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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 14.05.2010 15:05 
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Den Film Martyrs gibt es auf Deutsch in zwei verschiedenen Fassungen:

1. die Fassung von NSM aus Österreich, 2DVD, uncut

und

2. die deutsche Fassung von Senator, angeblich auch uncut (ofdb).

Da die Fassung von Senator deutlich günstiger ist, möchte ich nun gerne wissen, ob sie

a) wirklich ungeschnitten ist,
b) welche der beiden Fassungen das bessere Bild hat und
c) ob sich das quälend lange Making Of (immerhin 85 min, fast so lange wie der Film selbst!!!) lohnt?

Um eine Auskunft wäre ich sehr verbunden :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Martyrs - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 14.05.2010 15:13 
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Also ich habe die deutsche DVD von Senator.

Die DVD kam nur in den Verleih und ist ungekürzt. Man wollte keine Risiken für so einen Nischenfilm eingehen - Indizierungsgefahr. War der Film doch schon angekündigt für die "Autobahn"-Reihe... Die Österreicher ließen sich aber so einen Skandal-Film dadurch nicht schlecht machen und veröffentlichten ebenfalls die Uncut-Fassung!
Die österreichische Version ist relativ identisch mit der Senator DVD. Nur halt, dass das Bonus-Feature dabei ist. Doch wenn man mal die Preise vergleicht sollte man sich die Frage stellen, ob ein Making-Of wirklich eine Preisdifferenz von 10 Euro rechtfertigt?
Da ich sowieso nicht so viel mit Making-Ofs anfangen kann wählte ich die billigere Variante. Zu dem mag ich auch NSM nicht so ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 14.05.2010 16:57 
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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 14.05.2010 18:05 
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Den Film mag ich irgendwie nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 14.05.2010 20:16 
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Das "Making of" habe ich nicht geschaut, es hat mich nach dem Genuss des Films nicht mehr sonderlich interessiert. Die Ösi-Scheibe ist nett aufgemacht (Digipak), wenn die deutsche DVD allerdings spürbar weniger kostet, würde ich auf das Digi verzichten. Ich habe damals die NSM gekauft, weil ich sie recht günstig bekommen habe.

Wenn man auf den deutschen Ton verzichten mag, scheint mir die britische Scheibe eine sehr gute Wahl zu sein! Die DVD kostet z.B. bei Amazon.co.uk lediglich 4.50£, die BD ist für schlappe 6.93£ zu haben!

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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 14.05.2010 20:27 
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Der letzte teil des Filmes ist mir etwas sauer aufgestoßen! Das brauche ich nicht unbedingt! Wegen dem ende nicht so mein fall....

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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 14.05.2010 20:43 
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Ein ganz hervorragender Film der alle anderen Genrebeiträge aus Frankreich weit hinter sich lässt! Ich war nach der Erstsichtung wirklich sehr angetan und habe mir dann die NSM-VÖ gegönnt. Wie von Traxx bereits erwähnt dürfte die DTS Spur der einzige Unterschied zur Senator DVD sein. Wer darauf verzichten kann macht mit der Einzeldisc also nix verkehrt, uncut ist die auf jeden Fall!

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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 19.05.2010 20:58 
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ich habe auch die nsm version. ich fand den film recht gut aber ich würde mir den nicht 4 mal im jahr anschauen :D ssehr gut gemacht aber recht harter stoff


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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 14.10.2010 23:58 
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Wer hat nochmal gemeint der Film wäre gut :evil: Möglicherweise habe ich ihn auch unter den falschen Gesichtspunkten rezipiert aber der Film konnte mich weder intellektuell stimulieren noch hat er als "Schocker" sonderlich gut funktioniert. Das war wohl nichts... wieder ein Blu-ray für die Tonne :dr:

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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 11.07.2011 11:26 
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kann mir mal jemand erzählen, was am Ende passiert (mit Spoiler-Klappe oder per PN)... ich will das Teil vielleicht auf meiner privaten Filmrunde zeigen und der ein oder andere ist möglicherweise nicht allzu hartgesotten... daher wäre eine Info ganz gut, obwohl sie mir natürlich ziemlich das Sehvergnügen versauen würde (das nehme ich in Kauf!)

