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 Betreff des Beitrags: NUR VAMPIRE KÜSSEN BLUTIG - Jimmy Sangster
BeitragVerfasst: 19.03.2014 19:05 
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NUR VAMPIRE KÜSSEN BLUTIG

(GB 1970)
(Ot: LUST FOR A VAMPIRE / US-Titel = TO LOVE A VAMPIRE)

Yutte Stensgaard - MIRCALLA KARNSTEIN
Michael Johnson - RICHARD LESTRANGE /// Barbara Jefford - GRÄFIN HERRITZEN
Ralph Bates - GILES BARTON /// Suzanna Leigh - JANET PLAYFAIR

Regie: JIMMY SANGSTER

Laufzeit ca. 91 min

FSK ab 16 Jahren

deutsche EA am 17.3.1972

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Österreich, im Jahre A.D. 1830
Eine junge Frau wird auf ihrem Weg nach Hause zu einer Kutschfahrt eingeladen, aber kaum das sie eingestiegen ist, schreit sie vor Entsetzen und die Kutsche befördert sie ins nahe gelegene Schloß. Dort wird sie bei einer Zeremonie geopfert und ihr Blut erweckt eine andere Frau zum leben!

Handlungswechsel
Der Schriftsteller Richard Lestrange landet auf seiner Suche nach ungewöhnlichen Geschichten und Ereignissen in dem kleinen Dorf Styria. Ganz in der Nähe befindet sich auch das alte Schloß Karnstein. Der Wirt des Gasthofs erzählt ihm, das vor 40 Jahren dort Schwarze Magie stattgefunden hat, das Vampire umgingen und das die Karnstein's alle vierzig Jahre zurückkehren würden. Lestrange hält das alles für Aberglaube und nimmt diese Geschichten nicht ernst. Da die Dorfbewohner offenbar doch Angst davor haben und es wohl ernst meinen, ist das Interesse an den Karnstein's bzw. an den Vampiren bei R. Lestrange geweckt und er begibt sich sogleich zu deren Anwesen.

rechts, Lestrange, links, Miss Simpson und mitte, Barton

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In der Kutsche, Gräfin Herritzen und rechts Mircalla

Als er im alten Schloß der Karnstein's ist, stellt er die eigenartige Atmosphäre fest, die dort herrscht. Er geht durch die großen Wohnräume und dann tauchen plötzlich Gestalten auf, die ihm unheimlich sind. Er weicht zurück, aber sein Schrecken erweist sich als harmlos. Es sind die jungen Mädchen, die sich zur Besichtigung unter Aufsicht ihres Lehrers Giles Barton im Schloß aufhalten. Das Mädcheninternat befindet auf einem Grundstück in unmittelbarer Nähe des Schloßes. Lestrange begibt sich zum Internat und unterhält sich mit der Schulleiterin Miss Simpson, als gerade eine neue Schülerin eintrifft, MIRCALLA! Auf den ersten Blick gefällt sie Richard und damit er in ihrer Nähe sein kann, läßt er sich von der Schulleitung als Lehrer für englische Literatur einstellen, denn schließlich ist er als Schriftsteller auch dort kein Unbekannter.

Tagsüber, Mircalla im Unterichtsaal

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Nachts, heimliche Treffen.

Sein Lehrerkollege Giles Barton widmet sich u.a. diversen okkulten Studien und forscht intensiv in der Geschichte der Karnsteins herum. Kurze Zeit später verschwinden die ersten Mädchen spurlos und Barton findet heraus, wer Mircalla in Wirklichkeit ist. Sie ist ins Schloß ihrer Vorahnen zurück gekehrt. Als er sich nachts auf dem Karnstein-Friedhof mit Mircalla trifft, bezahlt er sein Wissen mit dem Leben. Seine Leiche wird am folgenden Tage entdeckt und Miss Simpson will, das über die seltsamen Vorkommnisse stillschweigen bewahrt wird. Sie ist um den guten Ruf des Internats besorgt. Aber es verschwinden noch mehr Mädchen und auch Lestrange glaubt inzwischen nicht mehr nur an den Aberglauben der Leute.


