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 Betreff des Beitrags: STADT DER TOTEN - John Llewellyn Moxey
BeitragVerfasst: 17.12.2013 21:20 
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Originaltitel: City of the Dead
Alternativer Titel: Horror Hotel
Produktionsland: Großbritannien
Produktion: Seymour S. Dorner, Milton Subotsky, Donald Taylor, Max Rosenberg
Erscheinungsjahr: 1960
Regie: John Llewellyn Moxey
Drehbuch: George Baxt, Milton Subotsky
Kamera: Desmond Dickinson
Schnitt: John Pomeroy
Spezialeffekte: Cliff Richardson
Musik: Douglas Gamley
Länge: ca. 78 Minutn
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Patricia Jessel, Dennis Lotis, Christopher Lee, Tom Naylor, Betta St. John, Venetia Stevenson, Valentine Dyall, Ann Beach, Norman Macowan, Fred Johnson, Maxine Holden, William Abney



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Die Studentin Nan Barlow macht sich auf Anraten ihres Geschichtsprofessors Alan Driscoll auf den Weg nach Whitewood um dort ihre Studien hinsichtlich des Hexenkults zu vertiefen. Nachdem Nan sich nicht mehr bei ihren Nahestehenden meldet, machen sich ihr Bruder und ihr Freund auf die Suche nach der verschwundenen Studentin und kommen dadurch unweigerlich in Lebensgefahr.

Nachdem John Llewellyn Moxey eher im Bereich der TV Serien als Regisseur tätig war, wagte er 1960 den Sprung ins Gruselgenre um dort den britischen Film „City of the Dead“ zu realisieren. Was unter dem Strich dabei raus kam ist eine angenehme und atmosphärische Unterhaltung wie man diese von einem englischen Gruselfilm dieses Jahrgangs erwartet.

Ein ganz wichtiger Aspekt für die gelungene Interpretation des Stoffs sind dessen Schwarz/ Weiß Bilder. Diese verhelfen den gängigen Effekten des Genres zu einer erfolgreichen Vermittlung an den Zuschauer. Der Bodennebel ist stets vorhanden, der Friedhof bietet umgestoßene Kreuze und ein Kellergewölbe ist von Spinnweben förmlich überflutet. Passende und gern gesehen Requisiten, die Teil eines minimalen Aufwands sind, welcher jedoch zu einem guten Spannungsbogen führt. Gerade das Finale bzw. das letzte Drittel weiß so den Zuschauer für sich zu gewinnen.

Die Besetzungsliste bietet mit Valentine Dyall, Patricia Jessell und Christopher Lee, drei gern gesehene und vor allem gut agierende Mimen. Der Rest der Belegschaft ist eher unauffälliger Natur.

Fazit: Ein gemütlicher Gruselstreifen aus England der mit den Elementen eines Kriminalfilms gespickt ist und zu einem angenehmen Trip in die britische Gruselfilmlandschaft der frühen 60er Jahre wird.

7/10



www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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 Betreff des Beitrags: Re: STADT DER TOTEN - John Llewellyn Moxey
BeitragVerfasst: 17.12.2013 23:59 
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Na das klingt doch recht positiv. Werd' ich mir mal zulegen...

Besten Dank für die Review! ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: STADT DER TOTEN - John Llewellyn Moxey
BeitragVerfasst: 18.12.2013 09:58 
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Islay hat geschrieben:
Na das klingt doch recht positiv. Werd' ich mir mal zulegen...

Besten Dank für die Review! ;)


Immer gern. Der Film bereitet Freude und ist preislich fair angesetzt.