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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 11.07.2011 11:59 
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Thomas Morus hat geschrieben:
kann mir mal jemand erzählen, was am Ende passiert (mit Spoiler-Klappe oder per PN)... ich will das Teil vielleicht auf meiner privaten Filmrunde zeigen und der ein oder andere ist möglicherweise nicht allzu hartgesotten... daher wäre eine Info ganz gut, obwohl sie mir natürlich ziemlich das Sehvergnügen versauen würde (das nehme ich in Kauf!)


Also auch wenn ich das Ende nur ungern verraten möchte, da das ja eigentlich dem Film den Rest gibt... Bitte ;)
Also die Hauptdarstellerin wird in der zweiten Hälfte des Film selber zum Opfer und ziemlich übel malträtiert. Allerdings nicht, wie man es z.B. in "Hostel" etc. zu sehen bekommt - Die Frau wird gebrochen. Ohne Worte einfach verprügelt, gefüttert und dann wieder geschlagen. Und das scheinbar über einen langen Zeitraum. Man versucht sie ans Ende zu bringen. Das ganze mündet dann darin, dass man der Frau die Haut vom Körper zieht, und sie in eine Vorrichtung einspannt. In dieser Vorrichtung wird die gehäutete (und noch lebende) Frau dann einer großen Lampe ausgesetzt, bis sie irgendwie Gott sieht, oder so... Die letzte Interpretation obliegt Jedem selbst.


Allerdings sei hier gesagt: Ich denke es gibt keinen schlechteren Film für einen Filmabend mit Freunden. Höchstens vielleicht "Vace de Noces".


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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 11.07.2011 12:20 
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Okay, danke Logan... ich suche wohl lieber einen anderen Film für unsere gemütliche Runde aus ;) ;) ;)
Ich selbst werde ihn mir wohl aber mal angucken ...

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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 12.07.2011 19:30 
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Ich stimme Logan zu, für eine "gemütliche Runde" ist Martyrs ein Fehlgriff.

Wenn die Teilnehmer über einen rustikalen Humor verfügen, empfehle ich die hysterische "Backwood-Naziopa-Satire" namens "Frontier(s)" (Frontière(s), Frankreich 2007). Der Streifen wird oft mißverstanden, bietet daher Stoff für interessante Diskussionen.

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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 18.08.2012 15:17 
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Martyrs (F/Kanada 2008, Regie: Pascal Laugier)

Über ein Jahr lang galt die kleine Lucie (Jessie Pham) als vermisst, als sie plötzlich total verstört am Straßenrand aufgefunden wird. Lucie ist nicht in der Lage, zu erzählen, was ihr widerfahren ist. Die Polizei findet allerdings heraus, dass sie die ganze Zeit über in einem verlassenen Schlachthof eingesperrt war und ihr Gefängnis nie verlassen konnte. Anzeichen für einen sexuellen Missbrauch gibt es allerdings nicht, weshalb die Tätersuche auch keinen Erfolg bringt. Im Krankenhaus trifft Lucie auf die in ihrer Familie misshandelte Anna (Erika Scott), die ihr nach und nach dabei hilft, einen Weg zurück ins Leben zu finden, und die beiden werden beste Freundinnen. 15 Jahre später will Lucie (Mylène Jampanoï) Rache an ihrem Peiniger nehmen. (OFDb)

ACHTUNG: SPOILER!

