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 Betreff des Beitrags: LIFEFORCE - DIE TÖDLICHE BEDROHUNG - Tobe Hooper
BeitragVerfasst: 07.11.2015 12:30 
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Lifeforce
(Lifeforce - Die tödliche Bedrohung / Space Vampires)
Großbritannien/USA 1985 - Directed by Tobe Hooper
Starring: Steve Railsback, Peter Firth, Frank Finlay, Patrick Stewart, Michael Gothard, Aubrey Morris, Mathilda May...


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Zu Beginn der 1980er-Jahre schien es der am 25. Januar 1943 in Austin, Texas, geborene Tobe Hooper geschafft zu haben. Unter der Fittiche von Hollywoods Wunderkind Steven Spielberg durfte er 1982 den Box Office-Hit Poltergeist inszenieren. Die Tore in die schillernde Traumfabrik standen daraufhin weit offen, es herrschte kein Mangel an vielversprechenden Projekten, welche er frohen Mutes in Angriff nehmen konnte. Der Regisseur des Kultklassikers The Texas Chain Saw Massacre (1974) unterschrieb schließlich bei The Cannon Group, der (aus heutiger Sicht) kultigen Firma der umtriebigen Produzenten Menahem Golan und Yoram Globus. Man einigte sich auf einen Drei-Filme-Deal, und Hoopers erster Film nach Poltergeist wurde Lifeforce, die Verfilmung des Romans The Space Vampires (Vampire aus dem Weltraum, 1976) des Autors Colin Wilson (in weiterer Folge entstanden Invaders from Mars (Invasion vom Mars, 1986), das Remake eines Science-Fiction-Klassikers aus den Fünfzigern, sowie The Texas Chainsaw Massacre Part 2 (1986), das lang erwartete Sequel zu seinem genreprägenden Terrorschocker). Danach war es mit Hoopers Hollywood-Karriere mehr oder weniger vorbei. Man kann dem Texaner ja so einiges vorwerfen, aber bestimmt nicht, daß er sich nicht bemüht hätte. Auch sind diese drei so unterschiedlichen Werke keineswegs schlecht. Es hat leider den Anschein, als wären sie schlicht und einfach zur falschen Zeit entstanden.

In Lifeforce entdeckt die Crew des Space Shuttles Churchill ein riesiges, mysteriöses Raumschiff, welches sich im Schweif des Halleyschen Kometen (der übrigens 1986, im Jahr nach dem Kinostart, die Erde passierte) versteckt. Bei der Erkundung des ziemlich heruntergekommenen Schiffes entdecken die Frauen und Männer um Colonel Tom Carlsen (Steve Railsback, Turkey Shoot) neben der seit Langem toten Besatzung drei gläserne Behälter, in denen nackte, humanoide, gut erhaltene Körper liegen. Die Astronauten nehmen die verschlossenen Behälter mit an Bord, was sich bald als fataler Fehler erweist. Als die Churchill in die Erdatmosphäre eintritt, sind sämtliche Besatzungsmitglieder tot, und das Innere des Shuttles wurde von einem Feuer verwüstet. Lediglich Carlsen, der sich mit einer Rettungskapsel in Sicherheit bringen konnte, überlebt die Katastrophe. Wie sich jedoch herausstellt, haben die drei Außerirdischen in ihren Behältern das Feuer unbeschadet überstanden. In einem abgeschotteten Forschungslabor in London erwacht das Space Girl (Mathilda May, The Cry of the Owl) dann plötzlich zum Leben, packt den überraschten Soldaten und saugt ihm die Energie aus dem Leib. Anschließend macht sich die schöne nackte Frau aus dem Staub. Als der scheinbar tote Soldat seinerseits zwei Stunden später wieder erwacht und einem Arzt die Energie entzieht, ahnt SAS-Colonel Colin Caine (Peter Firth, The Hunt for Red October), daß eine Kettenreaktion in Gang gesetzt wurde, welche das Ende der Menschheit zur Folge haben könnte.

