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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: LORNA, THE EXORCIST - Jess Franco
BeitragVerfasst: 17.11.2010 23:24 
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OT: Les possedees du diable (1974)

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Der kommt demnächst von Mondo Macabro, Axel gibt den 22. November als Release-Date an.

Die Reviews zum Film haben mir den Mund schon ordentlich wässrig gemacht - könnte sich um einen Top-Franco handeln! 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: LORNA, THE EXORCIST - Jess Franco
BeitragVerfasst: 18.11.2010 03:36 
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Chet hat geschrieben:
OT: Les possedees du diable (1974)

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Der kommt demnächst von Mondo Macabro, Axel gibt den 22. November als Release-Date an.

Die Reviews zum Film haben mir den Mund schon ordentlich wässrig gemacht - könnte sich um einen Top-Franco handeln! 8-)


Definitiv! Ist einer der intellektuellsten Francos und recht düster, d.h. ich würd den Film weniger Trash-Fans empfehlen, als Leuten, die auch mit Godard, Bunuel und Konsorten was anfangen können, was nicht heißen soll, dass nicht ordentlich rumgesaut wird. MM hat es ja offenbar sogar geschafft die Originalfassung des Films zu rekonstruieren, die fast 20 Minuten länger ist, als die Version, die bisher auf Video kursierte (und die ich kenne).

Der Release ist allerdings auf Januar 2011 verschoben. Am 22.11.2010 erscheint von MM allerdings Francos SINNER (aka DIARY OF A NYMPHOMANIAC), der ebenfalls ausgeprochen empfehlenswert ist! (Meine Scheibe hat Axel bereits versandt.)


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 Betreff des Beitrags: Re: LORNA, THE EXORCIST - Jess Franco
BeitragVerfasst: 24.11.2010 13:40 
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Wie kann man den Film einordnen????
Es gibt leider extrem viel Zeug von Franco, was mir gar nicht gefällt.
Bin da etwas vorsichtig.
Ich habe unten meine Franco Lieblinge aufgeführt und würde die Sammlung gerne erweitern.
Ich bin immer am Ausschau halten, falls noch ein paar schöne Franco Filme irgendwo entdeckt werden.






Francos, die ich besitze sind:

1. VAMPYROS LESBOS (Super stylisher Film!)
2. DER TEUFEL KAM AUS AKASAVA (Ein großer Spaß!)
3. SIE TÖTETE IN EKSTASE (Unglaublich stylish!)
4. VENUS IN FURS (Meisterwerk!)
5. EINE JUNGFRAU IN DEN KRALLEN VON ZOMBIES (Nicht von dieser Welt aber ein Meisterwerk!)
6. DIE FOLTERKAMMER DES DR. FU MANCHU (Guter atmosphärischer Fu Manchu Film!)
7. DER TODESKUSS DES DR. FU MANCHU (wirkt wie eine Rohfassung, hat aber seine Momente!)
8. THE BLOODY JUDGE (Sehr gutes, hochwertiges, atmosphärisches Hexendrama)
9. THE GIRL FROM RIO (Trash deluxe mit super Atmosphäre!)
10.SUCCUBUS (Kunst!)
11.DIE JUNGFRAU UND DIE PEITSCHE (Klasse Film, klasse Musik!)
12.DER TODESRÄCHER VON SOHO (Absoluter Rohrkrepierer mit toller Starbesetzung!)
13.JACK THE RIPPER (Sehr stimmige Jack the Ripper Verfilmung!)
14.NACHTS WENN DRACULA ERWACHT (Meisterwerk)

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Suche "Maigret und sein gößter Fall" Regie: Alfred Wiedenmann. DVD von 3L


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 Betreff des Beitrags: Re: LORNA, THE EXORCIST - Jess Franco
BeitragVerfasst: 25.11.2010 02:32 
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Bei dieser Auswahl würde ich LORNA am ehesten mit EINE JUNGFRAU IN DEN KRALLEN VON ZOMBIES vergleichen, schätze aber, dass dir der Zugang zu den De Nesle-Produktionen* schwerer fallen wird, als bei den meisten Filmen deiner Liste. Auch mir ist die Towers-Phase nach wie vor die liebste, aber wenn du - wie man sieht - schon einen Bezug zu Franco gefunden hast, dann wirst du über kurz oder lang auch seine etwas minimalistischen Werke zu schätzen wissen. Ging mir jedenfalls so.