...und hier beginnt "Martyrs" eigentlich erst richtig. Wir sehen eine -scheinbar- ganz normale Familie am Tisch sitzen. Es klingelt. Die Tür wird geöffnet und BANG... Lucie -bewaffnet mit einem Gewehr- macht der Familienidille ein schnelles Ende. Anna wartet derweil draußen im Auto, in sicherer Entfernung. Als Lucie sie anruft und erzählt was sie gemacht hat, eilt Anna schnell zu dem Haus, wo sie ein wahres Blutbad vorfindet. Anna hegt Zweifel, ob diese Leute wirklich die Peiniger von Lucie waren. Und Lucie zeigt verstärkt Anzeichen einer schweren Psychose. Sollte sie etwa eine unschuldige Familie getötet haben?
Doch halt: Da lebt ja noch jemand. Die Mutter. Anna versucht die schwer verletzte Frau -ohne Lucies Wissen- aus dem Haus zu schaffen. Doch Lucie kriegt das mit, stößt Anna beiseite und schlägt der Mutter den Schädel zu Brei. Nun flippt Lucie endgültig aus und der Hass und die Verzweiflung richten sich gegen sie selbst. Schließlich schlitzt sie sich die Kehle auf und stirbt in den Armen ihrer Freundin. Am nächsten Tag macht Anna eine Erkundungstour durch das große Einfamilienhaus. Sie entdeckt eine geheime Tür und findet sich plötzlich in einem großem Komplex, unterhalb der Erde, wieder. Nun wird langsam klar, dass Lucie keineswegs die Falschen getötet hat. In einem dunklen Verließ findet sie ein weiteres Opfer, nackt und gefesselt auf einem Stuhl, am Kopf wurde ein Metallbügel befestigt -mit Klammern, die in den Schädel genietet wurden....

...spätestens jetzt habe ich mich gefragt: Warum ruft Anna nicht die Polizei? Nö, erstmal muss gezeigt werden, wie Anna die Klammern aus dem Kopf der schrecklich zugerichteten Frau zieht. Anschließend wird gebadet (Kommentar von Anna: "Ruh' dich aus!")... :x

Schon bald stellt sich heraus, dass Anna mit ihrer Flucht zu lange gewartet hat, denn die Horrorfamilie gehörte einer ganz speziellen Organisation von Fanatikern an, die sich mit der Frage beschäftigen: "Was erwartet den Menschen nach dem Tod?" Vielleicht eine Gruppe Antihippokraten, mit ganz offensichtlich gestörtem Empathieempfinden. Anna wird in den Keller geschleift und aufs übelste geschlagen und gepeinigt. Am Ende ihrer Qualen soll sie die Antwort auf diese Frage beantworten können... na denn... viel Glück! :shock: :roll:

Die letzte Szene entläßt den Zuschauer mit einem echten Schlag ins Gesicht. Was war es denn nun, wofür dieser ganze Wahnsinn veranstaltet wurde? Irgendwie war schon vorher völlig klar, dass diese Frage unbeantwortet bleibt. So zieht man sich mit einem Schock-Ende einigermaßen geschickt aus der Affäre, aber auf mich wirkte dieses Ende viel zu kalkuliert. Zurück bleibt eine dumpfe Leere im Kopf des Zuschauers -so war es zumindest bei mir. Was für ein Stumpfsinn, "Martyrs" ist mMn nicht mehr als ein mittelmäßig inszenierter Sicko mit pseudo-intellektuellem Anspruch.

"Martyrs" konzentriert sich ganz aufs analytische Schildern von Grausamkeiten, ohne seinen Figuren genügend Backround mit auf den Weg zu geben. Es findet kaum eine Charakterzeichnung statt. Die Racheaktion kommt schon nach ca. 10 Min. und ich wußte erst gar nicht, wer jetzt eigentlich wen weswegen umbringt. Dies wird erst nach und nach klar. Um die Halluzinationen von Lucie darzustellen greift Pascal Laugier auf plakative Horrorelemente zurück. Es gelingt ihm allerdings an keiner Stelle, die Handlungen seiner Protagonisten so richtig nachvollziehbar zu machen. Auch einen richtigen Spannungsbogen gibt es nicht. Gelungene Momente hat "Martyrs", wenn die alte Dame der verstörten Anna von den Märtyrerbildern erzählt. Und von "Monstern", die sich schon nach kurzer Zeit der Folter beim Menschen entwickeln. Josef Mengele und Co. lassen grüßen, würde ich sagen. Brrr... :twisted:


Doch statt auf subtilen, psychologischen Nervenkitzel setzt "Martyrs" lieber auf tristen "Realismus", stumpfsinnige Gewalt und plakative Schockeffekte, in der Hoffnung, dass er dabei "überzeugender" wirkt. Ich weiß es nicht, mich hat der Film auch bei der zweiten Sichtung nicht überzeugt. Im letzten Drittel macht Laugier sogar noch einen auf Drama, wenn er bei einer Folterszene melancholische Musik einsetzt. Schwer zu verdauen. Zumindest war ich diesmal vorbereitet.

