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 Betreff des Beitrags: TOTENTANZ DER VAMPIRE - Peter Duffell
BeitragVerfasst: 02.12.2009 03:43 
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Wird Zeit einen Amicus Film zu würdigen, weitere Threads folgen...


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Totentanz der Vampire (Großbritannien, 1970, Originaltitel: The House that dripped Blood)

Ein alternder Filmstar ist verschwunden, Scotland Yard schickt einen Ermittler raus aufs Land. Dort erzählt ihm ein Makler unglaubliche Geschichten. Der Filmstar bewohnte ein altes Haus, schon diverse Mieter vor ihm sind auf rätselhafte Weise verschwunden und zu Tode gekommen. So erfährt der Kriminalist von einen Schriftsteller, der von einer selbst erschaffenen Romanfigur drangsaliert wird, von einem Pensionär, welcher in einem Wachsfigurenkabinett eine seltsame, faszinierende und zugleich erschreckende Entdeckung macht. Dann wäre da noch der strenge, vordergründig grausame Vater, der dem Kindermädchen nach und nach seine Angst vor der eigenen, kleinen Tochter offenbart. Der Kreis schliesst sich durch das Verschwinden des letzten Mieters, dem besagten Filmstar. Natürlich ist der gestandene Ermittler mehr als skeptisch, wer glaubt schon an absurde Horrorgeschichten...

"The House that dripped Blood" (1970) ist ein schöner Episodenfilm der Gruselexperten von Amicus, die in den sechziger und siebziger Jahren wie die Mitbewerber Hammer und Tigon für zahlreiche, wundervolle Genrebeiträge sorgten. Regisseur Peter Duffell verbindet man sonst nicht mit solchen Gruselperlen, doch der Mann hat hier wirklich gute Arbeit geleistet. Die Liste der Besetzung treibt dem Fan die Freundentränen ins entzündete Auge. Zunächst sehen wir Denholm Elliott in der Rolle des zerknirschten Schriftstellers, in der zweiten Episode gibt sich der göttliche Peter Cushing die Ehre, vortrefflich unterstützt von Gesichtsruine Joss Ackland. Episode 3 trumpft mit Christopher Lee auf, die letzte Episode zeigt uns einen verschrobenen John Pertwee und die ultraheisse Ingrid Pitt. Alle vier Episoden machen Freude, die vierte Kurzgeschichte kommt mit jeder Menge Humor daher. Hier ein -sinngemäßes- Zitat: "Ich mag Dracula. Aber natürlich mit Bela Lugosi, nicht die Filme mit dem anderen Typ.". Ein liebevoller Seitenhieb auf Hammer und Chris Lee, der vermutlich selbst darüber schmunzeln kann. Ingrid Pitt darf ihr Image als männerverschlingende, vampirische Sexbombe aufs Korn nehmen, da kommt richtig Freude auf, auch wenn ihre beiden Vorzüge nicht aus dem Stoff hüpfen.

Die Genre-Stars geben sich sprichwörtlich die Klinke in die Hand. Alle Episoden wissen zu gefallen, denn nicht nur die Besetzung stimmt, auch das Drehbuch kann überzeugen. Herz, was willst du mehr? Die Erstauflage der deutschen DVD stammt aus dem Hause Koch Media. Wie gewohnt ist die gebotene Qualität anständig, die Aufmachung edel. Die Scheibe kommt in einem dicken Digi, welches in einem schicken Schuber untergebracht ist, ein kleines Booklet rundet das Gesamtbild gelungen ab. Inzwischen gibt es eine Neuauflage von Cine Plus. Die DVD ist mit der Koch Fassung identisch, an der sonstigen Ausstattung wurde allerdings gespart. Dafür ist die Scheibe für kleines Geld erhältlich. Wie immer gilt: Solche Schätzchen sind eigentlich unbezalhbar, der Film gehört sowieso in jede gut gepflegte Sammlung, sofern man ein Herz für klassische Gruselfilme hat.

Die vorherigen Amicus Episodenfilme "Die Todeskarten des Dr. Schreck" und "Der Foltergarten des Dr. Diabolo" gefielen mir noch ein kleines wenig besser. Daher ziehe ich diesmal "nur" 7,5/10". Diese Bewertung wiegt aber mehr als manche 8/10 oder 9/10 für Filme anderer Genres. Die Mitbewerber sind in diesem Bereich einfach unglaublich stark. Daher drückt diese Last auf Filme, die sich knapp unterhalb der Spitzengruppe bewegen. Der "Wohlfühl-Faktor" von "Totentanz der Vampire" ist unermeßlich, mit jeder Minute wuchs mir das Werk mehr und mehr ans Herz. Gern würde ich alle Filme dieser Art mit "10/10" bewerten, doch ein wenig Spielraum für leichte Abstufungen soll ja vorhanden bleiben. Die Punkte sind sowieso nur als "Krücke" zu verstehen, spielen lediglich eine nachrangige Rolle.


7,5/10

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 Betreff des Beitrags: Re: TOTENTANZ DER VAMPIRE - Peter Duffell
BeitragVerfasst: 23.02.2010 17:00 
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einer der wenigen Filme, die mir nicht gefallen haben!

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 Betreff des Beitrags: Re: TOTENTANZ DER VAMPIRE - Peter Duffell
BeitragVerfasst: 24.02.2010 10:49 
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Ein Episodenfilm bei dem durchweg alle sehenswert sind und nie langeweile aufkommt! Ich kann mich blap nur anschließen. Eine ganz klare Empfehlung sofern man etwas für alte Grusel-Schinken übrig hat!

Weiß jemand worin sich die beiden Sychros unterscheiden? Falls es da große Unterschiede geben sollte, würde ich mir wohl auch noch die DVD Fassung zulegen...


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 Betreff des Beitrags: Re: TOTENTANZ DER VAMPIRE - Peter Duffell
BeitragVerfasst: 24.02.2010 10:55 
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Meine DVD hat ne sehr schlechte Synchro und das Bild ist stellenweise sehr unscharf! Von der Story her geil! Aber vom Ton und Bild her nicht gerade berauschend!

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 Betreff des Beitrags: Re: TOTENTANZ DER VAMPIRE - Peter Duffell
BeitragVerfasst: 24.02.2010 12:35 
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sick hat geschrieben:
Weiß jemand worin sich die beiden Sychros unterscheiden? Falls es da große Unterschiede geben sollte, würde ich mir wohl auch noch die DVD Fassung zulegen...


Wie soll man das beschreiben. Beide Versionen sind ok, da hilft nur der Selbstversuch. Die DVD gibt es doch für kleines Geld, also...


Marcus Van Sciver hat geschrieben:
Meine DVD hat ne sehr schlechte Synchro und das Bild ist stellenweise sehr unscharf! Von der Story her geil! Aber vom Ton und Bild her nicht gerade berauschend!


Hm... Dann kann es sich nicht um die Koch Scheibe handeln, die ist von guter Qualität!

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