Mit einem mageren US-Einspielergebnis von 11,6 Millionen US$ blieb die im Juni 1985 in den amerikanischen Kinos gestartete 25-Millionen-Dollar-Produktion deutlich hinter den Erwartungen zurück. Ein Schicksal, das Lifeforce mit John Carpenters thematisch verwandten The Thing (1982) teilt, der an den Kinokassen jedoch wesentlich weniger dramatisch abgesoffen ist. Lifeforce ist ein so spektakuläres wie entzückendes Potpourri aus diversen Science-Fiction-, Horror-, Katastrophen- und Sexfilmmotiven, daß man aus dem Staunen fast nicht mehr herauskommt. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich seinerzeit gebannt im Kino saß und jede Sekunde dieses irren Spektakels genoß. Und auch die drei weiteren Sichtungen, zwei davon in der vom Regisseur intendierten Langfassung, haben an meiner Faszination für diesen ungeheuer ambitionierten Film kaum etwas geändert. Interessant ist außerdem, daß die (offiziellen) Drehbuchautoren Dan O'Bannon (The Return of the Living Dead) und Don Jakoby (Death Wish 3) - bewußt oder unbewußt sei dahingestellt - viel Interpretationsspielraum ließen. So kann man Lifeforce z. B. als Parabel auf AIDS deuten, einer Krankheit, die Mitte der Achtziger erst langsam ins Bewußtsein der Menschen kroch und mit Homosexualität assoziiert wurde. Im Film gibt es einige homosexuelle Anspielungen; der Kuß zwischen Carlsen und Dr. Armstrong (Patrick Stewart, X-Men) ist nur die offensichtlichste. Andererseits kann man in dem überirdisch schönen Space Girl einen Engel sehen, der vom Himmel herabgestiegen ist, um die Sünder zu bestrafen und deren Seelen in die ewige Verdammnis zu schicken.

Lifeforce legt von Beginn weg ein unerhörtes Tempo vor und geizt weder mit beeindruckenden Schauwerten noch mit verblüffenden Spezialeffekten. Der Hingucker schlechthin ist allerdings kein Effekt, sondern die ehemalige Ballerina Mathilda May, die von Kleidung wenig hält und deshalb konsequent hüllenlos agiert. Ihre unglücklichen Opfer wiederum sind kleine Wunderwerke der SFX-Kunst. Die völlig verschrumpelten, ausgesaugten Hüllen wurden mit menschengroßen, beweglichen Animatronic-Puppen zum Leben erweckt, und spätestens bei der Sequenz, wo die gefesselte Frau verzweifelt versucht, sich zu befreien und mit großen Augen in die Gegend starrt (bevor sie regelrecht explodiert), sollte einem klar werden, wie viel Herz und Seele in so einem Ding stecken können. Natürlich sind einige Effekte aus heutiger Sicht veraltet und können nicht mehr überzeugen (wie z. B. Patrick Stewarts nachgebildeter Kopf, aus dessen Mund Unmengen an Ektoplasmablut spritzt), aber die optischen Tricks, viele Prosthetic-Make-Up-Kreationen, das Raumschiff-Set und die verschiedenen Miniaturmodelle bereiten mir nach wie vor viel Freude. Um zu veranschaulichen, mit wie viel Aufwand und Einsatz und Übermut man hier zu Werke ging, einige aus der Internet Movie Database entlehnte Zahlen. Das Makeup Department umfaßte mehr als vierzig Personen, im Art Department arbeiteten etwa zweihundertdreißig Männer und Frauen, die Spezialeffektecrew bestand aus fünfundzwanzig Menschen, für die visuellen Effekte um John Dykstra waren ca. siebzig Leute zuständig, und bei den gefährlicheren Szenen sprangen achtundzwanzig Stuntmänner und -frauen ein.

