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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 09.04.2012 12:22 
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Sehr gut, das der Thread wieder nach oben gespült wurde. Theoretisch steht in den nächsten Tagen meine Erstsichtung an, da ich den Film vor ein paar Tagen gekauft habe. Zumindest glaube ich inzwischen das es meine Erstsichtung ist, da ich mich kein Stück daran erinnern kann. Deshalb meine Frage: Welche Fassung ist für den Erstkosnum besser geeignet? Ich habe beide da.


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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 09.04.2012 12:27 
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Auf jeden Fall würde ich persönlich der Fassung ohne die Hardcore-Einstreuselinchen Prorität geben.

Gruß, G.


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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 09.04.2012 12:30 
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G. Rossi Stuart hat geschrieben:
Auf jeden Fall würde ich persönlich der Fassung ohne die Hardcore-Einstreuselinchen Prorität geben.

Gruß, G.



Ist das eigentlich der einzige Unterschied? Gibt es sonst noch andere Szenen die in der langen Fassung Verwendung fanden, die aber brauchbar und sehenswert sind?


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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 09.04.2012 12:38 
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deadlyfriend hat geschrieben:
Ist das eigentlich der einzige Unterschied? Gibt es sonst noch andere Szenen die in der langen Fassung Verwendung fanden, die aber brauchbar und sehenswert sind?

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Gruß, G.


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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 09.04.2012 13:56 
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IN DER GEWALT DER ZOMBIES (Italien, 1980) R: Joe D‘Amato

Der gut betuchte und gut bestückte Architekt John (Mark „Der geile Taxi-Ficker“ Shannon) hat eine – scheinbar unbewohnte – Südseeinsel günstig erworben, und um diese zwecks kommerzieller Ausbeutung zu besichtigen, heuert der den Schiffskapitän Larry (George „Porno Holocaust“ Eastman) und die Schlampe Fiona (Dirce „Im Knast der perversen Mädchen“ Funari) an – letztere, um beim Segeltörn seine permanent überschäumende Libido zu befriedigen. Die Insel ist jedoch alles andere als unbewohnt: Auf dem idyllischen Atoll treibt sich die mysteriöse Luna (Laura „Alle Perversionen dieser Welt“ Gemser) und ihr greiser Großvater herum, die unheilschwangere Warnungen absondern. Eine Hauskatze, die wie ein Kojote jault, gibt es obendrein. Und bevor das Trio es sich versieht, stehen die Toten auf und wandeln…

IN DER GEWALT DER ZOMBIES ist ein Film, der in der Tradition artverwandter Meisterwerke wie DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM oder DAS GRAUEN KOMMT NACHTS steht, psychotronische Hirnschmelzer mit bewusstseinserweiterndem Potential. Man braucht Alkohol, wenn man das Martyrium durchgestanden hat. Quatsch, man braucht bereits währenddessen Alkohol – in rauen Mengen.
Ich habe die 112minütige „Hardcore“-Version gesehen, vor der gewarnt wird. Nicht ohne Grund. Bevor auch nur der Hafen aufgesucht wird, muss der gebeutelte Zuschauer sich durch etliche Rödeleien quälen, bei denen Mark „Heiße Räder, heiße Lippen“ Shannon sein Gemächt in Positur wirft. Die Goldkette blitzt im Brustfell, der Schnauz wuchert auf der Oberlippe. Es wuchert auch zwischen den Beinen sämtlicher „Darstellerinnen“ – der Busch ist immer und überall.
Auf dem Schiff geht es fröhlich weiter – John kann und will immer, selbst Kernluder Fiona wird das mitunter zu viel. Das hindert sie freilich nicht daran, sich zwischendurch mit Larry zu paaren, nach reichlich J&B. Die Handlung ist rudimentär: Ständig fährt man mit dem Schlauchboot auf die Insel und wieder zurück zum Schiff, oft aus nicht wirklich nachvollziehbaren Gründen. (John: „Warum bist du zurück auf die Insel gefahren?“ Larry: „Ich konnte nicht schlafen!“) Zwischendurch wird geknattert. Eine Story, die von jeder Groschenheft-Redaktion abgelehnt worden wäre. (Aber immerhin, eine gelinde Prise Kapitalismus-Kritik hat Luigi Montefiori in sein dünnes Skript eingestreut.)
Es braucht eine großzügige Dosis Geduld, bis endlich die ersten Zombies auftauchen. Traditionsgemäß werden die Toten auf der Katzeninsel mit zwei Schüppchen Sand bestattet und wühlen sich mühelos aus lockerem Erdreich empor. Besonders im letzten Drittel sind Massaccesi aber einige sehr stimmungsvolle Momente geglückt: Wenn die Wiedergänger erstmals am Ufer des Strands auftauchen (während Eastman die Gemser durch die geschlossene Hose begattet!), dann kommt das durchaus atmosphärisch rüber. Auch einige der späteren Szenen im Bootshaus können sich sehen lassen. D’Amato ist halt ein fähiger Handwerker, der eine solide Kameraführung und Ausleuchtung beherrscht. Gore, wie in vergleichbaren Zombiestreifen, gibt es hier eher wenig zu bestaunen – hier und da zerplatzt mal ein Pappkopp und verleitet zu mildem Johlen.
Wirklich klasse ist auch die psychedelische Musik von Pluto „Die Bestie aus dem Weltraum“ Kennedy, dessen Arbeiten ich insgesamt sehr schätze. Und das Finale ist so unglaublich wunderbar beknackt, dass man es einfach vergöttern muss …