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Dieses ist der zweite Film der sogenannten, aber losen KARNSTEIN-TRILOGIE von Hammer.
Hielt sich der erste Film GRUFT DER VAMPIRE werkgetreu noch an die Vorlage von JOSEPH SHERIDAN LE FANU, so basiert dieser Film hier eher lose auf dem Roman Carmilla. Das muß kein Nachteil sein, zumal die Geschichte von Le Fanu eine Kurzgeschichte ist und man schon beim ersten Film im Grunde genommen alle wichtigen Bestandteile der Geschichte übernommen hatte. Um die Geschichte von Carmilla diesmal etwas anders zu gestalten, verfasste TUDOR GATES, wie schon beim Vorfilm das Drehbuch. Dieses ist leider ein wenig holprig geraten und auch einige Schwächen in der Inszenierung waren/sind völlig unnötig gewesen. Szenerien, wie z.B. das ganz kurze einblenden von zwei leicht rötlichen Augen, die eindeutig Christopher Lee gehören, sind einfach nur fehl am Platze. Ich finde, das Hammer sowas im Grunde nun überhaupt nicht nötig hatte. Das will so gar nicht zu ihnen passen. Auch die Muiskuntermalung bei der Liebesszenerie auf dem Friedhof, bei der man ein Lied zu hören bekommt, passt meiner Meinung nach ebenfalls nicht zur Carmilla-Geschichte. Aber es war anscheinend irgendwie eine Art Modeerscheinung in den 70er Jahren sowas mit in eine Vampirgeschichte einzubauen. Was mich aber am meisten stört ist die Tatsache, das Mircalla hier durch die Magie von Graf Karnstein (Mike Raven) beherrschbar ist. Er hat sie zwar mittels Blutopfer ins Leben zurück geholt, wie es ja schon bei den Dracula-Filmen der Fall war, nur ist er ein Vampir, bleibt es auch und ist sein eigener Herr. Mit Mircalla ist es hier z.T. anders. Besonders in der Schlußszene, so als ob sie sich erst durch Zauberkraft besinnen muß, das sie ein Vampir ist. Das ist meiner Ansicht nach, der größte Schwachpunkt des Films. Mircalla/Carmilla ist ein Vampir und nicht erst dann wenn es jemand anderes durch Magie bestimmt. Für mich ein Minuspunkt für Tudor Gates.

Lestrange entdeckt ein uraltes sehr schönes Portrait von Mircalla/Carmilla

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Lestrange und Mircalla verabreden sich

Aber trotz dieser Schwächen gibt es positives. Man gab sich sichtlich Mühe, auch hier wieder einiges auf die Beine zu stellen. Da wäre zunächst einmal die Hauptdarstellerin, eine Dänin mit Namen YUTTE STENSGAARD. Wenn man sie so als Mircalla sieht, so finde ich das man eine bessere Wahl nicht hätte treffen können. Meiner Ansicht nach entspricht Miss Stensgaard der Figur Le Fanu's am ehesten, aufgrund ihrer Erscheinung. Allein schon ihr hübsches Gesicht, ihre schöne Figur usw. passt ideal. Mit ihr sind wirklich gute atmosphärische Szenerien gelungen. Das nächtliche Zusammentreffen auf dem Karnstein-Friedhof zwischen Mircalla und Barton, was einfach nur ein filmischer Genuß ist. Oder wenn sie nächtens unterwegs ist und es so scheint, als würde sie eher knapp über den Boden schweben und nicht gehen. Für mich nach wievor zusammen mit Ingrid Pitt die beste und schönste Mircalla in einer Carmilla-Verfilmung.