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 Betreff des Beitrags: Re: STADT DER TOTEN - John Llewellyn Moxey
BeitragVerfasst: 19.12.2013 12:18 
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Habe ich auf einer US-Scheibe. Wenn die deutsche DVD ein Rip davon ist, sollte die gebotene Qualität durchaus in Ordnung gehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: STADT DER TOTEN - John Llewellyn Moxey
BeitragVerfasst: 19.12.2013 21:28 
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Wirklich ein sehr gemütlich/wohliger Gruseler, für stürmische Herbstnächte unter der Wolldecke perfekt geeignet. Hatte früher mal die kanadische Scheibe von Madacy, die aber angeblich nicht komplett sein soll. Weiß einer ob das stimmt? Mir ist da bei der Sichtung der Maritim DVD kein Unterschied aufgefallen. Ist allerdings auch schon ein paar Jährchen her, seit ich die Madacy gesehen hab.


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 Betreff des Beitrags: Re: STADT DER TOTEN - John Llewellyn Moxey
BeitragVerfasst: 20.12.2013 12:35 
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B-Movie Rat hat geschrieben:
Hatte früher mal die kanadische Scheibe von Madacy, die aber angeblich nicht komplett sein soll. Weiß einer ob das stimmt?


Leider finde ich die Quelle nicht mehr. Habe deswegen vor einiger Zeit zur US-Scheibe von VCI gegriffen. Sorry, kein sehr hilfreicher Beitrag.

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 Betreff des Beitrags: Re: STADT DER TOTEN - John Llewellyn Moxey
BeitragVerfasst: 25.04.2015 11:33 
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The City of the Dead
(Stadt der Toten / Horror Hotel)
Großbritannien 1960 - Directed by John Llewellyn Moxey

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Whitewood, 3. März 1692. Die erzürnten Bewohner des kleinen, beschaulichen, abgelegenen Dörfchens ketten die Hexe Elizabeth Selwyn (Patricia Jessel) an einen Pfahl und verbrennen sie bei lebendigem Leibe. Doch bevor die Teufelsanbeterin von den Flammen verzehrt wird, verflucht sie das Dorf und dessen Bewohner. Viele Jahrzehnte später. Die junge, ehrgeizige Okkult-Studentin Nan Barlow (Venetia Stevenson) reist auf Empfehlung ihres Professors Alan Driscoll (Christopher Lee) nach Whitewood, um vor Ort über die damaligen Ereignisse zu recherchieren. Sehr zum Ärger ihres Bruders Richard (Dennis Lotis), der das alles für ausgemachten Humbug hält. Im neuenglischen Dörfchen scheint allerdings tatsächlich Seltsames vor sich zu gehen.

