabberndes Monster verwandelt, gehen an die Nerven. Die Musikuntermalung stammt dieses Mal nicht von Hof-Komponist James Bernard, sondern von Leonard Salzedo. Er liefert einen ordentlichen Score, der aber keinen grossen Wiedererkennungswert hat.

Der charismatische Peter Cushing glänzt einmal mehr in seiner Parade-Rolle als Victor Frankenstein. Hier ist er mehr der emotionslose Arbeiter als der manische Künstler des ersten Teils, aber er agiert wie immer mit traumwandlerischer Sicherheit und entwickelt eine ungeheure Präsenz. Auch Oscar Quitak und Michael Gwynn als der alte und der neue Karl machen einen hervorragenden Job. Ihnen gelingt es, diesen Charakter als eine Einheit aussehen zu lassen.

Fazit: Grosses Hammer-Kino mit sehr guten Darstellern und solider Regie-Arbeit. Macht beinahe so viel Spass wie sein Vorgänger! 8/10

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The Revenge of Frankenstein - Trailer


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 Betreff des Beitrags: Re: FRANKENSTEINS RACHE - Terence Fisher
BeitragVerfasst: 28.02.2016 22:24 
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Wohnort: Bochum
Geschlecht: männlich
FRANKENSTEINS RACHE

Produktionsland: Großbritannien
Produktion: Anthony Hinds
Michael Carreras
Erscheinungsjahr: 1958
Regie: Terence Fisher
Drehbuch: Jimmy Sangster
Kamera: Jack Asher
Schnitt: Alfred Cox
Budget: ca.
Spezialeffekte:
Musik: Leonard Salzedo
Länge: ca. 89 Min.
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Peter Cushing, Francis Matthews, Eunice Gayson, Michael Gwynn, John Welsh, Lionel Jeffries, Oscar Quitak, Richard Wordsworth, Charles Lloyd Pack, John Stuart, Arnold Diamond, Margery Cresley


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Unter dem Namen Dr. Victor Stein praktiziert - seit kurzer Zeit - ein neuer Arzt in Carlsbrück. Von den Patienten geliebt, von den Kollegen gemieden. Denn Dr. Stein nimmt ihnen die Patienten weg. Doch, der als Gentleman und Samariter fungierende, Stein scheint ein Geheimnis zu bergen. Handelt es sich wirklich um Frankenstein?

FRANKENSTEINS RACHE setzt dort an wo sein Vorgänger FRANKENSTEINS FLUCH endete. Frankenstein kann der Guillotine entkommen und startet einen Neuanfang. Ein 24 Stunden Job der den Baron zwischen Privatpraxis, Armenhospital und Labor rotieren lässt. Wie seine Kreatur steht auch deren Schöpfer ständig unter Strom.

„Good evening. I am Baron Frankenstein!“

Klingt es selbstbewusst und dominant, wenn Frankenstein sich einem Grabräuber vorstellt. Victor ist back! Mit List, Tücke und Gemeinheit hat sich der satanische „Gott in Weiß“ aus den Klauen des Henkers befeit um – zu unserer Freude – endlich wieder zu praktizieren. Im Vergleich zum Vorgänger verlagert FRANKENSTEINS RACHE seine Spielorte auf mehrere Schauplätze. Armenhospital, Privatpraxis, Labor, Privatfeier bei Comtesse Barscynska. Auch die Ausrichtung der Charaktere ist umfangreicher. Frankenstein ist nicht der alleinige Mittelpunkt. Seiner Kreatur – dem bemitleidenswerten Carl – wird eine tragende Rolle zugestanden. Dieses ist ein Grund warum es der Geschichte gelingt umfangreicher zu erscheinen als es beim Vorgänger der Fall war.

Peter Cushing ist als Doktor Frankenstein – wie erwartet – hervorragend. Doch ist die Regentschaft nicht ganz so deutlich wie es bei FRANKENSTEINS FLUCH DER Fall war. Dieses begründet sich mit den ebenfalls guten Leistungen von Francis Matthews (BLUT FÜR DRACULA) als Doktor Hans Kleve und Michael Gwynn als Carl.

Fazit: FRANKENSTEINS RACHE gefällt einen Tick besser als –der ohnehin gute – Vorgänger. Leerlauf gibt es keinen und es ist nur eine Frage der Zeit bis es wieder heißt:

„Your next patient is waiting, Doctor...“

_________________
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