Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: INSIDE - Alexandre Bustillo & Julien Maury
BeitragVerfasst: 13.04.2010 22:15 
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INSIDE („À l´Intérieur“, F 2007) R: Alexandre Bustillo und Julien Maury

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Vier Monate nach einem traumatischen Verkehrsunfall, bei dem die Fotografin Sarah (Alysson Paradis) ihren Ehemann verloren hat, steht sie kurz vor der Entbindung des gemeinsamen Kindes. Den letzten Abend, bevor sie sich ins Krankenhaus begeben will, verbringt sie allein in ihrem Haus, um die schmerzhaften Erinnerungen zu verarbeiten. Es wird deutlich, daß sie den Verlust noch nicht überwunden hat und der bevorstehenden Mutterschaft zwiespältig gegenübersteht. Wenig später klingelt es an der Tür und eine unbekannte Frau (Béatrice Dalle) bedroht sie. Sarah alarmiert die Polizei, bei deren Eintreffen ist die schwarzgekleidete Unbekannte aber bereits verschwunden. Sarah geht zu Bett, unwissend, daß die Frau bereits im Haus ist. Und mit sich führt sie eine große, scharfe Schere – denn ihr Trachten gilt nicht Geld und Wertsachen, sondern dem ungeborenen Leben in Sarahs Leib. Eine Nacht des Grauens beginnt…

---

Nachdem der Abspann schon lange abgerollt war und ich es endlich geschafft hatte, mich mit weichen Knien aus dem Sessel zu erheben, musste ich erst mal auf die Dachterrasse hinaus und tief durchatmen. Ich dachte sogar kurzfristig daran, wieder mit dem Rauchen anzufangen. Es blieb dann aber bei einem – zugegeben rasch getrunkenen – doppelten Whisky.

Was das französische Regie-Duett Alexandre Bustillo und Julien Maury hier mit ihrem Debüt À L´INTÉRIEUR abliefert, ist ein filmischer Tritt in die Weichteile, der seinesgleichen sucht. Diese beiden jungen Talente haben eine erbarmungslose Nachtmeerfahrt in die schwärzesten Abgründe der Seele inszeniert, die Vergleiche mit herkömmlichen Splatter-Ergüssen ad absurdum führt. Der Film setzt in den Disziplinen Nervenkitzel, Hochspannung und schierem, klaustrophobischem Terror neue Maßstäbe, die so bald niemand erreichen wird.

Allzu viel sollte an dieser Stelle nicht verquatscht werden – man muss diese Tortur selber miterleben und am Besten so wenig wie möglich wissen, was einen erwartet. Nur soviel: Die dargereichte Gewaltdarstellung ist exzessiv und geht bis an die Grenzen des Erträglichen. Dem ein oder anderen mag das sogar zuviel des Guten sein. Werdenden Müttern (und auch Vätern) sei vom „Genuss“ dringend abgeraten!
Auf technischer Ebene wurde hier alles perfekt gelöst. Das Drehbuch ist ein Paradebeispiel an Reduktion; kein überflüssiger Schnörkel entstellt die straff und effizient erzählte Handlung. Kameraführung und Schnittmontage sind wie aus dem Filmlehrbuch, jede Einstellung ist ein Meisterwerk an Ästhetik. Giftig-gelbstichige Farben dominieren das Bild, geschickt wird mit Licht und Schatten jongliert.
Die Charakterisierung der Figuren ist in schlichten, aber effektiven Pinselstrichen gezeichnet – aber obwohl es nahe liegt, hat man es hier keineswegs mit einfältiger Schwarz-Weiß-Malerei zu tun.
Die Erzählform ist einzigartig in ihrer Stringenz, und obwohl die simplen Strukturen des Slasher-Films herangezogen werden, wäre es zu einäugig, INSIDE als solchen zu bezeichnen. Parallelen zu HALLOWEEN sind aufgrund des Sujets zwar auszumachen, man erkennt jedoch auch Verwandtschaft zum Psycho-Folterspiel AUDITION.
Und das Ende zieht dem gebeutelten Zuschauer, der diese an Intensität nicht zu überbietenden 80 Minuten überstanden hat, restlos die Schuhe samt Socken aus – ach was, es hobelt noch die Haut dazu mit herunter. Fassungslos bleibt man mit Magendrücken im Eisregen stehen. Ein Höllentrip, eine Knochenmühle, rien ne va plus.

Ein paar Worte auch zur Schauspielerriege: Selbst die kleinsten Nebenrollen sind perfekt besetzt, sogar Kurzauftritte werden von echten Charakteren mit Leben ausgefüllt. Sarahs Mutter wird von der großen französischen Aktrice Nathalie Roussel gespielt, ihr Verleger wird von François-Régis Marchasson gegeben, den man schon öfters bei „Maigret“ sah. Beide ereilt ein drastisches Ende.
Als geradezu unfassbar sind aber die Darstellungskünste der beiden Protagonistinnen Alysson Paradis und Béatrice Dalle zu bewerten. Es sind die feinen, subtilen Gesten und das minimalistische Minenspiel, das Paradis´Rolle zu Beginn des Films auszeichnet, was sich später in ein Wechselbad überkochender Emotionen steigert. Selten habe ich nackte Angst, Verzweifelung und Schmerz intensiver erleben dürfen/müssen. Die göttliche Béatrice Dalle (BETTY BLUE) legt hier ein Meisterstück aufs Parkett, das geradezu beängstigend ist – ihre dämonische Präsenz verbrennt die Leinwand. Sie gibt den gnadenlosen Todesengel mit verstörender Überzeugungskraft, was besonders grandios wirkt, wenn ihre Hülle für einige schreckliche Sekunden zusammenstürzt und sie ihre eigene Verletzlichkeit offenbart.


Von allen Franzosenterror-Streifen, mit denen wir bis jetzt malträtiert wurden, gefällt mir INSIDE am besten. Im Gegensatz zu MARTYRS verzichtet er (wie Blap es in seinem Filmtagebuch auch schon schrieb) dankenswerterweise auf den aufgesetzten pseudo-philosophischen, pseudo-intellektuellen Kleister, mit dem die bis dato recht plakative Handlung gegen Ende übergossen wird. Und er funktioniert um Längen besser, als der wenig mitreißende FRONTIERS, der nur durch seine blutigen Schauwerte überlebt. Er toppt meiner bescheidenen Ansicht nach auch HIGH TENSION, denn obwohl diese Granate mich beim ersten Anschauen wegblies, war der reichlich an den Haaren herbeigezerrte Schlussgag doch ein Dämpfer.