John Llewellyn Moxeys The City of the Dead ist ein kleines Meisterwerk des Gothic Horrors. Der von Desmond Dickinson exquisit in kontraststarkem Schwarzweiß fotografierte Film erzählt seine simple und nicht sonderlich originelle Geschichte so ungeheuer stimmungsvoll, daß man sich glatt fragt, wieso dieser famose Streifen nicht in einem Atemzug mit solch stilvollen Klassikern wie La Maschera del Demonio (Die Stunde, wenn Dracula kommt) oder La Vergine di Norimberga (Das Schloß des Grauens) genannt wird. Aus beinahe jedem Bild trieft diese zum Schneiden dichte, schauerliche Atmosphäre des sanften Grusels hervor. Man nehme nur mal die wunderbare Sequenz, in der unsere Heldin Nan abends über den Dorfplatz spaziert. Er herrscht eine gespenstische, unnatürliche Stille. Die wenigen Dorfbewohner begutachten die hübsche junge Frau skeptisch mit sinisterem Gesichtsausdruck, bleiben wie versteinert stehen und starren sie ungeniert an. Der dichte, kniehohe Bodennebel (der Nebel ist sowieso allgegenwärtig!) verschluckt die Füße zur Gänze, wodurch es scheint, als ob die Körper wie Geister schweben. Herrlich. Überhaupt herrscht hier eine ähnlich beunruhigende Stimmung, wie man sie aus so manchen Schilderungen von H.P. Lovecraft kennt. Anstatt in Whitewood könnte man sich z. B. ohne weiteres auch in Dunwich oder Innsmouth befinden. Es ist ein stetes Gefühl der vagen Bedrohung; man spürt, daß hier etwas nicht stimmt ("For Whitewood, time stands still", meint eine Bewohnerin), daß die Heldin in großer Gefahr schwebt, aber man kann diese Ahnung erstmal nicht genau begründen. Neben den schon genannten Ingredienzien sorgen auch zwielichtige Gestalten, die sich in Luft aufzulösen scheinen, kapuzenverhüllte Menschen, die langsam durch Nacht und Nebel schreiten, ein unheimliches Hotel, aus dessen Kellergewölbe mysteriöse Gesänge schallen sowie ein unterirdischer Geheimgang, der neben riesigen Spinnennetzen und deren achtbeinige Bewohner noch die eine oder andere zusätzliche Überraschung bereithält, für Gänsehaut. Die Schauspieler machen ihre Sachen gut. Venetia Stevenson ist sympathisch, hübsch und sexy (die kurze Sequenz, in der sie sich umzieht, ist ganz bezaubernd!), wenn auch reichlich naiv. Patricia Jessel überzeugt ebenso wie der großartige Christopher Lee, dessen bloße Präsenz den Film schon gehörig aufwertet. Obwohl The City of the Dead komplett in Studio-Sets gedreht wurde und das Budget recht knapp bemessen war, ist das Ergebnis eine wahre Augenweide. Die Idee zu diesem grandiosen Mood Piece stammte von Milton Subotsky, und produziert wurde der Film von Vulcan Productions, einer Gesellschaft, aus der kurz darauf die kultige und wesentlich bekanntere Produktionsfirma Amicus Productions hervorging. Nach knapp achtzig Minuten klingt The City of the Dead mit einem erstklassigen Finale in einer Gruft bzw. auf einem Friedhof aus, das noch mal alle Register zieht. Nicht unerwähnt lassen möchte ich die Tatsache, daß der Film einige Parallelen zu einem Werk des großen Alfred Hitchcock aufweist. Durchaus möglich also, daß man hier frech drei, vier Ideen geklaut hat. Das ändert aber nichts daran, daß es sich bei The City of the Dead um ein meisterliches Schauerstück handelt.




B-Movie Rat hat geschrieben:
Hatte früher mal die kanadische Scheibe von Madacy, die aber angeblich nicht komplett sein soll. Weiß einer ob das stimmt? Mir ist da bei der Sichtung der Maritim DVD kein Unterschied aufgefallen. Ist allerdings auch schon ein paar Jährchen her, seit ich die Madacy gesehen hab.


Für Übersee wurde der Beginn mit der fluchenden Hexe am Pfahl etwas verkürzt. Die früheren DVD-Veröffentlichungen basieren auf dieser zensierten Fassung.

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 Betreff des Beitrags: Re: STADT DER TOTEN - John Llewellyn Moxey
BeitragVerfasst: 25.04.2015 12:55 
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Ohja, ein schöner und lustiger Film. Hab ihn mal auf den FFF Nights gesehen und ihn anschließend auch gekauft (die amerikanische DVD).
Dass die Fassung gekürzt ist, wusste ich nicht. :(

Welche Veröffentlichung lohnt sich denn?

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 Betreff des Beitrags: Re: STADT DER TOTEN - John Llewellyn Moxey
BeitragVerfasst: 26.04.2015 11:26 
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Die dt. Veröffentlichung soll ja ganz gut geworden sein, liegt mir aber nicht vor. Ich habe das VCI-Double Feature aus den USA und bin damit zufrieden.

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 Betreff des Beitrags: Re: STADT DER TOTEN - John Llewellyn Moxey
BeitragVerfasst: 26.04.2015 14:45 
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Ich hab die Disk von Maritim und Sodemented Cinema aus Niederlande.Sind beide zu empfehlen.Gute Bildqualität und ungeschnitten.

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