Die zahlreichen unterschiedlichen Aspekte des Streifens (Science-Fiction, Horror, Weltraumabenteuer, Vampire, Besessenheit, Seuche, Zombieapokalypse, Sex, Weltuntergangsszenario) mögen nicht immer besonders gut miteinander harmonieren, aber gerade dieser todesverachtende Größenwahn in Kombination mit der beinahe schon visionären Extravaganz und dem mitreißenden Spirit macht die unwiderstehliche Faszination dieses nahezu einzigartigen Pulp-Spektakels aus. Lifeforce, der im Grunde ein ungezügelt zu A-Proportionen aufgeblasenes B-Movie ist, ist weit entfernt von einem glattgebügelten Hollywoodstreifen. Die vielen Ecken, Kanten, Ritzen, Löcher und Stolpersteine mögen auch darauf zurückzuführen sein, daß die (ungenannten) Herren Michael Armstrong und Olaf Pooley ihre würzige Sauce zu O'Bannons und Jakobys Skript dazugeben durften und daß die Mimen phasenweise fröhliches Overacting betreiben. Vor allem Steve Railsback, Frank Finlay (The Three Musketeers) - der angeblich den für die Rolle vorgesehenen Klaus Kinski ersetzte - und Patrick Stewart schlagen diesbezüglich immens über die Stränge. Dem Spaß an der Sache tut das freilich keinen Abbruch, zumal der ganze Kokolores mit heiligem Ernst präsentiert wird. Der große Schwachpunkt dieses famosen Guilty Pleasures ist leider Henry Mancinis (Breakfast at Tiffany's) zwar bombastischer aber völlig uninspirierter Orchesterscore, der schon während man ihn hört wieder aus dem Gedächtnis entschwunden ist. Mit Lifeforce haben die Herren Hooper, Golan und Globus definitiv mehr abgebissen, als sie schlucken können. Der Geldbeutel mag ihnen das verübeln; die Fans genießen, danken, und grinsen zufrieden.

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 Betreff des Beitrags: Re: LIFEFORCE - DIE TÖDLICHE BEDROHUNG - Tobe Hooper
BeitragVerfasst: 07.11.2015 16:40 
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Ja,.....den Film wollte ich als einen der nächsten vorstellen, aber nun kann ich mir Zeit lassen :mrgreen:

Für mich einer meiner absoluten SF/Horror-Filmfavoriten aus den 80er Jahren. Der ganze Aufwand seinerzeit ist enorm, auch in tricktechnischer Hinsicht. Das Budget soll bei ca. 25 Millionen Dollar gelegen haben. Der Film kam anscheinend irgendwie doch zur falschen Zeit heraus, denn in den Kinos lief er nur mit mäßigen Erfolg. Könnte auch daran gelegen haben, das die 80er Jahre Horror- und Science Fiction Welle schon ein wenig am abebben war. Und das deutsche Plakatmotiv sah/sieht mit Verlaub einfach nur scheisse aus und lud auch nicht gerade zu einem Kinobesuch ein. Auf Video war er meines erachtens schon ein Renner.

Hier mal ein anständiges tolles Plakat aus Frankreich :)
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Stimme soweit mit Deinem Review überein, bis auf die Bemerkung zur Filmmusik, die man nach dem Hören wieder vergessen haben soll. Damals war ich etwas überrascht, das Henry Mancini hier die Musik machte, weil es im Grunde nicht sein Gebiet/Genre war. Seine Musik zu Lifeforce ist ebenfalls ziemlich aufwendig und hörenswert. Mancini schrieb hier eine hochdramatische symphonische Partitur. Allein schon das Hauptthema (Lifeforce Theme), eine Art Marschmotiv bleibt unvergessen. Oder die Musik zur Sequenz in der alten Kathedrale, wo Carlson mit der Vampirfrau zusammen trifft (für mich eine der grandiosesten Vampirszenen überhaupt) und alles in einer Dramatik gipfelt, die echt ihresgleichen sucht :yahoo: :jc_doubleup: Visuell ist der Film zusätzlich ebenfalls stark. Und dann die katastrophalen Szenerien, denn ein Chaos sondergleichen wird hier entfesselt. Und die Musik verstärkt alles hier zusätzlich. Diese Filmmusik erwies sich meiner Ansicht nach, als sehr lebendig mit einer tollen Instrumentation. Und das nicht gerade billige London Symphony Orchester spielte sie ein.

Cover der Soundtrack-LP
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Und MATHILDA MAY zählt für mich zu einer der schönsten Vampirinnen aller Zeiten.

Es wäre auch mal an der Zeit, das der Film in einer ihm würdigen Veröffentlichung präsentiert wird. Und dann aber in einer ungekürzten Fassung, denn die deutsche Version ließ ja doch ein wenig was vermissen. In der internationalen Fassung bekommt man z.B. erstmal einen anderen Vorspann zu sehen. Man sieht hier offenbar die Oberfläche des Kometen, die Kamera wandert darüber und man bekommt die Stabangaben zu sehen. Dabei hört man das Lifeforce Thema, was übrigens in der deutschen Version erst am Schluß beim Nachspann zu hören ist. Die deutsche Fassung widerum beginnt damit, das man das Raumschiff sieht, wie es sich einem unbekannten Objekt nähert. Und hier sind während dessen die Stabangaben zu lesen. Hierzu hört man die Musikthemen des Stücks THE DISCOVERY, das in vier Parts unterteilt ist.