*Die Budgets dieser vom französischen Grafen Robert de Nesle produzierten Filme waren in der regel extrem niedrig und Franco war nach dem plötzlichen Tod von Soledad Miranda wohl weniger nach stylischen Feuerwerken zumute, als nach eher düsteren Melodramen.

PS Was mich an deiner Liste wundert: Keine s/w-Filme bei? Hast du da schon welche angetestet? Würde eigentlich vermuten, dass dir da einige gut gefallen könnten (z.B. THE DIABOLIC DR. Z oder THE AWFUL DR. ORLOF).


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 Betreff des Beitrags: Re: LORNA, THE EXORCIST - Jess Franco
BeitragVerfasst: 25.11.2010 08:30 
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italostrikesback hat geschrieben:
Es gibt leider extrem viel Zeug von Franco, was mir gar nicht gefällt.


Du böse alte Frau! Señor Jesús Franco Manera ist ein liebenswerter alter Lustmolch, den man einfach gern haben muß und dessen Filme man kultisch verehren soll, bis daß der Arzt eintritt!!

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 Betreff des Beitrags: Re: LORNA, THE EXORCIST - Jess Franco
BeitragVerfasst: 03.06.2012 20:23 
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Patrick Mariel (Guy Delorme) wirkt wie ein Mann, der mit beiden Beinen im Leben steht, sowohl in Familiendingen als auch im Geschäftlichen scheint er alles im Griff zu haben. Gerade als anlässlich des 18. Geburtstages seiner Tochter Linda (Lina Romay) einige Feierlichkeiten geplant sind, holt ihn jedoch seine Vergangeheit wieder ein. Vor ungefähr 19 Jahren, als es ihm noch weitaus dreckiger ging, lernte er in einem Casino die mysteriöse Lorna Green (Pamela Stanford) kennen, welche ihm zu Glück und Reichtum verhalf, woraufhin er ihr im Gegenzug seine damals noch ungeborene Tochter versprechen musste. Nun, wo diese erwachsen ist, dringt Lorna wieder in sein Leben ein, um ihren Anspruch geltend zu machen...

Der Vorhang geht auf, Lina Romay und ein bizarr geschminkte Blondine räkeln sich eine gefühlte Ewigkeit im Bett, während im Hintergrund eintönig die Musik leiert und die Kamera die lesbischen Annäherungen eher spröde einfängt. Nach verwirrenden Einstiegsschwierigkeiten offenbart sich die Handlung als zwar reichlich geheimnisvoll, aber doch nicht übermäßig kompliziert. Der treusorgende Familienvater wird also von einer Dämonin der Vergangenheit heimgesucht, was in dieser Konstellation durchaus was von einem modernen Märchen hat. Zumal diese Küstenstadt, durch die ein seltsam fremdartiges Flair weht, als Setting keine schlechte Wahl ist. Bei solchen Ansätzen gehört es ja gewissermaßen schon zum guten Ton, dass auf erzählerische Substanz im klassischen Sinne großzügig verzichtet wird. Wer will denn auch ständig irgendwelche langweiligen Geschichtchen im Detail vorgekaut kriegen? Problematisch wird es allerdings dann, wenn sich auch in Sachen Atmosphäre gar nicht mal so viel tut und Franco sich mehr denn je in prätentiösen Geduldsproben ergeht. Da werden einzelne Sequenzen immer wieder bis zum Äußersten zerdehnt, ohne dass daraus irgendeine den Film voranbringende Wirkung entstünde. Dazwischen liefert die Kamera entweder lähmende Statik oder wildes Gezoome. Und die größtenteils unästhetischen und unnötig expliziten Sexszenen taugen auch nicht wirklich als Bereicherung (und da behaupten Leute ernsthaft, die Sexszenen bei D'Amato wären unerotisch?). Fairerweise möchte ich noch erwähnen, dass sich irgendwo in diesem ausgewalzten Nichts auch ein paar faszinierende Momente versteckt haben, aber die Verhältnismäßigkeit stimmt hier einfach nicht mehr.