Die deutsche DVD-Veröffentlichung des Labels „Autobahn“ wurde vehement gekürzt, später trotzdem indiziert und sogar beschlagnahmt. Ich habe auf die britische DVD aus dem Hause Momentum Pictures zurückgegriffen. Diese beinhaltet zusätzlich ein sehr gutes (vielleicht das beste, das ich je gesehen habe) Making-Of. Sich dieses Feature im Anschluss an den Hauptfilm anzuschauen, kann hilfreich dabei sein, den Schrecken zu verarbeiten - denn man merkt, wie viel Spaß alle Beteiligten bei den Dreharbeiten hatten.

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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 24.04.2010 20:35 
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Ich muss leider sagen dass ich von Inside etwas enttäuscht war. Ich komme aber mit den ganzen Franzosenfilmen net ganz zusammen.
Ich find die setzen zu sehr auf WIR WOLLEN IMMER BRUTALER WERDEN, das kann die Stimmung auch versauen.
Inside ist zum schauen ok, will ihn auch net schlecht machen, ist n solider Film, aber halt nix für mich.

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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 25.04.2010 12:57 
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Ich fand den eigentlich relativ OK.
Mit so einer Splatter-Granate hatte ich damals zwar nicht gerechnet, das ist aber auch irgendwie nicht der Grund weshalb ich den Film als sehenswert erachte.
Mir hat da die zunächst düster-ruhige Grundstimmung wesentlich mehr zugesagt.


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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 25.04.2010 12:59 
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Mr. Vai hat geschrieben:
Ich fand den eigentlich relativ OK.
Mit so einer Splatter-Granate hatte ich damals zwar nicht gerechnet, das ist aber auch irgendwie nicht der Grund weshalb ich den Film als sehenswert erachte.
Mir hat da die zunächst düster-ruhige Grundstimmung wesentlich mehr zugesagt.


Dann wäre ja THEM (aka Ils) was für dich, den kennst du schon, oder?

Ich fand INSIDE eigentlich recht gut.

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 25.04.2010 13:59 
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Also ich habe "Inside" ohne vorher zu wissen, was mich erwartet im Rahmen der Midnight Movies im örtlichen UCI-Kino gesehen*. Und ich war (wie fast alle im Saal) schwer schockiert nach dem Film. Teilweise wurde der Saal auch von den Gästen verlassen.
Ich denke speziell die Tatsache, dass dort gegen eine hochschwangere Frau (so ziemlich das schutzloseste Opfer das man in einen Film einbauen kann) brutal zu Leibe gerückt wird macht diesen Film unglaublich unzumutbar. Ich fand den Film super spannend und auch von den Aufnahmen und Szenenbildern sehr gut, aber wirklich Freude beim Sehen hatte ich nicht. Und es hat auch lange gedauert, bis ich mir nach dem Kinobesuch die DVD noch mal angesehen habe.
Gerade in der letzten Szene, wo dem prallen Bauch mit einer Schere zu Leibe gerückt wird war kein einziger Laut im Saal zu vernehmen und man wusste genau, dass es den anderen Besuchern nicht anders ergeht, als einem selber... Ich denke auch das hat das "Erlebnis" noch etwas intensiver gemacht.
Doch diese Tatsache macht "Inside" weiß Gott nicht zu einem schlechten Film. Allerdings zu einem Horror-Film, den man sich nicht jedes Wochenende geben muss oder wenn man mal mit Freunden einen DVD-Abend veranstaltet. Ist halt schwere Kost und nicht zu unrecht immer auch mit den genialen französischen Neo-Horror-Filmen "Martyrs" und "Frontier(s)" genannt. Diese drei Filme sind für mich so ziemlich das stärkste, was das europäische Horror-Kino in der letzten Zeit zu bieten hatte!

Bewerten würde ich mit 9/10


* im Gegensatz zum beworbenen Release von Autobahn lief der Film ungekürzt (wie auch andere Filme in dieser Reihe, die aber beim Release geschnitten waren! Highlights in der Hinsicht: "Toxic Avanger 4"; "Terror Firmer"; "Frontier(s)" und eben "Inside").


Zuletzt geändert von Logan5514 am 26.04.2010 15:33, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 25.04.2010 15:17 
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Malastrana hat geschrieben:
Mr. Vai hat geschrieben:
Ich fand den eigentlich relativ OK.
Mit so einer Splatter-Granate hatte ich damals zwar nicht gerechnet, das ist aber auch irgendwie nicht der Grund weshalb ich den Film als sehenswert erachte.
Mir hat da die zunächst düster-ruhige Grundstimmung wesentlich mehr zugesagt.


Dann wäre ja THEM (aka Ils) was für dich, den kennst du schon, oder?

Ich fand INSIDE eigentlich recht gut.


Nein, leider noch nicht.

Aber Danke für den Tipp, werd mich mal umsehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 25.04.2010 15:24 
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THEM ist eine absolute Granate, die aber an dem seltenen, jedoch vorkommenden "Einmal-und-nie-wieder" Syndrom leiden muss. Hat man ihn einmal gesehen, ist er beim zweiten Ansehen nicht mehr so intensiv, da man ja die Auflösung kennt.

Auf dem FFF war er aber ein persönliches Highlight für mich, da man nicht wusste, was da auf einen zukommt.

Solltest du in jeder Videothek bekommen, das gute Stück.

Fand den sogar besser, als Inside, obwohl letzterer fein geschockt hatte, doch eher mit den Effekten, als mit der Story.


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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 25.04.2010 15:28 
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Inside ist echt ein Shocker! Das es so arg zugeht hatte ich nicht erwartet! Hat mir aber sehr gut gefallen! So arg hätte es zwar nicht sein brauchen, macht aber auch nix... :|
Spannend ist der film wahrlich, nur fand ich das sich die Polypen etwas dumm angestellt haben... naja sollte man unbedingt mal sehen! Die Franzmänner sind immer für eine Überaschung gut!