Ein Film, wie das Leben: Er beginnt in der Irrenanstalt und endet auch dort. Zwischendurch wird gefickt und gefressen.

Ich habe mich prächtig amüsiert.

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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 09.04.2012 16:43 
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Diabolik! hat geschrieben:
... der Schnauz wuchert auf der Oberlippe. Es wuchert auch zwischen den Beinen sämtlicher „Darstellerinnen“ – der Busch ist immer und überall.

Das sollte man in einem naturbelassenen Reservat wie der Katzeninsel auch erwarten können; rasierte Pussies gibts schließlich zu Genüge in anderen Filmchen.
Na, prächtige Rezi, erinnert mich irgendwie an weiland Keßlersche Schreibe für die SI: "Man sollte auf der Insel keine Kerzen anzünden" :)

Gruß, G.


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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 09.04.2012 19:59 
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deadlyfriend hat geschrieben:
Deshalb meine Frage: Welche Fassung ist für den Erstkosnum besser geeignet? Ich habe beide da.

Die HC-Szenen sind gut eingebettet bzw. sind originär und eben kein eingesplicetes Fremdmaterial, von daher... Why not Hardcore???

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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 10.04.2012 02:19 
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Habe den Film gerade beendet und glaube das D`Amato zumindest nicht mein Lieblingsregisseur werden wird ;) Trotzdem waren da einige nette Szenen vorhanden, die definitiv Spaß machten. Allerdings brauchte man dafür Ewigkeiten und Geduld, das man in diesen Genuß kam. Ein bißchen mehr Atmosphäre in der ersten Stunde hätte dem Film zumindest nicht geschadet. Dafür hat aber der Rest doch ein wenig Stimmung verbreitet. Am besten fand ich die Aufnahmen als die Zombies am Strand standen und auch als sie aus dem Wasser kamen. Allerdings habe ich mich 30 Sekunden später weggeschmissen, da sie vor den Vieren flüchteten, um wieder zu den 50 auf der Insel zu kommen :lol: Auch den Zombie der vom Baum fiel war zum schießen. Schade nur das diese eigentlich stimmungsvolle Szenerie durch solche Einlagen wieder gestört wurde. Da hätte mir etwas weniger Nonsens persönlich besser gefallen. Trotzdem hat sich der Kauf für die letzte halbe Stunde gelohnt.


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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 10.04.2012 11:56 
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deadlyfriend hat geschrieben:
Ein bißchen mehr Atmosphäre in der ersten Stunde hätte dem Film zumindest nicht geschadet.


Das überrascht mich, der Streifen ist doch D'Amato-Schmudell-Knuffel-Atmosphäre der (un)feinsten Sorte, gewissermaßen Vollsuhle während der gesamten Spieldauer.

Wächst mit jeder Sichtung!

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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 10.04.2012 12:16 
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Blap hat geschrieben:
deadlyfriend hat geschrieben:
Ein bißchen mehr Atmosphäre in der ersten Stunde hätte dem Film zumindest nicht geschadet.


Das überrascht mich, der Streifen ist doch D'Amato-Schmudell-Knuffel-Atmosphäre der (un)feinsten Sorte, gewissermaßen Vollsuhle während der gesamten Spieldauer.