Wen wundert's bei solchen Filmen, dass Jess Franco immer wieder die Gemüter spaltet. Für mich war das in diesem Fall schlichtweg zu wenig. Ja ich war sogar ein bisschen verärgert darüber, was der Meister hier verzapft hat.

Wer sich trotzdem selber ein Bild machen will: mit der US-DVD von Mondo Macabro ist man gut bedient!


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 Betreff des Beitrags: Re: LORNA, THE EXORCIST - Jess Franco
BeitragVerfasst: 01.07.2012 07:58 
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Franco goes Faust. Ein dubioser Pakt bringt Reichtum und Glückseligkeit, doch irgendwann muß der Preis dafür bezahlt werden. Und der ist hoch. Franco in Höchstform. Ein grandioser Film, schön anzuschauen, der eine traumähnliche Stimmung entfacht, die fast hypnotisiert. Franco und seine Muse. Lina Romay war damals etwa 20 Jahre alt, und sie ist ein Hingucker par excellence. Ein bezauberndes Wesen, das jede Szene dominiert, das nichts verbirgt, das alles zeigt. Alles. Franco zeigt feuchte Spalten, hungrige Münder, bebende Brüste, ekstatische Leiber, lustverzerrte Gesichter. Er zeigt aber auch durch Schamhaarwälder irrende Krebse, blutverschmierte Dildos, tödliches Blei spuckende Pistolen und zustechende Messer. Lorna und Lin(d)a, zwei überirdische Wesen. Wer wird am Ende triumphieren? Ganz gewiß der Franco-Fan, dem diese Art des Filmemachens zusagt. Lorna ist kein Film zum Denken, kein Film zum Mitfiebern, kein Film zum Spaß haben. Für die einen ist er grenzenlos langweilig, für die anderen ist er purer Genuß.

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Heißeste Szene mit Spoilerbeigeschmack:

Lorna offenbart der staunenden Linda, daß sie (= Linda) ihre Tochter ist und gibt ihr gleich mal die Brust zum Lutschen. Danach defloriert sie ihr Töchterlein mit einem großen Dildo in perfekter Penisform, nur um im Anschluß am blutverschmierten Schwengel zärtliches Fellatio zu betreiben.

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 Betreff des Beitrags: Re: LORNA, THE EXORCIST - Jess Franco
BeitragVerfasst: 02.07.2012 17:13 
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Gestern vor dem EM-Finale (Viva España :10hallo2: ) noch die Extras konsumiert, und die sind richtig gut. Vor allem der Monolog von Stephen Thrower über Franco bzw. Lorna ist Spitze. Der gute Mann arbeitet ja zur Zeit an einem Buch über Franco und das ist sowas von gekauft.

Über Lorna z. B. sagt er, den Nagel auf den Kopf treffend: "Franco is using his technique of extending and elasticating one's sense of time so much that in 8 or 9 minutes of the film you've hardly learned anything about what's happening in the film, so the sex scene appears to just grow and expand and contract. You're outside of time somehow. You've kind of forgotten why you're watching it or what you're watching or whether or not there's a story. You've been lost before... minutes into the film you're already deeply into some sort of labyrinth the edges of which you can no longer see. Very mysterious film. There's a kind of a magic in Franco's work, there's a sort of magical, elusive element, that occurs sometimes more powerful in one film than another. Lorna has got it in spades. That sensation of mystery and unease that comes and goes in different Franco films in different levels of intensity is at its most intense in Lorna. But you'd be very hard pressed to say where it's coming from. It's everywhere and nowhere. You could line the plot up and you could explain the storyline to somebody and you could explain what the set-pieces were but you wouldn't get anywhere near communicating the aura of sickness and madness that seems to eminate from the frame."

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