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 Betreff des Beitrags: SCHACH DEM ROBOTER - Michel Subiela
BeitragVerfasst: 10.08.2011 13:48 
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Kommt von Pidax das schöne Filmchen.


Zuletzt geändert von italo am 11.08.2011 00:38, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: SCHACH DEM ROBOTER - Michel Subiela
BeitragVerfasst: 10.08.2011 14:47 
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Ich habe den Film als Kind im Fernsehen gesehen und die Erinnerungen daran sind leider sehr schwammig. Den habe ich auch mehr als Science Fiction denn als Horror "abgespeichert", warum auch immer...

Soweit ich es noch weiss ist es ein eher ruhiger und sehr atmosphärischer, beklemmender Film. Ob das jetzt nach 30 Jahren immer noch so wirkt... könnte gut sein, dass der Roboter mittlerweile Staub angesetzt hat.

Die VÖ hole ich mir auf jeden Fall.

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»Komm wir essen Opa« (Satzzeichen können Leben retten)


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 Betreff des Beitrags: Re: SCHACH DEM ROBOTER - Michel Subiela
BeitragVerfasst: 10.08.2011 16:56 
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Ich liebäugel auch damit mir den Film zu kaufen,kenne ihn auch noch nicht,hört sich aber sehr interessant sein.
Ich denke nächsten Monat krieg ich den mit ins Budget gequetscht..bin gespannt!

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Dieser User kann die nächsten Hammer Mediabooks von Anolis kaum erwarten! :)


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 Betreff des Beitrags: Re: SCHACH DEM ROBOTER - Michel Subiela
BeitragVerfasst: 10.08.2011 17:54 
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Wenn man Muße hat, ein sehr leises und ruhiges kammerspielartiges Schauerstück als interessant zu empfinden, gebe man dem Streifen ruhig eine Chance. Der Film hat eine bedächtige, melancholisch stille Gangart und ist auf eine charmante Weise ungewöhnlich... vielleicht etwas, das nur die Franzosen so hinbekommen. Man sollte an ihn nur nicht die Erwartungshaltung anlegen, irgendeine Art offensives Grauen darstellen zu müssen.
Letztlich ein Film unter vielen, die heutzutage niemals so wieder gedreht würden... aber da ist er ja mit den übrigen 80 Prozent aller hier im Forum besprochenen Filme in bester Gesellschaft.

Für mich hat sich die Anschaffung definitiv gelohnt - ein im besten Sinne schönes Stück altmodischer Phantastik.

Gruß, G.


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 Betreff des Beitrags: Re: SCHACH DEM ROBOTER - Michel Subiela
BeitragVerfasst: 10.08.2011 20:46 
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So viel ich weiß wurde der Film damals als TV-Film produziert. Der Film ist schon sehr spannend, wenn man sich auf die ruhige Erzählweise, die langen Einstellungen einlassen kann. Wer auf Action setzt, sollte die Finger von dem Ding lassen. Meiner Meinung nach eher ein Krimi denn Science Fiction oder Horror. Es ist aber schon seeeehr lange her, dass ich den mal gesehen habe.

(Liegt allerdings schon neben dem Player, wird baldigst gesehen :-) )


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 Betreff des Beitrags: Re: SCHACH DEM ROBOTER - Michel Subiela
BeitragVerfasst: 11.08.2011 00:39 
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G. Rossi Stuart hat geschrieben:
Wenn man Muße hat, ein sehr leises und ruhiges kammerspielartiges Schauerstück als interessant zu empfinden, gebe man dem Streifen ruhig eine Chance. Der Film hat eine bedächtige, melancholisch stille Gangart und ist auf eine charmante Weise ungewöhnlich... vielleicht etwas, das nur die Franzosen so hinbekommen. Man sollte an ihn nur nicht die Erwartungshaltung anlegen, irgendeine Art offensives Grauen darstellen zu müssen.
Letztlich ein Film unter vielen, die heutzutage niemals so wieder gedreht würden... aber da ist er ja mit den übrigen 80 Prozent aller hier im Forum besprochenen Filme in bester Gesellschaft.