Mircalla, nachts auf dem Karnstein-Friedhof

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MICHEAL JOHNSON ist R. Lestrange. Irgendwo las ich mal, das mit dieser Schriftstellerfigur eher Le Fanu selbst gemeint sein sollte, nur das er hier als Lestrange seinen Auftritt hat, der sich als Autor in Mircalla verliebt. Wenn man so darüber nach denkt, dann kann es schon so gemeint sein. Eine Idee, die so abwegig gar nicht ist und im nach hinein irgendwie genial ist.

RALPH BATES erfüllt seinen Part als Schulmeister genial. Er kommt hier richtig als Gelehrter mit Brille daher, der ständig irgendwelche Bücher und Unterlagen dabei hat und somit zu überzeugen weiß.

Mircalla mit einer Schülerin

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Die Schauplätze, wie das alte Schloß, der Friedhof und die Mädchenschule sind gut gewählt. Mircalla, als Schülerin ins Internat einkehren zu lassen, um dort heimlich und ungestört ihrer vampirischen Neigung nachzugehen, ist ein sehr guter Einfall. Hierbei gewinnt der Film noch zusätzlich an erotischer Gothic-Atmosphäre und Regisseur JIMMY SANGSTER nutzt die optischen Mittel, die ihm zur Verfügung standen voll aus. Er erzeugt eine Art von schwüler Sinnlichkeit, die des öfteren zu Geltung kommt. Gerade im Mädcheninternat, bzw. auf dem Anwesen gibt es einige heimliche Treffen bei Mondschein am See oder hinter verschlossenen Türen. Immer heimlich trifft sich Mircalla mit anderen Mädchen in der Nacht und nur sie kehrt allein zurück. Dabei wird man z.T. als Zuschauer selbst zur Mircalla, weil einiges aus ihrer subjektiven Sicht zu sehen ist, wenn sie auf ein Mädchen zugeht oder ihr entgegen kommt.

Die Karnstein's auf ihrem Schloß

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Wie schon beim Vorfilm, schuf auch hier wieder der Komponist HARRY ROBINSON die Musik. Diese ist bis auf dieses leicht kitschige Lied wirklich schön anzuhören. Hier kommt sogar ein Chor zum Einsatz, was bei Hammerfilmen eher selten der Fall war. Die ganze Musik unterstützt die atmosphärischen Szenen.

Fazit:
Ein guter Hammerfilm, der mit einer Mischung aus sinnlicher erotischer Gothic-Atmosphäre daher kommt und zusätzlich wegen des Mädcheninternats viele hübsche Darstellerinnen aufweist, so das es des öfteren erotisch knistert. All das haben diesen Hammerfilm zu einem der erotischten aller Hammer Vampirfilme werden lassen.

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Auch dieser Film ist trotz einiger Drehbuchschwächen ebenfalls ein MUSS für Liebhaber und auch für mich.


9/10 Vampirinnen :jc_doubleup:

Graf von Karnstein :laie_69:

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 Betreff des Beitrags: Re: NUR VAMPIRE KÜSSEN BLUTIG - Jimmy Sangster
BeitragVerfasst: 19.03.2014 19:20 
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Auch zu dieser Perle gab es noch keinen Thread? Unfassbar! Danke für die Einstellung und deinen Beitrag!

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Wundervolle Perle, entfaltet mit jeder Sichtung mehr Reize. Zunächst der unscheinbarste Film innerhalb der Karnstein Trilogie. Hier finden wir weder die sexuelle Overpower einer Ingrid Pitt (Gruft der Vampire), noch den grandios aufspielenden Peter Cushing (Draculas Hexenjagd), schwelgen jedoch ausführlich in dunkler Romantik. Unverzichtbar!

Irgendwie habe ich vor allem Suzanna Leigh ins Herz geschlossen, vielleicht wegen meiner grossen Zuneigung zu "Die tödlichen Bienen".

_________________
Blap V 3.0 regaining paradise

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Vom Ursprung her verdorben


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 Betreff des Beitrags: Re: NUR VAMPIRE KÜSSEN BLUTIG - Jimmy Sangster
BeitragVerfasst: 13.01.2016 12:33 
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Ein dank an den Graf für den Herrlichen beitrag. Denn er hat vollkommen recht ;)
Wurde mir zugewichtelt und ich war auch angetan.
Vorallem da der film auch excellente Darsteller hat!