Ich bin ja nicht so wirklich ein Fan davon. D`Amato konnte mich nie so richtig begeistern. Da ich "Sado" bei der Zweitsichtung aber recht gut fand, wollte ich dem ein oder anderen Film ebenfalls eine weitere Chance einräumen. Da ich die Zombiewelle ungemein mochte, lag das bei einem Film mit diesem Titel natürlich nahe. Mir kam es es irgendwie immer so vor, als ob er was kann, er aber einfach keinen Bock hat :)
Auch in diesem Film kam mir das so vor, wenn ich an die eher schlecht umgesetzte Schnittorgie der ersten halben Stunde denke. Das kann er 100%ig besser, aber es wirkte eben wie als wenn er keine Lust hatte, da jetzt Mühen zu investieren. Das ich etwas gut finde, weil es schlecht ist, passiert mir dann doch eher selten. Vor allem aus meiner Sicht ärgerlich, da er die letzte halbe Stunde eben sehr gut umgesetzt hat.

Blap hat geschrieben:
Wächst mit jeder Sichtung!


Das könnte gut sein. Das habe ich mir nämlich schon gedacht, da er eben gegen Ende doch eine nette Wohlfühlatmosphäre kreiert hat. Ich werde den Film zumindest mal nicht entsorgen.


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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 10.04.2012 15:04 
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Irgendwo steht in diesem Forum geschrieben: "Kommt Zeit, kommt Man-Eater". Dies gilt für D'Amato allgemein, früher fand ich seine Streifen nett bis zäh, heute liebe ich seine Ergüsse.

Ergo: Kommt Zeit, kommt Herr Massaccesi (und zwar gewaltig)!

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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 10.04.2012 20:07 
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Blap hat geschrieben:
Irgendwo steht in diesem Forum geschrieben: "Kommt Zeit, kommt Man-Eater". Dies gilt für D'Amato allgemein, früher fand ich seine Streifen nett bis zäh, heute liebe ich seine Ergüsse.

Ergo: Kommt Zeit, kommt Herr Massaccesi (und zwar gewaltig)!



Ich bin da nicht wirklich sicher, ob das noch passiert aber ich will es auch nicht ausschließen. Bisher habe ich aber keinen Film von ihm gesehen, der mich nach mehr lechzen ließ. Ich teste aber noch ein bißchen weiter. Welche 3 wären denn die Richtigen für einen D`Amato Einsteiger? Damit meine ich jetzt keine Sleaze Granate die am besten mit 2 Kisten Bier funktioniert und der so schlecht ist, das man sich den ganzen Film über am weglachen ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 10.04.2012 22:08 
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deadlyfriend hat geschrieben:
Damit meine ich jetzt keine Sleaze Granate die am besten mit 2 Kisten Bier funktioniert und der so schlecht ist, das man sich den ganzen Film über am weglachen ist.


Solche Filme gibt es für mich generell nicht. Ich würde meinen nächtlichen Fimgenuss nie durch den zweifelhaften Genuss von Bier entweihen! :shock:

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Wie wäre es mit "Die Mörderbestien", "2020 Texas Gladiators" oder "Foltergarten der Sinnlichkeit"?

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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 10.04.2012 22:57 
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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 11.04.2012 11:48 
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BeitragVerfasst: 11.04.2012 12:01 
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"Berlin (EZ) | 10. Mai 2012 | Deutsche Fernsehzuschauer und Kinofans können aufatmen: Hamburger Studenten haben eine Software entwickelt, die Til Schweiger aus Filmen entfernt und damit eine erhebliche Qualitätssteigerung garantiert."


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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 11.04.2012 12:11 
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Diabolik! hat geschrieben:
Massaccesis Filme reifen mit der Zeit, sie sind wie ein Süppchen, das lange köcheln muss:




Soll ich daraus schließen, das man sich irgendwann eben an alles gewöhnt? :) Auch an D`Amato?
Spaß beiseite: Natürlich gibt es genügend Filme die mit der Zeit reifen. Das passiert mir zumindest aber meistens bei Regisseuren, bei denen ich dann zu einigen Filmen einen direkten Draht hatte. Andere Filme folgen dann später. Bei D`Amato habe ich bislang nichts gefunden was mich so richtig begeistert hat. Man Eater wollte ich aber nochmal überprüfen.


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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 11.04.2012 12:16 
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deadlyfriend hat geschrieben:
Soll ich daraus schließen, das man sich irgendwann eben an alles gewöhnt? Auch an D`Amato?


Nein! Hier ist eher der Vergleich mit einem guten Single Malt angebracht. In den Tumbler gegossen und gedankenlos in den Hals geschüttet bleibt der Genuss verwehrt, mit Bedacht aus dem handwarmen Nosing Glas auf die Zunge geträufelt eine wahre Wonne!