Tja,....fragt sich, wenn überhaupt,....WER sich dieses starken SF/Horror-Krachers mal annehmen will.
Reine Nischenlabels werden es wohl nicht sein. KochMedia wäre eine tolle Option :D


Für mich volle Punktzahl 10/10 Vampirinnen aus dem Weltall :jc_doubleup:

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 Betreff des Beitrags: Re: LIFEFORCE - DIE TÖDLICHE BEDROHUNG - Tobe Hooper
BeitragVerfasst: 07.11.2015 21:46 
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Da ich seit damals nach wievor von dem Film begeistert bin, werd ich mir den heute einfach mal wieder anschauen, was ich eh gemacht hätte. Nur ziehe ich erneute Sichtung vor :)

Und hier noch ein starkes Foto von der Szenerie in der alten Kathedrale, die ich vorhin erwähnte.

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Achja,....ich liebe es :) ... :dh:

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 Betreff des Beitrags: Re: LIFEFORCE - DIE TÖDLICHE BEDROHUNG - Tobe Hooper
BeitragVerfasst: 08.11.2015 11:39 
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Lifeforce - Die tödliche Bedrohung (GB 1985, Regie: Tobe Hooper)

So ist das also... Dracula ist also ein Außerirdischer... und seine Vorfahren "reisen" im Schweif des halleyschen Kometen, in einem Raumschiff welches aussieht wie ein riesiger Regenschirm. JAU! Die Vorlage für diese herrlich versponnene Sci-Fi-Horror-Fantasy lieferte Dan O'Bannon. Tobe Hooper machte daraus eine temporeiche, effektvolle Achterbahnfahrt, die dem geneigten Zuschauer kaum Gelegenheit bietet über so manche Ungereimtheit nachzudenken. Ohne Atempause geht es Schlag auf Schlag, wobei die Geschichte immer wieder neue (interessante) Haken schlägt.

Die Darsteller sind offensichtlich gut aufgelegt und auch optisch bietet "Lifeforce" einiges an Schauwerten. Für die Entstehungszeit sehr aufwendig und auch heute noch beeindruckend (-und das ohne CGI!). Dazu noch ein stimmiger Score (von Henry Mancini), die elegante Kameraarbeit von Alan Hume (-Kameramann bei vielen Bondabenteuern-) und nicht zuletzt der wohl verführerischste Vampir aller Zeiten. Mathilda May ist hier mehr als einmal in voller Pracht zu bewundern. Kein Wunder dass Astronaut Carlsen (Steve Railsback) ihr regelrecht verfallen ist. Huston, wir haben ein Problem. Es ist weiblich - und es ist NACKT! :o Tja, Mission erfolgreich beendet kann ich da nur sagen. :mrgreen:

Tobe Hooper drehte hiernach noch zwei weitere Filme für Cannon, die ich ebenfalls zu seinen gelungensten Werken zähle. Das sind "Invasion vom Mars" und der herrlich überdrehte "Texas Chainsaw Massacre 2".

Bleibt zu hoffen, dass auch hierzulande mal der Director's Cut herauskommt. Ich kenne bisher nur die Kinofassung.

10/10

PS: Man achte übrigens mal auf die Nachnamen einiger Hauptfiguren: Bukowsky, [James M.?] Cain, Fallada, Carlsen[-Verlag?], [Michael?] Heseltine.

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PHOBOS (Trailer - deutsch)


THC statt TTIP!