Kultig war Michael Johnson, der mich an Anthony Steffen erinnerte und auch dessen Syncronstimme hatte. Johnson konnte aber viel besser Schauspielern ;)

Bissher hab ich noch nicht all zu viele Hammer filme gesehen, da ich schon einige Langweiler erwischt habe und mir deshalb die lust verging.
Als gut in erinnerung habe ich behalten: "Das Schwarze Reptil" und " Blut für Dracula". Gut ich fand keinen schlecht, aber viele einfach belanglos.

Klarer Tip der Film ;) Müsste nur noch ein gscheiter Score dabei sein, aber das können nur die Italiener ;) Gut als er sich mit Mircalla vergnügt war ein gutes Stück zu hören, aber ansonsten...

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 Betreff des Beitrags: Re: NUR VAMPIRE KÜSSEN BLUTIG - Jimmy Sangster
BeitragVerfasst: 30.01.2016 16:02 
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Ich mag den Film sehr.

In seiner Autobiografie macht Jimmy Sangster ihn allerdings ziemlich runter. Sangster sprang kurzfristig für Terrence Fisher ein, der einen Unfall hatte. Peter Cushing sollte den Barton spielen, musste aber wegen der Krankheit seiner Frau aussteigen. Und die schöne Yutte hielt Sangster für lediglich mäßig begabt. Was sie nun tatsächlich ist. In Zeta One agiert sie genauso hölzern. Laut Sangster hat er weder am Schnitt noch an der Musik mitgearbeitet, und als er im Kino dann das schaurig-schöne "Strange Love" hörte, das ja nun überhaupt nicht in den Film passt, war ihm die Arbeit erst recht peinlich :D

Es ist schade, dass die drei Karnstein-Filme keine größere Kontinuität hatten. Hätte man den Meistervampir im Hintergrund immer mit demselben Schauspieler besetzt oder auch Camilla/Mircalla, wären sie vielleicht stärker gewesen. Dass zb Cushing im ersten und letzten völlig andere Rollen spielt, während die Karnsteins stets andere sind, ist schon leicht irritierend.

Meistens wird die Trilogie ja als Schund verrissen, bei der die nackten Möpse und nicht die Vampirgeschichte im Vordergrund steht, aber ich finde sie auch trotz ihrer Schwächen ziemlich gelungen. Ingrid Pitt, Pippa Steele, Madeline Smith, Yutte Stensgaard und die Collinson Zwillinge, das ist schon sehenswert ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: NUR VAMPIRE KÜSSEN BLUTIG - Jimmy Sangster
BeitragVerfasst: 18.02.2016 23:02 
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Ich mag den Film nicht so sehr. Nachfolgend könnt Ihr lesen weshalb:

Inhalt:

Oesterreich 1830; der Schriftsteller Richard Lestrange (Michael Johnson) kommt in das kleine Dorf Styra, um dort Inspirationen für sein neuestes Werk zu sammeln. Ueber dem Dorf thront das düstere Schloss Karnstein, und die Bewohner erzählen ihm wilde Geschichten über Vampire, welche alle vierzig Jahre die Gegend unsicher machen. Zufälligerweise ist es gerade vierzig Jahre her seit die Untoten zum letzten Mal aufgetaucht sind. Trotz der Warnungen begibt sich Lestrange ins Schloss. Dort findet er keine Vampire sondern eine Gruppe von jungen Mädchen, die mit ihrem Lehrer Giles Barton (Ralph Bates) das Schloss besuchen. Sie wohnen im nahegelegenen Mädcheninternat, wohin Lestrange von Barton eingeladen wird. Dort trifft auch die neueste Schülerin ein, die wunderhübsche Mircalla (Yutte Stensgaard), Nichte der Gräfin Herritzen (Barbara Jefford). Lestrange verliebt sich sofort in sie und erschleicht sich mit einem Trick eine Anstellung als Lehrer für englische Literatur an der Schule. Bald schon ereignen sich die ersten Todesfälle, doch in seinem Liebeswahn ignoriert Lestrange die Warnungen von Balletlehrerin Janet Playfair (Suzanne Leigh), dass Mircalla etwas mit den mysteriösen Vorfällen zu tun haben muss. Ein fataler Fehler, denn Mircalla ist die Reinkarnation der Gräfin Carmilla Karnstein, die vor 120 Jahr gestorben war und nun sehr durstig ist…..