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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 25.04.2010 19:26 
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Hmm, also der Film hat ja einen derben Ruf und tatsächlich hat den mal ein Kumpel für nen Filmabend aus der Videothek mitgebracht. Nur geguckt haben wir dann im Endeffekt irgendwas anderes...und ich bereue nichts...und bevor ich mir den wirklich antue, gucke ich lieber einen der zahlreichen schönen alten charmanten Eurohorrorstreifen an!

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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 25.04.2010 21:12 
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Canisius hat geschrieben:
Hmm, also der Film hat ja einen derben Ruf und tatsächlich hat den mal ein Kumpel für nen Filmabend aus der Videothek mitgebracht. Nur geguckt haben wir dann im Endeffekt irgendwas anderes...und ich bereue nichts...und bevor ich mir den wirklich antue, gucke ich lieber einen der zahlreichen schönen alten charmanten Eurohorrorstreifen an!


Verschließt du dich eigentlich grundsätzlich Sachen der "Neuzeit" ?

Also gegen Klassiker der "guten, alten Zeiten" ist wirklich nichts einzuwenden, aber allen neuen Horror-Filmen aus Europa, die kein (scheiß) Remake sind, sollte man ruhig mal eine Chance geben ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 26.04.2010 10:41 
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Logan5514 hat geschrieben:
Canisius hat geschrieben:
Hmm, also der Film hat ja einen derben Ruf und tatsächlich hat den mal ein Kumpel für nen Filmabend aus der Videothek mitgebracht. Nur geguckt haben wir dann im Endeffekt irgendwas anderes...und ich bereue nichts...und bevor ich mir den wirklich antue, gucke ich lieber einen der zahlreichen schönen alten charmanten Eurohorrorstreifen an!


Verschließt du dich eigentlich grundsätzlich Sachen der "Neuzeit" ?

Also gegen Klassiker der "guten, alten Zeiten" ist wirklich nichts einzuwenden, aber allen neuen Horror-Filmen aus Europa, die kein (scheiß) Remake sind, sollte man ruhig mal eine Chance geben ;)


Jein…ich muss eben eine Vorauswahl treffen, schon allein deshalb, weil ich nicht alles sehen kann und will. Von daher konzentriere ich mich lieber auf ein paar Genres (Poliziesci, Spaghettis, Sleaze, Eurotrash…) und vertiefe diese anstatt „überall“ reinzuschnuppern, was ich persönlich auch für ziemlichen Schwachsinn halte. Denn 1. weiß ich ja , was mir gefällt und 2. beuge ich mich keinem Hype, wie dem um diese harten neueren „Franzosen“. Der Film kann natürlich gut sein, nur habe ich ganz andere Prioritäten als mir aktuelle Streifen anzusehen…bin ja schließlich nicht ohne Grund hier angemeldet und eben nicht bei Cinefacts!

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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 26.04.2010 11:31 
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Canisius hat geschrieben:
Von daher konzentriere ich mich lieber auf ein paar Genres (Poliziesci, Spaghettis, Sleaze, Eurotrash…) und vertiefe diese anstatt „überall“ reinzuschnuppern, was ich persönlich auch für ziemlichen Schwachsinn halte. Denn 1. weiß ich ja , was mir gefällt und 2. beuge ich mich keinem Hype, wie dem um diese harten neueren „Franzosen“.


Ach komm... Man kann auch ein- bis zwei- wenn nicht sogar dreigleisig fahren. Ich persönlich habe natürlich ebenso den Schwerpunkt auf Italo-Stoff der 70er gelegt, doch reizen mich manche neuzeitlichen Filme eben doch und da wäre ich (so sehe ich es) ja ziemlich blöd, wenn ich meiner Neugier nicht nachgeben würde. Es ist zwar schon richtig, dass es so viele Filme gibt, dass man das ganze eingrenzen muss, um auch "das Richtige" zu sehen, aber ich denke ab und an kann man auch mal seine Prioritäten Prioritäten sein lassen und sich an neuzeitlichen Filmen erfreuen.
Aber ich will hier niemanden bekehren und schon gar nicht von seiner Leidenschaft für alte Filme wegziehen (das liegt mir wahrlich fern), aber ich finde man kann ruhig mal das Experiment wagen und sich auf neue Filme einlassen. Denn es gibt einiges da draußen, dass man entdecken kann!

Außerdem lobe ich den Film sicher nicht wegen des "Hypes" oder der extremen Brutalität (selbes gilt auch für die von mir genannten "Martyrs" und "Frontier(s)") sonder viel mehr, weil mir der Film "Spaß" gemacht hat und ich ihn wirklich spannend fand und ihn sehr intensiv fand.
Ich will hier bloß nicht als Gorebauer hingestellt werden, denn mit so plumpen Mitteln bekommt man mich nicht ;)


Zuletzt geändert von Logan5514 am 26.04.2010 15:32, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 26.04.2010 12:32 
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Ich denke diese neuen "über-harten" Filme nehmen sich einfach viel zu ernst (gilt auch für diesen "August Underground" Schrott ) , außer deftigen Splatter-Szenen gibt es ja nicht gerade viele Schauwerte . Dazu ist das Ganze ach so monoton (sprich: langweilig) , "realistisch" und humorlos ... keine Spur von "Horror-Feeling" ! Dabei habe ich überhaupt nichts gegen gute und deftige Horror / Gore-Filme , aber für mich zählt neben gut gemachten Effekten auch eine interessante (Horror-) Story , kauzige Darsteller und eine gehörige Portion Ironie .


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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 26.04.2010 13:32 
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Hmm... Klar, es gibt auch Filme die ich mir erst gar nicht anschauen mag, weil ich mir sehr sicher bin, dass sie mir nicht gefallen werden. Dennoch möchte ich mich keinesfalls auf zwei, drei Bereiche beschränken. Zwar liegen mir Filme aus den sechziger und siebziger Jahren besonders am Herzen, doch auch aktuelle Werke können mich immer wieder erfreuen. Was die jüngeren Franzosenkracher anbelangt, halte ich z.B. "Frontier(s)" für ein wenig überschätzt, "Martyrs" war sehr intensiv, doch ich fand die zweite Hälfte abstossend. "High Tension" jedoch gehört für mich zu den besten Horrorfilmen überhaupt! Er würde auch ohne die recht deftigen Momente des Mettguts funktionieren, da bin ich mir absolut sicher. Allerdings sind die Metzeleien sehr gut umgesetzt und perfekt platziert, das Gesamtbild ist fantastisch und mitreissend.