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 Betreff des Beitrags: Re: LIFEFORCE - DIE TÖDLICHE BEDROHUNG - Tobe Hooper
BeitragVerfasst: 08.11.2015 12:35 
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Keine Ahnung, woran es liegt, aber Mancinis Score geht bei mir beim einen Ohr rein und beim anderen wieder raus, ohne irgendetwas zu bewirken. Ich finde den völlig belanglos (aber immerhin nicht störend). Bei anderen Filmen kann ich am Tag danach noch die eine oder andere Melodie nachsummen, bei Lifeforce ist da schon nach dem Abspann nur noch gähnende Leere. :cry:

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 Betreff des Beitrags: Re: LIFEFORCE - DIE TÖDLICHE BEDROHUNG - Tobe Hooper
BeitragVerfasst: 21.11.2015 12:48 
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Graf von Karnstein hat geschrieben:
Tja,....fragt sich, wenn überhaupt,....WER sich dieses starken SF/Horror-Krachers mal annehmen will.
Reine Nischenlabels werden es wohl nicht sein. KochMedia wäre eine tolle Option :D

Wäre da nicht NSM momentan ein guter Kandidat :?: Da wäre ich auch sofort bereit, 30€ für zu zahlen, wenn der endlich mal mit beiden Fassungen kommt. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: LIFEFORCE - DIE TÖDLICHE BEDROHUNG - Tobe Hooper
BeitragVerfasst: 21.11.2015 15:22 
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eddiefan hat geschrieben:
Graf von Karnstein hat geschrieben:
Tja,....fragt sich, wenn überhaupt,....WER sich dieses starken SF/Horror-Krachers mal annehmen will.
Reine Nischenlabels werden es wohl nicht sein. KochMedia wäre eine tolle Option :D

Wäre da nicht NSM momentan ein guter Kandidat :?: Da wäre ich auch sofort bereit, 30€ für zu zahlen, wenn der endlich mal mit beiden Fassungen kommt. :)


Wäre ich auch stark dafür!


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 Betreff des Beitrags: Re: LIFEFORCE - DIE TÖDLICHE BEDROHUNG - Tobe Hooper
BeitragVerfasst: 21.11.2015 15:51 
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Es gibt doch eine sehr schöne VÖ von Arrow. NSM nehmen auch nur die ausländischen Master und komprimieren diese dann auch noch ziemlich mies.


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 Betreff des Beitrags: Re: LIFEFORCE - DIE TÖDLICHE BEDROHUNG - Tobe Hooper
BeitragVerfasst: 22.11.2015 21:25 
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Guilala hat geschrieben:
Lifeforce - Die tödliche Bedrohung (GB 1985, Regie: Tobe Hooper)

So ist das also... Dracula ist also ein Außerirdischer... und seine Vorfahren "reisen" im Schweif des halleyschen Kometen, in einem Raumschiff welches aussieht wie ein riesiger Regenschirm. JAU! Die Vorlage für diese herrlich versponnene Sci-Fi-Horror-Fantasy lieferte Dan O'Bannon. Tobe Hooper machte daraus eine temporeiche, effektvolle Achterbahnfahrt, die dem geneigten Zuschauer kaum Gelegenheit bietet über so manche Ungereimtheit nachzudenken. Ohne Atempause geht es Schlag auf Schlag, wobei die Geschichte immer wieder neue (interessante) Haken schlägt.

Die Darsteller sind offensichtlich gut aufgelegt und auch optisch bietet "Lifeforce" einiges an Schauwerten. Für die Entstehungszeit sehr aufwendig und auch heute noch beeindruckend (-und das ohne CGI!). Dazu noch ein stimmiger Score (von Henry Mancini), die elegante Kameraarbeit von Alan Hume (-Kameramann bei vielen Bondabenteuern-) und nicht zuletzt der wohl verführerischste Vampir aller Zeiten. Mathilda May ist hier mehr als einmal in voller Pracht zu bewundern. Kein Wunder dass Astronaut Carlsen (Steve Railsback) ihr regelrecht verfallen ist. Huston, wir haben ein Problem. Es ist weiblich - und es ist NACKT! :o Tja, Mission erfolgreich beendet kann ich da nur sagen. :mrgreen:

Tobe Hooper drehte hiernach noch zwei weitere Filme für Cannon, die ich ebenfalls zu seinen gelungensten Werken zähle. Das sind "Invasion vom Mars" und der herrlich überdrehte "Texas Chainsaw Massacre 2".

Bleibt zu hoffen, dass auch hierzulande mal der Director's Cut herauskommt. Ich kenne bisher nur die Kinofassung.

10/10

PS: Man achte übrigens mal auf die Nachnamen einiger Hauptfiguren: Bukowsky, [James M.?] Cain, Fallada, Carlsen[-Verlag?], [Michael?] Heseltine.