:D

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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 11.04.2012 12:25 
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Blap hat geschrieben:
In den Tumbler gegossen und gedankenlos in den Hals geschüttet bleibt der Genuss verwehrt, mit Bedacht aus dem handwarmen Nosing Glas auf die Zunge geträufelt eine wahre Wonne!


Der Vergleich passt schon. Man könnte auch den vielzitierten Vergleich von William S. Burroughs heranziehen: "...wie ein Blauschimmelkäse: ekelhaft und gleichzeitig sehr delikat."

Auf D'Amato und artverwandten Schund muss man sich einlassen. Man muss sich langsam in der Suhle schmoren lassen, sich gewissermaßen von der Brühe die Synapsen weichkochen lassen. Das Hirn auf Alphawellen-Betrieb umschalten.
Früher (vor noch gar nicht so langer Zeit) fehlte mir ebenfalls Geduld und Verständnis, mich auf solche Werke einzupegeln. Mittlerweile genieße ich diese Delikatessen fast mehr, als "normale" Filme - was immer das eigentlich ist. :?

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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 11.04.2012 12:26 
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Blap hat geschrieben:
deadlyfriend hat geschrieben:
Soll ich daraus schließen, das man sich irgendwann eben an alles gewöhnt? Auch an D`Amato?


Nein! Hier ist eher der Vergleich mit einem guten Single Malt angebracht. In den Tumbler gegossen und gedankenlos in den Hals geschüttet bleibt der Genuss verwehrt, doch mit Bedacht aus dem handwarmen Nosing Glas auf die Zunge geträufelt eine wahre Wonne!

:D



Das erschließt sich mir aber nicht so ganz. Ein guter Single Malt ist ja erstmal was Feines. Das heißt die Grundsubstanz ist da. Bislang wirkten die Filme für mich aber eher wie Jack Daniels und nicht wie ein Talisker.

Ich habe in den 80ern folgendes von ihm gesehen:

Man Eater
Absurd
Sado

Alle 3 fand ich doof. Sado gefällt mir inzwischen besser. Die anderen beiden werde ich nochmal nachtesten. "In der Gewalt der Zombies" wirkte auf mich jetzt aber wirklich nicht so, das ich den in 20 Jahren ob seiner Filmkunst verehren müsste. Die Schnittorgie der ersten halben Stunde ist absolut stümperhaft. Da ändert auch die Zeit nichts dran. Außer ich werde senil und bekomme es nicht mehr mit :)


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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 11.04.2012 12:31 
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deadlyfriend hat geschrieben:
Außer ich werde senil und bekomme es nicht mehr mit :)


Das wäre natürlich eine Erklärung für Blap und mich... :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 11.04.2012 12:34 
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Diabolik! hat geschrieben:
Blap hat geschrieben:
In den Tumbler gegossen und gedankenlos in den Hals geschüttet bleibt der Genuss verwehrt, mit Bedacht aus dem handwarmen Nosing Glas auf die Zunge geträufelt eine wahre Wonne!


Der Vergleich passt schon. Man könnte auch den vielzitierten Vergleich von William S. Burroughs heranziehen: "...wie ein Blauschimmelkäse: ekelhaft und gleichzeitig sehr delikat."

Auf D'Amato und artverwandten Schund muss man sich einlassen. Man muss sich langsam in der Suhle schmoren lassen, sich gewissermaßen von der Brühe die Synapsen weichkochen lassen. Das Hirn auf Alphawellen-Betrieb umschalten.
Früher (vor noch gar nicht so langer Zeit) fehlte mir ebenfalls Geduld und Verständnis, mich auf solche Werke einzupegeln. Mittlerweile genieße ich diese Delikatessen fast mehr, als "normale" Filme - was immer das eigentlich ist. :?



Das klingt aber ein bißchen so, als ob ich mir 20 richtig schlechte Filme ansehen sollte und dann würde ich die dagegen richtig gut finden. :) Überzogen gesagt. Der Mann hat so viele Filme gedreht, da muß doch auch ein richtig guter dabei sein, den man nicht erst Jahre liegen lassen muss, bis er einem gefällt. Die Leute die sich die Filme damals angesehen haben, müssen doch auch irgendwann gesagt haben das der ein oder andere Spitze war. Die saßen ja jetzt nicht alle im Kino und haben gesagt, das der in 20 Jahren bestimmt klasse ist, wenn ich in der Zwischenzeit eine wenig übe. :?:


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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 11.04.2012 12:35 
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deadlyfriend hat geschrieben:
Das erschließt sich mir aber nicht so ganz. Ein guter Single Malt ist ja erstmal was Feines. Das heißt die Grundsubstanz ist da. Bislang wirkten die Filme für mich aber eher wie Jack Daniels und nicht wie ein Talisker.