Für mich hat sich die Anschaffung definitiv gelohnt - ein im besten Sinne schönes Stück altmodischer Phantastik.

Gruß, G.



Wie ist denn die Bildqualität? Format 1,33?


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 Betreff des Beitrags: Re: SCHACH DEM ROBOTER - Michel Subiela
BeitragVerfasst: 11.08.2011 08:09 
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Da der Streifen für das TV gedreht wurde, ist das Format korrekt. Bei der Qualität solltest Du aber in der Lage sein, im Gegensatz zum PERRAK und dem HOTEL, gehörige Abtriche hinzunehmen. Die Vorlage war wohl eine Maz, die imho weitgehend unbearbeitet für die DVD übernommen wurde.
Wie ich schon mal an anderer Stelle schrieb, ich finde die Qualität noch ansehbar. Vermutlich wird es SCHACH niemals in qualitativ anderer/besserer Form auf Silberling geben.

Gruß, G.


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 Betreff des Beitrags: Re: SCHACH DEM ROBOTER - Michel Subiela
BeitragVerfasst: 26.11.2011 14:39 
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Originaltitel: Le Collectionneur des Cerveaux
Alternativtitel: Les Robots Pensants
Herstellungsland: Frankreich
Erscheinungsjahr: 1977
Regie: Michel Subiela
Drehbuch: George Langelaan, Michel Subiela
Kamera: Claude Robin
Musik: Vladimir Cosma
Freigabe: FSK 12
Länge: ca. 90 Minuten

Claude Jade als Penny Vanderwood
François Dunoyer als Lewis Armeight
André Reybaz als Frédéric Comte de Saint-Germain
Roger Crouzet als Vladieu
Thierry Murzeau als Diego
Gisèle Casadesus als Madame Vanderwood
Raoul Guillet als Präsident
Jean-Claude Sachot als Kellner
Jean-Pierre Granet als Robert Tournon
Jacques Rocchesani als Polizist


Penny Vanderwood beobachtet auf einer Veranstaltung einen Schachroboter. Dessen Spielweise erinnert sie an die ihres verschollenen Verlobten Robert. Der Entwickler dieses Roboters ist Graf von Saint Germain. Nur über ihn ist die Lösung des Rätsels zu finden.

„Schach dem Roboter“ ist für den heutigen Konsumenten als absehbar und fad zu bezeichnen. Aus diesem Grunde ist es wichtig sich generell auf das Produktionsjahr 1977 zu beziehen. Das Publikum war zu diesem Zeitpunkt vollkommen anders gestrickt und der Film konnte somit eine andere Wirkung ausüben als es heute der Fall ist. „Schach dem Roboter“ demnach abzuwerten wäre nicht nur unfair, sondern falsch.

Michel Subiela geht in seinem Film mit Liebe zum Detail vor, es ihm gelingt seine Story ganz gezielt aufzubauen. Von einer Liebesgesichte über die Jagd nach dem Unbekannten, bis hin zum Lösung. Eine Lösung die, wie bereits oben angesprochen, heute absehbar ist, aber 1977 durchaus für Furore gesorgt haben wird. Der Film kommt sehr unspektakulär daher und wird von seiner Ruhe und Überlegtheit getragen. In der Schlussphase gelingt es Subiela innerhalb eines Kellers durchaus für Atmosphäre und einige schöne Bilder zu sorgen.

Fazit: Ein gemütlicher französischer Film aus den 70er Jahren, der mit TV Optik und Geduld, das Publikum zu unterhalten weiß. Für Mainstreamkonsumenten ist dieser Film allerdings absolut ungeeignet.


7/10

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 Betreff des Beitrags: Re: SCHACH DEM ROBOTER - Michel Subiela
BeitragVerfasst: 26.11.2011 17:44 
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Den gibts von Pidax bei Amazon Marketplace für 6,95.
Ich habe mir die DVD mal bestellt.