Dies ändert aber nichts daran, dass mir z.B. eine Hammer Produktion wie "Dracula jadt Mini-Mädchen" noch mehr am Herzen liegt... ...oder dass wir unser Automobil nach Waldemar Daninsky benannt haben. Die Liebe zu den alten Schätzen wird durch neuere Beiträge nicht beschädigt, eher das Gegenteil ist der Fall. Solange (sorry) der Großteil unserer Bekannten meinen Filmgeschmack für überwiegend befremdlich hält, solange (arrgh) ist alles in bester Ordung.

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BeitragVerfasst: 26.04.2010 13:52 
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Blap hat geschrieben:
Hmm... Klar, es gibt auch Filme die ich mir erst gar nicht anschauen mag, weil ich mir sehr sicher bin, dass sie mir nicht gefallen werden. Dennoch möchte ich mich keinesfalls auf zwei, drei Bereiche beschränken. Zwar liegen mir Filme aus den sechziger und siebziger Jahren besonders am Herzen, doch auch aktuelle Werke können mich immer wieder erfreuen. Was die jüngeren Franzosenkracher anbelangt, halte ich z.B. "Frontier(s)" für ein wenig überschätzt, "Martyrs" war sehr intensiv, doch ich fand die zweite Hälfte abstossend. "High Tension" jedoch gehört für mich zu den besten Horrorfilmen überhaupt! Er würde auch ohne die recht deftigen Momente des Mettguts funktionieren, da bin ich mir absolut sicher. Allerdings sind die Metzeleien sehr gut umgesetzt und perfekt platziert, das Gesamtbild ist fantastisch und mitreissend.

Dies ändert aber nichts daran, dass mir z.B. eine Hammer Produktion wie "Dracula jadt Mini-Mädchen" noch mehr am Herzen liegt... ...oder dass wir unser Automobil nach Waldemar Daninsky benannt haben. Die Liebe zu den alten Schätzen wird durch neuere Beiträge nicht beschädigt, eher das Gegenteil ist der Fall. Solange (sorry) der Großteil unserer Bekannten meinen Filmgeschmack für überwiegend befremdlich hält, solange (arrgh) ist alles in bester Ordung.


Also manchmal bringst du es einfach auf den Punkt! :D
Sowohl im Bezug auf die alten, als auch auf die neuen Filme volle Zustimmung!

Wobei ich ja "Hight Tension" eher für überschätz halte, als "Frontier(s)". Aber das ist ja nun auch kein Beinbruch ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 26.04.2010 15:07 
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Logan5514 hat geschrieben:
Wobei ich ja "Hight Tension" eher für überschätz halte, als "Frontier(s)". Aber das ist ja nun auch kein Beinbruch ;)


Doch, doch! Das ist ein Beinbruch! ...vielmehr wird es einer, ich werde dein linkes Bein wie ein Stäbchen zerbrechen! :mrgreen: (Hilfe, was wollen die Männer mit der grauen Jacke hier... ...nun lasst mich doch zufrieden... ...was soll diese Spritze... ...wie, was, Sedierung...)

Was ich an "Frontier(s)" mag ist die Tatsache, dass er eben nicht so furchtbar ernsthaft daherkommt. Dieses überzogene und oft hysterische Treiben macht schon Spass, nur reicht es nicht für einen Platz auf meinem Altar des Schreckens.

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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 26.04.2010 15:32 
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Blap hat geschrieben:
Logan5514 hat geschrieben:
Wobei ich ja "Hight Tension" eher für überschätz halte, als "Frontier(s)". Aber das ist ja nun auch kein Beinbruch ;)


Doch, doch! Das ist ein Beinbruch! ...vielmehr wird es einer, ich werde dein linkes Bein wie ein Stäbchen zerbrechen! :mrgreen: (Hilfe, was wollen die Männer mit der grauen Jacke hier... ...nun lasst mich doch zufrieden... ...was soll diese Spritze... ...wie, was, Sedierung...)

Was ich an "Frontier(s)" mag ist die Tatsache, dass er eben nicht so furchtbar ernsthaft daherkommt. Dieses überzogene und oft hysterische Treiben macht schon Spass, nur reicht es nicht für einen Platz auf meinem Altar des Schreckens.


Auf den "Altar des Schreckens" hat er es bei mir auch nicht geschafft, aber dennoch habe ich mich sehr bei dem Film amüsiert. "High Tension" war sicherlich ein guter Film, aber das Ende hat für mich den bis dahin sehr guten Film völlig zerstört. Und da "Frontier(s)" durchweg unterhalten hat (auf eine perverse Art mag der Eine oder Andere meinen...) steht er im Ranking auf jeden Fall besser da. Aber grundsätzlich würde ich die (mittlerweile) vier Enfants-Terrible nie ein und dem selben Genre zuordnen, wie es gerne in anderen Diskussionen und Foren gemacht wird (Gorebauern?!). "Inside" ist für mich ein Horror-Kammerspiel, dass sich absolut ernst nimmt und den Zuschauer gnadenlos bei den Eiern packt. "Frontier(s)" ist ein Backwood-Horror Film in bester, klassischer Manier. Und durch wilde Zoten (Nazi-Familie) wird das ganze ein sauberer Spaß. "Martyrs" wiederum ist eine Tour de France (man erlaube mir den Kalauer) an fiesen, widerlichen Szenen, der in der Summe aber sicher auch begeistern kann. Und "High Tension" ist eben ein absoluter Terror-Film, der leider auf den letzten Meter schlapp macht und sich nicht traut konsequent eine Terror-Film mit Anleihen bei der "alten Schule" zu sein. So sehe ich das ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 26.04.2010 18:28 
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Was bitte soll denn nicht mit Ende von "High Tension" stimmen??? Es ist doch völlig offensichtlich, dass der Film
ein fiebriger Albtraum der völlig wahnsinnigen Dame ist.