Der Film war gerade gestern noch Gesprächsthema beim RandFILMFEST in Kassel. Die Meinungen gingen da schon ein wenig auseinander. Ich für meinen Teil würde mich der 10/10 fast anschließen wollen. Und Mathilda May war ich vom ersten Foto des Films in der CINEMA restlos verfallen! :) Wenn man den Film kennt, wird man sich denken können, wie begeistert ich erst im Kino war ...

Martin

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 Betreff des Beitrags: Re: LIFEFORCE - DIE TÖDLICHE BEDROHUNG - Tobe Hooper
BeitragVerfasst: 22.11.2015 21:39 
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Die Sichtung liegt zu lang zurück. Aber der Film liegt mir als angenehm in Erinnerung.

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 Betreff des Beitrags: Re: LIFEFORCE - DIE TÖDLICHE BEDROHUNG - Tobe Hooper
BeitragVerfasst: 22.11.2015 22:07 
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Ein merkwürdig schöner Gruselfilm, der irgendwie traumlogisch/traumunlogisch abläuft. Mancinis Musik hat mich ebenfalls nicht umgehauen, Frau May umso mehr. Ob das Ergebnis genau das ist, was sich der Regisseur vorgestellt hat? Keine Ahnung, aber das Ergebnis ist etwas sehr Eigenes.
Den habe ich damals sogar im Kino gesehen, alleine an einem Montagabend, und außer mir waren noch drei, vier Versprengte da.

Die englische Bluray kann ich nur empfhelen.

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 Betreff des Beitrags: Re: LIFEFORCE - DIE TÖDLICHE BEDROHUNG - Tobe Hooper
BeitragVerfasst: 24.11.2015 12:48 
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NSM scheint wohl tatsächlich interessiert zu sein. Ob es wirklich was wird, hat man verständlicherweise aus internen Gründen nicht gesagt. Aber die Hoffnung lebt. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: LIFEFORCE - DIE TÖDLICHE BEDROHUNG - Tobe Hooper
BeitragVerfasst: 24.11.2015 13:11 
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Ich war schwer enttäuscht von dem Film. Alle Komponenten an sich sprechen für einen guten Film, aber das Gesamtkunstwerk war mir dann zu langweilig.
Ich habe den von der ARROW-Blu-Ray direkt nach DIE KÖRPERFRESSE gesehen (super stark) und war dann restlos enttäuscht.

Vielleicht war aber auch DIE KÖRPERFRESSER einfach zu harte "Konkurrenz" für LIFEFORCE.

Wie gesagt, mir ging der Film zu wenig nach vorne.


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 Betreff des Beitrags: Re: LIFEFORCE - DIE TÖDLICHE BEDROHUNG - Tobe Hooper
BeitragVerfasst: 24.11.2015 14:06 
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Ja, da war der Kontrast sicher zu stark, ich nehme an, dass der Film im Doppelpack mit "Das grüne Blut der Dämonen" oder Ähnlichem besser funktioniert.

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 Betreff des Beitrags: Re: LIFEFORCE - DIE TÖDLICHE BEDROHUNG - Tobe Hooper
BeitragVerfasst: 24.11.2015 17:21 
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Ich mag den film ;) sehr gut gemacht ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: LIFEFORCE - DIE TÖDLICHE BEDROHUNG - Tobe Hooper
BeitragVerfasst: 24.11.2015 17:46 
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Logan5514 hat geschrieben:
Ich habe den von der ARROW-Blu-Ray direkt nach DIE KÖRPERFRESSE gesehen (super stark) und war dann restlos enttäuscht.
...
Wie gesagt, mir ging der Film zu wenig nach vorne.

Dieser Film gehört zum filmischen Soundtrack meiner Jugend und ich finde eigentlich schon, dass der sich in beiden Fassungen sehr gut gehalten hat.
Als fucking Mediabook würde ich ihn aber trotzdem keinesfalls kaufen. Eine normalpreisige Amaray hingegen auf der Stelle.


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 Betreff des Beitrags: Re: LIFEFORCE - DIE TÖDLICHE BEDROHUNG - Tobe Hooper
BeitragVerfasst: 24.11.2015 19:34 
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Finde den Film als DC besser als die KF, insgesamt alerdings sehr gut.


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