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 Betreff des Beitrags: Re: SCHACH DEM ROBOTER - Michel Subiela
BeitragVerfasst: 26.11.2011 19:11 
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... ein wirklich wunderbarer, besonderer Sci-Fi-Grusler.... 9/10

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 Betreff des Beitrags: Re: SCHACH DEM ROBOTER - Michel Subiela
BeitragVerfasst: 11.12.2011 03:32 
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Falls die DVD jemand haben möchte PM an mich. Ich fand ihn ganz gut aber auch nicht mehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: SCHACH DEM ROBOTER - Michel Subiela
BeitragVerfasst: 09.06.2012 12:31 
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Le Collectionneur des Cerveaux
(Les Robots Pensants / Schach dem Roboter)
Frankreich 1976 - Directed by Michel Subiela

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"Ich erschaffe Automaten", stellt sich der Comte de Saint-Germain (André Reybaz), ein über die Maßen freundlicher, charismatischer Adeliger, selbstbewußt und unbescheiden vor. Doch seine stechenden, bohrenden Blicke und die hinterlistige, bedrohliche Aura, die ihn umweht, verheißen nichts Gutes. Der Graf gibt sich als Fan der Pianistin Penny Vanderwood (Claude Jade) zu erkennen, und der Charmeur redet nicht lange um den heißen Brei herum. Sie soll als Vorbild für einen neuen Automaten fungieren, der ihre exzellente und gefühlvolle Spielweise bis ins Detail wiedergeben wird. Penny fühlt sich einerseits sehr geschmeichelt, hat aber gleichzeitig ein etwas ungutes Gefühl bei der Sache. Dieses steigert sich zum nackten Grauen, als sie den Schachroboter des Grafen in Aktion sieht, denn dessen charakteristisches Spiel mit all seinen kleinen, feinen Eigenheiten erinnert sie sofort an ihren bei einem Unfall verstorbenen Verlobten Robert. Kann es sein, daß Robert seinen Tod nur vorgetäuscht hat, um in die Dienste des Comte zu treten und dessen Automat aus dem Verborgenen geschickt zu bedienen? Mit ihrem Freund Lewis Armeight (François Dunoyer) setzt Penny alles daran, Licht in dieses mysteriöse Dunkel zu bringen.

Ich gebe zu, ich bin vorbelastet. Schach dem Roboter hat mich, als ich ihn vor vielen Jahren als Kind zu Gesicht bekam, zutiefst geschockt und verstört. Mir war zu diesem Zeitpunkt zwar schon bekannt, daß es Maschinenwesen gab, aber diese Automaten waren etwas, das ich noch nie zuvor gesehen hatte. Und dann... das Ende, wenn die grausige Wahrheit in all ihrer monströsen Pracht enthüllt wird... das brannte sich tief in meine Gehirnwindungen und wurde im imaginären Ordner mit der Aufschrift "unvergeßlich" abgelegt. Und tatsächlich habe ich diesen Film nie vergessen; ich wußte zwar lange Zeit nicht mehr, wie er hieß, aber ich wußte stets, daß es ihn gab, rechnete jedoch nicht damit, ihn je wiederzusehen. Die längst überfällige DVD-Veröffentlichung dieses unheimlichen Kleinods schaffte dem nun Abhilfe. Und was soll ich groß sagen? Schach dem Roboter ist wunderbar gealtert, wie guter, französischer Wein, ein wahrlich edler Tropfen aus dem Fundus der phantastischen Filmgeschichte.