Von daher finde ich das Ende absolut stimmig und konsequent.

Zitat:
Aber grundsätzlich würde ich die (mittlerweile) vier Enfants-Terrible nie ein und dem selben Genre zuordnen,


Da ich "Inside" noch nicht gesehen habe, bleibt er von der "Schubladisierung" zunächst unberührt. Ganz allgemein kann man Filme wie "High Tension", "Martyrs" und "Frontier(s)" IMHO durchaus als Horror bezeichnen. Selbstverständlich als eine Art kleinster gemeinsamer Nenner. Das ändert ja nichts daran, dass sich die Filme im Detail deutlich unterscheiden.

Zitat:
"Frontier(s)" ist ein Backwood-Horror Film in bester, klassischer Manier. Und durch wilde Zoten (Nazi-Familie) wird das ganze ein sauberer Spaß.


Ich stimme vollkommen zu. Bei "Frontier(s)" kommt es meiner Meinung nach oft zu einer falschen Einschätzung. Der Film ist alles andere als ernst, das Teil ist eine hysterische Schote, die "Gorebauern" (ein bescheuertes Wort) auf eine falsche Fährte lockt. Ähnlich -um über Frankreich hinauszublicken- steht es um "Hostel 2", eine herrliche Komödie mit hohem Unterhaltungswert.

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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 26.04.2010 21:23 
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Blap hat geschrieben:
Was bitte soll denn nicht mit Ende von "High Tension" stimmen??? Es ist doch völlig offensichtlich, dass der Film
ein fiebriger Albtraum der völlig wahnsinnigen Dame ist.
Von daher finde ich das Ende absolut stimmig und konsequent.


Ich hätte mir eine nicht so "plumpe" Auflösung gewünscht. Diesen Twist hat man schon zu oft in zu guten Filmen gesehen ("Fight Club" ist da wohl der König auf dem Thron)


Blap hat geschrieben:
Da ich "Inside" noch nicht gesehen habe, bleibt er von der "Schubladisierung" zunächst unberührt. Ganz allgemein kann man Filme wie "High Tension", "Martyrs" und "Frontier(s)" IMHO durchaus als Horror bezeichnen. Selbstverständlich als eine Art kleinster gemeinsamer Nenner. Das ändert ja nichts daran, dass sich die Filme im Detail deutlich unterscheiden.


Ich wollte damit nur gegen den "Trend" sprechen. Denn vielerorts werden diese Filme über einen Kamm geschert und zur "neuen Härte" gezählt. Aus dieser Pauschalisierung wird dann der Hype, dass alle neuen Horror-Filme aus Frankreich ultra-hart sein müssen. So wie es auch Operazione Bianchi wahr genommen hat! Und das ist teilweise einfach eine Degradierung des eigentlichen Werkes auf seinen "Blut-Wert".

Blap hat geschrieben:
Logan5514 hat geschrieben:
"Frontier(s)" ist ein Backwood-Horror Film in bester, klassischer Manier. Und durch wilde Zoten (Nazi-Familie) wird das ganze ein sauberer Spaß.


Ich stimme vollkommen zu. Bei "Frontier(s)" kommt es meiner Meinung nach oft zu einer falschen Einschätzung. Der Film ist alles andere als ernst, das Teil ist eine hysterische Schote, die "Gorebauern" (ein bescheuertes Wort) auf eine falsche Fährte lockt. Ähnlich -um über Frankreich hinauszublicken- steht es um "Hostel 2", eine herrliche Komödie mit hohem Unterhaltungswert.


Ich glaube da sind wir völlig d'accord (bei französischen Filmen kann man so tief ins Nähkästen des Kalauers greifen ;) ). "Frontier(s)" funktioniert für mich auf einer all zu ernsten Ebene gar nicht, da die Story einfach so überzogen ist. Und genau so ist es bei "Hostel" (ob nun Teil 1 der 2).
Doch leider gibt es nicht all zu viele scharfsinnige Leute, die den Witz an der Sache sehen. Und zu diesen gehört auch die Gemeinde der "Gorehounds" (um mal Abwechslung in die Bezeichnungen zu bringen). Aus dieser Tatsache heraus kommt diese Art des Horror-Films auch nicht bei der BPjM an. Da einfach zu sehr auf den Gewaltwert, als viel mehr auf den "Schwachsinn" geachtet wird. Aber das würde die Diskussion über "Inside" (um den Titel wenigstens im Post zu nennen) sprengen ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 26.04.2010 23:51 
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Was für ein Zufall... ich habe Inside neulich erst gesehen. Der Film ist sehr unterhaltsam und solide aber nicht extrem herausragend! Er macht vielen Sachen richtig, spart sich das unnötige Gedöns. Die oft recht steril und billig wirkende Optik der HD-Videokamers hat man ebenfalls gelungen abgefangen - es gibt einige stimmungsvolle Bilder. In seiner ersten Hälfe (bevor das Geschmadder richtig losgeht) funktioniert Inside für mich am effektivsten. Die folgenden, teilweise völlig überzogenen Gewaltausbrüche und "ärgerlichen" Zufälle haben mich dann des öfteren eher zum Schmuzeln als zum Fürchten gebracht. Ausserdem hatte ich gerade vom Ende den Eindruck, dass es eigentlich stärker sein sollte, als es sich für mich angefühlt hat. Ich rede dabei nicht vom (obligatorischen?) Tsiwt der eigentlich keiner war,
jedenfalls soweit, dass sich die geheimnisvolle Frau in einer Form in dem Autounfall involviert war
sondern vielmehr davon, dass die Situation und die entsprechenden Bilder (besonders die Aktion auf der Treppe und das Endbild) mich verhältnismäßig kalt gelassen haben! Die Filmmusik (also Sub-Bass + Drumsalven + kreischendes Gefrickel + lange gehaltene Töne + traurig-tragische Melodien) fand ich, wie sovieles an diesem Film, sehr ordentlich aber auch nicht mehr! Ein Gewinner im Rahmen seiner Umgebung!

Desweiteren könnte man noch über multiplen Bedeutungsebenen des Titels sprechen - aber darauf habe ich jetzt keine Lust! Da bleibe ich lieber im Inneren!

