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 Betreff des Beitrags: BLUE MOVIE - Albert Cavallone
BeitragVerfasst: 03.05.2014 13:15 
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Italien 1978

Darsteller : Danielle Dugas, Claudio Maran , Joseph Dickson , Leda Simonetti

Nach einer versuchten(?) Vergewaltigung sucht Silvia Schutz im Hause des Mechanikers/Photographen Claudio, der ihr anbiete sich bei ihm einige Zeit von den traumatischen Ereignissen zu erholen. Traumatisch sind diese allerdings, denn so ganz ist nicht klar, ob Silvia sich diesen Überfall nicht nur eingebildet hat, auch scheint ihre Wahrnehmung immer mehr gestört, immer wieder sieht sie Dinge die nicht real sind und hat Vergewaltigungsphantasien. Der Aufenthalt bei Claudio trägt auch nicht gerade zur Besserung bei: Claudio arbeitet mit einem Modell zusammen, die er nach gutdünken erniedrigt und schlägt, auch mal gerne einsperrt. Als eine weitere Frau als Sekretärin (?) eingestellt (?) wird und auch noch einer der mutmaßlichen Verfolger auftaucht, eskaliert die Situation zusehends.

Das liest sich jetzt sehr krimimäßig, aber jeder der den Film schon kennt, wird mir zustimmen, daß es nicht gerade sehr einfach ist zu diesem Werk eine Inhaltsangabe zu verfassen. Man sieht es ja auch an den vielen Fragezeichen, daß nicht alle Rollen klar verteilt, nicht jede Handlung auch tatsächlich geschehen ist. Zu oft wechselt der Film seine Richtung, zu oft wird er unterbrochen von Erotik- und Hardcoresezenen, Einblendungen von Kriegsverbrechen, auch Scat-Freunde bekommen was zu sehen.Menschen werden im Film immer wieder als Objekte bezeichnet, veilleicht sollte man das bei der Sichtung auch so sehen...?!

Seltsamerweise funktioniert das alles in allem aber sehr gut! Der Film entwickelt eine enorme Sogwirkung, selten wirkt etwas küntsliche aufgesetzt, die Schauspieler machen ihre Arbeit ganz passabel bis sehr gut, die Musik passt und wenn man dann aus dem Booklet erfährt, daß das Ganze in nur einer Woche gedreht wurde, kann man nur sagen :Hut ab und Respekt!!

7,5/10

Gesehen hab ich die erst kürzlich erschienene DVD von Raro Video, ( merkwürdigerweise auf deren eigene Homepage immer noch als "noch nicht erschienen" gelistet) welche den Unrated Director´s Cut enthält, die ( nur auf Super8 Film erhaltenen ) HC-Szenen sind als Extras mit dabei. Auch dabei ein erleuchtendes Booklet. Italienischer Ton mit Engl. UT,


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 Betreff des Beitrags: Re: BLUE MOVIE - Alberto Cavallone
BeitragVerfasst: 02.06.2016 15:59 
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Nach L'UOMO, LA DONNA E LA BESTIA mein zweiter Cavallone.
Auch der ist alles andere als einfach, aber zumindest lässt sich ein Minimum an erklärbarer Geschichte in dem Film erkennen und damit wirkt er schon einmal nicht so beliebig oder planlos, wie es bei o.g. Film oft der Fall ist.
Ich finde man sollte den Film aber nicht Erotikfilm sehen, denn 1. sind die betreffenden Szenen sowieso so unerotisch wie nur möglich gemacht und 2. steht doch ganz deutlich die Kritik im Vordergrund.
Konsumkritik, Kapitalismuskritik - davon gäbe es gar nicht so wenig hinter dem sonderbaren Treiben.
Mit Urin gefüllte Cola-Dosen und mit Kot gefüllte Marlboro-Schachteln - das soll (zumindest m.E.) nichts anderes sein, als zu sagen: "Schaut her, so gut und so viel Wert ist das in Wahrheit" - das klassische "außen hui, innen pfui" eben.
Die Kritik am Kapitalismus wird m.E. dadurch ausgedrückt, dass eine Frau, die eingesperrt gehalten und behandelt wird, wie Vieh, als Gegenleistung für Speis und Trank, selbst für die Befüllung der Cola-Dosen und Marlboro-Schachteln zuständig ist.
Als knallhart kritischer Film geht das Ganze aber dann doch nicht durch, denn den kritischen Ansätzen stehen wiederum Szenen entgegen, die dank der Musik schon fast zur Farce verkommen.
Durch den Einsatz von Werken von Bach und Offenbach rutschen manche Szenen in ihrer Wirkung beinahe ins Komische ab (zumindest bei mir war das so).
Ich weiß gar nicht so recht, was ich von dem Film halten soll, denn unterhalten hat er mich auf jeden Fall, aber besondere Wirkung hatte er auf mich keine - weder in Richtung Faszination, noch in Richtung Abscheu.
7,5/10


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