Durchaus möglich, bei dir ist der Talisker (D'Amato entspricht der Distillers Edition) eben im ungeeigneten Glas gelandet, vgl. dazu die diabolischen Ausführungen bezüglich Synapsen & Alphawellen.

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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 11.04.2012 12:39 
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Diabolik! hat geschrieben:
deadlyfriend hat geschrieben:
Außer ich werde senil und bekomme es nicht mehr mit :)


Das wäre natürlich eine Erklärung für Blap und mich... :mrgreen:



So schlimm wird es schon nicht sein 8-) Hoffe ich!

Mal anders: Das Spätwerk von Fulci wird allerorts verrissen. (Da werde ich aber noch ein paar Tests machen) Wenn jemand sagt, das er Fulci nicht gut findet und derjenige hat nur Filme nach 1985 von ihm gesehen, weist man sofort auf seine Gialli und seine Zombiefilme hin. Auf was weist man bei D`Amato hin?


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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 11.04.2012 12:47 
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Nun ja. Da Massaccesis "Spätwerk" ja ausschließlich aus Pornos besteht, weiß man erst so richtig zu schätzen, was man an SADO oder MAN-EATER hat. :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 11.04.2012 13:03 
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deadlyfriend hat geschrieben:
Auf was weist man bei D`Amato hin?


Auf das göttliche Gesamtwerk! :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 11.04.2012 14:47 
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Blap hat geschrieben:
deadlyfriend hat geschrieben:
Auf was weist man bei D`Amato hin?


Auf das göttliche Gesamtwerk! :mrgreen:



Das heißt ja im Umkehrschluß das sich alle Filme auf dem gleichen Niveau von "In der Gewalt der Zombies" befinden und keiner raussticht?


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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 11.04.2012 14:51 
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deadlyfriend hat geschrieben:
Das heißt ja im Umkehrschluß das sich alle Filme auf dem gleichen Niveau von "In der Gewalt der Zombies" befinden und keiner raussticht?


Nein, es gibt diverse Halbgötter, Götter, Übergötter, Supergötter, Megagötter und Hypermegasuperdupergötter. :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 11.04.2012 14:52 
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deadlyfriend hat geschrieben:
Blap hat geschrieben:
deadlyfriend hat geschrieben:
Auf was weist man bei D`Amato hin?


Auf das göttliche Gesamtwerk! :mrgreen:



Das heißt ja im Umkehrschluß das sich alle Filme auf dem gleichen Niveau von "In der Gewalt der Zombies" befinden und keiner raussticht?


Das würde ich so unterschreiben.

Ein typischer Vertreter der Sorte " lieb mich oder hass mich".
Ich finde seine sinnfreien Beiträge zur Filmgeschichte sehr
unterhaltsam ( da bin ich in meinem Bekanntenkreis allerdings
auch weit und breit der Einzige:-) )


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 Betreff des Beitrags: Re: IN DER GEWALT DER ZOMBIES - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 11.04.2012 15:11 
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Dann schau Dir halt mal "Im Foltergarten der Sinnlichkeit" an.
Vielleicht ist D'Amato auch einfach nicht der richtige Regisseur für Dich?!
Deinen Beiträgen entnehme ich, dass Du Filme mit einer ausgefeilten Bildkomposition und mit einer dichten Atmosphäre magst, daher wohl auch Deine Vorliebe für Gialli und den Film Noir.
Ein Vielfilmer wie D'Amato kann da natürlich nicht mithalten. Der ist eben eher Exploitation-Kino.
Und wenn man es genau nimmt ist er auch ein Titten-Filmer. Wenn er sich mal etwas künstlerisch austoben wollte, wie z.B. bei "Foltergarten" kam Onkel Erwin daher und hat den Streifen zu einem Titten-Film umgearbeitet. Wahrscheinlich wollten die Leute eben genau das sehen. Und um ganz ehrlich zu sein, seine "Black Emanuelle" Reihe und seine "Papaya" gefallen mir persönlich recht gut.

P.S.: Vielleicht solltest Du es lieber mit Jess Franco probieren. Sein "Kunstkino" (Vampyros, Necronomicon usw.) dürfte Dir wahrscheinlich mehr zusagen.


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