Jetzt noch Worte die in meinem Text gefehlt haben: Teenie-Slaher, Torture-Porn-Welle, Neue Französiche Härte, Web 2.0 Film, Gorebauer, Splatter, geschnitten, Uncut-Fassung, Österreich, Import, Blu-ray, Schweden, Blap, VHS, Alexandre Bustillo, Julien Maury, einnebeln, suspension of disbelief usw...

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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 27.04.2010 07:39 
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chakunah_2072 hat geschrieben:
Jetzt noch Worte die in meinem Text gefehlt haben: Teenie-Slaher, Torture-Porn-Welle, Neue Französiche Härte, Web 2.0 Film, Gorebauer, Splatter, geschnitten, Uncut-Fassung, Österreich, Import, Blu-ray, Schweden, Blap, VHS, Alexandre Bustillo, Julien Maury, einnebeln, suspension of disbelief usw...


Fehl nicht in fast allen unseren Texten ein Bisschen mehr Blap :mrgreen: ?


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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 27.04.2010 07:58 
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Das Teil kommt hier ja relativ gut weg. Ich muss sagen das ich nach dem Film sehr enttäuscht war, weil er sich einfach nur in seinem Gekröse verliert und die atmosphärischen/spannenden Anfangsminuten komplett im Schwachsinn des restlichen Films untergehen. Mehr als 3 Punkte sind da keinesfalls drin.

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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 27.04.2010 10:09 
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chakunah_2072 hat geschrieben:
Jetzt noch Worte die in meinem Text gefehlt haben: Teenie-Slaher, Torture-Porn-Welle, Neue Französiche Härte, Web 2.0 Film, Gorebauer, Splatter, geschnitten, Uncut-Fassung, Österreich, Import, Blu-ray, Schweden, Blap, VHS, Alexandre Bustillo, Julien Maury, einnebeln, suspension of disbelief usw...


Wenigstens hast du meinen Namen zwischen "Schweden" und "VHS" platziert... ...und nicht zwischen "Gorebauer" und "Torture-Porn-Welle" :D

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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - A.Bustillo und J.Maury
BeitragVerfasst: 27.04.2010 12:39 
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Canisius hat geschrieben:

Jein…ich muss eben eine Vorauswahl treffen, schon allein deshalb, weil ich nicht alles sehen kann und will. Von daher konzentriere ich mich lieber auf ein paar Genres (Poliziesci, Spaghettis, Sleaze, Eurotrash…) und vertiefe diese anstatt „überall“ reinzuschnuppern, was ich persönlich auch für ziemlichen Schwachsinn halte. Denn 1. weiß ich ja , was mir gefällt und 2. beuge ich mich keinem Hype, wie dem um diese harten neueren „Franzosen“. Der Film kann natürlich gut sein, nur habe ich ganz andere Prioritäten als mir aktuelle Streifen anzusehen…bin ja schließlich nicht ohne Grund hier angemeldet und eben nicht bei Cinefacts!

Absolute Zustimmung!

Die neueren Filme, die ich in den letzten Jahren gesehen habe, fand ich größtenteils einfach enttäuschend. Ich weiß nicht genau woran das liegt, entweder nimmt die Qualität der Filme wirklich immer mehr ab, oder meine Sehgewohnheiten und mein persönlicher Geschmack passen einfach nicht mehr mit dem aktuellen Kino zusammen.

Und tatsächlich bin ich, seitdem ich hier angemeldet bin (bzw. vorher bei italo-cinema), auch kaum noch bei Cinefacts. :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - Alexandre Bustillo & Julien Maury
BeitragVerfasst: 27.04.2010 23:07 
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Auch wenn sich die Sehgewohnheiten in der Tat verändert haben, denke ich nicht, dass die neuen Filme pauschal schlechter sind. Gerade aus dem UK, Spanien, aber auch Sachen aus Süd-/Mittelamerika oder auch Skandinavien kommen viele tolle Sachen. Zwar habe auch ich natürlich meine Vorlieben, denen ich bevorzugt nachgehe, doch ich riskiere gerne einen Blick übern Tellerrand ;-).

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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - Alexandre Bustillo & Julien Maury
BeitragVerfasst: 27.04.2010 23:48 
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Auch wenn jetzt die Diskussion mal wieder off-topic ist: ich beschränke meinen Filmkonsum nur dahingehend, dass ich mir Schwerpunkte setze und in eben jene SEHR VIEL GELD UND SEHR VIEL ZEIT investiere. Und das bedeutet für mich nicht, dass mir aktuelle DVD-VÖ (gerade im Genrekino ist der DVD-Output immer noch absolut ungenügend, wenn nicht sogar absolut lächerlich!!) ausreichen würden. Nein, alles, was in den letzten 30 Jahren weltweit auf VHS erschienen ist, muss ran, im Extremfall (hängt natürlich vom Genre und jeweiligen Film ab) zumindest.
Ein Blick über den berühmt berüchtigten Tellerrand ist trotzdem immer drin…nur bin ich kein Typ für oberflächlichen Firlefanz sondern eher von der „ganz oder gar nicht-Fraktion“. Wenn mich was packt, muss ich ganz tief in die Materie eintauchen oder eben gar nicht. Mir nur die Rosinen rauszupicken, ist mir zu billig, anderen Menschen die Vorauswahl zu überlassen, eben durch leichte Verfügbarkeit, sprich vorhandene DVD-Releases, ist absolut undenkbar! Das Jagen und Aufspüren von raren Streifen macht doch soo viel Spaß Leute! Frei nach Motörhead: „The chase is better than the catch“…
Von daher bin ich eher selektiv pingelig und auch zeitweise ignorant, weil Zeit und Geld (leider Gottes) beschränkt sind. Und die Filme, die dann als erstes durchs Raster fallen, sind einfach Produktionen neueren Datums…alles klar?
Haha, interessiert der Mist, den ich hier schreibe, überhaupt jemanden? :D

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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - Alexandre Bustillo & Julien Maury
BeitragVerfasst: 28.04.2010 07:38 
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Canisius hat geschrieben:
Haha, interessiert der Mist, den ich hier schreibe, überhaupt jemanden? :D