Meine Meinung:

Regisseur Jimmy Sangster inszenierte diesen zweiten Teil von Hammers sogenannter Karnstein-Trilogie, zu welcher noch „Gruft der Vampire“ und „Draculas Hexenjagd“ dazuzählen. Er ist mit Abstand der schwächste Teil der Trilogie. Dies zeichnet sich bereits am Anfang bei der sehr mässigen Wiedererweckungsszene von Mircalla ab. Ex-DJ und Filmdebütant Mike Raven, welcher den Grafen Karnstein gibt, hatte offensichtlich nicht genug Ausstrahlung, weshalb bei den Grossaufnahmen seiner blutunterlaufenen Augen auf Archivmaterial aus einem Dracula-Film mit Christopher Lee zurückgegriffen werden musste. Die Geschichte ist äusserst langatmig und das Script unausgegoren, sodass sich schon bald gähnende Langeweile breit macht. Der Schulalltag im Internat, das Herumgehüpfe und Herumalbern der meist halbnackten Mädchen, dies alles ist so bieder und so belanglos dass man es kaum fassen kann dass es sich hier um einen Hammer-Film handelt. Einzig die einmal mehr sehr stilvollen Sets und Kulissen können einen zumindest etwas versöhnlich stimmen. Sangster war sichtlich bemüht etwas Pepp in die Angelegenheit zu bringen, aber mit dem mehr angedeuteten als gezeigten lesbischen Aspekt des weiblichen Vampirismus, mit etwas nacktem Busen und praktisch gar keinem Blut ist dieses Ansinnen gründlich daneben gegangen. Es gibt einfach nichts Erinnerungswürdiges an diesem Machwerk. Einzig vielleicht die Lovestory zwischen Lestrange und Mircalla, welche sogar so etwas wie Liebe zu diesem Sterblichen zu empfinden scheint. Eine nicht uninteressante Betrachtungsweise des Vampirismus. Diese selbstverständlich zum Scheitern verurteilte Beziehung gipfelt in einer drögen Liebesszene der beiden, welche von dem schrecklichen Song „Strange Love“ gesungen von einer gewissen Tracy, untermalt wird. Abgesehen davon ist der lyrische Score von Harry Robinson aber sehr gut gelungen und gehört noch zum Besten, was der Film zu bieten hat. Die Schauspieler agieren auf akzeptablem aber keineswegs überragendem Niveau. Hervorzuheben ist lediglich Ralph Bates, welcher für Peter Cushing eingesprungen war weil dieser sich um seine schwerkranke Frau Helen kümmern wollte und deshalb die Rolle abgelehnt hatte. Bates selber hat zwar ausgesagt dass dies seine misslungenste Rolle in einem der schlechtesten Filme aller Zeiten gewesen sei, aber mir hat seine Darstellung des zwielichtigen, gruseligen Giles Barton durchaus gefallen. Die bezaubernde Dänin Yutte Stensgaard war früher Au Pair und Model gewesen und ist hier in der bekanntesten Rolle ihrer sehr überschaubaren Schauspielkarriere zu sehen.

Fazit: Handwerklich gut gemachter aber bissloser Vampirstreifen welcher zu keiner Zeit an die grossen Hammer-Klassiker heranreichen kann. Dank „Hardcore-Hammerhorror-Fan“-Bonus gibt’s von mir noch gutgemeinte 3/10


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