Michel Subielas Fernsehfilm basiert auf einer Erzählung des Schriftstellers und ehemaligen Geheimagenten George Langelaan (*), dessen Kurzgeschichte La Mouche (Die Fliege) bereits als Vorlage für die Horrorklassiker von Kurt Neumann bzw. David Cronenberg diente. Die Geschichte entfaltet sich sehr gemächlich, nichts wird überhastet. Subiela vertraut voll und ganz auf die starke Story (die Drehbuchadaption stammt von ihm selbst), die den Zuschauer mit ihrer düsteren Mischung aus Science-Fiction, Krimi und Horror sofort in den Bann zieht. Es gibt kaum Action, kein Blut, keine nennenswerten Spezialeffekte, keine hektischen Schnitte; nichts, das von der unheimlichen Geschichte ablenken könnte. Ich bin versucht, Schach dem Roboter als im besten Sinne altmodisch zu bezeichnen, allerdings wäre das nicht richtig, denn subtile Perlen wie diese kommen - bei mir zumindest - nie aus der Mode. Die Schauspieler sind allesamt gut, wobei aber André Reybaz hervorsticht, der mit seiner gekonnten Darbietung dem Schurken ein diabolisches Charisma verpaßt, das sowohl fasziniert als auch abstößt. Den Comte de Saint-Germain gab es im Übrigen wirklich; tatsächlich wird dezent angedeutet, daß es sich beim Grafen sogar um den geheimnisumwitterten Adeligen, der im achtzehnten Jahrhundert lebte, handeln könnte. Das Design der Automaten ist ebenfalls sehr gelungen. Die starren Gesichter mit den glühenden Augen sorgen ebenso für Unbehagen wie die ruckartigen, von klickenden Geräuschen begleiteten Bewegungen. Schach dem Roboter verursacht fast zärtliche Schauer des leisen Grauens, vorausgesetzt, man vermag mit Haut und Haaren in die Geschichte einzutauchen. Mir scheint das gut gelungen zu sein, denn das Ende sorgte (erneut) für eine schaurigschöne Gänsehaut, und das monotone Kläffen des Wachhundes hallte noch einige Zeit in meinem Kopf nach.

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(*) Le Collectionneur des Cerveaux hält sich grundsätzlich sehr eng an George Langelaans Kurzgeschichte Les Robots Pensants (Denkende Roboter), die im mir vorliegenden Taschenbuch Denkende Roboter - Erzählungen aus der phantastischen Wirklichkeit vierundvierzig Seiten lang ist. Michel Subiela erweiterte für die Filmadaption geschickt einige Passagen, um die Geschichte auf Spielfilmlänge zu strecken, ohne das Geschehen zu verwässern oder sich in Nebensächlichkeiten zu verzetteln. Lediglich eine markante Szene mußte weichen bzw. wurde ersetzt, da sie für einen Fernsehfilm wohl entschieden zu krass war. Wer die Erzählung gelesen hat, erinnert sich bestimmt an die "Dame in Weiß", welche sich um die gefangene Penny kümmert. Diese Krankenschwester hat, obwohl ein Automat, das Erscheinungsbild eines Zombies. Langelaan beschreibt ihren kurzen aber memorablen Auftritt auf den Seiten 165/166 wie folgt: "Durch den Schleier hindurch sahen sie den Schädel, ohne Nase und fast ohne Fleisch, um den ein paar schwarze Locken hingen. Das rechte Auge des Ungeheuers, ein Auge ohne Lid, aus dem Blut tropfte, sah sie starr an, und Lewis fühlte, wie ihm das Blut in den Adern stockte, als eine haarige Spinne aus der blutenden Augenhöhle des linken Auges hervorkroch."

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 Betreff des Beitrags: Re: SCHACH DEM ROBOTER - Michel Subiela
BeitragVerfasst: 09.06.2012 16:58 
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.... kann nur beipflichten. Ein wirklich außergewöhnlicher, sehr ruhiger, aber gerade dadurch sehr intensiver Sci-Fi-Grusel-Thriller. Das, was manche Splädda-Kiddis hier als Langeweile empfinden dürften, sorgt bei mir umso mehr für ein gebanntes, gefesseltes schauen auf den Bildschirm. Ein wunderbar subtiler und auf seine eigene Art intensiver Film. :)

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