... zumindest weiß man immer mehr, mit wem man es hier zu tun hat ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - Alexandre Bustillo & Julien Maury
BeitragVerfasst: 08.10.2010 01:28 
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Inside - Was sie will ist in Dir (Frankreich 2007, Originaltitel: À l'intérieur)

Bei einem schweren Autounfall, verliert die schwangere Sarah (Alysson Paradis) ihren Ehemann. Sie selbst und ihr ungeborenes Kind überleben den fürchterlichen Crash. Inzwischen sind vier Monate vergangen, die werdende Mutter hat die Klinik längst verlassen, äusserlich nur ein paar Narben zurückbehalten. Ihr Kind soll im Krankenhaus geholt werden, der Termin ist für den nächsten Tag anberaumt. Eine finale Ultraschalluntersuchung am Tag zuvor offenbart keinerlei Komplikationen. Die letzte Nacht vor der Geburt will Sarah allein verbringen, sie weist ihre besorgte Mutter nachhaltig zurück. Das Haus liegt einsam in der Dunkelheit, die Nachbarschaft ist während der Weihnachtstage wie ausgestorben. Plötzlich macht sich vor der Haustür eine unbekannte Frau (Béatrice Dalle) bemerkbar, die vorgibt ein Telefon zu benötigen. Sarah verspürt eine erste Beunruhigung, sie verweigert der Unbekannten die Hilfe. Als die Fremde Details aus Sarahs Leben vom Stapel lässt, wird aus der unterschwelligen Beunruhigung langsam aber sicher Angst. Schliesslich taucht die Person auch noch vor der Terrassentür auf, fordert nun massiv und aggressiv Einlass. Als die herbeigerufene Polizei auftaucht, ist von der Unheimlichen nichts mehr zu sehen. Sarah möchte endlich zur Ruhe kommen, legt sich ins Bett und kann tatsächlich einschlafen. Doch der Frieden ist nur von kurzer Dauer. Die dunkel gekleidete Frau hat sich Zugang zum Haus verschafft, sie attackiert Sarah mit einer grossen Schere. Verletzt kann sich die Schwangere ins Bad retten, doch der Terror hat gerade erst begonnen. Die Angreiferin lässt ihr panisches Opfer über ihr Anliegen nicht im Unklaren, sie will ihr das Baby aus dem Bauch schneiden!!!

Was Alexandre Bustillo und Julien Maury hier vom Stapel lassen, rollt als knochenharter und humorloser Schocker über den Zuschauer hinweg (Zumindest kündigt sich dies zunächst an, später mehr dazu). Aus Frankreich ereilten uns in den letzten Jahren ein paar solcher Brocken, oft liest man in diesem Zusammenhang von "Neuer Französischer Härte" (IMHO ein schreckliches Wörtergebilde). Werke wie:

• High Tension (Haute tension, 2003)
• Frontiers (Frontière(s), 2007)
• Martyrs (Martyrs, 2008)

unterscheiden sich zwar deutlich voneinander, doch sie weisen allesamt eine Gemeinsamkeit auf. Die Hauptcharaktere sind in allen Fällen junge Frauen. Erfreulicherweise -ganz gleichgültig wie das Urteil über den jeweiligen Film ausfällt- liefern alle Damen sehr überzeugende Leistungen ab. Auch "Inside" schlägt in diese Kerbe, Alysson Paradis und Béatrice Dalle spielen erstklassig auf.

Der Film beginnt konsequent mit einem Schlag in die Magengrube. Wir werden Zeuge eines grausigen Frontalunfalls, der Albtraum eines jeden Autofahrers. Kurz gewährt man uns Zeit zum Verdauen des Geschehens, wir erhalten einen Einblick in das triste Dasein der Hauptfigur Sarah. Wirklich entspannend wirken diese Szenen nicht, was der Intensität des Films sehr zuträglich ist. Die junge Frau ist vier Monate nach dem Unfall offenkundig verbittert, stösst vertraute Personen von sich, suhlt sich in ihrem Leid. Das Auftauchen von Béatrice Dalle lässt die depressive Stimmung umgehend in Richtung " bedrohliches Unwohlsein" kippen. Diese Phase währt nicht lange, denn aus dem " bedrohlichen Unwohlsein" wird recht schnell blanker Terror. Die Macher fahren eine äusserst blutige Schlachtplatte auf. Es wird gestochen, geprügelt und geschossen. Schere, Scherben und Knarren sorgen für ein saftiges Blutbad, sogar ein Toaster wird zur Mettgutproduktion missbraucht. Damit die Auseinandersetzung nicht auf Sarah und die Angreiferin beschränkt bleibt, führt man -durchaus geschickt- weitere Figuren der Schlachtbank zu. Sarahs freundlicher Chef taucht auf, ihre Mutter macht sich Sorgen, mehrere Polizisten geraten in den Sog der Gewalt. Ein von der Polizei zuvor aufgegriffener Jugendlicher, bleibt ebenso nicht von dem zerstörerischen Wahn der Irren verschont.