Die Bezeichnung Torture-Porn wäre nicht ganz gerecht. Die gesellschaftskritischen Ansätze sind durchaus erkennbar und auch die Ekelszenen werden nicht unnötig in die Länge gezogen, wie in vergleichbaren Filmen. Allerdings fehlt Laugier das nötige Fingerspitzengefühl, was Charakterzeichnung und Dramaturgie angeht. Beides Dinge, die "Martyrs" mMn zu einem besseren Film hätten machen können. So ist es -wie gesagt- nur ein langweilig inszenierter Sicko-Schocker mit pseudo-Anspruch geworden.
Wieder einmal gute, interessante Ansätze -in einem mäßigen Film... mMn mißlungen.

3,5/10

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PHOBOS (Trailer - deutsch)


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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 20.08.2012 22:29 
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Ich halte dieses Ding für einen ziemlich überbewerteten Mumpitz. Lest mal dazu die Kritik auf Badmovies.de.


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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 20.08.2012 22:35 
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Habe ich damals gesehen, fand ihn sehr verstörend, habe ihn verkauft und möchte ihn nie wieder sehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 21.08.2012 14:33 
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sid.vicious hat geschrieben:
Knallharter Tobak. Bei der ersten Sichtung habe ich den Film verabscheut. Nachdem er gesickert ist, fand ich den Film immer besser. Martyrs ist neben Inside mein Lieblingsbeitrag der harten Horrorwelle aus Frankreich. Frontiers finde ich hingegen wesentlich schwächer.


So unterschiedlich können die Geschmäcker sein: MATYRS finde ich richtig gut, wenn auch unangenehmen zu gucken. INSIDE hat bei mir, obwohl er an sich okay gemacht ist, nicht besonders zugesagt.

FRONTIERS fand ich stumpf, aber sehr unterhaltsam (wobei er mir besser gefällt als INSIDE).

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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 21.08.2012 15:14 
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IMHO macht ein Vergleich der Filme wenig Sinn.

"Frontière(s)" ist eine herrlich hysterische Komödie.
"À l'intérieur" die Verfilmung des Schlagwortes "Muttertier" (wie irgendwo von Traxx treffend beschrieben).
"Martyrs" versucht auf durchsichtige Art auf philosophisch-intellektuelle zu machen, scheitert aber.

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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 23.08.2012 10:05 
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Laugier hat in einem Interview mal gesagt, daß er einfach nur einen Horrorfilm machen wollte, wie er ihn sehen wollte und das ist ihm meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Martyrs ist einer der besten Horrorfilme der letzten 10 Jahre weil er die üblichen Pfade verläßt und ohne Rücksicht auf den Geschmack und die Erwartungen des Publikums abläuft. Im Gegensatz zu den üblichen mainstream Kino Popcorn Horror Filmen wie den TCM remakes und der SAW Reihe, bei denen man sich mal ordentlich das Hirn durchpusten lassen kann, gilt für Martyrs was einen Horrorfilm eigentlich ausmachen sollte: Er ist unangenehm anzusehen.
Das gilt insbesondere für den zweiten Teil des Films, der von vielen kritisiert wird. Dabei ist gerade dieser Teil des Filmes das Salz in der Suppe des Films.

Den Versuch philosophisch intellektulell daherzukommen kann ich bei dem Film nicht sehen, die esoterische Geschichte um die Märtyrer findet allein innerhalb des Filmes statt und ist nicht Teil einer Aussage. Meiner Meinung nach will der Film gar keine Aussage machen und schon den Versuch, ihm eine endgültige Interpretation anzudichten zu wollen, finde ich grundsätzlich falsch. Das gilt auch für das Ende, das weder eine Auflösung noch eine endgültige Erklärung für den Film anbieten will. Laugier stellt sich damit gegen die Sehgewohnheiten seines Publikums und muß dafür einiges an Kritik einstecken.
Martyrs macht am Ende nur das, was einen Horrorfilm ausmachen sollte, er transportiert Emotionen. Und das tut er besonders intensiv.

Die Effekte, Schauspieler, Kamera und Musik sind im übrigen erste Sahne und ob man den Film nun mag oder nicht mag, diese Qualitäten sollte man ihm zugestehen. Da beißt die Maus keinen Faden ab.


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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 08.02.2013 12:10 
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Ich weiss noch wie es dazu kam, dass ich den Film gesehen habe, es war eh schon ein komischer Abend bei mir und meiner Frau und so haben wir uns mal Martyrs rein gezogen, nachdem ich von dem Film gute Kritiken gelesen habe. So haben wir uns den mal besorgt, nach dem Film war ich erst mal fertig mit der Welt, da dass gezeigt wirklich sowas wie ein Schock war, weil ich sowas bis dato noch nie gesehen habe!

Heute muss ich mich immer fragen, wie die Franzosen immer auf diese Ideen kommen, Frontiers, Haute Tension oder Inside. Diese ganzen Filme sind ein wahrer Schlag in die Magengrube und man braucht schon nerven aus Drahtseile wenn man diese Filme bis zum Ende packen will, das steht außer Frage. Man weiss als zuschauer nicht wie sich der Film entwickelt, vor allem der Schluss war doch eine wahre Überraschung, die aber zeitgleich richtig hart daher kommt!

Wie man hier sieht, sind es die alten Knacker die die gefährlichen auf der Welt sind und nicht wir jungen! Wenn man zu viel Geld hat, kommt man wahrlich auf die verrücktesten Ideen und das will uns dieser Film zeigen. Der Film versteht es auch zu fesseln nach allen Regeln der Kunst. Ich habe zu keiner Zeit Langeweile oder etwas ähnliches verspürt, da ich voll auf den Film konzentriert war. Aber auch die Spannung war sehr groß, fast zu groß. Die Umsetzung war kompromisslos und da weg zu schauen schafft man fast nicht.

Atmosphärisch ist der Film eiskalt. Ich denke auch, dass der Film nicht mal für Splatterfreaks gemacht worden ist, sondern eine andere Botschaft hat. Auch die Darsteller tun ihr übriges, dass der Film in keinster Weise in langer Weile aus artet, da man ihnen ihre Rollen sofort abnimmt, da Sie sie glaubhaft darstellen. Der Film ist auch nicht für einen Partyabend gedacht oder sowas, den sollte man sich anschauen um sich am besten beeindrucken zu lassen, vor allem wegen der drastischen Szenen und Effekten! Von mir bekommt der Film die Höchstpunktzahl.

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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 28.06.2015 22:06 
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Gerade auch zum ersten Mal gesehen. Fand die erste Hälfte wirklich gut, aber die zweite Hälfte hat mir nicht gefallen. Auch das Ende fand ich, naja wie soll ich sagen, interessant ;). Würde gern näher darauf eingehen aber ich will niemanden spoilern...
Typischer Fall von "entweder liebt oder hasst man den Film". Ich liebe die erste Hälfte aber hasse die zweite Hälfte. Dennoch sag ich mal 6/10.
Nochmal anschauen muss ich ihn in nächster Zeit nicht unbedingt.

High Tension gefiel mir von den neuen französischen Horrorfilmen bisher am Besten, gefolgt von Frontiers. Martyrs ist das Schlusslicht. Kenne bisher Inside noch nicht, der steht als nächstes auf der Speisekarte.

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 Betreff des Beitrags: Re: MARTYRS - Pascal Laugier
BeitragVerfasst: 08.07.2015 07:05 
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Mich haut so leicht kein Horrorfilm mehr um.
Wie viele andere hier ist man ja schon abgehärtet.
Aber dieser film ging mir doch an die Nieren. Das hat lange kein Film mehr geschafft. Der kam auch so realistisch rüber.
Habe am Ende auch lange drüber nachgedacht. Das spricht auch für den Film.

Für mich ein ganz starker Genre-Beitrag!

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