Die Handlung ernährt überwiegend von Terror und Mettgut, freilich von den guten Darstellern geschultert, doch man vermisst trotzdem keine tiefergehende Handlung. Durch die gelungene Einführung der Figur Sarah, hat der Zuschauer genug Bindung zu dieser, leidet und fiebert mit der jungen Frau. Leider stellt sich der Film schliesslich selbst ein Bein, tappt in zwei unnötige Fallen. Die erste Falle ist weniger tragisch, sorgt aber dafür, dass mich der Film aus seinem Würgegriff entlässt, die eisernen Klauen zumindest ein wenig erschlaffen. Wer nicht zuviel über den Inhalt erfahren will, sollte den Rest dieses Absatzes nicht lesen! Spätestens ab dem Moment, in dem Béatrice Dalle von ihrem Opfer eingeschenkt bekommt, driftet die "schockierende" Gewalt in teilweise alberne Bereiche ab. Frau Dalle rumpelt wie ein verkohlter Zombie über das Schlachtfeld, diese (zu) massive Übertreibung sorgt dann eher für belustigende Momente. Sicher, unterhaltsam ist das Gemetzel noch immer, nur funktioniert es ab diesem Zeitpunkt auf einer anderen, ungewollten (?) Ebene. Die zweite Fussangel beschädigt "Inside" leider noch viel stärker. Man liefert die Begründung für das Vorgehen der Unbekannten, eine völlig banale und einfallslose Begründung. Aufgrund der einleitenden Ereignisse, ist das Motiv der Angreiferin zwar nachvollziehbar, macht aus dem Film aber eine biedere Rachestory. Wieso überlässt man die Erklärung nicht der Phantasie des Zuschauers? Der Streifen ist wegen seiner ausufernden Gewalt sowieso ein "Nischenfilm", muss man da eine öde Auflösung anbieten, die sich unverholen im gleichgeschalteten Mainstream suhlt? Für mich verliert "Inside" dadurch extrem viel von seiner Wirkung. Das blutige Treiben hätte weitaus bösartiger und unbequemer gewirkt, wenn man das Motiv der Unbekannten nicht preisgegeben hätte. Zumindest wäre eine einfallsreichere Erklärung wünschenswert, die vielleicht nicht ganz so arg an der Substanz von "Inside" nagt. Besser -ich kann es nicht oft genug schreiben- wäre der vollständige Verzicht gewesen. Um wenigstens ein paar versöhnliche Worte loszuwerden, sei an dieser Stelle gesagt, dass ich die pseudophilosophische Sülze am Ende von "Martyrs" noch bescheidener finde.

Neben den sehr ansprechenden Leistungen von Alysson Paradis und Béatrice Dalle, sind auch die Nebenrollen gut besetzt und gespielt. So gut Paradis auch aufspielt, dafür meinen Respekt erntet, die völlig kranke und ausgetickte Darbietung der Frau Dalle ist die grösste Zierde des Films! Handwerklich präsentiert sich "Inside" kaum weniger souverän. Kamera und Schnitt wissen zu gefallen, der Score trifft jederzeit den richtigen Ton. Bei den Effekten hat man sich auch nicht lumpen lassen. Ein zerplatzer Schädel ist nicht ganz auf dem Niveau der übrigen Metzeleien, was mich aber nicht gestört hat, denn zu diesem Zeitpunkt liegt der Film noch auf dem richtigen Kurs. Wer sich an blutigen Szenen stört, dem sei mit Nachdruck von "Inside" abgeraten! Besonders der ultimative Einsatz der Schere des Schreckens, dürfte in dieser Hinsicht empfindliche Gemüter in Panik versetzen.

Die DVD für den deutschen Markt wurde um knapp zwei Minuten gekürzt, fiel aber trotzdem dem Zugriff der Staatsgewalt anheim. Abhilfe verschafft die Scheibe aus Österreich. NSM hat die ungekürtze Version im Programm, die Qualität der DVD ist sehr ansprechend. Das Bonusmaterial ist leider sehr nicht erwähnenswert, als Verpackung dient ein nettes Digipak samt Schuber.

Mir fällt es sehr schwer, dieses Gemetzel in angemessener Weise zu bewerten. Gern würde ich 7/10 (gut) ziehen, vielleicht gar ein halbes Pünktchen mehr. Doch die ärgerliche und völlig überflüssige Darlegung des Tatmotivs, verpasst meiner Freude einen herben Dämpfer. Ergo verzichte ich auf die übliche Punktewertung, lasse die Zeilen für sich sprechen.

Lieblingszitat:

"Warum meins?"
"Ich will eins."

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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - Alexandre Bustillo & Julien Maury
BeitragVerfasst: 08.10.2010 11:11 
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Zu den von dir angeprangerten "Fußangeln":

1.
Blap hat geschrieben:
Frau Dalle rumpelt wie ein verkohlter Zombie über das Schlachtfeld, diese (zu) massive Übertreibung sorgt dann eher für belustigende Momente.


Das hat mich nicht weiter gestört. Ich hätte mir allerdings eine überzeugendere Darbietung größeren Schmerzes und Veletztheit von Madame Dalle gewünscht. Schließlich ist auch sie ein menschliches Wesen (und zeigt dies in einer Szene des Films auch deutlich), ergo steht ihr das Slasher-Monstrum, das sie in der zweiten Filmhälfte verkörpert weniger glaubhaft zu Gesicht.

2.
Blap hat geschrieben:
Das blutige Treiben hätte weitaus bösartiger und unbequemer gewirkt, wenn man das Motiv der Unbekannten nicht preisgegeben hätte.


Da muss ich dir im Rückblick völlig Recht geben. Der Verzicht auf eine pseudo-logische und nachvollziehbare (?) Begründung, das Fehlen eines persönlichen (Rache-) Motivs, hätte die Ausweglosigkeit der Bedrohung um einiges effektiver gemacht. Die simple Begründung "Ich will eins." wäre ausreichend und umso erschreckender gewesen.

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 Betreff des Beitrags: Re: INSIDE - Alexandre Bustillo & Julien Maury
BeitragVerfasst: 08.10.2010 17:15 
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Diabolik! hat geschrieben:

2.
Blap hat geschrieben:
Das blutige Treiben hätte weitaus bösartiger und unbequemer gewirkt, wenn man das Motiv der Unbekannten nicht preisgegeben hätte.


Da muss ich dir im Rückblick völlig Recht geben. Der Verzicht auf eine pseudo-logische und nachvollziehbare (?) Begründung, das Fehlen eines persönlichen (Rache-) Motivs, hätte die Ausweglosigkeit der Bedrohung um einiges effektiver gemacht. Die simple Begründung "Ich will eins." wäre ausreichend und umso erschreckender gewesen.

Hmm, ja, eventuell hätte es funktioniert.
Für mich ist INSIDE jedoch eine filmische Umsetzung des Wortes Muttertier - und das in seiner konsequentesten Weise. Um zu so einem Muttertier zu werden ist es doch irgendwie notwendig dass Frau ein Kind zuvor verloren hat. Dieses bis dahin in die Story einfliessen zu lassen halte ich für unabdingbar (wenn man etwas mehr vom Film will). Ob es nun jenes Baby-um-Baby-Prinzip hätte sein müssen, darüber lässt sich streiten. Jedoch wurde dies von den Filmemachern gut abgefedert indem es ein Autounfall war an dem niemand wirklich Schuld hatte.

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